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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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Frankreich

 

vereinzelte Schauer

16°C

Paris

vereinzelte Schauer

Feuchtigkeit: 87%

Wind: 11.27 km/h

  • 26 Sep 2017

    Rain 18°C 14°C

  • 27 Sep 2017

    Überwiegend bewölkt 20°C 15°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: République Française 

Fläche: 543.965 km² 

Einwohnerzahl: 62.962.000 (2010) 

Größte Städte: Paris (Hauptstadt) (mit Umland)– 2,19 (10,14) Mio., Marseille – 852.395 (1,42 Mio.), Lyon – 472.330 (1,41 Mio.), Lille – 225.789 (1,02 Mio.), Nizza – 348.721 (940.017), Toulouse – 439.453 (850.873), Bordeaux – 235.178 (803.117), Nantes – 283.025 (568.743) Einwohner (2007/2006)

Offizielle Landessprache: Französisch 

Bevölkerungsgruppen: Franzosen 76,9 %, Algerische und marokkanische Berber 2,2 %, Italiener 1,9 %, Portugiesen 1,5 %, marokkanische Araber 1,5 %, Flamen 1,4 %, algerische Araber 1,3 %, Basken 1,3 %, Juden 1,2 %, Deutsche 1,2 %, Vietnamesen 1,0 %, Katalanen 0,5 %, Andere 8,1 % (2000) 

Religion: Katholiken 64,3 %, Nichtreligiöse/Atheisten ca. 27,0 %, Muslime 4,3 %, Protestanten 1,9 %, Buddhisten ca. 1,0 %, Juden 0,6 %, Zeugen Jehovas 0,4 %, Orthodoxe 0,2 %, Andere 0,3 % (2004). 

Lebenserwartung: Männer – 77,8; Frauen – 84,5 (2009)

Auskunft

Maison de la France – Französisches Fremdenverkehrsamt 

Deutschland

Zeppelinallee 37

D-60325 Frankfurt

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schweiz

Rennweg 42, Postfach 7225, CH 8023 Zürich

Tel : 0900-90 06 99, Fax : 01-217 46 17

Österreich

Lugeck 1-2 / Stg. 1 / Top7, 1010 Wien

Tel : 0900 - 25 0015, Fax : +43 (0) 1/ 503 28 72

Besonderheiten

Umgangsformen

Zur Begrüßung reicht man sich üblicherweise die Hand. Unter Freunden wird Frauen oft ein Begrüßungskuss auf die Wange gegeben (von Männern und Frauen); häufig wird dabei auch nur die Wange berührt. Die üblichen Begrüßungsformeln sind Bonjour („Guten Tag“) und Comment allez-vous? oder das weniger förmliche Ça va? („Wie geht es Ihnen/dir?“). Zum Abschied sagt man Au revoir („Auf Wiedersehen“) oder – etwas lockerer – A bientôt („Bis bald!“). Freunde und gute Kollegen reden sich beim Vornamen an, ansonsten ist der Gebrauch von Titeln üblich. Darüber hinaus redet man die Leute mit Monsieur („Herr“), Madame („Frau“) und Mademoiselle („Fräulein“) an. Neben dem benachbarten Café, das mitunter Zentrum des gesellschaftlichen Lebens ist, verbringen viele Franzosen ihre Abende aber auch zu Hause. An den Wochenenden gehen die Franzosen gerne aus. Unangekündigter Besuch ist hier eher die Ausnahme. Zu einer Verabredung mit fünfzehn- bis zwanzigminütiger Verspätung zu kommen, ist nichts Ungewöhnliches, wenngleich ein späteres Eintreffen als sehr unhöflich gilt. Dem Gastgeber wird fast immer eine Flasche Wein oder eine kleine Aufmerksamkeit überreicht.

Weltkulturerbe

Kathedrale von Chartres; Höhlenmalereien im Tal der Vezere; Mont St. Michel und seine Bucht; Schloss und Park von Versailles; Abteikirche und Stadthügel von Vezelay; Kathedrale von Amiens; Schloss Chambord an der Loire; ehem. Zisterzienserabtei Fontenay; Schloss und Park von Fontainebleau; Römische und romantische Denkmäler von Arles; Römisches Theater und Triumphbogen von Orange; Königliche Salinen von Arc-et-Senans; Place Stanislas, Place de la Carriere und Place d'Alliance in Nancy; Kirche von Saint-Savin-sur-Gartempe; Kap Girolta, Cap Porto, Naturschutzgebiet Scandola und die Piana Calanques auf Korsika; Römischer Aquädukt Pont du Gard; Straßburg, Grand Ile (historisches Zentrum); Seineufer in Paris zwischen Pont de Sully und Pont d'Iena; Kathedrale, Palais du Tau und Kloster Saint Remi in Reims; Kathedrale von Bourges; Papstpalast mit umliegendem historischen Ensemble in Avignon; Canal du Midi; Carcassonne; Berglandschaft Mount Perdu in den Pyrenäen; Pilgerwege nach Santiago de Compostela; Historische Stätten in Lyon; Bezirk Saint-Émilion.

Feiertage

1. Januar Neujahr Nouvel An

16. April Ostermontag Lundi de Pâques

1. Mai Tag der Arbeit

8. Mai Ende des zweiten Weltkrieges Fin de la Seconde Guerre Mondiale

24. Mai Christi Himmelfahrt Jeudi de L'Ascension

4. Juni Pfingstmontag Lundi de la Pentecôte

14. Juli Nationalfeiertag Fête nationale

15. August Maria Himmelfahrt (Bankfeiertag) L'Assomption

1. November Allerheiligen Toussaint

11. November Waffenstillstand 1918 Armistice

25. Dezember Weihnachten Noël

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Avenue Franklin D. Roosevelt 13/15

75008 Paris

Telefon (01) 53 83 45 00

Fax (01) 43 59 74 18

www.paris.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich

6, rue Fabert, 75007 Paris,

Schweizer Botschaft und Konsulat

142, rue de Grenelle, 75007 Paris,

Einreise und Ausreise

Für die Einreise nach Frankreich benötigen Bürger aus den EU-Mitgliedstaaten, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz  nur einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Dies gilt auch für die französischen Überseedepartements Martinique, Guadeloupe, Guyana und La Réunion.

Kinder unter 16 Jahren müssen einen Kinderausweis mit sich führen, auch ein Eintrag im Pass eines Elternteils ist aufreichend.

Familienstruktur

Eine Ehe wird erst dann offiziell anerkannt, wenn sie standesamtlich geschlossen wird, dennoch lassen sich viele Paare zusätzlich kirchlich trauen. Allerdings gibt es immer mehr Menschen, die in eheähnlichen Gemeinschaften ohne Trauschein zusammenleben. Innerhalb der Familien ist das Verhältnis zueinander generell sehr eng und von großer Loyalität geprägt. Die durchschnittliche Familie besitzt höchstens zwei Kinder, wobei viele Kinder zumeist nach Beendigung der Schule ihr Elternhaus verlassen. Der Lebensstandard Frankreichs hat sich zu einem der höchsten in Europa entwickelt. Zudem haben sich in den letzten vierzig Jahre die Wohnverhältnisse deutlich verbessert: Über fünfzig Prozent der Bevölkerung besitzen ein Eigenheim.

Flora & Fauna

Die fruchtbaren Tiefebenen des Nordens und Westens gehen in eine hügelige Landschaft über, die mit Ginster und Heidekraut bedeckt ist; in geschützten Lagen herrschen Eichenwälder vor. Den Nordosten mit dem größten Teil des Pariser Beckens bedeckt Lössboden. Es gibt fruchtbares Weideland und grüne Hänge an den Westhängen der Pyrenäen sowie auf dem Zentralplateau. Die Vegetation des Südostens ist mediterran geprägt mit Oliven, Buchsbaum, Thymian, Rosmarin und Korkeichen. Hingegen kommt Maquis-Buschland in den trockeneren Südgebieten vor. 

Zum einzigartigen Tierbestand zählen weiße Wildpferde, Büffel und Flamingos im Rhône-Delta an der Mittelmeerküste (Camargue). Im Niederwald leben Hasen, Fasane und Rebhühner, während Hirsche, Rehe und Wildschweine das am meisten verbreitete Großwild im Hochwald sind. Seit 1967 sind in Frankreich zwanzig Nationalparks mit einer Fläche von mehr als 2 Mio. ha eingerichtet worden. Die bekanntesten sind die Camargue in der Provence und der Morvan in Burgund.

Fotografieren

Fotografieren Sie nach Lust und Laune.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geld

Die Banken in den großen Städten haben montags bis freitags von 09.00 bis 16.30 bzw. 17.00 Uhr geöffnet. In kleineren Orten sind die Banken in der Mittagspause von 12.30 bis 14.00 geschlossen. In der Provinz sind die Banken montags normalerweise geschlossen. Dafür haben diese samstags bis mittags geöffnet. Da Kreditkarten im Land weit verbreitet sind, kann Bargeld problemlos an Geldautomaten der Banken, an Flughäfen und Bahnhöfen gezogen werden.

Geografie

Frankreich ist das größte Land Westeuropas und gleicht geografisch gesehen eher einem Kontinent. Es hat Zugang zu Atlantik und Mittelmeer. Die Pyrenäen trennen Frankreich im Südwesten von Spanien. An den östlichen Ausläufern der Gebirgskette schwingt sich die Mittelmeerküste im Bogen bis zum Rhône-Delta. Aus dem Landesinneren erstrecken sich die Berge des Maurischen Massivs, des d'Esterel-Massivs und die Seealpen bis zur Küste. Hier an der Côte d'Azure liegen die exklusiven Ferienorte der französischen Riviera. Daneben bilden die Alpen eine natürliche Barriere entlang der italienischen Grenze und weiter nördlich türmen sich die Kalksteinformationen des Juragebirges an der Grenze zur Schweiz auf. 

Nördlich davon erheben sich die Vogesen über das Rheintal und bilden die Grenze zu Deutschland, Luxemburg, Belgien und Holland. Die Klippen und Strände der Nordküste blicken auf den Ärmelkanal hinaus. Westlich der Halbinsel Cotentin in der Normandie ragt die Bretagne mit ihrem flachen Höhenrücken in den Atlantik hinein, von wo die sandige Tiefebene der Atlantikküste südwärts bis zu den Pyrenäen verläuft. Fast zwei Drittel des Landes liegen unter 250 m Meereshöhe. Die südliche Mitte Frankreichs wird von den vier Gebirgszügen des Zentralplateaus beherrscht. Ihre südlichen Ausläufer, die Cevennen, bilden ein karges Kalksteinplateau, das tiefe Flusstälern durchziehen. Nach Osten erstrecken sich schroffe Granitfelsen bis in den Burgund, wo sie steil ins Tal der Rhône und der Saône abfallen.

Geschichte

„Gallia est omnis divisa in partes tres“ – so beginnt Cäsars Bericht „De bello Gallico“ über die Eroberung Galliens von 58 bis 51 v. Chr. Nach dem Krieg gab es diese drei Teile Galliens nicht mehr, das Land war vereinigt. Es wäre übertrieben, darin die Geburtsstunde der französischen Nation zu sehen, aber immerhin gab es nun in etwa die Grenzen, die durch Jahrhunderte Frankreich markieren sollten. Im 5. Jahrhundert strömten zahlreiche Stämme aus Germanien ein und vermischten sich mit den Bewohnern. Der Franke Chlodwig I. begründete das Fränkische Reich und nahm um 500 das Christentum an. Karl Martell vollbrachte eine für die Zukunft Europas entscheidende Tat, als er 732 bei Tours und Poitiers die Araber so vernichtend schlug, dass sie sich letztlich hinter die Pyrenäen zurückzogen und diese nie wieder überschritten. Pippin der Jüngere begründete 751 die Dynastie der Karolinger. Sein Sohn Karl – den die Deutschen Karl den Großen und die Franzosen Charlesmagne nennen – vereinte das Frankenreich mit Sachsen, Bayern und Oberitalien. Anno 800 ließ er sich vom Papst zum Kaiser krönen. Unter Karls Enkeln wurde das Reich wieder geteilt. Noch bevor die Karolinger 987 ausstarben, brachen für Frankreich unruhige Zeiten an, einzelne Herzogtümer und Grafschaften gingen eigene Wege. 

Die Wikinger verunsicherten die Küsten Westeuropas und eroberten im Norden die Normandie; Eleonore, die Herzogin von Aquitanien, heiratete den späteren englischen König Heinrich II. und verstärkte so den Einfluss der Engländer im Land. Der Aufstieg der Kapetinger war verbunden mit einem kulturellen Höhenflug. Hinzu kamen religiöse Erneuerungsbewegungen. Den größten Zulauf hatten die Katharer. Sie drohten, die Kirche zu spalten, sodass der Papst schließlich zum Kreuzzug gegen sie aufrief. Sie wurden weitgehend zerschlagen, alle Quellen gezielt zerstört. Ähnlich wie den Katharern erging es 100 Jahre später den Tempelrittern. Philip der Schöne, König von Frankreich, benötigte viel Geld und warf deshalb ein Auge auf den reichen Orden. Er beschuldigte dessen Mitglieder der Unzucht und Blasphemie. Sie wurden verurteilt, viele verbrannt und das Vermögen eingezogen. Hartnäckigster Gegner Frankreichs waren die Engländer. Neben der Pest, die schrecklich wütete, war der Hundertjährige Krieg (1339 – 1453) gegen England die zweite Geißel im Lande. Da schien nur noch ein Wunder zu helfen. Es ereignete sich in Gestalt eines Mädchens aus Lothringen: Jeanne d'Arc oder Johanna von Orleans. Schön und keuch – so wollte sie Frankreich retten und den Dauphin krönen. Beides gelang ihr. Dass sie danach der Ketzerei angeklagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, ist der menschliche Teil der Legende. An ihrem Ruhm und der späteren Heiligsprechung änderte das nichts. Jeanne d'Arc ist bis heute eine der Lichtgestalten Frankreichs. Unter Ludwig XI. blühte das Land auf. Doch neues Unheil drohte. diesmal kam es aus Deutschland und nannte sich Reformation. Der Glaube spaltete das Land, er spaltete Familien. Schreckliche Metzeleien („Bartholomäusnacht“ in Paris) waren die Folge. Der Protestant Heinrich IV. musste katholisch werden, um den Thron besteigen zu können („Paris ist eine Messe wert“). Doch ihm gelang es schließlich, die Religionskriege zu beenden. Die Nachfolger Heinrichs stärkten das Königtum weiter, gelenkt von den Kardinälen Richelieu und Mazarin. 

Frankreich wurde von Paris aus zentral verwaltet, alle Macht lag beim König, das Zeitalter des Absolutismus brach an. Den Höhepunkt erreichte der Absolutismus unter Ludwig XIV., dem „Sonnenkönig“. Er verlegte den Hof ins prunkvolle Versailles und begann Händel mit den Hugenotten. Die antworteten mit einer Massenflucht ins protestantische Ausland. Die kostspieligen Kriege hatten das Land erschöpft und die Staatsfinanzen zerrüttet. Die Bauern und Arbeiter waren verarmt, das Bürgertum wollte mehr Mitbestimmung, die Monarchie hatte ihre Faszination verloren. Es kam zu Unruhen. Am 14. Juli 1789 stürmte eine aufgebrachte Menge die Bastille, das Symbol der alten Willkürherrschaft. Die Revolution war dass. Die siegreichen Revolutionäre – angetreten mit der Devise „Liberté, Egalité, Fraternité“ krempelten alles um und führten eine neue Zeitrechnung ein, schafften die Religion ab, verpassten dem Land die Aufteilung in Departements und erfanden die Guillotine. Innerhalb kurzer Zeit wurde aus der Befreiung eine Schreckensherrschaft. Der König mitsamt seiner Gattin Marie Antoinette wurde 1793 öffentlich hingerichtet. Doch 1799 mussten die Führer selbst, Danton und Robespierre, die Guillotine besteigen und ihr Leben lassen. Dem nachfolgenden 5-köpfigen Direktorium mangelte es an Persönlichkeiten, es verzettelte sich in äußeren Kämpfen und wurde am 9. November 1799 durch einen Staatsstreich vom Konsulat abgelöst. Erster Konsul: Napoleon Bonaparte. Als Feldherr hatte er sich bereits einen Namen gemacht, jetzt musste er sich als Staatsmann bewähren. Er baute zahlreiche Straßen, deren Verlauf noch heute gilt, und führte ein neues bürgerliches Gesetzbuch („Code civil“) ein, das ebenfalls noch heute gültig ist. 

1804 krönte er sich zum Kaiser und schickte sich an, Westeuropa zu erobern, zunächst sehr erfolgreich. Gestoppt werden konnte Napoleon vor Moskau. Dann ging es Schlag auf Schlag: Niederlage in der Völkerschlacht von Leipzig, Verbannung nach Elba, Rückkehr von Elba und noch einmal der Versuch, die Macht zurück zu erobern, Niederlage bei Waterloo, Exil auf St. Helena, Tod. 1870, nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen, wurde der Kaiser Napoleon III. (ein Neffe Napoleon Bonapartes) abgesetzt und die Dritte Republik wurde ausgerufen. In Europa hatten sich mittlerweile zwei Machtblöcke gebildet – einerseits der Dreierbund Deutschland, Italien und Österreich-Ungarn, andererseits die Triple-Entente aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Es kam zum 1. Weltkrieg, bei dem allein Frankreich 1.6 Millionen seiner Menschen verlor. Als Hitler seine Expansionsgelüste in die Tat umzusetzen begann, gehörte Frankreich zu den Mitunterzeichnern des Münchener Abkommens: Für die Franzosen war der 2. Weltkrieg nach knapp elf Monaten vorüber – mit nur einem Drittel der Verluste des 1. Weltkrieges. Frankreich wurde zunächst im Norden, später ganz von deutschen Truppen besetzt. In Vichy regierte Marschall Phillippe Petain das Land – ein Regime von Hitlers Gnaden. Andere Franzosen gingen in den Untergrund und kämpften in der Résistance weiter. Charles de Gaulle vereinigte vom Londoner Exil Teile der Streitkräfte unter seiner Führung und beteiligte sich 1944 aktiv an der Befreiung des Landes. Als eine Reaktion auf Vichy und persönliche Machtfülle einzelner wurde nach dem Krieg die Vierte Republik geschaffen. Doch die Vielzahl der Regierungskrisen und die Teilnahme der stets gleichen Politiker an ständig neu- und umgebildeten Regierungen diskreditierten das Regime erheblich. Dazu kam, dass die Kolonien ihre Unabhängigkeit anstrebten. 

1954 verloren die Franzosen Indochina, 1956 wurden Marokko und Tunesien selbstständig. Und in Algerien, dass als Mutterland galt, entbrannte der Freiheitskampf der FLN. Erneut war der Retter in der Not Charles de Gaulle. Mit Sondervollmachten für sechs Monate ausgestattet, führte er 1958 per Volksabstimmung eine neue Verfassung ein und beendete vier Jahre später den Krieg in Algerien. Die Fünfte Republik war geschaffen. Erster Präsident war Charles de Gaulle. Im Frühjahr 1968 brachen in Paris Studentenunruhen aus, Arbeiter schlossen sich an. De Gaulle setzte Neuwahlen an und gewann noch einmal. Doch zehn Monate später verlor er eine Vertrauensabstimmung und zog sich aus der Politik zurück. Er starb 1970. De Gaulles Nachfolger Georges Pompidou und Valerie Giscard d'Estaing setzten seine Politik fort. Eine neue Ära brach 1981 mit der Wahl von Francoise Mitterrand an. An der französischen Außenpolitik änderte Mitterrand wenig. Im Inneren wurde jedoch ein ganzes Bündel von Reformen eingeleitet, zahlreiche Großbetriebe und Banken wurden verstaatlicht. Angesichts der zunehmend problematischen wirtschaftlichen Situation sah sich die Regierung jedoch bald zu einer Kehrtwende gezwungen, viele Betriebe wurden wieder privatisiert. 

Die 80er-Jahre waren geprägt vom Aufstieg des Front national unter Jean-Marie Le Pen und von der schrittweisen Dezentralisierung des Landes. Im Mai 1995 wurde Chirac Präsident. Es folgten unruhige Zeiten: Eine Serie von Terroranschlägen islamischer Fundamentalisten in Paris verunsicherte die Bevölkerung, lange dauernde Streiks zuerst der Staatsbediensteten, dann der Fernfahrer, legten fast das gesamte Land lahm und beeinträchtigten auch die Wirtschaft in den Nachbarländern. Chirac glaubte klug zu handeln, als er die Nationalversammlung auflöste und 1998 Neuwahlen ausschrieb; er wollte ein klares Mandat für seinen unliebsamen Sparkurs. Die Franzosen spielten nicht mit und wählten die Sozialisten, die mit ihren Ansichten denen von Chirac entgegenstanden. Die korsischen Nationalisten fordern von der Pariser Regierung die Freilassung von dreiundvierzig „politischen Häftlingen“. Die von Premierminister Lionel Jospin in Gang gebrachte Aussöhnung sei vor allem wegen der Frage der Häftlinge „in Schwierigkeiten“, sagte der Nationalistenführer Jean-Guy Talamoni bei den 20. Internationalen Tagen, zu denen sich am 04. und 05. August 2001 rund dreihundert Nationalisten in Corte im korsischen Hochland versammelten. Der französische Innenminister Daniel Vaillant bekräftigte indes, die Frage der Häftlinge stehe „nicht auf der Tagesordnung“. Den dreiundvierzig Häftlingen wird die Beteiligung an „terroristischen Aktivitäten“ zur Last gelegt. Acht von ihnen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die übrigen fünfunddreißig saßen in Untersuchungshaft. 

Im Mai hatte die Pariser Nationalversammlung für Korsika eine größere Selbstständigkeit beschlossen. Im Vorfeld der Internationalen Tage von Corte, an denen auch Delegationen aus dem Baskenland, Sardinien und der Bretagne teilnahmen, wurden auf der französischen Mittelmeerinsel mehrere Anschläge verübt. Die Befreiungsfront FLNC bekannte sich zu sieben Anschlägen, die geringe Schäden anrichteten, nicht jedoch zu zwei fehlgeschlagenen Briefbombenattentaten auf die Anwälte Talamoni und Mattei. Im Golf von Ajaccio wurde am Freitag ein Sprengsatz entschärft, der an der Urlaubsresidenz eines Firmenchefs aus der Pariser Region angebracht worden war. Das französische Super-Wahljahr beginnt am 21. April 2002 mit dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl. Die Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten wurde auf den 5. Mai festgelegt, wie Abgeordnete der Pariser Nationalversammlung mitteilten. Für den 9. und 16. Juni sind die beiden Durchgänge der Parlamentswahl angesetzt. Der entscheidende Durchgang der Präsidentschaftswahl dürfte nach allen Umfragen eine Wiederauflage des Duells von 1995 bringen, bei dem sich Jacques Chirac knapp gegen den derzeitigen Premier Lionel Jospin durchsetzte. Auch jetzt liegt Chirac in der Wählergunst vorn. Der umstrittene Korsika-Plan der französischen Regierung hat die letzte parlamentarische Hürde genommen. 

Die Pariser Nationalversammlung stimmte am 18. 12. 2001 in dritter Lesung für den Gesetzentwurf der Linksregierung von Premierminister Lionel Jospin. Das Reformwerk sieht mehr Autonomie für Korsika vor und soll den bewaffneten Konflikt mit den radikalen Nationalisten auf der Mittelmeerinsel beenden. Die von der Nationalversammlung bestätigten Reformen ermöglichen es dem korsischen Regionalparlament, in Frankreich gültige Gesetze gemäß den Erfordernissen auf der Insel abzuändern. Zudem soll die korsische Sprache in Kindergärten und Schulen unterrichtet werden. Der Jospin-Plan ist der erste Versuch einer Regierung in Paris, den seit fünfundzwanzig Jahren andauernden bewaffneten Kampf der korsischen Nationalisten durch Zugeständnisse zu beenden.

Staats- und Regierungsform

Mehrparteiensystem, Republik, zwei gesetzgebende Organe

Gesundheit

Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, müssen Sie für die Kosten vorerst selbst aufkommen. Bei einem praktischen Arzt müssen Sie mit einem Betrag von ca. 18 € rechnen. Wenn Sie zuhause Ihrer Krankenkasse die Rechnung vorlegen, bekommen Sie den Betrag zurückerstattet.

Kleidung und Reisegepäck

Da in Frankreich ein mildes, gemäßigtes Klima herrscht, ist die Reisegarderobe darauf abzustimmen. Im Süden mit der Badehose und im Norden mit der Regenjacke.

Alles für die Reise

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Küche

Auf der ganzen Welt ist Frankreich für seine gute Küche und seine Weine berühmt, da das Kochen in Frankreich als große Kunst angesehen wird. Weltweit dient der französische Standard für die „haute cuisine“ als Maßstab, dessen Spuren anhand von ersten Kochbüchern sich im Mittelalter finden lassen.

Gekocht wird auf verschiedene Art und Weise. Man kann wählen zwischen herzhaften und preiswerten Gerichten und raffinierten Spezialitäten mit erlesenen Zutaten und komplizierten, üppigen Soßen. In den siebziger Jahren entwickelte sich die Nouvelle Cuisine mit ausgewählten Zutaten, wobei sehr viel Wert auf die Präsentation auf dem Teller gelegt wird, wobei die Portionen dann kleiner ausfallen und die Gerichte werden auch leichter.

Morgens genießt der Franzose ein leichtes Frühstück, Petit déjeuner genannt, bestehend aus Kaffee oder heißer Schokolade mit Brot oder Croissants. Zur Mittagszeit nehmen heute viele Franzosen, besonders in städtischen Gegenden, nur noch ein leichtes Essen zu sich und verlegen ihr Mittagessen in die Abendstunden. Dieses Déjeuner findet gewöhnlich gegen 13.00 Uhr statt, und das Dîner oder Souper (Abendessen) beginnt um 21.00 Uhr oder später. Essen zu gehen ist in Frankreich angesagt und man nimmt sich dann viel Zeit und genießt. Jedes Restaurant bietet mindestens ein Menü zu einem festen Preis und verschiedene Einzelgerichte à la carte an, wobei für gewöhnlich das Menü genommen wird und zu bestimmten Anlässen bestellt man à la carte. Formelle Essen, ob am Mittag oder am Abend, ziehen sich oft über zwei Stunden hin und bestehen aus verschiedenen Gängen. Den Anfang macht eine Vorspeise, dann ein Gang mit Teigwaren oder Fisch. Anschließend wird das Hauptgericht mit Gemüsebeilage serviert, dem dann Salat, Käse, Früchte und eventuell noch ein Dessert folgen. Zum Abschluss nimmt man dann noch einen Kaffee. Fast Food ist bei den Franzosen nicht so hoch im Kurs, dennoch findet man in ganz Frankreich viele namhafte Fast-Food-Ketten. Als leichte Zwischenmahlzeit bieten Bistros und Cafés gefüllte Croissants, Sandwiches, überbackenen Schinken- und Käsetoast (Crôques Monsieur) oder einen Teller mit Wurstaufschnitt (Charcuterie) an. Gebäckstücke und Crêpes werden in Patisserien und Crêperien verkauft.

Kultur

Man findet viele namhafte Künstler aus den Bereichen der Literatur, Musik, Malerei, Plastik und Architektur in Frankreich, die Wegweisendes hervorgebracht haben. Somit nimmt Frankreich mit seinen Impulsen für die europäische Kunst eine Sonderstellung ein.

Medien

Übersicht über Radio und TV in Frankreich

Übersicht Radiosender

Netzspannung

220 Volt. Flachstecker passen auch in französische Steckdosen. Bei Schukosteckern muss ein Adapter benutzt werden.

Notruf

Polizei, Notarzt, Feuerwehr: 112

Öffnungszeiten

In Frankreich gibt es kein verbindliches Ladenschlussgesetz. Darum kann es vorkommen, dass auch Museen oder Schlösser mal eine halbe Stunde früher schließen, als angegeben.

Deswegen kann man die folgenden Angaben zu Öffnungszeiten nur als Richtzeiten sehen.

Kaufhäuser und der Einzelhandel haben meistens von 09.30–18.30 Uhr geöffnet. Bei kleineren Geschäften können Sie damit rechnen, dass eine Mittagspause von 13.00–16.00 Uhr eingelegt wird. Diese haben dann dafür abends länger geöffnet. 

Sonntag ist abgesehen von Bäckereien, Metzgereien, Weinhandlungen und Blumengeschäften, die vormittags zum Teil öffnen, Ruhetag.

Post

Briefe bis zu 20 g und Postkarten können Sie für 0,50 € in die EU-Länder schicken. In andere europäische Länder bezahlen Sie dafür 0,60€.

Diese Briefe in europäische Länder kommen in der Regel nach 2–3 Tagen an.

Die Postämter haben montags bis freitags von 08.00–19.00 Uhr geöffnet und samstags von 08.00–12.00 Uhr. 

Briefmarken können Sie auch in Tabakläden kaufen.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Reisezeit

Die Monate Juni bis September gelten als sehr gute Reisezeit.

In Zentralfrankreich und im Süden des Landes ist es im Sommer sehr warm.

Die Westküste und im Norden haben von September bis Mai mit heftigen Stürmen zu kämpfen.

In Frankreich herrscht ein allgemein gemäßigtes und mildes Klima. An der Kanalküste sind sogar die Winter recht mild. Vor allen Dingen im Süden bringt das mediterrane Klima viel Sonne. Doch der Frühling und der Winter bringt auch dort Regen mit sich. 

Für die Mittelmeerküste ist die beste Reisezeit Mai bis September. Wenn Sie die französische Skisaison miterleben möchten, reisen Sie in der Zeit von Dezember bis April.

Wenn Sie im Frühling reisen ist es überall schön. Im Herbst ist eine Reise in die Weinbaugebiete Burgund, Bordeaux und Elsass empfehlenswert.

An der Atlantikküste bieten sich die Monate Juli und August gut zum Strandurlaub an.

An der Côte d’Azur hingegen ist das Wetter das ganze Jahr durch angenehm warm und von Mai bis Oktober kann man baden gehen.

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sport

Angeln

Um in Binnengewässern angeln zu dürfen, muss man eine gültige Angelkarte besitzen. Verboten ist das Angeln in Naturparks und Réserves. Auskunft: Conseil Supérieur de la Pêche, 134, av. de Malakoff, 75016 Paris, Tel.: 01 45022020.

Golf

Zurzeit beträgt die Zahl der Plätze rund 300, davon sind etwa 70 öffentlich. Golfhotels gibt es in den schönsten Regionen und Ferienorten. Auskunft: Touristenbüros und Fédération Française de Golf, 68, av. Victor – Hugo, 75016 Paris, Tel.: 01 41497700.

Radwandern

Alle Provinzen Frankreichs sind ideal für Ferien mit dem Fahrrad, ob man nun Tagestouren macht oder den ganzen Urlaub im Sattel unterwegs verbringt. Große Städte sind dabei allerdings ebenso zu meiden wie stark befahrene Fernstraßen. Bei manchen Bahnverbindungen, gekennzeichnet durch ein Fahrradsymbol, wird das Rad gratis mitbefördert.

Reiten

In den für Reiterferien idealen Landschaften wie Bretagne, Auvergne, Cévennen, Périgord, Camargue und Gascogne gibt es zahlreiche Centres Équestres, wo man tage- und wochenweise Reitausflüge, mit Übernachtung in Etappenherbergen, buchen kann. Auskunft: Touristenbüros und Fédération Française d’Équitation, 69, rue Langier, 75017 Paris, Tel.: 01 42120343.

Wandern

Mehr als 120 000 km markierte Wanderwege wurden bisher in allen Landesteilen geschaffen, u. a. die so genannten GR, Grandes Randonnées, die mit rotweißen Zeichen markiert sind. Entsprechende Karten vom Institut Géographique National (I. G. N.) gibt es in Tabakläden, im Buchhandel und in den Touristenbüros.

Wassersport

Ideal für den Urlaub auf dem Wasser sind die zahlreichen Kanäle des Landes. Leihboote und die nötigen Informationen erhält man zum Beispiel bei Crown Blue Line, Le Grand Bassin, 11492 Castelnaudary, Tel.: 04 68 94 52 72, Fax: 04 68 94 52 73, www.crown-blueline.com. Preisbeispiel: Kabinenkreuzer für 4 Pers. 800 Euro / Woche. Segeln bietet jeder größere Ferienort an Mittelmeer und Atlantik. Auskunft: Fédération Française de Voile, 55, av. Kléber, 75016 Paris, Tel.: 01 45538751.

Wintersport

Frankreich hat das größte Skigebiet der Welt. Zur Wahl stehen Vogesen, Jura, Massif Central, Alpen und Pyrenäen. Dreimal fand hier bereits die Winterolympiade statt: in Chamonix, Albertville, und Grenoble. Davon profitiert weiterhin der Skiurlauber und -fan, ob familienfreundlich wie in Chamonix oder extrem wie in Alpe d’Huez mit ganzjährigem Gletscher – Skilauf und Extremtouren, www.skifrance.fr.

Quelle: www.marco-polo.de

Telefon

Ohne Telefonkarten geht in Frankreich gar nichts. Sie sind erhältlich in Tabakläden, Tankstellen, Postämtern und Hotels.

Wenn Sie ins Ausland telefonieren möchten, wählen Sie als Auslandsvorwahl 00. Geben Sie dann die Vorwahl der Länderkennzahl ein (D 49, A 43, CH 41) ein und wählen Sie dann die Ortsvorwahl ohne die 0. 

Wenn Sie vom Ausland nach Frankreich telefonieren wollen, wählen Sie 0033.

Trinkgeld

Das Trinkgeld im Restaurant beträgt ca. 10 % auf die Rechnung, das man typischerweise auf dem Tisch liegen lässt. Bei einem Hotelaufenthalt ist es typisch dem Portier, dem Zimmerservice und auch dem Zimmermädchen ein Trinkgeld zuzustecken, wenn sie sehr gut und viel für Sie geleistet haben. 

Bei Taxifahrten ist es üblich dem Fahrer 10 % zusätzlich zu geben.

Unterkünfte

Während der Urlaubszeit der Franzosen von Juli bis August ist es in der Provinz kein großes Problem ein Hotelzimmer zu bekommen. Günstige Preise und ein gutes Maß an Gastlichkeit bietet die Hotelkette „Logis de France“, welche mit grüngelben Schildern auf sich aufmerksam macht. Für ein oder zwei Personen zahlt man meist den gleichen Preis. Das Frühstück wird wohl extra berechnet. Unter der Kategorie chambres d‚hôtes findet man Quartiere nach dem englischen Vorbild bed and breakfast, die man immer häufiger findet.

In den örtlichen Touristenbüros erhält man Listen mit den Adressen der Vermieter.

Hotels

 

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Jugendherbergen (Auberges de jeunesse)

Mit einem internationalen Jugendherbergsausweis, den man im Herbergswerk des Heimatortes erhält, steht einem in Frankreich jede Jugendherberge, für die es keine Altersbeschränkung gibt, offen. Die Jugendherbergen sind preiswert und in einem sehr guten Zustand.

Camping

Viele Campingplätze bieten die Möglichkeit zu einem ganz individuellen Urlaub. Man kann wählen zwischen Camping auf Luxusplätzen der Vier-Sterne-Kategorie oder der einfachen Variante einer Einrichtung auf der ländlichen Wiese. Für die Monate Juli bis August sollte jedoch eine Platzbuchung vorgenommen werden. Immer häufiger begegnet man auch der Variante Camping auf dem Bauernhof. Adressen und Informationen findet man im Gîtes de France.

Verkehrsmittel

Auto

Die Investition der Maut für die Autobahnen in Frankreich sollte man in Kauf nehmen, wenn man schnell an sein Ziel kommen möchte. Das Landstraßennetz (RD) ist sehr dicht und sehr wenig befahren, im Gegensatz zum Netz der Nationalstraßen (RN), wo zeitweise sehr starker Verkehr herrscht.

Höchstgeschwindigkeiten:

Autobahn 130 km/h, bei Regen reduziert auf 110 km/h

Schnellstraßen 110 km/h, bei Regen reduziert auf 100 km/h

National- und Departementstraßen 90 km/h, bei Regen reduziert auf 80 km/h;

in Ortschaften 50 km/h.

Schon bei geringer Geschwindigkeitsüberschreitung muss man mit hohen Geldbußen rechnen. Überschreitet man die Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h, wandert man erstmal ins Gefängnis. Anschnallpflicht gilt für die vorne Sitzenden und die Promillegrenze liegt bei 0,5. Die Polizei tritt erst in Erscheinung bei Unfällen mit Personenschaden. Am Tag gilt es für die Motorradfahrer generell mit Abblendlicht zu fahren, für alle übrigen Verkehrsteilnehmer gilt dies bei Regen und Nebel.

Pannenhilfe (dépanneur-remorquer):

zu erreichen über Polizei (Rufnummer 17) oder Autobahn-Notrufsäulen

ADAC-Auslandsnotruf für Mitglieder und Nichtmitglieder: 00 49 – 89 22 22 22

Da in Frankreich die Diebstahlrate sehr hoch ist, sollte man nachts sein Fahrzeug in Hotelgaragen bzw. auf gesicherten Parkplätzen abstellen. Selbstverständlich sollte man dann auch, weder am Tag noch über Nacht, Wertgegenstände oder Gepäck im Wagen lassen.

Bahn und Busse

Durch das Streckennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft (SNCF) sind alle großen Städte des Landes miteinander verbunden. In nur zwei Stunden fährt man mit dem TGV (Train à Grande Vitesse) von Paris bis Lyon, wobei der Fahrpreis nur wenig mehr ist als für normale Schnellzüge. Man sollte jedoch eine Platzreservierung vornehmen.

SNCF bietet für die dünner besiedelten Gegenden, die aus Kostengründen bahnmäßig kaum noch erschlossen sind, die Kombination train + autocar (Bahn + Bus) an, so dass man praktisch überall hin kommt.

Mietwagen

Im örtlichen Fremdenverkehrsamt erhält man eine Liste, in der alle bekannten Mietwagenfirmen enthalten sind. (Syndicat d´Initiative oder Office de Tourisme) Die größeren Fluggesellschaften bieten einen Fly & Drive Service an und die französischen Eisenbahnen verfügen über einen verbilligten Bahn-/Leihwagendienst ( Train er Auto ). Kostenlose Leihwagen gibt es für Inhaber des Frances Vacances-Passes, die 1. Klasse fahren. Ein Auto mieten, kann man erst mit 21-25 Jahren, wobei manche Autovermieter einen Aufschlag verlangen bei Personen unter 25 Jahren.

Taxis

In Frankreich unterscheidet man zwischen Tag und Nacht Tarifen, die in jedem Taxi angeschlagen sind und durch ein Taxameter berechnet werden. Für die Fahrten von und zu Flughäfen und Bahnhöfen und für das Mitnehmen von Tieren und Gepäckstücken werden Extragebühren fällig. Bezahlen sollte man mit Bargeld, da Scheckkarten nicht angenommen und Schecks nur selten akzeptiert werden.

Inlandflüge

Gute innerstaatliche Flugverbindungen.

Zeit

MEZ (UTC + 1); März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC +2).

Zoll

Möchten Sie Tabak oder alkoholisierte Getränke in einem anderen Mitgliedstaat für Ihren eigenen Bedarf kaufen und wenn Sie diese Waren selbst transportieren, sind Sie dazu verpflichtet, eine Verbrauchsabgabe bezüglich dieser Waren in den Ländern zu entrichten, in denen Sie die Waren gekauft haben. So werden diese Güter, wenn sie im Maße von vorgeschriebenen Mengen bleiben, bei Ihrer Rückreise nicht mehr taxiert.

In Frankreich werden allerdings Verbrauchsabgaben für Waren, die aus einem Land der EU stammen, erhoben, wenn der ausländische Verkäufer den Transport zusichert und die Waren, die Sie in einem Mitgliedstaat erworben haben, z. B. Tabak und Alkohol, einem Handelszweck dienen sollen. Deshalb gelten in Frankreich strenge Mengenangaben für den Import dieser Waren durch Privatpersonen. Wenn Sie diese Mengenangaben überschreiten, wird angenommen, dass der Import dieser Waren für den Handel bestimmt ist. 

Bei Tabak dürfen Sie folgende Mengen importieren:

800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Rolltabak

Bei alkoholisierten Getränken gelten folgende Angaben:

10 Liter Spirituosen, 20 Liter starker Wein ( Portwein, Madeirawein …), 90 Liter Wein (von denen höchstens 60 Liter Schaumwein sein dürfen), 110 Liter Bier

Für den Import für Essenzen, die für die Herstellung von alkoholisierten Getränken verwendet werden (Anis, Fenchel, Ysop …), muss man bei der Zollbehörde eine Erklärung abgelegen , wenn solche Waren die Grenzwerte überschreiten.