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Diplomatische Vertretungen |
Deutsche Botschaft
Il-Pjazetta, Tower Road, Sliema, Tel.: 336531 und 336520
Österreichischer Ehrenkonsul
J. R. Darmanin, Sir Adrian Dingli Street 53, Sliema, Tel.:
343444
Schweizer Ehrenkonsul
M. Lowell, Zachary Stree t6 / 7, Valletta, Tel.: 244159
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Geschichte |
Vorgeschichte
Grundriss von Kordin III, eines der frühen maltesischen Tempel
Malta war während der Eiszeit mit dem Festland verbunden und
wurde erst 11.000 v. Chr. von Sizilien getrennt. Etwa 7.200
v. Chr. erfolgte die Erstbesiedlung des Archipels durch Angehörige
der Stentinello-Kultur (einer Gruppe der Cardial- oder Impressokultur).
Diese Kultur durchmachte in der Folgezeit mehrere Umbrüche,
die als Phasen bezeichnet werden: 5200 - 4600 Ghar Dalam (nur
Höhlenfunde) 4600 - 4100 Skorba (Hausfunde) 4100 - 3800 Zebbug
3800 - 3600 Mgarr oder Ggantija (Beginn der 1.300-jährigen
Megalithphase) 3600 - 3000 Saflieni 3000 - 2500 Tarxien 2500
- 2000 Hiatus (Fundleere wegen des Exodus der Bewohner) 2000
- 1000 Neuzeit (bronzezeitliche Neubesiedlung) Der älteste
Fundplatz ist die zu besichtigende Höhle Ghar Dalam. Sie ist
durch paläontologische Funde ausgestorbener Tierarten berühmt
geworden. Die Megalith-Tempel Maltas, eine Gruppe von sieben
besser erhaltenen (ursprünglich über 20) Anlagen auf Malta
und Gozo sind Zeugen der Kultur Maltas während der Steinzeit
(siehe: Brochtorff Circle, Ggantija, Hagar Qim, Hypogeum von
Hal Saflieni, Kordin, Mnajdra und Tarxien). Um 1100 v. Chr.,
gab es Kolonien der Phönizier, von denen sich noch Ruinen
und Inschriften erhalten haben. Zu jener Zeit hieß Malta Malet.
Im 9. Jahrhundert v. Chr. wurde Malta ein Außenposten des
punischen Karthago und wird wenig später punischer Stützpunkt
zur Abwehr der griechischen Konolisation u. a. von Sizilien.
Um 392 v. Chr. wird die Okkupation der Insel durch den griech.
Tyrannen Dionysios verhindert. Die Karthager bleiben Herren
der Inseln und Westsiziliens. Nach dem zweiten Punischen Krieg
mussten sie 218 v. Chr. den Römern weichen. 45 v. Chr. vergibt
Julius Cäsar das Land an seine Veteranen.
Geschichte
60 n. Chr. strandete bei Malta der Apostel Paulus und bekehrte
mehrere Insulaner zum Christentum. Die Vandalen entrissen
die Insel 454 den Römern, mussten sie aber 494 den Goten überlassen.
Belisar vertrieb diese 534 und besetzte Malta für das byzantinische
Reich. Im 9. Jahrhundert begannen Angriffe der Muslime auf
die Insel. 870 wird meist als das Jahr der ersten muslimischen
Eroberung genannt, doch gab es in selben Jahr auch Rückeroberungsversuche
des byzantinischen Reichs.904 bemächtigten sich die Araber
der Insel und änderten den Namen Melite in Maltacheum (woraus
später Malta wurde). Die Normannen nahmen Malta 1090 unter
dem Grafen Roger, verbanden es mit Sizilien und errichteten
auf der Insel ein Marquisat. Aqädukt auf Malta (1990) 1284
siegten hier die Aragonier unter Loria mit der sizilischen
Flotte in einer Seeschlacht über die Franzosen, die genötigt
wurden, Malta zu verlassen. Kaiser Karl V. wies 1525 dem aus
Rhodos vertriebenen Johanniterorden die gänzlich verwahrloste
und verödete Insel an, und nachdem eine päpstliche Bulle 1530
den Orden im Besitz der Insel bestätigt hatte, ließ sich dieser
am 26. Oktober 1530 hier nieder und wurde danach Malteserorden
genannt. Ein Angriff der Türken 1531 bewog den Großmeister
des Ordens, Befestigungen auf Malta anzulegen. Bei einem neuen
Angriff der Türken 1565 mussten sich dieselben mit Verlust
von 20.000 Mann zurückziehen. Um gegen weitere Angriffe gesichert
zu sein, legte der damalige Großmeister des Ordens, Jean Parisot
de la Vallette, 1566 den Grundstein der nach ihm benannten
Stadt La Valletta. Durch später hinzugekommene verschiedene
Befestigungen wurde die Insel immer mehr gesichert.
Im Juni 1798 nahm Napoleon Bonaparte auf seinem Zug nach
Ägypten infolge der Schwäche des Ordens Malta ohne Widerstand,
aber schon im September 1800 musste sich die französische
Besatzung nach einer harten Blockade an die Engländer ergeben.
Nach dem Frieden von Amiens (1802) sollte zwar Malta an den
Orden zurückfallen, aber England verweigerte die Zurückgabe,
und im Frieden von Paris (1814) wurde den Engländern der Besitz
von Malta definitiv zugestanden. Im Ersten Weltkrieg diente
Malta als Stützpunkt der Briten. Am 7. Juni 1919 kam es zu
einem Aufstand, bei dem 4 Malteser von britischen Soldaten
erschossen wurden. 1921 erhielt Malta eine Verfassung, in
der außer der Militär- und Außenpolitik alle weiteren Politikbereiche
in die Selbstverwaltung gegeben wurden. Nach innenpolitischen
Unruhen wurde die Verfassung 1930 und 1933 außer Kraft gesetzt.
Im Zweiten Weltkrieg diente Malta den Alliierten aufgrund
der strategisch wichtigen Lage im Mittelmeer als Stützpunkt.
Von Malta starteten Bomberverbände in Richtung Italien. Die
Insel wurde deshalb wiederholt von italienischen und deutschen
Luftangriffen schwer erschüttert. Auf Malta fielen, auf die
Fläche bezogen, die meisten Bomben im Zweiten Weltkrieg. Winston
Churchill nannte Malta den "unversenkbaren Flugzeugträger".
In Anerkennung für den Mut und die Tapferkeit während der
Angriffe verlieh der damalige britische König Georg VI. der
maltesischen Bevölkerung am 15. April 1942 das Georgskreuz,
welches seitdem die maltesische Flagge ziert.
1947 erhielt Malta 30 Mio Pfund Entschädigung für die Kriegsschäden,
und die Verfassung wurde wieder in Kraft gesetzt. Am 21. September
1964 wurde Malta endgültig in die Unabhängigkeit entlassen.
Seit dem 1. Mai 2004 ist Malta Mitglied der Europäischen
Union. Es ist das kleinste der EU-Länder.
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