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Neuseeland

Paperback und E-Book Land der langen weißen Wolke können hier bestellt werden.

 

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  • 26 Sep 2017

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 Neuseeland (New Zealand, Maori: Aotearoa) ist ein Inselstaat im südlichen Pazifik, der aus einer Nord- und einer Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln besteht. Im Westen, zwischen 1.530 und 2.100 km entfernt, liegt Australien. Im Norden befinden sich die Inselstaaten Neukaledonien, Tonga und Fidschi und im Süden die Antarktis. Neuseeland liegt einerseits auf der australischen und andererseits auf der pazifischen Platte. Kulturell geprägt ist es sowohl vom eher europäischen Kulturraum Australiens als auch vom polynesischen Ozeanien. Politisch ist Neuseeland ein Königreich im Commonwealth of Nations mit einer demokratisch-parlamentarischen Verfassung. Die Hauptwirtschaftszweige sind die Land- und Forstwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie sowie der Tourismus. Die grüne Insel ist relativ dünn besiedelt und bietet eine unberührte sowie äußerst vielfältige und einzigartige Natur.

 

Amtssprache

Englisch, Te Reo Maori, neuseeländische Gebärdensprache

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: New Zealand (Englisch), Aotearoa (Maori) 

Städte: Auckland (1.208.091), Wellington (397.974), Christchurch (360.768), Hamilton (184.838), Napier (118.404), Dunedin (110.997), Tauranga  (108.882), Palmerston North (76.032), Nelson (56.364), Rotorua (53.766) (Einwohner nach der Volkszählungen vom 7. März 2006)

Bevölkerungsgruppen: 67,6 % Pakeha (Europäer aus Großbrittanien, Deutschland, Italien, Polen, den Niederlanden und zahlreichen weiteren europäischen Staaten), 14,6 % Maori, 9,6 % Asiaten – 2,8 % Chinesen, 1,7 % Inder, 6,9 % Menschen von den pazifischen Inseln – Samoa, Cookinseln sowie Tonga (nach der Volkszählungen vom 7. März 2006)

Religion: 31,1 % Konfessionslose, 51,1 % Christen – anglikanische Kirche (14 %), römisch-katholische Kirche (13 %), presbyterianische Kirche (10 %), Methodisten (3 %), Baptisten und Lutheraner, Hindus 1,6 %, Buddhisten 1,3 %, Muslime 1,0 %, Atheisten , Andere 13,9 % (nach der Volkszählungen vom 7. März 2006)

Die meisten Maori sind heute Christen, zudem ist die neuseeländische Ratana-Kirche sehr beliebt.

Lebenserwartung: Männer – 78,2; Frauen – 82,2 (2007)

 

Angebote

 

E-Book

Kaikoura Peninsula

Das E-Book Land der langen weißen Wolke kann dort ebenfalls bestellt werden (9,99 Euro). -> Leseprobe

 

Auskunft

Informationen für Deutschland, Österreich und die Schweiz erteilt das 

Fremdenverkehrsamt für Neuseeland, London (GB)

New Zealand House
Haymarket
London SW1Y 4TQ
Tel.: 0044 (0)207 - 9301662
Fax: 0044 (0)207 - 8398929

 

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Besonderheiten

Milford SoundZwar gibt es in Neuseeland weder giftige Schlangen noch andere gefährliche Tiere, doch mit einigen Plagegeistern muss in bestimmten Gegenden gerechnet werden: Da gibt es zum Beispiel die Sandfliege, sandfly, die sich in der Regel in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit herumtreibt (Westküste, Südinsel); ihr kann mit Mückenschutzmitteln begegnet werden. Wespen sind in letzter Zeit zu einem Problem geworden, vor allem in manchen Auwäldern der nördlichen und zentralen Gebiete der Südinsel. Wer allergisch auf Stiche reagiert, sollte adäquate Sprays, Cremes oder Antihistaminika in den Rucksack stecken. Zudem gibt es Giardia, kein kleiner Polizist aus Italien, sondern ein mikroskopisch winziger Parasit, der in einigen Flüssen und Seen des Hinterlandes vorkommt. Er kann durchaus ernste Magenbeschwerden verschulden, weshalb in den betreffenden Gebieten Wasser möglichst abgekocht getrunken werden sollte. Nähere Informationen über diesen lästigen Burschen sind bei den örtlichen Büros des Departments of Conservation erhältlich. Angesichts der Nähe zum Südpol und der fragilen Ozonschicht gelangen Sonnenstrahlen ungehindert auf die Erde, weshalb dringend Kopfbedeckung und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor mitgenommen werden sollten.

 

Umgangsformen

In Neuseeland begrüßt man sich in aller Regel mit einem Händedruck. Die gebräuchlichsten Grußformeln sind Gidday nach dem englischen „Good Day“ (Guten Tag) oder einfach „Hello“ oder „Hi“. Bei den Maori sieht man bei der Begrüßung z. T. noch eine herzhafte Umarmung oder den traditionellen Hongi-Gruß, bei dem man mit geschlossenen Augen die Nasen aneinander presst und einen Laut wie „mm-mm“ von sich gibt. Der Maorigruß Kia Ora (Hallo, mögest du gesund bleiben) ist mittlerweile bei allen Teilen der Bevölkerung verbreitet und wird besonders gern in der Tourismus-Industrie verwendet. Man erwidert darauf mit demselben Gruß. Neuseeländer, die für ihre herzliche Gastfreundschaft bekannt sind, auch wenn man sich noch nicht allzu lange kennt, laden gern Gäste zu sich nach Hause ein, wobei insbesondere an Sommerwochenenden die allseits geliebten Barbies (Barbecues, Grillpartys) abgehalten werden. Im Großen und Ganzen läuft in Neuseeland alles sehr zwanglos ab, und man gibt sich in Gesellschaft betont lässig.

 

Weltkulturerbe

Naturschutzgebiet Te Wahipounamu mit Nationalpark Westland/Mount Cook und Fjordland; Nationalpark Tongariro; Subarktische Inseln der fünf Inselgruppen Snares, Bounty Island, Antipodeninseln, Aucklandinseln und Campbell.

 

Feiertage

Für das gesamte Land gelten folgende Feiertage:

  • Neujahr
  • Waitangi Day (6. Februar)
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • Anzac Day (25. April)
  • Queen's Birthday (1. Montag im Juni)
  • Labour Day (4. Montag im Oktober)
  • 1. Weihnachtsfeiertag
  • Boxing Day (2. Weihnachtsfeiertag)

Außerdem gibt es noch regionale Feiertage: Wellington (22. Januar), Auckland (29. Januar), Northland (29. Januar), Nelson (1. Februar), Dunedin und Otago (23. März), Southland (23. März), Taranaki (31. März), Hawke Bay (1. November), Marlborough (1. November), Westland (1. Dezember), Christchurch und Canterbury (16. Dezember). Fällt das Datum auf ein Wochenende (Freitag, Samstag oder Sonntag), wird der Gedenktag am darauf folgenden Montag gefeiert, in allen anderen Fällen am Montag davor.

 

Literatur/Landkarten

Beim Fischer Verlag, Frankfurt, sind die Bücher der bekanntesten neuseeländischen Schriftstellerinnen, Katherine Mansfield und Keri Hulme erschienen. Detaillierte Neuseelandkarten gibt beispielsweise bei Reise Know-How.

 

Sprache

In Neuseeland wird Englisch gesprochen; darüber hinaus ist die Maori-Sprache offizielle Landessprache und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die englische Aussprache hat einen gewöhnungsbedürftigen, aber dennoch liebenswerten Akzent: Das e wird zum i, sodass z. B. tent „tint“ ausgesprochen oder aus seven „siven“ wird. Auch der Wortschatz unterscheidet sich z. T. von dem europäischen Englisch. Es ist ganz hilfreich, ein paar Brocken davon zu beherrschen: 

  • hi = hallo
  • hello = hallo, wird von älteren Leuten bevorzugt
  • gidday = hallo
  • kia ora = hallo
  • how's it going, how are you = wie geht's, alles klar? Wird beantwortet mit good, fine oder alright.
  • mate = mein Freund, Kumpel, Kamerad
  • see ya, see ya later = bis dann
  • ta = Danke
  • buck = Dollar
  • good as gold = alles klar, das geht in Ordnung
  • fill her up, thanks = bitte voll tanken
  • she'll be right = das wird schon klappen
  • booze, plonk = alkoholisches Getränk
  • larrikin = ungehobelter Typ
  • Anzacs = Kekse aus Haferflocken und Kokosraspeln
  • dear = teuer
  • for a piss = auf ein paar Bier
  • city slicker = Snob, Yuppie
  • bull = Unsinn
  • choice, wicked = toll, cool, super
  • dairy = Tante-Emma-Laden
  • pakeha = Weißer
  • ring = anrufen
  • tramping = wandern
  • varsity = Universität
  • bloke = Kerl, Mann
  • bush = Regenwald, Urwald
  • ciggies = Zigaretten
  • cuppa = Tasse (Kaffee/Tee)
  • jug = Bierkrug
  • loopies = Touristen
  • northerly = warmer Wind aus dem Norden
  • see ya! = bis dann!
  • huntaway = Hund der Farmer
  • is it what! = das ist ja ein Ding!
  • wopwops = verloren, Niemandsland

 

Bilder

Lake MathesonBilder aus Neuseeland.

 

Diplomatische Vertretungen

Botschaft von Neuseeland 

Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: +49 30 2062 10
Fax: +49 30 2062 1114
Öffnungszeiten: Mo.-Do. 09.00-13.00, 14.00-17.30, Fr: 09.00-13.00, 14.00-16.30

Die Berliner Botschaft ist auch zuständig für die Schweiz, die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen und Liechtenstein.

 

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Deutsche Botschaft in Neusseland

90-92 Hobson St.
Thorndon, Wellington
Tel. +64.4.473 6063
Fax +64.4.473 6069

 

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Einreise und Ausreise

Neuseeland ist knapp dreieinhalb Flugstunden von Ostaustralien entfernt, während die Anreise aus den USA per Nachtflug ohne Zwischenlandung zu schaffen ist. Von den meisten am Rande des Pazifiks gelegenen Orten wie Singapur, Hongkong und Tokio dauert der Flug rund zehn Stunden. Jede Person, die neuseeländischen Boden betritt, muss ein bestimmtes Einreiseformular ausfüllen, das schon im Flugzeug ausgeteilt und ausgefüllt wird.

Pässe

Alle einreisenden Besucher Neuseelands müssen einen Pass vorweisen können, der noch mindestens drei Monate nach ihrer geplanten Abreise gültig ist.

Visum

Sie benötigen für einen Besuch in Neuseeland kein Visa und keine Aufenthaltsgenehmigung, wenn Sie:

  • neuseeländischer Staatsbürger sind bzw. bereits über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen,
  • australischer Staatsbürger sind und mit Ihrem australischen Pass reisen,
  • eine australische Aufenthaltsgenehmigung und ein gültiges australisches Rückkehrvisum haben,
  • Staatsbürger eines Landes sind, mit dem Neuseeland ein Visumabkommen hat.

Einreisebestimmungen

Derzeit benötigen Reisende aus mehr als 50 Ländern für Aufenthalte von bis zu drei Monaten kein Besuchervisum. Sie benötigen aber:

  • einen Pass, der noch mindestens drei Monate nach der Abreise gültig ist,
  • ein Weiter- oder Rückflugticket in ein Land, in das Sie einreisen dürfen,
  • ausreichende Zahlungsmittel für den Aufenthalt in Neuseeland, d. h. ca. NZ$ 1.000 pro Monat pro Person.

Um herauszufinden, ob Ihr Land ein Visumabkommen mit Neuseeland hat, rufen Sie den Abschnitt Visiting New Zealand auf der Webseite des New Zealand Immigration Service auf. Dort finden Sie eine Liste der betreffenden Länder und andere nützliche Informationen über Visa. Darüber hinaus können Reisebüros, Fluggesellschaften oder die neuseeländische Botschaft Auskunft über Visaanforderungen erteilen. Britische Staatsbürger und andere Personen, sie sich im Besitz eines britischen Passes befinden und zu einem dauerhaften Aufenthalt in Großbritannien befugt sind, können die Erlaubnis erhalten, bis zu sechs Monate in Neuseeland zu bleiben.

Antrag auf ein Besuchervisum, Studenten- und Arbeitsvisa

Hat Ihr Heimatland kein Visumabkommen mit Neuseeland bzw. möchten Sie länger als drei Monate bleiben, muss ein Besuchervisum beantragt werden. Von der Webseite des New Zealand Immigration Service können Sie die entsprechenden Antragsformulare (application forms) herunterladen bzw. dieselben bei der neuseeländischen Botschaft anfordern. Hier finden Sie auch Informationen über Studenten-, Geschäfts- und Arbeitsvisa. Wenn Sie in Neuseeland studieren, zur Schule gehen oder einen Sprachkurs belegen wollen, besuchen Sie die Webseiten des Education New Zealand Trust.

Einwandern

Wenn Sie planen, sich dauerhaft in Neuseeland niederzulassen, lesen Sie den Abschnitt über Einwanderung (Migration) auf der Webseite des New Zealand Immigration Service. Er enthält eine kurze Zusammenfassung der Einwanderungsanforderungen und Informationen zur Antragstellung.

Familienstruktur

Das durchschnittliche Heiratsalter liegt zwischen 20 und 25 Jahren, wobei in jüngster Zeit die Zahl der unverheiratet zusammenlebenden Paare, der allein erziehenden Mütter und der berufstätigen Frauen angestiegen ist. Im Jahr 2000 bestand die Bevölkerung zu 50,74 % aus weiblichen und zu 49,26 % aus männlichen Personen. 44,6 % der Erwerbstätigen (1998) der arbeitenden Bevölkerung sind Frauen. Nach wie vor genießt die Großfamilie bei den Maori einen hohen Stellenwert, sodass mehrere Generationen nicht selten noch zusammen unter einem Dach leben. Für die Maori ist das Gemeindezentrum, das Marae, Mittelpunkt des sozialen Lebens, wo man sich trifft, um zu feiern, oder gemeinsam die Freizeit verbringt.

Flora & Fauna

Im Kambrium, vor fünfhundertsiebzig bis fünfhundert Millionen Jahren, lag Neuseeland, ein­gekeilt zwischen Australien, Tasmanien und der Antarktis, noch als Bestandteil des giganti­schen Urkontinents Gondwanaland, der die Landmassen des heutigen Australiens, Neuguineas, Neukaledoniens, Neuseelands, der Antarktis, Südamerikas, Afrikas, Arabiens, Madagaskars und Indiens zusammenschweißte, an den Ufern der Tethys, eines Urmeeres zwischen Gond­wanaland und Laurasien, einem weiteren Urkontinent. Mit beginnender Südwanderung ge­langten Australien und Neuseeland in die südliche Hemisphäre und damit in die Nähe des ewigen Eises. Doch infolge der fortwährenden Drehbewegung und der globalen Erdplattenver­schiebung sowie durch gewaltige Risse und Sprünge in der Erdkruste, die allmählich die uns bekannten Ozeane entstehen ließen, waren die Tage des Urkontinents Gondwanaland bald ge­zählt.

Der Südpazifik und der Indische Ozean entstanden, und Neuseeland lag nur wenige Grade vom Südpol entfernt. Im Verlauf der frühen Kreidezeit waren die Landverbindungen zum Nor­den und Westen hin verloren gegangen. Bis vor achtzig Millionen Jahren, als in der Tasmansee und im Südpazifik sich ein neuer Meeresboden herausbildete, waren die Südrouten noch nicht gekappt. Erst danach war Neuseeland auf allen Seiten von tiefen Gewässern umgeben, die In­sellage perfekt. Die Verbindung Neuseelands über die Antarktis nach Südamerika verschwand langsam im südpazifischen Ozean. Ganz allmählich begannen Australien und Neuseeland ihre lange Reise in wärmere, nördlichere Gefilde, während Antarktika nach Süden abdriftete und sich in die Obhut des größten Meeresstromes der Erde, dem Zirkumantarktikstrom, begab, um sich in seinen stetigen Westwinden einzufrieren.

Noch hatte Neuseeland die titanische Gestalt eines Riesen aus der Jurazeit, aber die fortwäh­renden Veränderungen nagten wie ein gigantischer nimmermüder Zahn an ihrem Leib. Die Naturgewalten feilten an Neuseelands neuer Figur. Die erodierende Wirkung der großen und kleinen Flüsse führte zu einer Abflachung der ursprünglich zerklüfteten Gebirge, und die Mee­resgewalten knabberten auf allen Seiten der Insel die Küstenlinien an. Im Laufe der Zeit mel­deten große Teile der Urinsel „Land unter“, bis schließlich nur eine schmale Inselgruppe sowie eine Hand voll verstreuter Inseln der allmählichen Überflutung standgehalten hatten.

Dann kam die Eiszeit und dezimierte die Populationen wärmebedürftiger, im Lauf der Zeit ein­gewanderter Lebewesen; viele verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Mit zunehmender Kli­maerwärmung erholte sich Flora und Fauna von neuem; aber selbst als die ersten Menschen den Inselarchipel betraten, hatte die Natur ihren langwierigen Erholungsprozess wohl noch nicht beendet. Doch ganz gleich, ob es sich um die ersten Polynesier oder europäische Siedler handelte, die Ankunft des Menschen mit Feuer, Ratten (Kiore), Hunden (Kuri), Katzen, Mar­dern, Füchsen und ihren Tötungsinstrumenten hat in der Folgezeit zu einer Ausrottung selte­ner Tiere wie dem riesigen straußähnlichen Moa geführt oder große Waldgebiete an den Küs­ten, in der Mitte der Nordinsel sowie im östlichen Teil der Südinsel in den Flammentod geris­sen. Eine Vielzahl von einheimischen Pflanzen und Tieren konnten sich nicht gegen die domi­nanten Importe durchsetzen, sodass einige kluge Arten nur noch im unzugänglichen Teil des Fjordlandes oder auf den verschiedenen Inseln vor der Küste Neuseelands eine einigermaßen sichere Zufluchtsstätte gefunden haben. Es erscheint allerdings fraglich, ob sich die Ratten, die auf den Inseln keine natürlichen Feinde haben, von den kleineren Inseln vor Neuseeland lange abhalten lassen, auch hier ihr zerstörerisches Tagwerk zu beginnen.

Takahe, Kakapo, die Neuseeland-Fledermaus oder viele der flugunfähigen Vögel werden es dem Dodo gleichtun, der mit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges nicht mehr gesehen wurde, wenn nicht noch ein Wunder geschieht; und sogar der Wappenvogel Neuseelands, der Kiwi, ist immer seltener anzutreffen. Keine Macht scheint ihrem Fortbestand große Bedeutung beizumessen. Doch, so hofft man, werden sie wieder lernen, sich zu wehren, vielleicht wieder mit den ersten zaghaften Flugversuchen beginnen, nachdem sie Millionen von Jahren nur von der Fledermaus behelligt wurden.

Die „Arche Noah der Südsee“ wird Neuseeland genannt und bestand ursprünglich zu 80 % aus Wald. Hauptursache für den Rückgang sind vor allem zunächst die Brandrodungen der sog. Moa-Jäger und dann die massiven Rodungen europäischer Siedler. Heute sind davon gerade noch 23 % geblieben, und er bildet mit seiner Wildnis eine der Hauptattraktionen des Landes und gibt so mancher einzigartigen Pflanze, manchem einzigartigen Tier eine schützende Hei­mat.

Pflanzen und Bäume

Der Anteil endemischer Arten ist in Neuseeland hoch: Etwa ein Fünftel aller Pflanzenarten kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor, was insbesondere der Millionen Jahre dauernden Isolation und Abgeschiedenheit Neuseelands von anderen Landmassen zuzuschreiben ist.

Der charakteristische Wald in Neuseeland ist gemäßigt, immergrüner Regenwald aus Podo­carps, Steineiben – rimu, matai und kahikatea – neben immergrünen Baumarten, gigantischen Baumfarnen und Epiphytes. Andere einheimische Bäume beinhalten verschiedene Variationen von Buchen, der Salatbaum, die Nikau Palme und die riesigen Kauri Bäume des Nordens. Da gibt es viele blühende Pflanzen und Bäume, die einzigartig für Neuseeland sind wie kowhai, rata und der Pohutukawa Baum. Und nicht zuletzt gibt es da ja noch die Kiwifruit.

 

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Einheimische Tiere

Die Tierwelt Neuseelands braucht sich hinter der Flora nicht zu verstecken. Bis auf zwei Fle­dermausarten fehlen allerdings einheimische Säugetiere. Aus diesem Grunde haben sich statt­dessen einzigartige und sehr häufig seltene Arten von Pflanzen, Vögeln und Insekten entwi­ckeln können. Einige Vögel wie zum Beispiel Weka und Kiwi entwickelten sich angesichts des Fehlens von Säugetieren prächtig auf dem Waldboden und verzichteten mit der Zeit ganz aufs Fliegen. Der hühnergroße braungraue Kiwi, der wohl berühmteste Vogel Neuseelands, holt mit seinem charakteristischen langen, säbelartig gekrümmten Schnabel seine Nahrung aus dem Boden. Andere flugunfähige Vögel sind der sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Kakapo (Eulenpapagei), der Gelbaugenpinguin und der schwarz gefiederte Tui. Mit der Einführung eu­ropäischer Tiere wie dem Opossum, den Katzen, Wieseln und Ratten müssen sich diese flug­unfähigen Vögel nun mit Feinden herumschlagen und haben es in der Kürze der Zeit noch nicht geschafft, sich wieder auf ihre Flugkünste zurückzubesinnen. Sie sterben langsam aus. Sie haben es schwerer als der Bergpapagei, der Kea, schwerer als Kaka oder Tui. Seit Ende des 17. Jahrhunderts ist schon der Moa ausgestorben, ein straußenähnlicher Vogel, der in ei­nigen Arten riesengroß ausfiel und von gleichnamigen Jägern ausgerottet wurde. Zudem gibt es da noch ein lebendes Fossil der Urzeit, das ebenfalls vom Aussterben bedroht ist – die Brü­ckenechse. Der Tuatara, der sich in den letzten 200 Mio. Jahren nur unwesentlich verändert hat, ist der einzige noch lebende Vertreter der Ordnung der Schnabelköpfe und gehört zu den ältesten Tieren der Welt überhaupt. Viele Seevögel leben an Neuseelands Küsten: Albatrosse, Pinguine, Sturmtaucher und Sturmvögel.

Das schwerste Insekt der Welt, die Cricket-ähnliche Giant Weta, von denen einige die Größe einer Maus erreichen, sich recht harmlos. Einige Arten von Riesenschnecken und ungewöhnli­che Frösche residieren in abgeschiedenen Gebieten. Die Tuatara, ein altertümliches Reptil, deren Abstammung sich bis ins Dinosaurier-Zeitalter zurückführen lässt, ist einmalig auf der Welt. Hier gibt es keine gefährlichen Schlangen oder andere giftige Kreaturen mit Ausnahme natürlich eines sehr seltenen Küstenbewohners, Katipo, einer Spinne. Und da gibt's ja noch den Kea …

Fotografieren

Da es im Prinzip weder Dunst noch Industrieabgase gibt, macht es das klare, grelle Licht Neuseelands Amateuren nicht gerade leicht, ihre Bilder zu schießen. Skylight und UV-Filter sollten daher auf jeden Fall zur Ausrüstung zählen, Polarisationsfilter ermöglichen interessante Effekte. Sowohl Diafilme als auch die Entwicklung (ca. 12 Dollar pro Diafilm, Labors in Auckland, Wellington, Christchurch) sind in Neuseeland teurer als bei uns, sodass man genügend Material im Gepäck haben sollte. Normale Kleinbildfotos werden fast überall innerhalb einer Stunde entwickelt und vergrößert. Aufgeklebt auf eine spezielle Postkarte, die man als „Top Shots“ in Fotogeschäften kaufen kann, ergibt das einen individuellen Kartengruß nach Hause.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Government Gardens

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

Geld

Währungseinheit ist der Neuseeland Dollar (NZD), der aus 100 Cent besteht. Münzen gibt es in der Größenordnung von 5, 10, 20 und 50 Cents sowie 1 und 2 Dollar; Banknoten für 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. 

Banken haben montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. 

Es gibt weder Ein- noch Ausfuhrbeschränkungen für Devisen. Allerdings müssen all jene, die mehr als 10.000 NZ-$ in bar ins Land bringen bzw. aus dem Land ausführen, dies beim Zoll angeben. Devisen können problemlos in Banken, einigen Hotels und Wechselstuben umgetauscht werden. In Neuseeland können alle gängigen Kreditkarten genutzt werden, wobei Visa, American Express und Eurocard/Mastercard weit verbreitet sind und von fast allen Tankstellen und Hotels akzeptiert werden. In Hotels, Banken und in einigen Geschäften werden darüber hinaus Reiseschecks angenommen. Ein wenig Bargeld gehört selbstverständlich auch ins Portemonnaie.

Geografie

FjordlandDas Kernland liegt etwa 2.000 km südöstlich von Australien zwischen Tasmansee und Pazifik und besteht aus zwei Inseln – der Nord- und der Südinsel (einschließlich der Stewartinsel) -, die durch die enge, ca. 35 km breite Cookstraße getrennt werden. Beide Hauptinseln durchziehen von Nordosten nach Südwesten hohe Bergketten. Die Südinsel wird von den Neuseeländischen Alpen, den Southern Alps, beherrscht. Die höchste Erhebung ist der Mount Cook mit 3.754 m. Im äußersten Südwesten, wo die Gebirge unmittelbar bis ans Meer heranreichen, haben die gefluteten Täler tiefe schroffe Fjorde gebildet. Hier liegt das Fjordland, Neuseelands größter Nationalpark. Die Schwemmlandebenen im Osten bzw. Südosten sind die einzigen Tieflandgebiete. Dort befindet sich die Canterbury Plains, die Kornkammer des Landes. Die Gebirge der Nordinsel sind niedriger, stärker gegliedert und haben ihr Zentrum um den Lake Taupo, wo eine beachtliche geothermische Aktivität zu beobachten sind – Geysire, heiße Quellen und mehrere Vulkane, von denen zwei immerfort aktiv sind, der Ngauruhoe und der Ruapehu. Die Berghänge, Flussterrassen und vereinzelten Flachlandgebiete der Nordinsel weisen das beste Ackerland des Landes auf. Die Hauptstadt Wellington und die große nördliche Stadt Auckland wurden um große natürliche Häfen herum errichtete. Die zahlreichen Neuseeland vorgelagerten Inseln sind teilweise vulkanischen Ursprungs, teilweise gehobene Atolle.

Geschichte

Lange bevor der Holländer Abel Janszoon Tasman Neuseeland im Jahr 1642 entdeckt, haben die aus Polynesien kommenden Maori wohl um das Jahr 1000 v. Chr. das Land besiedelt. Sie verfügen bereits über eine hochstehende Ackerbaukultur und bleiben fast achthundert Jahre von der Außenwelt unentdeckt. Tasman tauft das neu entdeckte Land zunächst auf den Namen Staten Landt (holländisch: Südamerika), später dann auf Nieuw Zeeland. Doch ehe sie so richtig in der heutigen Golden Bay anlanden können, werden sie auch schon von Maori angegriffen und fliehen. Er soll nie erfahren, dass sein Staten Landt zweigeteilt ist und stirbt in der falschen Gewissheit, einen Kontinent gefunden zu haben und hätte sogar Recht gehabt, wäre er Millionen von Jahren früher auf die Welt gekommen. 

Erst nachdem der britische Forschungsreisende James Cook 1769 Neuseeland „wiederentdeckt“ und während seiner ersten Forschungsreise die Durchfahrt zwischen Nord- und Südinsel findet (Cook Strait), beginnt die Besiedlung im großen Stil. Am 10. Oktober betritt James Cook dort an der Mündung des Turanganui zum ersten Mal den fremden Boden. Sein Barkschiff, die Endeavour, zu deutsch: Anstrengung, nähert sich langsam von Osten, als der kaum den Kinderschuhen entwachsene Schiffsjunge Nicholas Young die Küste aus dem Topp als erster erblickt. Ein wie ein Krähenschnabel aus dem Land herausragender Vorsprung trägt heute seinen Namen: Young Nick's Head, und die lebensgroße Statue des Entdeckungsreisenden sieht vom Kaiti Hill hinunter auf die Stadt. Cook überliefert enttäuscht seine ersten Eindrücke von der Gegend, nachdem er kurz zuvor seinen ersten Zusammenstoß mit den Maori ausgetragen hat: „Sie bot uns nicht eines der Dinge, die wir benötigten, außer ein bisschen Holz für Feuer“. Die Poverty Bay, wie Cook sie aus Ernüchterung tauft, erstreckt sich vom Cape Runaway, im Norden, bis Mahia Peninsula, das wie ein Ziegenbart am Kinn des östlichen Inselkopfes hängt. Er nimmt die Inseln im Namen des englischen Königs George III. in Besitz. Cook bereist die Inseln mehrere Jahre lang und hält seine Entdeckungen und Erfahrungen in einem detaillierten Reisebericht fest. Im Jahre 1791 kommen die ersten Walfänger nach Neuseeland. Zur selben Zeit verursachen von Weißen eingeschleppte Krankheiten ein Massensterben unter den Ureinwohnern. Es sind fast ausschließlich Engländer, die sich zunächst auf der Südinsel, einige Jahre später dann auch auf der Nordinsel niederlassen. 

1814 bringen Missionare Schafe, Rinder, Kühe und Pferde ins Land. Es dauert nicht lange, bis es zu Konflikten mit den Ureinwohnern kommt; die Maoris fühlen sich von den Siedlern bedrängt und wehren sich. 1819 kommt es in Taranaki und Wanganui zu ersten schweren Auseinandersetzungen zwischen Maori und Weißen. Da diese Unruhen andauern, schickt die englische Krone im Jahre 1833 den Gesandten James Busby nach Neuseeland, um die Streitigkeiten zu schlichten. Busbys Bemühungen sind aber nur von mäßigem Erfolg: 1835 unterzeichnen 34 Häuptlinge der Nordinsel eine Unabhängigkeitserklärung und schließen sich zu den „United Tribes of New Zealand“ zusammen. Zwar verzichten die Maori-Häuptlinge 1840 im Vertrag von Waitangi zugunsten der englischen Krone auf die Oberhoheit im Lande, doch dies stoppt die weitere Landnahme durch die Europäer nicht. 1841 wird die Hauptstadt von Okiato nach Auckland verlegt und W. Hobson von Großbritannien als Gouverneur eingesetzt. In den nachfolgenden Jahren kommt es durch die systematische Kolonialisierung Neuseelands zu Lasten der Ureinwohner zu fortwährenden Spannungen, die 1843 in einen offenen Krieg mit den Maori gipfeln, in dem die Ureinwohner keine Chance haben und blutig unterdrückt werden. Erst im Jahre 1846/47 enden die kriegerischen Auseinandersetzungen. 1852 gewährt England Neuseeland im New Zealand Constitution Act mehr Unabhängigkeit und Selbstverwaltung. Um die Rechte der Maori gegenüber der englischen Krone energischer vertreten zu können, wird 1858 Potatau zum ersten König der Maori ernannt. 1860 kommt es trotzdem erneut zu Unruhen, die noch bis 1870 andauern sollen. Durch die Entdeckung von reichhaltigen Goldvorkommen wird Neuseeland wohlhabend. Die Wirtschaft ist auf Viehzucht und den Export von Fleisch, Wolle und Milchprodukten nach Europa ausgerichtet. 1863 nimmt die erste Dampfeisenbahnstrecke Neuseelands ihren Betrieb auf. 

Shantytown1865 wird die Hauptstadt nach Wellington verlegt, wo sich auch heute noch der Sitz der neuseeländischen Regierung befindet. 1867 erhalten die Maori erstmals 4 Sitze im Parlament und das Wahlrecht zugebilligt. In den Folgejahren entwickelt sich die Bildungs- und Infrastruktur des Landes beständig weiter: 1869 wird die erste neuseeländische Universität in Dunedin gegründet. Straßen- und vor allem Schienennetz werden systematisch ausgebaut. Die Rezession um 1880 und die Einführung des allgemeinen Wahlrechts im Jahre 1889 begünstigen die Regierungsbildung durch die liberale Partei. Zum ersten Mal gilt das „One-Man, One-Vote“ Wahlsystem. 1893 dürfen auch die Frauen an die Wahlurnen gehen – erstmalig auf der ganzen Welt. Die Regierungszeit der Liberalen ist geprägt durch eine deutliche Demokratisierung der Politik, die Entwicklung von Gewerkschaften und einer fortschrittlichen Sozialpolitik: 202 Gewerkschaften vertreten 1901 bereits 24.000 Mitglieder. Seit 1898 gibt es eine kleine staatliche Altersrente für Männer und Frauen über 65 Jahren. Der Bevölkerungszuwachs zu dieser Zeit ist enorm: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts leben bereits knapp eine Million Menschen in Neuseeland, fast die Hälfte von Ihnen auf der Nordinsel. Im Jahre 1907 erhält Neuseeland von England den Status eines Dominions und ist damit selbstständig in seinen Entscheidungen. Damit wurde der Kolonialstatus überwunden. Im ersten Weltkrieg beteiligt sich Neuseeland an Kämpfen auf der ganzen Welt. So kämpfen neuseeländische Truppen z. B. 1914 gegen die deutschen Kolonialherren auf Samoa an. Die große Zahl der Gefallenen trifft die Nation sowohl demografisch als auch ökonomisch schwer. Nach Ende des Krieges erhält Neuseeland gemeinsam mit Australien und Großbritannien vom Völkerbund das Mandat über West-Samoa und Nauru. 

Die Weltwirtschaftskrise 1929 trifft Neuseeland schwer. Auch in Folge der schlechten Wirtschaftslage gelangt 1935 erstmals die Labour Party an die Macht. Der neuen Regierung unter Premierminister M.J. Savage gelingt es, in den ländlichen Gebieten wieder für mehr Wohlstand zu sorgen. Die Entwicklung der Industrie wird verstärkt vorangetrieben und vermehrt öffentliche Aufträge erteilt. Where Britain stands, we stand. Mit diesen Worten erklärt Neuseeland 1939 Hitler-Deutschland den Krieg und tritt in den zweiten Weltkrieg ein. Neuseeländische Soldaten kämpfen in Griechenland, Italien sowie im pazifischen Raum. Nach Ende des Krieges unterschreibt Neuseeland 1947 im Statut von Westminster die Unabhängigkeitserklärung von England. 1951 unterzeichnen Neuseeland, Australien und die USA den ANZUS-Pakt, ein militärisches Verteidigungsbündnis zur Stabilisierung der Südpazifikregion. 1959 unterzeichnet Neuseeland gemeinsam mit anderen Ländern den Antarktic-Vertrag zum Schutz des Eiskontinentes. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominieren zwei große Parteien die neuseeländische Politik: die National Party und die Labour Party. Die politischen Unterschiede sind unbedeutend. Im so genannten „Kiwi- Paradies“, dem „Garten Großbritanniens“, entwickelt sich ein ökonomischer Sozialismus, der fast alle Wirtschaftsbereiche staatlicher Kontrolle unterwirft. Subventionen, Zollschranken und Devisenbewirtschaftung bewahren Neuseeland vor lästiger Auslandskonkurrenz und schaffen künstlich einen Lebensstandard der Superlative, der in den 50er-Jahren nur noch von der Schweiz übertroffen wird. 

Von 1949–1957 und 1960–1972 löst die National Party die Labour Party an der Regierung ab. Trotz heftiger Proteste in der Bevölkerung schickt sie von 1965 bis 1972 neuseeländische Truppen an Seiten der USA in den Vietnamkrieg. Anschließend bemüht sich die Regierung 1972 um diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China und protestiert erstmals gegen die französischen Atomversuche auf dem Mururoa-Atoll. In Folge des Beitritts Großbritanniens zur Europäischen Gemeinschaft kommt es ab 1973 in Neuseeland zu einer schweren Wirtschaftskrise. Die National Party, die ab 1975 unter der Führung von R. Muldoon die Regierung stellt, bemüht sich Fortschritte vor allem im Industriesektor und im energiepolitischen Bereich zu erzielen. 1983 tritt ein Abkommen zwischen Neuseeland und Australien über eine bis 1988 durchzuführende Bildung eines gemeinsamen Marktes in Kraft. Aus der Wahl von 1984 geht die Labour Party als Gewinner hervor. Ihr Führer David Lange wird neuer Premierminister. 1986 erklärt sich Neuseeland zur atomwaffenfreien Zone und wird in Folge davon aus dem ANZUS-Pakt mit Australien und den USA ausgeschlossen. Bei einem gewaltigen Börsencrash im Jahre 1987 verlieren die Neuseeländer – unter ihnen viele Kleinanleger – mehrere 100 Millionen Dollar. Die Wahlen im selben Jahr gewinnt wieder die Labour Party. 

Maori-Friedhof1989 löst Geoffrey Palmer – ebenfalls ein Mitglied der Labour Party – Lange als Premierminister ab. Bis Mitte der 90er-Jahre leidet Neuseeland unter einer anhaltenden Rezession. 1991 sind beinahe 14 % der Bevölkerung ohne Arbeit. 1995 führt die Wiederaufnahme der französischen Atomtests in Französisch-Polynesien zu massiven Protesten in Neuseeland. Die Wirtschaft des Landes stabilisiert sich zusehend, sodass 1996/97 die Arbeitslosenquote unter 6 % sinken kann und der Wechselkurs des Neuseeland-Dollars einen Höhenflug unternimmt. Der radikale Umbau der Wirtschaft seit Mitte der 80er-Jahre (u. a. durch massive Einsparungen im Sozialwesen) schafft den allerorten bewunderten „Modellfall Neuseeland“. Die hohe Attraktivität als Einwanderungsland vor allem für Südostasien schürt bisweilen Ängste – trotz der 1995 erlassenen Gesetze für eine Zuwanderungsbeschränkung, die seit Ende 1996 Wirkung zeigen. Darüber hinaus ist das Minderheitenproblem der Maori ungelöst: Stark verarmt und kulturell benachteiligt leben viele in den Slums von Auckland. Ihr 1863 konfisziertes Land befindet sich noch überwiegend im Privatbesitz von Weißen. 

Offiziell erheben die Maoris Anspruch auf einen Großteil des neuseeländischen Staatsgebietes. Das Angebot der Regierung, ihnen einen Schadenersatz in Höhe von 1 Mrd. NZ-$ zu zahlen, lehnen sie ab. Den Nationalfeiertag am 6. Februar 1995 stören die Maori durch massive Demonstrationen, sodass seither am 6. Februar keine offiziellen Feiern mehr stattfinden. Nach anhaltenden Unruhen kommt es schließlich doch zu einem Abkommen zwischen Regierung und Maori über Neuansiedlungen in ehemaligen Maori-Gebieten. Der in Wellington von Königin Elizabeth II. unterzeichnete Vertrag regelt zunächst die Rückgabe von ca. 16.000 ha Land und sieht die Zahlung von 170 Mio. NZ-$ vor. Neuseeland ist per Gesetz seit 1987 nuklearfreie Zone. Bereits 1973 hat Neuseeland beim Internationalen Gerichtshof gegen französische Atomtests im Südostpazifik geklagt; im September 1995 wird erneut Klage eingereicht. Nach dem am 10.12.1999 in der Hauptstadt Wellington veröffentlichten Endergebnis der Parlamentswahl vom 27.11. besitzt die Mitte-links-Regierung in Neuseeland keine Mehrheit. Die Arbeiterpartei von Ministerpräsidentin Helen Clark kommt auf 49 und die mit ihr verbündete Allianz auf zehn der 120 Sitze (zusammen 59). Wider Erwarten übersprangen die Grünen, die erstmals an einer Parlamentswahl teilnahmen, die Fünfprozenthürde (7 Parlamentssitze).

Staats- und Regierungsform

Mehrparteiensystem, konstitutionelle Monarchie, ein gesetzgebendes Organ

Gesundheit

Da es in Neuseeland weder Schlangen noch andere gefährliche Tiere gibt, können Aktivitäten in der freien Natur gefahrlos ausgeübt werden. Die öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen und Krankenhäuser bieten einen hohen Behandlungsstandard und Service und entsprechen europäischen Maßstäben. Diese Dienstleistungen sind allerdings, außer im Falle eines Unfalls, nicht kostenlos erhältlich. Nach einem Unfall genießen auch Touristen kostenlose Behandlung (accident compensation). Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung ist daher dringend zu empfehlen. Reisende, die eine größere Menge an Medikamenten mit sich führen müssen, sollten die jeweiligen ärztlichen Verschreibungen dabei haben, um etwaige Probleme beim Zoll zu vermeiden. Bestimmte Medikamente sind in Neuseeland nur auf Rezept erhältlich. 

Trinkwasser: Alle Städte und kleineren Ortschaften Neuseelands werden mit Wasser von bester Qualität versorgt. Das Leitungswasser ist überall zum Trinken geeignet. 

Impfungen sind zur Einreise in Neuseeland nicht erforderlich.

Internet

Cybercafés sind die einfachste und schnellste Art, auf Reisen nach Hause Kontakt aufzunehmen. Eine aktuelle Auflistung von Internet-Cafés und findet man auf den Gelben Seiten! Darüber hinaus kann man seine E-Mails auch in den meisten Backpackers checken.

Kleidung und Reisegepäck

Müßig zu erwähnen, dass die Jahreszeiten genau umgekehrt zu denen in Europa sind. Auf alle Fälle sollte man sich unbedingt für unerwartete Regenperioden rüsten und auch im Sommer Pullover oder Fleecejacke einstecken. Die Neuseeländer selbst bevorzugen sportlich legere Kleidung. Angesichts starker Sonnenstrahlung ist die passende Kopfbedeckung unverzichtbar. 

September, Oktober, November – Frühling:

Die europäischen Bäume kriegen Blätter, überall beginnt es zu blühen, überall im Land werden Blumen- oder Blütenfeste gefeiert. Eine angenehme Jahreszeit zum Radfahren oder Wandern, wobei man beachten sollte, dass im Hochgebirge der Southern Alps der Frühling etwas später einsetzt und die Wanderwege erst ab Oktober wieder offen sind. Kleidung: Leichte Kleidung, jedoch nicht ohne wärmenden Pullover oder Fleecejacke, feste Schuhe und Regenjacke. 

Dezember, Januar, Februar – Sommer:

Da der Sommer in Neuseeland sehr angenehm ist und es obendrein selten zu heiß wird, kann man alle möglichen Aktivitäten ausüben. In diese Zeit fallen auch die neuseeländischen Ferien, so dass man Hotels, Fähren, Mietwagen oder Wohnmobile vorbuchen sollte. Kleidung: Sommerkleidung mit Pullover, falls es abends etwas kühler werden sollte. 

März, April, Mai – Herbst:

Das Wetter im März ist quasi noch wie im Sommer. Ab April bekommen dann die Tage die den Herbst auszeichnende klare und frische Qualität. Die ideale Zeit wiederum für Radtouren und Wanderungen, auch wenn der Winter im Hochgebirge etwas früher anfängt und viele Wanderwege schon ab Mitte April geschlossen sind. Kleidung: Leichte Kleidung mit einigen wärmeren Kleidungsstücken für den Übergang. 

Juni, Juli, August – Winter:

Die Winter in Neuseeland ist mild. Die einheimischen Bäume behalten sogar ihr Laub und mit Ausnahme des Hochgebirges fällt so gut wie kein Schnee. Unterhalb von Auckland muss man gelegentlich mit Nachtfrösten rechnen, aber tagsüber kann es so mild und sonnig sein, dass man auf der Nordinsel und im Norden der Südinsel im Winter wandern kann, während in den Southern Alps Skisaison ist. Kleidung: Die Art von Kleidung, die man im europäischen Herbst tragen würde.

Was noch ins Gepäck gehört ...

Hat man noch ein wenig Platz in seinem Gepäck, so könnte es eine gute Idee sein, z. B. eine gute Pfanne, eine gute Pfeffermühle und ein scharfes Messer mitzunehmen. Und Hygieneartikel und Tempotaschentücher, falls man sich nicht an die leicht zerfallenden neuseeländischen, australischen oder amerikanischen Produkte gewöhnen will. Trinken Sie gerne Kaffee, sollten Sie einfache Kaffeefilter mitbringen, da die meisten Neuseeländer dem weit verbreiteten Instant Kaffee zusprechen oder einen Kaffeeplunger benutzen. In den Cafés ist dennoch guter Kaffee zu bekommen, wenn man nicht gleich Cappuccino trinkt. Raucher sollten ihre Zigaretten besser aus Deutschland mitbringen, da Zigaretten, Zigarren und Tabak exorbitant teuer sind.

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Küche

Haere mai ki te kai!

Wie im Garten Eden: Essen & Trinken Neuseeland ist eine Nation mit vielen unterschiedlichen Rassen und Lebensphilosophien, und das Essen gibt dabei den Haupteinblick in die Kultur des Landes. Unsere Antipoden quellen über mit Geschmacksrichtungen, die einzigartig sind. Essen hat sicherlich eine große soziale Funktion in den Gemeinschaften der pazifischen Inseln. Es repräsentiert soziale Verpflichtung, Tradition, soziale Interaktion und Familienaustausch; und bildet einen wichtigen Kanal zur persönlichen Kommunikation. Feste sind bedeutende Fixpunkte im Leben der dort lebenden Menschen und öffentliche Ereignisse in Neuseeland. Neuseelands „Speisekammer“ ist gefüllt mit köstlichen Schätzen aus Meer, Seen, Flüssen und fruchtbarem Boden. Früchte, Fleisch und Fisch aus einer intakten Natur: Nur wenige Plätze auf der Erde können eine solche Vielfalt an hochwertigen Naturprodukten so frisch von der „Quelle“ anbieten. 

Wer durch Neuseeland reist, kann dieses kulinarische Angebot auf jede nur denkbare Weise genießen – als Selbstversorger, als Urlauber auf einer Farm oder als Gast im Restaurant. Neuseeland ist führend im Export von Fleisch- und Milchprodukten. Neuseeländisches Lamm ist neben Rind- und Schweinefleisch eine besonders beliebte Spezialität. In den Restaurants können großzügige Portionen und eine gute Auswahl erwartet werden. Als Beilage liefern Neuseelands fruchtbare Gemüseanbaugebiete manche in Europa unbekannte Besonderheit: z. B. Tamarillos (Baumtomaten) oder Kumara, die einheimische Süßkartoffel. Fasan, Rebhuhn und Truthahn (saisonbedingt) bereichern das schmackhafte kulinarische Angebot, ebenso die große Auswahl an Fischen und Schalentieren: fangfrische Goldbrassen, John Dory (Petersfisch), Groper, Crayflsh (Languste), Austern und andere Muschelarten. Zu den Fischspezialitäten des Südpazifik gehören auch frischer und geräucherter Lachs sowie Forellen, die allerdings selbst gefangen werden müssen, weil ein Gesetz den Handel mit Forellen grundsätzlich verbietet.

Schmackhafter Fisch

Es gibt zwischen 70 und 80 verschiedene schmackhafte Fischarten – von der zarten Seezunge über den Lemon-Fish bis zum beliebten Orange Roughy. Während Blue Cod, Groper oder Snapper vielleicht noch ein Begriff sind, können Besucher aus Europa mit vielen Namen wie etwa Hapuka oder Tarakihi sicher nur wenig anfangen. In den zahlreichen Fischgeschäften hängen deshalb oft Schaukarten mit Erläuterungen, und das Verkaufspersonal gibt überaus gern Hilfestellung bei der Auswahl. Zu den Fischspezialitäten Neuseelands gehört außerdem „Whitebait“: ein winziger, durchsichtiger Jungfisch, der in der entsprechenden Saison in Mengen gefangen werden kann und zu delikaten Gerichten verwendet wird. Wenn man die Westküste der Südinsel bereist, sieht man gelegentlich in Flussmündungen Fischer in knietiefen Wasser stehen, die große Netze in die Strömung halten. Es sind „Whitebaiter“, die auf Schwärme dieser Beutefischchen warten. „Fish ‘n‘ Chips sind in Neuseeland sehr populär, denn hier ist frittierter Fisch vom Straßenverkauf bzw. Schnellimbiss so gut wie kaum anderswo. Das gilt ebenso für gebackene Austern, die für wenige Dollar pro halbes Dutzend abgegeben werden.

Desserts

Desserts gibt es in vielen exotischen Variationen, oft mit Neuseelands köstlichen Früchten angerichtet. Besonders populär: „Pavlova“, eine Baisertorte, mit den leuchtend grünen Scheiben der Kiwifrucht bedeckt. 

Für ein Essen mit drei Gängen sind je nach Restaurantkategorie durchschnittlich zwischen NZ-$ 30 und NZ-$ 80 zu bezahlen (Getränke nicht eingerechnet), in Lokalen der Spitzenklasse auch darüber.

Das ganze Land ein „Früchtekorb“

Mit seinem günstigen Klima eignet sich Neuseeland für den Anbau von zahllosen Früchten – von Orangen, Grapefruits und anderen Zitrusfrüchten über Trauben, Artischocken und Spargel bis zum feinsten Tafelobst. Im Norden wachsen auch die exotischen Früchte der Subtropen, zum Beispiel Avocados, Kiwis und Macadamia-Nüsse. Im warmen Otagogebiet auf der Südinsel reifen Aprikosen und Kirschen, Erdbeeren und delikate Boysenberries heran. Weizen bedeckt große Flächen der Canterbury-Ebene, und tief im Süden ist das Land der Kartoffeln und Rüben verschiedenster Sorten. Als Garten Eden im Südpazifik hat sich Neuseeland auch in Europa einen guten Namen gemacht – nicht nur durch die Kiwifruits, auch durch seine aromatischen schmackhaften Äpfel, Beeren und anderen Früchte, die vor allem dann auf den Markt kommen, wenn in der nördlichen Hemisphäre die Natur ihre Ruhepause hat. In Neuseeland können die Früchte oft an Straßenverkaufsständen erntefrisch gekauft werden (manchmal steht nur eine Pappschachtel fürs Geld dass: Die Neuseeländer schätzen die Vertrauensbasis); oder die Früchte werden zu Saft und Wein höchster Qualität weiterverarbeitet. Neben dem Traubenwein, der von Kennern auf allen Kontinenten geschätzt wird, stellt man in Neuseeland auch hervorragende Fruchtweine her.

Neuseeland-Küche

Als im vergangenen Jahrhundert die ersten Europäer nach Neuseeland kamen, war das Essen gewiss eher spartanisch. Ganz allmählich aber entdeckten die Einwanderer die Möglichkeiten, erstklassige Naturprodukte lukullisch zu verwerten. Heute gibt es bemerkenswert reichhaltige Kochbücher mit Neuseelandrezepten, die sich um Lamm, Fisch und landestypische Früchte ranken. Apropos Lamm: Die Neuseeländer bevorzugen oft das etwas ältere, einjährige Lamm. Es wird „Hogget“ genannt, ist genauso zart, doch schätzen Feinschmecker an ihm den etwas kräftigeren Geschmack. Lamm und Hammel spielen aber durchaus nicht die einzige wichtige Rolle – trotz der 70 Millionen Schafe in Neuseeland. Mehr und mehr drängt sich auch Wild in den Vordergrund; in vielen Teilen des Landes kann man dies an den zahllosen Reh- und Hirschfarmen sehen. 

Immer mehr Wild

In manchen Regionen ist die Jagd auf Wildschweine populär; dort findet man mehr und mehr deren Fleisch auf Speisekarten. Auch Wildenten, Wachteln und Kaninchen setzen sich allmählich bei den Neuseeländern stärker durch – zur Freude der Feinschmecker, für die solche Vielfalt vor zehn und mehr Jahren hier noch keineswegs selbstverständlich war. Falls Sie ein Freund von gutem Käse sind, sind Sie in Neuseeland richtig: Naturkäse wird hier in wachsender Auswahl produziert – von allerbestem Rohstoff. Vom reifen Cheddar-Käse bis zum Brie, vom Gruyère bis zum Mozzarella die Molkereien und Käsereien haben in den letzten Jahren die Käsepalette stetig vergrößert, nicht nur nach europäischen Vorbildern: individuelle Neuseeland-Sorten wie Ajhette und Kapiti kamen als unvergleichliche Neuerrungenschaften hinzu. Und noch ein Wort zum süßen Dessert, der Eiskrem: Sie ist wie viele andere Süßigkeiten eine wahre Leidenschaft der Neuseeländer. Hervorragende Qualität und große Sortenvielfalt sind überall garantiert. Kein Shoppingcenter, keine Einkaufsstraße, in der nicht wenigstens ein Eisstand zu finden wäre!

Spitzenweine von Weltruf

So wie sich Köche und Lebensmittelhersteller in der Vergangenheit häufig in der „alten Welt“ umgesehen und den europäischen Köchen in die Töpfe geschaut haben, sind auch neuseeländische Kellermeister viel gereist: In Frankreich, Deutschland und Kalifornien haben sie Wissen und Erfahrung gesammelt, um ihre eigenen Weine zu Spitzenprodukten zu entwickeln. Tatsächlich hat Neuseeland mit Böden und Klima ideale Voraussetzungen für hervorragende Weine. Bei internationalen Wettbewerben sind neuseeländische Gewächse regelmäßig unter den Medaillengewinnern zu finden. 

Die bedeutenden Weinanbaugebiete des Landes liegen: 

  • im Westen und Norden von Auckland, 
  • im Osten der Nordinsel: Gisbourne und „Hawkes Bay“, 
  • an der Nordspitze der Südinsel: Marlborough Sounds und Blenheim, 
  • in der Region Canterbury, unweit Christchurchs. 

Unter den besten Weißweinen sind die Rebsorten Sauvignon blanc und Chardonnay zu finden; bei den Rotweinen ragt der Cabernet Sauvignon heraus. In einige Anbaugebieten sind sogenannte Wein-Trails“ gelegt, auf denen Neuseelandbesucher von Winzer zu Winzer wandern Sonnen.

„BYO“-Lokale

In Neuseeland dürfen nur Bars und Lokale, die „fully licensed“ sind, alkoholische Getränke anbieten. An vielen anderen Restaurants finden Sie das Zeichen „B.Y.0.“. Die ist die Abkürzung für „Bring Your Own“ und bedeutet, da der Gast seine Getränke selbst mitbringen kann. Wein, Bier und Spirituosen werden in speziellen „Bottle Stores“, „Wine Shops“ oder direkt vom Winzer verkauft. 

Hangi-Cooking

Die Maori pflegen gelegentlich noch in Erdöfen, ihr sog. Hangi-Cooking zu betreiben.

Kultur

WhakarewarewaNeben den einzigartigen Naturschätzen gibt es in Neuseeland auch etliche Zeugnisse einer der höchst entwickelten polynesischen Kulturen. Die Kunst der Maori, die eng mit ihren religiösen Vorstellungen verknüpft ist, findet insbesondere in der Schnitzkunst ihren künstlerischen Ausdruck, sodass mittlerweile die alten Kunsthandwerksgegenstände der Maori als Taonga – wertvolle Kulturschätze – angesehen werden. Beispiele dieser traditionellen Erbstücke sind geschnitzte Spazierstöcke (rakau), Ketten aus Jade (hei taonga pounamu) und Knochenschnitzereien. Sie werden überall mit großem Respekt behandelt. Die Maori glauben, dass darin der Geist der ursprünglichen Besitzer weitergetragen und an zukünftige Generationen weitergegeben wird. 

Die darstellenden Künste Neuseelands haben sowohl europäische als auch polynesische Wurzeln. Das alle zwei Jahre in Wellington stattfindende „International Festival of Arts“ ist die bedeutendste Kulturveranstaltung des Landes. In dieser Zeit treffen Neuseelands Künstlerelite und namhafte internationale Künstler zusammen. Darüber hinaus finden zahllose, oftmals kostenlose Veranstaltungen statt. Die Mehrzahl der professionellen Aufführungen sind in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch zu sehen. Regelmäßig touren New Zealand Symphony Orchestra, Royal New Zealand Ballet sowie einige professionelle Theatertruppen durch die größeren Städte. Doch auch viele der kleineren Städten sind mit hervorragenden Amateurgruppen bestückt. Regionale Orchester haben die drei größten Städte. Während Auckland und Wellington die Zentren des Landes hinsichtlich Theater, Oper und modernem Tanz darstellen, kann man insbesondere in Auckland Darbietungen maorischer und pazifischer Lieder und Tänze bewundern. Speziell in den Sommermonaten ziehen musikalische Open-Air-Veranstaltungen ein breites Publikum an. Die neuseeländische Filmindustrie ist derzeit in einer Hochphase. Die Trilogie „Der Herr der Ringe“ wurde und wird in Neuseeland unter dem neuseeländischen Filmemacher Peter Jackson gedreht.

Die Kultur der Maori

Neuseeland ist die Heimat der Tangata Whenua (Tung-a-ta-Fenua), der Menschen des Landes, der Maori. Es war wohl einst so, dass der polynesische Navigator Kupe (Ku-pay) der erste Mensch war, der Neuseeland erblickte. Das war um das Jahr 950, und er kehrte nach Hause zurück, um von seiner Entdeckung zu berichten. Nahezu 400 Jahre später segelten dann sie­ben riesige Kanus, die whaka genannt werden, von Hawaiki, dem geheimnisvollen Ort in den Weiten der Südsee, nach Neuseeland.

Sie nannten das Land Aotearoa (Ao-taya-roa), das Land der langen weißen Wolke, gewöhnten sich rasch an das kühlere Klima und machten sich auf, das ganze Land zu besiedeln. Dort ent­wickelten sie eine Kultur, die sich stark vom Rest der pazifischen Länder unterschied, als sie erkannten, dass aufgrund der langen Distanz nach Hause und des gefährlichen Ozeans eine Rückreise nicht mehr in Frage kam.

Die Maori haben eine enge Verwandtschaft und Verbundenheit zu ihrer Umwelt, mit Legenden und Göttern, die gewisse Welten repräsentieren, so wie Tane Mahuta, Gott der Wälder, und Tangaroa (Gott des Meeres), an die in Liedern und Tänzen erinnert wird.

Als Nachkommen von Tane waren die Bäume des Waldes mit den Maori selbst verwandt. Sie galten als älterer Zweig der großen Familie der Lebewesen und wurden durch Namen unter­schieden, die heute in Neuseeland gang und gäbe sind — Kauri, Matai, Miro, Manuka, Ngaio, Horopito, Rata, Pukatea. Ganz besonderen Bäumen wie Baumriesen zollte man mit Eigenna­men Hochachtung — Waipoua Forest Tane-mahuta oder Te Matua Ngamere.

Das Schlagen eines Baumes für ein Kanu oder ein Versammlungshaus wurde durch ein eigenes Zeremoniell vorbereitet. Was es hieß, die religiöse Konvention zu vergessen, schildert die Ge­schichte des großen Häuptlings Rata, der eine weite Reise zu den heiligen Überresten seines verstorbenen Vaters plante und dazu ein starkes Kanu benötigte. Nachdem er sorgfältig den geeigneten Baum ausgewählt hatte, fällte er ihn ohne Zeremonie und begann die Äste abzu­schlagen. Müde zog er sich am Abend in sein Dorf zurück. Kaum hatte er seine schärfsten Steinbeile und Meißel zur Seite gelegt, erschienen auch schon die empörten Kinder Tanes, Vö­gel und Insekten des Waldes, setzten den Baum, ohne viel Federlesens zu machen, wieder zu­sammen und stellten ihn just an die Stelle, an der er am Morgen noch gestanden hatte.

Früh am nächsten Tag staunte der Häuptling nicht schlecht. Er fragte sich, ob es nur ein Traum gewesen war, der ihn glauben ließ, die Arbeit an dem Kanu begonnen zu haben. Also fällte er den Baum erneut und genauso wie tags zuvor, fand er den geschlagenen Stamm am nächsten Morgen, wie er ruhig inmitten seiner kräftigen Artgenossen stand. Rata wurde zor­nig. Nachdem er den Baum zum dritten Mal geschlagen hatte, versteckte er sich am Abend hinter einem schützenden Busch und musste mit ansehen, wie Tanes Kinder kurzerhand den Baum in die angestammte Form brachten.

Rata überraschte sie und fragte böse: „Was macht ihr mit meinem Baum?“

„Dieser Baum gehört Tane“, erwiderten die Kinder, „du hast nicht um Erlaubnis gefragt, ihn fällen zu dürfen.“

Er schwieg. Die Vögel und Insekten erkannten seine Scham und Reue und sagten: „Kehre heim und überlasse uns den Baum. Wir werden dein Kanu fertig bauen.“

Am Morgen stand er überglücklich vor seinem fertig gestellten Kanu, das exakt so aussah, wie er es sich vorgestellt hatte: achtzehn Meter lang, wunderbar geschnitzt und verziert und wür­dig für seine heiligen Zwecke.

Die Natur rächt sich sofort, wenn man sie missachtet.

Alte maorische Traditionen und Kunstgegenstände wurden zu kostbaren Schätzen (taonga) der modernen Maori. Aus Holz geschnitzte Wanderstöcke, Jade-Halsketten und Knochenschnitze­reien werden somit mit Respekt behandelt, da sie den Geist des ursprünglichen Eigentümers in sich tragen.

Der whakapapa, der Stammbaum, erzählt in Schnitzereien an jedem marae die Geschichte der Familie nach. Der marae, der Versammlungsplatz also, ist heute noch Mittelpunkt jeder Zere­monie der Gemeinschaft. Besucher werden dort nach einem strengen formalen Protokoll auf traditionelle Weise willkommen geheißen, was haka (Liebeslieder, scherzhafte Lieder) und hongi (Begrüßungsritual, nach dem man die Nasen aneinander presst) einschließt. Vielleicht wird man dann zu einem hangi eingeladen, die traditionelle Art der Maori in Erdöfen mit Dampf zu kochen.

Die Nachkommenschaft jeder Kanubesatzung bildete einen eigenen Stamm, sodass jeder Ma­ori noch heute weiß, von welchem Kanu er abstammt. So sagte man:

Aotea ist das Kanu. Turi ist der Häuptling. Tapo ist der Priester. Und von der Besatzung dieses Kanus entstammen die Stämme der Whanganui und der Gnati Ruanui.

Die abenteuerliche Geschichte des Takitimu-Kanus berichtet von der Überquerung des Meeres. Von einem Schwarm Fische begleitet trieb das imposante Kanu auf dem mürrischen Wasser. Vorne an der Spitze war ein taniwha, ein Ungeheuer mit dem Namen Ruamano, und hinterher kam ein Artgenosse namens Araiteuru. Am hellen Tage wies der Gott Kahukura in Gestalt des Regenbogens den Weg, während bei Nacht der Mond die Führung übernahm. Tagein, tagaus. Die Reise war mühsam und hart. Doch als Takitimu in schlechtes Wetter geraten war und die dornigen Meereswogen an der zierlichen Nussschale zerrten, bahnten die heiligen Äxte, Te Awhiorangi und Whironui, mit denen das Boot einst gebaut worden war, unter heftigen Hieben einen Weg durch die turmhohen Wellen. Jahrelang trieb das Kanu mit vollen Segeln die Küste entlang, legte an, um verschiedene Gebiete zu besiedeln, bis es durch magische Kräfte in ei­nen Gebirgszug verwandelt wurde.

Doch das größte Kanu war Te Arawa, Name eines Haifischs, das von Hei und Tia und deren Helfern gebaut wurde und den Arawa-Stamm nach Neuseeland brachte. Es war so groß, weil darauf ein Haus stand, das vor Sonne und Regen Schutz bieten sollte. Überstürzt und während eines schrecklichen Krieges verließ es Hawaiki, nachdem Tama und seine Brüder dem Uenuku die Brotfrucht gestohlen hatten. Tama te kapua war der Häuptling und Ngatoro i rangi der Na­vigator.

Auf dem Boot befanden sich aber enge Verwandte von Uenuku, aber das ist eine lange, eine andere Geschichte.

Eine klare Stammeshierarchie hat sich in der Maori-Gesellschaft entwickelt, die beides hat — aristokratische und bürgerliche Klassen. Das Wohl aller Stammesangehörigen und die Gesetze, die das Leben bestimmten, wurden streng durch die Priester kontrolliert, deren Macht ge­fürchtet war. Sie verehrten ihre Ahnen und Naturgötter. Ihre Lebensphilosophie verstand sich als fest gefügte Einheit, das heißt Kunst, Religion, Krieg, Nahrungssuche, Liebe und Tod waren ineinander verwoben wie ein fein gesponnenes Netz.

Die Gesellschaftsordnung der Maori war hierarchisch gegliedert. An der Spitze standen die Mit­glieder der Häuptlingsfamilie, rangatira, wobei die Macht allein bei den Stammesältesten, den kaumatua, lag. Ihre Stellung und die daraus resultierenden tradierten Rechte waren zum gro­ßen Teil ererbt, was nicht heißt, dass nicht dann und wann andere mutige, verdiente Männer in die höchste Gesellschaftsschicht aufsteigen konnten. Den gesamten unteren Bauch der Stammeszwiebel bildeten die gewöhnlichen Mitglieder, die tutua, die bei Gefangennahme ein­zig der Sklaverei verfielen. Die Familie und der Unterstamm, der hapu, verstanden sich als bindende Entscheidungsinstanz innerhalb der Gemeinschaft und trafen die Auswahl, wer wen heiraten durfte, wo man lebte, wann und wo andere Stämme bekämpft wurden und warum.

Zwischen den Stämmen, sogar zwischen eng verwandten hapu, herrschte üblicherweise eine tief verwurzelte, erbitterte Konkurrenz. Nur zu gemeinsamen Unternehmungen wie Nahrungs­beschaffung, Handel oder Kriegsführung bildeten mehrere Stämme hin und wieder eine zeitlich begrenzte, zweckgerichtete Fusion unter der Führung eines Oberhäuptlings, dem ariki. Die zumeist unbefestigten Dörfer, kainga genannt, beheimateten teilweise über fünfhundert Haus­halte, setzten sich für gewöhnlich aus einem hapu zusammen und hatten ihren Standort in der Nähe von Wasser oder Nahrungsquellen wie Feldern. Außerdem suchten sie die Nachbarschaft einer stark befestigten Anlage, dem so genannten pa, wohin sie sich bei drohender Gefahr flüchten konnten, man nimmt an, vor allem um die Kumara-Knollen, eine Kartoffelart, vor Räubern zu schützen.

In den meisten Landesteilen waren Kriege an der Tagesordnung, entweder um fruchtbares Land zu erobern, aus Rache für Beleidigungen oder andere Verstöße gegen die gesellschaftli­chen Regeln oder um die eitlen Machtkämpfe unter Häuptlingen auszufechten. Interessant ist die Tatsache, dass die meisten Kämpfe im Sommer unweit des eigenen Territoriums stattfan­den und vor der Einführung der tödlichen Feuerwaffen nur begrenzter Schaden entstand. Man könnte annehmen, es handelte sich statt um einen Krieg eher um einen sportlichen Wett­kampf, um Mut und Tüchtigkeit zu beweisen, oder um eine soziale Rangliste, nicht unähnlich einiger heutiger Sportarten. Häuptlinge stellten ihre Autorität unter Beweis, bei Siegen wurden die Tapferen in die Reihe der Krieger aufgenommen. Das mana, die geistige Macht, schwand oder nahm zu. Gekämpft wurde mit langen Holzschwertern (taiaha) und kurzen Knüppeln (patu, mere). Doch nicht nur Kriegern wurde der gebührende Respekt gezollt, sondern auch Priestern und Männern, die sich in der Ausübung der Holz-, Stein- und Grünsteinschnitzkunst einen Namen gemacht hatten.

Ein weiteres charakteristisches Kunstmerkmal der Maori war die aus Spiralen und Halbkreisen bestehende Körperverzierung durch moko, die infolge der zurückbleibenden gerillten Narben eher Schnitzereien als Tätowierungen glich, wobei mit zumeist glatten Klingen Farbstoff unter die Haut gebracht wurde. Die Frauen trugen sie als Schlüssel zur Schönheit an Kinn und Lip­pen.

Um die Jahrhundertwende sah es fast so aus, als würden die Maori aussterben. Es gab nur noch 45.000 Menschen im Vergleich zum Vier- bis Fünffachen im Jahr 1840. Heutzutage ma­chen sie mit 280.000 Menschen wieder ein Zehntel der Bevölkerung aus.

Siebzig Prozent der Maori leben im Norden in der Gegend von Gisborne, südlich von Hamilton und in der Gegend des Hokianga Harbour in Northland. Aber auch in und um Auckland lassen sich immer mehr Maori nieder.

Die Kriegskunst der Maori

In den meisten Landesteilen waren Kriege an der Tagesordnung, entweder um fruchtbares Land zu erobern, aus Rache für Beleidigungen oder andere Verstöße gegen die gesellschaftli­chen Regeln oder um die eitlen Machtkämpfe unter Häuptlingen auszufechten. Interessant ist die Tatsache, dass die meisten Kämpfe im Sommer unweit des eigenen Territoriums stattfan­den und vor der Einführung der tödlichen Feuerwaffen nur begrenzter Schaden entstand.

Man könnte annehmen, es handelte sich statt um einen Krieg eher um einen sportlichen Wett­kampf, um Mut und Tüchtigkeit zu beweisen, oder um eine soziale Rangliste, nicht unähnlich einiger heutiger Sportarten. Häuptlinge stellten ihre Autorität unter Beweis, bei Siegen wurden die Tapferen in die Reihe der Krieger aufgenommen.

Im Jahr 1860 hatten sich zwei verfeindete, am Hafen lebende Maori-Stämme, die Ngatihokos und die Ngaiterangis, bekriegt. Es ging mehr um die Ehre als um das letztendlich kleine Stück­chen Land, das nach insgesamt drei Jahren Waffenkampf durch Vermittlung eines Missionars unter den beiden Stämmen aufgeteilt wurde. Während der bewaffneten Auseinandersetzung kamen nur sieben Menschen ums Leben, was bedeutet, dass alles getan wurde, um so wenig Blut wie möglich zu vergießen.

Die Art der Kriegsführung war schon etwas Besonderes. Nach den Maori-Kriegsregeln war es aufs Schärfste verpönt, auf Frauen, Kinder oder auf die kommandierenden Generäle, die von der exponierten Plattform der pas aus den Kampf leiteten, zu schießen. Darüber hinaus lagen die verfeindeten Trutzburgen im Schutz von hohen Erdwällen und kaum in Schussweite, so­dass es fast unmöglich war, dass jemand getötet wurde. Die Fairness gebot überdies dem pa, welcher das Feuer eröffnen wollte, vorher durch Flaggenzeichen dies kundzutun. Nur wenn dann beide Parteien einverstanden waren, durfte geschossen werden, bis die eine oder andere Partei durch Aufziehen der Friedensflagge das unmissverständliche Signal gab, dass es jetzt genug sei. Im Grunde genommen hing die letzte Aktion davon ab, auf welcher Seite das Essen zuerst fertig war, denn die Regelmäßigkeit der Mahlzeiten durfte auch durch den Krieg in kei­ner Weise gestört werden.

Es kam mitunter vor, dass eine Kriegspartei ihren Gegner gar nicht mehr antraf, da dieser, eine offene Feldschlacht vortäuschend, sich längst aus dem Staub gemacht hatte.

Das Maori-Wort für Feind bedeutet „ärgerlicher Freund“!

Die Reise der Maori nach Aotearoa

Hawaiki, so wird berichtet, war einst die legendäre Heimat der Maori, von wo aus sieben rie­sige Kanus aufbrachen, um aus welchen Gründen auch immer eine andere Heimat zu finden. Aber wo genau liegt dieses geheimnisvoll Hawaiki? Viele Spekulationen gibt es: Es liegt im Pa­zifik, im Tahiti-Archipel, irgendwo in Polynesien — ein geografischer Ort. Andere sehen es so: Hawaiki, der Ausgangspunkt der Götter- und Wandersagen, bedeutet der Etymologie nach das Untengelegene, soll weder Name noch Insel gewesen sein, hat also keinen geografischen, sondern einen mythischen Wert. Es bedeutet die Unterwelt, die Totenwelt. In diesem tieferen Sinn ist Hawaiki nach der Anschauung der polynesischen Völker Anfang und Ende, der Ort, von wo die Ahnen gekommen und wohin die Seelen der Toten zurückkehren, das Zuhause, das in den Herzen weiterlebt.

Die Stammesgeschichten erzählen, dass nach dem Tod des Körpers der Geist weiterlebt und die Reise zurück nach Hawaiki antritt, dem Treffpunkt, wo das Leben seine Reise von Hawaiki nach Hawaiki beendet. Hawaiki ist in jedem Maori, immer, wird im Herzen getragen, durch Tausende von Generationen, Tausende von Jahren der Migration, in Kanus, die sie waka nannten. Und so werden unendlich viele Geschichten und Legenden erzählt über diese Reise nach Aotearoa, von jedem weka, jedem Stamm, denn jeder Stamm hat seine eigene kleine Geschichte.

Reinga am Nordkap der Nordinsel ist nach der Vorstellung der Maori die irdische Schwelle und somit Eingang in dieses Totenreich. Am Klippenrand befindet sich eine Höhle; durch diese steigen die Geister hinab, dann wieder hinauf und schließlich auf einem Geisterpfad, dem re­renga wairu, kommen sie an ein Meer, von wo sie mit einem Totenkahn nach Hawaiki gelan­gen. Unaufhaltsam ziehen sie ihren Weg, Schatten gleich. In der Finsternis und in der Stille der Nacht, besonders nach großen Schlachten, hören die Bewohner des Nordkaps den Flug der Geister durch die Luft. Häuptlinge steigen zunächst zum Himmel empor, nur um ihr linkes Auge als Stern zurückzulassen. Erst dann gehen sie ihren Weg nach Reinga, wobei der Pfad für alle derselbe ist, denn ein uralter Pohutukauabaum, der einsam auf dem Fels steht, gegen das unablässig das Meer brandet, schickt seine Äste als Leiter für die Verstorbenen hinab. Die Ma­ori fürchten, wenn ein Weißer jene Äste zerschneidet, dass der Weg in das Jenseits zerstört sein und die Insel vernichtet werden müsste.

Die Maori sagen: Wenn man stirbt, muss man reisen. Zunächst nach Norden bis Te Rerenga-wairua, die graue Wurzel des Akakitere-renga hinunter bis zum Felsplateau. Dann in die See, in das Seeloch, das nach Te Reinga führt. Diese Reise ist allen gut bekannt. Für das, was nach dem Tod geschieht, gibt es verschiedenartige Überlieferungen.

Man geht nach Te Reinga und lebt dort wie gehabt, bis man zu guter Letzt wieder stirbt und von der Fäulnis gefressen wird. Falls man an den Geistessern Tuapiko und Tuwhaitiri vorbei­kommt, folgen die Unterwelten, von denen jede Folgende unangenehmer ist. In der Letzten schließlich kann man wählen, als Falter auf die Erde zurückzukehren oder ein Nichts zu wer­den. Stirbt der Falter, ist man fort für immer. Man reist durch die See. Auftauchend sagt man Ohau Lebwohl. In diesem Augenblick sieht man das Land zum letzten Mal und geht nach Westen weiter, bis Te Honoiwairua in Irihia kommt. Dort steht man vor einem Gericht, das darüber entscheidet, ob man in den Himmel oder in die Hölle geschickt wird.

Die Seele kann wählen, welche Reise sie unternehmen will, das heißt, ob sie bei Papa bleiben oder zu Rangi gehen will. Am Ende des Grabes wird von einem Grabpfleger der tiri, ein Tutu-Stock, in den Boden gesteckt, der zum Himmel hinaufzeigt. Dadurch kann die Seele erst den Körper verlassen und eine Weile in der Sonne hängen wie ein müdes Faultier. Nach einiger Zeit kann sie den Weg einschlagen, den sie will, den himmlischen oder den irdischen. Die Seele steigt hinauf ins Firmament, wenn sie sich für Rangi entschieden hat, vielleicht sogar bis in den zehnten Himmel, dort wo Rehua mit dem langen Haar dem Gast freundlich zulächelt, Rehua, der Stern der Güte, dem zuckende Blitze aus den Achseln fahren, Rehua, der sowohl den Starken als auch den Schwachen die Traurigkeit nimmt.

Moderne Wissenschaftler behaupten, dass die Maori vor mehr als 15.000 Jahren in dem Land gelebt haben, dass heute China ist, und dass von dort aus über Taiwan, die Philippinen Indo­nesien erreicht wurde. Vor 6.000 bis 9.000 Jahren kamen sie nach Malaysia, ehe sie 4.000 bis 6.000 Jahre später auf den Fidschiinseln landeten. Anschließend ging's nach Samoa und auf die Marquesas, eine kleine Weltreise. Doch hier war Schluss mit der östlichen Migration, von nun an wendete man sich in südwestliche Richtung nach Tahiti, dann zu den Cook Islands, bis sie schließlich und endlich ihren Bestimmungsort Aotearoa, Neuseeland, erreichten.

Manche Chronisten, die kein Maoriblut in ihren Adern haben, behaupten, dass die Migration rein zufällig zustande kam, dass Inselwanderer von ihrem Kurs abkamen und in die Unendlich­keit des Pazifiks getrieben wurden. Sie behaupten auch, dass diese Reisen nur einem Weg folgten, dass es keine Rückreisen gegeben habe. Sie haben Unrecht. Tainui, Te Arawa, Aotea, Takitimu, Tokomaru, Matatua und Kurahaupo, die von bedeutenden Kanubauern wie dem gro­ßen Toto gebaut wurden, navigierten sie bereits damals nach den Sternen. Sie kannten das Kreuz des Südens und die etwas helleren Pointer Stars, die sie Nga Whetu Matarau nannten. Dieses Wissen erlaubte einen südlichen Kurs zu bestimmen und mit ihren dreißig Meter lan­gen, reich verzierten, Dutzenden von Menschen Platz bietenden Auslegerbooten oder Doppel­kanus, die mit religiösem Ritual gefällt und in Gemeinschaftsarbeit ausgehöhlt worden waren, die zuvor menschenleeren Inseln des Pazifiks zu erobern. Die Boote, randvoll mit Samen und Setzlingen und ausgemergelten Körpern, die Hunger und Durst ausgequetscht hatten, lande­ten an den unterschiedlichsten Küstenstellen der Nordinsel, von wo aus die systematische Be­siedlung vonstatten ging. Man sieht es in den Schnitzereien ihrer Versammlungshäuser.

Und selbst wenn sie sich einmal verirrt haben sollten, so suchten sie am Himmel nach Zugvö­gel, wie kuaka oder godwit, oder in der See nach Zugwalen, die sie wieder auf den richtigen Weg leiteten. Eine der Legenden berichtet, dass Paikea, ein Vorfahr, auf dem Rücken eines Wales daherkam, oder: Er war selbst der Wal. Wer weiß das schon?

Es ist erzählt worden, dass ein Schwarm Wale auf ihrer Reise in sehr raues Wasser gerieten. Sogleich nahmen die zwei größten Wale, Seite an Seite schwimmend, die Führung, während nahe hinter ihnen in der Sicherheit der gebändigten See der Rest der Truppe schwamm, ein­schließlich der jungen schwachen Wale.

Skeptiker haben immer schon behauptet, dass diese Menschen damals nicht in der Lage ge­wesen sein können, Existenz und Lage Aotearoas vorauszusehen, bevor sie nicht gelandet waren. Vielleicht ist das so, aber wer kann abstreiten, dass die Alten nicht diese Kenntnisse hatten, und das ist das von ihnen, was die Nachkommen über Aotearoa gelernt haben

Medien

Zeitungen

Zeitungen und Magazine aus Europa liegen in den Verkaufsständen am Ende der Welt erst etwa drei Wochen nach Erscheinen aus, sodass ein normaler Tourist in der Regel an seinem letzten Tag die Zeitung bekommt, die er bei Abreise gelesen hat. Die Auslandsinformationen in der neuseeländischen Presse sind im Allgemeinen recht dürftig.

Radio

Das Tourist Information FM Radio bietet Reisenden in Neuseeland rund um die Uhr Informationen über Geschichte und Kultur einer bestimmten Region, regionale Dienstleistungen, Unterkünfte und Aktivitäten. Ein blaues Straßenschild zeigt an, dass man sich im Sendebereich befinden. Die Übertragung findet auf der Frequenz 88,2 FM statt (deutsch auf 100,4 FM).

Netzspannung

230 Volt/50 Hertz, wobei die meisten Hotels und Motels ausschließlich für Rasierapparate Steckdosen mit 110 Volt (bei 20 Watt) anbieten. In Neuseeland gibt es nur dreipolige Flachstecker, Adapter bekommt man z. B. in Koffergeschäften.

Notruf

In den Großstädten sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst über die einheitliche Notrufnummer 111 schnell zu erreichen, andernfalls finden sich entsprechende Informationen auf den ersten Seiten des Telefonbuchs oder in Telefonzellen.

Öffnungszeiten

In Neuseeland wird in der Regel in Firmen und Büros montags bis freitags von 9.00–17.00 Uhr gearbeitet. Ausnahmen machen lediglich kleinere Geschäfte, Tankstellen, Agenturen und Büros der Fluggesellschaften. Läden und Geschäfte sind normalerweise von 9.00–17.30 Uhr und samstags von 10.0013.00 Uhr geöffnet. Allerdings findet man Geschäfte in den Urlaubsorten oft auch spät abends und sonntags geöffnet. Darüber hinaus hat jede Provinz Neuseelands ihren Jahrestag, der als örtlicher Feiertag praktischerweise auf einen Montag gelegt wird. Die Postämter der „NZ Post“ haben montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr und freitags bis 20.00 Uhr auf. Banken haben montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

Post

Postkarten und Briefe nach Europa sind ca. sechs bis zehn Tage unterwegs. Briefe nach Europa kosten 1.80 NZ-$, Postkarten 1,30 NZ-$ und Aerogrammes (vergleichbar mit einem einseitigen Brief mit Postkarte) 1 NZ-$. Für Sammler gibt es schöne originelle Briefmarken und Briefmarkenserien. In manchen ländlichen Gebieten wird der Postservice auch von Einzelhandelsgeschäften übernommen. Neben dem Briefmarkenverkauf bieten die neuseeländischen Postämter Telefon- und Telegrammdienst sowie Kommunikation via Telefon, Fax: und Fernschreiber an. Nicht wundern, in Neuseeland gibt es keine Postleitzahlen. Eine ausführliche Broschüre und Air Mail Stickers (=Luftpostaufkleber) sind in den Post Shops kostenlos erhältlich. Es lohnt sich einen Blick auf die „Message in a Bottle“ zu werfen, die ein origineller Briefumschlagersatz ist. Will man selbst Post empfangen, dann sollte man sie an „Post Restante, CPO“ adressieren. Man kann sie dann bei dem Hauptpostamt der Stadt abholen. Man beachte aber, dass Post Restante nur 30 Tage lang aufbewahrt wird.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Reisezeit

Neuseeland kann zu jeder Jahreszeit besucht werden. Die Sommer- und Wintertemperaturen variieren in den meisten Landesteilen nur um etwa 10 °C. Die beste Reisezeit, wenn man davon sprechen kann, ist im Frühjahr also im November/Dezember sowie während der meist wetterbeständigen Monate Februar bis April – Sommer/Herbstanfang. Mitte Dezember bis Ende Januar gehen sowohl die Neuseeländer als auch die Australier in ihre Sommerferien, sodass Unterkünfte schon mal ausgebucht sein können. Das Klima auf der Südinsel ist im Prinzip wie in Mitteleuropa, im Norden der Nordinsel ist es subtropisch warm!

Sicherheit

Neuseeland gehört nach wie vor zu jenen Reisezielen, die ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Vorsichtig sollte man dennoch sein, auch wenn zum Glück Besucher nur gelegentlich zum Opfer von Straftaten und noch seltener von ernsthaften Überfällen werden. Lassen Sie also die gleiche Vorsicht walten wie zu Hause. Schließen Sie Ihr Auto ab, lassen Sie keine Kameras oder andere Wertgegenstände unbewacht liegen und achten Sie stets auf Ihr Gepäck. Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich der Abschluss einer Reiseversicherung.

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sport

Man braucht nur nach draußen zu gehen und schon weiß man, was der Neuseeländer in seiner Freizeit macht. Alles – was mit Sport zusammenhängt! Beinahe jeder dritte Neuseeländer treibt aktiv Sport und wenn er das nicht tut, so schaut er zumindest zu. Dabei ist es vollkommen egal, ob es auf einem Sportplatz passiert, im Gebirge, in der Luft, auf dem Wasser oder im Schnee, im Sattel oder sonst wo! Glück haben die Menschen dort, weil das Wetter immer mitzuspielen scheint. 

Sportfischer und Jäger, Wintersportler, Bergsteiger und Wanderer – sie alle kommen von weither nach Neuseeland, um ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Für alle Sportarten und Steckenpferde hat Neuseeland die schönsten Angebote und Bedingungen. Oder man kommt einfach nur zum Sightseeing. 

Der Lieblingssport der Neuseeländer ist Rugby, der irgendwann einmal aus England herübergekommen ist und sich einer ungebrochenen Popularität erfreut. Neuseeland ist mehrfacher Weltmeister und die All Blacks, wie die Spieler der Nationalmannschaft aufgrund ihrer ganz schwarzen Kleidung genannt werden, kennt hierzulande jedes Kind.

Darüber hinaus kann man hier nahezu jede Sportart betreiben, die man sich draußen nur vorstellen kann. In der Nähe von Queenstown wurde das Gummiseilspringen, das Bungy-Jumping, erfunden und auch sonst scheint jede Art von Fantasie sportlich umgesetzt worden zu sein. 

Golf ist Volkssport. Mehrere hundert Golfplätze ziehen sich über das gesamt Land, auf denen sich über 100.000 Spieler tummeln und stehen auch dem Urlauber, der in keinem Golfclub Mitglied ist, zu vernünftigen Preisen offen. Man rühmt sich nicht ohne Grund der schönsten und besten Golfplätze, denn wo sonst auf dem Globus kann man schon unmittelbar hinter einem Vulkan diesen exquisiten Sport betreiben. 

Marathonläufe, Triathlon und Volksläufe wie das alljährlich ausgetragene „Round-the-Bays-Rennen“ genießen ungeheure Popularität. 

Dank der sagenhaften Küstenlänge und der vielen schönen Seen braucht man sich nicht zu wundern, dass es am Wochenende auf dem Wasser manchmal ganz schön eng werden kann, wenn die Jachten, die Kanus, die Ruderboote und weiß der Himmel, was sonst noch, aus den Garagen gezogen werden und sich ganze Familien auf und in den Fluten tummeln. Segeln ist ebenfalls Volkssport. Die Hauptstadt Auckland wird nicht ohne Grund „City of Sails“ genannt, und es wundert nicht, dass jeder fünfte Neuseeländer ein eigenes Boot irgendwo vertäut hat. Es gibt den Admirals Cup, es gibt die sagenhaften Drachenbootrennen der Firmenmannschaften, es gibt das „Whitbread Round the World Yacht Race“, es gibt Hunderte von kleineren Events. Vom Boot aus lässt sich auch sehr gut ein feines Abendessen fangen, viele gehen Angeln oder Fischen. Die Distrikte Taupo und Rotorua zum Beispiel gehören zu den besten Forellen-Angelplätzen der Welt. Im Nordosten des Landes finden sich vor der Küste ideale Gewässer für das Hochseefischen. Und in den Urströmen der Südinsel tummeln sich die begehrten Lachse. 

Segel-Saison das ganze Jahr: Die Erfolge Neuseelands bei internationalen Segelregatten haben schon häufig die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf den Inselstaat im Südpazifik gerichtet – und die Frage laut werden lassen: Wie schaffen es gerade die Crews eines von 3,2 Millionen Menschen nur spärlich besiedelten Landes, der Elite weit größerer Länder davonzusegeln? Wer das „Land am schönsten Ende der Welt“ kennt, weiß es: Segeln ist dort Volkssport, und zwar das ganze Jahr über. In Auckland, wo ein Viertel der neuseeländischen Bevölkerung lebt, besitzt sogar jeder dritte sein eigenes Boot. Kein Wunder: Die Stadt liegt zwischen zwei Meeren, und schon die Kinder werden mit dem Wassersport groß. 

Ideale Bedingungen: Die Segelbedingungen sind hier wie auch in vielen anderen Teilen des Landes optimal: Bay of Islands, Hauraki-Golf, Marlborough-Sounds – das sind drei der bekanntesten Segelreviere an Neuseelands Küsten. Hinzu kommen zahllose Binnenseen mit ebenfalls idealen Voraussetzungen, eingebettet in großartige Landschaften und von immergrüner Flora umsäumt. In Neuseeland ist das Segelboot kein Statussymbol, und der Segelsport ist frei von jedem elitären Ambiente – was übrigens auf den Golfsport ebenso zutrifft. Wenn anderswo auf der Welt die Menschen am Wochenende aufs Fahrrad steigen und ins Grüne radeln, dann machen die Neuseeländer eben die Leinen los und stechen in See. Das ganzjährig milde, im Norden subtropische Klima, die ausgezeichneten Windverhältnisse und das überall klare Wasser, hier türkis, dort tiefblau, machen den Segelsport zum Vergnügen, das an keine Saison gebunden ist. Neuseeland-Urlaubern steht es auf vielfältige Weise offen. Mitte der 70er-Jahre erst wurde der Bootsverleih eingeführt, heute können in allen touristisch erschlossenen Wassersportregionen Segel- und Motoryachten aller Größenklassen gechartert werden. Und weil der Segelsport nicht für Privilegierte reserviert ist, ist er auch gar nicht so teuer wie vielleicht anderswo auf der Welt. Attraktiv, besonders für weniger Erfahrene, ist das Flotillensegeln in einer Gruppe von maximal sechs Booten. Je nach Größe des Bootes und Zahl der Personen werden Zehn-Tage-Fahrten einschließlich Übernachtung in Auckland und Mietwagen zur Bay of Island angeboten. Charter ist auch mit erfahrenen Skippern möglich – eine Alternative also für Einzelreisende. Sicherheit wird immer groß geschrieben: Die entsprechenden Vorschriften des neuseeländischen Marine-Departments gelten als besonders streng. 

Begleitboote für Zuschauer: Vom „gemütlichen“ Kreuzen zwischen den idyllischen Inseln der Bay of Islands oder der Entdeckungsfahrt zu den versteckten Buchten der Coromandel-Halbinsel bis zum Adventure-Cruise durch raueren Wellengang – das Spektrum der Angebote ist groß. Regatta-Begeisterte finden in Neuseeland viele Wettbewerbe, an denen sie aktiv oder als Zuschauer teilnehmen können. Für Letzteres stehen Plätze auf Begleitbooten zur Verfügung – zum Beispiel auch bei großen Ereignissen wie das Rennen zwischen Auckland und Noumea (Neu-Kaledonien). Wer selbst segeln und ein Boot chartern möchte, sollte auf die Hochsaison achten: Etwa von November bis Februar ist die Zahl der Buchungen am größten und sind auch die Preis am höchsten. 

An seinen rund 7000 km umfassenden Küsten hat Neuseeland unzählige Badebuchten und Sandstrände. Generell eignen sich die Ostküste der Nordinsel und das Gebiet um Nelson (Südinsel) besonders gut zum Baden. Die Wassertemperaturen sind zwischen November und März überall angenehm. Camping ist meist in unmittelbarer Nähe dieser Strände möglich. Infos gibt es meist beim örtlichen Public Relations Office. Auch Pubs, Tankstellen und Farmen geben Tipps, wenn nach Lieblingsplätzen gefragt wird. 

Segeln ist nur eine von vielen Wassersportarten, die in Neuseeland ausgezeichnete Voraussetzungen haben und daher populär sind: Tauchen und Schnorcheln in der bunten Unterwasserwelt des Südpazifik, Floß- und Schlauchbootfahrten über die Wildwasser der Südinsel, romantische Kanusafaris und rasante Jetboat-Trips. Wasserski ist nahezu überall möglich, und Windsurfer finden ideale Bedingungen – sowohl auf den Seen als auch in den weiten Buchten der Pazifikküste. Die Flüsse ziehen diverse Abenteurer an, die in Gummibooten und äußerst sportlich gekleidet dem Rafting nachgehen – River Rafting, Wildwater Rafting, Whitewater Rafting, Blackwater Rafting. 

Und dann ist Neuseeland ja immer noch das ideale Reiseziel für Wanderer und Trekker mit sensationellen Wanderwegen, Walks und Tracks genannt. Milford- und Routeburn-Track, Hollyford Track und Greenstone Walk sind weltberühmt, ebenso der Coastal Track im Abel Tasman National Park. Darüber hinaus gibt es ungezählte weitere Pfade für mehrstündige bis mehrtägige Wanderungen. Man muss nur beachten, dass es außerhalb der geführten Wandertouren keine bewirtschafteten Hütten gibt. Wer mehrere Tage wandert, muss deshalb seine Verpflegung im Rucksack mitnehmen. Wasser kann man allerdings aus allen Bächen und Flüssen trinken. Trekking gilt für viele Neuseeland-Freunde als beste Art, die üppige Natur und oft atemberaubende Landschaftskulisse der Inselwelt kennen zu lernen. Viele der schönsten Gebiete – mit einsamen Fjorden, idyllischen Tälern, stillen Seen oder fantastischen Gebirgspanoramen – sind kaum anders als zu Fuß zu entdecken. 

Hier ein Einblick über einige der schönsten Neuseeland-Tracks; in Klammern der Schwierigkeitsgrad (1 = leicht, 5 alpine Herausforderung): 

Nordinsel 

Whakatane River Track (3). Wanderung durch das Flussbett des wilden Whakatane Rivers und über die Berge des Urewera-National Parks. 

Wanganui River Walk (2). Fünftägige Wanderung durch den gleichnamigen National Park, teils im Flusstal, teils auf Höhenwegen. Bei gutem Wetter herrliche Ausblicke auf die Vulkane des Tongariro National Parks sowie auf den Mount Taranaki. Tongariro National Park. Verschiedene Tracks für kurze und mehrtägige Wanderungen durch das attraktive Vulkan-Gebirge. 

Südinsel

Abel Tasman Coastal Track (1). Ein- oder mehrtägige Küstenwanderung entlang der idyllischen Sandbuchten des Abel Tasman National Parks; mehrere Hütten, herrliche Ausblicke auf die zerklüftete Küste. Rückfahrt mit Boot möglich, das täglich alle größeren Buchten bedient (zum Abholen: rote Flagge setzen!). 

Tracks

Abel Tasman National ParkHeapby-Track (3). Mehrtägige Wanderung entlang der „Golden Bay“ und durch das einsame Hochland im Norden der Südinsel. Besonderheiten: Nikau- Palmen, vielfältige Vogelwelt. 

Milford Track (3). Etwa fünftägige Wanderung durch den Regenwald des Fjordlands, von Te Anau zum Milford Sound. Wahlweise als organisierte Gruppentour oder individuell, jedoch nur nach Anmeldung und gegen Gebühr. Stark frequentiert, dassweltberühmt. 

Greenstone Walk (2). Leichter, aber sehr schöner Wanderweg durch Täler und Wälder des Fjordlandes sowie streckenweise am tiefblauen Lake Wakatipu entlang. 

Routeburn Track (3). Reizvoller Track über Pässe und durch Täler des Fjordlands. Gilt als vergleichbar mit dem Milford Track. 

Hollyford-Track (2). Wanderung durch das schöne Hollyford-Tal im Fjordland, ohne besondere Schwierigkeiten. 

Kepler-Track (4). Erst 1988 eröffneter besonders vielseitiger Track im Fjordland; zum Teil sehr steiler Auf- und Abstieg; an Seen und Wildbächen entlang, dann Gratwanderung über die Kepler Mountains; durch Schluchten und an Wasserfällen vorbei. Großzügige, neugebaute Hütten. Keine Bewirtschaftung, aber Hüttenwart mit Wetter-Informationen. 

Copland Pass (5) Gebirgstour im Mount Cook-Massiv; nur für erfahrene, gut ausgerüstete Trekker. Detaillierte Informationen über geführte Touren dieser Art sind beim Fremdenverkehrsamt erhältlich. Näheres über unabhängige Wanderungen erfährt man vor Ort beim zuständigen Park Ranger oder auch im Wanderführer „Trekking in Neuseeland“ von Jim DuFresne (Schettler Verlag), erhältlich in allen guten Buchhandlungen. Erkundigen Sie sich unbedingt nach Wander-Pässen (Great Walks) und Jahres-Pässen beim Department of Conservation (DOC). In den Hütten an Wanderwegen kann es manchmal eng werden – nehmen Sie am besten ein Zelt mit. 

Im Winter – also in unserem Sommer – zieht es die Neuseeländer in die vielen Skigebiete der Southern Alps und anderswo. Optimale Wintersportverhältnisse und gute Pisten finden sich auf dem Mount Ruapehu im Tongariro-Nationalpark (Nordinsel) sowie in vielen Gebieten der Südalpen, u. a. bei Queenstown. 

Umsicht erfordern die hügeligen, kurvenreichen und teilweise schmalen Straßen bei Radfahrten, Ausdauer wegen des fast permanenten Windes und der ausgiebigen Regenfälle. Aber man trifft eine Menge „Leidensgenossen“. Beim Flug über die USA mit Air New Zealand kann das Fahrrad als zweites Gepäckstück kostenlos mitgenommen werden.

Kricket, Polo, Tennis und diverse Pferdesportarten kamen ebenfalls aus England und geht man in die Kneipen, so wird gewettet, was das Zeug hält. Hier der Sport für die Aktiven, dort zum Zuschauen: Rugby, Football und Kricket, Auto- und Pferderennen sowie viele andere Spiele und Wettkämpfe stehen im Mittelpunkt eines jeden Wochenendes.

Telefon

Ortsgespräche sind von privaten Telefonen gebührenfrei. Sehr bequem sind die öffentlichen Card-Telephones, die Telefonkarten dazu erhält man in Buch- und Zeitungsläden. In manchen kann man mit Kreditkarte telefonieren. Mobiltelefone können unter Umständen in Neuseeland benutzt werden, allerdings sollten Sie sich vor der Abreise bei Ihrem Telefonanbieter nach den internationalen Nutzungsmöglichkeiten für Mobiltelefone in Neuseeland erkundigen. 

Für die Auslandsauskunft wählt man 0172, für die Inlandsauskunft 018, der „local operator“ meldet sich bei 010. Vorwahl nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041; nach Neuseeland 0064.

Trinkgeld

Für Dienstleistungen wird in Neuseeland kein Trinkgeld erwartet, weder in Hotels, Restaurants oder Bars. Allerdings steht es natürlich jedermann frei, spezielle Zusatzleistungen oder ein besonders freundliches Verhalten mit einem Trinkgeld zu honorieren.

Unterkünfte

Ob edles Luxushotel, Motel auf dem Lande oder freundliche einfache Herberge – Neuseeland bietet eine reichhaltige Auswahl an Unterkünften für jeden Geldbeutel.

 

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Hotels der Spitzenklasse

Spitzenhotels, die den internationalen Hotelketten wie Hyatt, Southern Pacific, Sheraton und Pan Pacific gehören, findet man in allen größeren Städten und Urlaubszentren. Darüber hinaus gibt es manch einheimisches Hotel der Spitzenklasse sowie kleinere exklusive Hotels.

Luxushotelanlagen

Diese exklusiven Hotelanlagen mit eigenem unverwechselbaren Charakter und Charme liegen häufig an äußerst malerischen und friedlichen Orten des Landes. Nicht wenige von ihnen werden für ihre ausgezeichnete Küche gerühmt. Außerdem bieten einige professionelle Führer, die Ihnen zum einen die nahe Umgebung zeigen und zum anderen mit den angebotenen Aktivitäten vertraut machen können.

Unterkünfte der Mittelklasse

Eine Vielzahl guter Hotels der Mittelklasse kann man überall im Lande finden. Sie bieten in der Regel Hausbar, Restaurant, Zimmer mit Bad, Swimming- und Whirlpool.

Motels

Motels sind die traditionellen Unterkünfte neuseeländischer Familien, wenn sie in Urlaub fahren. Hier findet man saubere, gemütliche Einheiten mit einem oder zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Badezimmer und voll ausgestatteter Küche. Die größere Motels bieten häufig den gleichen Standard und ähnliche Einrichtungen wie Hotels.

Pensionen, private Hotels und Bed & Breakfast

Wer auf der Suche nach günstigen Unterkünften ist, dem seien Pensionen, kleine private Hotels und Bed-&-Breakfast-Unterkünfte empfohlen, die zumeist in gemütlichen, älteren restaurierten Gebäuden zu finden sind. Es mag vorkommen, dass Sie sich das Badezimmer mit anderen Gästen teilen müssen, doch der nostalgische Charme in der entspannten Atmosphäre dieser Unterkünfte mag dafür mehrfach entschädigen.

Gästehäuser

Insbesondere in ländlichen Gegenden wie der West Coast auf der Südinsel sind die klassischen neuseeländischen Gästehäuser vorzufinden. Dabei handelt es sich um Häuser mit ordentlichen sauberen Zimmern und warmer Atmosphäre. Sie stellen die günstigsten Unterkünfte im Hotelstil dar.

Ferien auf dem Bauernhof und in privaten Unterkünften

Möchte man ein Stück neuseeländischer Lebensart auf dem Lande oder in einem Familienhaus in der Stadt sowie die Neuseeländer in ihrem Alltag kennen lernen, ist man mit dieser Art von Unterkünften bestens bedient. Hier können Sie die neuseeländische Hausmannskost probieren oder bei den anfallenden Arbeiten auf einem neuseeländischen Bauernhof mithelfen.

Backpackers

Okarito HostalEin Netz von billigen Schlafstätten, die Backpackers genannt werden, durchzieht Neuseeland, in denen vor allem Reisende mit wenig Geld in der Tasche abstiegen. Es sind hübsche Unterkünfte „on a first come first served basis. Owners and managers are as individual as their guests, so the variety of standards and management will add spice to any itinerary. If your itinerary is still uncertain, there's a wealth of information and advice available to put on the right track at your „backpacker of the day“. Hundert und mehr dieser Herbergen findet man über das ganze Land verteilt. Das Beethoven House Hostel wirbt beispielsweise um seine Gäste mit den Worten: „Welcome to a unique, interesting, entertaining, & non-smoking garden hostel close to city centre, Railway, Ferry, Chinatown, restaurants. Breakfast included. Unsuitable for children and wealthy snobs! Celebrate with us Your birthday, Beethoven's (15th Dec), July 4th; Christmas Dinner for all Wellington backpackers! From Ferry take free bus to Railway, then Bus #2 or #5 to Brougham St. or #1 or #3 to Kentucky Fried & walk up Pirie St. to Brougham St. Beethoven House 89 Brougham St., Wellington.“ Man teilt sich die Zimmer in der Regel mit anderen Gästen und kann Küche und Waschmaschine nutzen. Mehrere „Backpacker-Magazine“ informieren über vorhandene Sonderangebote. Außerdem erhält man mit einem Jugendherbergs-Ausweis (ca. 30 NZ-$, ohne Altersbegrenzung) spürbare Rabatte nicht nur bei Unterkünften, sondern auch bei Fahrpreisen. Kiwi Backpacker, Customs/Gore St., P.O. Box 1247, Auckland, Tel.: 09 3777049.

Ferienanlagen, Campingplätze und Hütten

Und last but not least gibt es in Neuseeland eine Vielzahl von Ferienanlagen mit einer Fülle an Unterkunftsmöglichkeiten wie Zelt- und Wohnmobilplätzen, Hütten, Ferienwohnungen und Motels. Von touristischen Ballungszentren einmal abgesehen, ist Camping selbst außerhalb von Campingplätzen fast überall erlaubt. Bedingung ist, dass man seinen Standplatz sauber verlassen muss. Auf den größtenteils gut ausgestatteten und gepflegten Campingplätzen kostet die Nacht für zwei Personen und Wohnmobil ca. 16–22 NZ-$. Wildromantisch, dafür aber ohne großen Komfort sind die schätzungsweise 200 vom Department of Conservation (DOC) ausgewiesenen Conservation Campsites.

Verkehrsmittel

On the RoadDa sich viele Reiseziele in Neuseeland nur wenige Autostunden voneinander entfernt befinden, sorgt ein sehr Luft-, Schienen- und Straßenverkehrsnetz dafür, dass die meisten Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Oder natürlich mit dem gemieteten Auto.

Autofahren

In Neuseeland wird nach Commonwealth-Art links gefahren, jedoch defensiv und angesichts der geringen Verkehrsdichte ohne Stress, wenn man sich erst an die „verkehrte“ Straßenseite gewöhnt hat. An Kreuzungen sowie im Kreisverkehr gilt daher rechts vor links! Die Hauptstrecken (State Highways) und Highways sind asphaltiert und gut ausgebaut, auch wenn sie bisweilen sehr kurvenreich sind, wodurch leicht Entfernungen falsch eingeschätzt werden können. Nur im Umkreis der vier Großstädte existieren mehrspurige Schnellstraßen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Überall im Land werden intensive Geschwindigkeitskontrollen mit „speed cameras“ vorgenommen. Bei einem Aufenthalt bis zu drei Monaten genügt ein nationaler Führerschein, auch wenn man vorsichtshalber zusätzlich den internationalen Führerschein mit sich führen sollte. Es besteht Anschnallpflicht. Fußgänger schauen erst nach rechts, dann nach links!

Busse

Die Busverbindungen in Neuseeland sind exzellent; die Reiseziele im ganzen Land werden in der Regel mehrmals täglich von den meisten Ortschaften angefahren. Während InterCity Coachlines das größte Streckennetz Neuseelands betreibt, bietet Newmans Coach Lines zwar auch Busverbindungen auf beiden Inseln an, bedient auf der Südinsel jedoch nur die Hauptreiserouten. Normalerweise brauchen Busse nicht vorgebucht zu werden, bei Fahrten in etwas abgelegenere Regionen, in die der Bus nur einmal pro Tag fährt, kann es mitunter eng werden. In den größeren Städten können Stadtrundfahrten unternommen werden, wobei kleinere Gruppen Minibusse mit mehrsprachigen Führern mieten können. 

Reisebusse: Mit diesem Verkehrsmittel können Sie auf entspannte und bequeme Weise das Land bereisen. Oftmals ist neben dem Fahrer ein separater Führer dabei, der Informationen zur Reiseroute preisgibt und auf Sehenswürdigkeiten hinweist. Man erfährt so im Vorbeifahren etwas über die Geschichte einer Region oder von den Legenden der Maori. Bequemerweise kümmert sich der Veranstalter zudem um geeignete Unterkunft, Verpflegung und Gepäck, sodass einem genügend Zeit bleibt, Mitreisende kennen zu lernen und die Reise zu genießen. Die Reisebusse werden nach Qualitätsstufen eingeteilt, wobei sich die besten Busse mit fünf Sternen schmücken können, komfortabel und höchstens fünf Jahre alt sind. Busse, die Rucksacktouristen durch die Gegend kutschieren, haben in der Regel weniger Sterne. Alle größeren Unternehmen bieten Sonderpreise und Pässe.

Bahn

Neuseelands Eisenbahn ist ein Muss für jeden Individualreisenden. Sie ist schnell, modern und bequem, nicht immer pünktlich, und man bekommt sehr schnell Kontakt zu den Mitreisenden. Kleinere Mahlzeiten und Getränke werden von Zeit zu Zeit offeriert, und über die Lautsprecheranlage erhält man während der Fahrt Informationen über landschaftliche Attraktionen und historische Stätten. Tranz Scenic betreibt insgesamt 8 Langstreckenzüge in Neuseeland. Die Wichtigsten und Spektakulärsten sind: 

Der Overlander, der die Städte Auckland und Wellington auf der Nordinsel verbindet, fährt durch üppige Wälder, an Vulkankegeln vorbei und über tiefe Schluchten. 

Der Coastal Pacific pendelt zwischen Picton und Christchurch und fährt an schneebedeckten Bergen und zerklüfteten Küstenpassagen die Ostküste der Südinsel entlang. 

Der preisgekrönte TranzAlpine, der Christchurch und Greymouth auf der Südinsel verbindet, wälzt sich zunächst über eindrucksvolle Schluchten und durch endlose Flusstäler, ehe er schließlich die schneebedeckten Southern Alps überquert.

Mietwagen

Bei internationalen Mietwagenunternehmen wie Avis, Budget und Hertz sowie einheimischen Unternehmen wie Maui Rentals stehen Ihnen Fahrzeuge in unterschiedlichen Klassen zur Verfügung. Erkundigen Sie sich vor Buchung aber nach Sonderangeboten, denn insbesondere ältere, brauchbare Kleinwagen gibt es schon für ca. 50 NZ-$ pro Tag. Zudem gibt es Rabatte bei einer Mietdauer von mehr als drei Wochen. Einige Mietwagenunternehmen bieten auch die einfache Fahrt an, was allerdings mit bestimmten Beschränkungen verbunden sein kann. Bei den teuren großen Mietwagenfirmen wie Avis/Hertz kann das Auto in Wellington (Nordinsel) abgegeben und ein neues in Picton (Südinsel) übernommen werden, und umgekehrt. Man erspart sich dadurch die happigen Fährkosten von ca. 110 NZ-$ fürs Auto und ist zudem zeitlich etwas unabhängiger. Die Mitnahme eines internationalen Führerscheins ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig, und man muss mindestens 21 Jahre als sein, um einen Wagen zu mieten. Der Mietpreis für Wohnmobile ist saisonabhängig, die Kilometerzahl pro Tag unbeschränkt. Man muss außerdem eine Versicherung abschließen und eine Kaution hinterlegen, die nach Beendigung der Tour, wenn alles in Ordnung ist, zurückbekommt. Während der Sommermonate ist das frühzeitige Buchen eines Wohnmobils ratsam. 

Ein Autokauf ist erst bei einer Reisedauer von mehr als zwei Monaten (z. B. auf der Car fair samstags in Auckland) lohnenswert, wobei man immer bedenken sollte, dass der Wiederverkauf sehr zeitaufwendig werden kann.

Taxis

Ein Taxi zu bekommen, dürfte in den größeren Städten und am Flughafen keine Probleme bereiten. Abgerechnet wird per Taxameter. In ländlichen Gegenden sollte man den Preis vor Antritt der Fahrt aushandeln. Beachten Sie, dass es nicht allgemeine Praxis ist, sich vom Straßenrand ein Taxi herbeizuwinken. Sie operieren von Taxiständen oder werden per Telefon geordert.

Inlandflüge

Cessna Airport Te AnauNeuseeland hat ein sehr gutes inländisches Flugverkehrsnetz mit Verbindungen zu allen wichtigen Städten und Urlaubsorten des Landes. Zudem können kleinere Flugzeuge gechartert werden. An allen Flughafenterminals stehen Taxis bereit, eine preiswertere Möglichkeit, in die Stadt zu kommen, sind Busse. Auckland Airport liegt 23 km von der City entfernt, Wellington Airport 8 km und der Flughafen von Christchurch 11 km. Zwischen dem International und dem Domestic Terminal in Auckland verkehrt ein Airport-Shuttle Bus.

E-Books

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Zeit

Neuseeland liegt in der Nähe der Datumsgrenze. Die Zeit in Neuseeland ist der GMT um 12 Stunden voraus. Im neuseeländischen Sommer (vom ersten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag des folgenden März) werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, sodass der Zeitunterschied zur GMT 13 Stunden beträgt. Dann werden die Uhren logischerweise wieder zurückgestellt. Während unserer Sommerzeit (Ende März bis Ende Oktober) beträgt der Zeitunterschied zehn Stunden. Wenn allerdings die Zeit umgestellt wird, kann der Unterschied für ein paar Tage verwirrenderweise auch elf Stunden betragen. In dieser Region erblicken die Menschen als Erste in der Welt den neuen Tag.

Die aktuelle Zeit in Neuseeland.

Zoll

Die Einfuhr von Gegenständen des persönlichen Bedarfs ist zollfrei, darüber hinaus Geschenke bis 700 NZ-$. Es gelten die üblichen Beschränkungen: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen bzw. 4,5 l Wein. Zollfreies Einkaufen ist nach der Ankunft im Auckland-Flughafengebäude möglich. Verderbliche Lebensmittel dürfen nicht eingeführt werden. 

Für alle Reisenden älter als 12 Jahre fällt je nach Flughafen eine Gebühr von NZ-$ 20–25 an. Für Kinder zwischen 2–11 Jahren, die von Wellington aus fliegen, wird eine Flughafengebühr von NZ-$ 10 fällig. 

Umfassende Informationen für Reisende (advice for travellers) finden sich auf der Webseite des New Zealand Customs Service.