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Reiseinfos Marokko

 

Bewölkt

13°C

Rabat

Bewölkt

Feuchtigkeit: 32%

Wind: 11.27 km/h

  • 24 Nov 2017

    Überwiegend bewölkt 24°C 11°C

  • 25 Nov 2017

    Teilweise bewölkt 24°C 11°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Al-Mamlakah al-Mahgribiyah

Fläche: 694.420 km²

Einwohnerzahl: 32.119.000 (2010)

Größte Städte: Casablanca – 3,25 Mio., Rabat (Hauptstadt) inkl. Salé – 1,77 Mio., Fès – 1,04 Mio., Marrakesch – 909.000, Tanger – 768.000 Einwohner (2009.

Offizielle Landessprache: Arabisch

 

Bevölkerungsgruppen: Berber ca. 45,0 %, Araber ca. 44,0 %, Mauren ca. 10 %, Andere ca. 1,0 % (2000)

Religion: Muslime mehr als 99,0 %, Andere weniger als 1,0 % (2004)

Lebenserwartung: Männer – 71,6; Frauen – 74,2 Jahre (2009)

Nationalhyme:  "النشيد الشريف" "Hymne Chérifien" (Hymn of the Sharif)

E-Books

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Auskunft

Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt 

Graf-Adolf-Str. 59,
40210 Düsseldorf,
Tel.: 0211 370551, Fax: 374048

Office National Marocain du Tourisme (O.N.M.T.)
Schifflände 5, 8001 Zürich,
Tel.: 01 2527752, Fax: 2511044

Internet: www.tourismus-in-marokko.de

Sprache

Das klassische Arabisch ist in Marokko die Sprache des Bildungswesens, der Verwaltung und der Medien. Offizielle Schriftsprache ist das Neuhocharabisch mit linksläufiger Schriftrichtung. Die Sprachen des Alltags sind ein maghrebinischer Dialekt sowie das Tamazight (die Sprache der Berber), das im Rif, im Atlasgebirge und im Souss gesprochen wird und dessen Dialekt je nach Gebiet variiert. Darüber hinaus spricht die Mehrzahl der Marokkaner Französisch und viele, insbesondere in den Touristenzentren, auch Spanisch, Englisch und Deutsch.

  • Ja – na'am
  • Nein – la/kalla
  • Bitte – 'afwan
  • Danke – schukran
  • Guten Tag – as-salamu'alaikum
  • Guten Abend – masa l-chair
  • Hallo – marhaban
  • Auf Wiedersehen – ma'as-salama
  • Tschüss – salam

Allein reisende Frauen

Allein reisenden Frauen ohne männliche Begleitung bringen die Marokkaner im Allgemeinen nur wenig Verständnis entgegen, ganz verpönt sind Rucksacktouristinnen, denen noch immer ein hippiehaftes Image anhaftet. Touristinnen mit Autos genießen indes höheres Ansehen, was ebenfalls für Mütter mit Kindern gilt, wenn Sie zurückhaltend auftreten. Männercafés, der Blickkontakt mit Männern und der Bummel bei Dunkelheit sollten tunlichst vermieden werden. Eine Einladung ins Haus eines Mannes ist fast immer mit sexuellen Erwartungen verbunden.

Fremdenführer

Fremdenführer in FesZur Erkundung der labyrinthartigen Medinas empfiehlt es sich, einen staatlich lizenzierten Fremdenführer zu engagieren. Das Hotel, in dem man wohnt, hilft gerne dabei. Unterstützung bei der Vermittlung von Fremdenführern bieten auch die Fremdenverkehrsbüros (O.N.M.T. Office National Marocain du Tourisme). Fremdenführer, die ihre Dienste auf der Straße anbieten, sollten sich mit dem offiziellen, üblicherweise um den Hals getragenen oder angesteckten Ausweis legitimieren können, bevor man diese engagiert. Richtpreis für eine Halbtagsführung sind 150 Dirham. Der Belästigung von Touristen vor Schleppern, ambulanten Händlern, aufdringlichen Jugendlichen und bettelnden Kindern soll eine seit 1995 installierte brigade touristique entgegenwirken. Sie halten sich geschickt im Hintergrund.

Verhaltensregeln

Vor dem Betreten von Wohnräumen oder Moscheen, wenn diese Nicht-Muselmanen offen stehen, Schuhe ausziehen. Bringen Sie bei Einladungen ein kleines Gastgeschenk mit, den angebotenen Tee stets freundlich annehmen. Einheimische, die man fotografiert hat, sollten die versprochenen Abzüge auch wirklich zugesandt werden. Lebensmittel nicht mit der linken Hand berühren, da sie als unrein gilt. Auf Shorts und allzu freizügiger Aufmachung verzichten. Politik, Königshaus und Religion sind Tabuthemen in Gesprächen, und zudem vermeidet man es besser, sich nach dem Befinden der Ehefrau zu erkundigen. Bettlern sollte mit dem gebührenden Respekt begegnet werden, dassdas Almosengeben, sakat genannt, in islamischen Ländern zur religiösen Pflicht gehört. Bedenken Sie auch, dass die staatliche Sozialfürsorge sehr schlecht ist und Bettelei häufig die einzige Möglichkeit ist, am Leben zu bleiben.

Rauschgift

Da Haschisch und Marihuana im Norden des Landes im Rif-Gebirge angebaut werden, sind dort die Attacken der Rauschgifthändler naturgemäß am lästigsten. Wer als Tourist mit Drogen geschnappt wird, muss mit drakonischen Gefängnisstrafen rechnen, wobei dann auch die Botschaften kaum noch etwas machen können. Zentren des Drogenhandels stellen Tanger, Tétouan und Chechaouen dar und, wie man weiß, ist die Region um Ketama besonders berüchtigt.

Feste und Feiertage

Das bürgerliche Leben regelt der gregorianische Kalender, wobei, im Unterschied zu anderen muselmanischen Ländern, das Wochenende aus Samstag und Sonntag besteht. Der Freitag ist unterdessen kein Feiertag, nur die Verwaltungen verlängern ihre Mittagspause, um den Gläubigen den Weg in die Moschee zu ermöglichen. Bürgerliche Feiertage sind: 1. Januar – Neujahr. 11. Januar – Unabhängigkeitstag. 3. März – Thronfest. 1. Mai – Tag der Arbeit. 23. Mai – Nationalfeiertag. 9. Juli – Fest der Jugend. 14. August – Huldigung des Wadi Eddahab. 20. August – Jahrestag der Revolution des Königs und des Volks. 6. November – Jahrestag des „Grünen Marsches“. 18. November – Fest der Unabhängigkeit.

Die religiösen Feste richten sich nach dem Mondzyklus. Die Feste des Landes orientieren sich stark an den Jahreszeiten, wobei die örtlichen Gegebenheiten gefeiert sowie die Künste und volkstümlichen Traditionen zelebriert werden. „Moussems“ sind große Versammlungen, die einen heiligen Mann ehren. Wo bei uns, können diese wundervollen Fantasias, Tänze, Gesänge und traditionellen Kostüme bestaunt und bewundert werden. Wie gesagt, hängen die meisten dieser Veranstaltungen von lokalen Bedingungen wie Ernten oder vom Mondkalender ab. Es ist daher schwierig, die Termine lange im Voraus anzugeben. Fest der Mandelblüten – Tafraout – Februar. Fest der Rosen – El Kelaâ M'Gouna – Mai. Fest des Bienenwachses – Salé – Mai. Symphonien der Wüste – Ouarzazate – Juni. Fest der Kirschen – Séfrou – Juni. Popular Arts Festival – Marrakesch – Juni. Fest der Kamele – Guelmim – Juli. Kulturfest von Asilah – Asilah – August. Engagement Feast – Imilchil – September. Fest des Pferdes – Tissa (Fès) – September. Fest der Datteln – Erfoud – Oktober. Sacred Music Festival – Fès – Mai. Fest von Agadir – Dezember. Der Moussem Abdellah – El-Jadîdass- August. Der Moussem Moulay Idriss Zerhoun (bei Meknès) – Juli.

Hamam

Hamam ist ein öffentliches Badehaus, das früher Zeichen für Schönheit und Wohlstand einer Stadt war und dem große religiöse Bedeutung zukommt, das er die im Koran vorgeschriebenen Waschungen ermöglicht. Männer baden morgens, Frauen hingegen nachmittags. Ein an der Tür befestigtes Handtuch bedeutet „Vorsicht, Frauen“! Nachts halten Hamams gelegentlich als Schlafgelegenheit für mittellose Reisende her.

Souk

Souk bedeutet Markt und stellt einen der Mittelpunkte des Alltags der Menschen in Marokko dar. In den Städten findet der Markt grundsätzlich vormittags in der Regel in der Medina (Altstadt) statt. Die schönsten Märkte findet man in Marrakesch und Fès.

Reisebilder aus Marokko

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Rabat

7, Zankat Madnine,
Tel.: 07 / 70 96 62, 70 96 97,
70 96 85, Fax: 70 68 51.

Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Râbat

12, av. Mehdi Ben Barka, Quartier Souissi.,
Tel.: 07 / 65 36 05, Fax: 65 36 49.

Österreichische Botschaft in Rabat

2, Zankat Tiddas, Tel.: 07 / 76 40 03.

Schweizerische Botschaft mit Konsulat in Rabat

Square de Berkane, Tel.: 07 / 70 75 12

Einreise und Ausreise

Deutsche Staatsangehörige können für touristische Zwecke bis zu 3 Monate visumfrei nach Marokko einreisen, wobei ein Reisepass verlangt wird, der ab Einreise noch 6 Monate gültig ist. Ausnahmen können für Pauschaltouristen gelten, die im Rahmen einer Gruppenreise einreisen. Falls der Reiseveranstalter entsprechende Absprachen getätigt hat, reicht in diesem Falle der Personalausweis. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt; ab dem 3. Lebensjahr muss ein Lichtbild vorhanden sein, auch dann, wenn das Kind im Reisepass der Eltern eingetragen ist. Eine Aufenthaltsverlängerung ist in der Regel nicht möglich, es sei denn, der Ausländerpolizei wird ein vollständiger Antrag mit Nachweis über finanzielle Mittel, ggf. Arbeitsvertrag in Marokko und Begründung, warum längerer Aufenthalt erforderlich ist, vorgelegt. Wird die 3-Monatsfrist überschritten, muss mit Abschiebung gerechnet werden. Wer mit dem Auto einreist, muss auch wieder per Auto ausreisen, da andernfalls hohe Zollstrafen drohen (auch bei Unfallwagen). Eine entsprechende Versicherung empfiehlt sich also.

Familienstruktur

Die Eltern des Brautpaares handeln nach wie vor noch viele Hochzeiten aus, wobei die Familie des Bräutigams für die Hochzeitsausgaben aufkommen muss. Als Ausgleich dazu stattet die Brautfamilie ihre Tochter mit einer Mitgift aus, die aus einem Teil der Haushaltseinrichtung besteht. Auch wenn Scheidungen missbilligt werden, sind sie dennoch nicht unüblich. Da eine Hochzeit zudem die Vereinigung der Familien bedeutet und sie daher ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis ist, wird das Ereignis entsprechend gefeiert – in aller Regel zwei Tage. Am ersten Tag treffen sich die weiblichen Verwandten und Freundinnen der Braut, singen, tanzen und bemalen Arme und Beine der Braut mit Henna. Am zweiten Tag kommen die Familien der Braut und des Bräutigams zusammen, um gemeinsam die Hochzeit zu zelebrieren. Die Großfamilie stellt das wichtigste Element des gesellschaftlichen Lebens in Marokko dar. Dabei ist jedes Familienmitglied verpflichtet, anderen Familienangehörigen die erforderliche finanzielle Unterstützung zu bewähren, wenn dies notwendig sein sollte. Während die Rolle der Frau in ländlichen Gebieten noch traditionell auf Haus- und Feldarbeit beschränkt ist, sind in den großen Städten wie Casablanca, Rabat und Fès viele Frauen berufstätig.

Flora & Fauna

Landschaft zwischen Agadir und TafraouteDie Tiefebenen bestehen vor allem aus nach Süden hin kargem und dorniger werdendem Busch- und Grasland. In den Wüstenoasen südlich des Hohen Atlas und Anti-Atlas gedeihen Dattelpalmen. An den nördlichen Gebirgshängen finden sich ausgedehnte Wälder aus immergrünen Eichen und Zedern, während in den tiefer gelegenen Gebieten Thuja, Wacholder und Ginster vorherrschen. In den östlichen Becken- und Mesetabereichen breiten sich ausgedehnte Flächen von Halfagras und Wermutstauden aus. Im Rharb und im Rif sind weite Regionen mit Korkeichen bewachsen, zudem findet man Steineichen, Zedern und Eukalyptus. 

Die Tierwelt Marokkos ist weitgehend mediterran, wird jedoch bereichert durch Berberaffen und Cuvier-Gazellen, deren Population allerdings abnimmt. Sie teilen ihr Schicksal mit dem Karakal (Luchs) oder dem Fennek (Großohrfuchs), die als Wüstentiere im Süden leben. Mufflons gibt es in den Schluchten der Gebirge. Außerdem leben hier noch Schakale und Magots, in Nordafrika heimische, den Makaken zuzurechnende Affen.

Fotografieren

Marokko ist reich an Motiven, insbesondere die Menschen mit ihren farbenprächtigen Trachten und ihrem fremdartigen Aussehen bieten attraktive Ziele. Dennoch sollten gewisse Verhaltensregeln beachtet werden. Da der Islam generell als bilderfeindlich anzusehen ist, reagieren die Menschen nicht selten aggressiv und ablehnend. Wenn überhaupt, sollte um Erlaubnis gefragt werden, da hauptsächlich Frauen Angst vor Magie und dem bösen Blick haben und der Islam generell die Darstellung von Menschen und Tieren verbietet. Ausnahmen sind Kinder und männliche Erwachsene, die sich mitunter gerne fotografieren lassen, allerdings für den Preis von Geld oder kleinerer Geschenke. Strengstens erboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Kasernen, Militärkonvois, Zollämter, Brücken, Radiostationen etc.

Da Fotomaterial wie Filme in Marokko sehr teurer sind und obendrein z. T. schlecht gelagert werden, sollte man genügend davon aus der Heimat mitnehmen.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geld

Währungseinheit ist der marokkanische Dirham (DH oder MAD), der sich in 100 Centimes unterteilt. Im Umlauf sind 10, 20, 50, 100 und 200 DH-Noten und 5, 10, 20 und 50 Centime-Münzen. In den größeren Städten gibt es Bankautomaten, bei denen Sie mit EC-Karte und Geheimnummer Geld abheben können. Vermeiden Sie es auf jeden Fall, Geld bei Privatleuten auf der Straße zu tauschen, denn dies ist illegal. Banken bzw. offizielle Wechselstuben erheben keine Gebühr. Dort erhält man eine Quittung, mit der man am Ende der Reise marokkanisches Geld wieder in die ursprüngliche Währung umtauschen kann; Ein- und Ausfuhr der marokkanischen Währung sind verboten.

Kreditkarten – Schecks

Führende Banken, Hotels, Geschäfte in den Großstädten und Touristikzentren akzeptieren am häufigsten Visa und Euro/Mastercard, seltener AmEx; zudem Traveller- und Euroschecks. Der Höchstbetrag pro Scheck ist 2000 DH, wobei die Unterschrift erst am Schalter geleistet werden darf.

Geografie

Das Land an Atlantik und Mittelmeer grenzt im Osten und Südosten an Algerien und im Süden an West-Sahara bzw. Mauretanien. Marokko besteht hauptsächlich aus Gebirgen und Hochebenen. Im Nordosten erstreckt sich das bogenförmige Kalksteingebirge Rif längs der Mittelmeerküste; westlich des Rif breitet sich der Rharb aus, eine Tiefebene aus Schwemmland. Wie ein Rückgrat durchzieht das Atlasgebirge Marokko von Südwesten in nordöstliche Richtung und fächert sich zur algerischen Grenze hin in verschiedene Hochebenen auf. In nordwestlicher Richtung fällt es in Stufen zur Atlantikküste ab. Hier finden sich auch die fruchtbarsten Regionen und die bedeutenden Städte des Landes. Das Atlasgebirge gliedert sich in drei parallele Ketten: der Hohe Atlas in der Mitte, ein Faltengebirge alpinen Charakters mit dem Djebel Toubkal (4167 m) als höchste Erhebung; der Mittlere Atlas im Nordwesten, ein vorwiegend aus Hochebenen bestehendes Gebirge; und der wesentlich flachere Anti-Atlas, im Südwesten, ein wüstenhaftes Felsengebirge. Diesem dreifachen Bergland schließt sich im Süden die Hochebene des Wadi Drâa mit ihren Steinwüsten und Oasenlandschaften an. Die bedeutendsten Wasserläufe sind Gebirgsflüsse.

Felsformation zwischen Agadir und Tafraoute

Geschichte

Schon ab dem Jahr 1000 v. Chr. entstehen an den Küsten des Mittelmeeres und Atlantiks phönizische bzw. karthagische Handelsniederlassungen. Die gefundenen Überreste punischer Siedlungen wie in Lixus weisen auf die Expansion Karthagos hin. Die punischen Kriege zwischen 264 v. Chr. und 146 v. Chr. schwächen die Macht der Phönizier von Karthago, sodass numidische (nordafrikanische) Fürsten ihren Einfluss bedeutend ausweiten können. Nach der endgültigen Niederlage Karthagos 146 v. Chr. dringen die Römer in den nordwestlichen Teil Afrikas vor. Von 25 v. Chr. bis 40 n. Chr. lenken der von Kaiser Augustus eingesetzte Juba II. und später dessen Sohn Ptolemaios die Geschicke Mauretanias. Nachdem Kaiser Caligula den letzten mauretanischen Herrscher 40 n. Chr. ermorden ließ, wird das mauretanische Reich in zwei römische Provinzen unterteilt: Mauretania Caesarea im Osten und Mauretania Tingitana im Westen.

Im Jahr 429 gründen dann die Vandalen unter König Geiserich im westlichen Nordafrika das erste autonome Germanenreich auf römischem Boden, das 105 Jahre später von Byzanz erobert wird. Im Jahre 681 besiegt und vertreibt Oqba ben Nafi al Fihri die Byzantiner und bringt gleichzeitig die islamische Religion aus dem fernen Arabien bis an den Atlantik. Während des 7. Jhs. dringen islamische Araber in Marokko ein, was dazu führt, dass sich die Berber zum Islam bekehren, politisch aber weitgehend unabhängig bleiben. 710/711 nehmen sie an der muslimischen Eroberung Spaniens teil, was Andalusien bis heute kulturell beeinflusst. Tariq, nach dem der Felsen von Gibraltar seinen Namen hat (Djebel Tariq), marschiert mit einer Truppe arabischer und berberischer Soldaten in einem breit angelegten Feldzug in Spanien ein. (Erst 1492, im Jahr der Entdeckung Amerikas, gelang den Spaniern die vollständige Rückeroberung.) Verschiedene Berberstämme rebellieren im Jahre 740 gegen die Araber und ein schiitischer Flüchtling aus Damaskus mit Namen Moulay Idriss wird im Jahre 788 zum Imam der Marokkaner. Nach seiner Ermordung übernimmt sein Sohn Idriss II. im Alter von elf Jahren den Thron. Dieser gründet die Stadt Fès, baut sie zu einer wichtigen Metropole aus und lässt die erste Universität errichten. Einige Krisen führen nach seinem Tod zum Zerfall der Dynastie in wiederum kleinere Fürstentümer.

Zwischen 920 und 1050 nehmen die Fatimiden Fès ein, doch die eiserne Entschlossenheit der wehrhaften Sippen zwischen Rif und Atlas verhindert, dass die tunesischen Machthaber auch den westlichen Maghreb erobern. 50 Jahre später haben die Almoraviden, ein Berberstamm aus Mauretanien, die Macht erobert. Um 1060 errichtet Abou Bekr an der Stelle der zukünftigen Hauptstadt Marrakesch als Basis für die Unterjochung der Region ein Zeltlager. Nach den Almoraviden kommen die Almohaden und beginnen damit, eine einheitliche Herrschaft über den gesamten Maghreb zu errichten. Der dritte Almohadenherrscher, Yacoub al-Mansour, gründet die neue Hauptstadt Rabat und leitet eine Blütezeit ein. Da allerdings die östlichen Provinzen nach Unabhängigkeit streben, zerfällt der Maghreb wieder in seine z. T. noch heute bestehenden Teile Tunesien, Algerien und Marokko. Während des 12. Jhs. verdrängen die Almohaden zum einen unter Abd el-Moumen (1130–1163) die Almoraviden in den östlichen Maghreb.

1146 kapitulieren Fès, Meknès und Sala, ein Jahr später folgt Marrakesch. Zum anderen unterwerfen sie bei einer Expedition gegen die Normannen die Hafenstädte Nordafrikas einschließlich Tripolis. Nun beherrschen sie das gesamte Herrschaftsgebiet des westlichen Islam. Die Koutoubia-Moschee wird in Marrakesch errichtet. Abou Yakoub Youssouf (1163–1184) unterdrückt eine Revolte in Gafsa (Tunesien), im Zuge dessen ein Teil der Bevölkerung nach Marokko und Spanien umgesiedelt wird. Er nimmt nach erfolgreichen Kämpfen gegen die spanische Reconquista 1190 den Titel „El-Mansour“ an, „der Siegreiche“ und prägt die folgende Epoche insbesondere durch eine rege Bautätigkeit und die Förderung der Künste an seinem Palast in Marrakesch. Als Tunesien sich selbstständig macht, wird das Reich geteilt. Die Meriniden breiten sich sowohl nach Osten als auch nach Süden aus, was dazu führt, dass sie unter der Führung von Abou Yahya (1244-1258) und Abou Youssouf Yakoub (1258-1286) innerhalb eines Vierteljahrhunderts ganz Marokko erobern. Fès wird wieder Residenz. Zum Ende des 13. Jh.s ist der Maghreb in drei Reiche geteilt: Der Westen gehört den Meriniden, welche die Almohaden entmachten, der mittlere Teil den Abdalouadiden von Tlemcen und der Osten (Tunesien und Ostalgerien) den Hafsiden.

Zwischen 1331 und 1351 unterwirft Abou el-Hassan den Maghreb, 1337 wird Tlemcen besetzt, 1347 Tunis erobert und noch heute zeugen prachtvolle Monumente in zahlreichen Städten vom Glanz der Merinidenkultur. Als dann 1358 Abou Inan, Sohn von Abou el-Hassan und letzter großer merinidischer Sultan, ermordet wird, entstehen zahllose Fürstentümer mit eigenen Machtansprüchen. Die Portugiesen erobern 1415 Ceuta. Fünf Jahre später wird der merinidische Sultan Abou Saïd samt seiner Familie in Fès von einem Palastdiener umgebracht und der einjährige Abd el-Haqq, der als Einziger das Attentat überlebt, zum Sultan erklärt. Während seiner Kindheit übernehmen Mitglieder der Familie der Banu Ouattas die Regentschaft, werden aber, als Abd el-Haqq erwachsen ist, beseitigt. 1511 greifen die Saadier aus dem Drâa-Tal Agadir an, nehmen 1525 Marrakesch und später 1554 Fès ein. Da sie als Schorfas – Abkömmlinge des Propheten – sehr hohes Ansehen genießen, gewinnen sie quasi im Handstreich den marokkanischen Thron. Aufgrund europäischer Expansionspolitik errichten zunächst Portugal dann Spanien einige Bastionen entlang der Mittelmeerküste. 1554 werden die Portugiesen von den Saadiern mit ihrem Führer Ahmed al-Mansour bezwungen. 1578 dann sterben der portugiesische König Don Sebastian sowie die verfeindeten Brüder El-Moutaouakkil und Abd el-Malik bei der berühmten „Schlacht der drei Könige“.

Bis 1603 dann hat Ahmed el-Mansour, der nach dem Feldzug durch das „Land der Schwarzen“ und der einträglichen Plünderung von Timbuktu „Ed-Dehbi“, „Der Vergoldete“, genannt wird, in Marrakesch glanzvolle Bauten errichten lassen. Die königliche Nekropole stellt nun ein wahres Juwel maghrebinischer Baukunst dar. Die in der 2. Hälfte des 16. Jh.s erstarkte Familie der Alaouiten erobert unter ihren Führern Moulay Scherif, Moulay M'hammed und Moulay Rachid zu Beginn des 17. Jhs. das gesamte Land. In der Zeit von 1672 bis 1727 „befriedet“ Moulay Ismail das Land mit einer Armee schwarzer Sklaven, die er zu einem Großteil aus dem Sudan erwirbt. Seine Residenz errichtet er in Meknès. Er ist es, der die Stadt durch einen zum Teil dreifachen Mauerring von zyklopischen Ausmaßen zu einer drohenden Feste macht. Moulay Ismail, jener Sultan, der seine Sklaven quält wie kein Zweiter, seine Kamele verhätschelt wie kein Anderer und Meknès mit seinem eigenen Schicksal verbindet. Nach seinem Tod herrscht Chaos im Lande, die Ordnung wird erst später durch seine Nachfolger Moulay Abdallah und Sidi Mohammed Ben Abdallah zeitraubend wieder hergestellt. 1765 wird der Hafen von Essaouira als wichtiger Umschlagplatz für aus Timbuktu kommende Waren erbaut. Nach verheerenden Dürrezeiten und Pestepidemien gegen Ende des Jahrhunderts entfaltet sich langsam der Feudalismus. In der Folge muss das Land gegen innere Unruhen und Instabilität ankämpfen.

Die in Europa aufkommenden Franzosen besetzen zunächst Algerien und errichteten, gedeckt durch ein Abkommen mit Großbritannien, eine „internationale Verwaltung“ in Tanger. Dadurch wird in den Folgejahren der „Heilige Krieg“ wieder belebt, doch die marokkanischen Truppen, die den algerischen Widerstand um Abd el-Kader unterstützen sollen, werden bei Oujda vernichtend geschlagen. Auch die Konflikte zwischen Marokko und Spanien enden mit einer marokkanischen Niederlage, sodass sich Mohammed IV. zur Zahlung einer Entschädigung an Spanien verpflichtet und im Jahr 1860 Tétouan als Pfand genommen wird. Zudem werden die spanischen Hoheitsgebiete von Ceuta und Melilla erweitert; Casablanca wird das zweite Zentrum der Europäer. In den zwanzig Jahren nach 1873 reorganisiert Hassan I. Verwaltung und Armee und treibt die Entwicklung der Wirtschaft voran. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts beschneidet der sog. „Akt von Algeciras“ die marokkanische Unabhängigkeit und gesteht den Fremdmächten beträchtliche Freiheiten in Wirtschaft und Handel zu. Die Ermordung von Franzosen in Marrakesch und Casablanca im Jahr 1906 liefert nur den Vorwand für das Eingreifen französischer Truppen und die anschließende Teilbesetzung Marokkos (Oujda, Casablanca). Die fünf Jahre später ausbrechenden Unruhen, bedingt durch die zwangsweise Anerkennung des Vertrags von Algeciras unter dem Druck ausländischer Banken angesichts hoher Schulden, lässt die Franzosen in Fès eindringen und führt im darauf folgenden Jahr 1912 zur Konvention von Fès. Abd el-Hafid unterzeichnet den Protektoratsvertrag mit Frankreich, wobei er zugunsten seines Halbbruders Youssouf auf den Thron verzichtet. Der Sultan bleibt nach wie vor Anführer der religiösen Gemeinschaft.

Während nun die Franzosen unter General Hubert Lyautey die politische Führung übernehmen, wird in Tiznit El-Hiba zum Gegensultan ausgerufen. In den folgenden zwei Jahrzehnten erweitern die Franzosen die Infrastruktur des Landes, Straßennetze, Eisenbahn, Häfen und Stauwerke werden gebaut, die Landwirtschaft entwickelt, Tanger wird zur internationalen Zone erklärt und Rabat Hauptstadt. Spanien erhält das Rifgebiet. Die Aneignung von Grundstücken treibt den Prozess der Kolonisierung weiter voran. Unter massivem Druck der französischen Militärmacht unterzeichnet 1930 der neue Sultan Mohammed V. einen Erlass, wonach die Berber der französischen Gerichtsbarkeit unterstellt werden und sich eine islamistisch geprägte nationalistische Bewegung formiert. Während des 2. Weltkriegs nimmt der Nationalismus in Marokko zu. Ab 1951 steht die „marokkanische Frage“ auf der Tagesordnung der Generalversammlung der UNO. Im Jahr darauf fordert Mohammed V. in einer Rede im November die sofortige politische Befreiung Marokkos. Er wird 1953 verbannt, doch die Bevölkerung kann zwei Jahre später seine Rückkehr durchsetzen, wobei er in Rabat stürmisch bejubelt wird. Das französische Protektorat endet offiziell am 2.3.1956, und Frankreich und Spanien erkennen die Unabhängigkeit Marokkos unter Sultan Mohammed V. an, der internationale Status von Tanger endet ebenfalls.

1957 nimmt Mohammed V. den in Marokko neuen Titel eines Königs an. Nach seinem Tod 1961 übernimmt Hassan II. die Thronnachfolge und vollendet die ausgearbeitete und ab 1962 geltende Verfassung. Ein Jahr später finden die ersten Parlamentswahlen statt, im Zuge dessen Oppositionelle verhaftet werden. Ein Grenzkrieg mit Algerien lenkt von innenpolitischen Schwierigkeiten ab. 1969 wird die erste islamische Konferenz in Rabat abgehalten. 1971/72 überlebt der König zwei Putschversuche. Beim „Grünen Marsch“ am 6.11.1975 überschreiten 350.000 Marokkaner die Grenze zur Westsahara. König Hassan II. war auf den Gedanken gekommen, einen friedlichen Marsch zu organisieren, in Gedenken an den Propheten, der einst triumphal nach Mekka zurückkehrte. Es gab einen schier unglaublichen Enthusiasmus im ganzen Land. Der König bestimmte die Teilnehmerzahl, und man stellte in den Rekrutierungsstellen fest, dass nahezu jeder Marokkaner willens war, den Weg in den Süden anzutreten. Am 6. November gibt der König schließlich den Auserwählten das Signal zum Aufbruch. Zur gleichen Zeit wird fieberhaft nach einer politischen Lösung gerungen. So wird dann der grüne Marsch gestoppt und damit begonnen, eine marokkanische Regierung einzusetzen, die die frühere spanische ersetzt. Die Spanier ziehen ab und den ersten Gouverneur, der von König Hassan II. nach El-Ayoun gesandt wird, empfängt die Bevölkerung der Sahara überschwänglich.

Im Anschluss an die Entkolonialisierung des Gebietes der Westsahara kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Befreiungsbewegung POLISARIO, die für einen eigenen Staat Sahara eintritt. 1988 akzeptieren Marokko und die POLISARIO den Westsahara-Friedensplan des UNO-Generalsekretärs Perez de Cuellar nur mit Einschränkungen, der ein Referendum in dem betroffenen Gebiet vorsieht. 1989 erfolgt die Gründung der Union des Arabischen Maghreb (UMA), wonach Marokko, Mauretanien, Tunesien, Algerien und Libyen eine enge wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit planen. 1993 wird in Casablanca die zweitgrößte Moschee der islamischen Welt eröffnet, die Grande Mosquée Hassan II. Am 23.7.1999 stirbt Hassan II. und sein ältester Sohn übernimmt die Thronfolge als Mohammed VI. In ihn, den man auch „König der Armen“ nennt, werden große Hoffnungen gesetzt. In seiner ersten Rede an die Nation bekennt er sich zu Rechtsstaat, politischen Pluralismus, zur Achtung der Menschenrechte und zur Fortsetzung der marktwirtschaftlichen Reformen. Darüber hinaus lässt er etwa 8.000 Häftlinge frei und mildert für rund 38.000 Strafgefangene teilweise erheblich die Strafen. 2001 wird die Volksbefragung über die Zukunft der Westsahara verschoben.

Staats- und Regierungsform

Mehrparteiensystem, konstitutionelle Monarchie, ein gesetzgebendes Organ.

Gesundheit

Schutzimpfungen sind in Marokko nicht mehr vorgeschrieben, dennoch können sich Individualreisende, die hauptsächlich in abgelegenen Gegenden unterwegs sind, gesundheitlichen Gefahren aussetzen. Aus diesem Grunde sind Impfungen gegen Tetanus, Typhus, Malaria und Hepatitis A ratsam. Trinken Sie nur abgefülltes Mineralwasser und waschen Sie frisches Obst! Darüber hinaus muss vor der Bilharziose, einer schweren Wurmkrankheit, gewarnt werden, welche man sich beim Baden in stehenden Gewässern und Bewässerungskanälen in Oasen der Präsaharagebiete holen kann. Fliegen sollten Sie besser von Augen, Lippen und Essen fern halten, da sie – in unhygienischem Umfeld – die ägyptische Augenkrankheit, Trachom, übertragen können.

Falls Sie einen Arzt brauchen sollten, wenden Sie sich entweder an die Hotelrezeption, an das Auskunftsbüro oder an eine Apotheke (pharmacie). Es ist empfehlenswert, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Internet

Internetcafés schießen momentan wie Pilze aus dem Boden. Man kann dort sehr preisgünstig ab etwa 8 DH die Stunde surfen. Der Boom lässt aber langsam nach. Die meisten Internetcafés sind relativ ungemütlich und verraucht; und der marokkanische Provider (IAM) ist nicht selten unzuverlässig, sodass man teilweise sehr lange Wartezeiten hat oder gar nichts funktioniert.

Kleidung und Reisegepäck

Marokko ist ein islamisches Land und kennt daher andere Kleidervorschriften als Europa. Obwohl man neben tief verschleierten auch auf junge Frauen in westlicher Kleidung trifft, sollte man Folgendes beachten: Je dezenter man sich kleidet, desto größere Wertschätzung genießt man auch. Frauen in Minirock, Shorts oder tiefem Dekolleté, d. h. also in aufreizend empfundener Kleidung, die womöglich so durch die Altstädte und Dörfer spazieren, dürfen wenig Respekt erwarten. Dasselbe gilt für Männer in kurzen Hosen. Darüber hinaus sollten Frauen, die ohne Rücksicht auf den islamischen Moralkodex oben ohne am Strand oder Pool baden, nicht verwundert sein, wenn sie daraufhin sexuell angemacht werden.

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Kultur

Lebensstil

Die örtlichen Bräuche zu respektieren bedeutet, den Beweis für eine grundlegende Höflichkeit gegenüber einem gastgebenden Land zu liefern. So ist es eine Selbstverständlichkeit, sich den Gewohnheiten anzupassen, um peinliche Situationen und Missverständnissen zu vermeiden. Hier einige wichtige Regeln:

In Marokko ist den Nicht-Muselmanen der Zugang zu Moscheen und heiligen Orten untersagt.

Einige Ausnahmen: die Moschee Hassan II. in Casablanca, das Mausoleum Mohamed V. in Rabat, das Mausoleum Moulay Ismail in Meknès und das Mausoleum Moulay Ali Chérif in Rissani.

Vermeiden Sie bitte aufreizende Kleidung. Eine Einladung zum Minztee ist eine Geste der Gastfreundschaft – man sollte diese Geste stets akzeptieren.

Wenn Sie zu einer Mahlzeit im Kreise der Familie eingeladen sind, waschen Sie sich zuerst symbolisch in der Wasserkanne die Hände. Die Mahlzeit beginnt, nachdem der Hausherr das »bismillah«, eine Lobrede an Gott, gesprochen hat. Essen Sie mit der rechten Hand, denn die drei Finger dieser Hand ersetzen das Besteck; probieren Sie von allem. Aber fühlen Sie sich nicht verpflichtet, alles zu essen, was sich auf Ihrem Teller befindet – das ist im Allgemeinen unmöglich!

Vermeiden Sie es bitte, während der Ramadanzeit am Tage in der Öffentlichkeit zu trinken, zu essen oder zu rauchen.

Wenn Sie jemanden fotografieren möchten, vergessen Sie nicht, vorher um seine Erlaubnis zu bitten.

Religion

Der Islam ist die offizielle Religion Marokkos, neben der aber auch noch weitere existieren. Das Praktizieren der anderen angemeldeten Religionen ist durch die Verfassung garantiert. Der Tagesablauf ist durch fünf Aufrufe zum Gebet rhythmisch gegliedert, die der Muezzin von der Spitze des Minaretts aus ankündigt. Während des Ramadanmonats, dem heiligen 9. Monat des islamischen Kalenders, fasten die Marokkaner und unterlassen es, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu essen, zu trinken und zu rauchen. Ein strenges Koitusverbot besteht dann ebenfalls.

Natürlich bringt das den täglichen Rhythmus gehörig durcheinander. Der größte Teil der Verwaltungen, der öffentlichen Dienste, Denkmäler und Geschäfte stellt seine Öffnungszeiten darauf ein. Gleichwohl können die Nicht-Muselmanen in bestimmten Restaurants, insbesondere in den Hotels, etwas zu essen bekommen. Mehr als 20 Millionen Marokkaner essen dann die Fastenbrechsuppe und essen Datteln.

Die Tage des Ramadan ziehen sich dahin, aber wie schön sind dagegen die Nächte!

Von den Minaretten verschmelzen die abgestuften Tonhöhen der Muez­zins zu einem einheitli­chen Sprechgesang. Viele Gesichter wenden sich Mekka zu, die Schuhe abgestreift, knien viele Muslime (wörtlich: »die in den Stand des Heils Eingetretenen«) auf blanker Erde oder ausgelegten kleinen Teppichen, die Lippen beten, der Oberkörper wippt immer wieder nach vorne. Sie gehören dem malekitischen Ritus an, einem der vier als rechtgläubig geltenden Rechtsschulen des sunniti­schen Islams. Allah hat Mohammed, der der Legende nach in der Einsamkeit der Wüste durch den Erzengel Gabriel zum Propheten berufen wurde, selbst den in Suren gegliederten Koran of­fenbart, auf dem ihre Religion basiert. Der Koran wird durch die Sunna ergänzt, in der die Ge­wohnheiten des Propheten aufgezeichnet sind: Legenden, Berichte und Aussprüche aus seinem Le­ben. Außer dem sahada, dem Glaubensbekenntnis, sind das rituelle Gebet, salat, das Fasten während eines Mondumlaufs am neunten Monat der islamischen Zeitrechnung, Ramadan, das Almosenge­ben, sakat, und die Pilgerfahrt nach Mekka, haddsch, die einzigen den Gläubigen auferlegten Ver­pflichtungen. Im religiösen Sinn bedeutet Islam »Unterwerfung und Hingabe«, aber es ist ein zweideutiges Wort, denn politisch gesehen, bedeutet es auch die Unterwerfung unter Allah und seinen Propheten, den Verkünder der wahren Religion; und das Mittel zu seiner Ausbreitung war das Schwert, denn wer sich nicht freiwillig unterwarf, der sollte mit Gewalt gezwungen werden. In Windeseile und mit Waffengewalt hatte sich der Islam schon ein Jahrhundert nach dem Tod des Propheten bis zum Ganges im Osten und zur Loire im Westen verbreitet, aber das ist eine andere Geschichte, die Geschichte einer fanatisierten Glaubensgemeinschaft, die wie ein Orkan über ein Gebiet fegte, dessen Größe das Römerreich weit überragte.

Folklore

Die Traditionen und die Volkskunst sind in Marokko so lebendig wie früher. Der Musik begegnet man im ganzen Land. Sie begleitet fröhliche Feste und feierliche Handlungen. In den Städten hat sie sich zu einer Instrumentalform entwickelt. Sie ist traditionell arabisch, sowohl klassisch als auch volkstümlich. In den Berberstämmen und den Stämmen auf dem Land ist die Musik eng mit der Poesie und dem Tanz verbunden. Die folkloristischen Tänze sind prachtvoll und fassen das Leben der Stämme in einen Rhythmus zusammen. Hier sind die wichtigsten dieser Tänze:

Der Ahouach aus den Tälern des Hohen Atlasgebirges: Die Frauen bilden einen Kreis, in dem die Männer Tamburin spielen.

Der Ahaidous des Mittleren Atlasgebirges: Frauen und Männer bilden einen Kreis und geben, einer nach dem anderen, den Rhythmus an, indem sie mit den Füßen auf den Boden stampfen.

Die Guedra aus dem südlichen Marokko: Die Tänzerin kniet am Boden und ist vollständig mit einem schwarzen Tuch bedeckt. Der Rhythmus wird schneller, die Tänzerin führt mit ihren fingern Schlangenbewegungen aus und versucht so, die Zuschauer zu betören.

Der Tissint aus dem Tata (im Süden von Agadir): Frauen und Männer, in blaue Indigogewänder gekleidet, führen den Tanz des Dolches auf.

Die Gnaouas, die afrikanischen Ursprungs sind: Unter hämmernden Rhythmen wetteifern die Tänzer darum, Kunststücke vorzuführen.

Die Taskiouine des Hohen Atlasgebirges, in der Nähe von Ouarzazate: ein Kriegertanz, der kraftvoll und sehr männlich ausgeführt wird. In eine weiße Tunika gekleidet, das Gesicht stark mit Puder geschminkt, stampfen die Tänzer mit den Füßen im Takt und klatschen dabei heftig in die Hände.

Die Kelaa M’Gouna: nicht zu verpassen während des Festes der Rosen, das jedes Jahr im Mai stattfindet.

Das Al Aita: Es stammt aus den Bergen und Tälern und begleitet Hochzeiten und andere Festlichkeiten.

Musiker auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch

Feste und Moussems

Die Feste ziehen die Saisons auseinander, da mit ihnen die örtlichen Einnahmequellen gefeiert werden. Die Festivals sind den Künsten und volkstümlichen Traditionen gewidmet. Die Moussems bilden Gelegenheiten, bei denen viele Menschen zusammenkommen, um einem Heiligen Ehre zu erbieten. Lassen Sie keine Gelegenheit zu einem Fest ungenützt verstreichen. Sie werden die Fantasie, die Tänze, die Gesänge und die traditionellen Kostüme bewundern, an Prozessionen teilnehmen und neue Gerichte kosten.

Da diese Veranstaltungen oft von örtlichen Bedingungen (Ernten) oder vom Mondkalender abhängen, ist es unmöglich, die Daten dieser Veranstaltungen längere Zeit im Voraus anzugeben.

Feste und Festivals

  • Fest der Mandelbäume – Tafraout – Februar.
  • Fest der Rosen – El Kelaa M’Gouna – Mai.
  • Wachsfest – Salé – Mai.
  • Wüstensymphonien – Ouarzazate – Juni.
  • Kirschfest – Séfrou – Juni.
  • Nationales Festival der Volkskünste – Marrakesch – Juli.
  • Kamelmarkt – Guelmim – August.
  • Kulturfestival von Asilah – August.
  • Fest der Verlobten – Imilchil – September.
  • Dattelfest – Erfoud – Oktober.
  • Festival der heiligen Musik – Fès – Oktober.
  • Festival von Agadir – Dezember.

Die wichtigsten Moussems

  • Moussem Moulay Abdallah – El Jadida – August.
  • Moussem Moulay Idriss in Zerhoud (in der Nähe von Meknès) – August.

Die »Fantasias«

Hierbei handelt es sich um außerordentliche Wehrübungen, in denen die Männer zu Pferde unglaubliche Kunststücke vollführen und bei einem wilden Galopp ihre »Moukhala« (alte Gewehre mit Schießpulver) vollkommen gleichzeitig abfeuern.

Küche

So wechselvoll, wie sich die Geschichte Marokkos darstellt, so abwechslungsreich sind auch die Speisen Marokkos. Über Jahrhunderte war der Maghreb den Einflüssen wechselnder Invasionen und Fremdherrschaften ausgesetzt. Vor unserer Zeitrechnung bestimmten einheimische Berber, nomadisierende Araber, Phönizier und Karthager die Kultur des Maghreb, dann war Marokko vierhundert Jahre Teil des Römischen Reiches. Aus der Küche der Berber stammt das Nationalgericht der Maghreb-Länder, das Couscous ebenso wie die diversen Tajine-Gerichte. Vom 7. Jahrhundert an nahm der militärische, kulturelle und religiöse Einfluss der Araber und damit des Islam zu. Neben religiös bedingten Essensvorschriften, wie Fastenzeit und Schweinefleischverbot, brachte der arabische Einfluss besonders einen Reichtum in der Verwendung von Gewürzen mit sich. Über die Mauren in Spanien gelangten schließlich auch andalusische Einflüsse nach Marokko, beispielsweise die Verwendung von Oliven und Olivenöl.

Die marokkanische Küche ist vielseitig, daher nur einige auch für mitteleuropäische Gaumen schmackhafte Spezialitäten: Tajine wird in einem runden, irdenen Schüsselchen serviert, das mit einem spitz zulaufenden Deckel verschlossen ist. Couscous, das marokkanische Nationalgericht, wird mit Bohnen, Zucchini, Rosinen und Kichererbsen zubereitet. Brochettes sind auf dem Holzfeuer gegrillte Fleischspieße mit etwas Brot. Kamelfleisch, in Butter konserviert, ist in jeder Medina erhältlich. Pastub, ein großer Blätterteigkuchen, gefüllt mit Geflügelklein und bestreut mit Zucker und Zimt. Méchoui heißt der Festtagsschmaus in Gestalt eines ganzen Hammels am Spieß. An Backwaren zu rühmen sind z. B. Cornes des Gazelle (Gazellenhörner), Haloua dial raghyfa mit Nougat und Butter, Sallou-Konfitüren.

Vorsicht: Brot auf keinen Fall achtlos wegwerfen oder im Lokal mehr davon bestellen, als man voraussichtlich essen wird, da es sich um ein religiöses Symbol handelt.

Medien

Fernsehen, Rundfunk und Presse werden, trotz verfassungsrechtlich garantierter Freiheit, noch immer staatlich kontrolliert. Auf 1.000 Einwohner kommen 241 Radios, 160 Fernseher und 0,07 Internetzugänge. Es erscheinen 22 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 704.000 Exemplaren. Auflagenstärkste marokkanische Tageszeitung in französischer Sprache ist Le Matin du Sahara et du Maghreb.

Deutsche Zeitungen gibt es in den wichtigsten Touristikzentren, internationale in den führenden Hotels, an Zeitungsständen und in Schreib- bzw. Tabakwarengeschäften.

Netzspannung

Am besten man nimmt umschaltbare elektrische Geräte mit und einen Adapter für die Steckdosen französischen Typs. In den Touristikhotels beträgt die Spannung zumeist 220 Volt, in einfachen Unterkünften noch 110 Volt. Die Frequenz ist 50 Hz. In jedem Fall sollte man sich vor Anschluss eines Gerätes erkundigen.

Notruf

  • Police secours (Überfall) Tel.: 19
  • Ambulance Tel.: 15
  • Verkehrsunfall Tel.: 177

Öffnungszeiten

Für die Zeit der Schulferien von Ende Juni bis Anfang September werden die Öffnungszeiten jährlich offiziell festgesetzt. Außerhalb der oben genannten Monate:

Apotheken: Mo.–Fr. 9.00–12.30 Uhr und 15.00–19.30 Uhr, Sa. 9.00–12.30/13 Uhr. Banken: Mo.–Do. 8.15–11.30 Uhr und 14.15–16.30 Uhr, Fr. 8.15–11.15 Uhr und 14.45–16.45 Uhr. Behörden, Ensembles Artisanaux, Délégations du Tourisme, Postämter: Mo.–Do. 8.30–12 Uhr und 14.30–18.30 Uhr, Fr. 8.30–11.30 Uhr und 15–18.30 Uhr. Geschäfte: In der Altstadt nach Belieben. Freitags sind fast alle Läden geschlossen, samstags und sonntags geöffnet. Neustadt: Mo.–Sa. 8.00–12.00 Uhr und 14.30/15.30–18.30/19.30 Uhr. Museen, Medersen, Kasbahs und sonstige Sehenswürdigkeiten: flexibel, täglich etwa 9.00–12.00 Uhr und 15.00–17.30/18.00 Uhr. Staatliche Museen sind dienstags geschlossen. Restaurants: 12.00/12.30–14/14.30 Uhr und 19.00/19.30–22/22.30 Uhr.

Im Ramadan sind Banken von 9.30–14 Uhr, Behörden, Postämter, Délégations du Tourisme, Ensembles Artisanaux, Museen und alle Sehenswürdigkeiten von 9.00–14.00 bzw. 15.00 Uhr, je nach Jahreszeit, geöffnet.

Post

Eine Postkarte nach Deutschland wird mit 6,60 DH frankiert. Die Briefmarken dazu kauft man am besten am Kiosk, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Wer originelle Grüße aus Marokko verschicken möchte, kann dies per Telegramm erledigen. Ein paar Zeilen können schon für 20-50 DH versendet werden.

Öffnungszeiten der Postämter: Mo.–Fr. 8.30–11.45 Uhr, 14.30–18.30 Uhr, Sa. 8.30–12 Uhr (eingeschränkte Öffnungszeiten während des Ramadan).

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

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Reisezeit

Das Klima in Marokko wird durch den Übergang von heißem Wüstenklima zu milderem, mediterranem Klima geprägt, wobei man eine kühle Periode mit Regenfällen und eine heiße trockene Jahreszeit unterscheidet. Während im Norden die heiße Zeit von Juni bis September reicht, dauert sie im Süden von April bis Oktober an. An der Küste sind die Temperaturen mit 20 bis 25 °C recht milde, im Landesinneren kann es dagegen schon einmal bis 40 °C heiß werden. Als Reisezeit kann grundsätzlich das ganze Jahr empfohlen werden. Rundreisen sind am angenehmsten in der Zeit zwischen März und Juni sowie zwischen September und November. Und selbst wenn das Atlasgebirge Schneemützen trägt, kann man am Pool des Hotels in der warmen Wintersonne liegen.

Sicherheit

Generell ist Marokko ein sicheres Reiseland. Die städtische Kriminalität ist noch relativ gering, aber wenn man einschlägigen Berichten Glauben schenken mag, schon stark im Anwachsen. Bislang kommt es allerdings nur selten zu Raubüberfällen. Die Polizei überwacht militante islamische Fundamentalisten, deren Tätigkeit strengstens verboten ist. Häufig werden Diebstähle erst durch den Leichtsinn der Touristen provoziert, sodass es geboten erscheint, vorsichtig mit Geldbörsen, Fotoapparaten und anderen wertvollen Gegenständen umzugehen. Im Gedränge der Souks kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen, was aber eher eine Ausnahme ist. Bei Fahrten durch das Rif-Gebirge ist Anhalten unbedingt zu vermeiden, da unmittelbar Rauschgifthändler auf den Plan treten, die auf aggressivste Weise Haschisch verkaufen wollen. Es kommt sogar vor, dass Autos mit Touristen verfolgt und zum Anhalten gezwungen werden. Man sollte immer die notwendige Ruhe bewahren und unzweifelhaft klarstellen, nichts kaufen zu wollen. Hat man sich dennoch aus Angst vielleicht Rauschgift aufzwingen lassen, sollte man es bei allernächster Gelegenheit wieder aus dem Fenster werfen.

In Marokko unterscheidet bei der Polizei zwischen Gendarmen, die für Verkehrsdelikte zuständig sind, und der Sûreté, die Kriminalfälle untersucht. Man sollte sich nicht wundern, wenn die Polizei häufig Kontrollen durchführt; behalten Sie jedoch immer im Hinterkopf, dass sie in den meisten Fällen am längeren Hebel sitzt. Notfallnummer: Polizei (Police secours): Tel.: 19. Verkehrsunfall (Gendarmerie): Tel.: 177.

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sport

Das Mittelmeer mit seinen warmen Gewässern, der Atlantik und seine funkelnden Wogen, verschlafene Seen, mitreißende Wadis und tosende Sturzbäche – Marokko bietet die besten Voraussetzungen für Wassersport aller Art: Surfen, Windsurfen, Rafting, Segelsport, Kanu, Kajak, Rudern, Fischen ... Aber Vorsicht! Baden Sie an den bewachten Stränden und verfolgen Sie den Wetterbericht, denn der Atlantik kann sich manchmal als gefährlich erweisen. Auch an Land kann man aktiv werden: Golf, Tennis, Reiten, Wandern, Ausritte auf einem Kamel oder einem Maultier, Bogenschießen, Fechten, Jagen, Skifahren, Paragliding ...

Wanderroute & Trekking

Mit seinen vier Bergketten, einem Dutzend Gipfeln von mehr als 4.000 m Höhe und 400 Gipfeln von mehr als 3.000 m Höhe, alle zugänglich für Personen mit guter körperlicher Kondition, bietet sich Marokko für außergewöhnliche Wanderungen an. Zu Fuß im Sirwa, im Sargho, im Rif; auf Skiern in den Zedernwäldern des Mittleren Atlasgebirges; kombiniertes Skifahren-Maultierreiten im Hohen Atlasgebirge; Canyonfahren. In jeder Saison kann man die Natur auf andere Weise entdecken. Die marokkanischen Berge sind schön und wild – dennoch ist für die Wanderer alles organisiert; ein Netz von Wegequartieren und Berghütten, Vermietung von Mauleseln als Lasttiere, von geländegängigen Fahrzeugen und vieles mehr ... Um dorthin zu gelangen, können Sie ein Auto mit Vierradantrieb mieten. Mehrere Personen benützen am besten die großen Taxis oder Reisebusse. 

Der Sandmarathon: 

Eine der schwierigsten Ausdauerprüfungen der Welt. Der Lauf dauert eine Woche und umfasst ca. 250 km in den Sanddünen und der Muschelwüste. Und als ob das noch nicht genug wäre, tragen die Wettläufer alles mit sich, was sie für die Woche benötigen, einschließlich der Nahrungsmittel.: Auskunft erteilt: Cimbaly – BP 98 – 10003 Troyes Cedex, France. Tel.: 0033-25820128, Fax: 0033-25820723. 

Golf

Das Angebot an abwechslungsreichen und herrlichen Landschaften lässt das Golfspiel, die nationale Leidenschaft, in Marokko zu Ehren kommen. Wettkämpfe von hohem Rang führen Golfspieler aus der ganzen Welt zusammen. Der bekannteste Wettkampf ist die Trophäe Hassan II., der sich auf dem berühmten roten Parcours des „Royal Golf Dar Es-Salam“ in Rabat abspielt, einem der schönsten Golfplätze der Welt. Vierzehn Golfplätze, die bald auf 30 aufgestockt werden sollen, sind über das ganze Land verteilt: Ausblick auf den immerwährenden Schnee im Atlasgebirge bis nach Marrakesch, der Duft der Tannen und Zypressen auf den Hügeln Tangers, jahrhundertealte Eichen im Wald von Rabat, die frohen Farben des Heidekrauts, der Tamarisken und des Ginsters am Cabo Negro, entlang der Dünen von Agadir, in Benslimane, El-Jadîdass, Mohammedia, Ouarzazate, Fès, Casablanca und bis in Herz der königlichen Stadt Meknès, im prächtigen Park des königlichen Palastes ... Der „Greenfee“ liegt zwischen 100 und 500 DH. Der größte Teil der Parcours besitzt einen Mietservice für Clubs, Caddies und elektrische Fahrzeuge. Einige Parcours sind an einem Tag der Woche geschlossen.

Segeln, Jachtsegeln und Wasserskifahren

In Al-Hoceima sein Schiff takeln und Kurs nehmen auf die Meerenge von Gibraltar, an den Wehren vorbei, und im Hafen von El-Jadîda vor Anker gehen, in Oualidia Austern genießen, in einer romantischen Bucht im Norden von Agadir Anker werfen, die Gelegenheit nutzen, um Wasserski zu fahren: mit dem Segel oder motorgetrieben, die Vergnügungsmöglichkeiten der 3.000 km marokkanischen Küste, ganz zu schweigen von den natürlichen und künstlichen Seen, sind endlos.

Surfen und Windsurfen

Wellen vom Atlantik, günstige Winde vom Mittelmeer und ausgedehnte Seen: Amateure wie Profis finden ihr Glück in den zahlreichen Spots von Marokko. Einige wie Essaouira oder Dar Bouazza gehören zum Kreis der großen internationalen Wettkampforte.

Wildwassersport

Ideal, um das wilde Marokko kennen zu lernen. Aber Vorsicht! Gehen Sie nicht ohne Führer. In vier Tagen kann man die Brücke zwischen den Canyons des Ostens und des Westens schlagen. Die Wadis des Hohen und des Mittleren Atlasgebirges ermöglichen außergewöhnliche Abfahrten bis auf 145 km Länge in Richtung auf Ahanesal und Melloul. Oumer-Rbia bietet eine Raftingstrecke von 60 km, die das ganze Jahr über befahrbar ist. Ein unvergessliches Abenteuer!

Reitsport

Prächtige Pferde, überwältigende Landschaften: Marokko ist ein Paradies für Freunde des Reitsports. Galoppieren Sie auf den langen weißen Stränden, zwischen den Dünen, in den Wäldern aus jahrhundertealten Eichen ... Sie können auch eine Partie Polo bestreiten, Hindernisparcours bezwingen und an Reitsportturnieren teilnehmen.

Off-Road mit 4 X 4

In Marokko finden die größten internationalen Off-Road-Wettbewerbe statt. Die Rallye Paris-Dakar und die Atlas-Rallye haben der ganzen Welt die herrliche marokkanische Landschaft gezeigt. Amateuren stehen Tausende von Kilometern Strecke jeden Schwierigkeitsgrads zur Verfügung. Fesselnde Ausflüge führen zu attraktiven und einzigartigen Zielen: zum Moussem, dem Verlobungsmarkt in Imilchil im Hohen Atlasgebirge, zum Sonnenaufgang in den Dünen von Merzouga, zur Begegnung mit Mufflons in den Felsschluchten des Dadès ... Sie haben die Wahl: vom winzigen „Vierräder“ für eine Person bis zur großen, lang gezogenen Karosse mit Vierradantrieb, mit oder ohne Chauffeur, mit oder ohne Campingmaterial ausgestattet – alles kann gemietet werden. Wenden Sie sich an ein Reisebüro oder an einen Mietwagenbetrieb.

Rallye der Freundschaft

Wie der Name schon sagt, ist ihr Zweck gleichzeitig sportlich und zwischenmenschlich. Sportlich gesehen, ist es eine Rallye ohne Zeitmessung, für Motorräder und Geländewagen. Von Tanger bis Rabat werden dabei das Atlasgebirge und die Sahara durchquert. Was das Zwischenmenschliche angeht, treffen sich junge Leute aus allen Ländern und lernen sich gegenseitig kennen.

Jagd

Wachteln, Turteltauben, Schnepfen, Sumpfschnepfen, Knäkenten, Perdrix-Hühner, Rebhühner, Fasane, Wacholderdrosseln, Tauben und sogar Wildschweine finden sich zuhauf in riesigen Naturschutzgebieten. Die Saison variiert je nach Tierart: Oktober bis März für die meisten Wildarten, Juni bis Juli für Turteltauben.

Fischfang

Die Königin des Süßwassers ist ganz klar die Forelle. Man fischt sie in den Wadis, was in den Felsschluchten wirklich zu einem Sport wird. Hechte, Blackbass-Fische, Barsche, Zander, Rotfedern, Karpfen, Aale und Flussbarben tummeln sich in den Seen (je nach Fischgattung ab Mai/Juni). Sardinen, Seewölfe, Meeräschen, Goldbrassen und viele mehr sind im Atlantik und im Mittelmeer im Übermaß vorhanden. Der Unterwasserfischfang an der gesamten Mittelmeerküste ist ein wahres Vergnügen. Mehrere Häfen sind für den Hochseefischfang ausgerüstet: Dakhla am Rand der Sahara, Mohammedia in der Nähe von Casablanca ... Thunfische, Schwertfische, Marlin-Fische, Mérou-Fische und Barracudas sind eine reizvolle Herausforderung.

Fliegen

Fliegen, Fallschirmspringen, Ultralightfliegen, Segelfliegen, Gleitfliegen, Paragliding und sogar Heißluftballonfahren: In Marokko an Höhe zu gewinnen ist einfach; zahlreiche Aeroclubs ermöglichen es Ihnen, Ihren Lieblingssport auszuüben.

Skifahren

Dieser Sport kann hier während mehrerer Monate im Jahr ausgeübt werden. Alpinskifahrer im Pulverschnee des Hochatlasgebirges in Oukaimeden, nur 70 km von Marrakesch entfernt, Schussfahrten in Mischliffen, im Mittleren Atlasgebirge, vor den Toren von Meknès und Fès ... Die Skistationen sind mit Skiliften ausgestattet. Langlaufbegeisterte haben die Qual der Wahl: Die Bergmassive des Rif, des Mittleren und des Hohen Atlasgebirges bieten ausgezeichnete Langlaufloipen.

Bäderwesen und Thalassotherapie

Es gibt tausendundeine Art, sich etwas Gutes zu tun, wenn man in Marokko ein Bad nimmt. Insbesondere lindern die wohltuenden Wässer von Moulay Yacoub (in der Nähe von Fès) Rheuma sowie Erkrankung der Haut und der Atemwege in einer Thermalstation mit medizinischer Versorgung sowie luxuriösem und hochmodernem Hotelkomfort. Auch in Casablanca steht Ihnen ein Institut für Thalassotherapie zur Verfügung.

Telefon

Telefonieren kann man in den zahlreichen Teleboutiquen, die an jeder Ecke und im kleinsten Dorf zu finden sind. Ob die Apparate immer korrekt abrechnen, ist zumeist Glückssache. Jedenfalls bekommt man sein Wechselgeld nicht zurück. Private Téléboutiques/Télékiosques sind in der Regel Münztelefone. Öffentliche Telefonzellen sind in Bahnhöfen, an und in Postämtern und vor vielen Cafés zu finden. Sie funktionieren nach Einwurf von 1 DH plus 50 Centimes, auch mit einer 5-DH-Münze; Publiphones à carte mit Telefonkarten sind in den Postämtern erhältlich.

Sie können Ihr Handy (D1 oder D2) auch in Marokko benutzen. Das marokkanische Netz ist sehr gut abgedeckt, doch die Telefongebühren mit Ihrer deutschen Karte sind entsprechend hoch. Für einen längeren Aufenthalt empfiehlt es sich, eine „Free and Easy Karte“ (Jawal) zu kaufen. Diese kostet etwa 40 Euro. Nachdem Sie das Gesprächsguthaben abtelefoniert haben, kann die Karte an vielen Kiosken wieder aufgeladen werden. Natürlich bekommen Sie eine eigene Telefonnummer. Die erstmalige Einrichtung machen Sie bei der hiesigen „Maroc Telecom“ (IAM = Itissalat Al-Maghrib).

Vorwahl Deutschland 00 49, Österreich 00 43, Schweiz 00 41. Vorwahl nach Marokko 002 12.

Trinkgeld

In den Restaurants wird in der Regel 10 % des Rechnungsbetrags erwartet. Dem Gepäckträger im Hotel steckt man 10 bis 50 DH – je nach Kategorie des Hotels – zu. Die Gebühren für Kleintaxis rundet man auf.

Unterkünfte

Hotels

Mehr als 550 Hotels in der Klasse 1 bis 5 Sterne mit 100.000 Betten sind über das ganze Land verteilt. Bei gleichem Komfort ist ihr Preis eher niedriger als in Europa. Am besten informieren Sie sich in Ihrem Reisebüro. Und um Ihnen einen Vorgeschmack auf das Erlebnis „Tausendundeine Nacht“ zu geben, sind hier einige Paläste von internationalem Ruf – um einiges teurer, aber unvergesslich: Das „Mamounia“ in Marrakesch, das „Royal Mansour“ in Casablanca. Sie können Ihren Aufenthalt auch in einem der zahlreichen Ferienklubs verbringen. Eine Liste der Hotels ist erhältlich über das Staatlich Marokkanische Fremdenverkehrsamt, Graf-Adolf-Straße 59, 40210 Düsseldorf, Tel.: 0211 – 370551/52, Fax: 0211 – 374048 oder vom Hotelverband: Federation Nationale de l' Industrie Hoteliere, Angle Avenue Nador et Rue 3, Quartier Polo, 20550 Casablanca. Tel.: (02) 80 04 87. Fax: (02) 80 03 15. (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

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Ferienwohnungen und Ferienhäuser

Moroccorents z. B. haben sich auf luxuriöse Strandhäuser und weitere Unterkünfte in Marokko spezialisiert. Wohnungen sind in Agadir, Tanger und Marrakesch erhältlich. Das Fremdenverkehrsamt erteilt nähere Auskunft.

Jugendherbergen und Jugendhotels

Jugendherbergen und Jugendhotels Der Königlich Marokkanische Jugendherbergsverband ist an den Internationalen Jugendherbergsverband angeschlossen – ein Zeichen für die Qualität dieser Herbergen. Jugendherbergen gibt es in Asni, Azrou, Casablanca, Chefchaouen, Fès, Laayoune, Oujdass, Marrakesch, Meknès, Rabat und Tanger. Der Preis liegt zwischen 15 und 30 DH pro Person und Nacht. Die Herbergen sind ausschließlich für Personen zwischen 13 und 30 Jahren. Darüber hinaus gibt es speziell für junge Touristen ca. 20 Jugendhotels. Eine Liste der Jugendherbergen und Jugendhotels (Centres d' Accueil) ist erhältlich über das Staatlich Marokkanische Fremdenverkehrsamt oder über den Königlich Marokkanischen Jugendherbergsverband, Parc de la Ligue Arabe, BP 15988, Casablanca. Tel.: 00212-22-220551 – Fax: 00212-22-226777. Und beim Amt für Jugendkulturtourismus und Jugendhotels: 6, rue Soumaya, Rabat Agdal. Tel.: 00212-37-672772/671196 – Fax: 00212-37-670388.

Wegequartiere und Berghütten

Außergewöhnliche Gipfel, Quellen, Wasserfälle und Seen, Zedern- oder Korkeichenwälder, eine Tierwelt mit Schafen und Adlern sowie fesselnde Panoramen machen Marokko zum Paradies der Bergliebhaber. Zahlreiche Wegequartiere nehmen die Wanderer auf. Die Preise richten sich nach Kategorie und Saison. Sie sind zwischen 15 und 50 DH pro Nacht und Person gestaffelt. Eine Liste der Wegequartiere und Berghütten erhalten Sie über das Staatlich Marokkanische Fremdenverkehrsamt oder für die Berghütten beim Club Alpin Francais, BP 5178, Casablanca 01. Tel.: 00212-22-270090, Fax: 00212-22-297292.

Riyads

Leben Sie wie ein Pascha und leisten Sie sich einmal im Leben ein Riyad in Marrakesch – unvergleichliche Häuser mit einer Menge Komfort.

Camping

An bevorzugten Orten gelegen, in der Nähe von Stränden oder in Wäldern, bieten 87 Camping-Caravan-Plätze 41.000 Stellplätze. Die Preise sind sehr günstig: durchschnittlich 15 DH pro Person und Nacht, zusätzlich 15 DH für das Auto und für den Wohnwagen. Gut zu wissen: Camping bedeutet auf arabisch „Moukhayyem“. Die Liste der Campingplätze ist erhältlich über das Staatlich Marokkanische Fremdenverkehrsamt.

Verkehrsmittel

Das Verkehrsnetz umfasst rund 30.000 km Asphaltstraßen und rund 30.000 km wenig befestigte Straßen; das Eisenbahnnetz hat rund 1.900 km Streckenlänge mit einer Hauptachse von Marrakesch über Casablanca nach Tanger und Anschluss nach Algier und Tunis. Haupthafen ist Casablanca; für den Personenverkehr ist Tanger am bedeutendsten. Die international wichtigsten Flughäfen sind Casablanca, Agadir, Tanger und Marrakesch.

Auto

Das Straßennetz in Marokko ist ausgezeichnet. Man kann das gesamte Land nach Belieben durchqueren, wobei die Straßen in vier Gruppen unterteilt werden: Autobahn – Sie verbindet Casablanca mit Rabat und wird in Richtung Tanger ausgebaut (Gebühr: 15 DH) – sowie Straßen 1. bis 3. Ranges. Wenn man die großen Verkehrsrouten verlässt, ist es ratsam, bei jeder Gelegenheit den Tank aufzufüllen.

Verhalten auf der Straße 

Eselkarren in MarrakeschDie Straßenverkehrsregeln sind international und die Verkehrsschilder auf Französisch und Arabisch. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h auf der Autobahn, 100 km/h auf Landstraßen und 40 bis 60 km/h in Ortschaften. Es besteht Gurtpflicht. Mietfahrzeuge können sie vor der Abreise bei den großen internationalen Autovermietungsgesellschaften reservieren oder vor Ort bei einem marokkanischen Anbieter zu oftmals günstigeren Preisen anmieten. Überprüfen Sie in jeden Fall sorgfältig den Zustand des Wagens, bevor Sie damit fahren. Fahren Sie sehr vorsichtig. Sie müssen mit einer Vielzahl an Fußgängern, Radfahrern, Karren und sogar Tieren rechnen. Zögern Sie nicht, Ihre Hupe zu betätigen. Vorsicht vor unwegsamen Strecken und nehmen Sie sich im Winter vor Schnee und Glatteis in Acht.

Verhalten auf unwegsamen Strecken 

Wenn Ihre Reiseroute unwegsame Strecken enthält, prüfen Sie, ob Ihr Auto an den Schwierigkeitsgrad der Strecke angepasst ist: Einige heikle Strecken sind für alle Touristenautos zugänglich, andere können indes nur mit einem gut gefederten Wagen befahren werden, wieder andere sind ausschließlich Fahrzeugen mit Vierradantrieb vorbehalten. Erkundigen Sie sich vor Antritt der Fahrt nach dem Straßenzustand, vergewissern Sie sich, dass die Reifen in Ordnung und die Benzin- und Wasserreserven aufgefüllt sind. Vermeiden Sie es, auf schwierigen unwegsamen Strecken bei Nacht zu fahren.

Touring Club du Maroc

3, av. des F.A.R. Casablanca, Tel.: 02 / 27 92 88, Fax: 26 23 86.

Bahn

Das Eisenbahnnetz liegt zum großen Teil im Norden des Landes. Die Expresszüge sind schnell, komfortabel und klimatisiert. Bestimmte große Städte werden von der Bahn nicht angefahren, aber der O.N.C.F. sorgt für einen Pendelverkehr mit Bussen. Die staatliche Eisenbahngesellschaft ONCF bedient die Städte Azemmour, Bouârfa, Casablanca, El-Jadîdass, Fès, Kénitra, Marrakesch, Meknès, Oujdass, Rabat, Safî, Tanger und Taza. Bahnbusse bieten dann Anschlüsse nach Agadir-Laayoune-Dakhla, Beni-Mellal, Tétouan und Nador. Die besten Schnellzüge mit 1. und 2. Klasse sind die Trains Navettes Rapides. Das Interrailticket behält auch in Marokko seine Gültigkeit.

Busse

Busse sind das beliebteste Transportmittel.: Sie bringen Sie überall hin und das für wenig Geld. CTM, die privatisierte größte Gesellschaft, besitzt komfortable und klimatisierte Reisebusse und unterhält das dichteste Streckennetz. Zusätzlich gibt es zahllose weitere Linien. Zu unterscheiden sind Fernbusterminal (Gare Routière) und der Stadtbusterminal (Station d'Autobus). Ein Fernbus heißt car und eine Busfahrt ist in jedem Fall ein Erlebnis. Vgl. Der Bus nach Marrakesch.

Mietwagen

Die Auswahl ist groß, vom großen Auto mit Vierradantrieb bis zum kleinen Touristenwagen. Die Autoverleiher Avis, Europcar und Hertz haben Niederlassungen in Agadir, Casablanca, Fès, Marrakesch, Ouarzazate, Oujdass, Rabat und Tanger. Dort können Sie auch vor Abreise reservieren, denn gerade in der Hochsaison besteht eine rege Nachfrage. Vor Ort finden sich zudem lokale Autovermieter mit oftmals günstigeren Tarifen. Überprüfen Sie in jedem Fall den Zustand des gemieteten Fahrzeugs.

Taxis

Trotz der üblicherweise doppelten bis dreifachen Tarife bei Ausländern sind die „kleinen“ Taxis in Marokko immer noch sehr billig. Diese Petit Taxis sind zumeist Peugeots 205 für maximal 3 Personen und man kann sie leicht an der auffälligen Farbe erkennen, die innerhalb einer Stadt immer dieselbe ist. Rot in Casablanca, blau in Rabat, rot in Fès ... Sie verkehren nur innerhalb des Stadtgebiets und fahren Sie z. B. nicht zum Flughafen. Vereinbaren Sie den Preis vor der Abfahrt, falls kein Zähler vorhanden ist. Darüber hinaus gibt es die „großen“ Taxis (Grand Taxis), meist Mercedes-Fahrzeuge, die die Verbindungen zu den Außenbezirken der Stadt und zwischen den Orten sichern. Sie fahren gewöhnlich erst los, wenn alle 6 Plätze belegt sind. Auch hier ist es empfehlenswert, den Preis im Voraus auszuhandeln. Sie kosten etwas mehr als der Bus.

Inlandflüge

Royal Air Maroc (RAM) bedient Agadir, Al-Hoceima, Casablanca, Dakhla, Er-Rachidia, Essaouira, Fès, Guelmim, Laayoune, Marrakesch, Meknès, Nador, Ouarzazate, Oujdass, Rabat, Tan-Tan, Tanger und Tétouan. Die private Regional Air Lines baut ab Casablanca-Anfa ihr Streckennetz aus. Die Tarife sind im Vergleich zu Europa attraktiv

Zeit

In Marokko müssen die Uhren gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um eine Stunde zurückgestellt werden. Eine Sommerzeit gibt es nicht.

Zoll

Was man bei der Einreise eingeführt hat, muss bei der Ausreise wieder mitgenommen werden. Dabei dürfen marokkanische Banknoten weder ein- noch ausgeführt werden. Zollfrei sind 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, eine Flasche Wein und 1/4 Liter Spirituosen, etwas Parfüm, ein Fotoapparat mit fünf Rollen Film. Video-, Fernseh- und andere Geräte; Camping- und Sportausrüstung werden im Pass vermerkt. Autos können für die Dauer von drei Monaten eingeführt, dürfen jedoch in Marokko nicht veräußert werden. Relevante Kfz-Daten werden deshalb bei der Einreise im Computer gespeichert. Jagdtouristen sind für ihre Waffen auf die Genehmigung der Sûreté Nationale angewiesen. Darüber hinaus ist die Ein- und Ausfuhr von pornografischen Erzeugnissen, Rauschgift und Funkgeräten natürlich strengstens verboten. Aus Marokko dürfen in EU-Staaten zollfrei eingeführt werden: 200 Zigaretten (oder 50 Zigarren), 1 l Alkohol, 50 g Parfüm oder 250 g Eau de Toilette und Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 175 Euro.