Der Boden in und um das niederrheinische Xanten ist für seine antiken Fundstücke bekannt, die hier bereits seit Jahrhunderten gefunden werden. Leider gingen nicht alle Objekte in den Besitz der öffentlichen Hand über. Vieles blieb in Privatbesitz oder wurde an auswärtige Museen verkauft. Das RömerMuseum in Xanten hat nun viele der antiken Fundstücke zusammengetragen und stellt diese bis zum 9. Januar 2011 in der Sonderausstellung Schatzhäuser aus. Zu sehen sind Alltagsgegenstände der Römer, aber auch Bronzen, Schmuck und seltene Einzelstücke.
Ausgestellt werden Kostbarkeiten wie beispielsweise Beschläge mit dem Unheil abwehrenden Antlitz der Medusa sowie kostbare Gemmen und goldener Schmuck. Es gibt aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände aus römischer Zeit, Öllampen und auch ein Nachttopf gehören dazu.
Um die Sonderausstellung zu ermöglichen haben circa 40 private Leihgeber über 600 Exponate aus ihren heimischen Wohnzimmern zur Verfügung gestellt. Am Niederrhein haben sich bereits früh die ersten Siedler niedergelassen, so umfassen die Ausstellungsstücke einen Zeitraum von mehr als zweieinhalb Jahrtausenden, vom bronzezeitlichen Schwert bis zu Gefäßen des 16. Jahrhunderts. Zudem steuern mehrere in- und ausländische Museen einige ihrer bedeutendsten Funde aus Xanten bei.
Römermuseum im Archäologischen Park Xanten, Hartmann Linge
Wer mag, kann in der Ausstellung auch seine eigenen Spuren hinterlassen: Eine unbestückte Vitrine wartet auf Besucherinnen und Besucher, die neue Schätze mitbringen und ausstellen möchten. Ein umfangreiches Begleitprogramm lädt dazu ein, eigene Stücke begutachten zu lassen oder auf Spurensuche im Museum zu gehen. Besonders für die kleinen Gäste werden viele Aktionen zum Mitmachen und Entdeckungen angeboten. Eine Übersicht über das Programm und weitere Infos finden sich im Netz.