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Bosnien und Herzegowina

 

 

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Sarajevo

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  • 27 Jun 2017

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  • 28 Jun 2017

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Allgemeines

Die in Südosteuropa gelegene Republik Bosnien und Herzegowina grenzt im Osten und Südosten an die Staatenunion Serbien und Montenegro, im Norden, Westen und Südwesten an Kroatien sowie auf wenigen Kilometern bei Neum an das Mittelmeer. Sie ging aus dem ehemaligen Jugoslawien hervor.

Historische Landesteile Bosnien und Herzegowina besteht aus zwei historischen Regionen, die aber keine Beziehung zu der heutigen Einteilung in Entitäten haben: Bosnien und die Herzegowina. Der Landesname Bosnien leitet sich vom Fluss Bosna ab, der nahe der Hauptstadt Sarajevo entspringt. Der Name Herzegowina geht auf den Herrschertitel Herzog (Herzegowina = Herzogsland) zurück.

Offizieller Name: Bosna i Hercegovina (Bosnien und Herzegowina)

Fläche: 51.209 km² 

Einwohnerzahl: 3.840.000 (2010) 

Größte Städte: Sarajewo (Hauptstadt) – 393.000, Banja Luka – 164.200, Tuzla – 83.800, Zenica – 83.300, Mostar – 66.900 Einwohner (2008) 

Offizielle Landessprache: Bosnisch, Kroatisch, Serbisch 

Bevölkerungsgruppen: Bosnier 44,0 %, Serben 31,0 %, Kroaten 17,0 %, Andere 8,0 % (1999). 

Religion: Muslime etwa 40,0 %, Serbisch-Orthodoxe etwa 31,0 %, Römisch-katholisch etwa 15,0 %, Protestanten etwa 4 %, Nichtreligiöse/Andere etwa 10,0 % (2002). 

Lebenserwartung: Männer – 66,9; Frauen – 72,5 (2007).

Staatsoberhaupt

Borislav Paravac

Ministerpräsident

Adnan Terzic

Staatsform

Republik

Bevölkerungsdichte

78 Ew. pro km²

Unabhängigkeit

international anerkannt 17. April 1992

Währung

konvertible Mark (BAM) seit Juni 1998

Zeitzone

MEZ UTC +1

Nationalhymne

Intermeco

Kfz-Kennzeichen

BIH

Internet-TLD

.ba

Vorwahl

+387

Feiertage

Neben religiösen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern (bei den Kroaten und Serben), und den islamischen Festen ramazanski Bajram (am Ende des Ramadan) und kurban Bajram (zur Zeit der Pilgerfahrt nach Mekka), gelten folgende Feiertage in Bosnien-Herzegowina: Neujahr (Nova Godina) – der 1. und 2. Jänner sind Nationalfeiertage, Silvester wird prächtig gefeiert. Unabhängigkeitstag (Dan Nezavisnosti)–1. März – erinnert an den Ausruf der Unabhängigkeit durch Referendum am 29. Feber 1992; allerdings wird nicht in der Republika Srpska als Feiertag gefeiert. Tag der Arbeit ((Prvi maj) – der 1. und 2. Mai sind Nationalfeiertage, der Tag der Arbeit wird als Anlass für großes Feiern im öffentlichen benutzt. Staatsfeiertag (Dan Drzavnosti)–25. November – erinnert an den ausruf der Volksrepublik Bosnien-Herzegowina in Mrkonjic Grad am 25. November 1943. Es wird geplant, einen einheitlichen Feiertagegesetz für ganz Bosnien und Herzegowina zu fassen; vorgesehen wird auch der 21. November (Dayton-Abkommen Jahrestag) als Feiertag; allerdings ist das Gesetz noch immer nicht beschlossen wurden.

Nationalfeiertag

01.03.1992 Unabhängigkeit von Jugoslawien

 

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Geschichte

Mittelalter und Osmanische Zeit

Schon in der Antike war Bosnien ein wichtiges Transitland zwischen Adria und Donauraum, so dass sich in dem kargen und gebirgigen Land einige wohlhabende Handelsstädte herausbilden konnten. Nach der Einwanderung der Slawen im 6. und 7. Jahrhundert war Bosnien weiterhin meist eine von Byzanz abhängige Provinz mit lokalen Fürsten. Es war zeitweise auch Teil der bulgarischen, serbischen und kroatischen Großreiche. Der Begriff Bosnien taucht erstmals um das 10. Jahrhundert auf, allerdings bezieht er sich hier nur auf das Kernland am Oberlauf der Bosna. In den Jahren 1154 bis 1463 war es meist ein selbstständigen Fürstentum bzw. später Königreich. 25. Oktober 1478 starb letzte Bosnische Königin Katarina Kosaca-Kotromanic in Rom, ihr Körper ruht in Kirsche Ara-Celi. 1463 wurde Sarajewo von den Osmanen eingenommen, erst 70 Jahre später Biha als letzte bosnische Stadt. Bosnien wurde damit zu einem osmanischen Wilajet (Provinz). Mit der Rückeroberung Südungarns und Slawoniens durch Prinz Eugen wurde das Land zur Grenzzone. Österreichische Truppen versuchten mehrmals, auch Bosnien zu erobern, was aber scheiterte, so dass sich die Savegrenze stabilisieren konnte. Allerdings zerstörte Prinz Eugen bei einem Feldzug Sarajewo. In den Gebieten um Bihac und entlang der Save wurden Befestigungen und Wehrdörfer eingerichtet. In diesem Grenzgebiet wurden auch viel Serben (als Vlachen bezeichnet) angesiedelt. Mit der Reconquista in Spanien siedelten sich auch vertriebene sephardische Juden in Bosnien an. 1878 wurde Bosnien österreichisch-ungarischer Verwaltung unterstellt, während es bis 1908 formell weiterhin dem Sultan unterstand. In dieser Zeit wurde der Begriff Bosnien-Herzegowina (Bosna i Hercegovina) geprägt. Der mittelalterliche Staat Bosnien war im wesentlichen katholisch. Allerdings fiel hier die aus Bulgarien kommende Bogomilen-Bewegung, hier auch als bosnische Kirche bekannt, auf fruchtbaren Boden und konnte sich länger halten als in Bulgarien selbst. Die früher beliebte Behauptung, die von der katholischen Kirche verfolgten Bogomilen haben den Grundstock für die Islamisierung Bosniens gelegt, ist heute umstritten, da es Hinweise gibt, diese Bewegung sei zur Zeit der türkischen Eroberung im wesentlichen schon ausgestorben gewesen. Auch die Verbindung zwischen den Stecci (Einz.: Stecak, eine für Bosnien typische Art von Steinmonumenten mit einer Verbindung aus christlichen Symbolen und rätselhaften Tierzeichnungen u. ä.) und den Bogumilen ist nicht gesichert.

Zeittafel

Bis 1878 

1415 erstmalige Erwähnung der heutigen Hauptstadt Sarajewos 1463 Beginn der osmanischen Herrschaft über Bosnien-Herzegowina 1850 Jajce gibt Hauptstadtfunktion an Sarajewo ab

Österreichisch-ungarische Zeit 

1878 Eroberung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn (Okkupation), Anschluss an die Donaumonarchie als „Kondominiums“, welches vom k. u. k. Finanzministerium verwaltet wird. Dies geschieht in Einvernehmen mit dem Sultan, welcher formal noch bis 1908 (Annexion) Regent ist. In österreichischer Zeit beginnt die industrielle Ausbeutung der Bodenschätze und Wälder Bosnien-Herzegowinas. Wichtige Eisenbahnlinien und Fernstraßen werden errichtet. 1914 Sarajewo ist Schauplatz des Attentates an Franz Ferdinand (Beginn des 1. Weltkrieg)

Jugoslawische Zeit 

1918 zu Jugoslawien 1941-45 beim faschistischen Unabhängigen Staat Kroatien 1984 Olympische Winterspiele in Sarajewo

Krieg in Bosnien-Herzegowina 

1992 Erklärung der Unabhängigkeit. Daraufhin Ausbruch des Krieges zwischen den Volksgruppen, Proklamation der Republika Srpska, so genannte „ethnische Säuberungen“ 1995 Friedensschluss von Dayton, Unterteilung des Landes in zwei Entitäten: Bosniakisch-Kroatische Föderation und Republika Srpska unter einem gemeinsamen Dach, dem Staat Bosnien und Herzegowina

Politik

Regiert wird das Land von einem dreiköpfigen Staatspräsidium mit je einem Vertreter der großen Volksgruppen. Faktisch übt die Regierungsgewalt jedoch zum großen Teil ein Verwalter der EU aus (OHR), was damit gerechtfertigt wird, dass infolge des im Krieg entstandenen gegenseitigen Misstrauens unter den Verantwortlichen der Volksgruppen nach wie vor eine Blockadehaltung vorherrsche.

Bosnien und Herzegowina besteht seit dem Dayton-Vertrag (auch bekannt als Dayton-Friedensabkommen) aus dem Jahre 1995 aus zwei Entitäten, der Föderation Bosnien-Herzegowina (Federacija Bosna i Hercegovina, auch bekannt als Bosniakisch-Kroatische Föderation) und der Serbischen Republik (Republika Srpska). Der Distrikt um die nordbosnische Stadt Brcko gehört zu keiner der Entitäten, sondern untersteht direkt dem Gesamtstaat. Jeder dieser Landesteile verfügt über eine eigene Exekutive und Legislative. Nur die Außen- und Verteidigungspolitik, die Geldpolitik sowie die Außenwirtschaftsbeziehungen werden zentral entschieden. Ansonsten haben die beiden Entitäten sowie der Distrikt Brcko weitgehend eigene Kompetenzen.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Bevölkerung

Sprachen: Bosnisch, Kroatisch, Serbisch. (Die Serben verwenden das kyrillische und das lateinische Alphabet, die Kroaten und Bosniaken nur das lateinische.) Volksgruppen: Bosnische Muslime Bosniaken 44 %, Serben 31 %, Kroaten 17 %, Bosnische Roma und Sinti Konfessionen: 44 % Muslime, 31 % Serbisch-Orthodoxe, 17 % Katholiken, Juden

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist nach dem Bosnienkrieg (1992–1995) zusammengebrochen. Allerdings erholt sich die wirtschaftliche Lage in Bosnien-Herzegowina, Beispiele sind das wieder in Betrieb genommene VW- Werk in Sarajevo. Die Kosten des Wiederaufbaus Bosniens wurden auf 5 Milliarden US-$ geschätzt, Die Länder Japan, Deutschland und weitere EU-Staaten erklärten sich bereit, das Geld bereitzustellen. Das BIP pro Kopf liegt bei 1300 Euro.

 

Essen und Trinken

Die bosnische Küche hat viele Spezialitäten zu bieten, z. B. Bosanski Lonac, Cevapcici (Cevapi), Lokum (Türkischer Honig), Pita (Pide) in allen Variationen von Gemüsearten. Ebenfalls gibt es Sogan Dolma, Japrak, Baklava, Halva und vieles mehr. Bosnische Gerichte sind stark von der Türkischen Küche beeinflusst.

Unterkünfte

 

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Wichtigsten Städte

Die größten Städte in Bosnien und Herzegowina sind: Sarajevo 297.512 Einwohner (einschließlich des gesamten Kantons Sarajevo und der zur Republika Srpska gehörenden Vororte ca. 450.000) Banja Luka 200.000 Ew. Mostar 105.448 Ew. Tuzla 133.861 Ew. (davon ca. 100.000 in der eigentlichen Stadt) Zenica 128.495 Ew. (davon ca. 100.000 in der eigentlichen Stadt) Bihac 60.707 Ew.

Weitere Städte in Bosnien und Herzegowina: Jajce, Kozarac, Livno, Prijedor, Travnik, Trebinje, Višegrad, Derventa, Doboj, Srpski, Brod/Bosanski, Brod, Posušje,Tomislavgrad, Grude, Vareš

Medien

Die drei wichtigsten Tageszeitungen in Bosnien-Herzegowina sind Dnevni Avaz (Die Tagesstimme) und Oslobozenje (Die Befreiung), die beide in bosnischer Sprache in Sarajevo erscheinen, und Nezavisne Novine (Die unabhängige Zeitung), die in Banjaluka in serbischer Sprache lateinischer Schrift erscheint. Zudem gibt es eine reihe von politischen Wochenzeitungen wie Slobodna Bosna (Das freie Bosnien) oder Dani (Tage). Beliebt sind auch Tabloide, die über aktuelle Affären oder Stars der Volksmusik berichten, wie Express oder Svet (Die Welt, eine gleichnamige und gleichformatige Zeitung erscheint auch in Serbien).

Bosnien-Herzegowina hat ein dreigliedriges öffentliches Rundfunk- und Fernsehsystem , mit einem nationalen Fernseh- und Radiosender (BHTV 1 bzw. BH Radio 1) und je einem Entitätssender, der RTVFBiH in der Föderation und der RTRS in der Republika Srpska. Eine Reihe privater Sender, wie OBN oder NTV Hayat, ist im ganzen Land zu empfangen. Sehr populär in letzter Zeit ist Kabelfernsehen, die Sender aus den Nachbarländern und dem deutschsprachigen Raum kombiniert.

Religion

In Bosnien und Herzegowina gibt es eine Reihe verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen. Die meisten Einwohner Bosnien-Herzegowinas sind Muslime (ca. 44 %), Serbisch-Orthodoxe kommen auf ca. (33-31 %), und die Katholiken auf (15–17 %). Minderheiten sind Juden und sonstige Religionen. Besonders deutlich wird man in Sarajevo den verschiedenen Religionen begegnen können.

Besonderheiten

Die Stari Most wurde im Jahre 1566 vom Türkischen Baumeister Hajrudin erbaut. 1993 wurde die Stari Most von Kroatischen Soldaten mutwillig zerstört. Die Stari Most wurde mit einen Festakt am 23.Juli 2004 eröffnet. Der Wiederaufbau dauerte ca. 2 Jahre. Die Brücke ist Symbol für Friedliches zusammenleben der verschiedenen Völker und Religionen in Mostar und Bosnien-Herzegowina.

Kleidung und Reisegepäck