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Mexiko [Teil 1]

Auskunft

Mexikanisches Fremdenverkehrsbüro
Taunusanlage 21
D-60325 Frankfurt/M.
Tel.: 069 253509; zuständig auch für die Schweiz, Österreich und die Niederlande.
24-Stunden-Reiseservice mit wichtigen Reiseinformationen
Tel.: 069 253413
E-Mail: mexiconline@compuserve.com.

In Mexiko-Stadt: Tourist-Information für Mexiko-Stadt,
Tel.: 5 5259380, für ganz Mexiko, Tel.: 5 2500151; kostenlose Hotline: 01 800 903928 (spanisch und englisch).

Besonderheiten

Feiertage

1. Januar: Neujahr; 5. Februar: Tag der Verfassung; 21. März: Geburtstag von Benito Juárez; 1. Mai: Tag der Arbeit; 5. Mai: Schlacht von Puebla; 1. September: Bericht zur Lage der Nation; 15./16. September: Unabhängigkeitstag; 12. Oktober: Entdeckung Amerikas; 2. November: Allerseelen (nicht offiziell); 20. November: Tag der Mexikanischen Revolution; 12. Dezember: Fest der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt (nicht offiziell); 25. Dezember: Weihnachten.

Umgangsformen

Mexikaner begrüßen sich in der Regel mit einem Händedruck oder einem Kopfnicken; während unter befreundeten Männern eine Umarmung üblich ist, geben Frauen sich zur Begrüßung oft gegenseitig einen Wangenkuss. Es gibt verschiedene Begrüßungsformeln wie z. B.: ¡Buenos días! ("Guten Morgen!"), ¡Buenas tardes! ("Guten Tag!" oder "Guten Abend!"), ¡Buenas noches! ("Guten Abend!" oder "Gute Nacht!"), und ¿Cómo estás? ("Wie geht es dir?"). Ein formloser Gruß ist ¡Hola! ("Hallo!"). Männer spricht man mit Señor ("Herr"), Frauen mit Señorita ("Frau") an. Ist hingegen eine Frau verheiratet, dann lautet die Anrede Señora ("Frau"). Unangemeldete Besuche sind in Mexiko keine Seltenheit. Besucht man jemanden das erste Mal, wird man gewöhnlich vom Gastgeber zunächst durchs Haus geführt. Bei Einladungen jeglicher Art nimmt man es mit der Pünktlichkeit nicht so genau. Ist man schließlich angekommen, unterhält man sich vor einem Essen eine Weile, ehe zu Tisch gebeten wird, und auch nach dem Essen ist ein längeres Gespräch üblich. Verlässt jemand die Gesellschaft ohne Grund vorzeitig, so wird dies gewöhnlich als schlechtes Benehmen betrachtet. An Wochenenden kann ein Besuch häufig bis spät in die Nacht hinein dauern. Geschenke bzw. Mitbringsel spielen vor allem bei bestimmten Gelegenheiten wie Geburtstagen oder Muttertag eine wichtige Rolle. Auf dem Land ist es sogar üblich, zu solchen Anlässen ein Ständchen zu geben.

Jeder Ausländer, der das mexikanische Volk näher kennen lernt, wird es lieben: Seine Gastfreundschaft ist nahezu sprichwörtlich, und man merkt schnell, dass in Deutschland so höfliche Umgangsformen, wie sie in Mexiko gepflegt werden, kaum noch üblich sind. Es mag antiquiert erscheinen, aber hier führt der Herr die Dame noch sicher über die Straße, steht unverzüglich auf, wenn eine Frau an den Tisch tritt und lässt es sich auch nicht nehmen, im Café oder Restaurant die Rechnung zu zahlen. Der umgekehrte Fall wäre eine nicht wieder gut zu machende Beleidigung - man könnte ja auf den Gedanken kommen, dass dem Herrn der Schöpfung nicht der nötige Ernst entgegengebracht wird. Eine schlimmere Demütigung gibt es kaum. Einen Ausländer zu bewirten, macht jeden Mexikaner stolz und eine Ablehnung wird als ehrenrührig empfunden, was allerdings nicht bedeutet, dass der Gast sich später nicht ebenfalls revanchiert, seinerseits eine Runde bestellt oder beim nächsten Mal zum Essen einlädt. Höflichkeit jedoch öffnet in Mexiko Herzen und Türen. Das gilt nicht nur in Hotels und Restaurants, sondern auch auf Märkten. Kellner, Zimmermädchen oder Bote, denen man zu arrogant entgegentritt, werden einen mit Verachtung strafen! Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, dass Trinkgeld in Mexiko mehr ist als die Anerkennung für geleistete Dienste: In vielen Fällen muss eine Großfamilie davon leben.

Handeln

Handeln und Feilschen gehören in Mexiko zum Leben dazu, doch auch hier gilt: Höflich und freundlich bleiben, ein kleiner Scherz vielleicht, ein Lächeln, eine kleine Anerkennung. Wenn der Verkäufer immer noch nicht genug mit dem Preis herunter gehen will, schüttelt man den Kopf und geht. Sollten Händler oder Händlerin Ihnen nun hinterherlaufen, dann haben Sie gewonnen. Wenn nicht, könnte Ihr Angebot eine Beleidigung gewesen sein!

Mein Haus oder dein Haus

Sprichwörtlich ist der Satz: "Tu casa es mi casa", was in der Übersetzung "Dein Haus ist mein Haus" bedeutet. Gemeint ist allerdings "Mein Haus ist dein Haus" oder "Fühl dich bei uns wie zuhause, du bist jederzeit willkommen". Diese Aussage ist mitnichten eine leere Floskel. Wenn Mexikaner also sagen "Wir sehen uns bei Ihnen zuhause!", dann ist ihr zuhause gemeint.

Nicht schimpfen

Die Mexikaner sind wie jeder Andere allergisch gegen jede Art verbaler Entgleisung. Schlimm sind vor allem die Schimpfwörter "chinga tu madre" oder "hijo de la chingadass" bzw. "hijo de puta", denn niemand wird in Mexiko so sehr verehrt wie die Mutter - also beißt man sich besser auf die Zunge, denn Angeberei kann böse Folgen haben!

Religiöses und Kinder

Mexikaner sind ein tief religiöses Volk und besucht man ihre Kirchen und Kathedralen, sieht man ein Stück Kolonialisierung und Christianisierung. Ein Besuch ist nicht nur für Kunsthistoriker und -liebhaber ein absolutes Muss. Frauen durften früher nur mit Kopfbedeckung bzw. Schal oder Stola eine Kirche betreten, die Zeiten sind lange vorbei und man ist toleranter geworden, dennoch sollte heute auf allzu leichte Bekleidung verzichtet werden. Kein Verständnis hat man darüber hinaus für Kirchenbesucher, die während einer Messe, oder wenn jemand im Gebet vertieft dasitzt, ungeniert fotografieren. Auf der anderen Seite würde jedoch niemand etwas sagen, wenn ein Kind in der Kirche laut lacht, weint oder umherrennt. Kinder genießen in Mexiko absolute Narrenfreiheit - überall. Keinem Besucher des Landes sollte es deshalb einfallen, sich - wo auch immer - über lärmende und tobende Kinder aufzuregen oder sich gar zu beschweren. Reisen Sie selbst mit Kindern, dann müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Kleinen sogar am Kopf angefasst werden, ganz besonders, wenn sie blaue Augen oder blondes Haar haben. Die Mexikaner lieben das, und werten Sie es keinesfalls als Aufdringlichkeit, sondern als Zeichen größter Bewunderung, wenn die Kleinen zur Erinnerung fotografiert werden.

Weltkulturerbe

Mexiko-Stadt (historisches Zentrum) und Xochimilco; Ruinen und Nationalpark von Palenque; Ruinen von Teotihuacan; Altstadt von Oaxaca und Ruinen von Monte Alban; Historisches Zentrum von Puebla; Biosphärenreservat Sian Ka'an; Historisches Zentrum und Bergwerksanlagen von Guanajuato; Ruinen von Chichen-Itza; Altstadt von Morelia; Präkolumbianische Stadt El Tajin; Lagune von El Vizcaino (Schutzgebiet für Wale); Felszeichnungen in der Sierra de San Francisco; Klöster des 16. Jh. an den Hängen des Popocatepetl; Uxmal, Zeremonialzentrum und Stadt der Maya-Kultur; Denkmalensemble von Queretaro; Cabanas-Hospiz in Guadalajara; Denkmalbereich von Tlacotalpan; Ärchäologische Stätten von Paquime in Casas Grande; Archäologische Stätte Xochicalco; Historische Stadt und Festung von Campeche.

Märkte

Gibt es eine bessere Möglichkeit, ein Land über die Sinne wahrzunehmen, als beim Besuch seiner Märkte? Diese Symphonie von Düften, Farben und Geräuschen. Handeln, Feilschen, Schreien. Obst und Gemüse, Blumen - in Hülle und Fülle, Jacken, Hosen, Mäntel, Kochtöpfe, Kunstgewerbe, Spielzeug, Hunde - jung und bellend, lebende Leguane fürs Mittagessen: Es gibt wenig, was man auf einem mexikanischen Markt nicht bekäme! Und wie so manch anderes Volk greifen auch die Mexikaner zum Übersinnlichen. Hat man Probleme mit Haarausfall, Schweißfüßen, dem Nachbarn oder untreuen Ehemännern, besucht man die adäquaten Stände, erfährt von helfenden Mittelchen und zieht schließlich mit einem dubiosen Stück getrockneter Kröte, einer bei Vollmond ausgegrabenen Wurzel oder einem Kraut in den Kampf. Strenger Katholizismus und Hexengläubigkeit scheinen sich bei der Lösung wichtiger Probleme nicht im Wege zu stehen!

Bilder Bilder aus Mexiko.

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Diplomatische Vertretungen

Deutschland:
Mexikanische Botschaft: Kurfürstendamm 72
10710 Berlin
Tel.: 030 3249047 oder 030 3249048
Fax: 030 32771121

Österreich:
Türkenstraße 15
1090 Wien
Tel.: 0222 3107383
Fax: 3107387

Schweiz:
Bernastraße 57
3005 Bern
Tel.: 031 3511875
Fax: 3513492.

In Mexiko für:

Deutschland:
Embajadassde Alemania, Lord Byron 737, Del. Miguel Hidalgo, Col. Polanco, 11560 México D. F., Tel.: 52832200, Fax: 52812588

Schweiz:
Embajadassde Suiza, Torre Optima, 11 piso, Paseo de las Palmas 405, Col. Lomas de Chapultepec, 11050 México D.F., Tel.: 55203003, Fax: 55208685

Österreich:
Embajadassde Austria, Sierra Tarahumara 420, Col. Lomas de Chapultepec, Del. Hidalgo, 11000 México D.F., Tel.: 52519792, Fax: 52450198

Einreise und Ausreise

Touristen benötigen für die Einreise nach Mexiko eine Touristenkarte, die bei den diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretungen Mexikos oder von den Fluggesellschaften - auch während des Fluges - und an den Grenzübergangsstellen zu erhalten ist und bei Grenzübertritt abgestempelt wird. Eine Kopie muss bei der Ausreise wieder vorgelegt werden und der Reisepass bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis sollte unabhängig vom Alter des Kindes mit einem Lichtbild versehen sein.

Bei der Einreise auf dem Landweg über die USA erfolgt nicht immer eine Grenzkontrolle, sodass man keine abgestempelte Touristenkarte erhält; diese kann allerdings gegen Vorlage des Bustickets in Mexiko-Stadt beim Instituto Nacional de Migración, Ave. Ejército Nacional Nr. 862, México, D.F. eingeholt werden.

Die Touristenkarte wird in der Regel nur für dreißig Tage ausgestellt, kann jedoch grundsätzlich für drei Monate ausgestellt werden, sodass, um späteren Ärger aus dem Weg zu gehen, bei der Einreise auf die Gültigkeitsdauer - die im Übrigen von den zuständigen Behörden in Mexiko auf bis zu 6 Monate verlängert werden kann - geachtet werden sollte! Fast alle Besucher landen auf dem Benito-Juárez-Flughafen in Mexiko-Stadt. Am Schalter der Immigrationsbehörde ist zunächst besagte ausgefüllte Touristenkarte vorzulegen. In der Ankunftshalle wird man dann von einer Reihe illegaler Taxifahrer belagert, die man aus Sicherheitsgründen ignorieren sollte. In der Nähe des Ausgangs kommt man an einen Schalter, an dem man sein Ticket - feste Preise für unterschiedliche Stadtzonen - erhält und ein gelbes Flughafentaxi besteigt. Bis zu den Hotels in der Stadt zahlt man zwischen 8 und 12 US-$. Wesentlich günstiger ist die Fahrt mit der U-Bahn, deren Eingang 300 m vom Ausgang A entfernt liegt. Eine Fahrt kostet 1,50 Peso, jedoch darf sie nicht mit sperrigen Gepäckstücken (z. B. Koffern) betreten werden. Seit 1999 wird eine Touristensteuer von 150 Pesos (ca. 13 Euro) erhoben, die bei Flugreisen bereits im Ticketpreis enthalten ist.

Familienstruktur Die Hochzeitsbräuche in Mexiko orientieren sich an der Tradition der römisch-katholischen Kirche. Sogar eheähnliche Gemeinschaften, und das scheint ein wenig überraschend, sind durchaus üblich und werden von staatlicher Seite anerkannt. Wie die Statistik ausweist, tendieren die Städter zwar zu weniger Kindern, aber dennoch sind mexikanische Familien im Allgemeinen sehr kinderreich, d.h. sie haben in der Regel mehr als drei Sprösslinge. Im Gegensatz zu Staaten in Europa ist die Scheidungsrate niedrig, was daran liegen könnte, dass die katholische Kirche Scheidungen weder erlaubt noch anerkennt. Im Familienverbund gilt der Vater als Familienoberhaupt, während die Mutter sich um den Haushalt kümmert und ihn verwaltet. In den ländlichen Gebieten Mexikos ist die Großfamilie nach wie vor verbreitet.
Flora & Fauna

Die typische Vegetationsform der nördlichen Wüsten Mexikos besteht aus Wüstengräser, Sträuchern und Suckelten. dassder Urwald im Süden durch die frühen Siedler weitgehend zerstört wurde, finden sich nur noch an den höheren Hanglagen der westlichen Berge kleinere Nadelholzbestände, während das zentrale Hochland überwiegend aus Grasland besteht. Infolge der höheren Niederschlagsmengen im Osten des Landes gedeiht dort tropischer, in höheren Lagen gemäßigter Regenwald.

Während in den südlichen Regenwäldern noch Affen, Papageien, Jaguare, Tappige und Ameisenbären relativ ungestört leben können, haben im Norden und in den besiedelten zentralen Hochlandgebieten die von Menschen eingeführten Haustiere die endemischen Arten völlig verdrängt. Im Gegensatz dazu konnten sich in den Wüsten und Steppen einheimische Arten wie Gürteltiere, Hirsche, Pumas und Kojoten weiter behaupten. In den Küstengewässern tummeln sich zahlreiche Fischarten.

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Fotografieren

Filme sollte man in ausreichender Anzahl im Reisegepäck haben, dasssie in Mexiko teurer sind. In Museen und archäologischen Stätten kann nur gegen Gebühr fotografiert werden, wobei für Stativ- und Videobenutzung sowie Blitzlichtfotografie ein zusätzlicher Obolus anfällt. Respektieren sollte man zwingend die indianische Minderheit, die sich nur ungern fotografieren lässt, sodass vorher zwingend ihr Einverständnis eingeholt werden muss. Sie leben in dem Glauben, dass der Fremde ihnen beim Fotografieren in die Seele schaut. In einigen Regionen (z. B. in Chiapas) ist beim Fotografieren sogar Vorsicht geboten.

Mexiko beeindruckt durch seine vielfältigen Kontraste - auf der einen Seite diese landschaftliche Schönheit und die eindrucksvolle Natur, die herrlichen Bauten sowie die geheimnisvollen Indio-Völker und dann auf der anderen Seite dieses unsagbare Elend in den Städten. Der Respekt vor dem Glauben des Gastgebers sollte beim Fotografieren immer beachtet werden. Die archäologischen Stätten sind angesichts der hellen Sonneneinstrahlung am besten entweder morgens oder abends zu fotografieren.

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld

Die Abkürzung für den Peso ($) ist bedauerlicherweise mit der des US-$ identisch; aus diesem Grunde sollte man bei Preisschildern frühzeitig in Erfahrung bringen, welche Währung nun gemeint ist. Reiseschecks in US-$ sind zu empfehlen, obwohl auch die in Euro und sfr ausgestellten bekannt sind. Man sollte sie jedoch tunlichst in den zahlreichen Wechselstuben einlösen, dassdie Handhabung in den Banken oft mehr als zeitraubend ist. Kleinere US-$-Scheine können häufig von Nutzen sein. Größere Hotels und Autovermietungen wie auch die teureren Geschäfte und Restaurants in den Städten akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Die Zahl der Geldautomaten, an denen man mit der Kreditkarte Bargeld erhält, ist stetig angestiegen.

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Geografie Mexiko schiebt sich als breite, bergige Landzunge zwischen den Pazifischen Ozean im Westen und den Golf von Mexiko sowie dem Karibischen Meer im Osten. Die landschaftlich abwechslungsreiche südliche Hälfte des Landes reicht bereits bis in die Tropen hinein, während ein von hohen Randgebirgen umfasstes weites Hochplateau den größten Teil des Landes einnimmt. Im Gegensatz zur Halbinsel Baja California im Nordwesten, einem langen schmalen Ausläufer der Küstenkordillere Kaliforniens, ist die Halbinsel Yucatán im Südosten eine flache Kalkplatte. Mexikos Nachbarländer sind im Norden die USA sowie Guatemala und Belize im Süden.
Geschichte

In den frühen Zivilisationen kannten die Menschen bereits 600 v. Chr. den Ackerbau und im Laufe jener Zeit entstanden zahlreiche Hochkulturen: Das Reich von Teotihuacan, dessen Blütezeit zwischen 200 - 600 n. Chr. war, gilt als Beginn städtischer Architektur und errichtete zahlreiche Monumentalbauten; um das Zentrum Monte Alban entwickelte sich das Zapoteken-Reich, im Norden der Halbinsel Yucatán die Kultur der Maya, die aus ungeklärten Gründen ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet verließen. 1325 gründeten die aus dem Norden eingewanderten Azteken die Stadt Tenochtitlán, die zur Hauptstadt eines mächtigen Reiches aufstieg, das sich fast auf das gesamte Mexiko ausdehnte und von einer Proiesetrkaste geführt wurde. Nach der Eroberung Tenochtitláns durch den von Veracruz kommenden Hernán Cortés im Jahre 1521 bauten die Spanier auf den Trümmern der alten Aztekenstadt Mexiko-Stadt, die Zentrum des Vizekönigreiches Neu-Spanien wurde.

Missionare und Soldaten rotteten die Reste indianischer Kultur größtenteils aus, indem sie erbarmungslos mit der Christianisierung begannen. Mit der Zeit wuchsen jedoch die Spannungen zwischen Spanien und den in Mexiko geborenen Nachkommen der Eroberer-Generation (Kreolen). Der Einfluss revolutionärer Ideen aus Europa und die Ausbeutung der Kolonie durch die Krone lösten den Freiheitskampf und später, 1810, den Unabhängigkeitskrieg aus, der von den Priestern Miguel Hidalgo und Jose Maria Moreles angeführt wurde und Sklaverei sowie Tributpflicht aufheben sollte. Mit der Krönung von Augustin de Iturbide zum Kaiser 1822 sagte sich Mexiko endgültig von Spanien los. Zwei Jahre später markierte der Sturz Iturbides den Beginn jahrzehntelanger blutiger Wirren; bis 1854 hatte das mittlerweile zur Republik gewordene Mexiko nicht weniger als 34 Regierungen. Durch den Krieg mit den USA, zu dem es kam, als Texas Bundesstaat der USA wurde, verlor Mexiko fast die Hälfte seines Territoriums. 1857 setzte der Justizminister und spätere Präsident Benito Juarez eine Verfassungsreform mit strikter Trennung von Staat und Kirche durch und stößt bei den konservativen Kräften auf erbitterten Widerstand, was zum Bürgerkrieg führte.

Als Mexiko in der Folge 1861 einen Aufschub für die Rückzahlung seiner Auslandsschulden ankündigte, um das Land vor dem Ruin zu bewahren, besetzten Truppen Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens das Land. Der österreichische Erzherzog Maximilian wurde daraufhin von den Franzosen 1864 zum Kaiser von Mexiko ausgerufen, aber schon drei Jahre später nach zähem Guerillakrieg gestürzt und erschossen. Das Kaiserreich brach zusammen. Mit diktatorischen Maßnahmen erreichte Präsident Porfirio Diaz 1876 bis 1910 einen Wirtschaftsaufschwung, doch am Ende seiner 35-jährigen Herrschaft besaßen 3000 Großgrundbesitzer noch immer fast die Hälfte aller Ländereien und sie waren es auch, die neben Industriellen und amerikanischem Großkapital am meisten profitierten. Nach seiner Wiederwahl stürzte die mexikanische Revolution, angeführt von den legendären Bauernführern Emiliano Zapata und Pancho Villa, das Land 1910 für Jahre ins Chaos. Die "Partei der institutionellen Revolution" (PRI), deren Vorläufer 1928 an die Macht gelangten, wurden zum Erben der revolutionären Ideen. Sie postulierte die Landreform sowie die Verstaatlichung der Bodenschätze. In den darauffolgenden siebzig Jahren gewann sie (nicht zuletzt dank Manipulationen) alle Parlamentswahlen und stellte sämtliche Präsidenten. Das Erdöl, das 1938 unter Präsident Lazaro Cárdenas verstaatlicht und den ausländischen Ölgesellschaften enteignet wurde, sollte in der Folgezeit der entscheidende Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung werden.

Doch Machtverfilzung, Korruption und wachsende Auslandsverschuldung verursachten schwere Rückschläge vor allem in den Rezessionsjahren 1982 und 1994, die drastische Abwertungen der Währung und Sparprogramme notwendig machten. Dazwischen verursachte 1985 ein schweres Erdbeben große Schäden, insbesondere in Mexiko-Stadt. Die seit 1994 mit den USA und Kanadabestehende Freihandelszone konnte die in sie gesetzten Hoffnungen nur eingeschränkt erfüllen. Zu erheblichen Machtverschiebungen führten die Parlamentswahlen vom Juli 1997, bei der die PRI zum ersten Mal ihre absolute Mehrheit verlor, mit 239 Sitzen jedoch weiterhin stärkste Partei vor der linksgerichteten "Partido de la Revolucion Democratica" (PRD) und der rechtsliberalen "Partido Accion Nacional" (PAN) blieb, wobei der PRD-Führer Cuauhtémoc Cárdenas Bürgermeister von Mexiko-Stadt wurde.

Mehr als zwei Drittel aller in die USA geschmuggelten Drogen werden über Mexiko eingeführt, wobei in den notwendigen Bestechungsaffären hochrangige Beamte und Militärs verwickelt sind. So wurde zwei Monate nach seiner Berufung als erster Militär an der Spitze der Drogenbekämpfungsbehörde General Jesus Guiterrez Rebollo 1997 gemeinsam mit dem Drogen-Boss Amado Carillo Fuentes verhaftet, und es sollte sich herausstellen, dass er und diverse Familienangehörige im Laufe von sieben Jahren von der Mafia rund 500 Millionen US-$ erhalten hatten, woraufhin die Anti-Drogen-Behörde grundlegend umstrukturiert wurde. 1994 wurden PRI-Präsidentschaftskandidat Luis Donaldo Colosio und PRI-Generalsekretär Ruiz Massieu ermordet; im Zuge der Ermittlungen kam auch der Verdacht gegen Ex-Präsident Salinas de Gortarri als Drahtzieher auf. Im selben Jahr begann die "Zapanistische Nationale Befreiungsarmee", sich vordringlich im südlichsten Bundesstaat Chiapas für mehr Demokratie und Rechte der indianischen Bevölkerung einzusetzen. Ihre Aktionen beantwortete das Militär mit brutaler Härte, was ca. vierhundert Menschen das Leben kostete; später versuchte die Regierung Zedillo einen Dialog, den die Zaptisten jedoch wieder abbrachen. Nach dem Massaker an fünfundvierzig Indianern im Winter 1997 wurden Verbindungen zwischen Behörden und paramilitärischen Anti-Guerilla-Einheiten offenbar.

Gesundheit

Insbesondere für Reisende zur Regenzeit in den tropischen Regenwald ist eine Typhus- und Malariaprophylaxe empfehlenswert. Darüber hinaus können im ganzen Land Magen- und Darmerkrankungen auftreten. Daher sollten in jeden Fall folgende Lebensmittel vermieden werden: auf der Straße verkauftes Eis, Eiswürfel, roher Salat, ungeschältes Obst (Ausnahme: sehr gute Restaurants/Hotels). Das Leitungswasser eignet sich lediglich zum Zähneputzen.

Gesundheitsprophylaxe Mexiko

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 02.12.2005 8:51



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