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Tauchausrüstung
Bei der Anschaffung einer Tauchsportausrüstung sollte man
sich auf den fachlichen Rat eines guten Sportgeschäftes verlassen.
Übertriebene Sparsamkeit bei der Anschaffung hat schon manchen
Taucher in lebensbedrohliche Situationen gebracht. Auch ein
medizinischer Check vor dem Urlaub ist empfehlenswert. Diesen
Service bietet z. B. BAD (Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik
GmbH) an 170 Standorten in Deutschland für rund 50 Euro an
(Tel.: 0130/124118).
Maske
Die Maske, auch Taucherbrille genannt, muss sich perfekt der
Gesichtsform anpassen. Beim Anprobieren saugt man durch die
Nase Luft an und bewirkt so einen Unterdruck, der die Maske
auch ohne Kopfband an das Gesicht presst. Hält die Maske nicht,
probieren Sie besser ein anderes Modell aus. Für Kurz- bzw.
Weitsichtige gibt es korrigierte Gläser. Auch mit Kontaktlinsen
kann man tauchen. Ein kleiner Tipp: Damit die Maske unter
Wasser nicht beschlägt, sollte man diese auf der Innenseite
kurz vor Gebrauch mit etwas Spucke einreiben.
Schnorchel
Der Schnorchel ist auch für Gerätetaucher ein unverzichtbares
Utensil, wenn die Luft aus den Flaschen verbraucht ist und
man in einiger Entfernung zu Strand oder Tauchboot auftauchen
und zurück schwimmen muss. Empfohlen sei ein möglichst kurzes
und gerades Rohr, das mit einem Gummiband seitlich an der
Maske befestigt wird. Das Mundstück sollte aus elastischem
Material (meist Silikon) gefertigt sein.
Flossen
Flossen dienen der Vorwärts- und Aufwärtsbewegung sowie einem
schnelleren Vorankommen unter Wasser. Grundsätzlich gibt es
zwei Arten, und zwar solche mit integriertem Fußteil und solche
mit einfachem Fersenband. Welche Art man bevorzugt, sollte
man nach dem Anprobieren entscheiden. Übrigens - je länger
die Flosse und je härter das Flossenblatt ist, umso besser.
Tauchanzug
Tauchanzüge sind meist aus dem wasserdichten, Temperatur konservierenden
Kunststoff Neopren gefertigt. Außerdem übernimmt der Anzug
eine gewisse Schutzfunktion gegen Quallen und Nesseln. Zwischen
Haut und Anzug bildet sich nach dem Abtauchen eine dünne Wasserschicht.
Seit ein paar Jahren gibt es besonders für die Tropen geeignete
einteilige Tauchanzüge aus Lyrca. Zur Not tut es aber auch
ein billigerer Gymnastikanzug.
Bleigurt
Unverzichtbar ist der Bleigurt besonders für Gerätetaucher;
er gleicht den natürlichen Auftrieb unter Wasser aus. Als
ideal gilt, wenn man in einer Tiefe von 3 m ohne Hand- oder
Flossenbewegung weder steigt noch fällt.
Atemluftflaschen
Atemluftflaschen enthalten nicht etwa Sauerstoff, sondern
auf etwa 200 bar hoch komprimierte "Umgebungsluft".
Gebräuchlich sind Flaschen mit 10 l Inhalt. Die Flasche ist
meist in die Rettungs- und Tarierweste integriert. Atemluftflaschen
bedürfen einer regelmäßigen Wartung und müssen in Abständen
durch einen Sachverständigen abgenommen werden.
Lungenautomat
Weil die Luft in der Flasche so hoch verdichtet ist, muss
der Lungenautomat diese Luft auf einen für den Menschen verträglichen
Umgebungsdruck bringen. Moderne Lungenautomaten verringern
den Luftdruck in der Flasche in zwei Stufen: zuerst in der
Flasche selbst von 200 auf 8 bar und dann im Mundstück auf
den Druck, der aus der jeweiligen Tauchtiefe resultiert.
Rettungs- und Tarierweste
Ohne eine Rettungs- und Tarierweste (RTW) gehen nicht einmal
die geübtesten Taucher unter Wasser. Sie ist ein unverzichtbares
Utensil, das im Notfall einen zusätzlichen Auftrieb erzeugt.
An der Wasseroberfläche kommt der RTW die Aufgabe zu, im Falle
einer Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit den Kopf über Wasser
zu halten, indem sie den Körper automatisch in Rückenlage
hält. Eine moderne RTW verfügt über einen Anschluss zur Atemluftflasche
auf dem Rücken.
Taucheruhr und Tauchcomputer
Gebräuchlich sind seit einigen Jahren so genannte Tauchcomputer;
diese sind auf den Malediven vielfach auch leihweise erhältlich.
Tauchcomputer zeigen Tauchdauer, Tauchtiefe und die "Nullzeit",
die Zeit zu Beginn des Tauchgangs an. Durchaus gebräuchlich
sind aber auch noch herkömmlich Taucheruhren mit einem Einstellring
an der Außenseite, mit dessen Hilfe die verstrichene Tauchzeit
ermittelt werden kann.
Tauchregeln
Strikt verboten ist auf den Malediven das so genannte Deko
- Tauchen, also tiefere Tauchgänge als 30 m, bei denen unbedingt
beim Wiederaufstieg an die Wasseroberfläche in bestimmten
Stufen Pausen zur Dekomprimierung eingelegt werden müssen.
(Diese Pausen haben den Sinn, den Stickstoffgehalt im Blut
wieder an jenen anzugleichen, der über der Wasseroberfläche
herrscht.) Die maximale, von der maledivischen Regierung erlaubte
Tauchtiefe beträgt 30 m. Die Tauchlehrer sind gehalten, Personen,
die tiefer tauchen, von weiteren Tauchgängen auszuschließen.
Auf den Malediven gibt es drei Deko - Kammern für verunglückte
Taucher: auf der Insel Bandos, auf Farukolufushi (Club Med)
und auf Kuramathi (Eröffnung im Mai 2000). Auf Bandos steht
außerdem rund um die Uhr ein auf Tauchunfälle spezialisierter
Arzt zur Verfügung.
Weiteres Zubehör
Nicht gerne gesehen sind bei den Tauchlehrern auf den Malediven
spezielle Tauchermesser, die man auch nur bei sehr seltenen
Gelegenheiten benötigt. Sinnvoll ist hingegen die Mitnahme
einer Taschenlampe (besonders bei Nachttauchgängen).
Quelle: marco-polo.de
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