Empfehlung
|
Für
Motorradtouren nach Peru möchten wir Ihnen wärmstens
PERUMOTO empfehlen. Hier geht's zum Angebot dieses kleinen Reiseunternehmens.
|
Auskunft
|
Peru unterhält weder in Deutschland noch in der Schweiz
oder in Österreich Tourismusbüros. Informationen erhalten
Sie in deutschen Reisebüros, über die Tourismusabteilungen
der Botschaft oder im Internet unter www.peruonline.net.
Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika
Domenecker Str. 19
74219 Möckmühl
Tel.: 06298 929277
Fax: 06298 929278
E-Mail: arge.Lateinamerika@t-online.de.
|
Besonderheiten
|
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2002 Neujahr. 28. März Gründonnerstag (Nachmittag).
29. März Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit. 24. Juni Bauerntag.
29. Juni St. Peter und St. Paul. 28./29. Juli Unabhängigkeitstage.
30. Aug. Santa Rosa de Lima (Prozessionen zu Ehren der Heiligen).
8. Okt. Schlacht bei Angamos. 1. Nov. Allerheiligen. 8. Dez.
Mariä Empfängnis. 24. Dez. Heiligabend (Nachmittag). 25. Dez.
Weihnachten. 1. Jan. 2003 Neujahr. 17. April Gründonnerstag
(Nachmittag). 18. April Karfreitag. 1. Mai Tag der Arbeit.
24. Juni Bauerntag. 29. Juni St. Peter und St. Paul. 28./29.
Juli Unabhängigkeitstage. 30. Aug. Santa Rosa de Lima (Prozessionen
zu Ehren der Heiligen). 8. Okt. Schlacht bei Angamos. 1. Nov.
Allerheiligen. 8. Dez. Mariä Empfängnis. 24. Dez. Heiligabend
(Nachmittag). 25. Dez. Weihnachten.
Weltkulturerbe
Stadt Cusco; Ruinenstadt Machu Piccu; Ruinenstadt Chavin;
Ruinenstadt Huascaran; Nationalpark Manu; Ruinenstadt Chan
Chan; Nationalpark Rio Abiseo mit archäologischem Park; Altstadt
von Lima mit Franziskanerkloster; Linien und Bodenzeichnungen
von Nasca und Pampas de Jumana.
Inka Trail
|
Bilder
|
Bilder
von Peru |
Diplomatische Vertretungen
|
in Deutschland
Botschaft von Peru
Godesberger Allee 125-127, 53175 Bonn, Tel.: 0228 373045,
Fax: 379475, E-Mail: eprfa@aol.com
(ein Umzug nach Berlin ist geplant)
in Österreich
Botschaft von Peru
Gottfried-Keller-Gasse 2-8, 1030 Wien, Tel.: 01 7134377, Fax:
7127704
in der Schweiz
Botschaft von Peru
Thunstrasse 36, 3005 Bern, Tel.: 031 3518555, Fax: 3518570
in Peru
Deutsche Botschaft
Av. Arequipa 4 204 - 4 210, Miraflores, Lima 18, Tel.: 01
4224919, Fax: 4226475
Österreichische Botschaft
Edeficio "De las Naciones", Av. Central 643, Piso
5, San Isidro, Lima 27, Tel.: 01 4421807, Fax: 4428851
Schweizer Botschaft
Av. Salaverry 3 240, San Isidro, Lima 27, Tel.: 01 2640305,
Fax: 2641319
|
Einreise und Ausreise
|
Reiseplanung
Airpässe
|
|
|
Reisen - Buchen - Mietwagen - Hotelbewertung
- Pauschalreisen: Hier finden Sie die günstigsten Reiseangebote
für die Zielregion.
- Mietwagen: Hier werden mittels unseres innovativen Mietwagen-Preisvergleichstools
die günstigsten Mietwagen angezeigt.
- Hotels: Hier finden Sie die günstigsten Hotels in der
Zielregion.
- Hotelbewertung: Hier finden Sie Hotelbewertungen von Urlaubern
für Urlauber zu Hotels aus der Zielregion.
|
Flora & Fauna
|
Die Flora Perus ist sehr abwechslungsreich und vielfältig.
In den trockenen und sandigen Küstenebenen wachsen nur wenige
Gräser und Sträucher. In den Regenwaldregionen findet man
hingegen eine große Fülle an Pflanzen. Vertreter dieser Vegetationen
sind unter anderem Kautschuk- und Mahagonibäume, Zedern und
Vanillepflanzen. Im Hochgebirge herrscht auf Grund der natürlichen
Bedingungen nur eine spärliche Pflanzenvielfalt vor. Hier
wachsen hauptsächlich Trockenpflanzen (Xerophyten), wie etwa
Kakteen und Mesquiten. Ebenso wie die Flora hat auch die Tierwelt
Perus eine große Vielfalt zu bieten. In der Küstenebene und
auf den Küsten vorgelagerten Inseln leben Möwen und Seeschwalben,
Eidechsen, Skorpione, Robben und Pinguine. In den peruanischen
Küstengewässern findet man unter anderem Sardinen, Hummer
und Makrelen. Tiere der fruchbareren Regionen im Osten sind
beispielsweise Gürteltiere, Alligatoren, Jaguare, Pumas, Papageien
und Flamingos.
|
|
Flüge |
Unser
Partner: Linienflüge weltweit
Diese Datenbank zeigt Ihnen, wie Sie von New York nach Berlin kommen oder von
Singapur nach Buenos Aires. Sie zeigt Flugabfrage, Tarifauswahl, Verfügbarkeit,
Flugplan. Natürlich können Sie reservieren und buchen. Alles ganz bequem
und zuverlässig!
|
Fotografieren
|
| Tipps zum Fotografieren: |
| |
Licht
|
Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
|
Schnappschüsse
|
Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
|
|
|
Geld
|
Hier
erfahren Sie die aktuellen Devisenkurse.
|
Geografie
|
Peru besitzt drei völlig unterschiedliche Klimaregionen: Costa
(Küste; ca. 11 % der Staatsfläche) Sierra (Anden; ca. 15 %)
Selva (Regenwald; ca. 64 %).
Costa
Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und
ist weitgehend eine Küstenwüste, in der nur entlang der aus
den Anden kommenden Flüsse, in Flussoasen, Landwirtschaft
möglich ist. Im Süden Perus, an der Grenze zu Chile, beginnt
die trockenste Wüste der Erde, die Atacama-Wüste. Im südlichen
Bereich der Costa bis nach Lima, das ungefähr auf der Hälfte
des Küstenstreifens liegt, sind Regenfälle während des Jahres
extrem selten. Nördlich von Lima nehmen Bodenqualität und
Regenfall etwas zu, so dass hier auch Landwirtschaft außerhalb
der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen
12 Grad im Winter und 35 Grad im Sommer.
Sierra
Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie
besteht aus mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern
(span. callejón oder valle) unterbrochen werden. Typisch für
die gesamte Andenregion sind dazu tief eingeschnittene Täler
(Canyons) und Durchbrüche der Gebirgsketten (span. Pongo]]
durch große Flüsse, an der West- und Ostseite der Kordillere.
Einen typischen Querschnitt der Anden zeigt sich in der zentralen
Region Ancash: Von West nach Ost sind das die "Schwarzen Kordilleren"
(Cordillera Negra, bis ca. 5.000 m), gefolgt vom Callejón
de Huaylas (um 3.000 m). Der nächste Bergzug sind die "Weißen
Kordilleren" (Cordillera Blanca), hier befindet sich der höchste
Berg Perus, der Huascarán (6.768 m). Weiter Richtung Osten
erstreckt sich das Callejón de Conchucos (mit dem Fluss Marañón,
einem Quellfluss des Amazonas), abgelöst von weiteren Bergketten.
Höchste Berge: Nevado Huascarán (6768 m), Yerupaja (6634 m),
Coropuna (6425 m), Ampato (6310 m), Chachani (6075 m), Volcán
Misti (5822 m) Während im Norden des Landes die Anden nicht
bis zur Schneegrenze reichen und sehr vegetationsreich sind
(klimatische Zone des Paramo), zeigen sie sich im zentralen
Gebiet sehr steil, teilweise mit breiteren Tälern und hohen
Bergen mit ewigem Schnee und Eis (Gletscher). Im mittleren
Süden Perus zeigt sich die Landschaft eher "hügelig" zwischen
3.000 und 4.000 Metern, mit wenigen markanten schneebedeckten
Bergmassiven über 5.000 Metern. Ab hier Richtung Süden treten
ebenfalls Vulkankegeln mit teilweise noch aktuell sporadischer
vulkanischen Aktivität auf, und die Andenkette verbreitet
sich stark, mit Ausprägung von wenigen Gebirgsketten und dazwischenliegenden
hügeligen Hochebenen. Im Süden des Landes zeigt sich insbesondere
eine gewisse Abflachung der Hochebene, es bildet sich der
sogenannte Altiplano, der seine typische Ausprägung um den
Titicacasee erhält. Die mittlere Jahrestemperatur in 3.300
m Höhe liegt bei 16 Grad. Mitunter sind in der eher niederschlagsarmen
Region heftige Regenfälle von Oktober bis April zu erwarten.
Größere Städte in dieser Region sind Huaraz (ein Paradies
für Bergkletterer) und Cuzco. In der Nähe Cuzcos liegt auch
die legendäre Inka-Stadt Machu Picchu.
Selva
Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion ("Selva").
Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald
gibt, in dem ein milderes Klima herrscht. In der durch Tageszeitenklima
bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26
°C und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3.800 mm. Dort
entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas, der durch
das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt. Der peruanische
Regenwald ist dicht und fast undurchdringlich. Die Flüsse,
die von den Ketten der Anden in weiten Flussschlingen zum
Amazonas strömen, sind die einzigen Verkehrsadern durch die
weiten Waldgebiete. Die einzige größere und auch für den Tourismus
wichtige Stadt in dieser Region ist Iquitos. Sie ist von Lima
aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem
Flugzeug oder dem Boot.
Gewässer
Wichtigste Flüsse in Peru sind der Amazonas und seine Quellflüsse
Río Apurímac, Río Urubamba, Río Ucayali und Río Marañón, außerdem
die Amazonas-Nebenflüsse Napo, Putumayo und Huallaga. Die
größten und wichtigsten Seen Perus sind der Titicacasee und
der Lago di Junín zwischen den Andenketten.
|
Geschichte
|
Urzeit Die Nasca-Linien Der archäologischen Theorie nach
wanderten bereits um 40.000 v. Chr. über die damals trockene
Beringstrasse Stämme vom asiatischen Kontinent ein und besiedelten
den amerikanischen Kontinent. Die Einwanderung in Südamerika
erfolgte demnach etwa 20.000 bis 10.000 v. Chr. Jedenfalls
stammen aus diesem Zeitraum die Höhlenmalereien in der Gegend
um die Stadt Ayacucho und den Lauricocha-Höhlen an der Quelle
des Rio Marañón, die 1957 gefunden wurden. Etwa 4.000 v. Chr.
begann der erste kultivierte Anbau von Kürbissen und Bohnen.
In denselben Zeitrahmen fällt die Züchtung von Lamas.
Vorkoloniale Kulturen
Die Stadt Caral wurde 1996 entdeckt und ist die älteste Stadt
auf dem amerikanischen Kontinent. Die Stufenpyramide wurde
2001 auf das Jahr 2627 v. Chr. datiert. Gefunden wurden Häuser
für zumindest 3000 Menschen, Amphitheater und Tempelanlagen.
Künstliche Bewässerungssysteme sorgten für Fruchtbarkeit inmitten
des Wüstengebietes. Weitere Funde beweisen, dass die Bevölkerung
Handel mit den Küsten- und Amazonasgebieten trieben. Die früheste,
heute noch erkennbare Hochkultur, war die der Chavín de Huántar,
die etwa 800 v. Chr. bis 300 v. Chr. existierte. Die Motive
zur Olmeken-Kultur, Raubkatze, Vogel und Schlange, legen eine
Verbindung nahe. Die bis heute erhaltenen Ruinen sind Anziehungspunkt
für den Tourismus im Norden Perus. In denselben Zeitrahmen
fällt die Paracas-Kultur in der Gegend um die Hauptstadt Lima.
Bis heute weiß niemand, ob eine eigene Kultur existierte oder
die Toten wegen der trockenen, konservierenden Luft von weit
her herangeschafft wurden. Machu Picchu Um den Titicacasee
entwickelte sich ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. bis etwa 1000
n. Chr. die Tiahuanaco-Kultur. Ob es tatsächlich ein Tiahuanaco-Reich
gegeben hat ist nicht geklärt. Die Spuren dieser Kultur sind
aber in Peru, Bolivien und dem Norden Chiles zu bemerken.
Im engen Zusammenhang dürfte die Wari-Kultur stehen, die viel
später um die Stadt Ayacucho existiert hat. Zwischen 300 v.
Chr. und 600 n. Chr. fällt die Nazca-Kultur, die geheimnisvolle
Linien in den Küstenboden scharrten und bereits Bewässerungskanäle
kannten. Benannt wurde diese Kultur nach der nahe gelegenen
Stadt Nazca, etwa 500 km südlich von Lima. Ab dem 1. Jahrhundert
existierte im Norden die Mochica-Kultur, die im Wüstenstreifen
an der Pazifikküste eine ertragreiche Landwirtschaft mit ausgeklügelten
Bewässerungssystemen betrieb. Sowohl die Keramik als auch
die Metallverarbeitung waren hoch entwickelt. Neben Gold und
Silber wurde auch Kupfer verarbeitet. Die Mochica hatten mehrere
Fürstentümer, die Kultur verschwand aber im 7. Jahrhundert,
vermutlich infolge eines El Niño-Ereignisses. Danach entwickelten
sich die Chimus in der Zeit von 1000 bis 1470 mit der Hauptstadt
Chan Chan in der Gegend um Trujillo. Ihre Fähigkeiten im Kunsthandwerk
waren weniger ausgeprägt als bei den Mochica. Sie legten mehr
Wert auf Massenproduktion und Nutzgegenstände. Am Ostrand
der Anden lebten von 800 bis 1600 die Chachapoyas. Von ihnen
ist nur sehr wenig bekannt. Berühmt sind die Felsengräber,
die sie an hohen Steilklippen hinterlassen haben. Im 16. Jahrhundert
verschwanden die Chachapoyas spurlos. Die bekannteste Kultur
(ca. 1200 - 1532) ist die der Inka, deren militärischen und
organisatorischen Fähigkeiten ein riesiges Reich geschaffen
hatte. Dieses Reich war bei der Ankunft der Spanier allerdings
zutiefst gespalten - es herrschte Bürgerkrieg zwischen den
Brüdern Atahualpa (Sitz in Quito) und Huascar. Das Reich fand
durch die Eroberung von Francisco Pizarro ein Ende.
Kolonialzeit
"The Conquest of Peru, 1531 - 1533" (1923)" Im April 1532
landete Francisco Pizarro an der peruanischen Küste, nahm
den Inka-Herrscher Atahualpa gefangen und ließ ihn am 29.
August 1533 hinrichten. Am 15. November 1533 erreichte Pizarro
die Hauptstadt Cuzco, die ihm ohne nennenswerten Widerstand
übergeben wurde. Er setzte den jüngeren Bruder Huáscars, Manco
Cápac II. als Inka ein, der 1536 einen knapp gescheiterten
Aufstand wagte. Pizarro hatte für die spanische Krone damit
das Inkareich erobert und König Karl I., auch bekannt als
deutsch-römischer Kaiser Karl V. konnte von sich behaupten:
"In meinem Reich geht die Sonne niemals unter." Pizarro gründete
am 18. Januar 1535 die heutige Hauptstadt Lima. Nach Zwistigkeiten
mit seinem Kampfgefährten Almagro, den er 1538 hinrichten
ließ, wurde er am 26. Juni 1541 in seinem Palast in Lima ermordet.
Die Spanier gründen 1543 das Vizekönigreich Peru mit Lima
als Hauptstadt, dass Neu-Granada, die heutigen Länder Ecuador,
Kolumbien und Venezuela, sowie Bolivien, Chile, Argentinien
und Paraguay umfasste. Wegen des Reichtums an Edelmetallen
(vor allem die Silberminen von Potosi) war das Vizekönigreich
für die spanische Krone von großer Bedeutung. Im Jahr 1570
wurde die Inquisition eingeführt. Wegen eines angeblichen
Indioaufstandes ließ der Vizekönig den eingesetzten Inka Túpac
Amaru, der Sohn von Manco Cápac II., am 24. September 1572
hinrichten. Das folgende Jahrhundert war gekennzeichnet durch
den totalen Niedergang der Indianer. Ihre Anzahl sank durch
Infektionskrankheiten und Frondienste von geschätzten 10 bis
15 Millionen auf etwa 800.000. Mit den Eroberern kamen auch
andere Völker in das neue Vizekönigreich. Portugiesen und
Italiener versuchten für ihre Länder einen Handel aufzubauen.
Sie waren dabei so erfolgreich, dass der Vizekönig um seinen
Reichtum fürchtete und die Inquisition auf den Plan rief,
der sie bis 1635 zum Opfer fielen. Damit war der Handel wieder
in spanischer Hand. Lima wurde von den Spaniern zur Prachtstadt
ausgebaut und als Stadt der Könige bezeichnet. Im ganzen Land
wurden 50.000 Kirchen und 400 Klöster errichtet, die durch
die Mitwirkung indianischer Steinmetze und Künstler einen
eigenen Stil erhielten. Durch den enormen Bedarf an Kunstwerken
mussten auch die Indianer in die Geheimnisse von Pinsel und
Palette eingeweiht werden. Das Gebiet der heutigen Länder
Ecuador, Kolumbien und Venezuela wurde 1739 vom Vizekönigreich
Peru herausgelöst und als Vizekönigreich Neu-Granada konstituiert.
Ebenso verfuhr man mit dem Gebiet des heutigen Bolivien, Chile,
Argentinien und Paraguay 1776 und schuf das neue Vizekönigreich
des Río de la Plata. Die Autorität des spanischen Vizekönigs
verfiel mehr und mehr. 1780 erhob sich der Indianer José Gabriel
Condorcanqui gegen die fremde Herrschaft und ernannte sich
unter dem Namen Tupac Amaru II. selbst zum Inkakaiser. In
Alto Peru, dem heutigen Bolivien brach gleichzeitig ein Aufstand
unter Tomás Katari (auch Túpac Katari genannt) los. Neun Monate
lang wurde La Paz belagert bevor der Aufstand niedergeschlagen
wurde. Ein weiterer Aufstand erfolgte im Jahr 1814 und wurde
ebenfalls blutig beendet. Überall im Land gärte und brodelte
es gegen die Spanier bis Hilfe von den benachbarten Ländern
eintraf.
Unabhängigkeitszeit
Ab 1809 bildeten sich überall in Südamerika Unabhängigkeitsbewegungen,
deren bedeutendste Führer der Argentinier José de San Martín,
der Venezolaner Simón Bolívar und José de Sucre waren. Zwischen
1817 und 1825 führten sie zahlreiche Schlachten gegen die
Spanier. Aus Chile wurden sie von Lord Cochrane tatkräftig
unterstützt und besiegten in der entscheidenden Schlacht von
Ayacucho die Spanier. 1824 wurde Peru unabhängig. Nach dem
Rückzug von San Martín aus der Politik wurde Simón Bolívar
zum Diktator ernannt. 1825 trennt sich als selbstständige
Republik Bolivien von Peru ab. In der nachfolgenden Zeit wurden
Präsidenten willkürlich ein- und abgesetzt. Rebellionen und
Bürgerkriege verhinderten die Entwicklung eines modernen Staates.
Nach außen hin gab es ständig Differenzen und Kriege mit den
Nachbarstaaten. Der bolivianische Diktator Andrés Santa Cruz
marschierte im Confederación Perú-Boliviana Krieg 1836 in
Lima ein und vereinigte die beiden Länder. Diese Vereinigung
zerbrach beim Sturz von Santa Cruz 1839 bei einem Konflikt
mit Chile. Mit Spanien geriet Peru 1866 in kriegerische Auseinandersetzungen.
Im Salpeterkrieg (1879 bis 1884) verbündete sich das Land
mit Bolivien gegen Chile. Nach der Niederlage verlor Bolivien
seinen Meerzugang und das salpeterreiche Atacamagebiet und
Peru die südlichen Provinzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
standen sich drei Gruppen gegenüber: Die Militärs, die Oligarchie
und die 1924 gegründete Alianza Popular Revolucionaria Americana
(APRA). Die APRA war eine Massenbewegung, die die Interessen
der sozialen Unterschicht (vorwiegend Indios) vertrat und
gegenüber der herrschenden Oberschicht durchzusetzen versuchte.
In verbissenen parlamentarischen und außerparlamentarischen
Kleinkriegen bekämpften sie sich und stellten abwechselnd
die Präsidenten. Im Peruanisch-Ecuadorianischer Krieg 1941
bis 1942 eroberte Peru Teile des Amazonasgebietes. Nach 1945
war neben der inneren Konsolidierung zur Demokratie die wirtschaftliche
Abhängigkeit von den USA das Hauptproblem. Die verschiedenen
Koalitionen und ihre Politik verwässerten notwendige Reformen
um der Opposition keinen Anlass zu geben. Als die USA die
Wirtschaftshilfe einstellte und ein Bestechungsskandal zugunsten
einer amerikanischen Erdölgesellschaft aufgedeckt wurde, putschte
das Militär gegen Präsident Belaúnde Terry am 3. Oktober 1968
und übernahm die Macht. Die Militärjunta versuchte ein sozialistisches
System zu stabilisieren. Der verarmten indianischen Bevölkerung
sollte durch Boden- und Wirtschaftreformen geholfen werden.
Dabei wurden die Ländereien neu eingeteilt oder in Genossenschaften
umgewandelt. Erdbeben, schlechte Ernten und Misswirtschaft
führten zu einem wirtschaftlichen Chaos.
1979 ließen die Militärs eine neue Verfassung ausarbeiten
und am 18. Mai 1980 fanden die ersten freien Wahlen statt.
Belaúnde Terry wurde am 28. Juli 1980 als Präsident der Republik
Peru für 5 Jahre in das Amt eingeführt. Die verstaatlichten
Unternehmen, Banken, Zeitungen und Fischereibetriebe wurden
in Privatbesitz übergeben. Ab 1982 begann die linksgerichtete
Guerilla-Gruppe Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) mit wachsender
Aktivität einen blutigen Krieg gegen die Staatsgewalt. Über
die Provinz Ayacucho wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die
Gruppe brachte ein Viertel des Landes unter ihre Kontrolle.
In abgelegenen Regionen des Berglandes kam es zu zahlreichen
Massakern an der Landbevölkerung. Sowohl die Guerillas als
auch das Militär bestraften damit die Zusammenarbeit der Dorfbewohner
mit dem jeweils anderen Gegner. Zwischen 1985 und 1990 führte
die Misswirtschaft unter Präsident Alán García Pérez zu einer
Hyperinflation. Betroffen über die Korruption, die zunehmende
Bedrohung durch den Sendero Luminoso und die wirtschaftlichen
Verhältnisse des Landes wählte die Bevölkerung den unbekannten
Alberto Fujimori 1990 zum Präsidenten. Ihm gelang es die Inflation
innerhalb von zwei Jahren von 7500% auf 140% zu senken und
zahlreiche wirtschaftliche Reformen durchzusetzen. Staatsbetriebe
wurden wieder privatisiert und günstige Bedingungen für ausländische
Investoren geschaffen. Am 5. April 1992 löste Fujimori nach
einem vom Militär gebilligten Staatsstreich das Parlament
auf und setzte die Verfassung außer Kraft. Er ließ eine neue,
auf ihn zugeschnittene Verfassung ausarbeiten, die am 29.
Dezember 1993 in Kraft trat. 1995 wurde Fujimori neuerlich
Präsident. Noch im selben Jahr am 9. April überfielen linksgerichtete
Rebellen die Residenz des japanischen Botschafters in Lima
und nahmen die Personen als Geiseln. Eliteeinheiten der Armee
stürmten am 22. April 1997 die Residenz und befreiten 71 der
72 Geiseln.
Die Wiederwahl Fujimoris zum Präsidenten im Jahr 2000 führte
zu heftigen Protesten im ganzen Land. Seiner Partei wurde
Wahlbetrug vorgeworfen. Nach einem zusätzlichen Bestechungsskandal
ließ er Neuwahlen ausrufen, bei denen er zwar antrat, aber
kurz vorher aus dem Land flüchtete und sich nach Japan absetzte.
Alejandro Toledo gewann im Juli 2001 die Wahlen zur Präsidentschaft.
Er ist das erste Staatsoberhaupt indianischer Herkunft. Toledo
versuchte die vergangenen Gesetzesverletzungen aufzurollen
und unabhängige Gerichte einzusetzen. Seine Popularität beim
Volk hat während der letzten Jahre abgenommen, nicht zuletzt
weil Skandale und Korruption zum Vorschein gekommen sind.
Im Mai 2003 streikten Bauern und Lehrer und errichteten landesweit
Straßenblockaden. Toledo rief den Ausnahmezustand aus und
beauftragte die Armee die Ordnung in den 12 Departments des
Landes wiederherzustellen. Seither wächst die Unzufriedenheit
der Bevölkerung gegenüber dem Präsidenten. Am 1. Januar 2004
überfiel der ehemalige Major Antauro Humala mit einer Gefolgschaft
von etwa 100 Mann in der Stadt Andahuaylas in der armen Provinz
Apurímac eine Polizeistation und nahm 10 Polizisten als Geiseln.
Dabei wurden 3 Personen getötet. Die linksgerichtete Gruppe
Etnocaceristas unter der Führung von Antauro Humala sowie
dessen Bruder Ollanta Humala forderte Verurteilung und Tod
des Staatspräsidenten. Die Etnocaceristas beziehen sich mit
ihrem Namen auf den ehemaligen Präsidenten Andres Caceres,
der trotz Niederlage im Salpeterkrieg gegen Chile den chilenischen
Soldaten heftigen Widerstand leistete. Die Regierung entsandte
Militäreinheiten in das betroffene Gebiet. Am 4. Januar legten
die Aufständischen die Waffen nieder und ergaben sich dem
Militär.
|
Gesundheit
|
Im Notfall hilft in Peru Indececopi (eine Institution von
prom peru, 24-Stunden-Service): Tel.: 01 2247888 und 2248600.
Gesundheitsprophylaxe
Peru
|
|