Die indonesische Kultur gründet sich auf Werte wie Ehre
und Achtung vor dem Einzelnen. Briefe beginnen mit Degan hormat,
was so viel bedeutet wie “Mit Hochachtung,” denn es ist wichtig,
bei der Begrüßung seinen Respekt auszudrücken. Auch der Status
eines Menschen ist von Bedeutung. So sollte man die älteste
Person oder den Gastgeber zuerst begrüßen. Im Allgemeinen
verhält man sich älteren Menschen gegenüber besonders respektvoll.
Ein Nicken oder eine leichte Verbeugung gehören zu den üblichen
Grußformen. Bei der ersten Begegnung gibt man sich zur Begrüßung
die Hand. Ein Händedruck ist auch angebracht, wenn man jemandem
gratulieren möchte oder sich vor einer längeren Reise verabschiedet.
Titel spielen eine große Rolle und sollten bei der Begrüßung
und während der Unterhaltung nicht vergessen werden. Eine
sehr förmliche Vorstellung läuft streng nach folgendem Muster
ab: Am Anfang steht Bapak (“Herr”) oder Ibu (“Frau”), dann
folgt, wenn vorhanden, der akademische Grad oder die Berufsbezeichnung,
darauf der Adelstitel und schließlich Vor- und Familienname
der entsprechenden Person. Viele Indonesier, vor allem die
Javaner, haben nur einen Namen und werden demnach sowohl förmlich
als auch privat mit diesem Namen angesprochen. Geschäftsleute
tauschen bei der Begrüßung oft ihre Visitenkarten aus. Man
berührt bei einer Unterhaltung auf gar keinen Fall den Kopf
eines anderen Menschen. In der Öffentlichkeit vermeidet ein
Mann jede Berührung mit einer Frau, wenn er nicht gerade mit
ihr verlobt oder verheiratet ist. Lediglich ein Händedruck
ist erlaubt. Bei folgenden Vorgängen ist die linke Hand tabu:
Händeschütteln, andere berühren, auf etwas zeigen, essen,
Gegenstände weiterreichen oder annehmen. Indonesier sehen
Besuche als Ehre für den Gastgeber an. Deshalb sind Gäste
jederzeit herzlich willkommen. Unangemeldete Besuche sind
an der Tagesordnung. Verabredet man sich zu einem Treffen,
erscheint man normalerweise eine halbe Stunde später als angekündigt.
Gäste setzen sich, wenn sie darum gebeten werden, und erheben
sich wieder, wenn der Gastgeber oder die Gastgeberin den Raum
betritt, dassdie Achtung gegenüber dem Gastgeber sehr wichtig
ist. Der Gast trinkt erst etwas, wenn man ihn dazu auffordert.
Es gilt als unhöflich, angebotene Speisen oder Getränke abzulehnen.
Bei einer Unterhaltung sollte man nie unverblümt seine Meinung
äußern und auch persönliche Themen wie Alter oder Geld vermeiden.
Ist der Gastgeber barfuß, gehört es zum guten Ton, seine eigenen
Schuhe ebenfalls auszuziehen. Vor dem Betreten von Räumen
mit Teppichböden, Festsälen, Bestattungsräumlichkeiten, Moscheen
und anderen heiligen Stätten legt man seine Schuhe ab. Geschenke
werden nicht in Anwesenheit des Schenkenden ausgepackt.
Verhalten
Weltkulturerbe
Nationalpark Komodo-Inseln; Nationalpark Ujung Kulon (Java)
mit Vulkan Anak Krakatao; Buddhistische Tempelanlagen von
Borobudur; Hindutempel von Prambanan; Archäologische Stätte
Sangiran; Lorentz-Nationalpark.
Drogen
Buddhistische Feiertage
Chinesische Feiertage
Hinduistische Feiertage
Muslimische Feiertage
Staatliche Feiertage
1. Januar - Neujahrsfest (Brunei, Indonesien, Malaysia,
Singapur, Thailand) 23. Februar - Nationalfeiertag (Brunei)
Ende März / Mitte April - Karfreitag (Singapur, Indonesien)
6. April - Chakri-Tag (Thailand) 13.-15. April - Neujahr (Thailand)
1. Mai - der internationale Tag der Arbeit (Malaysia, Singapur,
Thailand) 5. Mai - Krönungstag (Thailand) 31. Mai - Gründungstag
des Royal Brunei Malay Regiments (Brunei) 1. Juni - Geburtstag
des Königs (Malaysia) Juni - Drachenbootfest (Singapur) 15.
Juli - Geburtstag des Sultans (Brunei) 9. August - Nationalfeiertag
(Singapur) 12. August - Geburtstag der Königin (Thailand)
17. August - Unabhängigkeitstag (Indonesien) 31. August -
Nationalfeiertag (Malaysia) 23. Oktober - Chulalongkorn-Tag
(Thailand) 5. Dezember - Geburtstag des Königs (Thailand)
10. Dezember - Verfassungstag (Thailand) 25. Dezember - Weihnachten
(Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur) 31. Dezember - Silvester
(Thailand).
Bevor es peinlich wird
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Diplomatische Vertretungen
Botschaft der Republik Indonesien Lehrter Straße 16-17, D-10557 Berlin
Tel.: (030) 47 80 70. Konsularabt.: 47 80 72 73. Fax:
(030) 44 73 71 42.
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Mo-Do 09.00-12.30 und 14.30-15.30 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr. Generalkonsulate in Hamburg (Tel.: (040) 51 20 71/73)
und Frankfurt/M. Honorargeneralkonsulat in Stuttgart
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Hannover, Kiel und München.
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österreichische Staatsbürger zuständig.
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Internet: www.swissembassy.or.id Konsularagentur auf Bali.
Einreise und Ausreise
Familienstruktur
In ländlichen Gebieten heiraten Frauen oft mit 20 Jahren. In
urbanen Gebieten genießen die Menschen mehr Freiheit bei der
Wahl ihres Ehepartners. Früher waren die Familien sehr groß,
heute jedoch haben viele Paare nur zwei Kinder. Die Mitglieder
einer vielköpfigen Familie leben häufig unter einem Dach oder
nahe beieinander. Älteren Menschen bringt man besonderen Respekt
entgegen. Normalerweise ist der Vater das Familienoberhaupt.
Die Mutter ist für die Kindererziehung und die Haushaltsführung
verantwortlich. In der Stadt ist seit einiger Zeit allerdings
der Trend zu beobachten, dass immer mehr Frauen einen Beruf
ergreifen. 40,4 Prozent der Erwerbstätigen (1998) der Erwerbstätigen
sind Frauen. Im Parlament nehmen die Frauen 12 Sitze ein. Im
Allgemeinen haben Frauen dieselben Ausbildungschancen wie Männer.
Indonesische Frauen besitzen mehr Rechte als Frauen in anderen
muslimischen Ländern, auch hinsichtlich der Bereiche Eigentumsrecht,
Erbschaft und Scheidung.
Flora & Fauna
Die sumpfigen Küstenlinien werden von Mangroven gesäumt,
die sich zu riesigen Mangrovensümpfen in Südborneo und Ost-Sumatra
ausweiten. Landeinwärts ist der größere Teil des Archipels
von Wäldern bedeckt. Sie gehören zu den artenreichsten pflanzlichen
Lebensräumen der Welt, doch wurden sie vielerorts durch Holzeinschlag
und Besiedlung zerstört. Dort gibt es etwa dreißigtausend
verschiedene Pflanzen, darunter allein viertausend Baumarten.
Die Region weist auch einen einzigartigen Tierreichtum auf.
Hier leben u.a. 1480 Vogelarten (16 % aller Arten der Welt),
von denen 370 heimische Arten sind. Von den 500 bekannten
Säugearten leben etwa 100 nur auf diesem Archipel. Eine Besonderheit
ist z. B. der Komodowaran, der nur auf Komodo und den benachbarten
Inseln anzutreffen ist und mit einer Länge bis zu 3 m die
größte "drachenähnliche" Echsenart der Erde ist.
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Fotografieren
Tipps zum Fotografieren:
Licht
Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
Schnappschüsse
Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
Indonesien liegt an einem Schnittpunkt, an dem drei große
Teile der Erdkruste aufeinander stoßen. Die Tierwelt der Inseln
wird durch die erdgeschichtliche Entwicklung in eine asiatische
und australische Tierregion geteilt. Indonesiens Inseln liegen
über eine Meeresfläche von 8 Millionen qkm verstreut. Geologisch
unterteilt es sich in drei Bereiche: der Westteil umfasst
Borneo im Norden und die gesamte südliche Inselkette von Sumatra
im Westen bis zu Timor im Südosten, die alle dem Sundass-Schelf,
einer größtenteils überfluteten Fortsetzung des asiatischen
Kontinents angehören. In der Mitte liegen Celebes - östlich
von Borneo - und die südlichen Molukken im Osten. Sie gehören
zu einer langen, teilweise überfluteten Gebirgskette, die
sich nordwärts bis hin zu den Philippinen erstreckt. Das Sahul-Schelf,
zu dem Neuguinea und die nördlichen Molukken im Westen gehören,
ist die nördliche Fortsetzung Australiens. Über den Norden
der Großen Sundainsel Borneo zieht sich die Gebirgskette des
Sundass-.Schelfs, die die Grenze zu den malaysischen Staaten
Sarawak und Sabah bildet. Die dicht bewaldeten zentralen Mittelgebirge
fallen zu den breiten, flachen Schwemmlandsumpfgebieten hin
kontinuierlich ab., Die Insel Sumatra steigt aus einem sumpfigen,
waldbedeckten Tiefland im Osten zum erhabenen Barisangebirge
an, das die ganze nach Südwesten verlaufende Küste beherrscht,
zu dem zehn aktive Vulkane und eine Vielzahl Kraterseen, u.a.
der Tobasee im Norden gehören.
Südöstlich von Sumatra, jenseits der engen Sundastraße,
liegt die gebirgige, dicht besiedelte Insel Java. Eine vulkanische
Bergkette, die sich über die gesamte Insel hinzieht, schließt
50 aktive und 17 ruhende Vulkane ein. Die fruchtbaren Niederungen
sauf beiden Seiten der Gebirgskette sind im Norden breiter
als im Süden. Der vulkanische Bogen erstreckt sich über die
Kleinen Sundainseln Bali, Lombok, Sumbawa und Flores nach
Osten. Sumba und Timor, die im Süden der Hauptinselkette liegen,
sind zerklüftet, aber nicht vulkanisch. Die Insel Celebes
ist wie der Buchstabe K geformt und besteht aus gebirgigen
Halbinseln, die von einem Hochlandkern ausgehen. Die lang
gestreckte vulkanische Halbinsel Minahassa verläuft nach Nordosten.
Neuguinea und die nördlichen Molukken ähneln landschaftlich
den anderen Sundass-Schelf-Inseln. An der Nordseite liegen
Berge, darunter einige Vulkane, während Neuguineas Südteil
weitläufige Sumpfareale aufweist.
Geschichte
Am alten Seehandelsweg zwischen Arabien, Indien und China
gelegen, war der Archipel über Jahrtausende hinweg offen für
Einflüsse von außen. Es kam zur Bildung buddhistischer bzw.
hinduistischer Reiche. Seit dem 13. Jh. konnte der Islam Fuß
fassen, der durch Kaufleute via Indien und Arabien ins Land
kam. Heute sind die meisten Indonesier Muslime. Anfang des
16. Jh. erschienen zunächst Portugiesen, später Spanier und
gründeten Niederlassungen und Missionsstationen. Doch die
europäische Eroberung im großen Stil begann erst 1602 , als
die Holländer die "Vereinigte Ostindische Compagnie" gründeten
und bald Portugiesen und Spanier verdrängten. Nach dem Bankrott
der Compagnie 1799, die an den komplexen Aufgaben der Kolonisation
scheiterte, übernahm die holländische Regierung deren Gebiet
offiziell als Kolonie "Niederländisch Indien". Nach einem
kurzen britischen Zwischenspiel (1811- 16) übernahmen die
Niederländer erneut die Kontrolle. Antiniederländische Aufstände
wurden niedergeschlagen. Gegen Ende des 19. Jh. entstand eine
Nationalbewegung gegen die holländische Herrschaft. 1911 wurde
die erste antikoloniale Partei gegründet. Verschärfte Repressionen
der Holländer beantwortete der einheimische Politiker Sukarno
1927 mit der Gründung der Indonesischen Nationalpartei (PNI),
die sich gezielt für die Unabhängigkeit einsetzte. Die Holländer
nahmen Sukarno 1929 und 1937 gefangen.
Von 1942- 45 wird Indonesien von japanischen Truppen besetzt.
Auf die Unabhängigkeitserklärung der "Republik Indonesien"
am 17. August 1945 reagiert Holland mit Waffengewalt, verzichtet
aber Ende 1949 auf die Herrschaft über Indonesien. Sukarno
wird zum Staatspräsidenten der 16 föderierten "Vereinigten
Staaten von Indonesien" gewählt, die jedoch schon 1950 aufgelöst
werden und einer zentralistischen "Republik Indonesien" Platz
machen. Die ersten freien Wahlen 1955 führen zu keinen klaren
Regierungsverhältnissen. Gleichzeitig erschüttern Aufstandsbewegungen
das Land. 1959 löst Sukarno das parlamentarische System durch
die "gelenkte Demokratie" ab und vertritt in der Folgezeit
eine antiwestliche Politik, die von der wachsenden innenpolitischen
Krise ablenken soll; er manövriert Indonesien in die Isolation.
Mitte 1965 steckt das Land in einer schweren Wirtschaftskrise.
Im Oktober 1965 übernimmt General Suharto- nach einem angeblichen
kommunistischen Putschversuch, den er niederschlägt- die Macht.
1966 muss Sukarno Suhartos "Neuer Ordnung" Platz machen. Suharto
regiert mit harter Hand, jegliche Opposition wird unterdrückt.
In der Wirtschaftspolitik jedoch setzt er auf die liberale
Karte und hat damit Erfolg. Das Land nimmt einen dramatischen
Aufschwung. Suhartos Ende kommt mit der Wirtschaftskrise in
Asien, als das Volk nicht mehr stillhält und die Studenten
zu Tausenden auf die Straße gehen. Terror und Gewalt der Sicherheitskräfte
können das Regime nicht mehr retten. Nachfolger Habibie verspricht
freie Wahlen bis Ende 1999.
Wird die Allgegenwart des Militärs und seine politische
Sonderstellung erhalten bleiben, oder wird eine parlamentarische
Demokratie westlichen Zuschnitts eingeführt? Vieles wird von
der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Ein erster Schritt
war das Umschulungsabkommen mit den wichtigsten Geldgebern
vom 4. Juni 1998, wodurch der Staat mehr Handlungsfreiheit
für Reformen gewann. Weitere Fragen: Wird sich die dominierende
ökonomisch Rolle der Chinesen für diese auch politisch auszahlen?
Wird Osttimor den von Habibie angekündigten Sonderstatus erhalten?
Werden die Aufstände in anderen Landesteilen wie Irian Jaya
friedlich gelöst? Im September fand in Ost-Timor eine Volksüberstimmung
über die Selbstständigkeit des Gebietes statt, das mit einer
überwältigenden Mehrheit für die Selbstständigkeit endete.
Seitdem ist die Lage in Ost-Timur außer Kontrolle: pro-indonesische
Paramilitärs machen Jagd auf alles, was sich bewegt. In freien
Wahlen wurde Ende 1999 Abdurrahman Wahid zum Präsidenten Indonesiens
gewählt. Den Kampf um die Loyalität der indonesischen Streitkräfte
hat Präsident Abdurrahman Wahid entschieden - nun soll die
Truppe auch auf einen demokratischen Kurs getrimmt werden.
Nachdem der reformorientierte Generalmajor Agus Wirahadikusumah
zum Chef der einst wegen ihrer Brutalität berüchtigten Eliteeinheit
Kostrad ernannt wurde, sollen jetzt 40 demokratisch gesinnte
Offiziere in den Generalsrang befördert werden. Nur vier entstammen
der Armee, der Rest der Luftwaffe und der Marine. Die marschierende
Truppe gilt als Hort von Anhängern des kürzlich kaltgestellten
Sicherheitsminister Wiranto - dem wohl mächtigsten Gefolgsmann
des Ex-Diktators Suharto. Die Neubesetzung der Führungsposten
mit durchweg jüngeren und vor allem politisch unbelasteten
Generälen ist jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg zu
einer Erneuerung der Streitkräfte des südostasiatischen Inselreiches.
Bedingt durch die Wirtschaftskrise und den Machtkampf nach
dem Fall Suhartos, befinden sich die Streitkräfte in einem
katastrophalen Zustand. Bei der Luftwaffe sind nur noch 40
% der Maschinen einsatzbereit. Bei der Marine, die den mit
17.500 Inseln größten Archipel der Welt gegen hoch gerüstete
Schmuggler und Piraten zu verteidigen hat, können allenfalls
20 % der Schiffe auslaufen, als modernstes Kriegsgerät gelten
dabei schon Korvetten aus den Beständen der ehemaligen NVA,
die nach der Wiedervereinigung von Jakarta erworben wurden.
Die Ausrüstung der Armee ist besonders veraltet, sie befindet
sich nach Expertenmeinung teilweise sogar auf dem Stand des
Zweiten Weltkrieges. Trotz dieser ersten demokratischen Entwicklungen
geht die Terrorisierung der Bevölkerung in Ost-Timor durch
pro-indonesische Milizen weiter. So wurden allein im März
2000 mehr als 30 Menschen getötet. Dem Konflikt zwischen Christen
und Moslems sind nach indonesischen Angaben seit Januar 1999
mehr als 2000 Menschen zum Opfer gefallen, rund 200.000 Menschen
wurden nach Westtimor deportiert und der Großteil der Infrastruktur
zerstört.
Der frühere indonesische Präsident Suharto ist wegen der
Korruptionsermittlungen gegen ihn in seiner Residenz unter
Hausarrest gestellt worden. Die Weisung gelte bis zum 11.
Juni.2001, sagte Suhartos Anwalt in Jakarta. Die Staatsanwaltschaft
hatte zunächst angekündigt, den Ex-Präsidenten an einem geheimen
Ort unter Polizeischutz zu stellen, um Zusammenstöße zwischen
Demonstranten und Polizei vor dem Anwesen Suhartos zu vermeiden.
Präsident Abdurrahman Wahid wurde am 21.07.2001 von Indonesiens
"Beratender Volksversammlung" abgesetzt und Megawati Sukarnoputr
zur neuen Präsidentin ernannt. Der vom Parlament abgesetzte
Staatspräsident Indonesiens, Abdurrahman Wahid, hat am 27.07.2001
den Präsidentenpalast geräumt und damit seine Niederlage im
Machtkampf eingestanden. Er flog in die USA, wo er sich einer
medizinischen Behandlung unterziehen will. In Jakarta fiel
am 27.07.2001 der Richter Syaifuddin Kartasasita einem Mordanschlag
zum Opfer. Er hatte im letzten Jahr den Sohn von Ex-Diktator
Suharto zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem; Republik; zwei gesetzgebende Organe
Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr!
Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer
der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die
uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt
»Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen
Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie
und Geschichte überlassen haben.
Hinweis: Während der Aktualisierungsphase,
die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten
Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.