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Wien: Morbide Reise in die Vergangenheit und Gegenwart

Stephansdom
Wien und verbindet mit dem Tod seit jeher ein unzertrennliches Band. Ihr Verhältnis schwankt laut eines Wiener Touristikers zwischen sentimentaler Koketterie und inniger Intimität. Das Online-Reisebüro  ab-in-den-urlaub.de!   stellt eine schaurige Tour durch das morbide Wien vor – vielleicht ein Anreiz für einen Urlaub der etwas anderen Art.

Stephansdom
Der Weg beginnt in den Katakomben des Stephansdoms. Hier gibt es unzählige Gebeine, zur Schau gestellte Skelette in geborstenen Särgen und etliche Kupferurnen mit den Innereien der Habsburger. Damals konnte niemand der rituellen Ausweidung entkommen, nicht einmal Sissi. Die Eingeweide gingen in den Dom, das Herz in das „Herzgrüfterl“ und der Rest in die Kapuzinergruft der Augustinerkirche.

Der Tod scheint scheint in Wien teilweise zum Kult geworden zu sein. Im Museum der Städtischen Bestattung gibt es das jährliche Probeliegen in Särgen, für alle die den Tod nicht erwarten können. In der Boutique sind T-Shirts mit Aufschriften wie: „Raucherkinder erben früher“ erhältlich.

Wer in seinem Urlaub noch nicht genug vom Tod bekommen konnte, besucht Europas größten Friedhof, den Zentralfriedhof, auf dem drei Millionen Leichen begraben sind. Darunter Brahms, Strauss, Falco und Co.. Deren Gräber werden täglich von unzähligen Touristen besucht. Anders ist das auf dem Friedhof der Namenlosen. Er besteht aus einem Wald eiserner Kreuze, mit der Aufschrift „namenlos“. Unfallopfer, Selbstmörder und Erschlagene finden hier ihre letzte Ruhe.

Foto-Credit: Stephansdom, Quelle: Flickr, Charlotte Nordahl

 

 

 








 
 
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