Geschichte
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Schon die Wikinger erreichten das nordamerikanische Festland,
das seit mindestens 10 000 v.Chr. von Jägern und Sammlern
und später von sesshaften Bauernvölkern besiedelt worden war.
73 Jahre nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus begann
1565 mit der spanischen Gründung von St. Augistine im heutigen
Floridassdie Kolonialisierung Nordamerikas durch die Europäer,
in deren Verlauf die Engländer zu bestimmenden Macht wurden.
1585 und 1587 bereits landeten englische Expeditionen an der
Ostküste Nordamerikas (im heutigen North Carolina und Virginia),
ohne aber erfolgreich sesshaft zu werden. 1607, nach dem Sieg
über Spanien (Vernichtung der Armadass1588), entstand schließlich
Jamestown, die erste englische Siedlung. Fortan hatten es
die Engländer im Osten des Landes nur noch mit Franzosen und
Holländern als Konkurrenz zu tun. Die Kolonialisierung im
großen Stil begann 1620 mit der Ankunft der "Pilgerväter"
an Bord der "Mayflower" im Nordosten Amerikas. Das war bislang
von keiner europäischen Macht reklamiertes Land und so unterzeichneten
41 von ihnen den "Mayflower Compact", die erste schriftliche
Verfassung Amerikas.
Die nächste - noch heute gültige - Verfassung trat 1788
in Kraft. In der Zwischenzeit hatten sich die bis dahin gegründeten
13 Kolonien gegen die Ausbeutung durch das Mutterland gewehrt,
hatten als Indianer verkleidet Patrioten aus Massachusetts
während der "Boston Tea Party" 342 Kisten Tee aus England
vernichtet, weil sie nicht bereit waren, die von London geforderten
hohen Steuern und Zölle zu zahlen und sich schließlich 1776
als "Vereinigte Staaten von Amerika" von der englischen Krone
lossagten, was einen blutigen Unabhängigkeitskrieg gegen englische
Truppen auslöste. Zum englischen Territorium in Nordamerika
gehörten zu diesem Zeitpunkt auch schon die gewaltsam annektierten
ehemals holländischen Besitzungen und Teile der französischen
Gebiete. Am 4. März 1789 trat in New York der erste Kongress
der Vereinigten Staaten zusammen; am 30. April wurde George
Washington, der militärische Führer des Unabhängigkeitskampfes,
als erster Präsident in das Amt eingeführt. Nach ihm benannten
die Amerikaner auch ihre neue Hauptstadt. Dort bezog Washingtons
Nachfolger John Adams im Jahre 1800 als Erster das für Amerikas
Präsidenten gebaute Weiße Haus. Im selben Jahr noch verlor
Adams die Wahl um die Präsidentschaft gegen Thomas Jefferson,
den geistigen Vater der Unabhängigkeit. Der verdoppelte 1903
das Gebiet der jungen Nation, indem er, ohne erst den Kongress
zu fragen, dem großen Napoleon für 15 Millionen Dollar das
von Frankreich gehaltene 2,1 Millionen qkm große Territorium
zwischen Mississippi und Rocky Mountains abkaufte.
Noch einmal zogen die USA 1812 gegen die einstige Kolonialmacht
England zu Felde: die Engländer, immer noch im Krieg mit Frankreich,
hatten auf hoher See amerikanische Schiffe gestoppt, auf denen
sie angeblich Deserteure finden wollten, stattdessen aber
amerikanische Seeleute zwangsverpflichteten. Amerikanische
Firmen und Reedereien erlitten hohe Verluste. Der Krieg, der
1815 ohne einen wirklichen Sieger endete, stärkte auf jeden
Fall den Patriotismus und das Selbstbewusstsein der Amerikaner.
Die Monroe-Doktrin 1823, gerichtet gegen alle europäischen
Ansprüche westlich des Atlantiks, legte den Grundstein für
die Hegemonie der USA auf dem amerikanischen Kontinent. Als
die USA 1846 das ursprünglich mexikanische Texas annektierten,
das sich 10 Jahre zuvor von Mexiko getrennt hatte, kam es
zur bewaffneten Auseinandersetzung mit dem Nachbarn. Nach
ihrem Sieg - und der Zahlung von 15 Millionen Dollar - hatten
die USA ihr Territorium 1848 abermals vergrößert: nicht nur
Texas, auch Kalifornien und New Mexiko gehörten jetzt zur
Union. 5 Jahre später kam per Vertrag noch ein Stück Arizona
hinzu. Fruchtbare Böden und Goldfunde in Kalifornien 1848
mobilisierten Millionen von Siedlern, die im ("Wilden") Westen
ihren Traum vom schnellen Reichtum oder der eigenen Farm verwirklichen
wollten.
Die indianische Urbevölkerung wehrte sich gegen die Landnahme,
wurde aber in blutigen Kämpfen (Black Hawk, Apachenkriege,
Red Cloud War, Wounded Knee) geschlagen, verloren ihre Stammesgebiete
und wurde, stark dezimiert, in meist unwirtschaftliche Reservate
abgedrängt. Der für die junge Nation bedrohlichste Krieg begann
1861 nach einer fast 4 Jahrzehnte währenden Debatte über die
Frage, ob Sklaven Menschen seien. Die Baumwollbarone des Südens,
die ihren Wohlstand vor allem der Arbeit ihrer fast 500.000
Sklaven verdankten, forderten die Sanktionierung der Sklaverei
durch den Kongress. Durchaus in ihrem Sinne entschied 1857
der Supreme Court als höchste Instanz der Rechtsprechung,
bei den Sklaven handele es sich um Eigentum, nicht um Bürger
und der Kongress habe kein Recht, die Sklaverei zu verbieten.
Die Amerikaner des Nordens und des gerade erschlossenen Westens
dagegen, die sich ihre Existenz meist mit eigener Hände Arbeit
aufgebaut hatten, verlangten die Abschaffung der Sklaverei.
Ein paar Wochen nur nach der Wahl Abraham Lincolns zum Präsidenten
1860, dessen Republikanische Partei sich für die Abschaffung
der Sklaverei ausgesprochen hatte, erklärte South Carolina
seinen Austritt aus der Union, 10 weitere Staaten schlossen
sich an; 7 davon bildeten die "Konföderierten Staaten von
Amerika". Der folgende blutige Bürgerkrieg mit 623.000 Toten
dauerte 4 Jahre, dann mussten die Sezessionisten kapitulieren.
Mit dem 13. Verfassungszusatz 1865 wurde die Sklaverei in
den USA endgültig abgeschafft. Die Gleichberechtigung war
damit aber noch lange nicht erreicht. Riesige Immigrantenströme,
vor allem aus dem Süden und Osten Europas, und weitere Landnahmen
ließen die Einwohnerzahl und die Wirtschaftskraft der USA
in den Folgejahren rapide anwachsen. Der Aufstieg der USA
zur imperialen Macht war in vollem Gange. Er begann mit dem
Kauf Alaskas von Russland 1867 für 7,2 Millionen Dollar in
Gold, setzte sich fort mit der Annexion und dem Erwerb mehrerer
Inseln im Pazifik (Hawaii, Amerikanisch-Samoa, Midway) und
beschleunigte sich durch den Zugewinn der Philippinen, Guams
und Puerto Ricos nach dem siegreich beendeten Krieg gegen
Spanien 1898 um die Befreiung Kubas. Unter Theodore Roosevelt,
dem ersten US-Präsidenten, der sich auch für die Umwelt engagierte,
förderten die USA den Abfall Panamas von Kolumbien und sicherten
sich als Gegenleistung Landrechte und den Panamakanal.
Im Russisch-Japanischen Krieg 1904 betätigte sich Roosevelt
erfolgreich als Vermittler und erhielt dafür 1906 den Friedensnobelpreis.
Den erhielt 1919 auch sein Nachfolger Woodrow Wilson, der
die USA nur widerwillig und mit idealistischen Motiven am
1. Weltkrieg beteiligte, sich aber vor allem durch verdient
machte, dass er den Grundstein legte für die Gründung des
Völkerbundes, dem die USA allerdings nie beitraten. Es war
die Zeit der Isolationisten und Protektionisten. In Wilsons
Amtszeit fielen außerdem zwei für die Zukunft des Landes wichtige
innenpolitische Entscheidungen: der 17. Verfassungszusatz
legte fest, dass die Senatoren künftig direkt vom Volk gewählt
werden mussten; der 19. Verfassungszusatz bescherte 1920 auch
den Frauen das Wahlrecht. Dazwischen lag die 18. Verfassungsänderung,
die im Januar 1919 ratifiziert, der noch heute eine mitentscheidende
Rolle für die Entwicklung und Entstehung der organisierten
Kriminalität in den USA zugeschrieben wird. Sie verbot die
Herstellung und den Verkauf alkoholischer Getränke ("Prohibition"),
die erst 1933 wieder aufgehoben wurde. dassbegannen die USA
gerade, sich von der bis dahin schwersten Wirtschaftskrise
ihrer Geschichte zu erholen - der Großen Depression im Gefolge
des "Schwarzen Freitags" von 1929, jenes 29. Oktober, an dem
die Kurse an der New Yorker Börse ins Bodenlose stürzten.
Franklin D. Roosevelt, 1932 zum Präsidenten gewählt, führte
die hungernde und darbende Nation mit einem "New Deal"-Programm
aus der Krise. Und er sah sich auch bald gezwungen, sie aus
der weltpolitischen Isolation zu führen. In den ersten Jahren
des Zweiten Weltkrieges unterstützten die USA, obwohl offiziell
neutral, Großbritannien und Frankreich finanziell und durch
Waffenlieferungen. Mit dem japanischen Überfall auf Pearl
Habor 1941 endete die Neutralität. Der Kriegseintritt der
USA wurde zum entscheidenden Faktor für den Sieg der Alliierten
über Hitler-Deutschland im Mai 1945 und nach dem Abwurf der
Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 kapitulierte
auch Japan. Das Kriegsende hatte Roosevelt schon nicht mehr
erlebt; er war am 12. April 1945 einer Gehirnblutung erlegen.
Nachfolger Harry S. Truman erkannte früh, dass die im Krieg
verbündeten Russen ihren Verpflichtungen für die Nachkriegszeit
nicht nachkommen wollten. Um den Vormarsch des Kommunismus
einzudämmen, sicherten die USA bedrohten Staaten Wirtschafts-
und Militärhilfe zu. Gleichzeitig trat der nach dem damaligen
Außenminister benannte Marshallplan zum wirtschaftlichen Wiederaufbau
Europas in Kraft.
Die ideologische Konfrontation führte zum "Kalten Krieg",
der die Welt für mehr als 40 Jahre in zwei verfeindete Blöcke
spaltete und in der Berlin-Blockade 1947, der Machtübernahme
Mao Tse-tungs in China 1949, dem Koreakrieg 1950, dem Bau
der Berliner Mauer 1961 und der Kuba-Krise 1962 kulminierte.
In Guatemala (1954), der Dominikanischen Republik (1965) und
Grenadass(1983) griffen die USA ein, um in ihrem "Hinterhof"
für Ordnung zu sorgen. Versuche, Fidel Castro auf Kuba zu
stürzen, scheiterten kläglich. Innenpolitisch gipfelte der
Kampf gegen den Kommunismus in der von Senator Joseph McCarthy
auf die Spitze getriebenen Hexenjagd auf tatsächliche oder
vermeintliche Kommunisten, die erst zu Ende ging, als er seine
Ermittlungen auf die Streitkräfte ausdehnte und 1954 wegen
seiner Methoden vom Senat getadelt wurde. Zugleich holte ein
anderes Problem die USA wieder ein, das mit dem Ende des Bürgerkrieges
nur vertagt worden war: die Gleichstellung der Rassen innerhalb
der amerikanischen Gesellschaft. In vielen Südstaaten wurden
die Schwarzen unverändert wie Menschen zweiter Klasse behandelt.
Zwar entschied der Supreme Court im Mai 1954 einstimmig, die
Rassentrennung an öffentlichen Schulen sei verfassungswidrig.
Viele Südstaaten aber missachteten den Spruch.
Präsident Eisenhower musste 1957 in Little Rock (Arkansas)
Bundestruppen einsetzen, um farbigen Schülern Zugang zu verschaffen.
Im September 1969 hatten erst 765 der 6676 Schulbezirke in
den Südstaaten die Rassentrennung aufgehoben. Das änderte
sich erst unter Eisenhowers Nachfolger John F. Kennedy. Dessen
Bruder Robert setzte sich als Justizminister nachhaltig für
das Ende der Rassentrennung ein, schickte Bundestruppen nach
Alabama und stellte die Nationalgarde von Mississippi unter
Bundesbefehl. Ein Höhepunkt des Kampfes gegen die Segregration
war die inzwischen historische "I have a dream"-Rede des Reverend
Martin Luther King Jr. am 28. August 1963 in Washington. Als
John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas ermordet wurde
- der vierte Präsident, der einem Attentäter zum Opfer fiel
-, hinterließ er dem Land die vielleicht folgenschwerste Hypothek
der amerikanischen Geschichte: die Anfänge einer militärischen
Verwicklung in Vietnam. Nachdem es in China nicht gelungen
war, den Vormarsch der Kommunisten zu stoppen, sollten wenigstens
die von Nordvietnam unterstützen Vietcong-Rebellen im Süden
des geteilten Landes gestoppt werden.
Lyndon Johnson, nach der Ermordung Kennedys an Bord der
"Air Force One" als neuer Präsident vereidigt, machte den
Krieg zu seiner Sache - und scheiterte ebenso wie Nachfolger
Richard Nixon. 1973 zogen die USA ihre Truppen aus Vietnam
ab, 1975 musste sich der US-Botschafter in Saigon mit einem
Hubschrauber in Sicherheit bringen lassen. Die erste militärische
Niederlage der USA mit über 56.000 gefallenen Soldaten und
die folgende Machtübernahme der Kommunisten in Vietnam, Laos
und Kambodscha erschütterten das Selbstbewusstsein der Nation.
Politische Attentate (Martin Luther King Jr., Robert Kennedy
innerhalb von 2 Monaten 1968), der Rücktritt des Vizepräsidenten
Spiro Agnew 1973 wegen Korruption und Steuerhinterziehung
und schließlich die durch die Watergate-Affäre erzwungene
Abdankung Richard Nixons 1974 schwächten zusätzlich die politische
Führung. Die 15-monatige Geiselhaft von 52 US-Bürgern in der
US-Botschaft in Teheran von November 1979 an sowie der gescheiterte
militärische Befreiungsversuch brachten eine weitere Demütigung.
Auch die von Nixon und Henry Kissinger eingeleiteten Abrüstungsverhandlungen
mit der UdSSR erlitten 1979 durch den sowjetischen Einmarsch
in Afghanistan einen schweren Rückschlag. Erst der alternde
Ex-Schauspieler Ronald Reagan, 1980 zum Präsidenten gewählt,
führte die Nation aus der Depression heraus. Reagan versuchte,
die wirtschaftliche Situation vieler Amerikaner durch seine
"Reagonomics" getaufte Hochzins- und Sparpolitik zu verbessern,
präsentierte seinen Landsleuten mit Libyens Staatschef Gaddafi
einen neuen internationalen Ober-Terroristen, rettete die
Gewürzinsel Grenadassvor dem Kommunismus, plädierte für eine
massive Aufrüstung (eingeschlossen "Star Wars") und erklärte,
die USA würden das "evil empire" der Sowjetunion "totrüsten".
Das besorgten die Sowjets allerdings allein.
Der Zusammenbruch des Ostblocks bedeutet auch das Ende der
Sowjetunion. Unter dem Reagan-Nachfolger George Bush (1988
gewählt) spielten die USA als einzige verbliebene Weltmacht
zunächst einmal Weltpolizist. 1989 marschierten 24.000 Soldaten
in Panama ein und nahmen den starken Mann, General Manuel
Antonio Noriega, gefangen, der in den USA wegen Drogenschmuggels
gesucht und später zu 40 Jahren Haft verurteilt wurde. George
Bush führte auch die internationale Allianz an, die 1991 den
irakischen Rückzug aus Kuwait erzwang. Getrübt waren diese
Jahre durch die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb
der USA. Diese waren auch der Hauptgrund für die Wahl des
neuen Präsidenten, Bill Clinton. Die Entwicklungen in Russland,
das Anwachsen Chinas zu einer neuen Weltmacht, die Bildung
neuer Wirtschaftsblöcke und die ungelösten Konflikte im Nahen
Osten verlangen ein intensives außenpolitisches Engagement
durch Außenministerin Albright. Die häufig illegale Einwanderung
und der kaum zu stoppende Drogenschmuggel aus Lateinamerika
führen zu Konflikten, vor allem entlang der 3.300 km langen,
schwer bewachten, doch kaum kontrollierbaren Grenze zu Mexiko.
Das Zusammenleben unterschiedlicher ethnischer Gruppen führt
nach wie vor zu Spannungen und Zusammenstößen, die leicht
zu blutigen Unruhen eskalieren können. Amnesty International
beklagte 1998 unakzeptable und inhumane Bedingungen in US-Gefängnissen,
wo Gefangene oft von den Wachen misshandelt und missbraucht
werden. Die USA halten unverändert an der Todesstrafe fest
(in 38 Bundesstaaten von 50; zum Teil auch für Täter unter
18 Jahren). 1997 wurden 74 Hinrichtungen vollzogen. Am 08.
November 2000 wählten die Amerikaner einen neuen Präsidenten
als Nachfolger von Bill Clinton, der nach 8-jähriger Amtszeit
nicht mehr zur Wiederwahl antreten durfte. Wer der neue Amtsinhaber
werden wird, ist jedoch wegen scheinbaren Manipulationen,
Unregelmäßigkeiten und einem sehr knappen Wahlergebnis völlig
offen. Beide Seiten - Republikaner des Gouveneurs Bush und
Demokraten des bisherigen Vizepräsidenten Gore - drohen sich
gegenseitig rechtliche Schritte gegen das Wahlergebnis an,
es fanden und finden zahlreiche Demonstrationen für und gegen
eine Wahlwiederholung in den entsprechenden Wahlbezirken statt
und angeblich soll sich Hollywood bereits um die Filmrechte
dieses Krimis kümmern, der alles hat, was man in einem spannenden
Film braucht: ein mysteriöses Wahlmännerkollegium, seltsame
Tabellen, verschwundene Wahlzettel, Klagen und fotogene Hauptdarsteller.
George W. Bush heißt der neue Präsident - ein Präsident,
der mindestens 541.000 Stimmen weniger als sein Kontrahent
Al Gore errang, aber auf Grund des seltsamen Wahlsystems in
den USA dennoch mehr Wahlmännerstimmen auf sich vereinigte.
Was bleibt, ist ein schaler Geschmack in dem Land, welches
sich als DIE Demokratie auf der Welt versteht... Am 21. Januar
2001 wurde Bush als 43. Präsident der USA vereidigt. Seine
erste Amtshandlung war die Rücknahme von (vor allem Umwelt-)Dekrets
seines Vorgängers Clintons. Das US-Repräsentantenhaus hat
sich am 26.07.2001 mit 240 gegen 186 Stimmen dafür ausgesprochen,
die Reisebeschränkungen für US-Bürger nach Kuba aufzuheben.
Bislang drohen US-Bürgern, die ohne Sondergenehmigung des
Finanzministeriums nach Kuba reisen, Geld- oder sogar Haftstrafen.
Präsident George W. Bush erklärte, er lehne jede Art von Reiseerleichterungen
ab. In Havanna demonstrierten am 27.07.2001 mehr als eine
Million Kubaner für die völlige Aufhebung der US-Wirtschaftsblockade.
Der US-Kongress hat wegen der Terroranschläge des 11. September
2001 Ermittlungen gegen die US-Geheimdienste eingeleitet.
Untersucht werde der Vorwurf, nach dem die Geheimdienste
bei der Verhinderung der Attentate versagt hätten, teilte
der Kongress am 14.02.2002 in Washington mit. Dabei wollten
die beiden Kammern des Kongresses die Rolle der Geheimdienste
vor und nach dem 11. September untersuchen, hieß es in Washington.
Die USA wollen die globale Erderwärmung durch freiwillige
Selbstverpflichtungen der Wirtschaft und steuerliche Anreize
verlangsamen. Präsident George W. Bush legte am 14.02.2002
seinen Alternativplan zum Kyoto-Protokoll vor. Dabei soll
die Reduzierung des Treibhaus-Effektes an die Wirtschaftsentwicklung
geknüpft werden. Bush sagte: "Das ist der Weg des gesunden
Menschenverstandes, um Fortschritte zu erzielen." Die Emission
von Treibhaus-Gasen soll in zehn Jahren um 18 Prozent gesenkt
werden. Bush schlug Steueranreize von 4,6 Milliarden Dollar
vor, um ökologisches Wirtschaften und den Einsatz erneuerbarer
Energien zu fördern. Mit dem Vorhaben distanziert sich Washington
von dem in Kyoto formulierten Protokoll, das von 170 Staaten
ratifiziert worden ist. Es schreibt den 38 größten Industrieländern
die Verminderung von Treibhausgas-Emissionen vor.
Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, Bundesrepublik, zwei gesetzgebende Organe.
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