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Spanien [Teil 1]

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Reino de Espana

Fläche: 505.990 km²

Einwohnerzahl: 40.144.000 (2001)

Größte Städte: Madrid (Hauptstadt) - 3,1 Mio, Barcelona - 1,7 Mio, Valencia - 753.000, Sevilla - 659.000, Zaragoza - 586.000, Malaga - 512.000, Bilbao - 369.000 Einwohner.

Offizielle Landessprache: Spanisch.

Bevölkerungsgruppen: Spanier 72,3 %, Katalanen 16,3 %, Galicier 8,1 %, Basken 2,3 %, Andere 1,0 % (1993).

Religion: Römisch-Katholisch 92,0 %, Muslime 0,5 %, Protestanten 0,3 %, Andere 7,2 % (2000).

Lebenserwartung: Männer - 74,4, Frauen - 81,6 (1999).

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Auskunft
Spanische Fremdenverkehrsbüros
Kurfürstendamm 180, 10707 Berlin, Tel.: 030 8826543, Fax: 8826661
Grafenberger Allee 100, 40237 Düsseldorf, Tel.: 0211 6803980, Fax: 6803985
Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt, Tel.: 069 725033, Fax: 725313
Postfach 15 19 40, 80051 München, Tel.: 089 530158, Fax: 5328680
Walfischgasse 8, 1014 Wien, Tel.: 01 5129580, Fax: 5129581
Seefeldstrasse 19, 8008 Zürich, Tel.: 01 2527931, Fax: 2526204
Besonderheiten

Umgangsformen

Die wichtigsten Grußformeln sind ¡Hola! (“Hallo”), ¡Buenos días! (“Guten Morgen”) und ¡Buenas tardes! (“Guten Tag”). Wenn Spanier einander vorgestellt werden, sagen sie oft Encantado de conocerle (“Erfreut, Sie kennen zu lernen”). Auf die Frage ¿Cómo está Usted? (“Wie geht es Ihnen?”) wird häufig mit den Worten Bien, gracias (“Danke, gut.”) geantwortet. Zur Begrüßung reicht man sich die Hand. Gut befreundete Männer begrüßen sich oft mit einem Schulterklopfen und wenn man sich lange nicht gesehen hat, mit einer Umarmung (Abrazo). Freundinnen küssen sich zur Begrüßung oder zum Abschied auf beide Wangen. Außer im Freundeskreis und unter Verwandten spricht man sich mit dem Nachnamen an, dem Señor (“Herr”), Señora (“Frau”) oder Señorita (“Fräulein”) vorangestellt wird. Die Titel Don und Doña in Verbindung mit dem Vornamen dienen in manchen Regionen als besonders respektvolle Anrede. In Spanien trifft man sich mit Freunden eher in Cafés oder Restaurants als zu Hause. Besuche werden normalerweise vorher angekündigt. dassdie Spanier aber sehr gastfreundlich sind, werden sie jeden Besucher, der während einer Mahlzeit zu Besuch kommt, mit an den Tisch bitten. In diesem Fall sollte man jedoch mit den Worten ¡Que aproveche! (“Lasst es euch schmecken”) höflich ablehnen. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, bringt man den Gastgebern eine kleine Aufmerksamkeit mit.

Feiertage

Neujahr: 1. 1. Dreikönigstag: 6. 1. St. Joseph: 19. 3. Gründonnerstag: 28. 3. Karfreitag: 29. 3. Ostermontag: 1. 4. Feiertag: 20. 4. (außer Katalonien, Kantabrien und Kanarische Inseln) Tag der Arbeit: 1. 5. St. Johannis: 24. 6. Maria Himmelfahrt: 15. 8. Nationalfeiertag: 12. 10. Allerheiligen: 1. 11. Tag der Verfassung: 6. 12. Maria Empfängnis: 8. 12. 1. Weihnachtsfeiertag: 25. 12. St. Stephan: 26. 12.

Weltkulturerbe

Moscheenkathedrale und Altstadt von Cordoba; Altstadt von Granada, Alhambra und Generalife-Palast; Kathedrale von Burgos; Escorial (Kloster mit Umgebung); Park Güell, Palais Güell und Casa Mila von Antonio Gaudi in Barcelona; Höhle von Altamira; Altstadt von Segovia mit Aquädukt; Kirchen des Königreichs Asturien; Altstadt von Santiago de Compostela; Altstadt von Avila und Kirchen außerhalb der Stadtmauern; Mudeja-Architektur in Teruel; Altstadt von Toledo; Nationalpark Garajonay (Kanaren, Insel Gomera), Altstadt Caceres; Kathedrale, Alcazar und Archivo de Indias in Sevilla; Altstadt von Salamanca; Ehemalige Zisterzienserabtei von Poblet; Bauten der Römerzeit und des frühen Mittelalters in Meridass; Königliches Kloster von Santa Maria de Guadeloupe; Pilgerweg nach Santiago de Compostela; Nationalpark Donana (Andalusien); Cuenca und seine historische Befestigsanlage; Seidenbörse "La Lonja de la Sedass" in Valencia; Las Medulas mit seinen Goldminen; Palau de la Musica Catalana und Hospital von Sant Pau in Barcelona; San-Millan-Klöster von Yuso und Suso; Berglandschaft Mount Perdu in den Pyrenäen; Universität und historisches Zentrum von Alcala de Henares; Vorgeschichtliche Felsmalereien im östlichen Spanien; San Cristobal de La Laguna (Insel Teneriffa); Ibiza: biologische Vielfalt und Kultur.

 

Bilder

Bilder aus La Palma
Bilder aus Andalusien
Bilder aus La Gomera

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Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
C. Fortuny 8, 28010 Madrid, Tel.: 915579000
Österreichische Botschaft
Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid, Tel.: 915565315 Schweizer Botschaft
C. Núñez de Balboa 35, Edificio Goya, 28001 Madrid, Tel.: 914363960
Einreise und Ausreise
Für die Einreise reicht der gültige Personalausweis. Kinder bis sechzehn Jahre benötigen einen Kinderausweis oder die Eintragung im Pass der Eltern.
Familienstruktur
Oft sind junge Paare schon lange vor der Hochzeit verlobt. So haben sie Zeit, genügend Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Männer heiraten im Durchschnitt im Alter von siebenundzwanzig, Frauen dagegen bereits zwischen zwanzig und vierundzwanzig Jahren. Die moderne spanische Familie ist normalerweise ziemlich klein, aber sie pflegt ihre Beziehungen zur Großfamilie. Die Scheidungsrate ist nur gering. Der Ehemann gilt traditionell als Familienoberhaupt, während seine Frau die Verantwortung für den Haushalt und die Kinder trägt. Heute sind allerdings vor allem in den Städten viele Frauen berufstätig und verdienen ihr eigenes Einkommen. 1993 waren 36,7 % der Erwerbstätigen Frauen.
Flora & Fauna

Im feuchten Norden wachsen vorwiegend Laubwälder, im Süden Nadelwälder. Teile der Südküste weisen eine subtropische Vegetation auf. Nach vielen Jahrhunderten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung verwandelten sich große Teile der Meseta in karges Land, bewachsen mit dornigem Gestrüpp, vereinzelten Bäumen und aromatischen Sträuchern. Den trockenen Südosten bedecken Grassteppen.

dassSpanien vom übrigen Europa durch die Pyrenäen und das Mittelmeer getrennt ist, überlebten eine Vielzahl einheimischer Tiere und Reptilien, die in Europa bereits ausgestorben sind. Dazu kommen typisch afrikanische Tierarten wie beispielsweise die Ginsterkatze. Spanien liegt an einer großen Vogelfluglinie zwischen Europa und Afrika.

Flüge

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Fotografieren

Fotografieren Sie nach Lust und Laune.

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geografie
Spaniens Meseta, ein zentrales Hochland aus uraltem Gestein, bedeckt mehr als die Hälfte der Landschaft. Es ist von Gebirgen umgeben und steigt im Durchschnitt auf 600 m an. Die Pyrenäen beginnen am Mittelmeer und erstrecken sich bis zum Golf von Biskaya im Nordosten. Das Kantabrische Gebirge zieht sich entlang der Nordküste und schwenkt sodann nach Südwesten in Richtung Nordportugal und Atlantik. Das Iberische Randsgebirge verläuft von den Kantabrischen Bergen nördlich der Meseta entlang der Mittelmeerküste. Dazwischen liegt das Ebrotal. Die Meseta wird durch die Flüsse Duero und Tajo entwässert, die von beiden Seiten des Zentralgebirges in den Atlantik fließen. Die Bergkette der Sierra Moena am südlichen Ende der Meseta liegt über dem Fluss Guadalquivir, der bei Cadiz in den Atlantik mündet, und dem Andalusischen Becken. Weiter südlich befindet sich das Küstengebirge Sistema Penibetica.
Autonome Regionen

Andalucía | Aragón | Asturias | Cantabria | Castilla-La Mancha | Castilla y León | Cataluña (Catalunya) | Extremadura | Galicia | Islas Baleares (Illes Balears) | Islas Canarias | País Vasco (Euskadi) | La Rioja | Madrid | Murcia | Navarra (Nafarroa) | Valencia

Autonome Städte: Ceuta | Melilla

Inseln

Balearen - u. a. Menorca, Mallorca, Ibiza, Formentera

Kanaren - Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro

Geschichte

Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. römische Kolonie, dann ein instabiles westgotisches Königreich. Das Land wurde seit 711 von Berberheeren aus Nordafrika überrannt, die erst 732 in der Schlacht von Tours und Poitiers gestoppt werden konnten. Die Siedler nomadischer Herkunft schufen in den 780 Jahren bis zum Untergang des letzten maurischen Königsreiches eine urbane Kultur; Christen und Juden durften ihre Gotteshäuser behalten. Die Reconquista, die Rückeroberung des Landes durch die Spanier, wurde 1492 mit der Übergabe Grenadas an die katholischen Könige Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastillien abgeschlossen, die im Ruf unerbittlicher Glaubenskrieger standen. Im selben Jahr entdeckte Kolumbus Amerika. Damit begann Spaniens "goldenes Zeitalter". Eroberer wie Cortes und Pizaro brachten aus Mittel- und Südamerika ganze Schiffsladungen von Gold mit.

Unter dem Habsburger Karl V. wurde Spanien Weltmacht. Gleichzeit verwandelte der Folterfeldzug der katholischen Inquisition das Land in ein Reich der Intoleranz und des Stillstands. In der Regierungszeit Philipps II., Sohn Karl V., Höhepunkt der spanischen Macht (1580 Regentschaft über Portugal), dann Beginn des Niederganges (1588 Vernichtung der Armadassdurch die Engländer). Zahlreiche Kolonien und Besitzungen gingen verloren. In den Spanischen Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jahrhunderts war halb Europa verwickelt, Gibraltar fiel England zu. 1888 Niederlage im Krieg gegen die USA. 1931 ging König Alfonso XIII. außer Landes, Ausrufung der Republik. Die inneren Unruhen und die Bildung einer linken Volksfrontregierung nahm General Francisco Franco nach einem von ihm geleiteten Militärputsch in Spanisch-Marokko zum Anlass, den Bürgerkrieg 1936 ins Heimatland auszudehnen. mithilfe des faschistischen Italien und Hitler-Deutschland, das die "Legion Condor" mit Bombern entsandte, besiegte Franco im Bruderkrieg 1939 die von Internationalen Brigaden unterstütze Regierung. Er errichtete eine streng katholisch geprägte konservative Diktatur.

Im zweiten Weltkrieg blieb Spanien, wie schon im ersten Weltkrieg, neutral. Im Kalten Krieg gründeten die USA, gegen die Isolierungspolitik Stalins in der UNO, Militärbasen in Spanien und erreichten, dass das Land 1955 UNO-Mitglied wurde. mithilfe eines moderaten Wirtschaftswachstums gelang es Franco, die Diktatur zu stabilisieren., Widerstände der Studenten fing er durch vermeintliche Zugeständnisse und scheinbarer Lockerung strenger Gesetze ab. Aus freien Stücken bestimmte er 1969 Prinz Juan Carlos zu seinem Nachfolger und zum Kronprinzen der wiedererrichteten Monarchie. Sofort nach Francos Tod 1975 begannen König Juan Carlos und Ministerpräsident Adolfo Suarez mit der Demokratisierung des Landes. Eine neue Verfassung wurde ausgearbeitet, die Cortes in ein Zweikammersystem umgewandelt, Parteien wurden zugelassen und die ersten freien Wahlen seit 1936 abgehalten. Unter Ministerpräsident Felipe Gonzales, dessen sozialistische Partei 1982 in beiden Häusern des Parlaments die Wahlen deutlich gewonnen gewann, fand Spanien hohe Anerkennung in der westlichen Welt.

Die separatistische baskische Organisation "Baskenland und Freiheit/ETA" (gegründet 1959) sorgt mit Anschlägen gegen Sicherheits-, Militär-, Staatsbeamte und Politiker immer wieder für neue Unruhe. 5 von Spanien kontrollierte "plazas de soberania" (Orte der Souveränität), die Enklaven Ceuta und Melilla sowie mehrere Inseln werden von Marokko beansprucht. Bei dem versuch, illegal nach Spanien einzuwandern, sind Hunderte Afrikaner in der Straße von Gibraltar ertrunken. Spaniens Ministerpräsident Jose Maria Aznar (47) gewann mit seiner konservativen Volkspartei (Partido Popular, PP) bei den Parlamentswahlen am 12. 3. 2000 die absolute Mehrheit, will aber mit anderen Parteien weiter zusammenarbeiten. Nach dem Endergebnis gewann die PP 44,6 % (+5,7 Prozentpunkte) der Stimmen und 183 (+27) der insgesamt 350 Sitze im Parlament; die absolute Mehrheit liegt bei 176 Mandaten. Die oppositionellen Sozialisten PSOE, die ein Bündnis mit den Kommunisten angestrebt hatten, erhielten nur noch 34,1 % (–5,5) der Stimmen und 125 Abgeordnete (–16). Die Vereinte Linke erhielt 5,5 % und acht Mandate (1996: 21 Mandate).

Ministerpräsident Aznar hatte seine bisherige Regierung auf die beiden Regionalparteien der katalanischen Nationalisten und der Kanarischen Inseln gestützt. Regierungssprecher Josep Pique sagte, die Volkspartei werde mit diesen beiden Gruppierungen Gespräche über eine mögliche Fortsetzung der Zusammenarbeit aufnehmen. Die katalanischen Nationalisten erlitten mit 4,2 % Stimmenanteil und 15 Sitzen nur leichte Einbußen. Einen Tag nach dem Mord an einem Kommunalpolitiker haben in Spanien am 05.06.2000 Tausende gegen die baskische Untergrundorganisation ETA protestiert. Die Menschen versammelten sich in stillem Gedenken vor Rathäusern im ganzen Land; am Abend sollten Demonstrationen folgen. Zur Beerdigung des 57-jährigen Jesus Maria Pedrosa, der in Durango mit einem Kopfschuss getötet wurde, werden Tausende Trauergäste erwartet, unter ihnen Premier Aznar. Die Polizei macht die ETA für den Mord verantwortlich.

Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, konstitutionelle Monarchie, ein gesetzgebendes Organ

Gesundheit

 

Gesundheitsprophylaxe Spanien

Küstengebiete Die Küstengebiete Spaniens
Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 18.01.2007 17:39



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