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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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Haiti

 

Überwiegend bewölkt

28°C

Port-au-Prince

Überwiegend bewölkt

Feuchtigkeit: 47%

Wind: 28.97 km/h

  • 25 Mai 2017

    Sonnig 29°C 19°C

  • 26 Mai 2017

    vereinzelte Gewitter 27°C 20°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Repiblik Dayti (Kreol); République d'Haiti (Französisch) 

Fläche: 27.700 km² 

Einwohnerzahl: 6.965.000 (2001) 

Größte Stadt: Port-au-Prince (Hauptstadt)–1,4 Mio. Einwohner. 

Offizielle Landessprache: Französisch, Kreol. 

Bevölkerungsgruppen: Schwarze 94,2 %, Mulatten 5,4 %, Andere 0,4 % (2000). 

Religion: Katholiken 68,5 %, Protestanten 24,1 %, Andere 7,4 % (1995). 

Lebenserwartung: Männer – 47,5, Frauen – 51,1 (2000).

Auskunft

Botschaft der Republik Haiti 

Meinekestraße 5

D–10719 Berlin 

Tel.: (030) 88 55 41 34

Fax: (030) 88 55 41 35, 88 62 42 79

Mo.–Fr. 09.00–16.00 Uhr.

Besonderheiten

Weltkulturerbe 

Historischer Nationalpark mit Zitadelle, Schloss Sans Souci und Ruinen von Ramiers.

Gesetzliche Feiertage 

1. Jan. 2002 Unabhängigkeitstag. 2. Jan. Tag der Ahnen. 11. Febr. Rosenmontag. 12. Febr. Faschingsdienstag. 29. März Karfreitag. 14. April Pan-American-Tag. 1. Mai Tag der Arbeit. 18. Mai Tag der Flagge. 22. Mai Tag der Nationalen Souveränität. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 17. Okt. Todestag von Dessalines. 1./2. Nov. Allerheiligen/Allerseelen. 18. Nov. Gedenktag an die Schlacht von Vertières. 5. Dez. Tag der Entdeckung. 25. Dez. Weihnachten. 1. Jan. 2003 Unabhängigkeitstag. 2. Jan. Tag der Ahnen. 3. März Rosenmontag. 4. März Faschingsdienstag. 18. April Karfreitag. 14. April Pan-American-Tag. 1. Mai Tag der Arbeit. 18. Mai Tag der Flagge. 22. Mai Tag der Nationalen Souveränität. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 17. Okt. Todestag von Dessalines. 1./2. Nov. Allerheiligen/Allerseelen. 18. Nov. Gedenktag an die Schlacht von Vertières. 5. Dez. Tag der Entdeckung. 25. Dez. Weihnachten.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Republik Haiti 

Meinekestraße 5

D–10719 Berlin 

Tel.: (030) 88 55 41 34

Fax: (030) 88 55 41 35, 88 62 42 79

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Mo.–Fr. 09.00–16.00 Uhr.

Honorarkonsulate in Aidlingen, Bremen, Frankfurt/M. und Neustadt/Weinstraße.

Ständige Vertretung der Republik Haiti

64 Rue de Monthoux, CH–1201 Genf Tel.: (022) 732 76 28. Fax: (022) 732 55 36. 

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Mo.–Fr. 09.00–13.00 und 14.00–17.00 Uhr; (auch für Österreich zuständig).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

2 Impasse Claudinette, Bois Moquette, Pétion-Ville, PO Box 1147, Port-au-Prince Tel.: 257 61 31, 257 72 80. Fax: 257 41 31. 

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Honorarkonsulat in Cap Haïtien. 

Generalkonsulat der Republik Österreich

12 Rue du Quai, Port-au-Prince Tel.: 262 13 17, 222 20 42. Fax: 262 12 81, 223 18 86. 

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Generalkonsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft

12 Rue Ogé , BP 15164, HT 6140 Pétion-Ville, Port-au-Prince Tel.: 257 98 62, 257 05 03. Fax: 257 63 77. 

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Fotografieren

Die ablehnende Haltung zahlreicher Haitianer gegen das Fotografieren sollte unbedingt respektiert werden.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geschichte

In den Jahrzehnten, die auf die Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Columbus im Jahr 1492 folgten, wurde die indigene Urbevölkerung dieser Insel, die Arawaks (auch Tainos genannt), fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert schließlich wurde die Insel durch afrikanische Sklaven wiederbevölkert, die auf den Zuckerplantagen eingesetzt wurden. 1697 trat Spanien das westliche Drittel der Insel, welches von da an Saint-Domingue genannt wurde, an Frankreich ab. Dieses Gebiet wurde im Verlauf des 18. Jahrhunderts zur reichsten Kolonie des französischen Kolonialreichs. Am 22. August 1791 kam es unter der Führung von Toussaint L'Ouverture und Jean-Jacques Dessalines zu einem Sklavenaufstand, der sich zu einem gegen die französischen Truppen gerichteten Zermürbungskrieg entwickelte. Selbst eine von Napoleon nach Saint-Domingue gesandte Armee wurde geschlagen. Saint-Domingue erklärte am 1. Januar 1804 unter dem Namen Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich. Haiti, die erste unabhängige Republik von Schwarzen und Mulatten, engagierte sich in der Abschaffung der Sklaverei und unterstützte auch Venezuela, Peru und Kolumbien bei ihrem Unabhängigkeitskampf unter Revolutionsführern wie Bolívar und Miranda. 

Haiti schaffte unter Präsident Boyer – der das seit 1806 in einen mulattischen Süden und schwarzen Norden geteilte Haiti 1820 wiedervereinte – nach erfolgter Annexion des östlichen Teils der Insel (der späteren Dominikanischen Republik) 1822 auch dort die Sklaverei ab. Von diesem Engagement fühlten sich die USA und die europäischen Staaten bedroht, worauf sie Sanktionen gegen Haiti verhängten. Zusätzlich zu diesem gegen die haitianische Wirtschaft geführten Schlag forderte Frankreich als Gegenleistung für die Anerkennung der Unabhängigkeit Haitis im Jahr 1825 Entschädigungen für ehemalige Plantagenbesitzer. Diese Zahlungen in Höhe von 90 Millionen Francs d'Or (was nach Schätzungen in heutiger Währung 17 Milliarden Euro entsprechen soll) zahlte Haiti an Frankreich durch viele Jahrzehnte. Seitdem ist Haiti zum ärmsten Land der westlichen Hemisphäre geworden, was abgesehen von den erwähnten Zahlungen auch auf die alsbald nach der Unabhängigkeit erfolgte Zerschlagung der Großplantagen und die Verteilung des Bodens unter der Bevölkerung zurückgeführt wird, was den Export des Agrarlands Haiti zusammenbrechen ließ. Mehrere Versuche, die Produktivität der Landwirtschaft zu heben (beginnend mit dem „Code Rural“ von 1826), sind an der aus kleinen und kleinsten Parzellen bestehenden Agrarstruktur gescheitert. Zudem hatte Haiti während des größten Teils seiner Geschichte unter Gewaltherrschern und Kleptokraten zu leiden. 

Von 1915 bis 1934 war das Land von den USA besetzt, die mit ihrem Rassismus die Schwarzen und Mulatten Haitis gegen sich aufbrachten. Ab 1957 herrschte der frühere Landarzt Francois „Papa Doc“ Duvalier über Haiti; zum Diktator setzte er sich 1964 ein. Er wurde durch die sogenannten „Tonton Macoutes“ bekannt, einer umfangreichen Freiwilligentruppe, die Elemente einer Geheimpolizei und einer Schlägertruppe auf sich vereinte. Sein Sohn Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier folgte ihm im Alter von 19 Jahren im Jahr 1971 in der Regierung. „Baby Doc“ wurde 1986 aus dem Land vertrieben. Einer Verfassungsreform 1987 schloss sich nach einem Putsch schon bald eine Militärregierung an. Haiti schien aufatmen zu können, als 1990 Jean-Bertrand Aristide, an den sich viele Hoffnungen knüpften, mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde. Aber schon 1991 wurde Aristide von dem Brigadegeneral Raoul Cédras aus dem Amt geputscht. 1994 konnte Aristide im Gefolge einer US-amerikanischen Intervention in sein Amt zurückkehren und 1996, nach Ablauf seiner Amtszeit, das Amt an seinen engen Weggefährten René Préval übergeben. Das UNO-Mandat, unter welchem Haiti seit 1995 stand, lief 1997 wieder aus. 

2000 fanden umstrittene Parlamentswahlen statt, welche die Partei Aristides gewann. Als Aristide mit über 90 Prozent der Stimmen auch die Präsidentenwahl gewann, wurden Vorwürfe laut, dass die Wahlen manipuliert gewesen seien. Aristide, der einstige Hoffnungsträger, welcher sein Amt 2001 antrat, wurde 2004 während eines Putsches aus dem Land verbracht, was das Land bis zum heutigen Zeitpunkt an den Rand eines Bürgerkriegs brachte. 2005 Haiti gilt nach Einschätzung der „Süddeutschen Zeitung“ mittlerweile neben Kongo, Somalia und Tschad als unregierbares Land. Die Insel wird derzeit von Gerard Latortue verwaltet. Die geplante Präsidentenwahl ist Ende November auf Januar 2006 verschoben worden. 35 Kandidaten haben sich um das Präsidentenamt beworben. In der Hauptstadt Port-au-Prince herrscht der Ausnahmezustand. Entführungen, Schießereien, Raubüberfälle und Drogenhandel sind an der Tagesordnung. Die UNO ist in Haiti mit rund 10.000 Blauhelmen im Einsatz. 

Staats- und Regierungsform 

Mehrparteiensystem; Republik; zwei gesetzgebende Organe

Kleidung und Reisegepäck

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo.–Fr. 8.00–12.00 und 13.00–16.00 Uhr, Sa. 8.00–13.30 Uhr. Banken: Mo.–Fr. 8.30–16.00 Uhr. Einige Banken öffnen auch samstags 8.30–13.00 Uhr. Postämter: Mo.–Fr. 8.00–20.00 Uhr und Sa. 8.30–12.00 Uhr.

Reiseführer und Reiseberichte

In Haiti sollten Sie sich ganz zwanglos kleiden. Strandbekleidung gehört alleine da hin, nämlich ans Meer oder an den Swimmingpool.

 

 

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Telefon

Telefon: Selbstwählferndienst. Landesvorwahl: 00509. Keine Ortsnetzkennzahlen. Mobiltelefon: GSM-Netz wurde vor Kurzem eingeführt, Netzbetreiber ist Haitel: Mobiltelefone können vor Ort gemietet werden.

Trinkgeld

In Restaurants und Hotels: 10 %

Taxifahrer brauchen Sie kein Trinkgeld zu geben.