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Gambia

Allgemeines

Gambia (engl.: The Gambia) ist ein Staat in Westafrika, der von Senegal vollständig umschlossen wird, mit Ausnahme des Deltas des Gambiaflusses.

Landessprache

Englisch (offiziell), Mandinka, Wolof, Fula und andere Nationalfeiertag: 18. Februar

Name

Republic of the Gambia 

Republik Gambia

Amtssprache

Englisch

Hauptstadt

Banjul

Staatsoberhaupt

Präsident Yahya Jammeh

Staatsform

Präsidiale Republik

Fläche

11.300 km²

Einwohnerzahl

1.367.124 (Stand 2000); ca. 42 % Mandinka, 18 % Fula, 10 % Jola, 9 % Serahuli

Bevölkerungsdichte

121 Einwohner pro km²

Unabhängigkeit

Unabhängigkeit von Großbritannien am 18. Februar 1965

Währung

Dalasi

Zeitzone

UTC

Nationalhymne

For The Gambia Our Homeland

Kfz-Kennzeichen

WAG

Internet-TLD

.gm

Vorwahl

+220

Verwaltung

Bezirke: Banjul, Basse, Brikama, Janjangbure, Kanifeng, Kerewan, Kuntaur, Mansakonko

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Geschichte

Die fruchtbaren Ufer des Gambiaflusses sind seit Jahrtausenden besiedelt. Ein schriftliches Zeugnis gab der Karthager Hanno um 470 v. Chr. im Bericht seiner Reise nach Westafrika. Die Verbindung zum Mittelmeerraum riss erst mit dem Fall des Römischen Reiches und der Ausbreitung des Islam nach Süden ab. Im 14. Jahrhundert erstreckte sich das riesige Reich der Malinké, von der Sahara bis zu den Wäldern im Süden dessen, was heute Liberia und Sierra Leone ist.

 

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Politik

Gambia ist eine Republik mit einer (einigermaßen) demokratisch gewählten Mehrparteienregierung unter dem Präsidenten Yahya Jammeh. Der junge Leutnant Jammeh kam 1994 durch einen militärischen, aber weitgehend unblutigen Staatsstreich an die Macht (der von einem Soldatenprotest über verspätete Soldauszahlung ausging) und er kündigte an, bis mindestens 1998 allein regieren zu wollen. Dennoch wurden – vielleicht um den Tourismus, von dem Gambia wirtschaftlich stark abhängt, nicht zu gefährden – bereits 1996 wieder Wahlen abgehalten, aus der Jammeh klar als Sieger hervorging. Eine neue Verfassung wurde eingeführt. Tatsächlich sind die Jahre von 1996–2000 von einer gewissen Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung geprägt: der internationale Flughafen in Banjul sowie zahlreiche Straßen werden modernisiert, ein neues Hospital, neue Schulen, eine Fernsehstation und ein riesiges Revolutionsdenkmal entstehen, der Tourismus ist wieder eine gute Einnahmequelle. 2000 werden (laut Amnesty International) mindestens 14 Personen bei einer Straßenschlacht zwischen studentischen Demonstranten und der Polizei getötet. Schulen waren zeitweilig geschlossen, und Patrouillen prägen das nächtliche Stadtbild. 2001 wird Jammeh erneut wiedergewählt, und 2002 gewinnt die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC) die Wahl zur Nationalversammlung, allerdings boykottiert die Oppositionspartei UDP die Wahl.

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