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Von A wie Ägypten bis Z wie Zypern: Wissenswertes und Tipps für Reisende in die Länder dieser Erde !

 

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Griechenland [Teil 1]

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Elliniki Dhimokratia

Fläche: 131.957 km²

Einwohnerzahl: 10.975.000 (2001)

Größte Städte: Athen (Hauptstadt) - 3,1 Mio, Saloniki - 378.000, Patras - 155.000 Einwohner.

Offizielle Landessprache: Griechisch.

Bevölkerungsgruppen: Griechen 98,5 %, Türken 0,9 %, Andere 0,6 % (1995).

Religion: Griechisch-Orthodoxe 97,6 %, Muslime 1,5 %, Katholiken 0,4 %, Protestanten 0,1 %, Andere 0,4 % (2000).

Lebenserwartung: Männer - 75,2, Frauen - 80,3 (1999).

Auskunft

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Neue Mainzer Str. 22
60311 Frankfurt a. M.
Tel.: 069 / 23 65 61 63
Fax: 23 65 76.

Wittenbergplatz 3A, 10789 Berlin, Tel.: 030 / 217 62 62,
Fax: 217 79 65
Abteistr. 33, 20149 Hamburg, Tel.: 040 / 45 44 98, Fax: 45 44 04
Pacellistr. 2, 80333 München, Tel.: 089 / 22 20 35 36, Fax: 29 70 58.

Opernring 8, 1015 Wien, Tel.: 01 / 512 53 17, Fax: 513 91 89,
E-Mail: grect@vienna.at.

Löwenstr. 25, 8001 Zürich, Tel.: 01 / 221 01 05, Fax: 212 05 16,
E-Mail: eot@bluewin.ch

Besonderheiten

Umgangsformen

Zur Begrüßung geben sich die Menschen normalerweise die Hand. Freunde und Verwandte nehmen sich in den Arm und küssen sich, junge Männer klopfen sich oft gegenseitig auf die Schultern. Es gibt viele verschiedene Begrüßungen, deren Verwendung von der jeweiligen Situation abhängt. Einen guten Morgen kann man sich beispielsweise mit den Worten Kaliméra sas wünschen. Kalispéra sas bedeutet “Guten Abend”. Gute Freunde und Familienmitglieder reden sich mit dem Vornamen an, aber bei Bekannten und Fremden wird die Anrede mit dem Titel und dem Nachnamen gewählt.

Weltkulturerbe

Apollontempel von Bassae; Ruinenstätte Delphi; Akropolis von Athen; Berg Athos; Meteora-Klöster; Frühchristliche und byzantinische Denkmäler von Saloniki; Antike Stadt Epidauros; mitteralterliche Stadt Rhodos; Ruinen von Olympia; Mystras; Insel Delos; Klöster Daphni, Hosios, Lukas und Nea Moni auf der Insel Chios; Pythagoreion und Heraion von Samos; Archäologische Stätte Verjina; Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns; Historische Altstadt mit dem Kloster des Hl. Johannes und der Höhle der Apokalypse auf der Insel Patmos.

Haustiere

Für Hunde wird ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (höchstens 14 Tage alt) und eine Tollwut-Impfbescheinigung (höchstens zwölf Monate alt) verlangt.

Sprache

Die Griechen sind stolz auf ihre eigene Schrift, die von keinem anderen Volk der Erde geschrieben wird (die Slawen benutzen das nur teilweise ähnliche kyrillische Alphabet). Für Aufschriften und Ortsschilder wird inzwischen häufig zusätzlich unsere lateinische Schrift verwendet. Trotzdem ist es sehr hilfreich, die griechischen Buchstaben zu kennen. Die richtige Betonung ist für das Verstandenwerden sehr wichtig. Betont wird immer der Vokal, der den Akzent trägt. Außerdem sollte man wissen, dass alle griechischen Vokale kurz und offen ausgesprochen werden; ein geschlossenes O beispielsweise wie im deutschen Wort Ofen gibt es nicht. Man spricht das O immer wie in offen aus. Das Gleiche gilt fürs E: Nicht wie in eben, sondern wie in Ebbe


Bilder

Bilder von den antiken Stätten Griechenlands.

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Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft
Odós Karalolí ke Dimitríu 3, Athen, Tel.: 01 7285111, Fax: 7251205

Österreichische Botschaft
Leofóros Alexándras 26, Athen, Tel.: 01 8211036, Fax: 8219823

Schweizer Botschaft
Odós Jassíu 2, Athen, Tel.: 01 7230364, Fax: 7249209

Einreise und Ausreise

Für die Einreise nach Griechenland brauchen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren benötigen einen Kinderausweis, der ab dem Alter von 10 Jahren mit einem Lichtbild versehen werden muss, oder können in einem Pass der mitreisenden Elternteils eingetragen werden.

 
Familienstruktur Die griechische Gesellschaft ist auch heute noch patriarchalisch orientiert, auch wenn Frauen in den vergangenen Jahrzehnten mehr Rechte erlangt haben. Familie, Glaube, Tradition und Bildung sind wichtige Werte. Die Griechen sind stolz auf ihr reiches kulturelles Erbe. Die Familie spielt in der griechischen Gesellschaft eine zentrale Rolle. Familienmitglieder verlassen sich aufeinander, wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird. Ältere Familienangehörige genießen besonderen Respekt und besitzen ein hohes Maß an Autorität. Zum Thema “nichteheliche Lebensgemeinschaften” gibt es in der griechischen Gesellschaft, wie in anderen Ländern auch, unterschiedliche Auffassungen. So leben beispielsweise in den großen Städten wie Athen oder Thessaloniki viele Paare ohne Trauschein zusammen. Im Gegensatz dazu sind die Sitten auf dem Land noch stärker von traditionellen Werten geprägt und weniger freizügig. Die griechischen Frauen heiraten im Durchschnitt im Alter zwischen 20 und 26, die Männer zwischen 25 und 35 Jahren.
Flora & Fauna

Tausende Jahre der Rodung und intensiven landwirtschaftlichen Nutzung sowie der Viehhaltung haben dazu geführt, dass die ursprünglich dichte Bewaldung zerstört wurde und nur noch ein Fünftel des Landes mit Wald bedeckt ist. Strauchiges Bergland dominiert in den Tieflandgebieten und auf den Peloponnes. Blühende Pflanzen, darunter Krokusse und Anemonen, bieten im Frühjahr einen herrlichen Anblick. dassauf den Ionischen Inseln Korfu und Leukas mehr Niederschläge fallen, fällt die Vegetation fort üppiger aus. In den nördlichen Wäldern leben einige Tierarten, die heute in Europa nahezu ausgestorben sind, wie Wölfe, Bären und Luchse. Im Süden gibt es Reptilien, darunter Chamäleons. Viele Schildkrötenarten sind durch den Tourismus und die Umweltverschmutzung vom Aussterben bedroht.

Flora: Bäume: vor allem weiße Pappeln, Zypressen, Edelkastanien, Fichten, Pinien, Tannen, und Olivenbäume. Griechenland ist besonders reich an kultivierten und wilden Blumen , die auch in der griechischen Mythologie erwähnt werden, wie Anemonen, Veilchen, Tulpen, Narzissen und vielen anderen. Fauna: Alle im Mittelmeerraum vorkommenden Arten. Wild: Wildschwein, Bär, Wildkatze, braunes Eichhörnchen, Schakal, Fuchs, Hirsch, Wolf. Eine seltene weiße Ziege (namens Kri-Kri) kommt auf Kreta vor. Es gibt 358 Vogelarten. Zwei Drittel davon sind Wandervögel. Unter den Raubvögeln sind der goldene Adler und der Kaiseradler sowie verschiedene Arten von Falken zu nennen. Darüber hinaus gibt es eine Vielfalt von Vögeln wie Habicht, Eule, Pelikan, Fasan, Rebhuhn, Waldschnepfe und Nachtigall. Meeresfauna: Etwa 246 Meerestiere sind in den griechischen Meeren zu finden. Unter den bekanntesten Arten sind die Meeräsche, der Hummer, die Garnele, die Krabbe, die Auster, die Muschel und die Herzmuschel. Delphine erscheinen immer noch in den griechischen Meeren. Flussfische sind selten, außer Forellen.

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Fotografieren

 

Es ist empfehlenswert, Filmvorräte und Ersatzbatterien mitzunehmen, da sie in Griechenland bei geringer Auswahl teuer sind. Allerdings gibt es viele Fotogeschäfte, die innerhalb einer Stunde Farbfilme entwickeln und gute Abzüge liefern.
In Kirchen und Museen ist das Fotografieren mit Blitz oder Stativ zumeist streng verboten. 

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld

In Griechenland wurde 2002 der Euro als offizielle Währung eingeführt. Das lästige Umtauschen von Geld in die Landeswährung bleibt also für Länder, die ebenfalls den Euro besitzen, aus. Für Touristen, die Geld in Euro wechseln müssen, haben Banken montags bis donnerstags von 08.00 – 14.00 Uhr,freitags bis 13.30 Uhr, und Postämter montags bis freitags von 07.30 – 15.00 Uhr geöffnet. In Touristenzentren und größeren Städten gibt es oft verlängerte Öffnungszeiten. Alle Banken wechseln Geld und lösen Euro- und Reiseschecks ein. Postämter akzeptieren nur Bargeld oder Reiseschecks. Abhebungen vom Postsparbuch sind nicht möglich. Mit Kreditkarten oder einer Eurochequekarte mit Geheimzahl können Sie an vielen Geldautomaten Geld abheben. 

 

 

Geografie

Griechenland besteht aus Halbinseln und Inselketten, die von Gebirgsketten stammen, die vom Mittelmeer überflutet wurden. Die Küsten werden von tiefen Buchten zerschnitten. die gesamte Region ist geologisch instabil und wird häufig von Erdbeben erschüttert. das griechische Festland umfasst den südlichen Teil der Balkaninsel. Das Pindosgebirge im Nordwesten dehnt sich vom Dinarischen Gebirge Mazedoniens und Albaniens her aus. Im hohen Norden werden das griechische Makedonien und Thrakien von den Rhodopen an der bulgarischen Grenze und dem Fluss Maritza an der türkischen Grenze begrenzt. Östlich des Pindosgebirges liegt das thessalische Becken, das im Norden von Gebirgszügen umschlossen wird. Das Othrusgebirge zieht sich südöstlich bis ins Ägäische Meer und taucht schließlich im nördlichen Teil von Euböa, der langen schmalen Insel, die parallel zur Küste liegt, wieder auf.

Im Süden liegt die Peloponnes, vom Festland durch den Kanal von Korinth getrennt, der das Ägäische Meer mit dem Ionischen Meer verbindet. Die gebirgige Peloponnes endet in vier felsigen Halbinseln, deren größte, die Taygetos, südöstlich einen Bogen mit den Inseln Kythera, Kreta und Rhodos zieht. Mehr als 2000 Inseln - weniger als 200 sind bewohnt - machen ein Fünftel der Landesfläche aus. Kreta in der südlichen Ägäis ist die größte Insel. Zu den Ionischen Inseln, die westlich vor dem Festland liegen, gehören Korfu, Leukas, Kephallenia und Zante. Die zwei größten Inselgruppen bilden die Kykladen in der südlichen Ägäis und östlich von ihnen die 12 Inseln des Dodekans.

Regionen: Griechenland ist in dreizehn Regionen aufgeteilt. Die größte ist Makedonien mit einer Fläche von 34.177 qkm und einer Bevölkerung von 2.236.099 Einwohnern. Hauptstadt Griechenlands und größte Stadt des Landes ist Athen mit über 3 Mio, Einwohnern. Piräus ist der wichtigste Hafen, Thessaloniki, mit ca. 1 Mio Einwohnern, ist die Hauptstadt der Provinz Makedonien. Thessaloniki, das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum in Nordgriechenland, ist ein wichtiger Hafen und gilt als das Tor zum Balkan.

Geschichte

Seit dem 2. vorchristlichen Jahrtausend drangen indogermanische Stämme nach Griechenland und vermischten sich mit der Urbevölkerung. Hellas, das antike Griechenland, war das geistig-kulturelle Zentrum des Abendlandes. Seine Errungenschaften in den bildenden Künsten, der Architektur, Wissenschaft, Mathematik, Philosophie und Literatur sowie beim Theater prägen die europäische Kultur bis heute. Das Ideal der Demokratie, die Herrschaft des Volkes, wurde von griechischen Staatsphilosophen erdacht. Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. entwickelten sich die Stadtstaaten. besonders Athen und Sparta standen im ruinösen kriegerischen Wettbewerb miteinander, bis der Mazedonier Philipp II. die Macht eroberte. Sein Sohn Alexander der Große brachte die hellenische Kultur bis ins heutige Indien. Aber sein Großreich erlosch bald nach seinem Tod 323 v. Chr.

Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. besetzten die Römer die Region. Für fast zwei Jahrtausende verloren die Hellenen ihre Unabhängigkeit - an die Römer, das Byzantische und schließlich Osmanische Reich. Inspiriert von der französischen Revolution und den Idealen der Aufklärung forderten Anfang des 19. Jahrhunderts auch die Griechen die Unabhängigkeit. Im Befreiungskrieg 1821 bis 1829 wurden sie von Frankreich, England und Russland unterstützt. Griechenland erklärte sich 1830 zur unabhängigen Erbmonarchie und setzte auf Betreiben der Großmächte den minderjährigen bayrischen Prinzen Otto auf den Thron. Die Griechen rebellierten gegen den autoritären Wittelsbacher, vertrieben und ersetzten ihn 1862 durch einen dänischen Prinzen, der als Georg I. von 1863 bis zu seiner Ermordung 1913 herrschte. In seine Ära fällt die Einführung des parlamentarischen Regierungssystems. In den Balkankriegen 1912 und 1913 expandierte Griechenland in etwa auf die Grenzen seines heutigen Territoriums. Kreta kam heim ins neue Reich der Hellenen, dazu große Teile Mazedoniens. Gegen den Willen des neuen Königs Konstantin I. führte Premier Eleftherios Venizelos Griechenland 1915 auf die Seite der Entente in den 1. Weltkrieg. Konstantin I. verließ bis 1920 das Land. Im Jahr zuvor hatten griechische Truppen Teile Kleinasiens mit Smyrna (Izmir) besetzt, wurden aber von Kemal Atatürks Soldaten 1922 vernichtend geschlagen. Tausende Griechen kamen um, über eine Millionen wurden von der türkischen Westküste ins Mutterland vertrieben.

Im Zweiten Weltkrieg forderte Italien ultimativ Stützpunkte auf griechischem Boden. Athen lehnte ab und schlug Mussolinis Truppen in die Flucht. Doch Hitler kam seinem Achsenpartner zur Hilfe und Griechenland musste die gewaltsame Besetzung durch italienische, bulgarische und vor allem Nazi-Truppen erleiden. Die Deutschen zogen ein brutales Regime auf, der Widerstand von Partisanen und Zivilisten wurde mit Massenerschießungen geahndet. Die jüdische Bevölkerung wurde nahezu ausgelöscht, das Land geplündert. Ein Jahr nach Kriegsende wurde die Monarchie wiedereingeführt. Im selben Jahr, 1946, entflammte erneut ein blutiger Bürgerkrieg (40.000 Tote) zwischen Kommunisten und Royalisten. Mit britischer und amerikanischer Hilfe wurden die Kommunisten 1949 besiegt. Instabilität (mit sechzehn Regierungen in sechs Jahren) kennzeichnete die Nachkriegszeit. Mit Griechenlands Eintritt in die NATO 1951 nahmen die USA zunehmend Einfluss auf die politischen Prozesse in Athen, konnten aber nicht verhindern, dass - nach einer Phase des Wiederaufbaues unter dem konservativen Premier Konstantin Karamanlis - die zur Zentrumsunion vereinten Parteien der linken Mitte um Geogio Papandreou 1963 und 1964 die Wahlen gewannen und damit begannen, die Innenpolitik zu liberalisieren. Politische Turbulenzen und Parteien-Ranküne mündeten am 21. April 1967 in den Militärputsch einer Offiziersgruppe um den Obristen Georgios Papadopoules. Ein zögerlicher Gegencoup des seit 1964 herrschenden Königs Konstantin II. scheiterte, Konstantin ging ins Exil. Die Junta errichtete eine Schreckensherrschaft mit Ausnahmezustand und Gleichschaltung der Presse, Massenverhaftungen und Deportationen auf die KZ-Inseln Jaros und Leros.

Das Ende der Junta kam im Juli 1974 mit der Verwicklung des Militärs in einen Putsch gegen Erzbischof Makarios von Zypern. Ziel der Umstürzler war "Enosis", der Anschluss Zyperns an Griechenland. Die Türkei besetzte daraufhin den Norden der Insel und drohte mit Krieg. Das Debakel zwang die Athener Militärs, die Macht wieder den Politikern zu übertragen. Sie riefen Karamanlis aus dem Pariser Exil zurück, dessen konservative Neue Demokratie bei Parlamentswahlen die absolute Mehrheit errang. Ebenfalls 1974 beendete ein Volksentscheid die Monarchie. 1975 trat eine neue demokratische Verfassung in Kraft; alle Parteien, auch die Kommunisten, wurden wieder zugelassen. 1980 avancierte Karamanlis zum Staatspräsidenten, 1981 erhielt Griechenland die volle EU-Mitgliedschaft, die aber, nach dem Wahlsieg des Papandreou-Sohn Andreas sogleich wieder in Frage stand. Der Chef der sozialistischen Pasok propagierte den Austritt aus der EG und NATO, steuerte aber de facto einen moderaten Kurs und sorgte vorübergehend sogar für ein entspanntes Verhältnis mit der Türkei. Schon vor dem Tod Papandreous (1996), der sich mittlerweile zur europäischen Integration Griechenlands bekannt hatte, brachen in der Pasok heftige Kämpfe aus. Nachfolger des Gründers wurde nicht dessen umstrittene zweite Ehefrau, die Ex-Stewardess Dimitra ("Mimi") Liani-Papandreou, sondern ein Vertreter des anderen Lagers, Kostas Simitis, ehemals Jura-Professor an der Universität Gießen. Er siegte bei vorgezogenen Neuwahlen und setzt auf einen strikten Sparkurs.

Neben dem Streit um die Hoheitsrechte in der Ägäis birgt die ungelöste Zypern-Frage das größte Problem zwischen den NATO-Partnern Griechenland und Türkei. Verhandlungen der EU um die Aufnahme der Inselrepublik in die Wirtschaftsunion stoßen in Ankara auf Ablehnung. Die Türkei, seit 1963 assoziiert, ist immer noch nicht Vollmitglied und fühlt sich hintergangen. 1997 verpflichtete US-Außenministerin Madeleine Albright die Ministerpräsidenten beider Länder, ihre Konflikte friedlich zu lösen. Simitis versprach, Schluss zu machen "mit dem Säbelgerassel". 1998 sorgte eine Abkommen zwischen Moskau und Nikosia über die Stationierung von S-300-Luftabwehrraketen für anhaltende Verstimmung der Türkei. Sonderfall Athos Auf griechischem Boden, auf dem östlichen Finger der Halbinsel Chalkidike im Norden des Landes, liegt das seit der Besetzung Tibets durch China letzte theokratische Staatswesen der Welt: die orthodoxe Mönchsrepublik Athos, ganze 400 qkm groß. 963 gründete Athanasios aus Trapezunt auf dem Heiligen Berg das erste der 20 Klöster, die zu ihrer Blütezeit im Mittelalter bis zu 40.000 fromme Brüder der Orthodoxe beherbergten. Vor allem die slawischen Völker zog es traditionell in die wehrhaft befestigten Bauten der Athos-Brüder.

Nach der russischen Revolution 1917 und dem Siegeszug der Kommunisten ging der Zustrom von dort zurück. Nach 1989 schwoll durch Zuwanderungen aus Russland und aus Kriegsregionen wie Bosnien die Schar der heiligen Männer wieder von 1500 auf 3000 an. Athos verteidigte seine Autonomie unter wechselnden weltlichen Schutzherren, seit 1923 untersteht es dem griechischen Staat. die Mönche erwehrten sich arabischer Piraten und fränkischer Söldner, abendländischen Kreuzritter und orthodoxer Patriarchen. Die osmanischen Sultane schickten zwar Kontrolleure, respektierten aber Glauben und Selbstverwaltung der Andersgläubigen. Selbst Hitlers Wehrmacht machte vor dem Berg Athos halt. Ende 1943 verhinderte sie einen Zugriff der Beutekunstjäger vom Sonderstab Rosenberg auf die Schätze des Klosters. Ein Teil der Pracht - Bibeln, Urkunden, Prunkgewänder, Gemälde, Skulpturen, Ikonen - war 1997 in Thessaloniki, in jenem Jahr Kulturhauptstadt Europas, erstmals außerhalb der Mönchskloster zu sehen. Unter den Besuchern waren unverhältnismäßig viele Frauen: ihnen ist der Zutritt zur Republik seit 1046 verwehrt. Griechische Feministen wollen das Verbot als Verstoß gegen EU-Recht zu Fall bringen.

Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, Republik, ein gesetzgebendes Organ

Gesundheit

In Griechenland ist eine ärztliche Grundversorgung überall gewährleistet. Bei ernsthaften Verletzungen oder Erkrankungen sollten Sie jedoch vorzeitig nach Hause reisen. Man kann sich in Griechenland auf Krankenschein behandeln lassen, da zwischen Deutschland und Griechenland ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Die Umtauschprozedur des deutschen Auslandskrankenscheins in einen griechischen Krankenschein ist allerdings seht umständlich und daher empfiehlt es sich, die Kosten dann doch eher in bar zu begleichen.
Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen ist eine Auslandskrankenversicherung ratsam, die es sehr günstig als Jahrespolice gibt.
In Notfällen behandeln die staatlichen Krankenhäuser und die National Health Center Patienten kostenlos. Apotheken finden Sie in allen größeren Orten, in denen viele Medikamente rezeptfrei und billiger sind als bei uns.

Gesundheitsprophylaxe Griechenland

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 21.10.2008 17:03



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