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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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USA

 

 

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1°C

New York City

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Feuchtigkeit: 59%

Wind: 11.27 km/h

  • 24 Nov 2017

    Sonnig9°C 1°C

  • 25 Nov 2017

    Teilweise bewölkt12°C 4°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: United States of America 

Fläche: 9.518.323 km² 

Einwohnerzahl: 286.067.000 (2001) 

Größte Städte (Ballungsgebiete): New York 7,3 Mio. (19,7 Mio.), Los Angeles 3,5 Mio. (15,0 Mio.), Chicago 2,8 Mio. (8,4 Mio.), Houston 1,7 Mio. (3,9 Mio.), Philadelphia 1,5 Mio. (5,9 Mio.), San Diego 1,1 Mio. (2,6 Mio.), Dallas 1,0 Mio. (4,2 Mio.), Phoenix 1,0 Mio. (2,3 Mio.), Detroit 1,0 Mio. (5,2 Mio.), San Francisco 0,7 Mio. (6,4 Mio.), Washington (Hauptstadt) 0,6 Mio. (6,9 Mio.), Boston 0,5 Mio. (5,4 Mio.) Einwohner. 

Offizielle Landessprache: Englisch. 

Bevölkerungsgruppen: (Non-Hispanic) Weiße 71,9 %, (Non-Hispanic) Schwarze 12,1 %, Hispanic 11,6 %, Asiaten 3,7 %, Indianer und Eskimos 0,7 % (2000). 

Religion: Christen 85,3 %, Juden 2,1 %, Muslime 1,9 %, Atheisten 8,7 %, Andere 2,0 % (1995). 

Lebenserwartung: weiße Männer – 74,8, andere Männer – 68,9, weiße Frauen – 79,9, andere Frauen 76,1 (1998).

Auskunft

Ein Fremdenverkehrsamt für die gesamten USA gibt es nicht, doch zahlreiche US-Bundesstaaten und – Großstädte unterhalten Info – Büros in Europa, die auf Anfrage Broschüren und anderes Material versenden. Per Post oder Telefon können Sie die Adressen anfordern bei: 

Visit USA Committee, Postfach 5825, 65048 Wiesbaden, Info-Tel.: 0190 780078.

Vor Ort helfen die staatlichen Tourism Offices, die Visitor Centers der größeren Städte und – in den kleinen Orten – die Chambers of Commerce weiter. Meist findet man an den Flughäfen und an den Staatsgrenzen entlang der Autobahnen gut ausgestattete Welcome Centers, die bei der Routenplanung und bei der Wahl der Unterkunft behilflich sind.

Besonderheiten

Umgangsformen

Männer wie Frauen begrüßen sich mit einem Lächeln und einem Handschlag. Gute Freunde und Familienmitglieder umarmen sich, wenn sie sich länger nicht gesehen haben. Es ist nicht außergewöhnlich, dass Amerikaner Fremde auf der Straße mit einem Hello oder Good morning begrüßen. Bei jungen Leuten sind verschieden Handschlagfolgen (z. B. das so genannte „high five”) sehr beliebt. Außer bei formellen Anlässen sprechen sich die Amerikaner normalerweise mit dem Vornamen an, oft sofort, wenn sie sich kennen lernen. Man drückt Respekt aus, wenn man jemanden mit dem Titel und dem Nachnamen anredet. Beim ersten Kennenlernen sagen die Amerikaner meist Nice to meet you oder How do you do?, ein einfaches Hello oder Hi ist auch oft zu hören und weniger formell. Regionale Begrüßungsformeln sind das Aloha auf Hawaii oder Howdy in einigen Gegenden an der Westküste. Freunde und Bekannte begrüßen sich mit How are you, die Antwort lautet dann Fine, thanks. Es ist durchaus üblich, sich im Gespräch spontan am Arm oder an der Schulter zu berühren. Ein „O” aus Daumen und Zeigefinger (die übrigen Finger sind ausgestreckt) bedeutet „OK”. Bei einem Gespräch ist es wichtig, dem Gesprächspartner regelmäßig in die Augen zu sehen, um glaubwürdig zu wirken. Besuche bei Freunden, der Familie und Bekannten sind für die Menschen sehr wichtig, dafür werden lange Auto-, Bus- und Zugfahrten oder sogar Flugreisen in Kauf genommen. Die Gäste sollen sich wohlfühlen und können sich setzen, wo sie möchten. Besucher müssen kein Geschenk mitbringen, viele überreichen aber trotzdem eine Flasche Wein oder Blumen.

Weltkulturerbe

Nationalpark Mesa Verde; Nationalpark Yellowstone; Nationalpark Everglades; Nationalpark Grand Canyon; Nationalparks Kluane, Wrangell-Saint-Elias (mit kanadischem Teil) und Provinzpark Tatshenshini-Alsek; Unabhängigkeitshalle in Philedelphia; Nationalpark Redwood; Nationalpark Mammuthöhlen; Nationalpark Olympic Mountains; Cahokia Mounds (vorgeschichtliche Siedlung); Nationalpark Great Smoky Mountains; Festung La Fortaleza und Altstadt von San Juan in Puerto Rico; Freiheitsstatue in New York City; Nationalpark Yosemite; Monticello und Universität von Virginia in Charlottesville; Historischer Nationalpark Chaco; Nationalpark „Vulkane von Hawaii“; Pueblo (Indianerdorf) Taos; Karlsbader Höhlen-Nationalpark; Friedenspark Waterton Naturpark (Kanada) und Glacier Naturpark.

Allgemein gültige Feiertage

Neujahrstag (1. Januar) * Martin-Luther-King-Tag (3. Montag im Januar) * President's Birthday (3. Montag im Februar) * Memorial Day (letzter Montag im Mai, Beginn der Hauptsaison) * Unabhängigkeitstag (4. Juli) * Labor Day (1. Montag im September) * Columbus Day (2. Montag im Oktober) * Veterans Day (11. November) * Thanksgiving (4. Donnerstag im November) * Weihnachten (25. Dezember).

Feiertage

New Year's Day – Dienstag, 01. Januar * Martin Luther King, JR.'s Birthday – Montag, 21. Januar * Lincoln's Birthday – Dienstag, 13. Februar * Ash Wednesday – Mittwoch, 13. Februar * Washington's Birthday – Montag, 18. Februar * St. Patrick's Day – Sonntag, 24. März * Palm Sunday – Sonntag, 24. März * Passover – Donnerstag, 28. März bis 04. April * Good Friday – Freitag, 29. März * Easter – Sonntag, 31. März * Mother's Day – Sonntag, 12. May * Memorial Day – Montag, 27. May * Father's Day – Sonntag, 16. Juni * Independence Day – Donnerstag, 04. Juli * Labor Day – Montag, 02. September * Rosh Hashanah – Samstag, 07. September * Yom Kippur – Montag, 16. September * Columbus Day – Montag, 14. Oktober * Election Day – Dienstag, 05. November * Veteran's Day – Montag, 11. November * Thanksgiving – Donnerstag, 28. November * Hanukkah – Samstag, 30. November * Christmas – Mittwoch, 25. Dezember.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

4645 Reservoir Rd. NW, Washington, D.C., Tel.: 202 / 298 – 81 41, Fax: 298 – 42 49.

Österreichische Botschaft

3524 International Court NW, Washington, D.C., Tel.: 202 / 895 67 00, Fax: 895 – 67 50.

Schweizerische Botschaft

2900 Cathedral Av. NW, Washington, D.C., Tel.: 202 / 745 – 79 00, Fax: 387–25 64.

Konsulate und Honorarkonsulate aller drei Länder gibt es in den meisten Großstädten.

Familienstruktur

Die USA hat eine der höchsten Eheschließungsraten der westlichen Gesellschaften – allerdings auch die höchste Scheidungsrate der Welt. Art und Ablauf der Hochzeit hängen von der Religion, der Region, der ethnischen Abstammung und der Vermögenslage ab. Männer heiraten im Durchschnitt im Alter von 26, Frauen mit 24 Jahren. Mehr als die Hälfte aller Familien ist kinderlos und nur 25 Prozent bilden eine Kernfamilie – die Großfamilie als Lebensgemeinschaft kommt nur selten vor. Die Zahl der allein erziehenden Eltern ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Jedes vierte Kind hat Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind. Fast 45,7 Prozent der Erwerbstätigen (1998) aller berufstätigen Amerikaner sind Frauen. Üben beide Partner einem Beruf aus, wird von den Männern erwartet, dass sie einen Teil der Hausarbeit übernehmen und auch bei der Kindererziehung mithelfen. Immer mehr ältere Menschen führen einen eigenen Haushalt. Diejenigen, die nicht mehr für sich sorgen können, wohnen in Seniorenheimen und ähnlichen Einrichtungen oder bei ihren Kindern.

Fotografieren

Außer Militäranlagen dürfen Sie getrost alles fotografieren.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geografie

Die USA setzen sich aus fünf typografischen Gebieten zusammen. Im Osten und Südosten, entlang der Atlantik- und Golfküste, steigt eine breite Ebene landeinwärts langsam bis zu den Appalachen an und geht im Westen in die Kordilleren, die Fortsetzung der kanadischen Rocky Mountains, über. Ihr östlicher Zug bildet die Flanke der zentralen Ebene, die westliche verläuft parallel zur Pazifikküste, und zwischen beiden Gebirgskämmen liegt eine Landschaft mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Hochebenen, Talkesseln und niedrigeren Bergketten. Die östliche und südöstliche Küstenebene ist breit und erhebt sich kaum über den Meeresspiegel. Deshalb gibt es hier zahlreiche Sumpfgebiete. Der nördliche Teil liegt fast vollständig unterhalb des Meeresspiegel, nur einige Inseln, vor allem Long Island im Bundesstaat New York und die Halbinsel Cape Cod in Massachusetts ragen aus dem Meer. Im Süden von Long Island verbreitert sich die Ebene und erreicht in den Bundesstaaten an der südlichen Küste ihre größte Ausdehnung. Parallel zur Ostküste verläuft eine fast 1700 km lange Kette von vorgelagerten Inseln und Sandbänken. 

Im Landesinneren ist das Meer in die Unterläufe vieler Flüsse eingedrungen, wodurch sich große Buchten, wie z. B. die Chesapeake Bay an der Küste Virginias gebildet haben. Dagegen spült der Mississippi große Mengen von Schwemmsand an und schuf so das breite Delta bei New Orleans. Im Bundesstaat Florida erhob sich ein Teil des Kontinentalschelfes vor der Küste und bildete eine lange, flache, sumpfige Halbinsel. Als Begrenzung der Küstenebene am Atlantik verlaufen in südwestlicher Richtung, parallel zur Küste, die Appalachen, die sich von Kanada bis ins nordöstliche Alabama erstrecken. Sie bilden eine größtenteils niedrige, aber fast ununterbrochene Gebirgskette, die vor allem mit Laubwäldern bewachsen ist. Wendet man sich Richtung Südosten, so erheben sich hier steil die Blue Ridge Mountains über die Hügellandschaft des Piedmont, das einst ein äußerst produktives Landwirtschaftsgebiet war. Westlich der Appalachen befindet sich ein riesiges Kontinentalbecken, das bis zu 2500 km breit ist. Es erstreckt sich von der kanadischen Grenze und den Großen Seen südwärts bis zu den Küstenebenen am Golf von Mexiko. Die großen Flusssysteme von Mississippi/Missouri und Ojio nehmen das Wasser aus dem gesamten Gebiet auf.

Geschichte

Schon die Wikinger erreichten das nordamerikanische Festland, das seit mindestens 10 000 v. Chr. von Jägern und Sammlern und später von sesshaften Bauernvölkern besiedelt worden war. 73 Jahre nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus begann 1565 mit der spanischen Gründung von St. Augistine im heutigen Florida die Kolonialisierung Nordamerikas durch die Europäer, in deren Verlauf die Engländer zu bestimmenden Macht wurden. 1585 und 1587 bereits landeten englische Expeditionen an der Ostküste Nordamerikas (im heutigen North Carolina und Virginia), ohne aber erfolgreich sesshaft zu werden. 1607, nach dem Sieg über Spanien (Vernichtung der Armadass1588), entstand schließlich Jamestown, die erste englische Siedlung. Fortan hatten es die Engländer im Osten des Landes nur noch mit Franzosen und Holländern als Konkurrenz zu tun. Die Kolonialisierung im großen Stil begann 1620 mit der Ankunft der „Pilgerväter“ an Bord der „Mayflower“ im Nordosten Amerikas. Das war bislang von keiner europäischen Macht reklamiertes Land und so unterzeichneten 41 von ihnen den „Mayflower Compact“, die erste schriftliche Verfassung Amerikas. 

Die nächste – noch heute gültige – Verfassung trat 1788 in Kraft. In der Zwischenzeit hatten sich die bis dahin gegründeten 13 Kolonien gegen die Ausbeutung durch das Mutterland gewehrt, hatten als Indianer verkleidet Patrioten aus Massachusetts während der „Boston Tea Party“ 342 Kisten Tee aus England vernichtet, weil sie nicht bereit waren, die von London geforderten hohen Steuern und Zölle zu zahlen und sich schließlich 1776 als „Vereinigte Staaten von Amerika“ von der englischen Krone lossagten, was einen blutigen Unabhängigkeitskrieg gegen englische Truppen auslöste. Zum englischen Territorium in Nordamerika gehörten zu diesem Zeitpunkt auch schon die gewaltsam annektierten ehemals holländischen Besitzungen und Teile der französischen Gebiete. Am 4. März 1789 trat in New York der erste Kongress der Vereinigten Staaten zusammen; am 30. April wurde George Washington, der militärische Führer des Unabhängigkeitskampfes, als erster Präsident in das Amt eingeführt. Nach ihm benannten die Amerikaner auch ihre neue Hauptstadt. Dort bezog Washingtons Nachfolger John Adams im Jahre 1800 als Erster das für Amerikas Präsidenten gebaute Weiße Haus. Im selben Jahr noch verlor Adams die Wahl um die Präsidentschaft gegen Thomas Jefferson, den geistigen Vater der Unabhängigkeit. Der verdoppelte 1903 das Gebiet der jungen Nation, indem er, ohne erst den Kongress zu fragen, dem großen Napoleon für 15 Millionen Dollar das von Frankreich gehaltene 2,1 Millionen qkm große Territorium zwischen Mississippi und Rocky Mountains abkaufte. 

Noch einmal zogen die USA 1812 gegen die einstige Kolonialmacht England zu Felde: die Engländer, immer noch im Krieg mit Frankreich, hatten auf hoher See amerikanische Schiffe gestoppt, auf denen sie angeblich Deserteure finden wollten, stattdessen aber amerikanische Seeleute zwangsverpflichteten. Amerikanische Firmen und Reedereien erlitten hohe Verluste. Der Krieg, der 1815 ohne einen wirklichen Sieger endete, stärkte auf jeden Fall den Patriotismus und das Selbstbewusstsein der Amerikaner. Die Monroe-Doktrin 1823, gerichtet gegen alle europäischen Ansprüche westlich des Atlantiks, legte den Grundstein für die Hegemonie der USA auf dem amerikanischen Kontinent. Als die USA 1846 das ursprünglich mexikanische Texas annektierten, das sich 10 Jahre zuvor von Mexiko getrennt hatte, kam es zur bewaffneten Auseinandersetzung mit dem Nachbarn. Nach ihrem Sieg – und der Zahlung von 15 Millionen Dollar – hatten die USA ihr Territorium 1848 abermals vergrößert: nicht nur Texas, auch Kalifornien und New Mexiko gehörten jetzt zur Union. 5 Jahre später kam per Vertrag noch ein Stück Arizona hinzu. Fruchtbare Böden und Goldfunde in Kalifornien 1848 mobilisierten Millionen von Siedlern, die im („Wilden“) Westen ihren Traum vom schnellen Reichtum oder der eigenen Farm verwirklichen wollten. 

Die indianische Urbevölkerung wehrte sich gegen die Landnahme, wurde aber in blutigen Kämpfen (Black Hawk, Apachenkriege, Red Cloud War, Wounded Knee) geschlagen, verloren ihre Stammesgebiete und wurde, stark dezimiert, in meist unwirtschaftliche Reservate abgedrängt. Der für die junge Nation bedrohlichste Krieg begann 1861 nach einer fast 4 Jahrzehnte währenden Debatte über die Frage, ob Sklaven Menschen seien. Die Baumwollbarone des Südens, die ihren Wohlstand vor allem der Arbeit ihrer fast 500.000 Sklaven verdankten, forderten die Sanktionierung der Sklaverei durch den Kongress. Durchaus in ihrem Sinne entschied 1857 der Supreme Court als höchste Instanz der Rechtsprechung, bei den Sklaven handele es sich um Eigentum, nicht um Bürger und der Kongress habe kein Recht, die Sklaverei zu verbieten. Die Amerikaner des Nordens und des gerade erschlossenen Westens dagegen, die sich ihre Existenz meist mit eigener Hände Arbeit aufgebaut hatten, verlangten die Abschaffung der Sklaverei. 

Ein paar Wochen nur nach der Wahl Abraham Lincolns zum Präsidenten 1860, dessen Republikanische Partei sich für die Abschaffung der Sklaverei ausgesprochen hatte, erklärte South Carolina seinen Austritt aus der Union, 10 weitere Staaten schlossen sich an; 7 davon bildeten die „Konföderierten Staaten von Amerika“. Der folgende blutige Bürgerkrieg mit 623.000 Toten dauerte 4 Jahre, dann mussten die Sezessionisten kapitulieren. Mit dem 13. Verfassungszusatz 1865 wurde die Sklaverei in den USA endgültig abgeschafft. Die Gleichberechtigung war damit aber noch lange nicht erreicht. Riesige Immigrantenströme, vor allem aus dem Süden und Osten Europas, und weitere Landnahmen ließen die Einwohnerzahl und die Wirtschaftskraft der USA in den Folgejahren rapide anwachsen. Der Aufstieg der USA zur imperialen Macht war in vollem Gange. Er begann mit dem Kauf Alaskas von Russland 1867 für 7,2 Millionen Dollar in Gold, setzte sich fort mit der Annexion und dem Erwerb mehrerer Inseln im Pazifik (Hawaii, Amerikanisch-Samoa, Midway) und beschleunigte sich durch den Zugewinn der Philippinen, Guams und Puerto Ricos nach dem siegreich beendeten Krieg gegen Spanien 1898 um die Befreiung Kubas. Unter Theodore Roosevelt, dem ersten US-Präsidenten, der sich auch für die Umwelt engagierte, förderten die USA den Abfall Panamas von Kolumbien und sicherten sich als Gegenleistung Landrechte und den Panamakanal. 

Im Russisch-Japanischen Krieg 1904 betätigte sich Roosevelt erfolgreich als Vermittler und erhielt dafür 1906 den Friedensnobelpreis. Den erhielt 1919 auch sein Nachfolger Woodrow Wilson, der die USA nur widerwillig und mit idealistischen Motiven am 1. Weltkrieg beteiligte, sich aber vor allem durch verdient machte, dass er den Grundstein legte für die Gründung des Völkerbundes, dem die USA allerdings nie beitraten. Es war die Zeit der Isolationisten und Protektionisten. In Wilsons Amtszeit fielen außerdem zwei für die Zukunft des Landes wichtige innenpolitische Entscheidungen: der 17. Verfassungszusatz legte fest, dass die Senatoren künftig direkt vom Volk gewählt werden mussten; der 19. Verfassungszusatz bescherte 1920 auch den Frauen das Wahlrecht. Dazwischen lag die 18. Verfassungsänderung, die im Januar 1919 ratifiziert, der noch heute eine mitentscheidende Rolle für die Entwicklung und Entstehung der organisierten Kriminalität in den USA zugeschrieben wird. Sie verbot die Herstellung und den Verkauf alkoholischer Getränke („Prohibition“), die erst 1933 wieder aufgehoben wurde. Da begannen die USA gerade, sich von der bis dahin schwersten Wirtschaftskrise ihrer Geschichte zu erholen – der Großen Depression im Gefolge des „Schwarzen Freitags“ von 1929, jenes 29. Oktober, an dem die Kurse an der New Yorker Börse ins Bodenlose stürzten. 

Franklin D. Roosevelt, 1932 zum Präsidenten gewählt, führte die hungernde und darbende Nation mit einem „New Deal“-Programm aus der Krise. Und er sah sich auch bald gezwungen, sie aus der weltpolitischen Isolation zu führen. In den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges unterstützten die USA, obwohl offiziell neutral, Großbritannien und Frankreich finanziell und durch Waffenlieferungen. Mit dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor 1941 endete die Neutralität. Der Kriegseintritt der USA wurde zum entscheidenden Faktor für den Sieg der Alliierten über Hitler-Deutschland im Mai 1945 und nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 kapitulierte auch Japan. Das Kriegsende hatte Roosevelt schon nicht mehr erlebt; er war am 12. April 1945 einer Gehirnblutung erlegen. Nachfolger Harry S. Truman erkannte früh, dass die im Krieg verbündeten Russen ihren Verpflichtungen für die Nachkriegszeit nicht nachkommen wollten. Um den Vormarsch des Kommunismus einzudämmen, sicherten die USA bedrohten Staaten Wirtschafts- und Militärhilfe zu. Gleichzeitig trat der nach dem damaligen Außenminister benannte Marshallplan zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas in Kraft. 

Die ideologische Konfrontation führte zum „Kalten Krieg“, der die Welt für mehr als 40 Jahre in zwei verfeindete Blöcke spaltete und in der Berlin-Blockade 1947, der Machtübernahme Mao Tse-tungs in China 1949, dem Koreakrieg 1950, dem Bau der Berliner Mauer 1961 und der Kuba-Krise 1962 kulminierte. In Guatemala (1954), der Dominikanischen Republik (1965) und Grenada (1983) griffen die USA ein, um in ihrem „Hinterhof“ für Ordnung zu sorgen. Versuche, Fidel Castro auf Kuba zu stürzen, scheiterten kläglich. Innenpolitisch gipfelte der Kampf gegen den Kommunismus in der von Senator Joseph McCarthy auf die Spitze getriebenen Hexenjagd auf tatsächliche oder vermeintliche Kommunisten, die erst zu Ende ging, als er seine Ermittlungen auf die Streitkräfte ausdehnte und 1954 wegen seiner Methoden vom Senat getadelt wurde. Zugleich holte ein anderes Problem die USA wieder ein, das mit dem Ende des Bürgerkrieges nur vertagt worden war: die Gleichstellung der Rassen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft. In vielen Südstaaten wurden die Schwarzen unverändert wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Zwar entschied der Supreme Court im Mai 1954 einstimmig, die Rassentrennung an öffentlichen Schulen sei verfassungswidrig. Viele Südstaaten aber missachteten den Spruch. 

Präsident Eisenhower musste 1957 in Little Rock (Arkansas) Bundestruppen einsetzen, um farbigen Schülern Zugang zu verschaffen. Im September 1969 hatten erst 765 der 6676 Schulbezirke in den Südstaaten die Rassentrennung aufgehoben. Das änderte sich erst unter Eisenhowers Nachfolger John F. Kennedy. Dessen Bruder Robert setzte sich als Justizminister nachhaltig für das Ende der Rassentrennung ein, schickte Bundestruppen nach Alabama und stellte die Nationalgarde von Mississippi unter Bundesbefehl. Ein Höhepunkt des Kampfes gegen die Segregration war die inzwischen historische „I have a dream“-Rede des Reverend Martin Luther King Jr. am 28. August 1963 in Washington. Als John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas ermordet wurde – der vierte Präsident, der einem Attentäter zum Opfer fiel -, hinterließ er dem Land die vielleicht folgenschwerste Hypothek der amerikanischen Geschichte: die Anfänge einer militärischen Verwicklung in Vietnam. Nachdem es in China nicht gelungen war, den Vormarsch der Kommunisten zu stoppen, sollten wenigstens die von Nordvietnam unterstützen Vietcong-Rebellen im Süden des geteilten Landes gestoppt werden. 

Lyndon Johnson, nach der Ermordung Kennedys an Bord der „Air Force One“ als neuer Präsident vereidigt, machte den Krieg zu seiner Sache – und scheiterte ebenso wie Nachfolger Richard Nixon. 1973 zogen die USA ihre Truppen aus Vietnam ab, 1975 musste sich der US-Botschafter in Saigon mit einem Hubschrauber in Sicherheit bringen lassen. Die erste militärische Niederlage der USA mit über 56.000 gefallenen Soldaten und die folgende Machtübernahme der Kommunisten in Vietnam, Laos und Kambodscha erschütterten das Selbstbewusstsein der Nation. Politische Attentate (Martin Luther King Jr., Robert Kennedy innerhalb von 2 Monaten 1968), der Rücktritt des Vizepräsidenten Spiro Agnew 1973 wegen Korruption und Steuerhinterziehung und schließlich die durch die Watergate-Affäre erzwungene Abdankung Richard Nixons 1974 schwächten zusätzlich die politische Führung. Die 15-monatige Geiselhaft von 52 US-Bürgern in der US-Botschaft in Teheran von November 1979 an sowie der gescheiterte militärische Befreiungsversuch brachten eine weitere Demütigung. 

Auch die von Nixon und Henry Kissinger eingeleiteten Abrüstungsverhandlungen mit der UdSSR erlitten 1979 durch den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan einen schweren Rückschlag. Erst der alternde Ex-Schauspieler Ronald Reagan, 1980 zum Präsidenten gewählt, führte die Nation aus der Depression heraus. Reagan versuchte, die wirtschaftliche Situation vieler Amerikaner durch seine „Reagonomics“ getaufte Hochzins- und Sparpolitik zu verbessern, präsentierte seinen Landsleuten mit Libyens Staatschef Gaddafi einen neuen internationalen Ober-Terroristen, rettete die Gewürzinsel Grenada vor dem Kommunismus, plädierte für eine massive Aufrüstung (eingeschlossen „Star Wars“) und erklärte, die USA würden das „evil empire“ der Sowjetunion „totrüsten“. Das besorgten die Sowjets allerdings allein. 

Der Zusammenbruch des Ostblocks bedeutet auch das Ende der Sowjetunion. Unter dem Reagan-Nachfolger George Bush (1988 gewählt) spielten die USA als einzige verbliebene Weltmacht zunächst einmal Weltpolizist. 1989 marschierten 24.000 Soldaten in Panama ein und nahmen den starken Mann, General Manuel Antonio Noriega, gefangen, der in den USA wegen Drogenschmuggels gesucht und später zu 40 Jahren Haft verurteilt wurde. George Bush führte auch die internationale Allianz an, die 1991 den irakischen Rückzug aus Kuwait erzwang. Getrübt waren diese Jahre durch die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb der USA. Diese waren auch der Hauptgrund für die Wahl des neuen Präsidenten, Bill Clinton. Die Entwicklungen in Russland, das Anwachsen Chinas zu einer neuen Weltmacht, die Bildung neuer Wirtschaftsblöcke und die ungelösten Konflikte im Nahen Osten verlangen ein intensives außenpolitisches Engagement durch Außenministerin Albright. Die häufig illegale Einwanderung und der kaum zu stoppende Drogenschmuggel aus Lateinamerika führen zu Konflikten, vor allem entlang der 3.300 km langen, schwer bewachten, doch kaum kontrollierbaren Grenze zu Mexiko. 

Das Zusammenleben unterschiedlicher ethnischer Gruppen führt nach wie vor zu Spannungen und Zusammenstößen, die leicht zu blutigen Unruhen eskalieren können. Amnesty International beklagte 1998 unakzeptable und inhumane Bedingungen in US-Gefängnissen, wo Gefangene oft von den Wachen misshandelt und missbraucht werden. Die USA halten unverändert an der Todesstrafe fest (in 38 Bundesstaaten von 50; zum Teil auch für Täter unter 18 Jahren). 1997 wurden 74 Hinrichtungen vollzogen. Am 08. November 2000 wählten die Amerikaner einen neuen Präsidenten als Nachfolger von Bill Clinton, der nach 8-jähriger Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl antreten durfte. Wer der neue Amtsinhaber werden wird, ist jedoch wegen scheinbaren Manipulationen, Unregelmäßigkeiten und einem sehr knappen Wahlergebnis völlig offen. Beide Seiten – Republikaner des Gouverneurs Bush und Demokraten des bisherigen Vizepräsidenten Gore – drohen sich gegenseitig rechtliche Schritte gegen das Wahlergebnis an, es fanden und finden zahlreiche Demonstrationen für und gegen eine Wahlwiederholung in den entsprechenden Wahlbezirken statt und angeblich soll sich Hollywood bereits um die Filmrechte dieses Krimis kümmern, der alles hat, was man in einem spannenden Film braucht: ein mysteriöses Wahlmännerkollegium, seltsame Tabellen, verschwundene Wahlzettel, Klagen und fotogene Hauptdarsteller. 

George W. Bush heißt der neue Präsident – ein Präsident, der mindestens 541.000 Stimmen weniger als sein Kontrahent Al Gore errang, aber auf Grund des seltsamen Wahlsystems in den USA dennoch mehr Wahlmännerstimmen auf sich vereinigte. Was bleibt, ist ein schaler Geschmack in dem Land, welches sich als DIE Demokratie auf der Welt versteht … Am 21. Januar 2001 wurde Bush als 43. Präsident der USA vereidigt. Seine erste Amtshandlung war die Rücknahme von (vor allem Umwelt-)Dekrets seines Vorgängers Clintons. Das US-Repräsentantenhaus hat sich am 26.07.2001 mit 240 gegen 186 Stimmen dafür ausgesprochen, die Reisebeschränkungen für US-Bürger nach Kuba aufzuheben. Bislang drohen US-Bürgern, die ohne Sondergenehmigung des Finanzministeriums nach Kuba reisen, Geld- oder sogar Haftstrafen. Präsident George W. Bush erklärte, er lehne jede Art von Reiseerleichterungen ab. In Havanna demonstrierten am 27.07.2001 mehr als eine Million Kubaner für die völlige Aufhebung der US-Wirtschaftsblockade. Der US-Kongress hat wegen der Terroranschläge des 11. September 2001 Ermittlungen gegen die US-Geheimdienste eingeleitet. 

Untersucht werde der Vorwurf, nach dem die Geheimdienste bei der Verhinderung der Attentate versagt hätten, teilte der Kongress am 14.02.2002 in Washington mit. Dabei wollten die beiden Kammern des Kongresses die Rolle der Geheimdienste vor und nach dem 11. September untersuchen, hieß es in Washington. Die USA wollen die globale Erderwärmung durch freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft und steuerliche Anreize verlangsamen. Präsident George W. Bush legte am 14.02.2002 seinen Alternativplan zum Kioto-Protokoll vor. Dabei soll die Reduzierung des Treibhaus-Effektes an die Wirtschaftsentwicklung geknüpft werden. Bush sagte: „Das ist der Weg des gesunden Menschenverstandes, um Fortschritte zu erzielen.“ Die Emission von Treibhaus-Gasen soll in zehn Jahren um 18 Prozent gesenkt werden. Bush schlug Steueranreize von 4,6 Milliarden Dollar vor, um ökologisches Wirtschaften und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Mit dem Vorhaben distanziert sich Washington von dem in Kyoto formulierten Protokoll, das von 170 Staaten ratifiziert worden ist. Es schreibt den 38 größten Industrieländern die Verminderung von Treibhausgas-Emissionen vor.

Staats- und Regierungsform 

Mehrparteiensystem, Bundesrepublik, zwei gesetzgebende Organe.

Kleidung und Reisegepäck

Je nachdem, wohin man reist und wann man reist, stellt sich die Kleidungsfrage gänzlich unterschiedlich. Daher sollte man sich vor Antritt der Reise ein wenig die Zeit nehmen, im Internet sein Reiseziel anzuschauen und diese Frage zu klären.

Für Geschäftsreisende gelten übrigens ganz andere Regeln bzw. Gepflogenheiten. Diesbezüglich sollte man vor der Reise genauere Erkundigungen einziehen.

 

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Netzspannung

Netzspannung 110 Volt, 60 Hertz. Einen Steckdosenadapter für den (umschaltbaren!) Föhn oder Rasierapparat sollten Sie mitbringen.

Notruf

Fast überall in den USA gilt die Notrufnummer 911, die gebührenfrei von jedem Telefon anwählbar ist. Nur in manchen ländlichen Gegenden gibt es andere, jeweils am Münztelefon vermerkte Notrufe für Polizei, Feuerwehr und Notarzt. Im Zweifelsfall können Sie sich immer an den Operator wenden: 0 wählen.

Öffnungszeiten

Läden sind überwiegend Mo.–Sa. von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, die großen Malls von 10.00 bis 21.00 und So von 12.00 bis 17.00 Uhr. Große Drugstores und Lebensmittel-Supermärkte sind auch abends und an Wochenenden offen, teilweise sogar rund um die Uhr. Museen sind meist von 9.00 bis 17.00 und am So. von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und Mo. häufig geschlossen.

Post

Postämter haben Mo. bis Fr. von 8.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, größere auch Sa. von 8.00 bis 12.00 Uhr. Das Porto für Luftpostbriefe nach Europa beträgt 60 r, für Postkarten 55 r. Von Großstädten aus ist eine Karte etwa vier bis sechs Tage unterwegs, aus ländlichen Regionen dauert es drei bis vier Tage länger.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Zeit

An der Westküste gilt Pacific Standard Time. Dort ist der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) mit –9 Stunden am größten. In den Rocky-Mountains-Staaten sind es noch –8 Stunden, im Mississippital und in den Prärien –7 Stunden. Florida, Neuengland und die Ostküste liegen in der Eastern Time Zone (–6 Stunden). Vom ersten Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober gilt überall Sommerzeit mit einer Zeitverschiebung von +1 Stunde.

Aktuelle Zeit in den USA.