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Liechtenstein

Allgemeines

Das Fürstentum Liechtenstein liegt in Mitteleuropa zwischen Österreich und der Schweiz am Ostufer des Rheintals.

Name

Liechtenstein

Amtssprache

Deutsch

Hauptstadt

Vaduz

Fürst und Staatsoberhaupt

Hans-Adam II.

Amtsausübender Stellvertreter

Erbprinz Alois

Staatsform

Konstitutionelle Erbmonarchie

Regierungschef

Otmar Hasler (FBP)

Fläche

160 km²

Einwohnerzahl

34.000 (2004)

Bevölkerungsdichte

213 Einwohner pro km²

Währung

Schweizer Franken

Zeitzone

UTC +1

Nationalhymne

Oben am jungen Rhein

Kfz-Kennzeichen

FL

Internet-TLD

.li

Vorwahl

+423

Geografie

Liechtenstein befindet sich am Alpenrhein im Rheintal in den Alpen. Die gesamte westliche Staatsgrenze entspricht dem Rheinverlauf. Die östliche Staatsgrenze ist geprägt vom Alpen-Hochgebirge. Der höchste Punkt Liechtensteins ist der Grauspitz mit einer Höhe von 2.599 m ü. M. Im Gegensatz zu anderen alpinen Regionen ist das Klima in Liechtenstein wegen des Föhns relativ mild. Im Winter wird in der Gebirgsregion um Malbun Wintersport betrieben. Liechtenstein ist ein Doppel-Binnenstaat, denn die beiden Nachbarstaaten sind ebenfalls Binnenstaaten.

Verwaltung

Liechtenstein ist in elf sogenannte Gemeinden geteilt. Viele dieser Gemeinden bestehen aus einer einzigen Ortschaft. Sechs Gemeinden, darunter der Hauptort Vaduz, sind dem Oberland zugeordnet. Fünf Gemeinden dagegen dem Unterland.

Liechtenstein teilt sich in die beiden Wahlkreise Unterland und Oberland. Der Wahlkreis Unterland umfasst folgende 5 Gemeinden: Eschen, Gamprin, Mauren, Ruggell, Schellenberg Der Wahlkreis Oberland umfasst folgende 6 Gemeinden: Balzers, Planken, Schaan, Triesen, Triesenberg, Vaduz

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Geschichte

Das Fürstentum ist hervorgegangen aus dem Erwerb der Herrschaft Schellenberg (1699) und der Grafschaft Vaduz (1712) durch die Fürsten von Liechtenstein. Kaiser Karl VI. (HRR) erhob die Grafschaften 1719 zum reichsunmittelbaren Fürstentum im Besitz und mit Namen der Fürsten von Liechtenstein. Der Name Liechtenstein stammt von der Burg Liechtenstein im Raum Mödling. Nach dem Ende des HRR wurde das Fürstentum Liechtenstein ab 1806 als souveräner Staat in den Rheinbund aufgenommen und ab 1815 Mitglied im Deutschen Bund. Nach dessen Auflösung 1866 blieb es ein unabhängiger deutscher Staat. Bis zum 1. Weltkrieg war Liechtenstein über ein Zweckbündnis stark mit dem Kaiserreich Österreich-Ungarn verbunden. Nach dessen Auflösung und Aufteilung in mehrere Einzelstaaten verbündete sich Liechtenstein mit der Schweiz, übernahm deren Währung, den Schweizer Franken und ging eine Zollunion ein.

Vom 2. Weltkrieg blieb es – wie die Schweiz – wegen seiner politischen Neutralität verschont. Liechtenstein erlebte danach, begünstigt durch den Zollvertrag mit der Schweiz, niedrige Steuern und die Neutralitätspolitik, einen wirtschaftlichen Aufschwung. 2003 trat nach heftigen Kontroversen eine vom Volk bestätigte neue Verfassung in Kraft, welche die fürstlichen Rechte stark ausbaute. Am 15. August 2004 hat der Fürst Hans-Adam II. seinen Sohn und Erbprinz Alois von Liechtenstein zu seinem Stellvertreter ernannt und ihn mit der Ausübung der dem Fürsten zustehenden Hoheitsrechte betraut. Der Fürstentitel geht allerdings erst nach dem Ableben des Vaters auf den Sohn über.

Politik

Die Staatsform Liechtensteins ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der aktuelle Regent Liechtensteins ist seit 1989 Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein. Die Staatsgeschäfte obliegen seit August 2004 dem Erbprinz Alois von Liechtenstein. Die Legislative liegt beim Fürsten und dem Liechtensteinischen Landtag, bestehend aus 25 Abgeordneten, die nach dem Verhältniswahlrecht für vier Jahre vom Volk gewählt werden. In der Legislative sind folgende Parteien vertreten: Vaterländische Union (VU), Fortschrittliche Bürgerpartei in Liechtenstein (FBP) und die Freie Liste. Die Exekutive bilden der Regierungschef, momentan Otmar Hasler (Ressorts Präsidium, Finanzen, Familie und Gleichberechtigung, Finanzwesen), und vier Regierungsräte. Auf Vorschlag des Landtages werden sie vom Fürsten ernannt. Regierungsräte sind zur Zeit Regierungschef-Stellvertreterin Rita Kieber-Beck (Ressorts Bildungswesen, Justiz, Verkehr und Kommunikation), Hansjörg Frick (Ressorts Gesundheit, Soziales, Wirtschaft), Dr. Alois Ospelt (Ressorts Inneres, Kultur, Sport, Umwelt-, Raum, Land- und Waldwirtschaft) und Dr. Ernst Walch (Ressort Äußeres). Die Judikative bildet ein mit fünf Richtern besetzter Oberster Gerichtshof; die Richter werden vom Fürsten bestellt. Vergleiche dazu auch http://www.llv.li. Die außenpolitischen Interessen Liechtensteins werden zumeist von der Schweiz wahrgenommen, liechtensteinische Botschaften existieren in Bern, Berlin, Brüssel, Washington und Wien.

Bevölkerung

Weniger als zwei Drittel der Bevölkerung (65.8 %) sind Liechtensteiner, die ausländische Bevölkerung ist mit 20,1 % überwiegend deutschsprachig (10.8 % Schweizer, 5.9 % Österreicher und 3.4 % Bundesdeutsche), gefolgt von Italienern (3.3 %), Einwohnern des früheren Jugoslawien (3.3 %), Türken (2.6 %) und anderen (4.8 %). Sprache In Liechtenstein wird, wie in der Schweiz, ein alemannischer Dialekt des Deutschen gesprochen. Amtssprache ist Deutsch. Liechtenstein ist der einzige Staat mit Deutsch als alleiniger (anerkannter) Landessprache. (In Deutschland und Österreich sind weitere Sprachen als Minderheitensprachen anerkannt).

Wirtschaft

Die Wirtschaft Liechtensteins ist vor allem im tertiären Sektor, das heißt im Dienstleistungsbereich wie Banken, tätig. Viele internationale Banken haben Ableger in Liechtenstein. Wie die Schweiz hat Liechtenstein auch das Bankgeheimnis. Daneben soll es viele sogenannte „Briefkastenfirmen“ geben, also Firmen deren Hauptsitz zwar in Liechtenstein befindet, jedoch in einem anderen Land operieren. Im Industriesektor sind die bekanntesten Unternehmen vermutlich die Hilti AG (Bohrtechnik, Bauausrüstungen) und die Hilcona AG (Lebensmittel) in Schaan sowie die Unaxis in Balzers (Elektronikbereich).

Verkehr

Das gut ausgebaute Straßennetz umfasst 140 Kilometer. Die Eisenbahn, die Liechtenstein auf 9.5 km von Buchs nach Feldkirch durchquert, wird von den Österreichischen Bundesbahnen betreut. Der Liechtenstein Bus, eine Tochter des Schweizer Postauto, verbindet die Liechtensteiner Gemeinden untereinander. Die Busgesellschaft fährt auch die Schweizer Gemeinden Sargans und Buchs an. Das Fürstentum ist zwar postmäßig mit der Schweiz vernetzt, hat aber eigene Briefmarken und eine eigene Telefonvorwahl (+423). Die Autokontrollschilder sind von den Schrifttypen und der Anordnung her im Schweizer Design gehalten. Wie die Schweizer Militärkennzeichen führen die Liechtensteiner Schilder weiße Zeichen auf schwarzem Grund. Statt M und Schweizerkreuz führen sie FL und das Landeswappen gefolgt von bis zu 5 Ziffern.

Kultur

Für ein verhältnismäßig so kleines Land verfügt das Fürstentum über eine erstaunliche Anzahl an künstlerischen und kulturellen Aktivitäten und Vereinigungen, außerdem über eine blühende Jugendkultur (z. B. eine Reihe hochwertiger und überregional bekannter Rock- und Popbands). Zahlreiche Vereine profilieren sich als Träger lokaler Kulturereignisse. In Liechtenstein gibt es neben verschiedenen kulturellen Einrichtungen ein neu gebautes und konzipiertes Landesmuseum (eröffnet November 2003), Kunstmuseum, Skimuseum, Postmuseum, mehrere moderne Ortsmuseen und im Ort Schaan das Theater am Kirchplatz. Im Bereich Bildende Kunst sind u. a. zu erwähnen der Bildhauer Georg Malin, der Maler Bruno Kaufmann, der Maler Martin Frommelt aus Schaan sowie die Vaduzer Künstlerin Regina Marxer.

Kleidung und Reisegepäck

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Religion

Im Juni 2003 gaben 75,7 % der Bevölkerung ihre Religion mit römisch-katholisch an. 10,9 % machten keine Angaben, 7,0 % waren evangelisch, 4,2 % islamisch. Am 2. Dezember 1997 wurde das Erzbistum Vaduz von Papst Johannes Paul II. errichtet.