UNESCO Welterbe: In Pécs dem Christentum auf der Spur
Frankfurt/Main (ots) - Mit Pécs ist 2010 zum ersten Mal eine ungarische Stadt Kulturhauptstadt Europas – doch sollte die Stadt im Südwesten der Magyaren-Republik nicht nur deswegen besucht werden, gehört sie doch zu den acht UNESCO-Welterben Ungarns.
Fünfkirchen, wie Pécs auf Deutsch genannt wird, imponiert mit frühchristlichen Grabkammern. Schon im 4. Jahrhundert, als Pécs noch Sopianae hieß und Provinzsitz des Römischen Reiches war, wurden auf dem Friedhof der Stadt, am heutigen Domplatz, eine Reihe reich verzierter Grabkammern errichtet. Diese wurden anno 2000 vom UNESCO-Komitee unter Schutz gestellt. Teils schon im 18. Jahrhundert bekannt, wurden viele der über 100 Grabstätten erst im 20. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt. Sie sind nun mit dem neuen Besucherzentrum Cella Septichora Bestandteil des Kulturhauptstadtkonzepts. Glasdächer und Besucherstege erlauben neue Ein- und Draufsichten in und auf die Ausgrabungen.
Das Zentrum mit dem namensgebenden spätrömischen Gebäude, fünf Grabkammern und der achteckigen Grabkapelle kann täglich außer montags besucht werden. Der Einlass erfolgt bis Ende März alle 30-60 Minuten (Öffnungszeiten 10.00-16.00 Uhr), im Sommer alle 20-30 Minuten (10.00-18.00 Uhr). Der Eintrittspreis liegt bei 1.600, ermäßigt 800 Forint (etwa sechs bzw. drei Euro), dazu gibt es Familientickets und Gruppenrabatte. Die Ausstellungsführung dauert etwa eine Stunde. Pluspunkt: Die mit Brücken und "glasigen" Einsichten gestaltete Anlage ist barrierefrei.

Mehr zum Besucherzentrum Cella Septichora auch in deutscher Sprache unter www.pecsorokseg.hu. Weiteres zur Pécs unter www.pecs.hu, zum Kulturhauptstadtprogramm unter www.pecs2010.hu.
Fünfkirchen/Pécs. Geschichte einer europäischen Kulturhauptstadt








