| Aktuelle
Reisewarnung |
Vor Reisen nach Haiti wird weiterhin
gewarnt.
Nach schweren innenpolitischen Unruhen und der Einführung
einer Interimsregierung begleiten internationale Truppenkontingente
den Prozess der inneren Stabilisierung. Dennoch ist die Sicherheitslage
angespannt. Es kommt nach wie vor zu bewaffneten Auseinandersetzungen
zwischen Aristide-Anhängern und der haitianischen Polizei
bzw. der internationalen Schutztruppe und zu Schießereien
zwischen kriminellen Banden. Auch mit gewaltsamen Angriffen
auf öffentlichen Plätzen muß gerechnet werden. Insbesondere
die Sicherheitslage in Port-au-Prince ist schlecht. Bewaffnete
Banden kontrollieren dort mehrere Stadtgebiete, vor allem
die großen Elendsviertel am Rande der Hauptstadt. Aber auch
Teile der Innenstadt sind betroffen. Die hohe Gewaltkriminalität
hat in der letzten Zeit noch zugenommen. So kommt es häufig
zu bewaffneten Überfällen, auch in den vormals vergleichsweise
sicheren Wohngebieten. Auch die Zahl der Entführungen in Port-au-Prince
hat erheblich zugenommen. Verantwortlich hierfür sind bewaffnete
Banden, die es auf Lösegelder abgesehen haben. Auch Ausländer
sind hiervon betroffen.
Die haitianische Polizei zeigt sich nicht in allen Fällen
als verläßlicher Schutz, es hat auch schon Überfälle durch
Personen in haitianischer Polizeiuniform gegeben. Während
der Unruhen im Februar 2004 sind viele Gefängnisinsassen entkommen
oder auf andere Weise freigelassen worden, darunter auch zahlreiche
gefährliche Kriminelle, die nunmehr zu einem Klima der Unsicherheit
beitragen. Am 19. Februar 2005 kam es in Port-au-Prince erneut
zu einem spektakulären Massenausbruch aus dem Zentralgefängnis.
Insgesamt 480 teilweise gefährliche Kriminelle wurden dabei
befreit. Im Vorfeld der Kommunal-, Präsidenten- und Parlamentswahlen
im Oktober und November 2005 kann es vermehrt zu gewaltsamen
Aktionen kommen. Infrastruktur und öffentliche Verwaltung
weisen große Mängel auf. Die durch Überschwemmungen verursachten
schweren Schäden sind noch nicht behoben. Betroffen ist insbesondere
die Region um Gonaives.
Die deutsche Botschaft hat folgende Anschrift: Ambassade
de la République fédérale d'Allemagne 2, Impasse Claudinette
Bois Moquette Pétion – Ville / Haiti Telefon: (00509) 257
61 31, 256 41 31, 257 72 80 Fax: (00509) 257 41 31 E-Mail:
germanem@haitelonline.com und amballemagne@hainet.net
Quelle: Auswärtiges Amt
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| Allgemeine
Landesdaten |
Offizieller Name: Repiblik Dayti (Kreol); République
d'Haiti (Französisch)
Fläche: 27.700 km²
Einwohnerzahl: 6.965.000 (2001)
Größte Stadt: Port-au-Prince (Hauptstadt) - 1,4 Mio
Einwohner.
Offizielle Landessprache: Französisch, Kreol.
Bevölkerungsgruppen: Schwarze 94,2 %, Mulatten 5,4
%, Andere 0,4 % (2000).
Religion: Katholiken 68,5 %, Protestanten 24,1 %,
Andere 7,4 % (1995).
Lebenserwartung: Männer - 47,5, Frauen - 51,1 (2000).
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Auskunft |
Botschaft der Republik Haiti
Meinekestraße 5
D-10719 Berlin
Tel.: (030) 88 55 41 34
Fax: (030) 88 55 41 35, 88 62 42 79
E-Mail: haitbot@aol.com
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
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Besonderheiten |
Sprache
Weltkulturerbe
Historischer Nationalpark mit Zitadelle, Schloss Sans Souci
und Ruinen von Ramiers.
Gesetzliche Feiertage
1. Jan. 2002 Unabhängigkeitstag. 2. Jan. Tag der Ahnen. 11.
Febr. Rosenmontag. 12. Febr. Faschingsdienstag. 29. März Karfreitag.
14. April Pan-American-Tag. 1. Mai Tag der Arbeit. 18. Mai
Tag der Flagge. 22. Mai Tag der Nationalen Souveränität. 15.
Aug. Mariä Himmelfahrt. 17. Okt. Todestag von Dessalines.
1./2. Nov. Allerheiligen/Allerseelen. 18. Nov. Gedenktag an
die Schlacht von Vertières. 5. Dez. Tag der Entdeckung. 25.
Dez. Weihnachten. 1. Jan. 2003 Unabhängigkeitstag. 2. Jan.
Tag der Ahnen. 3. März Rosenmontag. 4. März Faschingsdienstag.
18. April Karfreitag. 14. April Pan-American-Tag. 1. Mai Tag
der Arbeit. 18. Mai Tag der Flagge. 22. Mai Tag der Nationalen
Souveränität. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 17. Okt. Todestag
von Dessalines. 1./2. Nov. Allerheiligen/Allerseelen. 18.
Nov. Gedenktag an die Schlacht von Vertières. 5. Dez. Tag
der Entdeckung. 25. Dez. Weihnachten.
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Diplomatische Vertretungen |
Botschaft der Republik Haiti
Meinekestraße 5
D-10719 Berlin
Tel.: (030) 88 55 41 34
Fax: (030) 88 55 41 35, 88 62 42 79
E-Mail: haitbot@aol.com
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Aidlingen, Bremen, Frankfurt/M. und Neustadt/Weinstraße.
Ständige Vertretung der Republik Haiti 64 Rue de Monthoux,
CH-1201 Genf Tel.: (022) 732 76 28. Fax: (022) 732 55 36.
E-Mail: missio.haiti@ties.itu.int
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr; (auch für Österreich
zuständig).
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland 2 Impasse Claudinette,
Bois Moquette, Pétion-Ville, PO Box 1147, Port-au-Prince Tel.:
257 61 31, 257 72 80. Fax: 257 41 31.
E-Mail: germanemb@haitiworld.com.
Honorarkonsulat in Cap Haïtien.
Generalkonsulat der Republik Österreich 12 Rue du Quai, Port-au-Prince
Tel.: 262 13 17, 222 20 42. Fax: 262 12 81, 223 18 86.
E-Mail: hacken8@aol.com.
Generalkonsulat der Schweizerischen Eidgenossenschaft 12
Rue Ogé , BP 15164, HT 6140 Pétion-Ville, Port-au-Prince Tel.:
257 98 62, 257 05 03. Fax: 257 63 77.
E-Mail: swisscqppc@acn2.net.
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Einreise und Ausreise |
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Flora & Fauna |
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Flüge |
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Fotografieren |
Die ablehnende Haltung zahlreicher Haitianer gegen das Fotografieren
sollte unbedingt respektiert werden.
| Tipps zum Fotografieren: |
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Licht
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Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
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Schnappschüsse
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Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld |
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Geografie |
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Geschichte |
In den Jahrzehnten, die auf die Entdeckung der Insel Hispaniola
durch Christoph Columbus im Jahr 1492 folgten, wurde die indigene
Urbevölkerung dieser Insel, die Arawaks (auch Tainos genannt),
fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert schließlich
wurde die Insel durch afrikanische Sklaven wiederbevölkert,
die auf den Zuckerplantagen eingesetzt wurden. 1697 trat Spanien
das westliche Drittel der Insel, welches von da an Saint-Domingue
genannt wurde, an Frankreich ab. Dieses Gebiet wurde im Verlauf
des 18. Jahrhunderts zur reichsten Kolonie des französischen
Kolonialreichs. Am 22. August 1791 kam es unter der Führung
von Toussaint L'Ouverture und Jean-Jacques Dessalines zu einem
Sklavenaufstand, der sich zu einem gegen die französischen
Truppen gerichteten Zermürbungskrieg entwickelte. Selbst eine
von Napoleon nach Saint-Domingue gesandte Armee wurde geschlagen.
Saint-Domingue erklärte am 1. Januar 1804 unter dem Namen
Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich. Haiti, die erste
unabhängige Republik von Schwarzen und Mulatten, engagierte
sich in der Abschaffung der Sklaverei und unterstützte auch
Venezuela, Peru und Kolumbien bei ihrem Unabhängigkeitskampf
unter Revolutionsführern wie Bolívar und Miranda.
Haiti schaffte unter Präsident Boyer - der das seit 1806
in einen mulattischen Süden und schwarzen Norden geteilte
Haiti 1820 wiedervereinte - nach erfolgter Annexion des östlichen
Teils der Insel (der späteren Dominikanischen Republik) 1822
auch dort die Sklaverei ab. Von diesem Engagement fühlten
sich die USA und die europäischen Staaten bedroht, worauf
sie Sanktionen gegen Haiti verhängten. Zusätzlich zu diesem
gegen die haitianische Wirtschaft geführten Schlag forderte
Frankreich als Gegenleistung für die Anerkennung der Unabhängigkeit
Haitis im Jahr 1825 Entschädigungen für ehemalige Plantagenbesitzer.
Diese Zahlungen in Höhe von 90 Millionen Francs d'Or (was
nach Schätzungen in heutiger Währung 17 Milliarden Euro entsprechen
soll) zahlte Haiti an Frankreich durch viele Jahrzehnte. Seitdem
ist Haiti zum ärmsten Land der westlichen Hemisphäre geworden,
was abgesehen von den erwähnten Zahlungen auch auf die alsbald
nach der Unabhängigkeit erfolgte Zerschlagung der Großplantagen
und die Verteilung des Bodens unter der Bevölkerung zurückgeführt
wird, was den Export des Agrarlands Haiti zusammenbrechen
ließ. Mehrere Versuche, die Produktivität der Landwirtschaft
zu heben (beginnend mit dem "Code Rural" von 1826), sind an
der aus kleinen und kleinsten Parzellen bestehenden Agrarstruktur
gescheitert. Zudem hatte Haiti während des größten Teils seiner
Geschichte unter Gewaltherrschern und Kleptokraten zu leiden.
Von 1915 bis 1934 war das Land von den USA besetzt, die mit
ihrem Rassismus die Schwarzen und Mulatten Haitis gegen sich
aufbrachten. Ab 1957 herrschte der frühere Landarzt Francois
"Papa Doc" Duvalier über Haiti; zum Diktator setzte er sich
1964 ein. Er wurde durch die sogenannten "Tonton Macoutes"
bekannt, einer umfangreichen Freiwilligentruppe, die Elemente
einer Geheimpolizei und einer Schlägertruppe auf sich vereinte.
Sein Sohn Jean-Claude "Baby Doc" Duvalier folgte ihm im Alter
von 19 Jahren im Jahr 1971 in der Regierung. "Baby Doc" wurde
1986 aus dem Land vertrieben. Einer Verfassungsreform 1987
schloss sich nach einem Putsch schon bald eine Militärregierung
an. Haiti schien aufatmen zu können, als 1990 Jean-Bertrand
Aristide, an den sich viele Hoffnungen knüpften, mit überwältigender
Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde. Aber schon 1991 wurde
Aristide von dem Brigadegeneral Raoul Cédras aus dem Amt geputscht.
1994 konnte Aristide im Gefolge einer US-amerikanischen Intervention
in sein Amt zurückkehren und 1996, nach Ablauf seiner Amtszeit,
das Amt an seinen engen Weggefährten René Préval übergeben.
Das UNO-Mandat, unter welchem Haiti seit 1995 stand, lief
1997 wieder aus.
2000 fanden umstrittene Parlamentswahlen statt, welche die
Partei Aristides gewann. Als Aristide mit über 90 Prozent
der Stimmen auch die Präsidentenwahl gewann, wurden Vorwürfe
laut, dass die Wahlen manipuliert gewesen seien. Aristide,
der einstige Hoffnungsträger, welcher sein Amt 2001 antrat,
wurde 2004 während eines Putsches aus dem Land verbracht,
was das Land bis zum heutigen Zeitpunkt an den Rand eines
Bürgerkriegs brachte. 2005 Haiti gilt nach Einschätzung der
"Süddeutschen Zeitung" mittlerweile neben Kongo, Somalia und
Tschad als unregierbares Land. Die Insel wird derzeit von
Gerard Latortue verwaltet. Die geplante Präsidentenwahl ist
Ende November auf Januar 2006 verschoben worden. 35 Kandidaten
haben sich um das Präsidentenamt beworben. In der Hauptstadt
Port-au-Prince herrscht der Ausnahmezustand. Entführungen,
Schießereien, Raubüberfälle und Drogenhandel sind an der Tagesordnung.
Die UNO ist in Haiti mit rund 10.000 Blauhelmen im Einsatz.
Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem; Republik; zwei gesetzgebende Organe
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Gesundheit |
Gesundheitsprophylaxe
Haiti
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