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Kroatien

 

Teilweise bewölkt

13°C

Zagreb

Teilweise bewölkt

Feuchtigkeit: 80%

Wind: 17.70 km/h

  • 25 Mai 2017

    Rain 20°C 12°C

  • 26 Mai 2017

    Teilweise bewölkt 22°C 10°C

 

Allgemeines

Offizieller Name: Republika Hrvatska  (Republik Kroatien)

Fläche: 56.542 km² 

Einwohnerzahl: 4.429.078 (2009) 

Bevölkerungsdichte: 78,3 Einwohner pro km²

Größte Städte: Zagreb (Hauptstadt) – 788.000, Split – 175.140,Rijeka– 143.800, Osijek – 90.411,Zadar – 69.556 Einwohner (2001)

Offizielle Landessprache: Kroatisch, lokal auch Serbisch und Italienisch

Bevölkerungsgruppen: Kroaten 89,6 %, Serben 4,5 %, Bosnier 0,5 %, Italiener Nummer vier %, Ungarn 0,4 %, Andere 4,6 % 

Religion: Christen 92,6 %, Muslime 1,3 %, Konfessionslose 5,2 %, Andere 0,9 % (2001)

Lebenserwartung: Männer – 72,9; Frauen – 79,6 (2009).

Staatsoberhaupt: Stjepan Mesic

Ministerpräsident: Ivo Sanader

Nationalhymne: Lijepa naša domovino

Kfz-Kennzeichen: HR

Auskunft

Fremdenverkehrsamt für Kroatien

Kroatische Zentrale für Tourismus

Hochstr. 43

60313 Frankfurt

Tel.: 0049 (0)69 2385 350

Fax: 0049 (0)69 2385 3520

Ein- und Ausreise

Man benötigt einen gültigen Reisepass oder ein anderes Dokument, das aufgrund einer internationalen Vereinbarung anerkannt ist. Für einige Staaten reicht der Personalausweis.

Informationen: Diplomatische Vertretungen und Konsulate der Republik Kroatien im Ausland oder das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und europäische Integrationen der Republik Kroatien sind unter der Telefonnummer +385 1 4569 964  zu erreichen; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Internet: www.mvpei.hr . 

Besonderheiten

Bevölkerung

Die Mehrzahl der Bevölkerung sind Kroaten, wobei Serben, Bosnier, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Italiener und Albaner nationale Minderheiten darstellen.

In Kroatien leben nach 4.429.078 Einwohner, von denen etwa 99 % die kroatische Staatsangehörigkeit besitzen, die Übrigen haben dazu noch ein zweite Staatsangehörigkeit. Ganz wenige waren Staatenlose bzw. deren Staatsangehörigkeit waren bekannt.

Serben leben heute vor allem in Ostslawonien, während aus der Krajina, der früheren Heimat vieler Serben, viele in den Wirren der Bürgerkriege der Neunzigerjahre des 20. Jh.s geflohen sind. In letzter Zeit ist allerdings ein Teil der Geflohenen zurückgekehrt.

UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbe der Menschheit

Altstadt von Dubrovnik, Altstadt und Palast Kaiser Diokletians in Split, Plitvicer Seen, Euphrasius-Basilika und historischer Stadtkern von Porec, Historische Stadt Trogir, Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik, Altstadt von Zagreb

Feiertage

Januar:1. Januar – Neujahr, 6. Januar – Dreikönigsfest; Mai: 1. Mai – Tag der Arbeit, Juni: 22. Juni – Antifaschismustag, 25. Juni - Tag der Staatlichkeit; August: 5. August – Nationalfeiertag, 15. August – Mariä Himmelfahrt; Oktober: 8. Oktober – Unabhängigkeitstag; November: 1. November – Allerheiligen; Dezember: 25. und 26. Dezember – Weihnachten. Variable Feiertage in Kroatien: Ostern

FKK

Nur an den dafür reservierten Stränden und Anlagen oder in geschützten Buchten gestattet.

Geld 

Die amtliche Währung ist die Kuna (1 Kuna = 100 Lipa).

Fremde Währungen können in Banken, Wechselstuben, auf Postämtern sowie in den meisten Reisebüros, Hotels und auf Campingplätzen umgetauscht werden.

Kreditkarten (MasterCard, Visa, American Express und Diners) akzeptieren nahezu alle Hotels, Marinas, Restaurants und Läden.

Geografie

Kroatien kann sowohl Ostmitteleuropa als auch Südosteuropa zugerechnet werden. Vieles spricht für eine Zuordnung zu Mitteleuropa, aber auch eine Zuordnung zu Südosteuropa wäre aus historischen Gründen in Ordnung. Wissenschaftlich gesehen gibt es keine eindeutige Einteilung, während man kulturhistorisch die Gebiete nördlich der Save in der Regel zu Ostmitteleuropa zählt, die Teile Zentralkroatiens südlich der Save, Istrien und Dalmatien vorwiegend zu Südosteuropa. Der Ständige Ausschuss für geografische Namen empfahl 2005 die Zuordnung Kroatiens zu Mitteleuropa und begründete dies mit dem kulturräumlichen Mitteleuropabegriff.

Kroatien grenzt zu Lande an Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro. Seine Küstenlinie am Adriatischen Meer, einem Ausläufer des Mittelmeers, beträgt 1.777 km (mit den vielen Inseln gar 5.835 km). Der südlichste Teil des Küstengebietes – genauer gesagt die Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro – wird durch Gemeinde Neum, die zu Bosnien und Herzegowina gehört, von Kroatien getrennt.

Küstenlänge: 

6.278 km, davon 4.398 km Insel-, Klippen- und Riffküste.

Anzahl der Inseln und Riffe

1.244. Die größten Inseln sind Krk und Cres. 50 Inseln sind bewohnt.

Nationalparks und Naturparks

Nationalpark Kornaten Nationalpark Plitvicer Seen Nationalpark nördlicher Velebit Nationalpark Paklenica Nationalpark Krka Nationalpark Risnjak Nationalpark Mljet Nationalpark Brijuni Geomorphologische Attraktionen „Crveno Jezero“ – der Rote See

Verwaltung

Kroatien teilt sich auf in 20 Gespanschaften und die Hauptstadt Zagreb, die ebenfalls den Status einer Gespanschaft aufweist. In jeder Gespanschaft gibt es eine gewählte Gespanschaftsversammlung mit einem sogenannten Gespan an der Spitze der Verwaltung, der wiederum von der genannten Versammlung gewählt sowie vom Staatspräsidenten bestätigt wird. Die Gespanschaften unterteilen sich in Gemeinden, von denen einige den Status einer Stadt (kroatisch: grad) aufweisen. Von 1995–1998 standen zwei Gebiete im Osten Kroatiens unter UN-Verwaltung (UNTAES), die gegenwärtig Teile der Gespanschaften Vukovar-Syrmien und Osijek-Baranja sind. Hier gelten aus den bekannten Gründen noch besonders strenge Minderheitenschutzbestimmungen, insbesondere für die serbische Minderheit.

 

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Geschichte

Kroaten und anderen Slawen besiedelten das Gebiet des heutigen Kroatiens zur Zeit der Völkerwanderungen, als es noch Teil des Römischen Reiches gewesen war. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert kann von einem selbstständigen kroatischen Staat gesprochen werden. Schon sehr früh fand eine Christianisierung statt. Zunächst ein unabhängiges Königreich kam Kroatien 1102 infolge eines Abkommens mit Ungarn (Pacta conventa) unter einen kroatischen Ban (Befehlshaber einer ungarischen Grenzmark) mit eigener Verwaltung. Als jedoch Mitte des 15. Jahrhunderts das Königreich Ungarn schwere Verluste aufgrund der Expansion des Osmanischen Reiches erlitten hatte, forderte der kroatische Sabor die Habsburger dazu auf, die Regentschaft über Kroatien zu übernehmen. Viele blutige Schlachten folgten, ehe im 18. Jahrhundert ein Großteil Kroatiens unter Verwaltung der Habsburger kam. Ein Schicksal, das auch Dalmatien und Teile Istriens, seit dem Spätmittelalter unter der Herrschaft der Republik Venedig stehend, im Jahre 1815 blühte. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1918) begann sich Kroatien, aus der österreichisch-ungarischen Monarchie loszueisen, worauf italienische Truppen kroatische Gebiete entlang der Ostküste der Adria besetzten, da Italien im Londoner Vertrag von 1915 deren Annexion zugesagt worden war.

Dies führte nun dazu, dass der Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben Ende November 1918 die sofortige Vereinigung Kroatiens mit dem Königreich Serbien anstrebte, woraus in der Folge das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen entsprang. Die angestrebte Verfassung sah eine zentralistische Staatsorganisation und die Auflösung der historischen Provinzen vor, was den Serben, die zahlenmäßig die größte Bevölkerungsgruppe stellt, im Gesamtstaat Jugoslawien die Hegemonie sicherte. Daher lehnte ein Großteil der Kroaten die monarchistische Staatsform ab und bestand darauf, für Kroatien eine Republik zu gründen. Als 1929 König Aleksandar I. die Umbenennung des Landes in Königreich Jugoslawien besiegelte, das Parlament auflöste und mithilfe serbischer Offiziere regieren wollte, sammelten sich zusehends die nationalistischen Kräfte in Kroatien, was noch im selben Jahr zu der Ustaša -Bewegung führte, die von Ante Pavelic gegründet wurde und sich stark am italienischen Faschismus orientierte. Die Regierung in Belgrad versuchte in der Folge, gewaltsam jede Art von Widerstand zu niederzuhalten, wobei mehrere kroatische Oppositionelle von Agenten des jugoslawischen Geheimdienstes ermordet wurden, was internationale Proteste hervorrief, z. B. von Albert Einstein und Heinrich Mann.

Nach dem Überfall Deutschlands auf das Königreich Jugoslawien am 6. April 1941 rief die Ustaša den Unabhängigen Staat Kroatien (Nezavisna drzava Hrvatska, NDH) aus, obwohl das Regime niemals in demokratischen Wahlen vom kroatischen Volk legitimiert worden war.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken der neu gegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien (ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien), bis es im Juni 1991 seine Unabhängigkeit erklärte; die internationale Anerkennung erfolgte im Januar 1992. Belgrad indes wollte dies nicht hinnehmen und ging militärisch gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen vor, anfangs zur Erhaltung des Staates, später allerdings mit dem Ziel, alle Serben in einem Staat „Großserbien“ zu vereinen. Die Spannungen um jene kroatischen Gebiete mit großem Anteil von Serben führten zu einem jahrelangen und erbittert geführten Bürgerkrieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 mit dem Vertrag von Dayton endete.

Kroatien stellte bei der Europäischen Union nach allgemeinem politischem Konsens aller politischer Parteien am 21. Februar 2003 den Antrag auf Vollmitgliedschaft, am 18. Juni des nächsten Jahres bekam es den offiziellen Status als Beitrittskandidat der Europäischen Union. Die eigentlichen Verhandlungen wurden am 4. Oktober 2005 angegangen, nachdem die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien die volle Kooperation Kroatiens mit dem Tribunal bestätigt hatte, eine Grundbedingung der EU für die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen. Bereits am 1. Februar 2005 war ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) in Kraft getreten.

Am 30. Juni 2011 endeten die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien nach Abschluss aller Verhandlungskapitel unter ungarischem Vorsitz auch formell. Kroatien stellt demnach am 1. Juli 2013 in der siebten EU-Erweiterungsrunde das 28. EU-Mitgliedsland dar, wobei mit dem Beitritt die EU eine zusätzliche Amtssprache erhält, die vierundzwanzigste.

Mit diesem Beitritt gibt die EU den anderen Staaten Südosteuropas ein Signal, dass bei entsprechendem Reformwillen und einer Annäherung an europäische Grundwerte ein EU-Beitritt möglich ist. Der Beitrittsvertrag soll am 19. Dezember 2011, kurz nach den kroatischen Parlamentswahlen, dann auch offiziell unterzeichnet werden.

Staats- und Regierungsform

Parlamentarische Mehrparteienrepublik

Politik

Kroatien stellt eine parlamentarische Republik mit einem Mehrparteiensystem dar. Präsident ist gegenwärtig Stjepan Mesic. Das Land strebt nicht nur die Aufnahme in die EU an, sondern auch in die NATO. Seit 2000 ist Kroatien Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Die wichtigen Parteien in Kroatien sind HDZ, HSP, SDP, HNS, DC, HSS, LS, HSLS, IDS.

Gesundheit

In allen größeren Städten findet man Krankenhäuser und Kliniken, die im Notfall helfen; kleinere Ortschaften verfügen über Ambulanzen und Apotheken. 

In ihrem Land pflichtversicherte ausländische Touristen sind während ihres Aufenthaltes in Kroatien von der Zahlung für medizinische Notfallversorgung befreit, wenn Kroatien mit dem Herkunftsland ein Abkommen über Sozialversicherungsleistungen abgeschlossen hat. Personen, die aus Ländern stammen, mit denen kein Abkommen besteht oder die Nutzung des Krankenversicherungsschutzes nicht vertraglich geregelt ist, müssen die Kosten ihres Gesundheitsschutzes aus eigener Taschen tragen. 

Zusätzliche Informationen erteilt die Kroatische Krankenversicherungsanstalt – Tel.: +385 1 4806 333, Internet: www.hzzo-net.hr  

Wasser

Das Leitungswasser ist überall in Kroatien trinkbar.

Internet

Internet-TLD: .hr

Medien

Die Medienlandschaft Kroatiens ist äußerst vielseitig. Neben dem staatlichen Sender HRT und den Privatsendern OTV, Nova TV und RTL Hrvatska existieren lokale Fernsehsender, wie z. B. Nezavisna TV und Tvnova, sowie Dutzende lokaler Radiosender.

Folgende Tageszeitungen sind zu nennen: Glas Slavonije, Jutarnji list, Slobodna Dalmacija, Novi List, Vecernji list und Vjesnik sowie die Wochenzeitschriften Fokus, Globus, Nacional und Novi list. Darüber hinaus sollte das satirische Wochenblatt Feral Tribune Erwähnung finden, das für seine kritische Haltung während der Regierungszeit Tudmans auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden ist.

Ausländische Zeitung gibt es zu kaufen.

Einige Programme des Kroatischen Rundfunks strahlen fremdsprachige Nachrichten für Touristen aus. Im ersten Programm des Kroatischen Rundfunks beispielsweise gibt es jeden Tag um 20.05 Uhr eine Sendung, die in englischer Sprache ausgeführt wird und ungefähr 10 Minuten dauert.

Informationen über Verkehrsstaus erteilt der Kroatische Autoklub in Kroatisch und Englisch.

Klima

In Kroatien gibt es drei Klimazonen. Während im Landesinneren überwiegend ein gemäßigtes warmes, regnerisches Klima und auf den höchsten Gipfeln ein schneereiches Waldklima anzutreffen sind, herrscht an der Adriaküste ein angenehmes mediterranes Klima, das den Urlaubern viele Sonnentagen beschert. Die dortigen Sommer sind trocken und heiß, die Winter mild und feucht.

Die Durchschnittstemperatur im Landesinneren beträgt im Januar –2 bis 0 °C (auf den höchsten Gipfeln etwas niedriger), im August liegt sie bei etwa 20 °C (auf den höchsten Gipfeln circa 12 °C).

Die Durchschnittstemperatur an der Küste liegt deutlich höher: im Januar 5–9 °C, im August 22–25 °C. Die ungefähre Meerestemperatur beträgt im Winter 12 °C und im Sommer 25 °C. 

Kleidung und Reisegepäck

Im Hochsommer empfiehlt sich leichte und luftige Baumwollkleidung. Im Früh- und Spätsommer sollten Pullis bzw. Jacken für die kühleren Tageszeiten mitgenommen werden.

Alles für die Reise

Küche

Kroatiens Küche ist bunt und schmackhaft. Die Vielfalt der deftigen Fleischgerichte, Fischspezialitäten, herzhaften Suppen ist erwähnenswert, wobei Speck, Käse, Schinken und dazu ein Tropfen guten einheimischen Weins oder Kräuterschnaps (travarica) besondere Merkmale kroatischer Kulinarik darstellen. Die hiesigen „Geschmackslandschaften“ verändern sich von Norden nach Süden und von Osten nach Westen, je nachdem inspiriert und beeinflusst von den türkischen Besatzern (Binnenland und Osten) bzw. Österreich-Ungarn (Norden und Nordwesten), während die Küche der Küstenregion griechischen, römischen und illyrischen Einflüssen unterworfen ist, aber auch die moderne Küche des Mittelmeerraumes zeigt sich hier, insbesondere die französische und italienische.

Ein charakteristisches Essen wäre zum Beispiel einer von vielen Eintöpfen, meist aus Sauerkraut, Weißkohl, Fleisch und Speck zubereitet. Die Regionen um die Waldgebiete kredenzen deftige Wildgerichte. Die typischen mediterranen Aromen, resultierend aus dem Reichtum an Gewürzen, Essenzen, Fischspezialitäten (von fangfrischen Fischen) sowie Gemüse (Mangold, Kohl, Spinat), nimmt man dagegen an der Küste oder auf den Inseln wahr. Jedes Gebiet kann mit etwas Eigenständigem aufwarten. Auf der Insel Pag zum Beispiel ist der Paski sir, ein bekannter Käse und Markenzeichen der Insel, zu Hause, während die Karstgebiete die bekannten dalmatinischen Schinken (prsut) hervorbringen. Im Gebiet um Zagora, das Hinterland Dalmatiens, überwiegen einfache Speisen, Brot, Schweinefleisch und Kartoffelgerichte.

Kultur

Literatur

Bedeutende Autoren aus Kroatien sind Marko Marulic und Miroslav Krleža.

Musik

Kroatien weist eine bunte Musiktradition auf. Die folkloristische Musik hält hierbei von Region zu Region viele Unterschiedlichkeiten parat, was dazu führen kann, dass die Leute in Slawonien etwas völlig anderes darin sehen und fühlen als Menschen an der Adriaküste.

In der Zeit des ehemaligen Jugoslawiens stammten viele Popmusiker und Gruppen aus Kroatien, was sich auch daran zeigte, dass dort oft der jugoslawische Teilnehmer für den Eurovision Song Contest herkam.

Klassische Musik

Als frühe kroatische Vertreter der klassischen Musik werden heute Barockkomponisten der damals italienisch beeinflussten Adriaküste angesehen, wie etwa Ivan Lukačić und Vinko Jelić. Bedeutende zeitgenössische Komponisten klassischer Musik verkörpern Davorin Kempf und Ivo Josipović.

Museen

Als wichtige Museen Kroatiens sind die folgenden zu nennen, ohne allerdings einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen:

Čakovec: Museum der Region Međimurje

Dubrovnik: Heimatmuseum, Ethnografisches Museum, Schatzkammer der Kathedrale, Archäologisches Museum, Museum für moderne Geschichte sowie das Geburtshaus von Marin Držić

Gospić: Museum Lika; im nahe gelegenen Smiljan ist im Geburtshaus von Nikola Tesla seine biografische Sammlung zu finden

Hlebine: Galerie naiver Kunst, Museumssammlung von Ivan Generalić

Karlovac: Stadtmuseum Karlovac

Klanjec: Galerie des Bildhauers Antun Augustinčić

Krapina: Evolutionsmuseum und Fundort des Urmenschen Hušnjakovo, Museum Ljudevit Gaj

Kumrovec: Ethno-Museum Staro Selo (Altes Dorf) mit alten originalen Häusern, das Geburtshaus von Josip Broz Tito

Makarska: Malakologisches Museum (Muschelsammlung), Stadtmuseum Makarska

Osijek: Museum Slawoniens, Galerie der bildenden Künste

Pazin: Stadtmuseum Pazin, Ethnografisches Museum Istriens

Pula: Archäologisches Museum Istriens

Split: Museum kroatischer archäologischer Denkmäler, Archäologisches Museum Split, Galerie des Bildhauers Ivan Meštrović

Trakošćan: Schlossmuseum Trakošćan mit einer großen Sammlung alter Waffen

Varaždin: Stadtmuseum Varaždin in der Alten Burg – Historische Abteilung und Entomologische Abteilung (Insektensammlung)

Zadar: Archäologisches Museum Zadar, Volksmuseum Zadar, Seefahrtsmuseum, Ständige Ausstellung sakraler Kunst

Zagreb: Archäologisches Museum, Ethnografisches Museum, Kroatisches Museum für naive Kunst, Moderne Galerie Zagreb, Museum der Stadt Zagreb, Mimara-Museum mit Kunstwerken aus allen Epochen, Museum für Kunst und Handwerk, Naturwissenschaftliches Museum, Museum für moderne Kunst, Strossmayer-Galerie alter Meister, Technisches Museum

Notruf

Die kostenlose Notrufnummer 112 ist zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar, unabhängig davon, wo man sich in der Republik Kroatien oder in der EU befindet. Sie nimmt das auch Anrufe in einer der folgenden Fremdsprachen entgegen: Englisch, Deutsch, Italienisch, Ungarisch, Slowakisch und Tschechisch.

Rufen Sie die Nummer 112 an, wenn Sie folgende Hilfe benötigen: dringende medizinische Hilfe, die Feuerwehr, die Polizei, den Bergrettungsdienst, die Hilfe anderer Notdienste.

Öffnungszeiten

Während der Urlaubssaison haben die meisten Geschäfte an Werktagen von 8.00–20.00 Uhr geöffnet, viele davon sogar am Wochenende. Behörden und Ämter arbeiten in der Regel montags bis freitags von 8.00–16.00 Uhr.

Post

Die Postämter haben werktags von 7.00–19.00 Uhr auf; in kleineren Orten von 7.00–14 .00Uhr; manche sind in der Mittagspause geschlossen. In größeren Städten, aber auch in Fremdenverkehrsorten sind die Postämter auch samstags und sonntags geöffnet.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Stromspannung

220 V mit einer Frequenz von 50 Hz.

Telefon

Für alle öffentlichen Telefonzellen braucht man eine Telefonkarte, die sowohl in allen Postämtern als auch an Zeitungskiosken erhältlich ist. Jede Telefonzelle ermöglicht ein Telefonat direkt ins Ausland. 

Kroatien kann ein modernes und flächendeckendes Mobilfunknetz vorweisen, nichtsdestotrotz gibt es Funklöcher zum Teil noch auf einigen Inseln, im Hinterland und auf offener See.

Vorwahl: +385

Trinkgeld

Üblich sind 10 % vom Preis. Bedienungsgeld für das Hotelpersonal richtet sich nach der jeweiligen Kategorie und beginnt bei ungefähr 10 Euro pro Woche.

Unterkünfte

In Kroatien gibt es von einfachen, zweckmäßig eingerichteten Hotels und Appartement über gut ausgestattete Anlagen mit diversen Unterhaltungsmöglichkeiten bis hin zu Häusern der gehobenen und Luxuskategorie alles, was das Herz begehrt und sämtliche Erwartungen erfüllen dürfte.

Hotels

 

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Privatunterkünfte

Darüber hinaus sind überall im Land Privatunterkünfte zu finden, wobei die meisten Gastgeber der deutschen Sprache mächtig sind, sodass man in puncto Verständigung keine Sorgen zu haben braucht.

Camping

Kroatien, vor allem die Adriaküste, ist gespickt mit Campingplätzen von unterschiedlicher Kategorie und Güte.

Verkehr

Auto

Am 30. Juni 2004 wurde die Autobahn A1 fertiggestellt, die von Zagreb Richtung Split führt, wobei das wichtigste Bauwerk mit 5.670 m Länge der Sveti-Rok-Straßentunnel darstellt. Das letzte noch verbleibende Teilstück der Autobahnverbindung zwischen Rijeka und Zagreb konnte im Frühjahr desselben Jahres beendet werden.

Erforderliche Fahrzeugdokumente

Für die Einreise nach Kroatien benötigt man einen Führerschein, einen Fahrzeugschein und eine Grüne Versicherungskarte für das Fahrzeug. Gut wäre auch ein internationaler Führerschein, den im Übrigen jeder Automobilklub des Heimatlandes ausstellt, wenn man beabsichtigt, bei Rent-a-car ein Auto zu mieten.

Fahrer in Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen müssen in Kroatien eine international gültige Haftpflichtversicherung für ihr Gefährt vorweisen können.

Tempolimits

  • in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h
  • auf Landstraßen: 90 km/h
  • auf ausschließlich für Kraftfahrzeuge vorgesehenen Straßen und Schnellstraßen: 110 km/h
  • auf Autobahnen: 130 km/h
  • Kraftfahrzeuge mit Anhänger ohne Bremse: 80 km/h
  • Busse und Busse mit leichtem Anhänger: 80 km/h (auf Autobahnen: 100 km/h); Ausnahmen sind Busse, die Kinder organisiert transportieren

In der Winterzeit ist das Fahren ohne eingeschalteten Scheinwerfern auch bei Tageslicht nicht gestattet.

Müßig zu erwähnen, dass die Benutzung des Handys während der Fahrt verboten ist, genauso wie das Fahren ohne Sicherheitsgurt.

Tankstellen

Tankstellen in größeren Städten und an Autobahnen haben rund um die Uhr geöffnet. Die Tankstellen führen Eurosuper 95, Super 95, Super 98, Super plus 98, Euro-Diesel und Diesel, in größeren Städten und an den Autobahnen auch Gas. 

Informationen über Kraftstoffpreise und ein Verzeichnis der Gastankstellen sind den folgenden Webseiten zu entnehmen: www.ina.hrwww.omv.hrwww.tifon.hrwww.hak.hr.

Mautgebühren (für Autobahnen):

A1: Zagreb–Bosiljevo–Zadar–Šibeik–Split–Šestanovac–Ravča, A2 Zagreb – Zaprešić – Krapina - Macelj

A3: Bregana–Zagreb–Slavonski Brod–Županja–Lipovac

A4: Zagreb–Varaždin–Goričan

A5: Osijek–Đakovo–Sredanci

A6: Zagreb–Karlovac–Bosiljevo–Vrbovsko–Rijeka

A7: Rijeka–Rupa. 

Für Halbautobahnen: Istrisches Y mit den Mautstationen „Učka-Tunnel“ und „Viadukt Mirna“.

Informationen sind auf folgenden Webseiten zu finden:www.hak.hrwww.hac.hrwww.bina-istra.hrwww.arz.hr,www.azm.hr und www.huka.hr

Bus

Internationale Buslinien verkehren regelmäßig zwischen Kroatien und den Nachbarländern und den meisten Ländern Mittel- und Westeuropas.

Auskunft für Anrufe aus Kroatien: 060 313 333

Auskunft für Anrufe außerhalb Kroatiens: +385 (0)1 61 12 789

Bahn

Kroatien verfügt über direkte Bahnverbindungen mit Deutschland, Österreich, der Schweiz, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn, Italien, Serbien und in der Saison auch mit Tschechien und der Slowakei. Nahezu alle anderen europäischen Ländern sind auf indirektem Wege erreichbar.

Durch Kroatien gehen von Zagreb Eisenbahnstrecken nach Osijek, Vinkovci, Rijeka und Split sowie nach Slowenien, Ungarn, Bosnien und Herzegowina und Serbien. Es gibt Eurocity-, Intercity- und Euronight-Züge, z. B. EC „Mimara“ von Zagreb–Villach–Frankfurt–Zagreb, Schnellzüge, z. B. „Lisinski“ von Zagreb–München–Zagreb (Nachtzug), und Saisonzüge, wie z. B. jener von Ljubljana nach Pula und wieder zurück nach Ljubljana.

Informationen: 

Tel.: 060 333 444, 

Internet: www.hznet.hr

Schiff

Von Bedeutung für die Wirtschaft ist die Donauschifffahrt vor allem in Vukovar und die Küstenschifffahrt für den Tourismus.

Internationale Fährverbindungen

Zadar–Ancona, Split–Ancona, Split–Stari Grad–Pescara, Ancona–Split–Pescara sowie Rijeka–Split–Stari Grad (Hvar)–Korčula–Sobra (Mljet)–Dubrovnik–Bari

Dubrovnik–Bari (direkt): Vis–Ancona, Stari Grad–Ancona

Außer Fährverbindungen verbinden Kroatien mit Italien auch Schnellbootlinien.

Fährverbindungen entlang der Küste

Rijeka–Split–Stari Grad/Hvar–Korčula–Dubrovnik

Folgende lokalen Fährverbindungen verbinden das Festland mit den Inseln: Cres, Lošinj, Rab, Pag, Ugljan, Pašman, Olib, Silba, Premuda, Ist, Molat, Sestrunj, Rivanj, Žirje, Kaprije, Zverinac, Rava, Zlarin, Dugi otok, Iž, Šolta, Brač, Hvar, Vis, mit der Halbinsel Pelješac, den Inseln Korčula, Lastovo, Mljet und Šipan. Lokale Schiffs- und Schnellbootlinien steuern auch die übrigen bewohnten, autofreien Inseln an.

Schnellbootlinien (Verbindung mit dem Festland oder zwischen den Inseln)

Gegend um Rijeka: Lošinj, Susak, Unije, Cres, Ilovik, Pag, Rab

Gegend um Zadar: Ist, Molat, Dugi otok, Zverinac, Sestrunj, Rivanj, Olib, Silba, Premuda 

Gegend um Split: Brač, Hvar, Šolta, Lastovo, Korčula, Vis

Gegend um Dubrovnik: Mljet, Šipan, Korčula, Lastovo

Gegend um Šibenik: Žirje, Kaprije

Schiffslinien (Verbindung mit dem Festland oder zwischen den Inseln)

Gegend um Rijeka: Lošinj, Srakane, Unije, Ilovik, Susak

Gegend um Zadar: Dugi otok, Iž, Rava, Vrgada

Gegend um Šibenik: Prvić, Zlarin

Gegend um Split: Drvenik Veli und Mali, Čiovo, Biševo

Gegend um Dubrovnik: Šipan, Lopud, Koločep 

Flüge

Internationale Flughäfen gibt es in Zagreb, Split, Dubrovnik und Rijeka.

Die nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines, regionales Mitglied der Fluggesellschaft Star Alliance, verbindet Kroatien durch Direktflüge mit einer Reihe europäischer Destinationen. Ferner ist die kroatische Küste in der Hauptsaison flugtechnisch mit zusätzlichen Städten in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien verbunden. In Zusammenarbeit mit diversen Partnern ist es möglich, Zielorte weltweit anzufliegen.

Zeitzone

MEZ (UTC +1)

Zoll

Die gültigen Zollvorschriften Kroatiens entsprechen nahezu vollständig den Vorschriften und Standards der EU-Länder, in Bezug auf die Einfuhr von Gütern nichtkommerzieller Natur für den persönlichen Gebrauch sind hingegen nur Waren im Wert bis 1.000 Kuna zoll- und mehrwertsteuerfrei. 

Die Ein- und Ausfuhr ausländischen oder kroatischen Bargelds und Schecks ist für ausländische oder kroatische Staatsbürger mit ausländischem Wohnsitz unbeschränkt, allerdings muss jeder Transfer über 9.999 Euro den Zollbeamten unbedingt mitgeteilt werden. Das Gleiche gilt für wertvoll professionelle Ausrüstung und technische Geräte. 

Natürliche Personen, die in Kroatien keinen ständigen oder vorübergehend gemeldeten Wohn- oder Aufenthaltsort aufweisen können, haben Anspruch auf Rückerstattung der Mehrwertsteuer, und zwar auf in Kroatien gekaufte Ware von mindestens 740 Kuna (Rechnung vorlegen) – allerdings nur bei Vorlage eines vom Zollbeamten bestätigten PDV-P- oder Tax-Cheque-Formulars, und dies innerhalb von drei Monaten vom Kaufdatum. Die im Ausland wohnhafte natürliche Person muss zwingend die Steuerrückerstattung innerhalb von sechs Monaten ab Rechnungsdatum beantragen. 

Für zusätzliche Informationen kontaktieren Sie bitte den Zoll unter: www.carina.hr  

Zollämter für die Einreise ausländischer Schiffe

Ständig geöffnet: Umag, Poreč, Rovinj, Pula, Raša/Bršica, Rijeka, Mali Lošinj, Zadar, Šibenik, Split, Ploče, Korčula, Dubrovnik, Vela Luka und Ubli.

Nur in der Sommersaison geöffnet: ACI-Marina Umag, Novigrad, Sali, Božava, Primošten, Hvar, Stari Grad (Hvar), Vis, Komiža und Cavtat.