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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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La Palma

 

überwiegend Klar

19°C

Villa de Mazo

überwiegend Klar

Feuchtigkeit: 89%

Wind: 6.44 km/h

  • 26 Sep 2017

    Überwiegend sonnig 25°C 18°C

  • 27 Sep 2017

    Teilweise bewölkt 25°C 18°C

 

Allgemeines

La Palma ist die nordwestlichste Insel der Kanaren, die früher „Glückliche Inseln“ genannt wurden. Sie hat eine Fläche von 729 km² und ist 42 Kilometer lang und 28 Kilometer breit. Auf ihr leben etwa 85.000 Einwohner (Daten 2003) und durchschnittlich 3.000–10.000 Touristen (s. unten). Sie gehört zu der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite der Insel mit 18.000 Einwohnern. Auf der Westseite befindet sich die inzwischen größte Gemeinde der Insel Los Llanos de Aridane mit ca. 22.000 Bewohnern.

Auskunft

Spanische Fremdenverkehrsbüros

Kurfürstendamm 180, 10707 Berlin, Tel.: 030 8826543, Fax: 8826661

Grafenberger Allee 100, 40237 Düsseldorf, Tel.: 0211 6803980, Fax: 6803985

Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt, Tel.: 069 725033, Fax: 725313

Postfach 15 19 40, 80051 München, Tel.: 089 530158, Fax: 5328680

Walfischgasse 8, 1014 Wien, Tel.: 01 5129580, Fax: 5129581

Seefeldstrasse 19, 8008 Zürich, Tel.: 01 2527931, Fax: 2526204

Besonderheiten

Umgangsformen

Die wichtigsten Grußformeln sind ¡Hola! („Hallo”), ¡Buenos días! („Guten Morgen”) und ¡Buenas tardes! („Guten Tag”). Wenn Spanier einander vorgestellt werden, sagen sie oft Encantado de conocerle („Erfreut, Sie kennen zu lernen”). Auf die Frage ¿Cómo está Usted? („Wie geht es Ihnen?”) wird häufig mit den Worten Bien, gracias („Danke, gut.”) geantwortet. Zur Begrüßung reicht man sich die Hand. Gut befreundete Männer begrüßen sich oft mit einem Schulterklopfen und wenn man sich lange nicht gesehen hat, mit einer Umarmung (Abrazo). Freundinnen küssen sich zur Begrüßung oder zum Abschied auf beide Wangen. Außer im Freundeskreis und unter Verwandten spricht man sich mit dem Nachnamen an, dem Señor („Herr”), Señora („Frau”) oder Señorita („Fräulein”) vorangestellt wird. Die Titel Don und Doña in Verbindung mit dem Vornamen dienen in manchen Regionen als besonders respektvolle Anrede. In Spanien trifft man sich mit Freunden eher in Cafés oder Restaurants als zu Hause. Besuche werden normalerweise vorher angekündigt. Da die Spanier aber sehr gastfreundlich sind, werden sie jeden Besucher, der während einer Mahlzeit zu Besuch kommt, mit an den Tisch bitten. In diesem Fall sollte man jedoch mit den Worten ¡Que aproveche! („Lasst es euch schmecken”) höflich ablehnen. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, bringt man den Gastgebern eine kleine Aufmerksamkeit mit.

Feiertage und Feste

Weihnachten und Dreikönigsfest Mitte Dezember – 6. Januar Was im Norden der Weihnachtsbaum, ist in Spanien die Krippe. Ganze Landschaften werden aufgebaut mit Häusern, Tieren und arbeitendem Volk. An Heiligabend kommen die Familien zusammen und tafeln, um danach auszugehen und die Mitternachtsmesse zu besuchen. Nur in wenigen Häusern bringt der Weihnachtsmann eine Kleinigkeit, denn den großen Geschenkesegen, den bringen die Heiligen Drei Könige. Am Abend des 5. Januar reiten sie auf ihren Kamelen ein, gefolgt von Pagen, Dienern und Festkarren, um das Jesuskind zu suchen und zu ehren. Silvester – Neujahr 31. Dezember–1. Januar An Silvester geht man aus, die Herren im Smoking, die Damen in Abendrobe. Die Restaurants sind überfüllt. Um Mitternacht schluckt man mit jedem Glockenschlag eine Traubenbeere – das bringt Glück – und ab geht es zum Tanz, das neue Jahr eintrinken. Mandelblütenfest – Puntagordass Ende Januar / Anfang Februar Das Mandelblütenfest von Puntagordassist eine der großen Fiestas der Insel. Hier trifft man sich, tratscht, probiert die gerösteten Mandeln, lässt sich den Wein schmecken und tanzt. Den Höhepunkt des zweitägigen Festes bildet das poetisch-folkloristische Festival vom Sonntag. Karneval Eine Woche vor Faschingssonntag – Wochenende nach Aschermittwoch Karneval auf den Kanarischen Inseln ist eigen, eine explosiv-erotische Mischung aus südamerikanischen Einflüssen, lokalen Bräuchen und spanischen Einsprengseln. Höhepunkte der verrückten Zeit sind auf La Palma der Tag der „Indianer“ in Santa Cruz am Faschingsmontag, die Wahl der Karnevalskönigin in Los Llanos sowie das Begräbnis der Sardine am Freitag nach Aschermittwoch in Santa Cruz und Los Llanos, sowie einen Monat später in Los Sauces. Karwoche und Ostern Palmsonntag – Ostersonntag Die Heiligen verlassen die Kirchen, getragen von dumpfem Paukenschlag, eingehüllt in Kerzenschein und Weihrauch. Die Bruderschaften in ihren Kapuzenmänteln und Ketten begleiten die größeren Prozessionen. Tiefe Religiosität erfüllt die nächtlichen Straßen. Tag des Heiligen Kreuzes – Santa Cruz und Las Breñas Ende April – Mitte Mai Der 3. Mai ist einer der wichtigsten Festtage der Insel. Gefeiert wird die Gründung der Hauptstadt und die Eroberung der Insel im Jahre 1493. In wochenlanger Arbeit schmücken die Anwohner von Las Breñas und Santa Cruz die Kreuze an den caminos reales. Viehmarkt von San Isidro – Breña Alta Mitte Mai Zu Ehren des Schutzheiligen des Ackerbaus findet in San Isidro, Breña Alta, ein großer Viehmarkt mit Prämierung der schönsten Viecher statt. Virgen del Carmen – San Andrés, Fuencaliente, Tazacorte und Santa Cruz Mitte Juni Die Virgen del Carmen, Schutzpatronin der Seeleute, wacht auf La Palma über das Dörfchen Las Tricias (Garafía) und bewahrt die Seefahrer vor dem Untergang. Entsprechend wird sie auf der Insel gefeiert: in San Andrés, Fuencaliente, Tazacorte und Santa Cruz meist am Wochenende vor oder nach dem 16. Juli, in den kleinen Sommersiedlungen an der Küste oft erst während der Ferien, im August oder September. Doch hier wie dort wohnt die verehrte Jungfrau in einer kleinen Kapelle am Meer. An ihrem großen Tag verlässt sie diese und sticht in See. Fronleichnam – Mazo Eineinhalb Wochen nach Pfingsten Über farbenfrohe, von meterhohen Bogen unterbrochene Blumenteppiche schreitet die Fronleichnamsprozession in Mazo. Alles ist aus Blütenblättern, Farnen, Moosen und Sämereien geschaffen. Was Fronleichnam in Mazo, ist die „Segnung der Felder“ in Tijarafe und „Herz-Jesu“ in El Paso. Spezialität von Tijarafe sind Teppiche aus gefärbtem Salz, jene von El Paso, aus zerstoßenen Eierschalen gefertigte Wandbilder. Viehmarkt von San Antonio del Monte – Garafía Mitte Juni San Antonio del Monte ist ein bodenständiges Fest, eine der wichtigsten Viehmessen des Archipels. Hier trifft sich halb La Palma, probiert den Ziegenkäse, lässt sich den Tea-Wein schmecken, tanzt und bewundert die hiesigen Kühe, Ziegen, Schafe und den Hirtenhund von Garafía. La Patrona – Los Llanos Mitte Juni – Anfang Juli Die Virgen de los Remedios ist nicht nur Schutzpatronin von Los Llanos, sie wacht über das gesamte Aridanetal. Entsprechend wird sie gefeiert: Drei Wochen lang kommt die heimliche Hauptstadt der Insel nicht zur Ruhe. Bajada de La Virgen de Las Nieves – Santa Cruz Mitte Juni – Anfang August Seit die „Jungfrau vom Schnee“ 1676 die Insel vor einer Dürrekatastrophe bewahrte, steigt die Inselpatronin alle fünf Jahre von Las Nieves in die Hauptstadt ab. Aus einer einfachen Bittprozession entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die heutige Bajada de la Virgen, das Großereignis der Insel, eines der schönsten und bedeutendsten Feste der Kanaren. Die nächste Bajada wird im Jahre 2005 gefeiert. In den Zwischenjahren ehren die Palmeros ihre Schutzpatronin einen Monat lang mit Messen und Prozessionen. Virgen del Rosario – Barlovento Ende Juli -Anfang August Alle drei Jahre – das nächste Mal im Jahre 2003 – kämpfen in Barlovento die Christen gegen die Mauren. Denn es war am Tag der Rosenkranzmadonna, als 1571 bei Lepanto die „Heilige Liga“ gegen die Türken siegte. Virgen del Pino – El Paso Ende August – Anfang September In der riesigen Kiefer, die die Wallfahrtskapelle überschattet, soll anno dazumal die Muttergottes erschienen sein. Und hier, am Fuße der Cumbre, trifft man sich am ersten Sonntag im September zur Fiesta del Monte. Alle drei Jahre steigt die „Jungfrau von der Kiefer“ nach El Paso ab – das nächste Mal im Jahre 2003. Teufelsfest – Tijarafe Ende August – Anfang September Das Teufelsfest von Tijarafe ist das wohl spektakulärste Fest der Insel, denn krachend und Feuer spuckend tanzt in der Nacht auf den 8. September der Teufel durch die dichte Menschenmenge auf dem Dorfplatz. San Miguel – Tazacorte Mitte – Ende September Am 29. September 1492, dem Tag des heiligen Michael, landete bei Tazacorte Alonso Fernández de Lugo und eroberte die Insel. So kommt es, dass La Palma den Namen des Erzengels Michael trägt. Höhepunkt der Festivitäten zu Ehren des Inselpatrons ist der Umzug der Caballos fufos. 20 Pferde – mit farbigem Papier verkleidete Rohrgestelle – tanzen durch die Straßen, angeführt von einer Giraffe.

Quelle: http://www.lapalma-magazin.info/

Bilder

Bilder La Palma.

Diplomatische Vertretungen

Deutschland:  Konsulat Avenida Francisco La Roche 45, 1. Etage, Santa Cruz. Tel.: 922284812 oder 922284816 Sprechzeiten: Montag-Freitag von 9.00–12.00

Österreich: Konsulat, Villalba Hervas 9, Edif. Camacho (5. Stock, Büro No. 2), Santa Oruz. Tel.: 922243799 Sprechzeiten: Montag-Freitag von 10.00–12.00Uhr.

Schweiz: Konsulat auf Gran Canaria, Las Palmas Tel.: 92829 34 50 und 928293380 Sprechzeiten: Montag-Freitag von 9.00–13.00 Uhr.

Einreise und Ausreise

Für die Einreise nach La Palma genügen für Deutsche, Österreicher und Schweizer der Personalausweis bzw. die nationale Identitätskarte. Diese Ausweise müssen eine Gültigkeit über die Aufenthaltsdauer hinaus aufweisen.

 

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Familienstruktur

Oft sind junge Paare schon lange vor der Hochzeit verlobt. So haben sie Zeit, genügend Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Männer heiraten im Durchschnitt im Alter von 27, Frauen dagegen bereits zwischen 20 und 24 Jahren. Die moderne spanische Familie ist normalerweise ziemlich klein, aber sie pflegt ihre Beziehungen zur Großfamilie. Die Scheidungsrate ist nur gering. Der Ehemann gilt traditionell als Familienoberhaupt, während seine Frau die Verantwortung für den Haushalt und die Kinder trägt. Heute sind allerdings vor allem in den Städten viele Frauen berufstätig und verdienen ihr eigenes Einkommen. 1993 waren 36,7 Prozent der Erwerbstätigen Frauen.

Flora & Fauna

Aufgrund seiner Entstehung und Lage bietet La Palma eine einmalige Natur und Landschaft. La Palma ist bekannt als La Isla verde („die grüne Insel“) und als La Isla bonita („die schöne Insel“), da sie ganzjährig von grüner Vegetation bedeckt ist. Diese Üppigkeit verdankt die Insel den Passatwinden, die verlässlich Wolken auf der Luv-Seite der Insel schaffen, die beim Überqueren der Insel abregnen oder dichte Nebelfelder auf den Bergen bilden. Die Feuchtigkeit dieser Wolken wird von verschiedenen Pflanzen gesammelt. Die Insel gliedert sich in verschiedene Vegetationszonen – von Lavafeldern über mediterrane Trockenvegetation zu Kiefernwäldern auf den Höhen und auf der Nordostseite auch Lorbeerwälder, die Regenwald ähneln. Unter den Pflanzen La Palmas findet man ca. 170 Endemiten der Kanaren, darunter die bekannten Kanarischen Drachenbäume. Kiefernwald in der Caldera de Taburiente Die Landschaft bildet ein Ensemble in Schwarz (Basalt), Rot (Tuff) und Grün (Vegetation) im Blau des Atlantik. Sie wird geprägt durch die Barrancos im Norden, tief eingeschnittene Schluchten, die das Wasser von den Bergen zum Meer führen, den Wäldern auf den zentralen Inselbergen und die Gebiete jüngerer vulkanischer Aktivität im Süden aus Aschefeldern, erstarrten Lavaströmen und Vulkankegeln.

Fotografieren

Bei all den herrlichen Fotomotiven, die man auf La Palma antrifft, ist natürlich der Fotoapparat unerlässlich. Sowohl Papier- als auch Diafilme sind auf der Insel um einiges teurer als in Deutschland, sodass es sich empfiehlt, ausreichend Filmmaterial von zu Hause mitzubringen.

Geografie

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und durch einen in Nord-Südrichtung verlaufenden Kamm aus Vulkankegeln in zwei klimatisch unterschiedliche Hälften geteilt. Im südlichen Teil (Cumbre Vieja) sind einige Vulkane noch aktiv, der letzte Ausbruch fand 1971 im Süden der Insel bei Fuencaliente, dem heutigen Los Canarios, statt. Es entstand hierbei der Vulkan Teneguía, der noch heute unter Beobachtung durch die Wissenschaft steht, da er nicht erloschen ist, sondern ruht. Der nördliche Teil wird von der Caldera de Taburiente dominiert, die von einem Ring von Gipfeln mit Höhen von 1.700 Metern bis 2.400 Metern umgeben ist. Höchste Erhebung der Insel ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern. Auf seinem Gipfel befinden sich einige der modernsten Sternwarten der Welt. La Palma ist wie alle Kanaren-Inseln vom Vulkanismus geprägt. Ihr Alter ist mit etwa 3 Millionen Jahren relativ jung. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Meter Tiefe erhebt sich die Insel fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Immer wieder finden Ausbrüche statt.

Geschichte

Steinzeit, Guanchen und Antike

La Palma wurde im Neolithikum vom Volk der Guanchen besiedelt, die angeblich groß und hellhäutig waren. Dass sie ab etwa 2000 v. Chr. von Nordafrika einwanderten, ist unter Wissenschaftern mittlerweile nicht mehr umstritten. Dafür sprechen die genetischen Analysen von Skelettfunden als auch nordafrikanische Sprachreste. Die Guanchen lebten auf einer steinzeitlichen Kulturstufe und waren in verschiedenen Clans organisiert, die die Insel unter sich aufteilten. Der altkanarische Name von La Palma war Benahoare. Die Sprache der Guanchen, das Guanche, starb im 17. Jahrhundert aus, allerdings haben sich einige Worte im heutigen kanarischen Dialekt erhalten. Die Guanchen sind heute verschwunden; die Überlebenden der spanischen Eroberung wurden wahrscheinlich in der europäischen Bevölkerung assimiliert. Die zahlreichen Reste ihrer Steinzeit-Kultur sind aber eine Attraktion der Insel: Wohnhöhlen, Grabstätten, Steinwerkzeuge und die Petroglyphen – seltsame, komplexe Steinritzungen mit unbekannter Bestimmung. Am bemerkenswertesten sind die steingepflasterten Königswege, welche die gesamte Insel überziehen und die verschiedenen Regionen verbinden. Näheres zu Gesellschaft, Felszeichnungen und Religion der Guanchen erfährt man im Inselmuseum, im Besucherzentrum des Nationalparks sowie bei La Zarza und La Zarcita (seit 1998 erster Archäologischer Park der Kanaren). Die dortigen Felsbilder faszinieren durch ihre Mäander, Labyrinthe und Figuren. Ein zweiter Archäologiepark bei der Höhle von Belmaco ist mit knapp 4.000 Jahren die älteste Fundstelle La Palmas. Die Kanarischen Inseln waren möglicherweise schon im Altertum phönizischen Seefahrern bekannt, die Nachrichten sind allerdings ungewiss. Erste Europäer gelangten im 13. Jahrhundert auf die Kanaren. 

Spanische Eroberung 

Im Jahre 1312 wurde La Palma von dem Genuesen Lancelotto Malocello erreicht. Der kastilische Graf Hernán Peraza entsandte 1447, nachdem er seine Macht auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro gefestigt hatte, eine aus drei Schiffen und 500 Mann bestehende Flotte zu der als unbezwingbar geltenden Insel La Palma. Aber auch diesem Feldzug war wie den vorangegangenen kein Glück beschert: Bei den erbitterten Kämpfen mit den Insulanern verloren die Spanier 200 Mann. 1492, in dem Jahr als Amerika von Christoph Kolumbus „entdeckt“ wurde, landete der auf Gran Canaria beheimatete General Alonso Fernández de Lugo, von dem spanischen Herrscherpaar Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón dazu ermächtigt, mit einer Streitmacht von 900 Mann auf La Palma in der Nähe des Strandes von Tazacorte. Ihm gelang schließlich die Einnahme der Insel. Am 3. Mai 1493, dem „Tag der Erhebung des Heiligen Kreuzes“, gründete Lugo an dem Ort, an dem sich die altkanarische Siedlung Apunyon (auch Auprón) befand, die Stadt Santa Cruz de La Palma. Dann begab er sich nach Gran Canaria zurück, um Vorbereitungen für die Einnahme von Teneriffa, der letzten der sieben großen Kanarischen Inseln, zu treffen, die er schließlich nach einem zweijährigen Feldzug 1496 eroberte. Die Spanier nutzten die Kanaren als wichtige Zwischenstation für die Überfahrt nach Westindien. Ausschlaggebend dafür war die geografische Lage am Passatstrom, die schon Kolumbus 1491 nutzte. Allerdings betrat Kolumbus La Palma nie. 

Menschenhandel, Zuckerboom 

Schnellen Reichtum bot La Palma nicht. Es gab weder Gold noch Silber oder andere Bodenschätze. Gewinn versprachen zunächst nur die Einheimischen – als Sklaven. Trotz eines päpstlichen Erlasses aus dem Jahr 1434, in dem Eugenius IV. die Kanarier zu „freien Leuten“ erklärt und den Menschenhandel auf den Inseln verboten hatte, endete ein Großteil der Urbevölkerung von La Palma gleich nach der Eroberung in der Sklaverei. Schätzungen zufolge blieben nur rund 300 Familien (1.200 Menschen) von diesem Schicksal verschont. Diese Palmeros ließen sich nach und nach taufen und vermischten sich, nachdem sie ab 1514 den Spaniern rechtlich gleichgestellt worden waren, rasch mit den Konquistadoren sowie mit eingewanderten Portugiesen und Franzosen. Schon bevor sich der Sklavenhandel auf der Insel erschöpft hatte, verfolgte Fernández de Lugo ein weitaus lukrativer erscheinendes Ziel: den Anbau von Zuckerrohr, zur damaligen Zeit das gewinnbringendste Ackerbauprodukt. Europäische Kaufleute, Handwerker, Wein- und Ackerbauern wurden auf die Insel gerufen, um Kapital und Arbeitskraft in Zuckerverarbeitungsanlagen zu investieren. Wie bedenkenlos man dabei mit der Landvergabe umging, wird an einem Beispiel besonders deutlich: 1508 verkaufte Juan Fernández de Lugo seine Zuckerverarbeitungs- und -Bewässerungsanlage von Tazacorte und Argual an den Andalusier Dinarte; dieser veräußerte sie ein Jahr später an die Augsburger Welser; wiederum ein Jahr später (1510) gelangten sie in Besitz des Antwerpener Kaufmannes Jakob Groenenberch (hispanisiert: Jacomo Monteverde), von dem sie schließlich das Brüsseler Handelshaus Van de Valle erwarb. 

Weinbau 

Ab 1553 lohnte der Zuckerrohranbau auf La Palma immer weniger. In Mittel – und Südamerika wurde preisgünstiger produziert. Viele nicht mehr rentable Zuckerrohrplantagen wurden in Weinfelder umgewandelt. Der vor allem im Süden der Insel auf jungvulkanischem Boden gedeihende süße Malvasier wurde das wichtigste Exportprodukt von La Palma. Hauptabnehmer des palmerischen Weines war England. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts dauerte der Siegeszug der palmerischen Malvasier, dann führte ein sich ändernder Konsumentengeschmack zum Niedergang des Weinbaues. Allerdings wird heute wieder mit zunehmendem Erfolg Wein angebaut, der nicht auf den Massengeschmack zielt. 

Amerikahandel, Piratenüberfälle 

Im 16. Jahrhundert bekam La Palma nach Antwerpen und Sevilla das Privileg, mit Amerika Handel zu treiben. Schnell entwickelte sich Santa Cruz de La Palma zu einem der wichtigsten Häfen des spanischen Reiches. So ist es nicht verwunderlich, dass Santa Cruz de La Palma im Laufe des 16. Jahrhunderts immer wieder Piraten anlockte, die sich der Reichtümer der Stadt bemächtigen wollte. Unter dem Befehl von François Le Clerc plünderten 1553 Franzosen die Hafenstadt. Was sie nicht mitnehmen konnten, brannten sie nieder. Nach dieser Katastrophe wurden Kirchen, Klöster und Häuser größer und prächtiger wieder aufgebaut. Neue Verteidigungsanlagen wurden errichtet. So konnte 1585 der Angriff des Engländers Francis Drake erfolgreich abgewehrt werden. Der Handel mit Amerika begünstigte das Aufkommen weiterer Erwerbszweige (Schiffbau, Herstellung von Segeltuch etc.). Zahlreiche Kaufleute aus aller Welt kamen nach Santa Cruz de La Palma und verliehen dem Ort ein internationales Flair, viele fremdländisch klingende Straßennamen zeugen noch heute von dieser glanzvollen Epoche. Der Niedergang setzte bereits Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Nach einem Erlass aus dem Jahre 1657 mussten alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika auf Teneriffa registriert werden und dort ihre Abgaben entrichten. Der Handelsverkehr im Hafen von Santa Cruz de La Palma kam damit nahezu zum Erliegen. Zwar gab König Carlos III. 1778 den Amerikahandel für alle spanischen Häfen frei, doch konnte sich Santa Cruz de La Palma nie völlig von der Wirtschaftskrise erholen. (siehe auch: Santa Cruz de La Palma, für umfangreicheren Artikel) 

Seide, Cochenille und Bananen 

Abgesehen von Piratenangriffen erlebte La Palma weitestgehend ruhige Zeiten. Von jeder Wirtschaftskrise erholte sich das zwar bodenschatzlose, aber sehr fruchtbare Eiland immer relativ schnell. Nach Zucker und Wein ließ sich auch mit Bienenwachs und -honig, mit Tabak sowie mit Seide gutes Geld verdienen. Bereits seit dem beginnenden 16. Jahrhundert pflanzte man in La Palma Maulbeerbäume an, war La Palma führend in der Seidenherstellung der Kanaren. Die Seidenverarbeitung der Insel galt sogar als die fortschrittlichste des Kanarischen Archipels. Um 1830 wurde dann die aus Mexiko stammende Cochenille-Laus eingeführt, eine Schildlaus, die einen begehrten karmesinroten Farbstoff liefert. Mit der Entwicklung von Anilinfarbe um 1880 war diesem Wirtschaftszweig jedoch nur ein kurzer Gewinn beschert. Aus dieser Wirtschaftskrise half schließlich der Bananenanbau, den zwei englische Gesellschaften, Elder und Fyffes, ab 1878 in großem Stil auf die Kanaren gebracht hatten.

Kleidung und Reisegepäck

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Medien

Radio

Deutsche Welle: morgens: 31-Meter-Band (9545 und 9735 KHz) bzw. 22-Meter-Band (15 275 bzw. 17 860 KHz) abends: 49-Meterband (6075 KHz) und 19- und 16-Meter-Band (15 275 und 17 860 KHz) Programm: Halbstündige Nachrichtensendungen Radio Canarias Sol (UKW 99.6) Programm: Informationen, Werbung und Service in deutscher Sprache von 9.00–10.00 Uhr und 18.00–21.00 Uhr von montags bis samstags. Radio Maspalomas (UKW 95.3) Programm: 8.00–9.00 Uhr: Radio-Magazin 18.00–20.00 Uhr: musikalische Unterhaltung (nicht Sa) Radio Mi. Amigo (UKW 89,8) Programm: 24 Stunden täglich deutschsprachiges Programm Hits, Nachrichten, Wetter, Sport, Veranstaltungstipps usw.

Zeitungen

Die gängigsten deutschsprachigen Zeitungen sind spätestens am darauf folgenden Tag erhältlich.

Netzspannung

Die Regel ist 220–240 Volt Wechselspannung. da die Steckdosen etwas kleiner sind, ist für einen Schuko-Stecker ein Adapter erforderlich.

Notruf

Seit Anfang Juni 1998 gilt auf den Kanaren die weltweit übliche Notrufnummer 112. Sie erreichen unter dieser Notrufnummer die Polizei, Feuerwehr und Notarzt als auch die See- und Bergrettung. Weiterhin wird der Notruf in vier verschiedenen Sprachen aufgenommen.

Öffnungszeiten

Geschäfte/Apotheken: Mo. bis Fr. von 9.00–13.00 Uhr und 16.00–20.00 Uhr, Sa. von 9.00–13.00 Uhr. 

Banken: Mo. bis Fr. von 9.00–14.00 Uhr. 

Postämter: Mo. bis Fr. von 8.30–14.00 Uhr. 

Tankstellen: Mo. bis So von 8.00–21.00 Uhr.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Telefon

Die Vorwahl für La Palma von Deutschland aus ist 0034 922. Danach wird die Nummer des Anschlussinhabers gewählt. Von La Palma nach Deutschland wählt man 07, wartet auf einen Bereitschaftston, wählt dann 49 (für Deutschland) und danach die Vorwahl ohne Anfangsnull und die Teilnehmernummer. Die Benutzung Ihres Mobil-Telefons aus Deutschland ist hier möglich, wobei die Gespräche über das spanische Netz gehen. Die Telefónica rechnet dann mit der deutschen Telecom ab.

Unterkünfte

Hotels

 

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Camping

Informationen: Parque Nacional Caldera de Taburiente: Büro El Paso Tel.: 497277 Mo.–Fr. 10.00–14.00 Uhr, 16.00–18.00 Uhr >Sa, So, Feiertage 10.00–15.00 Uhr Büro Santa Cruz Tel.: 413141 Mo.–Fr. 9.00–14.00 Uhr. Für die Plätze Refugio El Pilar, La Laguna de Barlovento, San Antonio (Garafía) und Fuencaliente: Medio Ambiente El Paso, Tel.: 485278 Mo.–Fr. 8.00–17.00 Uhr Medio Ambiente Sta Cruz, Tel.: 411583 Mo.–Fr. 8.00–15.00 Uhr.

Verkehrsmittel

Auto

Mittlerweile ist das Straßennetz auf La Palma gut 1.200 km lang. Alle Hauptstraßen sind asphaltiert und, wenn auch kurvenreich, in gutem Zustand. Lediglich einige abgelegene Ortschaften im Inselnorden sind nur über Erd- oder Betonpisten zu erreichen. Ein ca. 400 km langer Straßenring (Kartenbezeichnung LP–1) umläuft die gesamte Insel (Santa Cruz – Los Canjacos – Mazo – Fuenccaliente – Los Llanos – Tijarafe – Puntagorda – Barlovento – San Andres – Puntallana – Santa Cruz), weiterhin verbindet eine ca. 35 km lange Straße (Kartenbezeichnung LP–2) über zwei Tunnel den Osten mit dem Westen der Insel (Los Llanos – Los Canjacos).

Bus

Zwei Busgesellschaften (Nord und Süd) erschließen die ganze Insel.

Fähren

Täglich gibt es Fährverbindungen nach Gomera und Teneriffa.

Die Bucht der Hauptstadt wird seit der Eroberung der Insel durch die Spanier als Hafen genutzt. Von Santa Cruz de La Palma werden diverse Fährverbindungen zu den Nachbarinseln und zum spanischen Festland, mit Zwischenstopps auf Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa, angeboten. Auch der westliche Hafen in Puerto de Tazacorte ist seit Juni 2005 mit einer Verbindung zur Insel Teneriffa über Santa Cruz de La Palma dem Fährverkehr angeschlossen worden.

Flugverkehr

Der erste Flughafen von La Palma bei Breña Alta nahm 1950 den Betrieb auf. Die Landepiste wurde 1970 stillgelegt, als der in der Küstenebene, südlich von Santa Cruz de La Palma, gelegene neue Flughafen fertig gestellt war. Seit 1987 ist er der sechste internationale Flughafen der Kanarischen Inseln. Er wird mehrmals wöchentlich von mehreren europäischen Chartergesellschaften angeflogen. Vom Flughafen Santa Cruz de La Palma bestehen Linienverbindungen zu den Nachbarinseln und zur spanischen Hauptstadt Madrid, die durch die spanische Fluggesellschaft Iberia bedient wird.

Taxis

Taxis gibt es an einigen Taxiständen der Hauptstadt und in Los Llanos sowie vereinzelt auf dem Land.

Inlandflüge 

Nach Teneriffa und Gran Canaria werden täglich mehrere, nach Madrid vier Flüge wöchentlich angeboten. Direktflüge aus dem Ausland gibt es in den Wintermonaten etwa fünfundzwanzig pro Woche.

Zeit

Die Kanaren liegen in der Westeuropäischen Zeitzone, deswegen muss man bei der Ankunft auf Gran Canaria die Uhr um eine Stunde zurückstellen. Da die Kanaren ebenfalls auf die Sommerzeit umstellen, ändert sich daran das ganze Jahr über nichts. Durch die Nähe der Kanarischen Inseln zum Äquator sind die Nächte im Winter kürzer und im Sommer länger als sie bei uns sind.