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Portugal [Teil 1]

Auskunft

Auskunft vor der Reise

Portugiesisches Touristikbüro
- Schäfergasse 17, 60313 Frankfurt, Tel.: 069 234094 oder 290549, Fax: 231433
- Kurfürstendamm 203, 10719 Berlin, Tel.: 030 8821066, Fax: 8834851
- Opernring 1, 1010 Wien, Tel.: 01 58544500, Fax: 5854445, E-Mail: icepvie@icepvie.co.at
- Badenerstr. 15, 8004 Zürich, Tel.: 01 2410001, Fax: 2410012, E-Mail: icep@dial.eunet.ch
- Internet: www.portugal-insite.pt.

Auskunft in Portugal

Die Turismo-Büros haben unterschiedliche Öffnungszeiten, viele sind täglich geöffnet, in der Saison meist von 9.30 bis 19.00 Uhr, im Winter bis 17.00 Uhr, oft mit einer Mittagspause. Gratistelefon der Touristeninformation 9.00-24.00 Uhr: Tel.: 2800296296

Besonderheiten

Umgangsformen

Man begrüßt sich mit einem kräftigen Händedruck. Unter Freunden ist es verbreitet, sich zu umarmen, und Verwandte oder gute Freundinnen berühren sich oft mit den Wangen, wobei sie mit der rechten beginnen und dabei in die Luft “küssen”. Von Kindern in Großfamilien wird erwartet, dass sie die Erwachsenen zur Begrüßung küssen. Normalerweise wendet man sich mit dem entsprechenden Titel und Nachnamen an sein Gegenüber, sofern man nicht eng befreundet ist. Manchmal hört man den Titel nicht mit dem Nach-, sondern mit dem Vornamen. Welcher Name verwendet wird, hängt vom persönlichen Geschmack und von der Beziehung zwischen den Beteiligten ab. Häufige Begrüßungen sind Bom dia (“Guten Tag”) und Boa noite (“Guten Abend”).

Fado

 

Literatur

 

Weltkulturerbe

Stadtzentrum von Angra do Heroismo auf den Azoren; Hieronymuskloster und Turm von Belem in Lissabon; Kloster Batalha; Christuskloster in Tomar; Historisches Zentrum von Evora; Kloster Alcobaca; Stadt Sintra und Sintragebirge; Historisches Zentrum von Porto; Prähistorische Felsritzungen im Tal von Coa; Lorbeerwald "Laurisilva" auf Madeira.

Feiertage

Neujahr: 1. 1. Karneval: 12. 2. Feiertag: 27. 2. Karfreitag: 29. 3. Tag der Befreiung: 25. 4. Tag der Arbeit: 1. 5. Fronleichnam: 30. 5. Nationalfeiertag: 10. 6. St. Anton (Wird nur in Lissabon begangen) 13. 6. Feiertag: 22. 6. St. Johannis (Wird nur in Porto begangen) 24. 6. Maria Himmelfahrt: 15. 8. Nationalfeiertag: 5. 10. Allerheiligen: 1. 11. Unabhängigkeitstag: 1. 12. Maria Empfängnis: 8. 12. 1. Weihnachtsfeiertag: 25. 12.

Azulejos

 

Bilder
Bilder aus Portugal

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Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Campo dos Mártires dassPátria 38, Lisboa, Tel.: +351 21 8810210

Österreichische Botschaft
Av. Infante Santo 43, Lisboa, Tel.: +351 21 394 39 00

Schweizerische Botschaft
Travessa do Patrocínio 1, Lisboa, Tel.: +351 21 3973121

Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Porto
Av. daBoavista 5 004, Porto, Tel.: +351 22 6102336/37/38

Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Faro
Av. daRepública 166, Faro, Tel.: +351 289 803148

Einreise und Ausreise

 

Familienstruktur
Vor ihrer Hochzeit sind viele Paare eine lange Zeit verlobt, weil sie erst für ein gemeinsames Dach über dem Kopf sparen müssen. Ist dieses Ziel einmal erreicht, so läuft die Trauung meistens nach römisch-katholischer Tradition ab. Nur wenige junge Leute leben bereits vor der Heirat zusammen. Die portugiesischen Kernfamilien, die im Durchschnitt zwei Kinder haben, pflegen enge Beziehungen zu ihren Verwandten, selbst wenn diese beispielsweise im Ausland arbeiten. Das Leben in den städtischen Ballungsräumen ist von den Errungenschaften moderner Zeit geprägt, aber in den ländlichen Teilen des Landes herrscht oft noch ein traditioneller Lebensstil vor. In den Städten gehen viele Frauen einem Beruf nach. Über 43,8 Prozent der Erwerbstätigen (1998) sind Frauen.
Flora & Fauna

Die höheren Niederschläge im Norden begünstigen das Wachstum der Wälder. Der Süden dagegen ist kaum bewaldet, aber die südliche Region der Algarve ist für ihre Johannisbrotbaum-, Feigen- und Mandelbaum-Haine berühmt. Olivenbäume wachsen an den niedrigeren Berghängen des ganzen Landes, während in den höheren Berglagen eine alpine Vegetation herrscht.

Wölfe, Wildschweine und Luchse, Eidechsen, Chamäleons und andere Reptilien sind im Süden beheimatet. Die Vogelwelt wartet mit einigen seltenen Arten auf, die nur auf der Iberischen Halbinsel vorkommen.

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Fotografieren

 

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geografie
Die Landesfläche zerfällt in einen Nord- und einen Südteil, die der Fluss Tejo grob teilt. Der üppige bergige Norden unterscheidet sich stark von den trockenen Tieflandgebieten des Südens. Portugals nordöstliche Hochebene bildet die Fortsetzung der spanischen Meseta und ist durch Berge, Flusstäler und tiefe Schluchten gegliedert. Westwärts fällt das Land zum Küstengebirge am Atlantik ab. Die landeinwärts gelegenen Hochebenen erstrecken sich nach Süden bis über das Flussteil des Douros und fallen dann in Richtung Westen zu einer breiten Küstenebene ab. An der Südostgrenze der Hochebene bildet das Kastilische Scheidegebirge eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südportugal, das zur Küste hin niedriger wird. Südlich davon fließt der Tejo von Osten nach Westen und mündet nahe der Hauptstadt Lissabon in den Atlantik. Südlich des Tejos verlaufen Hügelländer und Ebenen. Die Tieflandgebiete an der Küste dehnen sich landeinwärts aus und gehen in die Hügelländer des Alentejo im Osten über, entschwinden nach Süden und bilden die sanften Hügel von Baixo Alento. Tief im Süden liegen die Berge und Hänge der Algarve und ziehen sich von der spanischen Grenze bis nach Cabo de Sao Vicente an Portugals Südwestspitze.
Geschichte

Im Zuge der Rückeroberung der von den Mauren besetzten Iberischen Halbinsel wurde Portugal 1143 von Spanien als Königreich anerkannt. 1147 wurde auch Lissabon zurückerobert und 1267 das Königreich nahezu in seinen heutigen Grenzen festgelegt. Portugal war wesentlich früher als Spanien ein einheitlicher Staat. Unter Prinz Heinrich dem Seefahrer (1394 - 1460) befuhren und erforschten portugiesische Seeleute als erste Europäer die Weltmeere. Heinrich entdeckte und besiedelte die Azoren und Madeira, Bartholomeus Dias erschloss die Westküste Afrikas und kam bis zum Kap der Guten Hoffnung. Vasco dassGama umschiffte das Kap und stieß in den Indischen Ozean vor. Auch der erste Weltumsegler Magellan war Portugiese, allerdings in spanischen Diensten. Im spanischen Tordesillas fand 1494 ein denkwürdiges Ereignis statt: der Papst teilte Amerika zwischen Portugal und Spanien auf. So wurde Brasilien portugiesische Kolonie (und ist heute das größte Land in der Welt und das einzige auf dem südamerikanischen Kontinent, in dem Portugiesisch gesprochen wird).

Der Aufstieg der Niederlande und Großbritanniens zur Seemacht im 16. und 17. Jahrhundert bedeutete für Portugal den Niedergang. Das Land rückte in die zweite Reihe. Der Dichter Luis de Camoes schrieb zwar seine "Luisiaden" und beschwor die Größe und Einheit Portugals, aber das Königshaus zeigte Schwächen, sodass es den in Spanien regierenden Habsburgern durch geschickte Politik gelang, von 1580 bis 1640 in Personalunion auch die portugiesische Krone zu tragen. Es war zwar nur eine kurze Zeit, aber sie hinterließ Spuren. 1661 Pakt und zunehmende Unabhängigkeit von England, das 1663 die portugiesischen Kolonien in Ostasien übernahm. Dem portugiesischem Königshaus gelang es nie mehr, zur alten Stärke zurückzukehren. Im Gegenteil, eine Reihe dynastischer Kriege im 19. Jahrhundert schwächte die Krone weiter. 1822 erklärte Brasilien seine Unabhängigkeit vom Mutterlande. Portugal schaffte im 20. Jahrhundert als erstes europäisches Land die Monarchie 1911 ab und führte die Republik ein. Es folgten 15 überaus instabile Jahre, in denen das Land 8 Präsidenten und 44 Regierungen verschliss und kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stand. Schließlich putschte das Militär und bestellte 1928 den Wirtschaftsprofessor Antonio Salazar zum Finanzminister mit uneingeschränkten Vollmachten.

1932 wurde Salazar Ministerpräsident. Sein oberstes Prinzip war Ordnung und Gesetz und so regierte er auch. 1933 wurde Portugal nach faschistischem Vorbild umgebaut. Es wurde wieder ruhig im Lande - zu ruhig. Obwohl offiziell neutral, unterstützte Portugal von 1936 bis 1939 Franco im Spanischen Bürgerkrieg. Der Widerstand ging in den Untergrund oder ins Ausland. Salazar machte zwar den Escudo zu einer der härtesten Währungen Europas, aber gegen die Armut im Lande tat er nichts, vor allem die ländliche Bevölkerung verelendete zusehends. Den Zweiten Weltkrieg überstand Portugal unbeschadet als neutraler Staat. Das Land war 1949 Gründungsmitglied der NATO und trat 1955 den Vereinten Nationen bei (eine frühere Mitgliedschaft war durch ein Veto der Sowjetunion verhindert worden). Zu Beginn der 60er-Jahre brachen in vielen Kolonien Revolten und Unabhängigkeitsbestrebungen aus. Das überforderte Portugals finanzielle und militärische MitTel.: Viele Kolonien gewannen ihre Unabhängigkeit. Gezeichnet von schwerer Krankheit trat Salazar 1968 zurück. Sein Nachfolger wurde Marcelo Caetano. Die Zeit war reif für einen Wandel, das zeigte auch die Entwicklung in Spanien. Die "Nelkenrevolution" 1974 verlief unblutig. General Antonio de Spinola, einst Kriegsheld im Kampf gegen die Guerillas in den portugiesischen Kolonien, dann Verfechter von Selbständigkeit für die Kolonien, übernahm die Staatsgeschäfte.

Doch das Regieren war schwierig nach einer so langen Zeit der Erstarrung in Portugal, zu viele Gruppierungen wollten ihre Interessen durchsetzen. Portugal stand am Rande des Bürgerkrieges. Zwischen 1974 und 1987 bedurfte es 14 Regierungen, um die großen Grundbesitzer zu enteignen, das Land unter das Volk aufzuteilen, Banken, Versicherungen und große Industriebetriebe zu verstaatlichen. Hinzu kam der Ölschock durch die Preispolitik der OPEC. Außerdem musste das Land auch noch eine Million Einwanderer verkraften, die aus den Kolonien ins Mutterland zurückströmten. Portugal galt als Armenhaus Europas. Der Wandel kam mit dem Beitritt zur Europäischen Union 1986. Geld floss ins Land, der Aufschwung begann. Viele Änderungen der Revolutionszeit wurden rückgängig gemacht, die landwirtschaftlichen Kollektive wieder aufgelöst, die Ölgesellschaft Petrogal und viele andere Unternehmen reprivatisiert. Freies Unternehmertum konnte sich wieder entfalten. Längst ist Portugal nicht mehr das ärmste Land Europas. Parallel zur wirtschaftlichen stabilisierte sich auch die politische Lage: Bei den Wahlen von 1987 gewannen die Sozialdemokraten die absolute Mehrheit, die bereits ab 1985 allein regiert hatten.

Bei der Präsidentschaftswahl von 1996 wurde mit Jorge Sampaio ein Sozialist Staatsoberhaupt. Bei den Parlamentswahlen in Portugal am 10. 10. 1999 errangen die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Antonio Guterres (50) am Sonntag einen klaren Wahlsieg. Die Sozialisten (PS) erhielten Hochrechnungen zufolge knapp 44 % der Stimmen, verfehlten aber mit 113 Sitzen die absolute Mehrheit (116 Mandate). Die konservativen Sozialdemokraten (PSD) erreichten 32,3 % der Stimmen und 83 Sitze, die Kommunistische Partei 17 Sitze. Im Parlament sind auch zwei kleinere Parteien vertreten. Der Wahlerfolg der Sozialisten wurde auf deren erfolgreiche Wirtschaftspolitik zurückgeführt. Ein hohes Wirtschaftswachstum (1998: +4,2 %) und eine von der Regierung initiierte effizientere Finanzverwaltung konsolidierten den portugiesischen Staatshaushalt. Die Arbeitslosenrate lag 1998 mit 5,1 % weit unter dem EU-Durchschnitt (rund 10 %). Als Reaktion auf die Niederlage seiner sozialistischen Partei bei den Kommunalwahlen am 16. 12. 2001 hat der portugiesische Ministerpräsident Antonio Guterres am Montag seinen Rücktritt eingereicht. Präsident Jorge Sampaio nahm das Rücktrittsgesuch einem Sprecher zufolge an. Damit ist der Weg frei für vorgezogene Parlamentswahlen zu Beginn des Jahres.

Gesundheit

 

Gesundheitsprophylaxe Portugal

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 23.02.2007 12:49



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