Stadtführungen im Allgäu bieten Krimi-Flair, Kunst und Geschichte zum Anfassen
 Kempten/Kaufbeuren/Memmingen (jm) - Auf den Spuren von Kommissar Kluftinger und der Desperate Housewives des Mittelalters in Kempten, Kaufbeuren und Memmingen
Krimi-Führung auf den Spuren von Kommissar Kluftinger, echtes Bunker-Feeling und ein Hauch der Desperate Housewives: Die drei kreisfreien Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen warten in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe an neuen Stadtführungen auf.
 Besonders spannend wird es in Kempten für Krimi-Freunde. Denn Sie können sich an die Fersen des beliebten Allgäuer Krimihelden „Kommissar Kluftinger“ heften. Bei der zweistündigen Führung geht es an die Kemptener Original-Schauplätze aus den Allgäu-Krimis von Michael Kobr und Volker Klüpfel, Textpassagen inklusive. Bei Voranmeldung können die Gäste im Anschluss für nur fünf Euro ein „Kluftinger Special“ genießen: ein echtes „Kässpatzenessen“ mit Salat und Getränk.
Nicht nur Krimi-, sondern auch Sportfreunde kommen in Kempten auf ihre Kosten. Wer Sportsgeist mit Wissensdurst kombinieren will, für denn eignet sich die neue Rad-Führung „Kempten erFahren“. Die zwölf Kilometer lange Tour mit leichtem Auf und Ab ist für Gruppen (bis maximal 15 Personen) buchbar.
Ob klassische Stadtführung durch die ehemalige Stifts- und Reichsstadt, Exkursionen mit Witz für Kids, Abend-, Brunnen- oder Schmankerl-Führung: Die Stadt Kempten hat für den Sommer 2009 wieder ein attraktives Angebot zusammengestellt. Geschichte und Kunst werden in die 15 unterschiedlichen Führungen genauso miteinbezogen wie Sehenswürdigkeiten. Nachzulesen ist das abwechslungsreiche Programm zu den Stadt-, Themen- und Museumsführungen im neuen Flyer „Kempten für Entdecker“.
 In Memmingen übernehmen die „Desperate Housewives“ des 17. Jahrhunderts das Zepter. Hauptdarsteller der neuen Kostümführung sind eine reiche Patrizierin und eine einfache Bürgersfrau. Die beiden verzweifelten Hausfrauen unterhalten sich unter anderem über die gesellschaftlichen Grenzen und Unterschiede im der freien Reichsstadt. Verdeutlicht wird dabei die klare Grenze zwischen armen und reichen Wohngebieten der Stadt. Jeweils am ersten August- und September-Freitag (19 Uhr) kommen Einzelpersonen in den Genuss der Exkursion. Gruppen bis 35 Personen können an frei wählbaren Terminen buchen.
 Konfrontation mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte zeigt der neue Rundgang „Lebensschicksale jüdischer Mädchen und Frauen während der Nazi-Zeit“. Anhand von Lebensgeschichten wird gezeigt, wie die weibliche jüdische Bevölkerung zunächst gemieden, gehänselt und später verfolgt und deportiert wurde. Der Leidensweg jüdischer Memmingerinnen führt vorbei an Wohnhäusern und Geschäften. Die einheimische Aufarbeitung mit der Geschichte findet am 24. Oktober um 15 Uhr statt. Gruppen können die Führung zu jedem Termin buchen. Neben den neuen Führungen ist auch Bewährtes mit im bunt gemischten Programm der Stadt Memmingen. Aufgrund der großen Nachfrage kommt „Weißes Gold und gelber Sand“ zurück. Hierbei erfahren die Besucher viel über den Memminger Salzhandel. „Raritäten der Südstadt“, „Altstadt-Zoo“, „Memminger Wahrzeichen“ und „Zünfte und Zunftwesen“ runden das Führungsangebot ab.
Brandneue Führungen hat auch die Stadt Kaufbeuren im Angebot: Hier geht es beispielsweise mit dem eigenen Drahtesel durch den Stadtteil Neugablonz. Bei der Gruppenführung erkunden die maximal 15 Radler auf Seitenstraßen, Feld- oder Waldwegen ohne Steigungen das Neugablonz von heute. Aber auch das Isergebirgs-Museum, die Erlebnisausstellung und das „Trümmergelände“ zählen zu den weiteren Schwerpunkten. Die geführte Tour findet bei jedem Wetter statt.
Eine besonders spannende Angelegenheit ist die neue Kaufbeurer „Bunker-Führung“. An jedem dritten Samstag im Monat bis Oktober treffen sich Entdecker um 14 Uhr am Gablonzer Haus, um von dort aus auf Tour zu gehen. Neben den Resten einer alten Munitionsfabrik erkunden die Teilnehmer zehn ehemalige Bunker von außen. Von den einst 190 Gebäuden der Fabrik sind nur noch wenige erhalten.
Eine Reise durch die Zeit bieten die diversen Themenführungen, die an die Berühmtheiten der Stadt wie die Heilige Crescentia von Kaufbeuren, Ludwig Ganghofer oder Sophie La Roche erinnern. Führungen mit dem Nachtwächter durch das nächtliche Kaufbeuren sind ebenfalls „in“. Ein Klassiker, der sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, ist die Stadtführung durch die idyllischen Gassen der ehemals freien Reichsstadt. Angeboten wird die Tour, die Historie und Moderne verknüpft, bis Oktober jeden Mittwoch und Samstag.
Alle drei kreisfreien Allgäuer Städte bieten umfassende Informationen zu ihrem erweiterten Führungsprogramm. Entsprechende Broschüren können bei der Tourist Information Kempten (Telefon 0831/2525-237), der Tourist Information Kaufbeuren (Telefon 08341/40405), der Stadtinformation Memmingen (Telefon 0831/850-173) oder übers Internet unter www.kempten.de, www.kaufbeuren-tourismus.de und www.memmingen.de angefordert werden.
Buxheim - Veröffentlicht von pressrelations
Bildbeschreibungen, von oben: Die Desperate Housewives in Memmingen geben Einblicke in die Geschichte der Stadt. Foto: Stadtinformation Memmingen Mit dem Rad geht es durch Kaufbeuren und den Stadtteil Neugablonz. Foto: Kaufbeuren Tourismus und Stadtmarketing Lädt zum Verweilen am Abend ein: Der Rathausplatz in Kempten. Foto: Kempten Regio Tourismus Auch am Hofgarten und der Residenz kommen die Besucher von Kempten vorbei. Foto: Tourist Information Kempten Immer ein Highlight. Die Kemptener St. Mang-Kirche im Rahmen einer Stadtführung für Gruppen. Foto: Kempten Regio Tourismus
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