Zur Begrüßung schütteln Erwachsene einander die Hände. Zur
Vorstellung eines Mannes verwendet man die Anrede Pan (“Herr”)
vor dem Nachnamen, bei einer Frau Pani (“Frau”). Ein Titel
wird vor dem Nachnamen genannt. Bei formellen Gesprächen oder
im Geschäftsleben wird der Titel auch allein benutzt. Befreundete
Erwachsene reden einander erst nach Absprache beim Vornamen
an. Kinder und Jugendliche werden generell mit Vornamen angesprochen.
Gute Freundinnen küssen einander auch zur Begrüßung auf die
Wange. Häufige Grußformeln sind Dzien dobry (“Hallo” oder
“Guten Morgen”) Dobry wieczór (“Guten Abend”) und Do widzenia
(“Auf Wiedersehen”). Unter Freunden und Verwandten sind unangekündigte
Besuche üblich, besonders auf dem Land. Formelle oder längere
Besuche werden geplant. Polen laden oft Freunde zum Abendessen
oder einfach zu Kuchen und Tee ein und feiern gerne zu besonderen
Gelegenheiten. Zu Einladungen jeglicher Art ist es gebräuchlich,
eine ungerade Anzahl Blumen mitzubringen, die vor der Übergabe
ausgepackt werden. Gelegentlich werden Gäste auch für mehrere
Stunden in eine Kawiarnia, eine Art Café, das neben einheimischen
Spezialitäten auch französisches Gebäck anbietet, ausgeführt.
Doch meistens, zum Teil aus finanziellen Gründen, bewirtet
man Gäste zu Hause. Wegen des frühen Arbeitsbeginns dauern
Besuche an Wochentagen normalerweise nicht länger als bis
23.00 Uhr. An Wochenenden bleiben Gäste jedoch länger.
Weltkulturerbe
Altstadt von Krakau; Salzbergwerk von Wieliczka; Konzentrationslager
Auschwitz; Altstadt von Warschau; Nationalpark Bialowieza;
Altstadt von Zamosc; Stadt Torun; Burg Malbork; Kalwaria Zebrzydowska:
Architekturpark und Wallfahrtsstätte.
Kulturzentren
Die beiden deutschsprachigen Kulturzentren in Warschau bieten
ein vielseitiges Musik-, Literatur-, Film- und Sprachprogramm:
- Goethe - Institut, Kulturpalast, 10. Stock, Warszawa, Tel.:
022 6566050, Fax: 6566052, www.goethe.de
- Österreichisches Kulturinstitut, ul. Prozna 8, Warszawa,
Tel.: 022 6209620
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Familienstruktur
Im Allgemeinen heiraten Frauen mit 18 bis 20 Jahren, Männer
mit 21 oder später. Absolventen von Fachschulen und Universitäten
gehen generell erst nach dem 25. Lebensjahr eine Ehe ein. Frisch
vermählte Paare leben oft einige Jahre bei ihren Eltern und
werden oft auch finanziell unterstützt. Städtische Familien
haben durchschnittlich ein bis zwei Kinder, während in ländlichen
Gebieten oft drei oder vier Kinder vorhanden sind. In den meisten
Haushalten übernehmen Kinder schon früh Verantwortung. dassin
der Regel beide Eltern berufstätig sind, machen sich die Kinder
ihr Frühstück oft selbst und gehen alleine zur Schule. Ältere
Kinder reinigen die Wohnung, kochen mitunter und passen häufig
auf jüngere Geschwister auf. Die finanzielle Situation der meisten
Familien zwingt beide Eltern dazu, sich am Gelderwerb zu beteiligen.
Dabei übernehmen Frauen jedoch den Hauptteil der häuslichen
Pflichten, obwohl die meisten außer Haus berufstätig sind. Erwachsene
Kinder kümmern sich oft um ihre alt gewordenen Eltern.
Flora & Fauna
Große Teile Polens, die einst dicht bewaldet waren, werden
heute landwirtschaftlich genutzt. Dennoch sind große Waldflächen
erhalten geblieben. Weitsichtige Fortwirtschaftler haben z.T.
noch urzeitliche Wälder in einigen Regionen bewahrt, vor allem
im Bialowieza-Nationalpark an der weißrussischen Grenze.
In diesen geschützten Gebieten leben die letzten Bisons,
die früher auf dem gesamten europäischen Kontinent verbreitet
waren.
Flüge
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Fotografieren
Bitte respektieren Sie beim Fotografieren die religiösen
Gefühle der Polen.
Tipps zum Fotografieren:
Licht
Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
Schnappschüsse
Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
Polen ist größtenteils Flachland. Die Bergregionen sind die
Sudeten im Südwesten und die Hohe Tatra sowie die Karpaten im
äußersten Süden an der slowakischen Grenze. Polen gliedert sich
von Norden nach Süden in fünf geographische Zonen. Die buchtenreichen
Ostseeküste im Nordwesten wird von breiten Sandstränden gesäumt.
Die Dünen erreichen oft eine Höhe von 30 m. Weiter südlich bis
nach Gdansk zieht eine hügelige Jungmoränenlandschaft, der Baltische
Landrücken mit seiner Seenplatte und Endmoränenzügen bis weit
ins sandige und seendurchsetzte Pommersche Hinterland. Das zentrale
Tiefland mit seinen lössbedeckten Tafel- und Stufenlandschaften
weiter südlich gelegen, nimmt etwa ein Drittel des gesamten
Landes ein und ist Polens landwirtschaftliches Zentrum. Auch
hier findet man fruchtbaren Lössboden und sumpfige Flusstäler.
Die im Osten gelegene Hauptstadt Warschau liegt an den Ufern
der Weichsel. Die polnischen Mittelgebirge bilden die südliche
Grenze des zentralen Tieflands und teilen es in das Lubliner
Hügelland östlich des Weiseltales und das Kielcer Bergland mit
dem Juragebirge, das sich von der Krakower Pforte nordwärts
erstreckt, sowie das dicht bewaldete Riesengebirge im Nordwesten.
Polens höchste Erhebungen liegen im äußersten Süden an der Grenze
zur Slowakei, mit dem Mährischen Tor in der Mitte, durch das
die Oder von Süden her eintrifft. Die südwestliche Provinz Schlesien
schließt die Nordhänge der Sudeten ein. Im Südosten reichen
die Karpaten bis nach Polen hinein und stoßen an der tschechischen
Grenze an das Tatragebirge.
Geschichte
Aufstieg und Fall großer Königshäuser, Sieg und Untergang
bis zur völligen Auflösung staatlicher Existenz rückten Polen
in den über 1.000 Jahren seiner Geschichte oft in den tragischen
Mittelpunkt europäischer Historie. Vom 14. Jahrhundert bis
ins 17. Jahrhundert war in Europa Politik ohne Polen undenkbar.
Die Kraft der durch Heirat vereinten Reicher Polen-Litauen
bekam auch der Deutsche Ritterorden mit der verlorenen Schlacht
von Tannenberg 1410 zu spüren. Die Dynastie der Jagiello,
die Polen auf den Zenit von Macht und Einfluss geführt hatte,
leitete das langsame Ende des Reiches ein: es gab keine Thronfolger.
Ab 1573 Wahlmonarchie, wurde Polen mehr und mehr Spielball
fremder Einflüsse und Interessen. 1772 und 1793 geteilt, verschwand
der Staat 1795 für mehr als 100 Jahre von den Landkarten Europas,
geschluckt von den Nachbarn Russland, Österreich und Preußen.
Das Recht auf nationale Einheit, den Polen vom Wiener Kongress
1815 attestiert, war nichts wert. Aufstände 1830 und 1863
wurden von den Besatzern niedergeschlagen. "Haut doch den
Polen, dass sie am Leben verzagen" formulierte Otto von Bismarck
ganz im Sinne der Großmächte.
Die Knechtschaft endete mit dem Ersten Weltkrieg: am 11.
November 1918 erklärte sich Polen zur Republik, der Vertrag
von Versailles schrieb 1919 Polens Unabhängigkeit und seine
Westgrenze fest. Den Zusammenbruch des Zarenreiches nutzte
der litauische Sozialist Jozef Pilsudski zu einem Feldzug
gegen die junge Sowjetmacht. Sein Traum von einer osteuropäischen
Föderation aber war bald ausgeträumt: es häuften sich die
Konflikte des wiederhergestellten Polen mit seinen Nachbarstaaten;
hinzu kamen, nicht verwunderlich bei 35 % Minderheiten im
Land, innenpolitische Probleme. Seine Forderung nach einem
starken Staat setzte Pilsudski 1926 mit einem Staatsstreich
in die Tat um. Als der Diktator 1935 starb, saß Polen ärgster
Feind schon seit 2 Jahren in der Berliner Reichskanzlei: Adolf
Hitler. Dessen Truppen überfielen Polen am 1. September 1939.
Am Bug trafen sich Deutsche und Sowjets, der Staat Polen war
ausgelöscht. Am Ende des Zweiten Weltkrieges beklagte Polen
etwa 6 Millionen Opfer, darunter fast die gesamte jüdische
Bevölkerung von 3 Millionen Menschen, die in Vernichtungslagern
wie Auschwitz, Treblinka oder Majdanek von Deutschen ermordet
wurden.
1945 wurden Polens Grenzen ein weiteres Mal neu bestimmt:
Stalins Sowjetunion behielt die Ostgebiete, die Polen wurden
mit Schlesien, Ostpommern, West- und Teilen Ostpreußens entschädigt.
Die ersten Wahlen 1947 entschieden die Kommunisten für sich,
die Polen fortan in stalinistischer Manier regierten. Als
Folge hoher Arbeitsnormen, schlechter Lebensbedingungen, der
Verstaatlichung der Wirtschaft und der Unterdrückung der Kirche
kam es 1956 zum Aufstand in Posen. Wladyslaw Gomoulka, schon
von 1943 bis 1948 Generalsekretär, kehrte an die Spitze der
polnischen KP zurück und liberalisierte vorübergehend den
Kurs. Moskau reagierte prompt und pfiff den Satelliten nachdrücklich
auf seine Linie zurück. Schwere Unruhen in den Hafenstädten
wie Danzig 1970 waren der Anfang vom Ende des Altstalinisten
Gomoulka, der durch Edward Gierek ersetzt wurde. Die moralische
Führung in Polen war längst an die katholische Kirche und
Kardinal Stefan Wyszynski übergegangen. 1978 brachte es ein
anderer Pole, der Krakauer Erzbischof Karol Kardinal Wojtyla
zu höchsten katholischen Ehren - als Papst Paul II. zog er
in den Vatikan ein; seine zweite Auslandsreise führte ihn
1979 nach Polen. Ein Jahr später befand sich Polen in Aufruhr:
Streiks im ganzen Land, and der Spitze die Arbeiter der Danziger
Lenin-Werft, angeführt von einem Elektriker namens Lech Walesa,
der zum nationalen Idol wurde. Nach 2 Monaten Streik wurde
am 31. August 1980 die "Vereinbarung von Danzig" unterschrieben,
die unter anderem das Recht auf unabhängige Gewerkschaften
und Streiks zusicherte, Grundlage für die Entstehung der Gewerkschaft
"Solidarnosc" (Solidarität). Gierek musste zurücktreten.
Moskau, zutiefst beunruhigt vom polnischen Großbrand, setzte
1981 auf General Wojciech Jaruzelski. Der stellte das Land
am 3. Dezember unter Kriegsrecht, ließ die Solidarnosc-Führung
verhaften und verbot jede Gewerkschaftsaktivität. Doch das
Feuer war nicht mehr zu löschen. Anfang 1989 kam es zwischen
Regierung und Opposition zu Verhandlungen am "Runden Tisch",
Solidarnosc wurde legalisiert, gewann im selben Jahr bei Wahlen
99 der 100 Senatssitze und 161 von 460 Sejm-Mandaten (von
denen Kommunisten 65 % beanspruchten). Der Solidarnosc-Mann
Tadeusz Mazowiecki wurde Regierungschef, Jaruzelski Präsident.
1990 löste sich Polens KP auf. Tiefgreifende Wirtschafts-
und Gesellschaftsreformen führten Polen danach in schwere
Krisen, an deren Bewältigung sich Präsidenten und zahlreiche
Regierungschefs versuchten, unter ihnen Lech Walesa und Polens
erste weibliche Ministerpräsidentin, Hanna Suchocka. Nach
2 empfindlichen Wahlniederlagen 1991 und 1993 feierte Solidarnosc
1997 die Rückkehr an die Macht. Ohne Konflikte mit den Nachbarn
in West und Ost erlebt Polen heute ein kleines Wirtschaftswunder
und hat sich mit der Verfassung von 1997 endgültig im demokratischen
Lager etabliert. Die polnische Regierungskoalition aus der
konservativen Wahlaktion Solidarnosc (AWS) und der liberalen
Freiheitsunion (UW) ist endgültig zerbrochen. Nach einer Sitzung
des Parteivorstands der Freiheitsunion erklärte der Parteivorsitzende
Leszek Balcerowicz am 06. 06. 2000 in Warschau die "Mission
zur Rettung der Koalition" für beendet. Ministerpräsident
Jerzy Buzek entschloss sich daraufhin zur Bildung einer Minderheitsregierung.
Ein führender AWS-Politiker erklärte, jetzt sei für Herbst
oder Anfang nächsten Jahres mit vorgezogenen Neuwahlen zu
rechnen. Regierungschef Buzek werde demnächst die Kandidaten
für die frei gewordenen fünf Ministerposten vorschlagen. Neu
besetzt werden muss unter anderem das Finanz- und das Außenministerium.
Da das Klima in Polen in etwa dem in Deutschland entspricht,
weiß man ja, was man anziehen muss.
Unser Partner:
Küche
Kultur
Medien
Deutsche Presse ist in den großen Hotels, in größeren Bahnhöfen
und auf Flughäfen erhältlich. Viele Hotels bringen per Satellitenschüssel
auch deutsche Fernsehsender aufs Zimmer.
Netzspannung
Es gilt 220 Volt Wechselstrom wie in Deutschland. Alle neuen,
flachen Stecker und die runden, modernen passen, sofern sie
zwei Löcher im Gehäuse haben.
Notruf
Die Notrufnummern sind in ganz Polen gleich. Sie sind kostenlos
von den öffentlichen Telefonzellen anzuwählen:
Die meisten Geschäfte, Kaufhäuser
und Einzelhändler sind Mo-Fr 11.00-19.00 Uhr und Sa 11.00-14.00
Uhr geöffnet. Anders die Lebensmittelläden:
Sie öffnen in der Regel früher, einige haben auch nachts und
an Feiertagen auf. Behörden und Banken
öffnen um 8 Uhr und schließen zwischen 17 und 19 Uhr (Wechselstuben
Mo-Fr von 9.00-18.00 Uhr, Sa von 9.00-13.00 Uhr).
Post
Reiseangebote
Osteuropa
Sehen Sie hier, ob für Flüge und/oder Hotels für den infrage kommenden
Reise-/Ferientermin noch freie Plätze vorhanden sind; wenn ja, können
Sie gleich buchen !
Es gibt etwa 1.200 Jugendherbergen.
Weitere Informationen vom Polnischen Jugendherbergsverband,
Ul. Chocimska 28, PL-00-791 Warszawa. Tel.: 022 498128. Fax:
022 498354.
Informationen erhalten Sie bei der Polnischen Camping-Vereinigung,
ul. Grochowska 331, Warschau, Tel./ Fax: 022 8106050.
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Hotelsuche
Klicken Sie auf Hotelsuche und Sie werden zu einem Formular weitergeleitet, wo
Sie die Stadt (in englischer Sprache) und das Land eingeben müssen. Nun müssen
Sie die betreffende Stadt noch einmal auswählen. Geben Sie danach die Daten
für Check-in und Check-out ein und die Datenbank zeigt Ihnen
alle verfügbaren Hotels der Stadt mit Bild(ern) und allen notwendigen Informationen
an. Klicken Sie dann auf Check Rates. Wenn alles passt, können Sie
über Book it buchen.
Ausländische Währung dürfen Sie in unbegrenzter Höhe einführen.
Zollfrei sind Waren im Wert von 200 Dollar. Die Ausfuhr von
vor dem 9. Mai 1945 hergestellten Antiquitäten bedarf einer
Genehmigung des Kulturministeriums. In die EU und die Schweiz
dürfen Sie pro Person u. a. 1 Stange Zigaretten und 1 Liter
Spirituosen einführen.
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als Kurort bekannt und zieht jedes Jahr tausende Touristen
an.
Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr!
Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer
der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die
uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt
»Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen
Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie
und Geschichte überlassen haben.
Hinweis: Während der Aktualisierungsphase,
die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten
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