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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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Kanada

 

Überwiegend bewölkt

-2°C

Ottawa

Überwiegend bewölkt

Feuchtigkeit: 91%

Wind: 17.70 km/h

  • 21 Nov 2017

    Überwiegend bewölkt 9°C -2°C

  • 22 Nov 2017

    Rain And Snow 3°C -4°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Canada

Fläche: 9.984.670 km²

Einwohnerzahl: 34.132.000 (2010)

Größte Städte: Toronto – 5,11 Mio., Montreal – 3,64 Mio., Vancouver – 2,11 Mio., Ottawa-Galineau – 1,12 Mio., Calgary – 1,08 Mio., Edmonton – 1,03 Mio., Quebec – 715.515, Winnipeg – 694.668 Einwohner (2006)

Offizielle Landessprachen: Englisch, Französisch

Bevölkerungsgruppen: Europäer 86,4 %, Mestizen 6,5 %, Indianer 3,4 %, Araber 3,3 %, Andere 0,4 % (2000).

Religion: Christen 77,1 %, Muslime 2,0 %, Juden 1,1 %, Hindu 1,0 %, Buddhisten 1,0 %, Sikh 0,9 %, Nichtreligiöse 16,5 %, Andere 0,4 % (2001).

Lebenserwartung: Männer – 78,3; Frauen – 83,0 (2005–2007).

Auskunft

In Deutschland und Österreich

CanadianTourism Program

Postfach 20 02 47

D-63469 Maintal

Tel.: 01805 5262 32

Fax: 06181 497558,

aus Österreich 0049 6181 / 45178, Fax: 497558

Hier erhält man auch allgemeine Broschüren, eine Liste der Kanada-Reiseveranstalter und Informationsmaterial zu einzelnen Provinzen.

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In der Schweiz

Canadian Tourism Commission

Mo.–Fr. 10.00–12.00 und 14.00–16.00 Uhr, Tel.: 062 3964151, Fax: 3880819, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In Kanada findet man in jeder Stadt Info Centres.

Besonderheiten

Umgangsformen

Wenn sich Leute zum ersten Mal treffen, gibt man sich die Hand. Ansonsten genügt ein Wink mit der Hand oder ein kurzes Nicken mit dem Kopf, um Hello zu sagen. In den französischsprachigen Regionen begrüßt man sich, indem sich gute Bekannte umarmen und Wangenküsse austauschen. Die Menschen begrüßen sich hier mit Bonjour anstatt Hello. Im Allgemeinen gilt es als höflich, Besuche anzukündigen. Bei Einladungen zum Abendessen bringen die Gäste oft ein kleines Geschenk mit, wie z. B. Blumen oder eine Flasche Wein.

Weltkulturerbe

Historischer Nationalpark (Wikinger-Siedlung) „L'Anse aux Meadows“; Nationalpark Nahanni; Dinosaurier-Provinzpark; Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias (mit amerikanischen Teil) und Provinzpark Tatshenshini-Alsek; Anthony-Insel; Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons („Head Smashed-in Bison Jump“; Nationalpark Wood Buffalo; National- und Provenzialparks in den kanadischen Rocky Mountains; Historischer Bereich von Quebec; Nationalpark Gros Morne; Altstadt von Lunenburg; Friedenspark Waterton Naturpark und Glacier Naturpark (USA); Paläntologischer Park auf Miguasha

Steuern

In ganz Kanada besteht eine Mietwagensteuer (GST) in Höhe von 7 %. Hinzu kommen regionale Steuern in Höhe von 12 %. Die ausgeschriebenen Preise enthalten noch nicht den Steuerzusatz. Dieser wird erst beim Bezahlen hinzugerechnet. Beachten Sie dies besonders auf Speisekarten. Ein ausländischer Tourist kann sich die GST erstatten lassen. Informationen bekommen Sie an den Flughäfen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Mo.–Fr. 9.00–12.00 Uhr, 1 Waverley St., Ottawa, Ontario K2P 0T8, Tel.: 613 232 1101, Fax: 594 9330.

Österreichische Botschaft

Mo.–Fr. 9.00–13.00 Uhr, 445 Wilbrod St., Ottawa, ON K1N 6M7, Tel.: 613 789 1444, Fax: 789 3431.

Schweizer Botschaft

Mo.–Fr. 9.00–12.00 Uhr, 5 Marlborough Av., Ottawa, ON K1N 8E6, Tel.: 613 235 1837, Fax: 563 1394.

Bei Passverlust und in Notfällen können Sie sich auch an die Generalkonsulate in Montréal, Toronto oder Vancouver wenden.

Einreise und Ausreise

Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen einen gültigen Reisepass. Ein Visum ist zu Besuchs-, Urlaubs- oder geschäftlichen Zwecken nicht notwendig. Erkundigen Sie sich in Ihrem Reisebüro nach der verlangten Gültigkeitsdauer. Kanada fordert, dass der Pass bis zur Ausreise ins Heimatland gültig sein muss. Viele Fluggesellschaften erwarten jedoch eine längere Gültigkeitsdauer. Für den Aufenthalt in Kanada müssen Sie ausreichende Geldmittel verfügen und die Rückreise ins Heimatland muss durch ein Rückflugticket o.ä. gewährleistet sein.

Einreise mit dem PKW

Mit Fahrzeugen und Wohnwagenanhängern für die Dauer von maximal 12 Monaten ist die Einreise denkbar einfach. Im Ankunftshafen erhalten Sie die erforderlichen Einfuhrgenehmigungen. Allerdings muss man häufig eine Zollhinterlegung von etwa 100–500 kanadische Dollar bezahlen. Über die Modalitäten der Rückerstattung sollten Sie sich sofort erkundigen. Fahrzeuge aus Übersee müssen laut der kanadischen Seuchenschutzbestimmungen vor der Verschiffung, noch im Heimatland, mit einem Dampfstrahlgebläse oder mit Wasserhochdruck gründlich gereinigt werden. Die Reedereien können meist eine Werkstatt nachweisen, die jene Reinigung durchführt und die verlangte Bescheinung darüber ausstellt. Bei Einreise mit eigenem Wagen oder Camper sollten Sie bei einer internationalen Spedition fachmännischen Rat einholen. Außerdem sollten Sie abklären, ob Ihr Fahrzeug für die kanadischen Strom-, Wasser- und Gasanschlüsse kompatibel sind.

Die für Kanada erforderlichen Versicherungen bekommen Sie bei: American International Underwriters (AIU) Oberlindau 76–78 D-60323 Frankfurt am Main, Germany Tel.: (069) 971 13 200 Fax: (069) 971 13 290 Internet: http://aiu.aig.com/

Jedes Fahrzeug, das für Urlaubszwecke eingeführt wurde, muss auch wieder mit ausgeführt werden. Bei Verkauf oder Verbleib des Fahrzeugs in Kanada, müssen Sie bestimmte Auflagen des kanadischen Zolls erfüllen.

Detaillierte Informationen hierüber erhalten Sie von: Canada Customs 2, avenue de Tervuren 1040 Brüssel, Belgien Tel.: (Belgien): 00322-7410670 Internet: http://www.dfait-maeci.gc.ca/eu-mission/

In Kanada ist es einem kanadischen Staatsbürger nur dann gestattet ein vorübergehend eingeführtes Fahrzeug zu benutzen, wenn der Eigentümer des Fahrzeuges ihn begleitet oder wenn man sich die Führung des Fahrzeugs teilt. Wenn man sich ein Fahrzeug bei Freunden aus den USA leiht, muss man einen Brief des Besitzers bei sich führen, der bescheinigt, dass Sie berechtigt sind das Fahrzeug zu führen.

Revenue Canada hält Broschüre unter dem Titel „Importing a Motor Vehicle into Canada / L'importation d'un véhicule automobile au Canada“ bereit, die Sie unter folgender Adresse angefordern können: Revenue Canada Customs and Trade Administration Branch 555 MacKenzie Avenue, Ottawa ON, Canada K1A 0L5 Fax: (613) 952 1698

Familienstruktur

Die Scheidungsrate in Kanada liegt bei 43 Prozent. Es ist üblich, dass beide Eltern berufstätig sind. In kleineren Städten und ländlichen Gebieten besitzen viele Kanadier (62 Prozent) ein eigenes Haus.

Flora & Fauna

Die nördliche Baumgrenze verläuft von der Ostküste Labradors über die Ungava-Halbinsel Richtung Süden entlang des Ostufers der Hudsonbai und setzt sich anschließend schlangenlinienförmig Richtung Nordwesten zum Unterlauf des Mackenzie und weiter nach Alaska fort. Nördlich der Baumgrenze gibt es kaum oder gar keinen fruchtbaren Boden. Daher ist der Großteil dieser Landfläche auch als Tundra (Barren Grounds) bekannt. Die Vegetation der vom Nordpol am weitesten entfernten Tundragebiete besteht aus niedrigem Buschwerk, Gräsern und Riedgras. Die nördlichsten Gebiete sind noch nicht einmal zu einem Zehntel mit den für die Polarwüste typischen Moosen bedeckt. Südlich der Baumgrenze, über den gesamten Norden Kanadas von Alaska bis Neufundland, schließt sich eines der größten Nadelwaldgebiete der Welt an. Im Osten, von den Großen Seen bis zu den Küsten, wachsen hauptsächlich Mischwälder mit Zuckerahornbäumen, Buchen, Birken, Kiefern und Hemlocktannen. Die Tiefebenen im äußersten Süden sind jedoch mit reinen Laubwäldern bedeckt: hier gedeihen neben Hickorybäumen, Eichen und Ulmen Kastanien, Ahorn- und Walnussbäume. In den westlichen Berggebieten sind die gemeine Fichte, Douglasfichte und Lodgepole-Kiefer am weitesten verbreitet, in Hochebenen wachsen außerdem Zitterpappel und Gelbkiefer. An der niederschlagsreichen Pazifikküste gibt es äußerst eindrucksvolle Wälder mit dichten, turmhohen Douglasfichten, westlichen Rot-Zedern und Hemlocktannen. Das Prärieland ist zu trocken, um mehr als vereinzelte Baumgruppen hervorzubringen. Vom ursprünglich weiten, hügeligen Grasland ist heute nur noch wenig übrig. Die fruchtbare schwarze Erde wurde umgepflügt und in den heute berühmten Weizengürtel Kanadas umgewandelt. 

Die arktischen Gewässer bieten Nahrung für Wale, Walrosse, Seehunde und für den halbaquatilen Polarbären. In der Tundra gibt es Moschusochsen, Karibus, Wölfe, Polarfüchse und Lemminge; auch viele Zugvögel verbringen hier den Sommer, darunter Alke, Enten, Möwen, Seeschwalben und andere Seevögel. Die Wälder im Norden sind ein idealer Lebensraum für Karibus und Elche, Luchse, Schwarz – und Braunbären, Biber, Marder, Bisamratten, Nerze sind auch heute noch weitgehend Grundlage des Pelzhandels. Weiter im Süden findet man viele Wapitis, während es in dichter besiedelten Landstrichen vor allem kleinere Säugetiere, wie graue und rote Eich-, Backenhörnchen, Wiesel und Otter gibt. Zur artenreichen und gesangsstarken Vogelwelt zählen der Cardinal, der Waldsänger, der Baltimore-Pirol und die Spott-Drossel. In den Präriegebieten leben kleinere Tiere, wie Präriehasen, Taschenratten und das spitzschwänzige Raufußhuhn sowie die letzten Bisons und Pronghornantilopen. In den westlichen Bergen gibt es sehr gut angepasste Tierarten wie das Bighorn-Schaf und die Bergziege.

Fotografieren

Fotografieren Sie nach Lust und Laune.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geld

Die offizielle Währung ist der kanadische Dollar, der in 100 Cent unterteilt ist. Banknoten sind mit folgenden Werten sind im Umlauf: 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Dollar. Viele Geschäfte nehmen allerdings nur Banknoten bis 50 $ an. Münzen haben eigene Namen und sind mit folgenden Werten im Umlauf: 1 Cent (Cent), 5 Cent (Nickel), 10 Cent (Dime) 25 Cent (Quarter), 1 $ und 2 $. Da europäische Währungen meist gar nicht oder nur mit Schwierigkeiten umgetauscht werden können, ist es für europäische Touristen empfehlenswert Travellerschecks mitzunehmen, die auf kanadische Dollar ausgestellt sind. Diese können Sie problemlos überall einlösen. Eurocheques werden hingegen nicht akzeptiert. Mit bekannten Kreditkarten wie z. B. „Visa“, „Eurocard/Mastercard“, „American Express“ und „Diner’s Club“ werden Sie keine Probleme haben zu zahlen. Banken haben meist von 10.00–15.00 Uhr geöffnet.

Geografie

Kanada lässt sich in mehrere geografische Gebiete einteilen, von denen der so genannte Kanadische Schild der Größte ist und fast die Hälfte des Landes bedeckt. Die geologischen Formationen und Gebirge dieses kesselförmigen Gebiets, in dessen Mitte die Hudson-Bai liegt, entstanden vor langer Zeit durch tektonische Bewegungen. Der kanadische Schild reicht vom St.-Lorenz-Golf im Osten bis zu den Ebenen des Großen Bären- und des Großen Sklavensees im Nordwesten. Südöstlich des kanadischen Schilds liegt die Tiefebene der Großen Seen und des St.-Lorenz-Stromes, die sich über den Süden der Provinz Ontario und den Südwesten der Provinz Quebec erstreckt. Dieses sehr viel kleinere Gebiet ist der am dichtesten bevölkerte Teil Kanadas. Rund um die sanft auslaufenden Hügel der Bruce-Halbinsel liegen der Huronsee und die Georgianbai, der Eriesee und der Ontariosee. Durch das Hügelland verläuft die Niagara-Schichtstufe, über die die Niagarafälle in die Tiefe stürzen. Die Ebene von Ontario bis zum Nordosten der Schichtstufe ist eine alte, mit vielen Moränen durchzogene Gletscherebene. Weiter im Nordosten liegt die Talebene von Ottawa und des südlichen Quebecs. Östlich von Quebec befindet sich die Apalachenregion Kanadas, zu der die Provinzen am Atlantik, New Brunswick, die Prinz-Eduard-Insel, Neuschottland und die Insel Neufundland gehören. Die einst durch tektonische Bewegungen aufgefalteten, stark zerklüfteten Berge sind durch Wettereinflüsse und Gletscher stark verwittert. Zu den höchsten Bergketten gehören die Notre-Dame-Berge im Nordosten von Quebec und die Long-Range-Bergkette auf Neufundland. Südwestlich des Schilds und der Hudsonbai befindet sich die Große Ebene – ein riesiges, dreieckiges, etwa ein Fünftel der Landesfläche bedeckendes Flachlandgebiet. Die Manitoba-Ebene ist von einer Seenkette umgeben. Viele Seen sind Überreste eines gewaltigen Sees, der während der letzten Eiszeit das gesamte Gebiet bedeckte und eine tiefe Sedimentschicht hinterließ, die heulte ausgezeichnetes Ackerland ist. 

Im Westen erhebt sich das Land über die zerklüftete Kante der Manitoba-Schichtstufe, hinter der sich die hügelige Hochebene von Saskatchewan anschließt. Hier hat die reißende Schmelzwasserflut der Eiszeitgletscher weite Flusstäler mit steilen Ufern in der Landschaft gegraben. Weiter westlich hinterließen Gletscher die raue, verwitterte Hochebene der Provinz Alberta. Im Westen der Großen Ebene liegen die Kanadischen Kordilleren, die bis an die Pazifikküste Kanadas reichen. Von Alaska über das Gebiet des Yukon erstreckt sich eine etwa 800 km breite große Gebirgskette. Das Küstengebirge bildet den westlichsten Kamm der Kordilleren. Dahinter zieht sich im Norden der Ostkamm mit der Mackenzie-Gebirgskette und den Rocky Mountains. Die Gipfel de relativ jungen Gebirges sind teilweise über 2000 m hoch. Im Norden Kanadas, parallel zur Westküste, liegt die noch höhere Gebirgskette der St.-Elias-Berge, zu denen der höchste Berggipfel Kanadas, der fast 6.000 m hohe Mount Logan, gehört. Das südwärts verlaufende Küstengebirge wird von tiefen Fjorden oder Meeresbuchten durchbrochen. Die Vancouverinsel und die Königin-Charlotte-Inseln sind die Gipfel eines weiteren, parallel verlaufenden Gebirgszuges, der jedoch unter dem Meeresspiegel liegt. Im Norden reicht der Kanadische Schild bis in die Arktis. Im Nordwesten grenzt das weit weitläufige Archipel der arktischen Inseln an das ewige Eis des Nordpolarmeeres. Während das Meer das ganze Jahr über von einer mindestens 3 m dicken Eisschicht bedeckt ist, sind die Landgebiete zur Hälfte eisfrei. Die im Nordwesten eher flachen Inseln werden in Richtung der Ellesmereinsel im Nordosten und der Baffininsel im Osten immer höher und bergiger. Die kahlen, felsigen Inseln sind auch fast das ganze Jahr über mit Schnee und Eis bedeckt. Große Gletschergebiete umgeben die Berggipfel.

Geschichte

Im Jahre 1497 erkundete John Cabot Kanadas atlantische Küste für die britische Admiralität. 1534 jedoch reklamierte Jaques Cartier das neu entdeckte Land für Frankreich. 1604 siedelten die ersten Franzosen an der Ostküste und nannten das Land Acadia. Ab 1627 betrieb eine „Neufrankreich-Gesellschaft“ die weitere Erschließung des Landes. Das führte zum Dauerkonflikt mit England. Im Wettlauf um Territorien übernahm die französische Krone 1663 die Verwaltung von „Neufrankreich“. Im Gegenzug reklamierte England Neufundland für sich und gründete 1670 die handelsmonopolitische „Hudson's Bay Company“; sie beanspruchte alle Gebiete, deren Gewässer in die Hudson Bay mündeten. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts kämpften England und Frankreich auf kanadischem Boden gegeneinander. Die Franzosen mussten 1713 Acadia räumen und nach der Eroberung Quebecs durch die Engländer ganz Kanadaräumen. 

England sicherte den Franzosen Religionsfreiheit und Tolerierung der französischen Sprache zu. Um Begehrlichkeiten der Vereinigten Staaten zu wehren, wurde 1818 der 49. Breitengrad – mit nur geringen Abweichungen – als Grenze zu den USA festgelegt. 1867 wurde eine Konföderation „Dominion of Canada“ der bisherigen Provinzen geschlossen und die Aufnahme weiterer Provinzen vorgesehen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann der wirtschaftliche Aufschwung. 1885 wurde die transkontinentale Eisenbahn vollendet. Der Abbau der reichen Rohstoffvorkommen begann. In diese Zeit fällt der Goldrausch von Klondike. Im Ersten Weltkrieg kämpften kanadische Truppen auf alliierter Seite. Kanada bekam dafür einen Platz am Versailler Tisch der Sieger. Erst 1931 gewährte Großbritannien mit dem „Statut von Westminster“ der einstigen Kolonie Unabhängigkeit. Doch die britische Krone blieb weiter Souverän des Landes, repräsentiert durch einen Generalgouverneur. Kanada spielte auch im 2. Weltkrieg auf alliierter Seite eine wichtige Rolle und gehörte danach zu den Gründungsmitgliedern der NATO. Seit den 60er-Jahren kämpft die Nation mit inneren Schwierigkeiten. Zwar erhielt die französischsprachige Minderheit bereits 1969 Sonderrechte , dennoch verlangt sie immer wieder die Unabhängigkeit Quebecs oder zumindest einen Sonderstatus. In Referenden in den 90er-Jahren wurde dies zweimal nur sehr knapp abgelehnt. 

Seit 1982 ist Kanada durch ein „Verfassungsgesetz“ staatsrechtlich von Großbritannien unabhängig. 1988 wurde mit den USA eine Freihandelszone vereinbart und 1994 unter Einschluss Mexikos zur NAFTA erweitert. Die Beziehungen zu den USA sind durch einen jahrelangen „Lachskrieg“ um Fangquoten an der Atlantikküste belastet. Ein Schatten fiel auf die bei UNO-Einsätzen engagierten und bewährten kanadischen Streitkräfte, seit Übergriffe, Folterungen und Tötungen durch Soldaten eines 1993 und 1993 in Somalia stationierten kanadischen Luftlanderegiment bekannt wurden, welches inzwischen aufgelöst wurde.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung ist sehr gut, jedoch teuer. Ratschlag: Schließen Sie unbedingt eine Auslandskrankenversicherung ab! Medikamente gibt es in pharmacy und drugstore.

Internet

Botschaft von Kanada in Berlin

Kleidung und Reisegepäck

Denken Sie daran, immer warme Sachen mitzunehmen.

Alles für die Reise

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Küche

Es gibt zahlreiche Spezialitäten, die je nach Region sehr unterschiedlich sein können. In den Provinzen an der Atlantikküste gibt große Vielfalt an Meeresfrüchten und Fisch. Und während Price Edward Island bekannt für seine Kartoffelgerichte ist, weist die Küche in Quebec starke französische Einflüsse auf. Dicke Erbsen- und Kohlsuppen, Cipate (Rindfleischpastete) und Tourtière (Hackfleischpastete aus Schweinefleisch) kann man als lokale Spezialitäten bezeichnen. In Quebec wird ein Ahornsirup hergestellt, der oft zur Verfeinerung von Desserts verwendet wird. Die Hauptmahlzeit nimmt man in Kanada normalerweise am Abend ein, in ländlichen Regionen eher am Mittag.

Kultur

Die kanadische Kultur wurde von Frankreich, Großbritannien und schließlich auch von den USA geprägt. Besonders in der Literatur und Architektur wird die aus der Geschichte resultierende Spaltung in einem frankokanadischen und einem anglokanadischen Kulturkreis deutlich.

Netzspannung

In Kanada gibt es Wechselstrom 110 V, 60 Hz (Europa: 220 V, 50 Hz). Für die Steckdosen benötigen Sie daher einen Zwischenstecker („Amerika-Stecker“) und für nicht auf 110 V umschaltbare Elektrogeräte, wie Rasierapparat, Föhn oder Bügeleisen, einen (oft gewichtigen) Transformator von Ihrem Elektrofachgeschäft.

Notruf

Sollte während Ihres Aufenthaltes in Kanada ein Notfall eintreten, so wenden Sie sich bitte unverzüglich an die nächstgelegene deutsche Vertretung, deren Adresse Sie im Telefonbuch finden können. Auch die örtliche kanadische Polizei hilft Ihnen gerne weiter.

911 oder Operator: 0

Öffnungszeiten

Läden sind überwiegend Mo. bis Sa. von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet, die großen Shoppingmalls der Städte von 10.00 bis 21.00 und So von 12.00 bis 17.00 Uhr. Lebensmittelsupermärkte sind meist auch abends und an den Wochenenden geöffnet, in Großstädten sogar rund um die Uhr. Viele Museen bleiben montags geschlossen.

Post

Postämter haben Mo.–Fr. 9.00–18.00 und Sa. 8.00–12.00 Uhr geöffnet. Porto für Lustpostbriefe oder -postkarten nach Europa: 95 r. Aus den Großstädten ist eine Karte fünf Tage unterwegs, aus dem Hinterland drei bis vier Tage länger.

Reiseführer und Reiseberichte

Besonders beliebt bei den Touristen Kanadas sind Campingausflüge mit dem Wohnmobil. Viele wollen der Natur so nah sein, wie möglich und Kanada bietet dazu ausreichend Gelegenheit. Äußerst eindrucksvoll sind die Wanderungen der Lachse zu ihren Laichplätzen im Süßwasser. Ein ausführliches Routenhandbuch für Westkanada sowie weitere Informationen zum Wohnmobilurlaub finden sich bei www.sktouristik.de

 

 

Reisezeit

In Kanada herrscht außer an den unmittelbaren Küstenregionen ein ausgeprägtes Kontinentalklima, das sich in kalten, schneesicheren Wintern und trockenen, oft sehr heißen Sommern äußert. Die Hochsaison ist von Juni bis August. In Ostkanada ist es besonders im September mit den leuchtenden Herbstfarben des Indian Summer sehr schön. Die Monate Januar bis März sind ideal fürs Skifahren in den Rockies.

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sport

Im Sommer bietet Kanada ein große Vielfalt an Sportmöglichkeiten. Neben Wassersport wie Schwimmen, Segeln, Rudern und Windsurfen, sind auch Leichtathletik, Fußball, Tennis, Feldhockey, Rugby, Golf und viele andere Sportarten sehr beliebt.

Schwimmen ist in Kanada eine sehr beliebte Sportart und zählt weiterhin zu den Paradesportarten der Kanadier. Bei internationalen Wettkämpfen zeigten kanadische Spitzensportler in dieser Disziplin hervorragende Leistungen. Seit den Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm gingen mehr als 50 olympische Medaillen an kanadische Schwimmer, die zahlreiche Weltrekorde aufstellt.

Die Beliebtheit von Rudern ist in letzter Zeit in Kanada stark gestiegen. Auch in dieser Sportart können internationale Erfolge verzeichnet werden. Fußball (in Nordamerika ‚Soccer’ genannt) ist die weltweit beliebteste Mannschaftssportart und hat sich auch in Kanada eingebürgert. Es gibt eine kanadische Profi-Liga.

American Football, Profi-Baseball und Eishockey locken in Kanada die meisten Zuschauer in die Stadien. Der Canadian Football League (CFL) gehören Mannschaften in Calgary, Edmonton, Hamilton, Montréal, Regina, Toronto, Vancouver und Winnipeg an. Jährlich findet ein Endspiel um den Grey Cup statt, in dem die beiden besten Mannschaften um die Meisterschaft kämpfen. Traditionsgemäß gehört es zu den Sportereignissen mit den größten Zuschauerzahlen. Auch die Oberligaspiele der führenden kanadischen Baseballmannschaften in Montreal und Toronto werden in jeder Saison vor Millionen von Zuschauern ausgetragen.

Jagen und Angeln

Um in Kanada auf Jagd gehen zu dürfen, ist ein örtlicher guide Pflicht. Auskunft erhalten Sie bei den Fremdenverkehrsämtern. Angeln können Sie in den zahllosen Seen und Flüssen ohne Probleme. Sie müssen sich nur eine erforderliche Lizenz besorgen, die in den einzelnen Provinzen vor Ort bei Ausrüstern, Lodges und Sportgeschäften erhältlich ist. Je nach Provinz kostet jene Lizenz für Besucher $ 20 40. In den National Parks ist für das Angeln eine Sonderlizenz erforderlich. Für Sportfischer ist Kanada ein wahres Paradies.

Wintersport

Für Wintersport herrschen in Kanada ideale Bedingungen. Es gibt viel Schnee und ausgezeichnete Wintersportzentren, in denen Alpinski und Langlauf betrieben werden kann. Auch ausgefallene Sportarten wie z. B. Icefishing, Snowshoeing, Hundeschlittenfahren und Heliskiing sind auch möglich.

Telefon

Vorwahl Deutschland: 01149, (Österreich 01143, Schweiz 01141), danach die Ortsvorwahl ohne 0 und die Nummer. Vorwahl Kanada: 001

Trinkgeld

Da Bedienungsgelder nicht im Preis mit inbegriffen sind, ist es üblich in Restaurants, Hotels etc. etwa 15 % Trinkgeld zu geben. Gepäckträger sollten Sie pro Koffer mit 1 $ vergüten.

Unterkünfte

Hotels

 In den großen Städten Kanadas sind alle großen Hotelketten vertreten. Es wird dringend empfohlen früh zu genug zu buchen. Es gibt noch eine Reihe anderer Übernachtungsalternativen, wie Gasthäuser, Pensionen, Unterkünfte auf Bauernhöfen und Lodges (Ferienhäuser oder –komplexe mit Selbstverpflegung). Wenn Sie Jagd- und Angeltrips planen, sollten Sie sich an einen Outfitter wenden, einen Führer (oft mit einer Lizenz des örtlichen Fremdenverkehrsamtes), der Ausrüstung, Transport und Unterkünfte organisieren kann. Informationen vom Fremdenverkehrsamt oder vom Kanadischen Hotelverband: Hotel Association of Canada, Suite 1206, 130 Albert Street, Ottawa, Ontario K1P 5G4. Tel.: (613) 237 71 49. Fax: (613) 237 89 28. (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Internet: www.hotels.ca).

Ein Hotelverzeichnis für ganz Kanada gibt es nicht, jedoch bringen viele Provinzen einen eigenen Hotelführer heraus.

 

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Jugendherbergen

Die Canadian Hostelling Association bieten Unterkünfte für $ 9 – 36 pro Nacht an. Herbergen in besonders schöner Lage finder man in den National Parks der Rockies (Reservierung nötig, www.hostellingintl.ca). Auch wenn nicht alle Jugendherbergen ganzjährig geöffnet sind, ist das Angebot an Youth Hostels gut. Genauere Informationen erhalten Sie (gebührenpflichtig!) bei nachfolgender Adresse: Deutsches Jugendherbergswerk e.V. Bismarckstraße 8 Postfach 1462 32704 Detmold Tel.: 05231-7401–14 Fax: 05231-7401-74.

Während es in kleineren Orten manchmal home hostels gibt, finden Rucksackreisende Heime von YMCA (für Männer) und YWCA (für Frauen).

Universitätsunterkünfte

Eine weitere Alternative bieten kanadische Hochschulen, die während der Semesterferien ihre Studentenwohnheime vermieten.

Diese einfachen Unterkünfte verfügen in der Regel über eine eigene Cafeteria und umfangreiche Freizeitanlagen. Letztere können gegen Entrichtung einer geringen Gebühr mitbenutzt werden

Camping

Wenn Sie mit dem Wohnmobil reisen, ist es allein aufgrund des deutschen Reiseverkehrsrechtes empfehlenswert, das Fahrzeug zusammen mit dem Transatlantikflug zu buchen.

Campingplätze werden Sie entlang der Fernstraßen und in nahezu allen National_ und Provinzparks vorfinden. Letztere sind meist staatliche Plätze und erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie in sehr schönen Landschaften liegen. Auf staatlichen Plätzen können keine Reservierungen vorgenommen werden. Daher ist es ratsam frühzeitig nach einem freien Stellplatz zu suchen. Wildcampen ist in Kanada verboten und ist nur in Ausnahmefällen mit Genehmigung des Grundstückeigners oder der örtlichen Behörden möglich. Ein Campingverzeichnis für ganz Kanada gibt es nicht. Informationen über private oder staatliche Campingplätze der Umgebung bekommen Sie bei der örtlichen Tourist-Information. Öffentliche Campingplätze sind besonders schön, da sie naturnah an Seen und in National Parks liegen. Allerdings sind die mit Feuerstelle, Holzbänken, Wasserpumpe und Plumpsklo eher einfach ausgestattet. Pro Nacht müssen Sie dort mit $ 5–20 rechnen. Private Campingplätze sind meist luxuriöser, mit heißen Duschen, Swimmingpool und Laden. Sie sind meist am Rand der Städte und außerhalb der Parks zu finden. Bei dieser Übernachtungsmöglichkeit liegen die Preise bei ca. $ 10–30. Sie sollten sich vor Bären in Acht nehmen: Verstauen Sie Lebensmittel nachts geruchsdicht im Auto. Beim Zelten in der Wildnis könnten Sie die Lebensmittel an einen Baum hängen, der mindestens vier Meter hoch sein sollte.

Verkehrsmittel

Auto

Weitgehend entsprechen die allgemeinen Verkehrsvorschriften Kanadas denen in Europa. Es wird auf der rechten Seite gefahren und die Verkehrszeichen sind leicht verständlich. Die Entfernungsangaben sind in km angegeben. Es bestehen Kooperationsbeträge zwischen den deutschen Automobilclubs und der Canada Automobile Association (CAA). Gegen Vorlage des Mitgliedsausweises kann ein Mitglied dieser Klubs alle Dienstleistungen der CAA in Anspruch nehmen. Der nationale Führerschein des Besuchers wird prinzipiell anerkannt, dennoch ist es empfehlenswert sich im Heimatort einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, der nur in Verbindung mit dem nationalen Dokument gültig ist. Wenn Sie planen ein Auto in Kanada zu mieten, ist es ratsam, das Fahrzeug bereits in Deutschland zu reservieren. Die Höchstgeschwindigkeiten belaufen sich auf Fernstraßen auf 80 oder 100 km/h und in Ortschaften auf 50 km/h. Die Verkehrsregeln gleichen den europäischen. Es gibt jedoch einige Besonderheiten: An roten Ampeln darf man (außer in Quebec) rechts abbiegen. Man darf auf mehrspurigen Straßen auch rechts überholen. Außerdem ist es verboten Schulbusse mit eingeschalteter Warnblinkanlage zu passieren, auch nicht aus der Gegenrichtung. Alle größeren Orte werden mit mehreren regionalen Buslinien (z. B. Voyageur) und Greyhound verbunden. Auskünfte (auch über die Netzkarte Canada Coach Pass) bei den Reisbüros.

Eisenbahn

Für den Personenverkehr ist die kanadische Eisenbahngesellschaft VIA-Rail zuständig. Der Generalagent für Deutschland nimmt gerne Ihre Buchung vor (wichtig: innerhalb Kanadas ist eine feste Sitzplatzreservierung vorgeschrieben!). Internet: http://www.viarail.ca/

Generalagent für Deutschland – VIA RAIL: CRD INTERNATIONAL Stadthausbrücke 1-3 20355 Hamburg Tel.: 040-300 616 0 Fax: 040-300 616 55 Internet: www.crd.de E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit Zug ist Kanada besonders schön auf der legendären Trans-Kanada-Route von Montreal nach Vancouver sowie mit dem Rocky Mountaineer von Calgary nach Vancouver zu durchreisen ( www.rkymtnrail.com). Die Bahngesellschaft VIA-Rail bietet einen Canrail-Pass für ihr gesamtes Netz. Sie sollten schon mehrere Monate vorab reservieren.

Für Deutschland und Österreich: CRD International, Stadthausbrücke 1–3, 20 355 Hamburg, Tel. 040 / 300 61 60, Fax 30 06 16 55, www.viarail.ca oder www.crd.de/viarail

 Vertretung für die Schweiz: Imholz / Western Tours, Birmensdorfer Str. 108, 8 036 Zürich, Mo.–Fr. 8.30–18, Sa. 9–12.00 Uhr, Tel. 01 / 455 44 17, Fax 455 44 70.

 Mietwagen

Der nationale Führerschein genügt um ein Auto in Kanada zu mieten. Die Person muss mindestens 21 bzw. 25 Jahre alt sein. Den Mietwagen sollten Sie schon einige Monate vor Reiseantritt im Reisebüro buchen, da dies meist billiger ist und vor allem Wohnmobile schon oft ausgebucht sind, wenn Sie sich erst vor Ort darum kümmern. Es ist empfehlenswert, das Fahrzeug wieder am Ausgangspunkt zurückzugeben, da Rückführgebühren oft sehr teuer sein können.

Taxis

In Städten werden Sie keine Probleme haben, ein Taxi zu finden. Auf dem Land kann dies schon mal anders aussehen.

Zeit

Sechs Zeitzonen spiegeln Kanadas gewaltige Dimensionen wider. An der Westküste ist bei der Pacific Standard Time der Unterschied zur MEZ mit – 9 Stunden am größten. In Alberta sind es noch – 8 Stunden, in den Prärieprovinzen – 7 Stunden. Ontario und Quebec liegen wie New York in der Eastern Standard Time (- 6 Stunden). In Nova Scotia sind es – 5 Stunden. Neufundland hat eine eigene Zone mit MEZ – 4,5 Stunden.

Vom ersten Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober gilt in ganz Kanada Sommerzeit (die Uhren werden eine Stunde vorgestellt).

Zoll

Neben Kleidung und Gegenständen für den persönlichen Gebrauch ist es Reisenden erlaubt bestimmte Mengen von Waren steuer- und zollfrei einführen. Bei der Einreise müssen diese deklariert werden. Beispielsweise können Geschenkartikel (außer Tabak, alkoholischen Getränken und Werbematerial) zollfrei nach Kanada eingeführt werden oder per Post geschickt werden, solange der Geschenkwert pro beschenkender Person 60 Can-$ nicht überschreitet. Somit ist die Anzahl der Geschenke nicht begrenzt. Für den Eigenbedarf kann der Reisende viele Dinge zollfrei einführen, wie Camping- und Sportartikel, Videokamaras, Radios, Angelgerät etc. Es empfiehlt sich eine Liste der mitgeführten Gegenstände anzufertigen und die Originalrechnung anzuheften, obwohl dies von den Behörden nicht ausdrücklich verlangt wird. Jedenfalls müssen diese Gegenstände bei der Einreise beim kanadischen Zoll deklariert werden und bei der Ausreise den Zollbehörden wieder vorgewiesen werden. Dem kanadischen Zoll steht es frei, eine Zollhinterlegung zu fordern. Auch die Höhe der Summe liegt im Ermessen des zuständigen Beamten und wird dem Reisenden Gast an seine Heimatadresse zurückerstattet, wenn er jene Gegenstände wieder aus Kanada exportiert hat.

Lebensmittel

Lebensmittel zum eigenen Verzehr dürfen unter bestimmten Voraussetzungen importiert werden, sofern die mitgeführten Mengen der Dauer und der Art des Aufenthaltes angemessen sind. Sie sollten so wenig wie möglich an Lebensmitteln mitnehmen, um unnötige Verzögerungen bei der Zollabfertigung zu vermeiden. Bei Fragen zur Einfuhr von bestimmten Lebensmitteln können Sie sich an folgende Adresse wenden: Canada Customs 2, avenue de Tervuren 1040 Brüssel; Belgien Tel.: 0032 27410670 Fax: 0032 27410694 Internet: http://www.dfait-maeci.gc.ca/eu-mission/

Medikamente

Bei Import von Medikamenten ist es ratsam, eine Bestätigung des Arztes über Zusammensetzung und Dringlichkeit der Arzneien mitzuführen. Jenes schreiben sollte in englischer oder französischer Sprache verfasst sein.

Tabak

Tabakwaren können nur von Personen eingeführt werden, die älter als 16 Jahre sind. Zollfrei sind bis zu 200 Zigaretten, 50 Zigarren und 1 kg Tabak.

Alkoholische Getränke

Zollfrei importieren können Reisende 1,1 l Spirituosen oder Wein, oder ca. 8 l Bier in Flaschen oder Dosen. Sie sind beim Zoll anzumelden. Zusätzlich zu den erwähnten Mengen können weitere 9 l alkoholische Getränke eingeführt werden (außer NWT). Voraussetzung dafür ist die Zahlung eines Einfuhrzolls und der Getränkesteuern sowie die Entrichtung einer Gebühr an die Provinzregierung des Einreiseortes. Nur volljährigen Personen ist es gestattet, Alkohol einzuführen. Die Volljährigkeit liegt in Kanada in der Regel bei 19 Jahren, Ausnahmen mit 18 Jahren bilden: Alberta, Manitoba, Prince Edward Island und Quebec.

Landwirtschaftliche Produkte

Fleisch und fleischhaltige Produkte dürfen nur nach Kanada eingeführt werden, wenn sie in Konservendosen eingemacht sind. Das Gesamtgewicht darf 10 kg nicht überschreiten. Tierprodukte und Fleisch unterliegen bei der Ankunft in Kanada einer strengen Überprüfung der Zollbehörde und das Landwirtschaftsministerium. Weitere Informationen können Sie anfordern bei: Agriculture & Agrifood Canada 59 Camelot Drive Nepean, Ontario, Canada K1A 0Y9 Tel.: (613) 952-8000 Fax: (613) 993-4334 Internet: http://www.agr.ca/ Einfuhr von

Pflanzen, Pflanzenzuchtmaterial, Obst und Gemüse

Die Einfuhr von Pflanzen, Pflanzenzuchtmaterial (z. B. Blumenzwiebeln, Knollen, Stecklingen, Baumsämlingen, Saatgut, etc.),Gemüse und frischem Obst unterliegt strengsten Kontrollen. Je nach Art der Rohstoffe und der Schädlingssituation im Herkunfts- und Bestimmungsland variieren die Bestimmungen. Prinzipiell ist die Einfuhr von Erde nach Kanada verboten. Einreisende bekommen Einzelheiten und die notwendigen Formulare von der Pflanzengesundheitsabteilung des kanadischen Landwirtschaftsministeriums oder vom Landeswirtschaftsministerium oder Pflanzenschutzamt oder Pflanzenschutzamt ihres Heimatlandes.