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Blinder Bergsteiger erreicht mit DIAMIR den Gipfel des 5642 Meter hohen Elbrus

Mount_Elbrus_as_seen_from_Cheget_Mountain
(lifepr) Dresden, 03.09.2009 - Dass Jörg von de Fenn Ende Juni mit allen anderen Teilnehmern einer DIAMIR-Expedition auf dem Westgipfel des 5642 Meter hohen Elbrus stand, wäre an sich nichts Besonderes: Jedes Jahr sind weit über 50 Bergsteiger mit dem Dresdner Reiseveranstalter an dem begehrten Ziel im Kaukasus erfolgreich. Doch Jörg von de Fenn hat mit einem besonderen Handicap zu kämpfen: Er ist blind.

Mount_Elbrus_as_seen_from_Cheget_Mountain
Umso höher ist seine Leistung und die seiner einheimischen Bergführerin Oksana einzuschätzen - schließlich galten für ihre Seilschaft ganz besondere Voraussetzungen. Jörg von de Fenn berichtet: "Orientiert habe ich mich stets an Oksana, mit der ich über ein kurzes Seil verbunden war. Bei schmaleren Wegen bin ich direkt hinter ihr gelaufen und habe mich an ihrem Rucksack festgehalten." Starker Wind und Temperaturen von minus 20 Grad erschwerten den Aufstieg, und manchmal ließ sich trotz aller Vorsicht ein Sturz nicht vermeiden.

Überdies kannte der Memminger, der auch schon den Kilimanjaro (5895 m) erklommen hat, seine Begleiterin vor der Reise nicht. "Das war natürlich ein Wagnis, weil man vorher nicht weiß, was einen erwartet." Aber die beiden wurden rasch ein gutes Team. "Oksana hat sich viel Mühe gegeben und hatte ein gutes Gespür dafür, wie wir zusammen klarkommen können. Wir haben uns viel unterhalten. Bei jeder Tour wurde das Zusammenspiel besser, bis zum Gipfeltag, den wir dann hervorragend zusammen gemeistert haben", sagt von de Fenn.

Bestärkt durch den Erfolg im DIAMIR-Team geht er nun seine nächsten Gipfelziele an, für die er noch Mitstreiter sucht (Kontaktaufnahme über www.von-de-fenn.eu): Im September möchte er den Großvenediger besteigen, und Ende des Jahres plant von de Fenn eine Tour zum Aconcagua. Gipfelstürmer finden den mit 6.959 Metern höchsten Berg Amerikas übrigens ebenso im DIAMIR-Expeditionsprogramm wie andere faszinierende Gipfel mit klangvollen Namen: Muztagh Ata (7546 m), Ararat (5156 m), Chimborazo (6310 m), Stok Kangri (6121 m) ...

 

Foto-Credit: Mount Elbrus as seen from Cheget Mountain, Quelle: Flickr, Jason Blue-Smith

 

 








 
 
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