Die
Türkei (Eigenbezeichnung Türkiye) ist der Nachfolgestaat des
Osmanischen Reiches und ging nach dem Ersten Weltkrieg aus diesem
hervor. Die Türkei ist eine laizistische Republik. Der Laizismus
geht auf den Staatsgründer Mustafa Kemal "Atatürk" zurück. Atatürk
war bestrebt, durch viele gesellschaftliche Reformen die Türkei
nach dem Vorbild Europas zu modernisieren. Seit dem 3. Oktober
2005 laufen die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen
Union.
Historische Bereiche von Istanbul; Nationalpark Göreme und
die Felsendenkmäler von Kappadokien; Große Moschee und Krankenhaus
von Divgri; Hattusa (ehemalige Hauptstadt der Hethiter); Ruinenstätte
Nemrut Dag; Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum der Latona;
Antike Stadt Hierapolis-Pammukkale; Stadt Safranbolu; Archäologische
Stätte von Troja.
Feiertage
Neujahr: 1. 1. Feiertag: 22. 2. Islamisches Opferfest (Erster
Tag nur halbtags frei): 5.-8. 3. Nationalfeiertag: 23. 4.
Jugend- und Sportfest: 19. 5. Siegesfest: 30. 8. Nationalfeiertag
(Erster Tag nur halbtags frei): 28/29. 10.
Tiere
Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Atatürk Bul. 114 (Kavaklýdere), 06540 Ankara, Tel.: 03 12
/ 426 54 65 - 67, Fax: 467 92 81.
Deutsche und Schweizer brauchen für einen bis zu drei Monate
langen Aufenthalt lediglich ihren gültigen Pass oder Personalausweis
vorzulegen. Österreicher müssen bei der Einreise ein Visum erwerben.
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Flora & Fauna
Die Fläche der Türkei wird zu 26,2 % von Wald eingenommen, landwirtschaftlich
werden 36,3 % der Gesamtfläche genutzt. Die Flora der Türkei
gilt als die vielfältigste und abwechslungsreichste im Nahen
Osten. Es finden sich rund 9.000 Arten mit 850 Gattungen; im
Süden vor allem Pflanzen, die sich an die trockenen Sommer angepasst
haben, z. B. immergrüne Hecken und Sträucher, Eichenbäume, Oliven-
und Johannisbrotbäume. In den Hochebenen sind wilde Blumen und
Bodendecker heimisch. Die Steppen werden von Sträuchern, Nadelwäldern
und Schwarzkiefern beherrscht, die trockenen Gebiete auch von
Disteln und Kakteengewächsen (Dornpolster). Im Norden, vor allem
an der Schwarzmeerküste, finden sich ausgedehnte Haselnuss-,
Mais- und Teeplantagen, im Süden eher Obst- und Baumwollplantagen.
Auch sind viele Niederwildarten und Wildschweine heimisch, obwohl
sich ihr Bestand durch die Jagd beständig dezimiert. An Nutztieren
finden sich vorrangig Rinder, Pferde, Büffel, Schafe und Ziegen.
Der Kamelbestand ging in den letzten Jahrzehnten beständig zurück;
sie werden heute vorrangig für sportliche Wettkämpfe und nicht
mehr als Lastenträger gezüchtet. Die größten Raubtiere, die
heute noch in der Türkei leben, sind u. a. Braunbären, Wölfe,
Schakale und einige Luchsarten. Der letzte türkische Leopard
soll 1979 in Hakkari von einem Bauern erlegt worden sein. Die
Türkei ist Brut- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Vogelarten.
Südlich von Bandirma - im Kuscenneti-Nationalpark - liegt ein
bekanntes Vogelparadies, wo Pelikane, Wildenten, Störche, Kormorane,
Nachtigallen und Fasane ihre Heimat gefunden haben.
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Fotografieren
Tipps zum Fotografieren:
Licht
Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
Schnappschüsse
Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
Auf dem Gebiet der heutigen Türkei lebten und herrschten
die Hethiter, Armenier, Griechen, die Perser und nach ihnen
Alexander der Große. Anschließend gliederte das Römische Reich
die heutige Türkei in sein Herrschaftsgebiet ein. Die Herrschaft
des vereinten römischen Reiches hielt bis ins 4. Jahrhundert
n. Chr. Danach fiel Kleinasien nach der Teilung des Römischen
Reiches an Byzanz. Zeitweilig herrschten die ersten Turkvölker
in Teilen von Anatolien mit den Dynastien der Schwarzen Hunnen
und Wolgabulgaren. Die endgültige türkische Besiedlung Anatoliens
begann mit dem Eintreffen der Seldschuken im 11. Jahrhundert
n. Chr. Die ursprüngliche Heimat der Türken lag in Zentralasien
und Westchina. Die Seldschuken schlugen die byzantinische
Armee in der Schlacht von Mantzikert im Jahre 1071 vernichtend.
Daraufhin eroberten sie große Gebiete Ost- und Mittelanatoliens.
Nach dem Überfall der Mongolen wurde das seldschukische Reich
geschwächt, so dass sich viele türkische Stämme verselbstständigten.
Aus einem dieser türkischen Fürstentümern (Beyliken) erwuchs
das spätere Osmanische Reich. Um 1299 begründete Osman I.
(*1259; †1326; (regierte 1299-1326) das nach ihm benannte
Osmanische Reich und die Osmanen-Dynastie. Nach der Eroberung
Konstantinopels im Jahre 1453 herrschten die Osmanen, über
große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas, der Krim, des Kaukasus
und des Balkans. Im späten 17. Jahrhundert begann der Niedergang
des Osmanischen Reiches, das immer weiter aus seinen europäischen
Gebieten zurückgedrängt wurde. Das ab dem 19. Jahrhundert
stark zunehmende Unabhängigkeitsstreben diverser Nationen
im Vielvölkerstaat des Osmanischen Reiches, die Besetzung
Nordafrikas durch europäische Mächte und schließlich die Niederlage
im Ersten Weltkrieg bewirkten seinen endgültigen Verfall.
Im Ersten Weltkrieg kämpfte das Osmanische Reich an der Seite
der Mittelmächte. Nachdem Frankreich und Großbritannien den
Armeniern einen selbstständigen Staat in Ostanatolien versprochen
hatten, begannen sich die Armenier mit Hilfe der Russen gegen
die Türken zu erheben. Die osmanische Regierung befürchtete
eine Schwächung ihrer Ostfront. Unter dem Vorwand einer angeblichen
Umsiedlungsaktion wurden 300.000 bis 1,5 Millionen Armenier
ermordet (Siehe auch: Völkermord an den Armeniern). Nach der
Niederlage der Mittelmächte verlor das Osmanische Reich infolge
des Friedensvertrages von Sèvres seine verbliebenen Gebiete
außerhalb von Anatolien und Thrakien. Darüber hinaus sollte
das Gebiet der heutigen Türkei weitgehend zerstückelt werden.
Griechenland wurden die Stadt Smyrna (türkisch Izmir) und
Teile von Westanatolien zugesprochen, die Region um Adana
sollte an die Italiener gehen und der französische Besitz
sollte neben Syrien auch Kilikien umfassen. In den östlichen
Landesteilen der heutigen Türkei mit den Städten Kars, Ardahan
und Erzurum sollte ein armenischer Staat entstehen. Südlich
davon und östlich des Euphrat wurde den Kurden eine autonome
Region zugesprochen. Diese Pläne wurden allerdings nicht umgesetzt.
Atatürk organisierte ab dem 19. Mai 1919 den politischen und
militärischen Widerstand gegen diese Pläne. Besonders heftig
waren ab 1920 die Kämpfe mit Griechenland. Der Krieg endete
am 9. September 1922 mit der Einnahme und dem Niederbrennen
des damals mehrheitlich griechisch bewohnten Smyrna (Izmir).
Der Sieg der Türkei gipfelte in der Kleinasiatischen Katastrophe,
in dessen Folge viele Griechen und Türken aus ihrer Heimat
vertrieben wurden.
Nach dem Sieg der Türkei wurden am 24. Juli 1923 mit dem
Vertrag von Lausanne die Bestimmungen aus dem Vertrags von
Sèvres revidiert. Mit dem Vertrag wurden die bis heute gültigen
Grenzen des neuen Staates völkerrechtlich anerkannt. Gleichzeitig
wurde der „Bevölkerungsaustausch“ mit Griechenland in geregelte
Bahnen gelenkt. Nachdem alle ausländischen Kräfte aus Anatolien
vertrieben wurden, rief Mustafa Kemal am 29. Oktober 1923
die Republik (Türkiye) aus. Der Name der Türkei leitet sich
ab von türk („Volk das an seine Traditionen stark angebunden
ist“ (Töre)) und iye („Land“, „Heimat“). (Siehe auch: Namensherkunft
Türkei). Im Laufe seiner Amtszeit führte Atatürk tiefgreifende
Reformen im politischen und gesellschaftlichen System durch,
die die Türkei in einen modernen, säkularen, weltlichen und
am Westen orientierten Staat verwandelten. Unter anderem wurde
im Jahre 1922, noch vor der Ausrufung der Republik, das Sultanat
abgeschafft und am 29. Oktober 1923 das Kalifat. 1924 schaffte
die Türkei die religiösen Gerichte ab, 1925 wurden im Zuge
einer umfassenden „Kleiderreform“ Fez (traditionelle türkische
Kopfbedeckung der Männer) und Schleier für die Frau verboten
und die Koedukation eingeführt. Im selben Jahr wurde die islamische
Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender ersetzt, sowie
das metrische System eingeführt.
In den folgenden Jahren wurden ganze Rechtssysteme aus europäischen
Ländern übernommen und den türkischen Verhältnissen angepasst.
1926 wurde zunächst das Schweizer Zivilrecht - und damit die
Einehe mit einer Gleichstellung von Mann und Frau - übernommen
(Die Gleichstellung der Geschlechter gelang im täglichen Leben
allerdings nur teilweise). Es folgten das deutsche Handelsrecht
und das italienische Strafrecht. 1928 wurde die Säkularisierung
ausgerufen und im gleichen Jahr die Arabische Schrift durch
die Lateinische ersetzt (siehe Neues türkisches Alphabet).
Im Zuge weiterer Reformen wurde in der Türkei 1930 das aktive
Frauenwahlrecht eingeführt und seit 1934 dürfen sich Frauen
auch selbst zur Wahl stellen (passives Frauenwahlrecht). Nur
wenige der Reformen - etwa Atatürks Idee, in den Moscheen
statt auf Arabisch nur noch auf Türkisch zu beten - wurden
zurückgenommen, da man es nicht ganz durchführen und kontrollieren
konnte. Nachdem Atatürk am 10. November 1938 starb, wurde
sein enger Weggefährte Ismet Inönü zweiter türkischer Staatspräsident.
Inönü war bestrebt, die Modernisierung der Türkei fortzuführen
und die außenpolitische Neutralität beizubehalten. 1939 schloss
sich die Republik Hatay der Türkei an und wurde zu der gleichnamigen
Provinz mit der Hauptstadt Iskenderun. Nach dem Ausbruch des
Zweiten Weltkriegs bewahrte die Türkei seine außenpolitische
Neutralität.
Erst am 23. Februar 1945 erklärte sie Deutschland und Japan
symbolisch den Krieg, um anschließend die Charta der Vereinten
Nationen mit zu unterschreiben. 1946 wurde in der Türkei erstmalig
eine weitere politische Partei zugelassen. Die DP (Demokratische
Partei) errang bei den Wahlen am 14. Mai 1949, unter der Führung
von Adnan Menderes, die Mehrheit der Sitze im Parlament. Damit
endete die seit Republikgründung herrschende Einparteienherrschaft
der CHP. Der sich abzeichnende Ost-West-Konflikt und die Versuche
der Sowjetunion, Einfluss auf die Türkei auszuüben, führte
zur endgültigen Aufgabe der außenpolitischen Neutralität der
Türkei. 1950 nahm die Türkei auf der Seite der USA am Korea-Krieg
teil und trat 1952 in die NATO ein. 1960 proklamierte der
regierende Ministerpräsident Menderes ein Ermächtigungsgesetz,
um die politische Opposition auszuschalten. Gegen diese Maßnahmen
putschte 1960 das Militär. Menderes und andere Politiker wurden
unter Korruptionsvorwurf zum Tode verurteilt und am 17. September
1961 auf Imrali gehängt. Nachdem das Militär 1961 eine neue
Verfassung einführte, gab es die Macht an eine Zivilregierung
ab. Inönü wurde Ministerpräsident und regierte von 1961 bis
1965. 1963 schloss die Türkei mit der damaligen EWG ein Assoziationsabkommen
ab. Aber auch die Folgeregierung konnte die Probleme nicht
in den Griff bekommen. Linke und rechte Terror-Aktivitäten
nahmen zu und die Wirtschaftslage verschlechterte sich rapide.
1971 griff die Armee, ohne zu putschen, erneut in die Politik
ein. Unter dem militärischen Einfluss wurden repressive Maßnahmen
gegenüber der Bevölkerung durchgesetzt.
1974 stürzte die damalige griechische Militärdiktatur den
zypriotischen Präsidenten Makarios. Um einen Zusammenschluss
zwischen Griechenland und Zypern zu verhindern, entsandte
der Ministerpräsident Bülent Ecevit Truppen auf die Insel
(Kibris baris harekati). Nach schweren Kämpfen wurde ein Waffenstillstand
vereinbart, der zur bis heute dauernden Teilung der Insel
in einen selbstständigen und einen von der Türkei kontrollierten
Teil führte. Am 15. November 1983 wurde die Türkische Republik
Nordzypern (TRNZ) unter Rauf Denktas proklamiert. Das Militär
putschte sich am 12. September 1980 zum dritten Mal an die
Macht. Auslöser war die sehr instabile Phase in den 70er-Jahren,
die durch wechselnde politische Koalitionen, politische und
wirtschaftliche Instabilität und Terrorakte durch das extrem
rechte und linke politische Spektrum geprägt war. Das Militär
unter General Kenan Evren verhängte über das Land das Kriegsrecht
und verbot alle politischen Parteien. Die Junta ging heftig
gegen die kurdischen Separatisten und linke Oppositionelle
vor. Am 7. November 1982 wurde die von den Militärs vorgelegte
neue Verfassung in einem Volksentscheid angenommen. Ab Mitte
der 1980er bestimmte der Kurdenkonflikt die innenpolitische
Debatte in der Türkei. Die Kurdenproblematik wurde bis dahin
von der Politik tot geschwiegen und war nicht im Bewusstsein
der türkischen Gesellschaft. Die Assimilierungspolitik der
Türkei führte zur Unterdrückung der kurdischen Kultur und
Identität. Als Reaktion darauf entstand im Jahre 1984 die
„Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) mit Abdullah Öcalan an ihrer
Spitze. Sie nahm im Südosten den bewaffneten Kampf für einen
unabhängigen sozialistischen Staat Kurdistan auf. Bis 1999
sind bei den Kämpfen und Anschlägen zwischen dem türkischen
Militär und der PKK 30.000 Menschen ums Leben gekommen.
Am 16. Februar 1998 nahm der türkische Geheimdienst Abdullah
Öcalan, den Führer der PKK, in Kenia gefangen und brachte
ihn in die Türkei. Daraufhin erklärte die PKK einen einseitigen
Waffenstillstand, der erst wieder 2004 gebrochen wurde. Im
Februar 1994 wurde die gewählte kurdische Parlamentarierin
der DEP-Partei (Leyla Zana) unter dem Vorwurf verfassungsfeindlichen
Handelns inhaftiert. Mitte 2004 wurden sie und drei weitere
inhaftierte DEP-Abgeordnete nach hohem Druck der EU im Bezug
auf dem EU-Beitritt der Türkei freigelassen. Unter der Regierung
Ecevits (1999-2002) begannen umfassende Reformen im Zivilrecht
und stärkten die Menschen- und Freiheitsrechte (z. B. Versammlungs-
und Demonstrationsrecht). Diese Reformen wurden unter der
Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (seit 2001) fortgesetzt.
Unter anderem wurde die Todesstrafe abgeschaft, Folter verboten
und die kulturellen Freiheiten der kurdischen Minderheit gestärkt.
So ist der Gebrauch der kurdischen Dialekte, Kurdischunterricht
und kurdische Radio- und Fernsehkanäle nun erlaubt. So erteilte
die Regulationsbehörde für Fernseh- und Radiosender (RTÜK)
am 18. August 2004 drei Privatsendern im Südosten der Türkei,
die Lizenz in Kurmanci oder Zazaki zu senden. Auch der staatliche
Sender TRT 3 strahlt Sendungen in Arabisch, Zazaki, Kumanci,
Bosnisch usw. aus. Bülent Ecevit mit George W. Bush im Weißen
Haus Am 15. November 2003 und 20. November 2003 verübte eine
Zelle der Al-Qaida mehrere Bombenanschläge in Istanbul. Ziele
der Anschläge, bei denen 60 Menschen starben, waren zwei Synagogen,
das britische Konsulat und die Filiale der britischen HSBC-Bank.
Seit 2004 sind die Kämpfe zwischen der türkischen Regierung
und der PKK wieder aufgeflammt und 2005 nahmen sie nochmals
an Intensität zu. Am 10. August 2005 traf sich Recep Tayyip
Erdogan in Ankara mit türkischen und Intellektuellen der in
der Türkei lebenden Minderheiten um über die Probleme im Südosten
des Landes zu sprechen. Anschließend verkündete Erdogan am
12. August 2005 bei einem Besuch in Diyarbakir, dass die Probleme
im Osten ein spezifisch kurdisches Problem (kürt sorunu) sind
und er diesem Problem auf demokratischer Ebene begegnen will.
Diese Äußerung wird in türkischen Medien bereits jetzt als
historisch gewertet. Zum ersten Mal in der türkischen Geschichte
wurde der spezifisch kurdische Charakter des Konfliktes im
Osten der Türkei anerkannt. Nach 40-jähriger Bemühung erreichte
die Türkei am 3. Oktober 2005 die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
mit der Europäischen Union.
Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung
der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der
türkischen Stämme mit der indischen, persischen, kurdischen
und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft
darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein. Die türkische
Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt.
So stammt zum Beispiel der "Zaziki" aus dem türkischen "Cacik"
und "Cevapcici" kommt von "Kebap Sisi" (Kebap-Spieß; Spießbraten).
Auch der "Jogurt" kommt vom türkischen "Yogurt". Döner Kebap
wird aus Rind-, Kalb- oder Geflügelfleisch hergestellt. In
der Türkei wird der Döner auch auf dem Teller serviert.
Kultur
Die Kultur der heutigen Türkei ist eine Verschmelzung verschiedener
Kulturen. Dazu können u. a. die alttürkische Nomadenkultur Zentralasiens
und Sibiriens, die Kultur im osmanischen Reich mit ihren byzantinischen,
persischen, arabischen, kaukasischen und kurdischen Einflüssen
sowie die starke europäische Richtung seit Gründung der Republik
durch Atatürk gezählt werden. Kulturelles Zentrum des Landes
bildet die Millionenmetropole Istanbul. Bedeutende Künstler
aus der Türkei sind u. a. der Filmregisseur Yilmaz Güney (Goldene
Palme in Cannes für Yol – Der Weg (1982)), die Dichter Orhan
Veli und Nâzim Hikmet, die Schriftsteller Yasar Kemal, Orhan
Pamuk (erhielt am 23. Oktober 2005 den Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels) oder Aziz Nesin. Türkische Popsänger wie Sezen
Aksu, Tarkan und Mustafa Sandal waren in letzter Zeit auch im
Ausland recht erfolgreich. 2003 siegte die Türkei beim Eurovision
Song Contest mit dem Titel Everyway That I Can von Sertab Erener.
Medien
Netzspannung
220 Volt Wechselstrom. Gebräuchlich sind die auch in Deutschland
und Österreich verwendeten zweipoligen, runden Stecker.
Notruf
Polizei: 155
Feuer: 110
Notarzt: 112
Öffnungszeiten
Ein Ladenschlussgesetz gibt es in der Türkei nicht. Lebensmittelhändler
haben oft auch an Sonntagen geöffnet, größere Geschäfte
und Warenhäuser zwischen 9.00
und 19.00 Uhr. Banken: Mo-Fr von 8.30-12.00
und 13.30-17.30 Uhr. Museen sind landesweit bis
auf wenige Ausnahmen montags geschlossen.
Post
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Form des All-Inclusive-Angebots schließt nahezu alle
Hotelleistungen ein. Alle Hauptmahlzeiten im Hauptrestaurant
(reichhaltige Buffets), Spätaufsteherfrühstück, tagsüber
Snacks am Strand und in den Spezialitätenrestaurants,
nachmittags Kaffee, Kuchen und Eis, Abendessen mit Bedienung
in den Spezialitätenrestaurants (Reservierung erforderlich)
und Mitternachtsbuffet und -snacks. An verschiedenen
Bars sind alkoholfreie Getränke, aber auch nationale
und internationale Markenspirituosen jederzeit erhältlich
(an der Lobbybar sogar rund um die Uhr). Ausserdem wird
Ihre Minibar täglich mit Softdrinks und Bier aufgefüllt.
Die kostenfreie Benutzung aller Sport- und Unterhaltungsanlagen
ist ebenso selbstverständlich wie der Miniclub für Ihre
Kleinen. Nehmen Sie doch Schneiden oder Waschen beim
Friseur in Anspruch - Sie haben keine Extrakosten.
An größeren Plätzen und Kreuzungen stehen die türkisfarbenen
Telefonzellen der Türk Telekom. Die Apparate funktionieren
mit Telefonkarten, die in Postämtern und an Kiosken erhältlich
sind.
Empfehlenswerte Plätze gibt es nur an der Ägäis- und Mittelmeerküste
sowie in Kappadokien. Ein Verzeichnis ist über die Touristenbüros
erhältlich.
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Hotelsuche
Klicken Sie auf Hotelsuche und Sie werden zu einem Formular weitergeleitet, wo
Sie die Stadt (in englischer Sprache) und das Land eingeben müssen. Nun müssen
Sie die betreffende Stadt noch einmal auswählen. Geben Sie danach die Daten
für Check-in und Check-out ein und die Datenbank zeigt Ihnen
alle verfügbaren Hotels der Stadt mit Bild(ern) und allen notwendigen Informationen
an. Klicken Sie dann auf Check Rates. Wenn alles passt, können Sie
über Book it buchen.
Verkehrsmittel
Auto
Die Straßen in der Türkei haben eine Länge von insgesamt
413.724 km. Davon sind 62.000 km Landstraßen, 350.000 km sog.
Dorfstraßen und 1.800 km Autobahn. Das Autobahnnetz soll in
den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Die wichtigste
Autobahnstrecke ist die von Istanbul nach Ankara (O-4), auch
die O-52 von Adana nach Gaziantep ist wichtig für Verkehr
und Transport. Weitere Autobahnen existieren um Izmir (O-31
und O-32) und im südlichen Teil des Landes (Mersin, Iskenderun,
Pozanti). Eine Autobahn von Izmir nach Manisa ist im Bau,
die Autobahnen Adana-Ankara und Gaziantep-Sanliurfa sind in
Planung. Auf den Straßen werden 89,2 % (Stand 2000) aller
inländischen Güter transportiert. Der Anteil des Personenverkehrs
ist mit 95 % sogar noch höher. Bei Überlandfahrten sind Reisebusse
sehr beliebt. Hier konkurrieren viele Unternehmen um die Gunst
der Fahrgäste, daher ist der Service bei den Busgesellschaften
sehr hoch, so wird bei den Überfahrten den Reisenden Kaffee,
Tee, Wasser und Gebäck gereicht. Die Einnahmen durch Mautgebühren
betrug im laufenden Jahr 2005 231 Millionen YTL und soll am
Ende des Jahres nach staatlichen Schätzungen bei 350 Millionen
YTL liegen. Mautpflichtig sind die zwei Brücken über den Bosporus
in Istanbul und 6 Autobahnstrecken. Die Brücken (Bosporus-Brücke
und Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke) benutzten über 90 Millionen
Fahrzeuge und die mautpflichtigen Straßen über 80 Millionen
Fahrzeuge. Der Nahverkehr wird in den Städten durch öffentliche
Busse organisiert. Da aber der öffentliche Nahverkehr ungenügend
ausgebaut ist, dominieren die Sammeltaxis (Dolmus). Der türkische
Name "Dolmus" rührt daher, dass diese "Taxis" nicht zu einer
festen Abfahrtszeit losfahren, sondern erst, wenn der Kleinbus
hinreichend voll ist. Diese Kleinbusse gehören Privatpersonen
und fahren bestimmte Linien ab, ähnlich wie öffentliche Busse.
Unterwegs darf jeder Passagier an einem beliebigen Ort ein-
und aussteigen (ähnlich wie bei einem Taxi). Die Fahrtkosten
sind abhängig von der gefahrenen Strecke und werden bar beim
Fahrer oder seinem Gehilfen bezahlt. Daneben gibt es reguläre
Taxis, die mit einem Taxometer arbeiten.
Bahn
Der Schienenverkehr ist in der Türkei vernachlässigt worden,
Vorrang beim Ausbau hatte die Straße. Das Eisenbahnnetz beträgt
10.500 km davon sind ca. 20 % elektrisch betrieben. Am Gesamtverkehr
macht der Anteil der Eisenbahn 10 % aus (Stand 1999). Zwischen
Istanbul und Ankara verkehrt ein Schnellzug. In den Städten
Istanbul (U-Bahn Istanbul), Ankara, Izmir (Izmir Metro), Adana
und Bursa existieren auch U-Bahnen. Sie sind sehr beliebt
und fahren etwa 80 km/h schnell, eine gute Alternative zum
Bus.
Busse
Dolmus
Mietwagen
Taxis
Inlandflüge
Die Türkische Fluggesellschaft (THY) wurde 1933 gegründet
und hatte bis in die 1990er ein Monopol in der türkischen
Luftfahrt. Mittlerweile bieten zahlreiche private Fluggesellschaften
(zum Beispiel Aero Flight, Atlasjet, Fly Air, MNG Air, Onur
Air, SunExpress) ihre Dienste an und kommen auf einen Marktanteil
von 33 %. Insgesamt verfügt die Türkei über 38 Flughäfen,
wovon 14 internationale Flughäfen sind (Stand 2000); der bedeutendste
Flughafen ist mit 12 Mio. Passagieren (Stand 2003) der Atatürk
Havalimani auf dem europäischen Teil Istanbuls. Auf der asiatischen
Seite der Stadt befindet sich der kleinere, erst vor wenigen
Jahren eröffnete moderne Flughafen Sabiha Gökçen, der jetzt
verstärkt frequentiert wird. Für den Tourismus ist der Flughafen
von Antalya (Antalya Havalimani) mit fast 10 Millionen Passagieren
(Stand 2004) sehr wichtig. Weitere wichtige Flughäfen sind
der Adnan Menderes Airport in Izmir und Esenboga Airport in
Ankara.
Ausländische und türkische Währung darf in unbegrenzter Höhe
eingeführt werden; die Ausfuhr von Türkischer Lira (TL) ist
auf den Gegenwert von 5.000 US-Dollar begrenzt. Die Ausfuhr
von über 100 Jahre alten Antiquitäten und antiken Fundstücken
ist streng verboten. Für Teppiche und andere Wertgegenstände
unbedingt die Kaufquittung aufbewahren. Nach Deutschland dürfen
eine Stange Zigaretten, ein Liter Spirituosen und zwei Liter
Wein eingeführt werden.
Pinnwand
Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr!
Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer
der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die
uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt
»Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen
Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie
und Geschichte überlassen haben.
Hinweis: Während der Aktualisierungsphase,
die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten
Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.