Geografie
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Die Philippinen bestehen aus 7.107 Inseln, von denen jedoch
nur etwa 2.000 bewohnt sind. Nur 11 Inseln haben eine Fläche
von mehr als 2.500 km², die größten sind Luzon, Mindanao,
Samar, Negros, Mindoro, Panay und Palawan; nur 1.000 sind
größer als 1 km². Der Archipel wird in drei Inselgruppen unterteilt:
Luzon mit der Insel Luzon, die Visayas, u. a. mit den Inseln
Palawan, Negros, Cebu, Leyte, Samar, Masbate und Bohol und
als dritte Gruppe Mindanao, u. a. bestehend aus der Insel
Mindanao, Basilan und dem Sulu-Archipel mit der Insel Jolo.
Im Kern sind die Inseln die Spitzen über den Meeresspiegel
aufragender submariner Gebirgsketten an der Grenze zweier
Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen.
Großräumig gesehen sind die Philippinen Teil des Pazifischen
Feuerrings mit Erdbeben und Vulkanismus als häufigen Begleiterscheinungen
dieser Lage an der Plattengrenze. Es gibt derzeit etwa 20
aktive Vulkane, von denen der Pinatubo und der Mayon - beide
auf Luzon gelegen - in den letzten Jahren besondere Aktivität
zeigten. Östlich der Inselgruppe verläuft der Philippinengraben,
mit bis zu -10.540 m einer der größten Tiefseegräben der Erde.
Als Folge von Seebeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis,
entstehen.
Das Klima der Philippinen wird vor allem durch die Nähe zum
Meer geprägt, kein Ort ist weiter als 200 km von der Küste
entfernt. Die Lage der Inseln in den niederen tropischen Breiten
und der Einfluss der umgebenden Meere bewirken eine über das
Jahr sehr ausgeglichene Temperatur von rund 26 °C mit nur
geringen Schwankungen. Die meisten Niederschläge fallen im
Zusammenhang mit dem Südwest-Monsun vor allem in der Zeit
von Mai bis November. An der Westküste (Manila) bringt der
Nordost-Monsun nur geringe Niederschläge, während an der Ostküste
(Davao) ganzjährlich humides Klima herrscht. Wegen der überwiegend
in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gebirge fallen an der Westseite
der Inselgruppe deutlich weniger Niederschläge als an der
Ostseite. Von August bis Oktober ziehen häufig Taifune über
die Mitte und den Norden der Philippinen; zwischen 1945 und
2000 wurden die Philippinen von 349 Taifunen überquert oder
gestreift.
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Geschichte
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Seit prähistorischer Zeit bewohnen Negritos oder auch Aetas
genannt, als ursprünglichste Bevölkerung die Philippinen.
Um 25.000 v. Chr., zu einer Zeit als die Einwanderung noch
über Landbrücken möglich war, wanderten austronesische Stämme
ins Land. Ab ca. 2000 v. Chr kamen die ersten ethnischen Malaien
von Indonesien (Java, Sulawesi,Sumatra) und Malaysia nach
Mindanao und den Sulu-Inseln und breiteten sich im Laufe der
Jahrhunderte über die gesamten Philippinen aus. 1380 fasste
der Islam auf den südlichen Philippinen Fuß, es entstanden
verschiedene Sultanate, darunter das einflussreiche Sultanat
von Jolo. Um 1500 erreichte er Luzón. Um 1530 wird May Nilad
gegründet. Die Gegend war bereits seit Jahrhunderten besiedelt,
doch erst die Rajahs gaben dem Ort einen Namen. Als die Spanier
1565 die Philippinen als ihre Kolonie beanspruchten, waren
bereits weite Teile der Philippinen durch malaiische Rajahs
islamisiert. Allerdings vermittelten diese eine tolerante
Form des Islams. Animistische Praktiken waren auch bei islamisierten
Filipinos verbreitet. May Nilad (das spätere Manila) war ein
muslimisches Dorf mit etwa 10.000 Einwohnern als die Spanier
es 1571 eroberten. Sie zwangen den muslimischen Rajah Sulayman
zum Katholizismus zu konvertieren. Zwei weitere Rajahs von
May Nilad, Rajah Lakandula und Rajah Matanda konvertierten
unter dem Druck der Spanier ebenfalls zum Christentum. Den
Spaniern gelang es schnell auch die muslimische Bevölkerung
zum Christentum zu bekehren, da der Islam in der Gesellschaft
noch nicht gefestigt war. 100 Jahre später war der Islam meist
auf die südlichen Philippínen beschränkt. Die Moslems, von
den Spaniern Moros genannt, konnten im Süden von den Kolonialherrren
jedoch nie völlig unterworfen werden. Nach Meinung von philippinischen
Historikern wären die Philippinen, ohne die Ankunft der Spanier
Mitte des 16. Jahrhunderts, vollständig islamisiert worden,
wie es heute in Indonesien oder Malaysia der Fall ist.
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