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Lettland

 

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Riga

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  • 29 Mai 2017

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  • 30 Mai 2017

    Überwiegend bewölkt 21°C 8°C

 

Allgemeines

Die Republik Lettland (lettisch: Latvijas Republika) besteht aus den vier historischen Regionen Kurland (Kurzeme) im Südwesten, Livland (Vidzeme) im Nordwesten, Semgallen (Zemgale) im Nordosten und Lettgallen (Latgale) im Südosten, und liegt in Nordosteuropa, im Zentrum des Baltikums. Lettland grenzt im Süden an Litauen, im Osten an Weißrussland und Russland, im Norden an Estland und im Westen an die Ostsee. Lettland ist etwas kleiner als Bayern.

Name

Lettland

Amtssprache

Lettisch

Hauptstadt

Riga

Staatspräsident

Vaira Vike-Freiberga

Ministerpräsident

Indulis Emsis

Staatsform

Parlamentarische Demokratie

Fläche

64.589 km²

Einwohnerzahl

2.385.231

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner pro km²

Gründung

18. November 1918

Währung

Lats

Zeitzone

UTC +2

Nationalhymne

Dievs, sveti Latviju („Gott, segne Lettland!“)

Kfz-Kennzeichen

LV

Internet-TLD

.lv

Vorwahl

+371

Feiertag

Der wichtigste Feiertag in Lettland ist Janis (der Johannistag) am 23. Juni, um den sich viele alte Bräuche ranken.

Geografie

Lettland ist hauptsächlich ein bewaldetes (40 % der Fläche) Moränen-Hügelland mit zahlreichen Seen und einer langen wenig gegliederten Küstenebene. Neben Hirschen, Rehen und Füchsen kommen auch Elche, Wölfe und Biber vor.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Geschichte

Seit dem 9. Jahrhundert siedelten Letten im Gebiet des heutigen Lettland. Sie lebten unter lokalen Fürsten, hatten aber keine einheitliche Regierung, was aufgrund der dadurch bedingten politischen und militärischen Schwäche schwedische, Kiewer, polnische und deutsche Interessen anzog.

Christianisierung 

Das heutige Lettland gehörte bis ins 12. Jahrhundert zu den letzten verbliebenen heidnischen Gebieten in Europa. Die Hansestadt Lübeck begann um 1158 mit der Konstruktion einer Handelsniederlassung an der Dünamündung, der im Jahre 1185 der Versuch der Christianisierung der Letten von Bremen aus folgte. Bischof Albert I. von Buxhoeveden gründete 1202 in Riga den Schwertbrüderorden (fratres militiae Christi de Livonia), um die baltischen Gebiete zu erobern und zwangsweise zu christianisieren. Nach der Besetzung weiter Teile des heutigen Lettland wurde mit den Schlachten von Treiden 1211 und Fellin (1217) auch die Eroberung des heutigen Estland abgeschlossen. Danach übernahm eine deutsche Oberschicht die Regierung der bestehenden kleinen Fürsten- oder Herzogtümer. Das entstandene Staatsgebilde wird als Livland bezeichnet. Zum Ende des 14. Jahrhunderts erstreckte sich das Gebiet Livlands damit auf das Territorium der heutigen Staaten Estland und Lettland. Der Name 'Lettland' (lett. Latvija, lat. Lettia, Lettonia) taucht im Mittelalter nur vereinzelt auf, verschwindet im 15. Jahrhundert nahezu völlig; er wird von 'Livland' verdrängt und erst im 16. Jahrhundert nach dem Untergang Alt-Livlands gelegentlich gebraucht, bleibt aber auch dann selten und wird erst im 19. Jahrhundert in der Literatur, seit 1918 als Staatsbezeichnung verwendet.

Deutscher Orden 

Die Niederlage von 1237 des Schwertbrüderordens gegen Litauen führte zur Übernahme Lettlands durch den Deutschen Orden und der Angliederung Livlands an den Ordensstaat, wobei einige Landesteile in der Hand des Bischofs von Riga bzw. der Stadt Riga blieben. Mit der Unterwerfung der Stämme der Liven, Kuren und Semgaller durch den Deutschen Orden kamen deutsche Einwanderer nach Livland. Diese deutsche Oberschicht stellte jahrhundertelang das Stadtbürgertum und den Großgrundbesitz und somit auch die gesamte Intelligenz.

Hanse 

Im Mittelalter verbanden sich die livländischen Städte Riga usw. in der livländischen Konföderation mit der Hanse und waren wirtschaftlich durch die Ostseehandelsverbindungen nach Dänemark, Skandinavien und Russland geprägt.

Reformation 

In Folge der Reformation wurde der Ordensstaat ein Herzogtum; Livland wurde dabei lutherisch. Livland (als Teil des Ordensstaates) wurde nach Ende des livländisch-litauischen Krieges im Vertrag von Wilna (28. November 1561) aufgeteilt: Estnische Landesteile gingen an Schweden, einige kleinere Gebiete fielen an Dänemark oder kamen unter polnische Hoheit; Kurland wurde als Erbherzogtum vom letzten Deutschordensmeister Herzog Gotthard Kettler unter polnischer Oberherrschaft geführt, der restliche Teil kam zum vereinten Polen-Litauen. Riga kam nach kurzer Unabhängigkeit, ebenso wie einige der dänischen Besitzungen, ebenfalls zu Polen.

Schweden und Polen 

1629 eroberte Schweden Livland, Kurland blieb ein selbstständiges Herzogtum unter polnischer Oberhoheit. Auch der südöstlichste Teil Livlands um Dünaburg blieb polnisch. Der (Dritte) Nordische Krieg von 1700 bis 1721 brachte dann einen erneuten Herrschaftswechsel. Durch den Frieden von Nystad wurden Livland und Estland russische Provinzen. Durch die Dritte Polnische Teilung 1795 kam auch Kurland und Polnisch Livland (Lettgallen) zu Russland. Kurland und Livland bildeten gemeinsam mit Estland die Ostseegouvernements, die eine gewisse Sonderstellung hatten: sie waren von deutschen Oberschichten geprägt und protestantisch; die städtische Selbstverwaltung war stärker ausgeprägt.

Unabhängigkeitsbewegung 

Ein erwachendes Nationalgefühl der von Russland dominierten Letten führte zu Unabhängigkeitsbewegungen. Im Jahre 1917 wurden Gebiete im Baltikum umstrukturiert: Livland trat seinen estländischen Teil an Estland ab, bekam dafür aber im Süden Kurland angegliedert. Nach der deutschen Besatzung am Ende des Ersten Weltkrieges kam es zur Unabhängigkeitserklärung (18. November 1918) durch den Lettländischen Volksrat. Die Rote Armee konnte den Anspruch der Sowjetunion gegen das von Esten und Deutsch-Balten unterstützte Lettland nicht durchsetzen und musste sich aus dem Baltikum zurückziehen. Einem gescheiterten Putschversuch der deutsch-baltischen Minderheit folgt dann eine lettische Regierung, die am 11. August 1920 im Friedensvertrag von Riga auch die Anerkennung durch die Sowjetunion erreichte. Die in diesem Vertrag durch die Sprachgrenze bestimmte Grenzziehung spricht Lettland auch Lettgallen zu. Das damals über eine tolerante Minderheitsgesetzgebung verfügende Land erlebte eine wirtschaftliche wie kulturelle Blüte.

1934–45 

1934 endete diese Zeit durch einen Staatsstreich, nach dem Karlis Ulmanis autoritär regierte. Während der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg sah sich Lettland dann zunehmend unter Druck der Sowjetunion und Deutschlands. Am 5.10. 1939 zwingt die Sowjetunion Lettland ein Beistands- und Stützpunktabkommen auf. Am 31. 10. 1939 wurde ein Umsiedelungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Lettland unterzeichnet, von dem 48.600 Baltendeutsche betroffen waren. Die Aktion wird am 15. 12. 1939 für abgeschlossen erklärt. Lettland geriet im Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes in die Einflusssphäre der Sowjetunion und musste der Stationierung von Sowjettruppen zustimmen, welche Lettland am 17. Juni 1940 besetzte. 100.000 Letten wurden nach Sibirien deportiert. Eine prosowjetische Regierung ersuchte um Eingliederung in die Sowjetunion, ein Vorgang, der international als Annexion betrachtet und nicht anerkannt wurde. 1941 bis 1945 während des Zweiten Weltkriegs besetzte die deutsche Wehrmacht Lettland. Das Land trat als Generalbezirk Lettland im Rahmen des Reichskommissariats Ostland unter deutsche Zivilverwaltung, und zwar zum 25. Juli 1941 westlich der Düna (ohne Riga) und ab 1. September 1941 östlich davon. Damit begannen Vernichtungsaktionen der deutschen Besatzungsmacht und gegen Juden unter freiwilliger Beteiligung von lettischen SS-Männern, die zur fast völligen Vernichtung der Juden Lettlands führten. Auch die verbliebenen Reste der deutschen Minderheit wurden ausgesiedelt, die jahrhundertelang die Bildungsschicht des Landes gestellt hatte. Lettische Freiwillige, später Zwangsrekrutierte kämpften auf deutscher Seite. Im Herbst 1944 wurde das Land fast völlig von der Roten Armee zurückerobert. Daraufhin erfolgte eine erneute Verschleppung von Letten ins Innere der Sowjetunion. Bis 1953 wurden rund 120.000 Letten getötet, vor allem aus der Ober- und Mittelschicht, inhaftiert oder deportiert. Zehntausende entzogen sich diesem Schicksal durch Flucht in den Westen, v.a. nach Deutschland, Schweden, und später weiter in die USA und nach Australien. In diesen Ländern entstanden diverse Exilanten-Gemeinden.

Lettische SSR 

In der Nachkriegszeit wurde eine Lettische SSR errichtet, die vom Westen zwar nicht anerkannt, aber hingenommen wurde. In dieser Zeit versuchte die sowjetische Zentralregierung, die lettische Bevölkerung gezielt zur Minderheit in ihrem eigenen Land zu machen und siedelte Bürger aus anderen Regionen der UdSSR in Lettland an. Deshalb lebten 1989 nur noch 52 % Letten, aber 34 % Russen, 4,5 % Weißrussen, 3,5 % Ukrainer, 2,3 % Polen, 1,3 % Litauer im Lande. 1935 lebten 77 % Letten, 8,8 % Russen, ca. 5 % Juden, ca. 4 % Deutsche, 2,5 % Polen, 1,4 % Weißrussen und nur 0.1 % Ukrainer im Lande.

Erneute Unabhängigkeit 

Im Jahr 1990 erklärte Lettland seine Unabhängigkeit, die 1991 zusammen mit der Litauens und Estlands von der Sowjetunion anerkannt wird. Anfangs galt Lettland politisch und wirtschaftlich als instabil. Insbesondere die inzwischen restriktive Minderheitenpolitik wurde international wiederholt bemängelt. Im Laufe der 90er-Jahre wurde diese jedoch europäischen Normen angepasst und die Wirtschaft erlebte einen Aufschwung.

Am 20. September 2003 stimmten in einem Referendum 67 % der Letten für den Beitritt ihres Landes am 1. Mai 2004 zur EU, 32 % stimmten dagegen und 0,7 % enthielten sich, bei einer Wahlbeteiligung von 72,5 %. Am 29. März 2004 wurde Lettland auch Mitglied der NATO.

Politik

Lettland ist nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen zum 1. Mai 2004 mit neun weiteren ost-, mittel-, nordost- und südosteuropäischen Staaten in die Europäische Union aufgenommen worden. In einem Referendum am 20. September 2003 stimmte die wahlberechtigte lettische Bevölkerung diesem Vorhaben mit knapp 67 % zu. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Lettland Mitglied der NATO.

Bevölkerung

Im Jahre 2001 betrug die Bevölkerung 2.385.231 Menschen. Davon waren 57,6 % Letten, 29,6 % Russen, 4,1 % Weißrussen, 2,7 % Ukrainer, 2,5 % Polen, 1,4 % Litauer und 2,1 % übrige (darunter Esten, Deutsche und wenige Liven). Lettlands Bevölkerung nach ethnischer Herkunft 1935–1989 in Tausend

Wirtschaft

Wichtigster Industriezweig ist hier vor allem der Maschinen- und Fahrzeugbau. Bedeutung hat außerdem die Hochseefischerei, Möbelherstellung und Textilindustrie. Wichtigste Wirtschaftspartner sind die nordeuropäischen Länder. Von wachsender Bedeutung ist der Tourismus vor allem an der Ostsee.

Tourismus in Lettland 

Lettland ist das mittlere baltische Land. Seine Hauptstadt Riga ist die größte Metropole des Baltikums mit etwa 800.000 Einwohnern und hat definitiv das größte und vielseitigste gastronomische Angebot und das aufregendste Nachtleben. Riga ist berühmt für seine Jugendstilarchitektur in der Neustadt, seine breiten Boulevards und sein kosmopolitisches Flair. Das rege Treiben in den Straßen der Neustadt erinnert am ehesten an eine deutsche Großstadt. Hinzu kommt die hanseatisch geprägte Altstadt mit Schwarzhäupterhaus, dem Rigaer Dom und die Petrikirche. Das lettische Landesinnere erinnert landschaftlich stark an Skandinavien, ist aber preisgünstiger. An der langen lettischen Küste liegen Hafenstädte wie Liepaja oder Badeorte wie Jurmala. Im Landesinneren findet man schöne kleine Landstädte wie z. B. Cesis, oft mit mittelalterlicher Innenstadt. Östlich von Riga, um Cesis und Sigulda liegt der landschaftlich schöne Gauja-Nationalpark.

Kleidung und Reisegepäck

Verkehr

Das Verkehrsnetz ist gut ausgebaut. Zentrum des Verkehrsnetzes ist die Hauptstadt Riga.

Eisenbahn 

Die Eisenbahn hat in den letzten zehn Jahren einen massiven Rückgang im Personenverkehr hinnehmen müssen. Größte Bahngesellschaft ist die LDZ (Latvijas Dzelzceli). Von großer Bedeutung ist aber nach wie vor der Schienengüterverkehr zu den Häfen, der S-Bahn-ähnliche Vorortverkehr mit Elektrotriebzügen im Großraum Riga, der Personenfernverkehr von Riga nach Daugavpils sowie von Riga nach Vilnius, Kaunas, Minsk, Moskau und Sankt Petersburg.

Flugverkehr

Größter Flughafen ist derjenige von Riga. Hier ist der Sitz der wichtigsten Fluggesellschaft Baltic International mit Verbindungen nach Skandinavien und Mitteleuropa sowie ins übrige Baltikum.

Straße 

Lettland besitzt ein von Riga sternförmig ausgehendes Fernstraßennetz, das in Hauptstadtnähe autobahnähnlich ausgebaut ist. Von Bedeutung ist die Via Baltica, welche Lettland von Nord nach Süd über Riga durchquert.

Schifffahrt 

Neben Straße und Eisenbahn spielt die Schifffahrt auf der Ostsee eine große Rolle. Hochseehäfen befinden sich in Riga, Ventspils und Liepaja. Es verkehren viele Fähren über die Ostsee nach Skandinavien und nach Deutschland. Daneben wird Binnenschifffahrt auf der Düna betrieben.

Wichtigsten Städte

Riga, Daugavpils (Dünaburg), Liepàja (Libau), Ventspils (Windau), Jelgava (Mitau)

Kultur

Lettland wird kulturell vor allem nordeuropäisch beeinflusst. Die Altstädte weisen die typischen im Raum der Hanse verbreiteten Elemente auf. Auch die aktuelle lettische Kultur besitzt vielfache Beziehungen zum schwedischen und finnischen, vor allem aber zum norddeutschen Kulturraum. Neben der lettischen Mehrheitsbevölkerung (55,8 %) gibt es eine starke russische Minderheit (32,3 %), und kleine Gruppen wie die Weißrussen (3,9 %), Ukrainer (3,5 %), Polen (2,2 %) und Litauer (1,3 %) (FAZ vom 28. April 2004). Dazu kommt die Minderheit der ca. 1500 Liven, vor allem in Riga und einigen Küstendörfern (siehe auch Livische Sprache, Livland). Insbesondere die russische Minderheit ist immer wieder Gegenstand von Konflikten, da sich deren Angehörige bisher in weiten Teilen nicht dem Einbürgerungsverfahren stellen wollten, das unter anderem einen Sprachtest umfasst. Dadurch sind sie keine lettischen Staatsbürger und haben somit kein Wahlrecht und können auch keine Beamtenlaufbahnen einschlagen.

Lettland ist besonders bekannt für seine Volksmusik-Kultur. Von den typischen Dainas – meist vierzeiligen, nicht gereimten Lieder zu allen nur erdenklichen Themen von der Mythologie bis zu den Niederungen des Alltags – sind inzwischen über eine Million gesammelt worden, was im Verhältnis zur Bevölkerungszahl Weltspitze sein dürfte. Die Niederschrift dieser bis dahin mündlichen Überlieferung wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Krišjanis Barons begonnen; sein eigens dafür gefertigter Daina-Schrank gilt heute als eine Art Nationalheiligtum. In Riga (während der Sowjetzeit an verschiedenen Orten im Ausland) findet alle fünf Jahre ein großes Sängerfest statt, an dem mehrere tausend lettische, exillettische und internationale Chöre teilnehmen. Wie bei den meisten sehr kleinen Völkern findet sich auch bei den Letten ein sehr ausgeprägter Patriotismus. Wie auch in Estland war die Stadtkultur und der Großgrundbesitz deutschsprachig – und damit auch für Jahrhunderte die Intelligenz des Landes. Während des Zweiten Weltkrieges wurde diese Minderheit nach einem Abkommen zwischen Hitlerdeutschland und dem schon unter sowjetischer Kontrolle stehenden Lettland ausgesiedelt. Ebenso wenig ist die kulturell bedeutende jüdisch-jiddische Minderheit im öffentlichen Leben mehr existent (siehe auch unter Jiddische Sprache).

Religion

Die Religion ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch, außer im mehrheitlich katholischen Lettgallen; die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist jedoch heute extrem gering, vermutlich eine der niedrigsten in Europa. Die lettische lutherische Kirche ist sehr konservativ und lehnt Frauen als Pfarrer ab. Damit begibt sie sich in eine gegensätzliche Position zu der lettischen Exil-Kirche zum Beispiel in Schweden. In der Folklore spielen auch die Vorstellungen und Lieder der altlettischen Religion noch eine große Rolle.