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Von A wie Ägypten bis Z wie Zypern: Wissenswertes und Tipps für Reisende in die Länder dieser Erde !

 

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Ecuador [Teil 1]

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Republica del Ecuador

Fläche: 272.045 km²

Einwohnerzahl: 12.879.000 (2001)

Größte Städte: Guayaquil - 1,5 Mio, Quito (Hauptstadt) - 1,1 Mio, Cuenca - 195.000, Ambato - 124.600 Einwohner.

Offizielle Landessprache: Spanisch.

Bevölkerungsgruppen: Indianer 40,0 %, Mestizen 40,0 %, Weiße 15,0 %, Schwarze 5,0 % (1989).

Religion: Römisch-Katholisch 93,4 %, Andere 6,6 % (1995).

Lebenserwartung: Männer - 68,3, Frauen - 74,0 (2000).

Auskunft Fremdenverkehrsamt Ecuador
Am Burghof 11
66625 Nofelden
Tel.: 06852 900511
Fax: 06852 900555
Besonderheiten

Vorsicht: Lassen Sie sich bei der Rückreise keine Päckchen oder Geschenke für "Freunde in Europa" andrehen. Nicht selten wurden so schon Touristen als Drogenkuriere missbraucht, und mussten saftige Strafen hinnehmen, als sie erwischt wurden.

Falls sie mal nach dem Weg fragen müssen, verlassen Sie sich nicht gleich auf die erstbeste Antwort. Bevor ein echter Ecuadorianer zugibt, dass er etwas nicht wüsste, erzählt er lieber das Blaue vom Himmel herunter. Also, besser mehrere Personen fragen!

"Oben ohne" oder FKK sind in diesem streng katholischen Land undenkbar.

Sprachen

Spanisch (Amtssprache), Ketschua, Chibcha und indianische Sprachen. Auch Englisch wird von einigen gesprochen.

Weltkulturerbe

Nationalpark Galapagos-Inseln; Altstadt von Quito; Nationalpark Sangay; Historisches Zentrum von Santa Ana de los Rios de Cuenca.

Galápagos

Ein Muss für jeden Ecuador-Touristen ist ein Abstecher auf das Galápagos-Archipel, das besonders wegen seiner Tierwelt einzigartig ist und Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspiriert hat. Besonders hervorzuheben sind die sechs Arten von Riesenschildkröten sowie zwei Arten großer Eidechsen aus der Familie der Leguane. Daneben bevölkern etwa 85 verschiedene Vogelarten, darunter Flamingos, Kormorane, Finken und Pinguine die Inseln. An den Küsten tummeln sich große Mengen von Seelöwen und viele verschiedene Fischarten. 90 Prozent der Galápagos-Inseln stehen seit 1959 unter Naturschutz. Die 15 großen und mehrere kleine Inseln liegen fast 1.000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes. Der Flug von Quito dauert (reine Flugzeit) etwa zwei Stunden. Isabela, die größte der Inseln nimmt mehr als die Hälfte der Gesamtfläche der Inseln in Anspruch. Es folgen Santa Cruz, Fernandina, Santiago, San Cristóbal, Floreana und Marchena. Das A und O eines jeden Galápagos-Aufenthalts sind die Kreuzfahrten. Die meisten starten von Puerto Ayora auf Santa Cruz (hier besteht auch die beste touristische Infrastruktur), wenige auch von Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal. Leckerbissen einer Galápagos-Kreuzfahrt sind die beiden Inseln Española und Floreana, die wegen ihres Vogelreichtums, ihrer schönen Strände und der exotischen Landschaft auch unter den Galápagos-Inseln etwas ganz Besonderes sind.

 

Feiertage

1. Januar Neujahr ("Ano Nuevo") 6. Januar Heilige Drei Könige ("Fiesta de los Reyes") 27.Februar Tag der nationalen Einheit zum Gedenken an die Schlacht von Tarqui im Jahre 1829 März/April Karfreitag ("Viernes Santo") 1. Mai Tag der Arbeit ("Día del Trabajo") 24. Mai Gedenken an die Schlacht am Pichincha im Jahre 1822 24. Juli Simón Bolívars Geburtstag ("Nacimiento de Bolívar") 10. August Unabhängigkeitstag ("Primer Grito de la Independencia") 2. November Allerseelen ("Dá de Difuntos") einige lokale Feiertage gibt's dann auch noch: 9. Oktober Unabhängigkeitstag von Guayaquil 3. November Unabhängigkeitstag von Cuenca 6. Dezember Gründungstag von Quito.

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Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft
Edificio "Citiplaza" AvenidassNaciones Unidas y República de El Salvador, Quito Tel.: 005932 970820 Fax: 005932 970815 
alemania@interactive.net.ec.

Botschaft von Ecuador
Kaiser-Friedrich-Straße 90, I. OG. 10585 Berlin Tel.: 030 2386217 oder 2386295 Fax: 030 34787126 oder 27 Sprechzeit: Mo - Fr 09.00–13.00 Uhr
Konsularbezirk: Länder Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.mecuadoral@t-online.de.

Einreise und Ausreise

Deutsche, Österreicher, und Schweizer müssen als Touristen bei der Einreise lediglich einen gültigen Reisepass und ein Rückflugticket vorweisen. Bei einer Aufenthaltsdauer von weniger als 90 Tagen ist kein Visum nötig. Achten Sie darauf, dass die Aufenthaltsdauer, die auf Ihrem Einreisestempel vermerkt wird, nicht die tatsächliche und gewünschte unterschreitet.
Reisende aus Gelbfiebergebieten müssen bei der Einreise eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber vorlegen. 

Flora & Fauna

Die Flora des Landes bietet mit über 20 000 Arten eine riesige Vielfalt. Tropischer Regenwald bedeckt eine große Fläche Ecuadors. Einen immergrünen und besonders artenreichen Regenwald findet man im Tiefland des Amazonas. In Lagen zwischen 1000 und 2000 m wäscht ein tropischer Bergwald. Ab 2000 m löst diesen ein tropischer Nebelwald.
Diese Gebiete bieten einen riesigen Lebensraum für die große Vielfalt an Tierarten. Besonders hervorzuheben sind die in den Anden lebenden Bergtapire, Kondors, und Nordpudus, eine der kleinsten Hirscharten. In den Regenwäldern fühlen sich zum Bespiel Jaguare, Kapuziner-, Woll- und Brüllaffen, Pekaris, Ozelots und Flachland- und Mittelamerikanische Tapire wohl. Der Puma ist leider fast ausgestorben.
Beeindruckend ist mit mehr als 1500 Arten die vielfältige Vogelwelt. 130 davon sind Kolibriarten.
Die inselreiche Meergegend der Galapagos-Inseln besteht aus viele jungen Vulkankegeln.  Nur ihre Spitzen sind bewaldet. Der kalte Humboldstrom brachte, da er die Ufer umspült, eine einzigartige Tierwelt hervor. Dort leben nun Meeresechsen, Riesenschildkröten, flugunfähige Kormorane und auch die 13 Darwinfinkenarten, die Charles Darwin damals zu seiner Evolutionstheorie anregten.
Da die Inseln vorrangig Forschungszwecken dienen, sind sie für Touristen nur bedingt zu gänglich. 

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Fotografieren

 

Ein großen Problem ist die hohe Luft-Feuchtigkeit in Ecuador. Silikonbeutelchen helfen nur während der Lagerung - unterwegs versagt dann so manche Elektronik. Da hilft dann nur ständiges Trocknen der Batteriekontakte. Oder das Durchtrocknen mit dem Föhn. Wohl dem, der dann noch eine mechanische Kamera mitführt. Darüber hinaus stoßen viele Fotoapparate bei der relativen Dunkelheit im Dschungel an ihre Grenzen. Wer dort gute Naturaufnahmen mitbringen will, braucht lichtstarke Objektive und ein Stativ. 

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld

Früher bezahlte man in Ecuador mit Sucre. Heute gibt es den Dollar, der zu einer allgemeinen Preissteigerung im Land geführt hat.
Empfehlenswert ist es mit US$ in bar oder in Reiseschecks einzureisen und vor Ort zu wechseln, da der US$ am leichtesten umzutauschen ist und seine Wechselkurse immer recht günstig stehen.
In Ecuador werden die Kreditkarten Eurocard, American Express, Visa und Diners Club akzeptiert. Wenn Sie Bargeld benötigen, sollten Sie Geldautomaten vorziehen. Eine Geheimnummer ist daher sehr ratsam. Manchmal bekommt man in den Banken kein Bargeld auf Kreditkarten ausbezahlt. Je nach politischer Situation kann es sein, dass Sie Bargeld nur in der Landeswährung ausgezahlt bekommen.
                                                                                  

Kreditkarten: Eurocard, American Express, Visa und Diners Club werden angenommen. Um Bargeld zu bekommen, sind die Geldautomaten vorzuziehen, weshalb man eine Geheimnummer haben sollte! In den Banken bekommt man manchmal kein Bargeld auf Kreditkarte ausbezahlt!! Je nach politischer Situation bekommt man Bargeld nur in der Landeswährung.
Montags bis freitags sind die Banken von 09.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags ist ein Umtausch in Quito in den Wechselstuben des Flughafens und in größeren Hotels möglich.

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Geografie Das am Äquator gelegene Land lässt sich in vier völlig unterschiedliche Zonen aufteilen: den Küstenbereich (Costa), die Anden (Sierra), das bewaldete Amazonas-Tiefland (Oriente) und die Galápagos-Inseln. Die Küste Ecuadors ist eine fruchtbare Ebene, nur etwas über dem Meeresspiegel gelegen, und deshalb sehr warm (bis 40 °C). Dort befindet sich die größte Stadt des Landes - Guayaquil. Von Nord nach Süd verläuft die Bergkette der Anden mitten durch Ecuador. In den Hochebenen um 2.500 m mit gemäßigter Temperatur liegen die Hauptstadt Quito und die drittgrößte, aber vergleichsweise kleine Stadt Cuenca. Die Berge, teilweise aktive Vulkane, erreichen 5.000 bis 6.000 Meter. Unter ihnen ist die höchste Erhebung der Erde (vom Erdmittelpunkt aus), der Chimborazo, mit 6.310 m über dem Meeresspiegel. In diesem Gebiet liegen auch viele sehenswerte Kraterseen, wie z. B. der Kratersee Quilotoa. Im Osten des Landes beginnt der Wald des Amazonas-Tieflandes mit heißem und feuchtem Klima. Alle Flüsse dort sind Oberläufe des Amazonas. Die wichtigsten von ihnen sind der Napo, der Coca, der Pastaza, der Putumayo und der Aguarico. Als vierte Zone bezeichnet man die weit im Pazifik gelegenen Galápagos-Inseln. Auf diesen Inseln hat sich eine weltweit einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt.
Geschichte

Präinkazeit

Das heutige Staatsgebiet von Ecuador umfasste in präinkaischer Zeit mehrere kleine voneinander weitgehend unabhängige Stammesgebiete zwischen den Großreichen der Chimu im Süden und der Chibcha im Norden.

Inkazeit

Im 15. Jahrhundert überrannten die Inka das gesamte Gebiet bis in die Gegend von Pasto (heute Süd-Kolumbien) und etablierten den Hauptort Quito als nördliche Hauptstadt ihres Reiches. Von hier aus errang der letzte Inkakaiser Atahualpa in einem kurzen Bürgerkrieg gegen seinen Bruder Huáscar die Macht.

Conquista

Im Zuge der Conquista eroberte kurz darauf Sebastian de Benalcazar, ein Hauptmann des Francisco Pizarro, die Gebiete zwischen dem heutigen Peru und dem Chibchareich und gründete 1534 die heutige Hauptstadt San Francisco de Quito. Von hier aus entdeckte die Expedition des Gonzalo Pizarro 1546 den Amazonas, weshalb Ecuador immer wieder letztlich vergeblich Anspruch auf einen Zugang zu diesem Strom erhoben hat.

Kolonialzeit

Als Vorläufer des heutigen Ecuador bestand während der gesamten Kolonialzeit die Real Audiencia de Quito, die abwechselnd und mit oft unbestimmtem Status und noch weniger bestimmten Grenzen zum Vizekönigreich Perú oder zum Vizekönigreich Neugranada ('Kolumbien') gerechnet wurde. Im Jahre 1802 bereiste und erforschte Alexander von Humboldt die Gegend und bestieg den Pichincha sowie die Hänge des Chimborazo. Das Ende der kolonialen Herrschaft kam, als Marschall Antonio José de Sucre, ein Leutnant des Simón Bolívar, die Spanier im Jahre 1822 in der Schlacht am Pichincha bei Quito schlug und aus dem Land vertrieb.

Unabhängigkeit

Nach der Schlacht am Pichincha (24. Mai 1822) wurde das Gebiet des heutigen Ecuador als südlicher Teil von Großkolumbien, das das Gebiet der heutigen Staaten Ecuador, Kolumbien, Venezuela und Panama umfasste, von Spanien unabhängig. Die Republik Ecuador entstand im Jahre 1830 aus dem Zerfall Großkolumbiens. Die Namensgebung geht auf die französisch-spanische Expedition (unter Beteiligung von Charles Marie de La Condamine, Pierre Bouguer, Louis Godin, sowie von Jorge Juan und Antonio de Ulloa) zurück, die im 18. Jahrhundert unter anderem zum ersten Mal die genaue Lage des Äquators vermessen hatte. Erster Präsident der Republik Ecuador wurde General Juan José Flores, ein Parteigänger Simón Bolívars. Er wurde 1845 durch die sogenannte Märzrevolution gestürzt. 1832 besetzte und annektierte Ecuador die bis dahin mehr oder weniger unbewohnten und herrenlosen Galápagos-Inseln, die in etwa 1000 km Entfernung vor der Küste des Landes liegen. Drei Jahre später, 1835 besuchte Charles Darwin im Rahmen der britischen Expedition der Beagle die berühmte Inselgruppe und sammelte dort Erkenntnisse, die ihn später zur Entwicklung der Evolutionstheorie führten. Die gesamte weitere Geschichte des Landes war durch die schroffen Gegensätze zwischen Liberalen und Konservativen, Großgrundbesitzern und der indigenen landlosen Bevölkerung, Mestizen und Indianern, den rückständigen Provinzen und den Städten, dem Hochland und der Küste sowie der Konkurrenz zwischen der Hauptstadt Quito und der größten Hafenstadt Guayaquil geprägt. Diese Gegensätze bewirkten eine mehr oder weniger bis heute durchgängig chaotische politische Entwicklung, die in kurzer Folge immer wieder durch Putsch und Gegenputsch, kurzen Bürgerkriegsepisoden und regionalen Partikularismus gekennzeichnet war. Zeitweise 'regierten' in Ecuador bis zu drei 'Präsidenten' gleichzeitig.

Moreno-Herrschaft und Liberale Revolution

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war geprägt durch die Auseinandersetzungen zwischen konservativen und liberalen politischen Kräften. Nach der Absetzung von General Flores in der Märzrevolution dominierten zunächst liberale Kräfte, bevor der klerikal-konvervative Gabriel García Moreno (in Allianz mit Flores) als aus dem Bürgerkrieg der "Nationalen Krise" der Jahre 1859/60 hervorging. Er verfolgte während seiner beiden Präsidentschaften ein umfassendes, vor allem auf das Bildungswesen und die Infrastrukturentwicklung ausgerichtetes Modernisierungsprogramm, bei dem andererseits politische Gegner mit harter Hand unterdrückte, die Ausrichtung des Landes an fundamentalchristlichen Werten anstrebte und Ordensgemeinschaften wie den Jesuiten hohen Einfluss einräumte. Er wurde 1875 ermordet. Es folgten 20 Jahre erneuter politischer Instabilität. 1895 kam durch einen Putsch in Guayaquil der bereits seit über 20 Jahren an Aufständen gegen verschiedene Regierungen beteiligte General Eloy Alfaro an die Macht, und mit ihm begann die Epoche der liberalen Revolution in Ecuador, die erneut ein insbesondere bildungs- und infrastrukturorientiertes Modernisierungsprogramm implementierte. Dies geschah allerdings der Moreno-Herrschaft entgegengesetzten Vorzeichen: Alfaro und seine Mitstreiter säkularisierten konsequent den ecuadorianischen Staat: Sie konfiszierten Kirchengüter, führten Religionsfreiheit und Zivilehe ein und stärkten die Oberhoheit des Staates im Bildungswesen. Alfaro wurde 1911 durch einen Putsch gestürzt, nachdem er versucht hatte, seinen gewählten Nachfolger Estrada zum Rückzug zu bewegen, um weiter regieren zu können. 1912 wurde er nach einem erneuten Versuch, die Macht zu ergreifen, festgenommen und gefangengesetzt. Er wurde im Gefängnis ermordet, sein Leichnam öffentlich verbrannt.

20. Jahrhundert

Politische Geschichte

Nach der Liberalen Revolution lösten sich auch im 20. Jahrhundert gewählte und durch Militärputsch installierte Regierungen in raschem Wechsel ab, eine Festigung demokratischer Institutionen gelang durch den Einfluss der Militärs kaum. Im Durchschnitt wurde die jeweilige Regierung etwa alle eineinhalb Jahre durch einen militärischen Putsch oder zivilen Staatsstreich gestürzt, was Ecuador den Ruf der klassischen Bananenrepublik einbrachte. Seit den 1940er Jahren wurden in Ecuador Erdölfelder gefunden und gefördert, was besonders in den 1970er Jahren zu einer Phase wirtschaftlichen Wachstums und relativer politischer Stabilität, allerdings meist unter Militärregierungen, führte. Ecuador gehört zu der 1969 gegründeten Andengemeinschaft, die seit 1995 eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedsstaaten aufgebaut hat. Eine bedeutendere Rolle spielte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte der konservative Populist José María Velasco Ibarra, der seit den vierziger Jahren insgesamt fünfmal Präsident war und zuletzt erst 1972 in Zusammenhang mit der Entdeckung größerer Erdölvorräte im Amazonas-Tiefland durch den Putsch des Generals Guillermo Rodríguez Lara gestürzt wurde. Ecuador trat der OPEC bei. Die Nachfolger dieser zunächst relativ stabilen, selbst ernannten 'national-revolutionären' Militärdiktatur wurden 1979 durch den frei gewählten sozialdemokratisch orientierten Präsidenten Jaime Roldós abgelöst, der 1981 unter bis heute ungeklärten Umständen bei Flugzeugabsturz umkam. Ihm folgte Vizepräsident Osvaldo Hurtado im Amt, der 1984 vom konservativen León Febres Cordero abgelöst wurde, auf den der sozialdemokratische Rodrigo Borja und der konservative Architekt Sixto Durán-Ballén folgten. Diese drei Präsidenten regierten jeweils ihre gesamte verfassungsgemäße Amtszeit, was seit dem Ende der Präsidentschaft Durán-Ballén (1996) nicht mehr vorgekommen ist. Bereits nach wenigen Monaten endete 1997 die Präsidentschaft von Abdalá Bucaram, eines Schwagers von Jaime Roldós, im durch politische Unfähigkeit und Korruption hervorgerufenen Chaos, woraufhin der Präsident fluchtartig das Land Richtung Panama verlassen musste. Eine neue Konstellation ergab sich, als in der Folge linksgerichtete Militärs mittlerer Ränge in seltener Koalition mit indianischen Gruppen durch einen Putsch am 21. Januar 2001 den Präsidenten Jamil Mahuad stürzten. Hintergrund waren vor allem die Proteste gegen die Dollarisierung des Landes und die Abschaffung der eigenen Landeswährung Sucre. Nachdem kurz ein Triumvirat aus dem Indianerführer Antonio Vargas, dem ehemaligen Verfassungsrichter Carlos Solórzano und dem Obristen Lucio Gutiérrez die Macht übernommen zu haben schien, wurde schließlich – auch auf Drängen der US-amerikanischen Botschaft – der bisherige Vizepräsident Gustavo Noboa als Präsident eingesetzt und vereidigt. Dieser brachte Mahuads Amtszeit zuende. Bei den Wahlen im Oktober 2002 traten neben den Ex-Präsidenten Rodrigo Borja und Osvaldo Hurtado und dem Multimillionär Álvaro Noboa auch der inzwischen zum Politiker gewandelte Lucio Gutiérrez an. Er gewann im zweiten Wahlgang mit 54% der Stimmen die Präsidentschaftswahl, konnte aber keine dauerhaft stabile Regierung bilden, da er seine Wahlversprechen insbesondere im Bereich der Sozialpolitik kaum umsetzten konnte. Die Minister der an der Regierung beteiligten Plurinationalen Indianerbewegung Pachakutik verließen daraufhin das Kabinett. Gutiérrez' eigene Partei verfügte nur über sechs von 100 Parlamentsmandaten, so dass er in der Folgezeit auf wechselnde Koalitionen und instabile Mehrheiten angewiesen war. Unter anderem ließ er verfassungswidrig Richterposten am Obersten Gerichtshof neu besetzen, um Ex-Präsident Abdalá Bucaram die Rückkehr aus dem Exil zu ermöglichen. Am 20. April 2005 wurde der Präsident nach etwa einmonatigen Demonstrationen in Quito, die ihm Unfähigkeit, Korruption und Vetternwirtschaft vorwarfen, in einer Sondersitzung des Nationalkongresses seines Amtes enthoben; an seiner Stelle wurde der ehemalige Vizepräsident Alfredo Palacio vereidigt. In jüngster Zeit droht Ecuador unverschuldet eine Verwicklung in den kolumbianischen Bürgerkrieg, da die Rebellen der FARC die Nordgrenze des Landes immer wieder überschreiten, um die unwegsamen Gebiete südlich des Putumayo als Ruheraum zu missbrauchen. Weiter haben die USA im Jahre 2000 eine Marinebasis an der Pazifikküste in MAnta errichtet, um von dort aus kolumbianische Coca-Felder aus der Luft zu vernichten und die Guerillas zu bekämpfen.

Ecuador verlor 1904 große Teile seines nominellen Staatsgebiets im Norden und Osten an seine Nachbarländer Peru und Kolumbien, wobei es diese Gebiete nie wirklich kontrolliert hatte. 1941 marschierte die peruanische Armee in den Süden von Ecuador ein und löste damit den Peruanisch-Ecuadorianischer Krieg aus. Das peruanische Militär brannte die Stadt Santa Rosa nieder, besetzte den wichtigen Bananenhafen Machala und bedrohte Guayaquil. Ecuador musste daraufhin 1942 im Vertrag von Rio de Janeiro die Hälfte seines verbliebenen Territoriums an Peru abgeben, wobei auch hier wieder großenteils Gebiete vor allem im Osten und Südosten am Amazonas betroffen waren, in denen eine ecuadorianische Verwaltung seit der Kolonialzeit de facto nie bestanden hatte. Der letzte Grenzkrieg mit Peru um das Gebiet der Cordillera del Condor am Río Cenepa, entzündete sich 1995 an Streitigkeiten um die Auslegung dieses Vertrages und wurde offiziell erst 1999 durch einen nunmehr als 'endgültig' bezeichneten Grenz- und Friedensvertrag beendet. Ab 1995 führten die US-Amerikaner hier die verdeckte Operation "Safe Border" durch, um Ölförderanlagen und Pipelines gegen Auswirkungen der Grenzscharmützel zu sichern.

Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, Republik, ein gesetzgebendes Organ

Gesundheit

Impfungen

  Ecuador verlangt offiziell keine Pflichtschutzimpfungen. Jedoch sollten Sie sich vor der Abreise bei einem Tropenarzt oder dem Auswärtigen Amt über notwendige Impfungen informieren.
Generell ist ein Schutz gegen Tetanus, Diphterie, Polio und Hepatitis A und B sehr empfehlenswert. Bei Reisen ins tropische Landesinnere oder in die Küstenregion Esmeralda ist weiterhin eine Gelbfieberimpfung sinnvoll. Falls Sie vorhaben in das Küstengebiet oder Amazonas-Tiefland zu reisen, sollten Sie vorher eine Malariaprophylaxe einnehmen. Eine 100%tige medikamentöse Prophylaxe gibt es allerdings nicht, da die viele unterschiedlichen Moskito-Stämme gegen einige Mittel bereits immun geworden sind.
Vor der Dämmerung sollten Sie Ihre Haut mit insektenabweisenden Mitteln wie Autan oder Zedan einreiben und abends langärmelige, helle Kleidung tragen. Noch wirksamer ist natürlich ein Moskitonetz bei Nacht, das Sie vor den Stichen der Mücken schützt.

In Ecuador gibt es das Abwehrmittel Detan. Es hilft zwar, aber ist hautagressiv.

 

Allgemeine Vorsichtsmassnahmen

Sie sollten viel trinken, mäßig essen und gut salzen. Wenn der Urin dunkel wird, sollten Sie dies umgehend untersuchen lassen. Essen Sie außerhalb von Hotels der Komfort- und Luxusklasse keine Mayonnaise, Tatar oder Eiscreme. Weiterhin sollten Sie auf rohe Salate und Milch verzichten, sowie auf Eiswürfel und Leitungswasser.
„Cook it, fry it, peel it or forget it!“ lautet eine alte Regel, an die Sich sich halten sollten.
Wenn Magen-Darm-Probleme auftreten sollten, nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Helfen kann auch Salz oder eine Glukose-Electrolyt-Mischung, die man in jeder Apotheke bekommt.

Sonnenschutz

In Ecuador ist die Sonneneinstrahlung aufgrund der Nähe zum Äquator sehr hoch. Nehmen Sie deshalb eine Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, eine gute Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung mit.

Höhenkrankheit

Quito liegt bei etwa 2800m. Aufgrund dieser Höhenlage kann es innerhalb von 6 – 12 Stunden nach Ankunft zu einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens kommen. Dies kann sich in Form von beschleunigtem Herzschlag, schwerer Atmung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, Schwindel und Schwellungen im Bereich des Gesichts, der Arme und der Füße äußern.
Wenn man sich an einige Grundregeln hält, kann man gut mit den extremen Höhen in Ecuador umgehen: Ruhen Sie sich besonders am ersten Tag aus. Rauchen Sie möglichst nicht und trinken Sie keinen Alkohol. Trinken Sie Coca-Tee. Und inhalieren Sie bei starken Kopfschmerzen ca. 5 – 10 Minuten Sauerstoff.
Ärzte empfehlen gegen die „Höhenkrankheit“ die Einnahme von DIAMOX.
Untrainierte Bergsteiger sollten sich vor Reiseantritt unbedingt sachkundigen Rat einholen.
die "Höhenkrankheit" wird von Ärzten die Einnahme von DIAMOX empfohlen. Untrainierten Bergsteigern wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt sachkundigen Rat einzuholen. Von der "akuten Bergkrankheit" spricht man, sofern mehrere der o.a. Symptome auftreten.
Wenn kein weiterer Aufstieg erfolgt, verschwinden diese Beschwerden in der regel im Laufe von ein bis zwei Tagen.
Faktoren, die zu einem Auftreten der akuten Bergkrankheit führen können, sind die individuelle Disposition, die Ausgangshöhe, die Aufstiegsgeschwindigkeit und der Grad der körperlichen Anstrengung.

Krankenhäuser und Ärzte

Im privaten Gesundheitssektor gibt es hervorragende Mediziner. Fast alle Reise-Krankenversicherungen beinhalten eine Übernahme der anfallenden Kosten für eine Behandlung. Private Kliniken sind in Punkto Ambulanz und stationäre Behandlung auf europäischem Niveau.
Die staatlichen Provinzkrankenhäuser und Gesundheitszentren sind logistisch oft schlecht ausgestattet und sollten daher nur als Anlaufstelle für erste Untersuchungen und in Notfällen genutzt werden.

Leitungswasser

Wenn Sie es unbedingt trinken möchten, sollten Sie es vorher wenigstens abkochen und filtern. In Lebensmittelgeschäften können Sie aber auch einfach „agua linda“ in Flaschen kaufen.

 

Gesundheitsprophylaxe Ecuador

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 05.12.2005 14:25



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