Topreiseinfos

Wissenswertes und Tipps für Reisen in die Länder dieser Erde!

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Australien

 

Überwiegend sonnig

28°C

Darwin

Überwiegend sonnig

Feuchtigkeit: 72%

Wind: 11.27 km/h

  • 26 Sep 2017

    vereinzelte Gewitter 28°C 26°C

  • 27 Sep 2017

    vereinzelte Gewitter 28°C 26°C

 


 

Sonnig

14°C

Canberra

Sonnig

Feuchtigkeit: 40%

Wind: 17.70 km/h

  • 26 Sep 2017

    Sonnig 17°C 5°C

  • 27 Sep 2017

    vereinzelte Schauer 21°C 4°C

 

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Commonwealth of Australia 

Fläche: 7.702.501 km² 

Einwohnerzahl: 22.403.000 (2010) 

Größte Städte: Sydney – 3,64 Mio., Melbourne – 3,37 Mio., Brisbane – 1,68 Mio., Perth – 1,2 Mio., Adelaide – 1,26 Mio., Canberra (Hauptstadt) – 356.120, Newcastle – 288.732 Einwohner (2006) 

Offizielle Landessprache: Englisch 

Bevölkerungsgruppen: Australier europäischer Herkunft 90,2 %, Asiaten 7,3 %, Aboriginals 2,5 % (2007).

Religion: Christen 63,9 %, Buddhisten 2,1 %, Muslime 1,7 %, Hindus 0,7 %, Juden 0,4 %, Konfessionslos2 18,7 %, Andere 12,5 % (2006). 

Lebenserwartung: Männer – 79,2; Frauen – 84,0 (2008).

Auskunft

Australian Tourist Commision (ATC)

c/o Adam & Partner GmbH

Weserstr. 4

60329 Frankfurt/Main

Tel.: 069 237911

Fax: 069 233199

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.australia.com

Besonderheiten

Umgangsformen

In Australien begrüßen sich Freunde untereinander mit einem lässigen Hi oder G'day („Guten Tag”) und schütteln einander die Hand. Eine förmlichere Begrüßung ist das Hello, how are you? („Wie geht es Ihnen?”). Die meisten Leute sprechen sich üblicherweise mit dem Vornamen an, selbst wenn man sich zum ersten Mal begegnet. Australier treffen sich gern privat in fröhlicher Runde und veranstalten mit Vorliebe Grillfeste. Gastgeber empfangen ihre Gäste immer herzlich und verhalten sich stets ungezwungen.

Einwanderung 

Australien gilt nach wie vor als klassisches Einwanderungsland, auch wenn neue Staatsbürger nur beschränkt aufgenommen werden. Auskünfte bekommt man über die Einwanderungsbedingungen bei den Botschaften Australiens.

Outback

Als Outback bezeichnen Australier Regionen, die fernab der Zivilisation liegen. Es umfasst beinahe drei Viertel der Fläche Australiens und erstreckt sich hauptsächlich über das Northern Territory und Western Australia sowie Teile von Queensland. Die unterschiedlichsten Landschaftsformationen und Klimazonen sind unter diesen Begriff zu subsumieren. Weite Gebiete des extrem trockenen Outbacks Westaustraliens, wo manchmal jahrelang kein Regen fällt und im Sommer Temperaturen über 50 °C herrschen, sind völlig unzugänglich. Das Outback von Queensland hingegen ist unberührter tropischer Regenwald. Touristisch gut erschlossen sind die Regenwälder des Top End, der Kakadu National Park sowie die Wüsten des Red Centre mit dem Uluru-Kata Tjuta National Park, in dessen Zentrum der berühmte Monolith Uluru, auch Ayers Rock genannt, steht; bekannt sind auch die Karlu Karlu (Devil's Marbles).

Beim Aufbruch in die Wildnis Australiens sollten bestimmte Grundregeln beachtet werden: 

1. Führen Sie stets reichlich Wasser mit sich. 2. Bei Touren durch die Nationalparks abseits der gängigen Routen sollten vor Beginn die Ranger informiert werden. 3. Fahren Sie auf den Pisten nur mit Allrad angetriebenen Fahrzeugen, da vor allem in der Regenzeit im tropischen Norden viele davon unpassierbar und selbst asphaltierte Straßen mitunter tagelang überflutet sind. 4. Bei Autopannen sollten Sie unbedingt in der Nähe des Autos ausharren und auf gar keinen Fall ziellos loslaufen, denn das Auto wird aus der Luft im Notfall schneller gefunden, zudem sparen Sie Kraft und haben Schatten. 5. Wanderungen sollten nur mit kräftigen Stiefel angetreten werden und dies schon allein aus einem Grund: wegen der vielen Schlangen. 6. Darüber hinaus ist eine ausreichende Kopfbedeckung in Anbetracht der starken Sonne dringend zu empfehlen.

Sonne 

Da die Sonneneinstrahlung in Australien extrem hoch ist, sollte man nicht nur am Strand und im Outback, sondern eigentlich überall Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sowie eine ausreichende Kopfbedeckung benutzen.

Weltkulturerbe 

Großes Barriere-Riff, Nationalpark Kakadu, Seengebiet von Willandra, Nationalparks von West-Tasmanien, Lord-Howe-Inselgruppe, Nationalpark Uhuru, Schutzgebiete des gemäßigten und subtropischen Regenwaldes im mittleren Osten Australien, Nationalpark Wet Tropics in Queensland, Naturpark Shark Bay, Fraser-Insel, Fossilienlagerstätte Riversleigh, Heard- und McDonald-Inseln, Marquarie-Insel, Greater Blue Mountains.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

119 Empire Court, Canberra-Yarralumla,

Tel.: 02 62701911

Deutsches Generalkonsulat

480 Punt Rd, South Yarra, Melbourne, Vic 3141,

Tel.: 03 98286888

Deutsches Generalkonsulat

13 Trelawney St., Woollahra, Sydney, NSW 2025,

Tel.: 02 93287733

Österreichische Botschaft

12 Talbot St., Canberra-Forest,

Tel.: 02 62951376

Österreichisches Generalkonsulat

107 Wellington St., Windsor, Melbourne, Vic 3143,

Tel.: 03 95336900

Schweizer Botschaft

7 Melbourne Av., Canberra-Forrest,

Tel.: 02 62733977

Schweizer Generalkonsulat

420 St. Kildar Rd., Melbourne, Vic 3004

Tel.: 03 98672266

Einreise und Ausreise

Die Flugzeit nach Down under beträgt je nach Route und Zwischenstopps zwischen 21 und 25 Stunden; dabei ist die Route über Asien kürzer ist als jene über Amerika. Bei der Ankunft – eine Parallelität zu Neuseeland – dürfen die Passagiere das Flugzeug nicht eher verlassen, bis sie von einem Insektenspray eingesprüht worden sind. 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor Reiseantritt eingeholt werden muss. Für sie und Staatsangehörige bestimmter weiterer Staaten wird das Visum in Form einer sogenannten elektronischen Einreiseerlaubnis (ETA) erteilt. Die ETA ist eine bei den Grenzübergängen und anderen Stellen elektronisch gespeicherte Erlaubnis für Kurzreisen nach Australien. Sie tritt an die Stelle eines vor der Reise einzuholenden Visumaufklebers oder Stempels im Reisepass. Die ETA wird regelmäßig bei Buchung einer Australienreise durch das Reisebüro beantragt. Bei touristischen Reisen fallen hierfür von australischer Seite keine Gebühren an, jedoch kann das Reisebüro eine Bearbeitungsgebühr verlangen. Bei direkter Online-Beantragung durch den Reisenden werden von australischer Seite Gebühren erhoben. Ebenso ist eine ETA für Geschäftsreisen gebührenpflichtig Die ETA ist 12 Monate gültig und berechtigt zu einem Aufenthalt von maximal 3 Monaten in Australien. 

Australien erkennt deutsche Kinderausweise sowie die Eintragung von Kindern in den elterlichen Reisepass an. Der Reisepass beziehungsweise der Kinderausweis muss mindestens für die gesamte Dauer des geplanten Aufenthalts in Australien gültig sein. 

Hinweis: Zu beachten ist, dass bei einem Zwischenaufenthalt in einem asiatischen Land oft eine Mindestgültigkeit des Passes von sechs Monaten vorgeschrieben ist.

Quelle: Auswärtiges Amt

 

Ausreisegebühr: Jeder Passagier ab zwölf Jahren muss bei der Ausreise eine Gebühr (departure tax) von 27 A$ bezahlen, die über den Flugschein verrechnet wird.

In Australien gelten – nicht ohne Grund – strenge Quarantänebestimmungen! Meldepflicht herrscht für lebende Tiere und Pflanzen, aber insbesondere auch für Nahrungsmittel. Am Flughafen finden Sie daher große Tonnen zur Entsorgung von mitgebrachten Lebensmitteln und entsprechende Hinweisschilder. Kontrolliert wird, während Sie auf Ihr Gepäck warten, von einem Beamten mit Schnüffelhund. Auf Inlandflügen gelten diese Restriktionen ebenfalls, vor allem für Obst. 

 

Visa erteilen in Ihrem Heimatland folgende Stellen:

Australische Botschaft in Bonn

Godesberger Allee 105, 53175 Bonn,

Tel.: 022881030, Fax: 37 18 53 

Australische Botschaft in Wien

Mattiellistr. 2, 1040 Wien,

Tel.: 01 5128580, Fax: 5132908

Info-Telefon in der Schweiz

Tel.: 033 8230953

Familienstruktur

Die durchschnittliche australische Familie weist zwei oder drei Kinder auf. Das Familienleben ist dem Westeuropas und Nordamerikas sehr ähnlich, auch hier sind viele Mütter berufstätig. In Australien sind Frauen den Männern gegenüber offiziell gleichberechtigt. Sie verfügen über eine gleichwertige Bildung, erhalten fast gleiche Gehälter und nehmen im privaten und öffentlichen Sektor wichtige Führungspositionen ein. Frauen stellen beinahe die Hälfte der landesweiten Erwerbstätigen. Viele Paare leben vor der Ehe zusammen oder entschließen sich zu einem gemeinsamen Leben ohne Trauschein. Außerdem ist ein Anstieg der Alleinerziehenden mit Kind zu verzeichnen. Frauen heiraten durchschnittlich im Alter von 23 Jahren und Männer mit 25 Jahren. Kirchliche Trauungen erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit.

Flora & Fauna

Es wird angenommen, dass vor der europäischen Besiedlung rund ein Viertel Australiens von Wald bzw. Busch bedeckt war. Heute, nach der Umwandlung großer Waldgebiete in landwirtschaftliche Nutzflächen, sind es rund 12 %. Die meisten der großen Wälder liegen im Osten Australiens. An der Ostküste von Queensland gibt es tropischen Regenwald. Die Nordküste wird von Mangroven gesäumt. In den subtropischen und gemäßigten Gebieten bestimmen immergrüne oder Laub abwerfende Trockenwälder die Vegetation. Artenreiche Laub- und Mischwälder aus Eichen, Eschen, Zedern, Birken und Kiefern sowie Lorbeergewächsen gedeihen in den Küstenebenen im Osten. Die höheren Lagen der Great Dividing Range sind von ausgedehnten Nadelwäldern bedeckt. Rund 22 000 Pflanzenarten sind endemisch: sie haben sich nur in Australien entwickelt. Unter den typischen Pflanzen des Kontinents sind an erster Stelle die jeweils rund 600 Arten des Eukalyptus und der Akazie zu nennen. Viele Wälder bestehen aus Pflanzen dieser beiden Gattungen. Weitere Besonderheiten der australischen Flora sind die Flaschen- und die Grasbäume. 

Während des Mesozoikums, das vor etwa 65 Mio. Jahren zu Ende ging, brach der Urkontinent Gondwana auseinander und teilte sich in Südamerika, Afrika, Vorderindien, Australien und Antarktis. Bis zur Ankunft der Europäer im 17./18. Jahrhundert hat sich Australiens Flora und Fauna im Wesentlichen eigenständig entwickelt. Zu dieser Australischen Region genannten biologischen Sonderzone gehören neben dem eigentlichen Australien und Tasmanien noch Neuguinea, Neuseeland und die pazifischen Inseln im Osten Australiens. Ostindonesien bildet den Übergangsraum zur eurasischen Region. 

Die Beuteltiere haben in Australien nicht nur eine besondere Artenvielfalt entwickelt, sondern waren bis zum 18. Jahrhundert auch die einzigen Säugetiere des Kontinents. Bis heute sind rund 250 Arten bekannt. Typisches Merkmal dieser Unterklasse der Säugetiere ist, dass der Nachwuchs nicht durch eine Plazenta in der Gebärmutter ernährt wird, sondern sehr früh zur Welt kommt und sich in einem beutelähnlichen Hautsack des Muttertieres, in dem sich auch die Zitzen befinden, entwickelt. Känguru und Koala sind die wohl bekanntesten Beuteltiere Australiens. Es gibt mehr als 50 Känguruarten, die sich stark voneinander unterscheiden. Zu den Großkängurus gehören das Graue und das Rote Riesenkänguru, die bis zu 2 m groß werden können. Sie sind in der Lage, 10 m weit und 3 m hoch zu springen. Etwa so groß wie ein Kaninchen sind die Wallabys, die auch als Kängururatten bezeichnet werden. Das Baumkänguru lebt zwar auch überwiegend auf dem Boden, übernachtet aber in Eukalypten. Die Eukalyptuswälder sind auch das Lebensgebiet der Koalas. Im Gegensatz zu den Kängurus gehören Koalas zu den gefährdeten Tierarten, da die Fläche der Eukalyptuswälder schrumpft. Koalas leben ausschließlich von den Blättern bestimmter Eukalypten – und riechen entsprechend stark danach. Sie sind ausgesprochen träge und schlafen manchmal länger als 40 Stunden an einem Stück. Weitere bekannte Beuteltiere sind die Wombats, die großen Nagetieren ähneln. Der Haarnasenwombat wird bis zu 70 cm lang, der Nachtnasenwombat erreicht bis zu 1m. Die meisten Raubbeutler sind entweder ausgestorben oder ausgerottet. Vor mehreren Millionen Jahren gab es Säbelzahnbeutler und Löwenbeutler. Der letzte frei lebende Beutelwolf wurde 1930 erschlagen; das letzte Exemplar dieser Art starb 1936 in einem Zoo. Nur noch auf Tasmanien kommt der Beutelteufel vor, eine rund 80 cm lange, sehr stämmige Raubtierart, die sich überwiegend von Schlangen und Vögeln, aber auch von Aas, ernährt. In Australien selbst wurde er ausgerottet, zum einen durch den Menschen, zum anderen durch die sich stark vermehrenden Dingos, die australischen Wildhunde. Kloakentiere sind eine evolutionäre Besonderheit Australiens. Es sind die einzigen Säugetiere, die Eier legen. Der Name dieser Ordnung leitet sich vom Kloake genannten Endabschnitt des Enddarms ab, in den – wie auch bei Vögeln und Kriechtieren – der Ausführgang der Geschlechtsorgane mündet. Die Familien der Schnabeltiere und der Ameisen- oder Schnabeligel sind die einzigen Vertreter dieser Unterklasse. 

Weitere Besonderheiten der australischen Tierwelt sind z. B. der Leiervogel, der wie viele der in Australien lebenden Echten Papageien ein hervorragender Imitator ist, und der Kookaburra: dieser Vogel wird wegen seines charakteristischen Rufs auch als „Lachender Hans“ bezeichnet. In den Sumpfgebieten des Nordens und in Brackgewässern lebt das Leistenkrokodil, eine der drei Salzwasserkrokodilarten. Nicht selten schwimmt es große Strecken im Meer. Es wird bis zu 6 m lang und ist wegen seiner Aggressivität gefürchtet. In den Wüstengebieten des Outbacks lebt der Wüstenteufel, eine Agamenart, dessen Körper mit bunt gefärbten Hautauswüchsen bedeckt ist, die wie Dornen aussehen. Nur im Bundesstaat Victoria im Südosten Australiens kommt der Riesenwurm vor – er ist mit einer Länge von bis zu 3,5 m der größte Erdwurm der Erde. In den Gewässern Ostaustraliens lebt der Australische Lungenfisch, der wie der Amerikanische und der Afrikanische Lungenfisch aus der Luft Sauerstoff bezieht, im Gegensatz zu seinen Verwandten aber auch in der Lage ist, seinen Sauerstoffbedarf aus Wasser zu decken. Mit den Europäern kamen ab 1788 Tiere der eurasischen Region nach Australien. Dadurch wurde das ökologische Gefüge erheblich gestört. Pferde, Ratten, Rotfüchse, Altweltkamele, Wasserbüffel und besonders Kaninchen vermehrten sich sehr stark, da sie kaum natürliche Feinde hatten und wurden zu Futterkonkurrenten der einheimischen Tiere. Bis heute hat Australien mit den damit verbundenen Probleme zu kämpfen, die kaum zu lösen sind. 1951 z. B. wurden Myxoviren ausgebracht, die bei Kaninchen die tödlich verlaufende Myxomatose, eine Blutkrankheit, hervorrufen. 20 Jahre lang nahm die Zahl der Kaninchen ab – dann setzte bei den Tieren eine Immunisierung ein.

Fotografieren

Es empfiehlt sich dringend, Filme (wenn Sie noch nicht über eine digitale Kamera verfügen) und Videofilme daheim zu kaufen, da sie in Australien erheblich teuerer sind. Papierabzüge von Farbfilmen werden in allen Städten zügig entwickelt. 

Beim Fotografieren sollten Sie stets die Privatsphäre der Menschen respektieren.

Tipps zum Fotografieren:

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.

 

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Geld

Kreditkarten – insbesondere Visa- und Mastercard – dürften inzwischen selbst in den entlegenen Gebieten akzeptiert werden. Nichtsdestotrotz sollten Sie im Outback immer auch etwas Bargeld mit sich führen. Besitzer von EC-Karten mit dem Maestro-Zeichen können seit 1998 an Geldautomaten Bargeld abheben, sofern auf dem Gerät ebenfalls dieses Logo zu finden ist. Die Australia National Bank hat in der Vergangenheit für die Abhebung keine Spesen (Funktionswahl „Cheque-Account“) berechnet. Bewährt haben sich darüber hinaus in Australdollar ausgestellte Reiseschecks. Euroschecks kann man getrost zu Hause lassen. 

Das Leben in Australien ist etwa gleich teuer wie in Mitteleuropa, im Hinterland kann das Preisniveau aufgrund der langen Transportwege mitunter etwa höher sein. Australien hat im Juli 2000 die Mehrwertsteuer eingeführt, die sich Ausländer sich bei der Abreise rückerstatten lassen können, wenn sie innerhalb der letzten dreißig Tage Güter im Wert von mehr als 300 AUS gekauft haben und diese bei der Ausreise im Handgepäck mitführen (sofern für die Waren Rechnungen mit ausgewiesener MwSt. vorgelegt werden, in der die Steuer ausgewiesen ist). Bis zum Betrag von 200 AUS erfolgt die Rückerstattung dann vor Ort.

Geografie

Der Inselkontinent Australien liegt zwischen dem Indischen Ozean, der Tasmansee und der Korallensee. Seine Landesfläche entspricht annähernd der der USA (ohne Alaska und Hawaii). Insgesamt hat der Kontinent zwar wenige Gebirge, doch gleichzeitig ist er der trockenste Erdteil; fast ein Drittel seiner Gesamtfläche nehmen Wüste und große Trockengebiete ein.

Geschichte

Der Kontinent wurde vermutlich vor über 50.000 Jahren von den südostasiatischen Vorfahren der Aborigines besiedelt. Im Zuge der Landnahme der Europäer wurden die Ureinwohner innerhalb von 100 Jahren von ca. 750.000 auf 70.000 dezimiert und in die kargen Gebiete Australiens gedrängt. Als erster namentlich bekannter Europäer entdeckte der Holländer William Jansz 1606 die Nordküste des Kontinents. 1770 wurde das Land durch James Cook für Großbritannien in Besitz genommen. Die ersten 900 Siedler – 700 Strafgefangene und ihre Bewacher – trafen 1788 ein und gründeten Port Jackson, die Keimzelle des heutigen Sydneys. Weitere Strafkolonien folgten, darunter Newcastle (1804) und Brisbane (1824). Um 1830 lebten in Australien ca. 58.000 Sträflinge, davon 50.000 Männer. Auch freie Siedler kamen ins Land und gründeten u. a. Melbourne (1835) und Adelaide (1836). Doch erst der Goldrausch von 1851 führte zur ersten großen Einwanderungswelle. Die Deportationen stellte Großbritannien 1868 ein; ca. 161.000 Sträflinge waren nach Australien verbracht worden. Bis 1859 entstanden die 6 heutigen Bundesstaaten, die sich zunehmend Selbstverwaltung erstritten. 

Im Juli 1900 wurde eine bundeseinheitliche Verfassung von der Bevölkerung gebilligt und von Queen Viktoria von England gnädigst bewilligt. Am 1. Juli 1901 schlossen sich die australischen Kolonien zum „Australischen Staatenbund“ zusammen. Zu dieser Zeit lebten rund 3.8 Millionen Australier überwiegend englischer und irischer Abstammung auf dem Kontinent. Im Ersten Weltkrieg an der Seite Großbritanniens verloren 60.000 Australier ihr Leben. Die Streitkräfte eroberten auf Neuguinea die deutschen Besitzungen. 1942 wurde der Australische Bundesstaat offiziell innen- und außenpolitisch vom Mutterland Großbritannien unabhängig. Die japanische Expansion im Zweiten Weltkrieg bedrohte auch Australien: 1942 bombardierte Nippons Luftwaffe die Stadt Darwin, Truppen des Kaiserreiches standen auf Neuguinea. Erst nach der Niederlage Japans in der Schlacht im Korallenmeer war mithilfe der USA das Gespenst einer Invasion Australiens gebannt. Seither unterhält der fünfte Kontinent enge Beziehungen zu den Nordamerikanern, unterstützte die USA in Korea, Vietnam und im Golfkrieg mit der Entsendung von Truppen. Seit Ende des 2. Weltkrieges ist Australien verstärkt Einwanderungsland: seine Einwohnerzahl hat sich mehr als verdoppelt. 

1993 verkündete der damalige Premierminister Paul Keating nach seinem Staatsbesuch in Großbritannien das Ziel, Australien durch ein Referendum bis 2001 in eine Republik umzuwandeln. Der Wind insgesamt weht schärfer in Australien, nicht allein wegen der ungünstiger verlaufenden Konjunktur. Landauf, landab hetzt Pailine Hanson mit ihrer national-rassistischen „One Nation“-Partei gegen die zunehmende Einwanderung aus Asien, vor allem aber gegen den „Ausverkauf“ des Landes an die Aborigines. Politische Beobachter befürchten einen Vormarsch der rechtsextremen: Hanson, die 1996 One Nation gründete, macht sich – bei einem geschätzten Wahlpotential von 20 % – erfolgreich die allgemeine Unsicherheit und den latenten Rassismus vieler Wähler zunutze und fordert u. a. die Lockerung des Waffengesetzes und die Abschaffung aller „Privilegien“ für die rund 386.000 Ureinwohner. Der Streit um die Landrechte der Ureinwohner spaltet das Land. Der Oberste Gerichtshof hob 1992 die Rechtsfiktion auf, dass das Land bei der Ankunft der Europäer Niemandsland gewesen wäre. Damit wurden den Aborigines Zugangsrechte zu ihren religiösen Stätten und Anspruch auf Entschädigung eingeräumt. Doch unter der Regierung Howard mussten die Aborigines 1998 eine schwere Niederlage durch das Parlament hinnehmen: Canberra verabschiedete ein Gesetz, dass die teilweise Landrückgabe an die Urbevölkerung weiter begrenzte. 

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat Australien Mitte August 1999 aufgefordert, Nachforschungen über im Land untergetauchte Nationalsozialisten anzustellen. Australien sei ein Zufluchtsort für Mitverantwortliche des Judenmords im Dritten Reich gewesen. Mindestens 127 deutsche Wissenschaftler seien nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Australien gebracht worden, darunter rund 50 Nazis. In einer Volksabstimmung am 6.11.1999 lehnten etwa 55 % der Australier die u. a. von der Labor-Opposition vorgeschlagene Verfassungsänderung zur Abschaffung der konstitutionellen Monarchie ab. Die britische Königin Elizabeth II. bleibt Australiens Staatsoberhaupt. Die australischen Wähler votierten mit klarer Mehrheit dagegen, dass ihr Staat zum 1.1.2001 in eine Republik umgewandelt wird. 

Der fünfte Kontinent ist seit dem Zusammenschluss der ehemaligen Kolonien 1901 eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. Der monarchistische Premierminister John Howard (60) begrüßte die Ablehnung des Referendums. Er hatte aktiv gegen die Verfassungsänderung gearbeitet, für die außer der oppositionellen Labor-Partei auch der konservative Medienmogul Rupert Murdoch geworben hatte. Oppositionsführer Kim Beazley machte Regierungschef Howard für das Scheitern des Referendums verantwortlich. Der zugrunde liegende Vorschlag, einen künftigen Präsidenten von beiden Häusern des Parlaments mit Zweidrittelmehrheit wählen zu lassen, wurde von der Mehrheit der Australier abgelehnt. Sie wollten nach Umfragen nicht länger Untertanen der britischen Königin sein, ihren Präsidenten aber selbst wählen können. Dieser Aspekt war nach Ansicht von Wahlforschern entscheidend für das Scheitern des Referendums. Oppositionsführer Beazley versprach, bei einem Wahlsieg seiner Partei ein weiteres Referendum anzusetzen.

Staats- und Regierungsform 

Mehrparteiensystem, Bundesrepublik, zwei gesetzgebende Organe.

Gesundheit

Der Zustand des australischen Gesundheitswesens kann generell als gut bezeichnet werden. Jedoch sollte – unter Umständen auch in Notfällen – mit Wartezeiten für Behandlungen gerechnet werden. Aus Deutschland mitgebrachte Medikamente müssen deklariert werden. Über sonstige medizinische Vorbeugemaßnahmen, Verhaltensregeln, ansteckende Krankheiten und anderes sollten Reisende sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei einem Arzt informieren.

Für eine Australienreise benötigen Sie keine besonderen Impfungen, vorausgesetzt, Sie haben sich innerhalb der letzten sechs Tage vor Ihrer Einreise nicht in einem Gelbfiebergebiet aufgehalten. Ein Schutz gegen Tetanus und Hepatitis ist dennoch durchaus sinnvoll. Nicht vergessen sollten.

Internet

Ausführlicher, deutschsprachiger Australien-Informationsservice

Kleidung und Reisegepäck

Die Australier selbst sind äußerst leger und kleiden sich dementsprechend auch. Zu besonderen Anlässen greifen aber auch sie zu Krawatte und Jackett, was sie auch tun sollten. In den Sommermonaten ist es für klimatisierte Räume ratsam, Jacke und Pullover mitzunehmen. Badeanzug, Sonnenbrille und Sonnenöl gehören ebenso ins Gepäck wie warme Kleidung, Regenmantel und Regenschirm, wenn Sie im Winter in den Südosten reisen wollen. Auf Buschwanderungen dürfen Sonnenhut und feste Wanderschuhe nicht fehlen.

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Küche

Die Nationenvielfalt Australiens – Einwanderer kommen aus allen Ecken der Welt – hat zu einem breit gefächerten gastronomischen Angebot geführt. So findet man nun Kaffee aus Wien, Konfekt aus der Schweiz, Mussaka aus Griechenland, Pasta aus Italien, Paella aus Spanien, Crêpes aus Frankreich, Sushi aus Japan, Ente aus China und mannigfaltige Gerichte aus allen Ländern Südostasiens. Junge kreative Köche haben darüber hinaus die verschiedenen Gerichte erfolgreich variiert und kombiniert, sodass köstliche neue Speisen dabei herausgekommen sind. Selbst Känguru- und Krokodilsteak stehen seit Kurzem auf den Speisekarten, eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 

In den „besseren“ Restaurants wird Wert auf entsprechende Kleidung gelegt, was im Allgemeinen aber mit dem Tragen eines Sakkos erfüllt ist, eine Krawatte wird nur selten erwartet.

Sogenannte take aways, kleine Imbissläden für den kleinen Hunger zwischendurch, findet man allerorts, die natürlich auch die berühmten fish 'n' chips anbieten. Darüber hinaus gibt es Wurst, Toasts, Sandwiches und asiatische Häppchen beinahe an jeder Ecke, vorausgesetzt der Ort besitzt eine gewisse Größe oder wird von Touristen frequentiert. 

Das vielleicht bekannteste typisch australische Lebensmittel ist Vegemite, ein Hefeextrakt, der meist als Brotaufstrich verwendet wird.

Eine Besonderheit bilden – wie in Neuseeland – die sogenannten BYO-Restaurants. Da die Lizenz zum Ausschank von Alkohol in Australien teuer ist, verzichten viele Gastronomen darauf. Dennoch brauchen die Kunden weder auf Bier noch auf Wein im Lokal zu verzichten. Man kauft in den „bottle-shops“ genannten Länden das gewünschte alkoholische Getränk und geht damit ins Lokal; der Wirt stellt dann die Gläser zur Verfügung und entkorkt die Weinflasche, ehe er die Bestellung entgegennimmt. Durch die geringere Steuerlast sind die Preise in BYO-Restaurants meist günstiger. 

Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Australier ist das Barbecue, das Braten von Grillfleisch und mehr im Kreise der Familie und von Freunden. Für Menschen ohne eigenen Garten wurden an vielen Plätzen geeignete Sitzgelegenheiten und öffentliche Barbecuegrills angelegt. Manche können mit Münzen betrieben werden, bei anderen handelt es sich um herkömmliche Grills, für die das benötige Brennholz mitunter bereits bereitliegt. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte verbrauchtes Holz durch in der Umgebung gesammeltes Material ersetzt werden. Das marinierte Fleisch sowie die entsprechenden Beilagen können beinahe überall gekauft werden.

Kultur

Anfangs war die Kultur des australischen Kontinents stark von der Kolonialmacht geprägt. Mit dem Entstehen einer eigenen nationalen Identität entstand auch eine abgegrenzte nationale Kultur Australiens. Heute ist sie in allen Bereichen geprägt von den Einflüssen unterschiedlicher Einwanderergruppen, vermischt mit den Ausdrucksformen der indigenen Kultur der Aborigines.

Älteste Zeugnisse abbildender Kunst in Australien sind Felsgravierungen der Aborigines, die teilweise bis zu 30.000 Jahre zurückdatiert werden. Damit stellt dies die älteste Kulturtradition der Welt dar. Mit dem Übergang von der ursprünglichen Rindenmalerei mit natürlichen Pigmenten zu Arbeiten mit Acryl auf Leinwand stieg die internationale Aufmerksamkeit und das Ansehen der Aboriginal Art seit den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stark an. Die ersten Gemälde europäischer Siedler verwendeten meist Tiere oder Aborigines als Motive, waren stilistisch und farblich aber an europäischen Vorbildern orientiert. Conrad Martens, der an Darwins Beagle-Expedition teilnahm, passte allerdings die europäische Malerei an die australischen Verhältnisse an. Mit der Aneignung des französischen Impressionismus durch die Heidelberger Schule in Melbourne gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelang australischer Kunst erstmals internationale Anerkennung. Die expressionistische Bewegung in den vierziger Jahren, vertreten unter anderem durch Sidney Nolan und Arthur Boyd, beeinflusste auch die Werke etablierter Maler wie Russell Drysdale und William Dobell. Bis in die sechziger Jahre dominierte der abstrakte Expressionismus die Bildende Kunst Australiens. Heutige Arbeiten australischer Künstler werden zunehmend von Kunstformen der asiatischen Nachbarländer beeinflusst. Zeitgenössische Kunst verwendet darüber hinaus vielfältige Medien, um vor allem aktuelle Themen darzustellen, wie die Umweltproblematik oder gesellschaftliche Veränderungen. 

Australische Literatur 

Die Entwicklung einer eigenständigen australischen Literatur beginnt erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Gedichte und Balladen der frühen Autoren, wie Henry Lawson oder A.B. 'Banjo' Paterson behandeln vor allem das Leben im australischen Busch. Auch später richtete sich der Fokus vor allem auf den australischen Kontinent und seine Bewohner. Mit der Aufnahme internationaler und sozialer Themen nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Literatur des Landes auch international stärker beachtet. Patrick White erhielt 1973 als bisher einziger Australier den Literatur-Nobelpreis, australische Träger des Booker Prize sind Peter Carey und Thomas Keneally. Wichtigste nationale Auszeichnung der Literaturszene ist der Miles Franklin Award.

Film 

Schon 1896 wurde in Sydney das erste Kino des Landes eröffnet. Der 1906 von der australischen Heilsarmee gedrehte Film Soldiers of the cross gilt als erster „echter“ Film der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es schon eine boomende Filmindustrie. Bis in die dreißiger Jahre wurden über 250 Stummfilme produziert. Mit der Übernahme des Vertriebs durch britische und US-amerikanische Firmen kam es jedoch zur Krise der australischen Filmproduktion. Trotzdem wurden auch weiterhin Produktionsfirmen gegründet, die in den dreißiger Jahren Tonfilme vor allem zu australischen Themen drehten. Bekannte Regisseure dieser Zeit sind Ken G. Hall und Charles Chauvel. Chauvel drehte auch den ersten australischen Farbfilm, Jedda, ein vor allem mit Aborigines besetztes Drama. 1969 beschloss die australische Regierung eine Verstärkung der Filmförderung. In den folgenden Jahren konnten dann Filme mit australischer Thematik internationale Erfolge feiern. Die Mad Max-Reihe von George Miller entstand in dieser Zeit, Breaker Morant von Bruce Beresford und Gallipoli von Peter Weir, der inzwischen auch in Hollywood erfolgreich Regie führt. International bekannte Schauspieler sind Mel Gibson, Nicole Kidman und Russell Crowe. Seit 1999 die Fox Studios in Sydney eröffnet wurden, wird die Produktion vieler Hollywood-Filme nach Australien verlagert. Hier wurden unter anderem Mission: Impossible 2 gedreht sowie die zweite und dritte Episode der Star Wars-Serie.

Musik 

Klassische Ensembles mit internationalem Ansehen sind die Symphonieorchester Sydneys, Melbournes und Tasmaniens sowie das Australische Jugendorchester und das Australische Kammerorchester. Als Vater einer eigenständigen australischen Kunstmusik gilt der Komponist Alfred Hill. Die Komponisten Peter Sculthorpe und Geoffroy Parsons übernehmen in ihre Werke auch Einflüsse der Aborigines und der asiatischen Nachbarländer. Country-Musik im US-amerikanischen Stil ist vor allem in ländlichen Gebieten des Südostens beliebt. Das jährlich in Tamworth stattfindende zehntägige Country Music Festival ist das zentrale Ereignis dieser Musik-Szene. Ein Vertreter des australischen Jazz ist Graeme Bell. International bekannte Stars der Pop-Industrie sind die Bee Gees, INXS, AC/DC, Midnight Oil, Kylie Minogue, Silverchair, The Dissociatives, Delta Goodrem und Nick Cave. Der kommerziell erfolgreichste australische Künstler war Slim Dusty. Bands mit Aborigine-Hintergrund wie Yothu Yindi oder Archie Roach versuchen eine Fusion von traditioneller indigener Musik mit Rock-Elementen.

Tanz und Theater

Die Australische Oper mit Sitz in Sydney bringt etwa 300 Vorstellungen jährlich auf die Bühne. Die Koloratursopranistin Joan Sutherland gilt als bekanntestes Mitglied des Ensembles. Das nationale Ballett-Ensemble ist das 1961 gegründete Australian Ballett in Melbourne. Auf Tourneen durch Australien werden jährlich etwa 185 Aufführungen klassischen und modernen Balletts angeboten. Das Ballett gilt als eines der besten der Welt. Bedeutende Choreographen sind Robert Helpmann und Graeme Murphy. Murphy gründete auch die Sydney Dance Company, die auf dem Gebiet modernen Tanzes in Australien führend ist. Das Bangarra Dance Theatre und das Aboriginal and Islander Dance Theatre verschmelzen traditionelle Tänze der indigenen Bevölkerung und modernen Tanz. Klassisches Theater, aber auch moderne Inszenierungen, werden von der Sydney Theatre Company aufgeführt. Der führende Theaterautor Australiens ist David Williamson, der unter anderem der australischen Mittelklasse in seinen Stücken den Spiegel vorhält. In den fünf Sälen des 1973 eröffneten Sydney Opera House werden neben Konzerten und Opern auch Theaterstücke und Filme vorgeführt.

Museen 

Das älteste Museum Australiens ist das 1827 am Hyde Park in Sydney errichtete Australian Museum. Es enthält umfangreiche naturhistorische Sammlungen, aber auch Sammlungen zur Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung. Ein weiteres naturhistorisches Museum von Bedeutung ist das Museum Victoria, gegründet 1854 in Melbourne, mit einer 12 Millionen Exemplare umfassenden Sammlung. Australische Kunst von den kolonialen Anfängen bis zu zeitgenössischen Künstlern beherbergt die Art Gallery of New South Wales, gebaut um 1880 in Sydney. Auch europäische und asiatische Werke zählen zu den Objekten dieses Museums. Die hier angeschlossene Yiribana Gallery ist die weltweit größte Sammlung indigener australischer Kunst.

Medien

Australiens Medien sind die am stärksten monopolisierten der Welt. Die Superreichen Rupert Murdoch (NewsCorp) und Kerry Packer teilen sich den TV-Markt, Murdoch und die Fairfax Group die Printmedien (also beides Duopole). The Australian und The Australian Financial Review sind die beiden nationalen Zeitungen, andere Tageszeitungen mit hoher Auflage sind The Sydney Morning Herald und The Age (Melbourne). Australian Consolidate Press ist der größte Zeitschriftenverlag des Landes. Australien hat pro Kopf eine der höchsten Auflagenzahlen für Printmedien der Welt. Zuständig für die Pressefreiheit ist das Australian Press Council. Die beiden nationalen Rundfunkanstalten sind die Australian Broadcasting Corporation (ABC) und der Special Broadcasting Service (SBS). Diese bieten neben mehreren Radioprogrammen jeweils ein landesweit zu empfangendes Fernsehprogramm. Zusätzlich sind 53 kommerzielle TV-Sender zu empfangen, davon drei auf nationaler Ebene, Channel 7, 9 und ten.

Deutsche Zeitungen sind nicht erhältlich, Zeitschriften mit mehrwöchiger Verzögerung. Die Wochenzeitung „Die Woche in Australien“, erscheint dienstags. Unter anderem mit aktuellen Fußball-Resultaten und Nachrichten aus Deutschland.

Netzspannung

Die Netzspannung beträgt 240 Volt bei 50 Hz. Zum Betrieb mitgebrachter elektrischer Geräte an australischen Steckdosen benötigt man einen Adapter.

Notruf

Australien ist mit einem landesweiten Notrufnetz ausgestattet, das von jedem Telefon unter 000 kostenlos erreichbar ist. Dort meldet sich eine Vermittlungsstelle, die dann zur Polizei, Feuerwehr oder zum Rettungsdienst weiterleitet.

Öffnungszeiten

Die Büros sind zumeist Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr, die meisten Geschäfte bis 17.30 Uhr und samstags bis 12.00 Uhr geöffnet. In den Städten gibt es einen langen Verkaufsabend, an dem die Geschäfte bis 21.00 Uhr auf sind; dort setzen sich auch zunehmend Verkaufszeiten am Sonntag durch.

Post

Die Postämter sind zumeist Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Sie verkaufen auch das dazugehörige Verpackungsmaterial. Für Briefmarkensammler gibt es in Großstädten Spezialpostämter.

Reiseführer und Reiseberichte

 

 

Reisezeit

Aufgrund der großen Nord-Südausdehnung des Landes finden sich hier sehr unterschiedliche Klimazonen. Der Norden ist tropisch, es schließt sich ein subtropisches Gebiet an, im Süden ist das Klima gemäßigt. Wetter und Klima werden hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt, dem Tropischen Tiefdruckgürtel, der Passatwindzone und den Subpolaren Westwinden. Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen. Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr. 

Der 1. Januar 2006 wurde in Australien als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858 festgestellt. In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 Uhr Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad vom 14. Januar 1939 blieb unangetastet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes geht 2005 als das heißeste Jahr in der australischen Geschichte ein. In den ersten zehn Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem 30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen festzustellen. Das südöstliche Australien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs. 

Mit beginnender Regenzeit wird es schwüler und die Niederschläge nehmen zu. Im australischen Sommer (zwischen Januar und März) stehen im Norden häufig große Landflächen unter Wasser, sodass manche Straßen tagelang unpassierbar sind. An den tropischen Küsten Nord-Queenslands zwischen November und Mai kann das Baden zu einem gewagtes Spiel werden, wenn nämlich die extrem giftigen Quallen plötzlich in Scharen auftauchen (unbedingt die Warntafel beachten).

Sicherheit

Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sport

Der Sport ist ein wichtiger Teil der australischen Kultur, gefördert durch ein Klima, welches Outdoor-Aktivitäten begünstigt. 23,5 % der über fünfzehnjährigen Australier sind regelmäßig im organisierten Sport aktiv. Zu den beliebtesten Sportarten zählen drei Varianten des Rugby: Rugby League, Rugby Union und Australian Rules Football. Australian Rules ist eine nur in Australien verbreitete Sportart, die auf einem ovalen Feld gespielt wird. Internationale Erfahrungen können die Spieler nur im einmal jährlich stattfindenden International Rules-Turnier sammeln, hier wird eine Mischung aus Australian Rules und Gaelic Football gespielt. 

National und international erfolgreich sind außerdem die Teams in Cricket und Netball, aber auch im Rad- und Schwimmsport werden herausragende Leistungen erbracht. Seit 1905 findet eins der vier Tennis-Grand-Slam-Turniere in Australien statt: die Australian Open in Melbourne. In den Winterschneegebieten der Australischen Alpen und auf Tasmanien ist Wintersport möglich, in vielen Städten wurden auch Eishockey-Stadien gebaut. Australien hat an sämtlichen modernen Olympischen Spielen und allen Commonwealth Games teilgenommen, war 1956 und 2000 Gastgeber der Olympischen Sommerspiele und bisher dreimal Gastgeber der Commonwealth Games (1938, 1962 und 1982). 2006 werden die Commonwealth Games in Melbourne stattfinden. 

Bekannte australische Sportler sind die Sprinterin Cathy Freeman und der Schwimmer Ian Thorpe.

Australier sind sportbegeisterte Menschen, was dazu führt, dass man nahezu jeden Sport dort betreiben kann. Hier nur einige Beispiele:

Wassersport

Neben Segeln und Motorbootfahren sind Surfen, Windsurfen und Wellenreiten sowie Wasserskilaufen sehr beliebt. Immer mehr Einheimische und Touristen frönen dem White Water Rafting, bei dem es mit Gummiflößen über reißende Flüsse geht, während Wildwasser-Fans Kajaktouren unternehmen können.

Wandern

Die beinahe 300.000 Quadratkilometer urwüchsigen und unter Naturschutz stehenden Wald- und Buschgebiete Australiens sind von einem teils dichten Netz markierter Wanderwege erschlossen. Gute Wandergebiete sind nicht nur in der rauen Bergwelt Tasmaniens anzutreffen, sondern auch in den zentralaustralischen Wüstenlandschaften und in den Regenwäldern des tropischen Nordens. Gut, dass es fast in allen Naturschutzgebieten Campingplätze gibt. In Tasmanien befindet sich einer der bekanntesten Wanderwege Australiens, nämlich der mit einer Länge von 80 Kilometern lange Overland Track zwischen Cradle Mountain und Lake St. Clair, für den man vier bis sechs Tage einplanen muss.

Golf

Golf ist in Australien ein Breitensport, was bedeutet, dass die meisten der zahlreichen Golfplätze der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Ausrüstung kann dort in der Regel stunden- oder tageweise ausgeliehen werden.

Telefon

Da Post- und Telefondienste in Australien getrennt sind, kann man sich bei den Postämtern keine Ferngespräche in die jeweiligen Heimatländer vermitteln lassen. Diese können allerdings von öffentlichen Telefonzellen aus geführt werden, sei es mit Münzen oder mit Telefon- oder Kreditkarten. Von den roten Telefonapparaten sind nur Ortsgespräche mit 10- oder 20-Cent-Münzen möglich, wobei ein Ortsgespräch mindestens 30 Cents kostet, in Hotels ist dieses allerdings deutlich mehr. 

Die Vorwahlnummern von Australien aus nach Deutschland sind 00 11 49, nach Österreich 00 11 43 und in die Schweiz 00 11 49. 

Die Vorwahl nach Australien lautet 00 61, es folgen die Ortsvorwahl (ohne 0) und die Rufnummer.

Trinkgeld

In Australien sind die sogenannten tips unüblich. Dennoch hat sich ins Taxis durchgesetzt, auf die volle Dollarsumme aufzurunden. In den besseren Restaurants gibt man inzwischen zehn Prozent Trinkgeld.

Unterkünfte

 

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Australien hat Unterkünfte aller Kategorien zu bieten. Die Spanne reicht vom billigen Schlafsaal für jugendliche Tramper bis hin zum exklusiven Ressort. Standard und Preise entsprechen mitteleuropäischem Niveau.

Für mehr Flexibilität sorgen die sogenannten Fly-&-Drive-Angebote in Kombination mit Nächtigungsgutscheinen internationaler Hotel- oder Motelketten, mit denen man selbst die Reiseroute und das Reisetempo festlegen und beliebig ändern kann, vorausgesetzt ein Hotel der gebuchten Kette liegt in der fraglichen Gegend. Da die großen Anbieter in der Regel über mehrere hundert Unterkünfte in jeder touristisch halbwegs erschlossenen Region verfüge, kann man an einem Ort auch mal einen Tag länger bleiben. Es ist grundsätzlich empfehlenswert – und das nicht nur in der Hauptsaison -, die Zimmer spätestens vor der Abfahrt zum nächsten geplanten Übernachtungsort zu reservieren.

Neben den Hotels stehen die nicht minder komfortablen, aber preisgünstigeren Motels zur Auswahl, die entsprechend dem jeweiligen Standard sogar über komplette Küchen, Whirlpool, SAT-Fernsehen und Swimmingpool verfügen.

Außerhalb der Ballungsräume findet man auch in so manchem Pub eine preiswerte Möglichkeit zur Übernachtung. Es empfiehlt sich, die einfachen (häufig abgewohnten), jedoch immer sauberen Zimmer vor der Buchung in Augenschein zu nehmen.

Ähnlich günstige Angebote bieten die sogenannten Backpackers. Angetreten als reine Unterkünfte für Rucksacktouristen bieten sie heutzutage nicht nur günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Mehrbettzimmern oder Schlafsälen, sondern auch schöne Doppel- und Einzelzimmer, wenn man Glück hat sogar mit Klimaanlage. Die häufig zentral gelegenen Häuser verfügen vielfach über einen Swimmingpool. Darüber hinaus gehören standardmäßig Waschmaschinen, Trockner und eine Gemeinschaftsküche dazu. Manche Backpacker organisieren Ausflüge in die nahe Umgebung und/oder informieren Sie über die Angebote lokaler Touristikunternehmen.

Richtpreise für zwei Personen: Hotelzimmer – ab 80 AUS-$ / Motels – ab 60 AUS-$ / Pubzimmer – ab 30 AUS-$ / Backpacker – ab 30 AUS-$ / Cabin – ab 30 AUS-$ / Wohnwagen – ab 20 AUS-$ / Zelt-/Camperstellplatz – ab 10 AUS-$ / Schlafsaal im Backpacker – ab 5 AUS-$ pro Person.

Camping

Camping ist an vielen Stellen erlaubt, wenn nicht, dann stehen zumeist eigene Campingareale oder sogenannte Bush Camps zur Verfügung. Es kann sein, dass eine Erlaubnis vom zuständigen Ranger eingeholt werden muss. Aus gutem Grund besteht häufig ein Verbot von offenem Feuer, wobei das Abholzen von Bäumen streng verboten ist. Wenn Sie selbst kochen wollen, benötigen Sie also einen Campingkocher. 

Australische Campingplätze bieten oft die Möglichkeit, Cabins, mehr oder weniger große Wohncontainer, in der Regel mit kompletter Küche samt Geschirr, Essecke, Schlafbereich, Nasszelle und WC ausgestattet, preisgünstig zu mieten. Im Allgemeinen steht Bettwäsche (manchmal nur gegen einen kleinen Aufpreis) zur Verfügung. Noch günstiger, aber entsprechend weniger komfortabel ist das Mieten eines Wohnwagens.

Verkehrsmittel

Auto

Um Australien zu erleben, muss man mobil sein. Die Distanzen sind enorm, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Schon nach ein paar Tagen stellt sich meist auch eine gewisse Aussie-Mentalität ein: Wen kümmert es schon, hundert Kilometer ins nächste Pub zu fahren, wenn dort ein kühles Getränk wartet. Wenn Sie ein Fahrzeug mieten – egal ob Auto, Motorhome oder Geländewagen – sollten Sie mit Kreditkarte zahlen, da in der Regel sonst vom Vermieter eine hohe Kaution in Bar einbehalten wird. Beachten Sie bitte unbedingt, dass die Vermieter gewisse Routen ausschließen. Falls Sie dennoch dort fahren, besteht kein Versicherungsschutz. In Westaustralien und im Northern Territory kosten Mietwagen etwa das Doppelte des normalen Preises. Einwegmieten von und in diese Regionen unterliegen meist besonderen Bestimmungen (z. B. obligatorischer Autotausch in Adelaide und ähnlicher Unsinn). Neuerdings belasten manche Vermieter das Konto des Kreditkarteninhabers mit der vollen Kautionshöhe, wenn das Auto ohne Abschluss einer Zusatzversicherung übernommen wird. Das macht mit unter mehrere tausend Dollar aus, achten Sie also unbedingt auf die Abdeckung des Kreditkartenkontos! Nach Rückgabe des unbeschädigten Fahrzeugs erhält man dann sein Geld zurück. Wie viel das ist, hängt von den Finanzmärkten ab, denn natürlich trägt der Kunde das Wechselkursrisiko. Wir halten dies für moderne Wegelagerei: Der Unternehmen kassiert Zinsgewinne oder spart sich Bankkredite – die Kunden (?) dürfen das bezahlen. Es soll jeder selbst entscheiden, was davon zu halten ist und ob es sich auszahlt, seine Meinung auch per E-Mail an diese Unternehmen weiterzuleiten. Wollen Sie länger als 8 Wochen unterwegs sein, sollten Sie auch über die Möglichkeit eines Autokaufs mit Rücknahmegarantie nachdenken, was allerdings nur bei einer Reiseroute ohne Inlandflüge Sinn macht. Wenn Sie einen günstigen Gebrauchtwagen ohne Rückkaufgarantie erwerben wollen, sollten Sie bedenken, dass Sie keinen vernünftigen Preis erzielen werden, wenn Sie versuchen, den Wagen in einem anderen Bundesstaat zu verkaufen als in jenem, in welchem die Zulassung ausgestellt wurde. 

In down under herrscht Linksverkehr. Aber das klingt viel schlimmer als es tatsächlich ist. Nur zu Beginn müssen Sie höllisch aufpassen und wenn Sie müde oder unaufmerksam werden. Also seien Sie wachsam, wenn Sie den Wagen vom Vermieter übernehmen und die ersten Kilometer fahren (besonders wenn Sie an Kreuzungen abbiegen). Nicht umsonst finden Sie die Tafel „Keep left“ in unglaublichen Mengen in der Umgebung der Flughäfen. Denken Sie auch daran, genügend Pausen während langer Fahrten einzulegen. Schon nach wenigen Tagen werden Sie sich wie selbstverständlich auf Australiens Straßen bewegen. Nur gelegentlich erwischen Sie anstatt des Blinkers den Scheibenwischer, aber das geht allen so, und dagegen ist kaum ein Kraut gewachsen. Der internationale Führerschein ist in Australien neuerdings vorgeschrieben. Es herrscht Gurtpflicht auf allen Sitzen, die Promillegrenze liegt bei 0,5 (im Northern Territory bei 0,8). Im Ortsgebiet beträgt die Geschwindigkeitsgrenze 60 km/h, außerorts 100 oder 110 km/h – die Straßen sind in sehr gutem Zustand und ausreichend beschildert. Gelegentlich lauert die Polizei mit Radarpistolen. 

Am Land ist es Sonntags manchmal nicht leicht, eine geöffnete Tankstelle zu finden. Besonders bei Fahrten ins Hinterland achten Sie bitte unbedingt darauf, eine gute Straßenkarte mitzuführen. Die von den Vermietern beigestellten Karten sind gelegentlich nur zur groben Orientierung brauchbar. Wenn möglich, vermeiden Sie Überlandfahrten in der Nacht, die toten Tiere am Straßenrand sind nicht an Hitzschlag verendet. Ein Känguru ist nicht zu unterschätzen, schon gar nicht eine Kuh – also Vorsicht. Ebenso lästig und mitunter nicht ungefährlich sind Roadtrains, bis zu 50 m lange Monstertrucks. Vorsicht beim Überholen, das dauert eine Ewigkeit und Sie müssen durch einen Hagel aufgewirbelter Steine, während Sie unter Umständen für Entgegenkommende nicht auszumachen sind. Kommt Ihnen das Unding entgegen, halten Sie lieber an und fahren Sie zur Seite (auf schmaler Straße) oder verringern Sie die Geschwindigkeit. Die Windschutzscheibe wird es Ihnen danken, denn die aufgewirbelten Steine schlagen nette Löcher (ev. Glasbruchversicherung abschließen). Auch auf allen unbefestigten Straßen empfiehlt es sich, entsprechend vorsichtig zu fahren. Selbst wenn die Piste kompakt erscheint, plötzlich wird der Sand tief, das Fahrzeug schlingert, man reagiert falsch und schon ist es passiert. Das geht schneller als man glaubt. Bei Fahrten ins Outback melden Sie sich am Abfahrtsort ab und/oder kündigen Sie am Zielort Ihre Ankunft an. Sorgen Sie für entsprechende Vorräte an Treibstoff und Wasser (mind. 4 Liter pro Person und Tag). Im Falle einer Panne bleiben Sie beim Auto (nicht im Auto, außer Nachts), bewegen Sie sich möglichst wenig, sorgen Sie für ausreichenden Sonnenschutz, schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne und warten Sie geduldig auf Hilfe. Auch wenn es mehrere Tage dauert, man wird Sie finden, wenn Sie sich richtig verhalten.

Quelle: http://www.down-under-guide.com

Bahn 

1854 verkehrte die erste Dampfeisenbahn zwischen der Innenstadt und dem Hafen Melbournes. Zahlreiche private Gesellschaften betrieben in der Folgezeit die Eisenbahnlinien des Landes. Dies führte dazu, dass zum Zeitpunkt der Föderationsbildung (1901), drei voneinander abweichende Spurweiten vorlagen, was zu großen Problemen führte. Erst seit ca. 1970 ist die Durchfahrt von Sydney nach Perth ohne systembedingtes Umsteigen möglich. Außer einigen nostalgischen Touristenstrecken sind heute keine Dampflokomotiven im Einsatz. 

Transaustralische Eisenbahn 

Das staatliche Eisenbahnnetz beträgt ca. 34.000 km, das private Schienennetz (vor allem Eisenerztransport in der Pilbara-Region, Kohle und Zuckerrohrzüge in Queensland) beläuft sich auf ca. 5.500 km. Verglichen mit dem Straßenverkehr, spielt der Personen- und Gütertransport auf den Schienen inzwischen eine untergeordnete Rolle. Es gibt dennoch Neubauprojekte, so beispielsweise die kürzlich fertig gestellte Eisenbahnlinie von Alice Springs nach Darwin, bekannt unter dem Namen The Ghan. Die Transaustralische Eisenbahn von Sydney nach Perth ist für den Fracht- und den Fremdenverkehr von Bedeutung. Australien plant zudem den Einsatz von Hochgeschwindigkeitszügen. In den Ballungsräumen Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney, in denen die Hälfte der Bevölkerung lebt, existieren gut ausgebaute S-Bahn-Netze. Das Straßenbahnnetz in Melbourne gehört zu den längsten der Welt.

Zumindest die australischen Metropolen bieten relativ dichte Nahverkehrsnetze. Ausländischen Touristen können zwei preisgünstige Pässe empfohlen werden, nämlich den „Austrailpass“ für beliebig viele Touren auf dem Bahnnetz in einer bestimmten Zeitspanne oder den „Austrail-Flexipass“, bei dem nur die effektiv gefahrenen Tage zählen. Der Preis richtet sich nach der Gültigkeitsdauer. 

Auskunft erteilt Railways of Australia, 85 Queen St, Melbourne Vic 3000, Tel.: 03 96080811 bzw. BRITZ: Australia, Plinganserstr. 12, 81369 München, Tel.: 089 72579550.

Busse 

Neben den regionalen Busunternehmen bieten landesweit operierende Großunternehmen wie Greyhound Pioneer Australia oder McCafferty’s Express Coaches ihre Dienste an. Sie bieten preiswerte Alternativen mit günstigen Pässen für Wochen oder Monate zu den anderen Verkehrsmitteln. Außerdem fahren sie touristischen Sehenswürdigkeiten an.

Mietwagen

Ein Mietwagen ist jenen zu empfehlen, die weniger als sechs Wochen im Land verbringen möchten. Bei einem längeren Aufenthalt dürfte sich der Kauf eines Geländewagens rechnen, sei es von privat oder von einem Händler. Mietwagen können im Voraus bequem über deutsche Reisebüros oder in allen großen australischen Städten direkt vor Ort gebucht werden. In der Hochsaison ist es ratsam, einen Wagen schon Monate vorher zu bestellen.

Taxis

In den Großstädten zeigen Gebührenzähler den Fahrpreis an, auf dem Land wird der Betrag vor der Fahrt vereinbart. Freie Taxis sind an den eingeschalteten Dachlichtern erkennbar. In der Regel nehmen die Taxifahrer reelle Preise, bei Gepäckstücken und bei telefonischen Bestellungen erheben sie zumeist einen kleinen Zuschlag.

Inlandflüge

Wer vorab weiß, dass er innerhalb Australiens fliegen möchte, sollte die Tickets möglichst im Heimatland kaufen, da die Buchung in Australien in der Regel wesentlich teurer ist. Alle australischen Fluglinien bieten Touristen sehr günstige Inlandsangebote, wobei man eine Mindestanzahl an Flügen buch muss (meist zwei) und eine Höchstzahl nicht überschritten werden darf. Erkundigen Sie sich also vorab bei der jeweiligen Fluglinie oder in Ihrem Reisebüro.

Das Streckennetz der großen Fluggesellschaft wird durch eine Fülle von Regionalfluglinien komplettiert. Doch das Fliegen ist nicht gerade billig, wenngleich sehr sicher. Wer plant, drei oder mehr Strecken innerhalb Australiens mit dem Flugzeug zu bewältigen, dürfte mit preisgünstigen Air-Pässen gut wegkommen, Sondertarife in Form von Coupon-Heften, die jedoch bereits in Europa gekauft werden müssen.

Zeit

Australien teilt sich in drei Zeitzonen auf, die Zeitverschiebung beträgt im Westen +7 Stunden, im Osten +9 Stunden und in der mittleren Zeitzone +8,5 Stunden. Zusätzliche Verschiebungen ergeben sich infolge der Sommerzeit, die jedoch nicht von allen Bundesstaaten eingeführt worden ist.

Zoll

Für bestimmte, nach Australien eingeführte Waren ist eine Einfuhr- und Verkaufssteuer zu entrichten. 

Reisenden ist erlaubt, folgende Waren zoll- und verkaufssteuerfrei im Reiseverkehr nach Australien einzuführen: 400,- A-Dollar an Waren, ausschließlich Alkohol und Tabakwaren (200,- A-Dollar für Reisende unter 18 Jahren); Geschenke werden hierauf angerechnet 1125 ml Alkohol (einschließlich Wein und Bier oder Spirituosen) für Reisende ab 18 Jahren 250 Zigaretten oder 250 g Zigarren oder Tabakwaren, für Reisende ab 18 Jahren. 

Waren, die im Ausland oder vor der Abreise in Australien zoll- oder verkaufssteuerfrei (duty free/sales tax free) gekauft wurden, werden mit angerechnet, wenn der Zollfreibetrag errechnet wird.

Quelle: Auswärtiges Amt