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Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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Indonesien

 

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  • 21 Nov 2017

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  • 22 Nov 2017

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Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Republik Indonesia. 

Fläche: 1.922.570 km² 

Einwohnerzahl: 212.195.000 (2001) 

Größte Städte: Jakarta (Hauptstadt) – 7,9 Mio., Surabaya – 2,2 Mio., Medan – 1,8 Mio., Bandung – 1,6 Mio., Semarang – 1,0 Mio. Einwohner. 

Offizielle Landessprachen: Bahasa Indonesia. 

Bevölkerungsgruppen: Javaner 39,4 %, Sundaer 15,8 %, Malaien 12,1 %, Maduraer 4,3 %, Minanger 2,4 %, Andere 26,0 % (1990). 

Religion: Muslime 87,2 %, Christen 9,6 %, Hindus 1,8 %, Buddhisten 1,0 %, Andere 0,4 % (1990). 

Lebenserwartung: Männer – 65,0, Frauen – 69,0 (2001).

Auskunft

Indonesisches Verkehrsamt 

Wiesenhüttenstraße 17 

60329 Frankfurt/Main 

Tel.: 069 233677 

Fax: 069 230840

Besonderheiten

Umgangsformen

Die indonesische Kultur gründet sich auf Werte wie Ehre und Achtung vor dem Einzelnen. Briefe beginnen mit Degan hormat, was so viel bedeutet wie „Mit Hochachtung,” denn es ist wichtig, bei der Begrüßung seinen Respekt auszudrücken. Auch der Status eines Menschen ist von Bedeutung. So sollte man die älteste Person oder den Gastgeber zuerst begrüßen. Im Allgemeinen verhält man sich älteren Menschen gegenüber besonders respektvoll. Ein Nicken oder eine leichte Verbeugung gehören zu den üblichen Grußformen. Bei der ersten Begegnung gibt man sich zur Begrüßung die Hand. Ein Händedruck ist auch angebracht, wenn man jemandem gratulieren möchte oder sich vor einer längeren Reise verabschiedet. Titel spielen eine große Rolle und sollten bei der Begrüßung und während der Unterhaltung nicht vergessen werden. Eine sehr förmliche Vorstellung läuft streng nach folgendem Muster ab: Am Anfang steht Bapak („Herr”) oder Ibu („Frau”), dann folgt, wenn vorhanden, der akademische Grad oder die Berufsbezeichnung, darauf der Adelstitel und schließlich Vor- und Familienname der entsprechenden Person. Viele Indonesier, vor allem die Javaner, haben nur einen Namen und werden demnach sowohl förmlich als auch privat mit diesem Namen angesprochen. Geschäftsleute tauschen bei der Begrüßung oft ihre Visitenkarten aus. Man berührt bei einer Unterhaltung auf gar keinen Fall den Kopf eines anderen Menschen. In der Öffentlichkeit vermeidet ein Mann jede Berührung mit einer Frau, wenn er nicht gerade mit ihr verlobt oder verheiratet ist. Lediglich ein Händedruck ist erlaubt. Bei folgenden Vorgängen ist die linke Hand tabu: Händeschütteln, andere berühren, auf etwas zeigen, essen, Gegenstände weiterreichen oder annehmen. Indonesier sehen Besuche als Ehre für den Gastgeber an. Deshalb sind Gäste jederzeit herzlich willkommen. Unangemeldete Besuche sind an der Tagesordnung. Verabredet man sich zu einem Treffen, erscheint man normalerweise eine halbe Stunde später als angekündigt. Gäste setzen sich, wenn sie darum gebeten werden, und erheben sich wieder, wenn der Gastgeber oder die Gastgeberin den Raum betritt, da die Achtung gegenüber dem Gastgeber sehr wichtig ist. Der Gast trinkt erst etwas, wenn man ihn dazu auffordert. Es gilt als unhöflich, angebotene Speisen oder Getränke abzulehnen. Bei einer Unterhaltung sollte man nie unverblümt seine Meinung äußern und auch persönliche Themen wie Alter oder Geld vermeiden. Ist der Gastgeber barfuß, gehört es zum guten Ton, seine eigenen Schuhe ebenfalls auszuziehen. Vor dem Betreten von Räumen mit Teppichböden, Festsälen, Bestattungsräumlichkeiten, Moscheen und anderen heiligen Stätten legt man seine Schuhe ab. Geschenke werden nicht in Anwesenheit des Schenkenden ausgepackt.

Weltkulturerbe

Nationalpark Komodo-Inseln; Nationalpark Ujung Kulon (Java) mit Vulkan Anak Krakatao; Buddhistische Tempelanlagen von Borobudur; Hindutempel von Prambanan; Archäologische Stätte Sangiran; Lorentz-Nationalpark.

Staatliche Feiertage

1. Januar – Neujahrsfest (Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand) 23. Februar – Nationalfeiertag (Brunei) Ende März / Mitte April – Karfreitag (Singapur, Indonesien) 6. April – Chakri-Tag (Thailand) 13.–15. April – Neujahr (Thailand) 1. Mai – der internationale Tag der Arbeit (Malaysia, Singapur, Thailand) 5. Mai – Krönungstag (Thailand) 31. Mai – Gründungstag des Royal Brunei Malay Regiments (Brunei) 1. Juni – Geburtstag des Königs (Malaysia) Juni – Drachenbootfest (Singapur) 15. Juli – Geburtstag des Sultans (Brunei) 9. August – Nationalfeiertag (Singapur) 12. August – Geburtstag der Königin (Thailand) 17. August – Unabhängigkeitstag (Indonesien) 31. August – Nationalfeiertag (Malaysia) 23. Oktober – Chulalongkorn-Tag (Thailand) 5. Dezember – Geburtstag des Königs (Thailand) 10. Dezember – Verfassungstag (Thailand) 25. Dezember – Weihnachten (Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur) 31. Dezember – Silvester (Thailand).

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Republik Indonesien

Lehrter Straße 16–17, D–10557 Berlin

Tel.: (030) 47 80 70. Konsularabt.: 47 80 72 73. Fax: (030) 44 73 71 42.

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Mo.–Do. 09.00–12.30 und 14.30–15.30 Uhr, Fr. 09.00–12.00 Uhr.

Generalkonsulate in Hamburg (Tel.: (040) 51 20 71/73) und Frankfurt/M. Honorargeneralkonsulat in Stuttgart (Tel.: (0711) 797 07 88). Honorarkonsulate in Bremen, Hannover, Kiel und München.

Botschaft der Republik Indonesien

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7, A–1180 Wien

Tel.: (01) 4 76 23. Konsularabt.: 479 05 37/38/39. Fax: (01) 479 05 57.

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Internet: www.kbriwina.at/index.html

Mo.–Fr. 08.30–12.30 und 13.30–16.30 Uhr. Konsularabt.: Mo.–Fr. 09.00–12.00 Uhr.

Honorargeneralkonsulat in Salzburg.

Botschaft der Republik Indonesien

Elfenauweg 51, CH-3006 Bern

Tel.: (031) 352 09 83. Fax: (031) 351 67 65.

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Mo.–Fr. 09.00–12.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00–12.00 Uhr.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Jalan M.H. Thamrin 1, Jakarta 10310

Tel.: (021) 390 17 50. Fax: (021) 390 17 57.

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Internet: www.germanembjak.or.id

Honorarkonsulate in Medan, Sanur/Bali und Surabaya.

Botschaft der Republik Österreich

44 Jalan Diponegoro, Jakarta

Tel.: (021) 33 80 90. Fax: (021) 390 49 27.

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Konsularagentur der Schweiz auf Bali, ist auch für österreichische Staatsbürger zuständig.

Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Jalan H. R. Rasuna Said, Blok X 3/2, Kuningan, Jakarta-Selatan 12950

Tel.: (021) 525 60 61, 520 74 51. Fax: (021) 520 22 89.

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Internet: www.swissembassy.or.id

Konsularagentur auf Bali.

Familienstruktur

In ländlichen Gebieten heiraten Frauen oft mit 20 Jahren. In urbanen Gebieten genießen die Menschen mehr Freiheit bei der Wahl ihres Ehepartners. Früher waren die Familien sehr groß, heute jedoch haben viele Paare nur zwei Kinder. Die Mitglieder einer vielköpfigen Familie leben häufig unter einem Dach oder nahe beieinander. Älteren Menschen bringt man besonderen Respekt entgegen. Normalerweise ist der Vater das Familienoberhaupt. Die Mutter ist für die Kindererziehung und die Haushaltsführung verantwortlich. In der Stadt ist seit einiger Zeit allerdings der Trend zu beobachten, dass immer mehr Frauen einen Beruf ergreifen. 40,4 Prozent der Erwerbstätigen (1998) der Erwerbstätigen sind Frauen. Im Parlament nehmen die Frauen 12 Sitze ein. Im Allgemeinen haben Frauen dieselben Ausbildungschancen wie Männer. Indonesische Frauen besitzen mehr Rechte als Frauen in anderen muslimischen Ländern, auch hinsichtlich der Bereiche Eigentumsrecht, Erbschaft und Scheidung.

Flora & Fauna

Die sumpfigen Küstenlinien werden von Mangroven gesäumt, die sich zu riesigen Mangrovensümpfen in Südborneo und Ost-Sumatra ausweiten. Landeinwärts ist der größere Teil des Archipels von Wäldern bedeckt. Sie gehören zu den artenreichsten pflanzlichen Lebensräumen der Welt, doch wurden sie vielerorts durch Holzeinschlag und Besiedlung zerstört. Dort gibt es etwa dreißigtausend verschiedene Pflanzen, darunter allein viertausend Baumarten.

Die Region weist auch einen einzigartigen Tierreichtum auf. Hier leben u. a. 1480 Vogelarten (16 % aller Arten der Welt), von denen 370 heimische Arten sind. Von den 500 bekannten Säugearten leben etwa 100 nur auf diesem Archipel. Eine Besonderheit ist z. B. der Komodowaran, der nur auf Komodo und den benachbarten Inseln anzutreffen ist und mit einer Länge bis zu 3 m die größte „drachenähnliche“ Echsenart der Erde ist.

Fotografieren

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geografie

Indonesien liegt an einem Schnittpunkt, an dem drei große Teile der Erdkruste aufeinander stoßen. Die Tierwelt der Inseln wird durch die erdgeschichtliche Entwicklung in eine asiatische und australische Tierregion geteilt. Indonesiens Inseln liegen über eine Meeresfläche von 8 Millionen qkm verstreut. Geologisch unterteilt es sich in drei Bereiche: der Westteil umfasst Borneo im Norden und die gesamte südliche Inselkette von Sumatra im Westen bis zu Timor im Südosten, die alle dem Sunda-Schelf, einer größtenteils überfluteten Fortsetzung des asiatischen Kontinents angehören. In der Mitte liegen Celebes – östlich von Borneo – und die südlichen Molukken im Osten. Sie gehören zu einer langen, teilweise überfluteten Gebirgskette, die sich nordwärts bis hin zu den Philippinen erstreckt. Das Sahul-Schelf, zu dem Neuguinea und die nördlichen Molukken im Westen gehören, ist die nördliche Fortsetzung Australiens. Über den Norden der Großen Sundainsel Borneo zieht sich die Gebirgskette des Sunda-Schelfs, die die Grenze zu den malaysischen Staaten Sarawak und Sabah bildet. Die dicht bewaldeten zentralen Mittelgebirge fallen zu den breiten, flachen Schwemmlandsumpfgebieten hin kontinuierlich ab., Die Insel Sumatra steigt aus einem sumpfigen, waldbedeckten Tiefland im Osten zum erhabenen Barisangebirge an, das die ganze nach Südwesten verlaufende Küste beherrscht, zu dem zehn aktive Vulkane und eine Vielzahl Kraterseen, u. a. der Tobasee im Norden gehören. 

Südöstlich von Sumatra, jenseits der engen Sundastraße, liegt die gebirgige, dicht besiedelte Insel Java. Eine vulkanische Bergkette, die sich über die gesamte Insel hinzieht, schließt 50 aktive und 17 ruhende Vulkane ein. Die fruchtbaren Niederungen sauf beiden Seiten der Gebirgskette sind im Norden breiter als im Süden. Der vulkanische Bogen erstreckt sich über die Kleinen Sundainseln Bali, Lombok, Sumbawa und Flores nach Osten. Sumba und Timor, die im Süden der Hauptinselkette liegen, sind zerklüftet, aber nicht vulkanisch. Die Insel Celebes ist wie der Buchstabe K geformt und besteht aus gebirgigen Halbinseln, die von einem Hochlandkern ausgehen. Die lang gestreckte vulkanische Halbinsel Minahassa verläuft nach Nordosten. Neuguinea und die nördlichen Molukken ähneln landschaftlich den anderen Sunda-Schelf-Inseln. An der Nordseite liegen Berge, darunter einige Vulkane, während Neuguineas Südteil weitläufige Sumpfareale aufweist.

Geschichte

Am alten Seehandelsweg zwischen Arabien, Indien und China gelegen, war der Archipel über Jahrtausende hinweg offen für Einflüsse von außen. Es kam zur Bildung buddhistischer bzw. hinduistischer Reiche. Seit dem 13. Jh. konnte der Islam Fuß fassen, der durch Kaufleute via Indien und Arabien ins Land kam. Heute sind die meisten Indonesier Muslime. Anfang des 16. Jh. erschienen zunächst Portugiesen, später Spanier und gründeten Niederlassungen und Missionsstationen. Doch die europäische Eroberung im großen Stil begann erst 1602 , als die Holländer die „Vereinigte Ostindische Compagnie“ gründeten und bald Portugiesen und Spanier verdrängten. Nach dem Bankrott der Compagnie 1799, die an den komplexen Aufgaben der Kolonisation scheiterte, übernahm die holländische Regierung deren Gebiet offiziell als Kolonie „Niederländisch Indien“. Nach einem kurzen britischen Zwischenspiel (1811–16) übernahmen die Niederländer erneut die Kontrolle. Antiniederländische Aufstände wurden niedergeschlagen. Gegen Ende des 19. Jh. entstand eine Nationalbewegung gegen die holländische Herrschaft. 1911 wurde die erste antikoloniale Partei gegründet. Verschärfte Repressionen der Holländer beantwortete der einheimische Politiker Sukarno 1927 mit der Gründung der Indonesischen Nationalpartei (PNI), die sich gezielt für die Unabhängigkeit einsetzte. Die Holländer nahmen Sukarno 1929 und 1937 gefangen. 

Von 1942- 45 wird Indonesien von japanischen Truppen besetzt. Auf die Unabhängigkeitserklärung der „Republik Indonesien“ am 17. August 1945 reagiert Holland mit Waffengewalt, verzichtet aber Ende 1949 auf die Herrschaft über Indonesien. Sukarno wird zum Staatspräsidenten der 16 föderierten „Vereinigten Staaten von Indonesien“ gewählt, die jedoch schon 1950 aufgelöst werden und einer zentralistischen „Republik Indonesien“ Platz machen. Die ersten freien Wahlen 1955 führen zu keinen klaren Regierungsverhältnissen. Gleichzeitig erschüttern Aufstandsbewegungen das Land. 1959 löst Sukarno das parlamentarische System durch die „gelenkte Demokratie“ ab und vertritt in der Folgezeit eine antiwestliche Politik, die von der wachsenden innenpolitischen Krise ablenken soll; er manövriert Indonesien in die Isolation. Mitte 1965 steckt das Land in einer schweren Wirtschaftskrise. Im Oktober 1965 übernimmt General Suharto- nach einem angeblichen kommunistischen Putschversuch, den er niederschlägt- die Macht. 1966 muss Sukarno Suhartos „Neuer Ordnung“ Platz machen. Suharto regiert mit harter Hand, jegliche Opposition wird unterdrückt. In der Wirtschaftspolitik jedoch setzt er auf die liberale Karte und hat damit Erfolg. Das Land nimmt einen dramatischen Aufschwung. Suhartos Ende kommt mit der Wirtschaftskrise in Asien, als das Volk nicht mehr stillhält und die Studenten zu Tausenden auf die Straße gehen. Terror und Gewalt der Sicherheitskräfte können das Regime nicht mehr retten. Nachfolger Habibie verspricht freie Wahlen bis Ende 1999. 

Wird die Allgegenwart des Militärs und seine politische Sonderstellung erhalten bleiben, oder wird eine parlamentarische Demokratie westlichen Zuschnitts eingeführt? Vieles wird von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Ein erster Schritt war das Umschulungsabkommen mit den wichtigsten Geldgebern vom 4. Juni 1998, wodurch der Staat mehr Handlungsfreiheit für Reformen gewann. Weitere Fragen: Wird sich die dominierende ökonomisch Rolle der Chinesen für diese auch politisch auszahlen? Wird Osttimor den von Habibie angekündigten Sonderstatus erhalten? Werden die Aufstände in anderen Landesteilen wie Irian Jaya friedlich gelöst? Im September fand in Ost-Timor eine Volksüberstimmung über die Selbstständigkeit des Gebietes statt, das mit einer überwältigenden Mehrheit für die Selbstständigkeit endete. Seitdem ist die Lage in Ost-Timur außer Kontrolle: pro-indonesische Paramilitärs machen Jagd auf alles, was sich bewegt. In freien Wahlen wurde Ende 1999 Abdurrahman Wahid zum Präsidenten Indonesiens gewählt. Den Kampf um die Loyalität der indonesischen Streitkräfte hat Präsident Abdurrahman Wahid entschieden – nun soll die Truppe auch auf einen demokratischen Kurs getrimmt werden. Nachdem der reformorientierte Generalmajor Agus Wirahadikusumah zum Chef der einst wegen ihrer Brutalität berüchtigten Eliteeinheit Kostrad ernannt wurde, sollen jetzt 40 demokratisch gesinnte Offiziere in den Generalsrang befördert werden. Nur vier entstammen der Armee, der Rest der Luftwaffe und der Marine. Die marschierende Truppe gilt als Hort von Anhängern des kürzlich kaltgestellten Sicherheitsminister Wiranto – dem wohl mächtigsten Gefolgsmann des Exdiktators Suharto. Die Neubesetzung der Führungsposten mit durchweg jüngeren und vor allem politisch unbelasteten Generälen ist jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer Erneuerung der Streitkräfte des südostasiatischen Inselreiches. Bedingt durch die Wirtschaftskrise und den Machtkampf nach dem Fall Suhartos, befinden sich die Streitkräfte in einem katastrophalen Zustand. Bei der Luftwaffe sind nur noch 40 % der Maschinen einsatzbereit. Bei der Marine, die den mit 17.500 Inseln größten Archipel der Welt gegen hoch gerüstete Schmuggler und Piraten zu verteidigen hat, können allenfalls 20 % der Schiffe auslaufen, als modernstes Kriegsgerät gelten dabei schon Korvetten aus den Beständen der ehemaligen NVA, die nach der Wiedervereinigung von Jakarta erworben wurden. Die Ausrüstung der Armee ist besonders veraltet, sie befindet sich nach Expertenmeinung teilweise sogar auf dem Stand des Zweiten Weltkrieges. Trotz dieser ersten demokratischen Entwicklungen geht die Terrorisierung der Bevölkerung in Ost-Timor durch pro-indonesische Milizen weiter. So wurden allein im März 2000 mehr als 30 Menschen getötet. Dem Konflikt zwischen Christen und Moslems sind nach indonesischen Angaben seit Januar 1999 mehr als 2000 Menschen zum Opfer gefallen, rund 200.000 Menschen wurden nach Westtimor deportiert und der Großteil der Infrastruktur zerstört. 

Der frühere indonesische Präsident Suharto ist wegen der Korruptionsermittlungen gegen ihn in seiner Residenz unter Hausarrest gestellt worden. Die Weisung gelte bis zum 11. Juni.2001, sagte Suhartos Anwalt in Jakarta. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst angekündigt, den Expräsidenten an einem geheimen Ort unter Polizeischutz zu stellen, um Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei vor dem Anwesen Suhartos zu vermeiden. Präsident Abdurrahman Wahid wurde am 21.07.2001 von Indonesiens „Beratender Volksversammlung“ abgesetzt und Megawati Sukarnoputr zur neuen Präsidentin ernannt. Der vom Parlament abgesetzte Staatspräsident Indonesiens, Abdurrahman Wahid, hat am 27.07.2001 den Präsidentenpalast geräumt und damit seine Niederlage im Machtkampf eingestanden. Er flog in die USA, wo er sich einer medizinischen Behandlung unterziehen will. In Jakarta fiel am 27.07.2001 der Richter Syaifuddin Kartasasita einem Mordanschlag zum Opfer. Er hatte im letzten Jahr den Sohn von Ex-Diktator Suharto zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Staats- und Regierungsform 

Mehrparteiensystem; Republik; zwei gesetzgebende Organe

Internet

indonesia.elga.net.id

www.geographia.com

Kleidung und Reisegepäck

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Netzspannung

220 V, 50 Hz, in ländlichen Gegenden zuweilen auch 110 V, 50 Hz.

Notruf

Polizei: 110

Feuerwehr: 113

Krankenwagen: 118 und 119

Öffnungszeiten

Die meisten öffentlichen Büros und Einrichtungen sind von 8.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Freitags schließen sie um 11.30 Uhr. Geschäftsbüros sind von 8.00 bzw. 9.00 Uhr bis 16.00 bzw. 17.00 Uhr geöffnet. Einige öffnen am Samstag halbtags. Die Banken öffnen in der Woche von 8.00 bis 15.00 Uhr, am Samstag sind sie geschlossen. Geldwechselstuben sind auch noch bis zum Abend geöffnet.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Telefon

Landesvorwahl: 0062. Ortsnetzkennzahlen: Bandung 022, Jakarta 021, Medan 061 und Surabaya 031.

Unterkünfte

 

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Zeit

Drei Zeitzonen gibt es in Indonesien: Bangka, Belitung, Java, West- und Mittelkalimantan, Madura und Sumatra: West: MEZ +6 (UTC +7), Zentral: MEZ +7 (UTC +8), Ost: MEZ + 8 (UTC +9). Bali, Flores, Süd- und Ostkalimantan, Lombok, Sulawesi, Sumba, Sumbawa und Timor: MEZ + 7 (UTC +8). Aru, Irian Jaya (Papua), Kai, Molukken und Tanimbar: MEZ +8 (UTC +9).