| Allgemeine
Landesdaten |
Offizieller Name: Republica de Chile
Fläche: 756.626 km²
Einwohnerzahl: 15.402.000 (2001)
Größte Städte: Santiago de Chile (Hauptstadt) - 5,3
Mio, Concepcion - 312.000, Vina del Mar - 312.000, Valparaiso
- 296.000 Einwohner.
Offizielle Landessprache: Spanisch.
Bevölkerungsgruppen: Mestizen 89,7 %, Mapuchen 9,6
%, Aymara 0,5 %, Rapa Nui Polynesier 0,2 % (1992).
Religion: Römisch-Katholisch 76,7 %, Protestanten
13,2 %, Atheisten 5,8 %, Andere 4,3 % (1992).
Lebenserwartung: Männer - 72,4, Frauen - 79,2 (2000).
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Auskunft |
Zwar hat Chile noch kein offizielles Fremdenverkehrsamt in
Deutschland, dennoch gibt es einige Möglichkeiten, Information
über Chile zu erhalten.
Allgemeines Informationsmaterial kann man bei
ProChile, Generalkonsulat von Chile
- Wirtschaftsabteilung -
Kleine Reichenstr. 1
20457 Hamburg
gegen Portokosten anfordern.
Im Internet findet man unter http://www.chileinfo.de
Fahrpläne, Preislisten oder Straßenkarten.
Zudem ist der jährlich aktualisierte chilenische Reiseführer
Turistel sehr nützlich, der allerdings nur in spanischer oder
englischer Sprache vorliegt und in Chile an jedem Zeitungsstand
bzw. am Flughafen erhältlich ist.
Verlag Turiscom, Av. Santa María 0120 Santiago Tel.: 0056
2 3658800 Fax: 0056 2 2070250.
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Besonderheiten |
Umgangsformen
Unter Freunden und Verwandten begrüßt man sich mit einem
herzlicher abrazo, der aus einem Händedruck und einer Umarmung
besteht. Frauen und Familienangehörige bekommen zumeist noch
einen Kuss auf die rechte Wange. In kleiner Runde verabschiedet
man sich bei jedem Einzelnen der Freunde oder Familienmitglieder
mit dem abrazo. Bei der ersten Begegnung gibt man sich die
Hand, wobei immer auf Blickkontakt geachtet werden sollte.
Die traditionellen Begrüßungsformeln lauten: Qui ubo ("Wie
geht's?"), Cómo está? ("Wie geht es Ihnen?") und Gusto de
verte ("Schön dich zu sehen.").
Weltkulturerbe
Rapu Nui Nationalpark (Osterinsel)
Haustiere
Chile legt besonders bei Hunden Wert darauf eine Bestätigung des ausreisenden Landes zu erhalten, die nicht älter als 10 Tage sein sollte. Es muss ein Attest eines Veterinärs vorgelegt werden. Die SENASA, die staatliche Tiergesundheitsbehörde von Argentinien, kann ein solches Attest ausstellen und ist in fast allen argentinischen Orten vertreten. Dies gilt auch für Veterinäre. Die SENASA Station am Stadteingang von Rio Gallegos ist empfehlenswert, wenn Sie zb über den Landweg nach Feuerland reisen möchten. Solch eine Bestägigung ist dann für mehrere Grenzübertritte gültig und kostet ca. 17US$. Da die Chilenen bei jeder Grenzkontrolle eine Bestätigung verlangen, ist es ratsam sich mehrere Kopien geben zu lassen. Die Chilenen kontrollieren sehr genau, treffen Sie also vor Reisebeginn alle Vorbereitungen.
Die zweite Kopie wird abgestempelt und wird einbehalten, wenn Sie wieder ausreisen.
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| Bilder |
Bilder
aus Chile. |
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Reisen - Buchen - Mietwagen - Hotelbewertung
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Diplomatische Vertretungen |
Chilenische Botschaften
- Mohrenstr. 42, D - 10117 Berlin, Tel.: 030 7262035, Fax: 726203603
- Lugeck 1, A - 1010 Wien, Tel.: 0222 5122353, Fax: 512920833
- Eigerplatz 5, CH - 3007 Bern, Tel.: 031 3710745, Fax: 3720025.
Deutsche Botschaft
Calle Augustinas 785, 8. Stock, Santiago, Tel.: 02 4632500,
Fax: 4632525.
Österreichische Botschaft
Barros Errazuriz 1 968, Casilla 161 96, Santiago, Tel.: 02
2234281, Fax: 2049382.
Schweizer Botschaft
Edificio Forum, Providencia 2 653, Casilla 38 75, Santiago,
Tel.: 02 2322693, Fax: 2321872.
Die Dienstzeiten der diplomatischen Vertretungen in Chile
beschränken sich auf die Vormittagsstunden zwischen 10-12
Uhr.
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Einreise und Ausreise |
Die Tarjeta de Turismo, eine Touristenkarte, die einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt, bekommen Deutsche, Österreicher und Schweizer kostenlos bei ihrer Einreise.
Diese Karte können Sie einmalig um 30 Tage verlängern, vorausgesetzt, Sie tuen dies 30 Tage bevor Ihre Touristenkarte abläuft. Wenden Sie sich hierzu an die Ausländerbehörde (Extranjería), Moneda 1342, Santiago, Tel.: 0056-2-6725320 oder bei der jeweiligen „Gobernación Provincial“ (Provinzverwaltung). Für solch eine Aufenthaltsverlängerung müssen Sie einen gültigen Reisepass, Ihre Touristenkarte und zwei Passfotos in Farbe ( vermerken Sie auf der Rückseite Name, Vorname und Passnummer). Halten Sie auch Geld für die Verlängerungsgebühren bereit.
Sie müssen mit Fragen nach Ihrem Rückflugticket oder nach Devisenwechselbescheinigungen in Höhe von mindestens 300 US$ pro Monat von dem Beamten rechnen.
Bei der Ausreise muss die Tarjeta de Tourismo abgegeben werden.
Im Falle des Verlusts Ihrer Karte, wenden Sie sich sofort bei der Polícia International bzw bei einer Dienststelle der Polizei. Dort kann Ihnen die Karte ersetzt werden.
Anderenfalls müssen Sie mit großen Schwierigkeiten und hohen Geldstrafen rechnen.
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Familienstruktur |
Das Gros der Chilenen geht die Ehe erst ein, wenn die Ausbildung
abgeschlossen ist. Männer heiraten durchschnittlich im Alter
von 22 Jahren, die Frauen sind im Schnitt etwas jünger. Zuvor
findet in der Regel eine Verlobung statt, nachdem das Paar ein
bis drei Jahre zusammen gewesen ist. dassdie Chilenen zu knapp
77 % römisch-katholischen und zu knapp 13 % protestantischen
Glaubens sind, sind Hochzeitszeremonien nach den Traditionen
des Christentums allgemein üblich.
Eine Scheidung ist nicht legal. Das einzige Schlupfloch, das
den Chilenen bleibt, ist, ihre Ehe mit Hilfe von Rechtsanwälten,
"Zeugen" oder Geld im Nachhinein für nichtig erklären zu lassen.
Von Scheidung kann somit nicht gesprochen werden, allenfalls
von Annullierung. Auch wenn nach wie vor der Vater das Familienoberhaupt
verkörpert, besitzt die Mutter großen Einfluss, wobei die Beziehung
untereinander prinzipiell auf gegenseitigem Einverständnis basiert.
Dominierten früher die Männer das private und öffentliche Leben,
so haben sich in den letzten Jahren die Ansichten über die Rolle
der Frau und ihre Position in der Gesellschaft verändert. Frauen
stellen mittlerweile 32,4 % der Erwerbstätigen (1999) und nehmen
viele wichtige Positionen in Politik und Geschäftswelt ein.
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Flora & Fauna |
Die Pflanzenwelt Chiles umfasst über 5000 Arten, von denen
etwa die Hälfte endemisch ist. Zu den Besonderheiten gehört
die Polsterpflanze Yareta. Sie wächst nur um 1 mm im Jahr
und ist in den nördlichen Hochanden verbreitet. Während in
der Wüste nur wenige Pflanzen einen Lebensraum finden, wachsen
an der nebelreichen Küste und in der semiariden Zone zwischen
der Atacamawüste und der Zentralregion Kakteen-, Dornbusch-
und Hartgrasgewächse. Zu den Baumarten gehören die Zypressenart
Alerce, Algarrobo, zehn Arten der Südbuche, Roble, Ulmo und
Laurel, im Süden auch die Araukarie (Südtanne), die bis zu
60 m hoch werden kann.
Die Tierwelt ist weniger artenreich als in anderen Ländern
Südamerikas, dassdie Gebiete des heutigen Chile durch die
Hochkordillere abgeschirmt waren. Es fehlen typische Säugetiere
wie Affe, Tapir, Faultier oder Ameisenbär. Zu den vom Aussterben
bedrohten Arten gehören neben den Lamaarten Guanako und Vikunja
der Puma, der Südliche Andenhirsch und der Pudu mit einer
Widerristhöhe von nur 34 cm die kleinste bekannte Hirschart.
Zu den gefährdeten Vogelarten zählt der Andenkondor.
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Flüge |
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Fotografieren
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Die gängigsten Markenfilme kann man in Chile erwerben. Diafilme
sind in Deutschland preiswerter.
| Tipps zum Fotografieren: |
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Licht
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Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
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Schnappschüsse
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Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld |
Der Peso, der in 100 Centavos unterteilt wird, ist die offizielle Währung in Chile. Im Umlauf sind Banknoten im Wert von 500, 1000, 2000, 5000, 10000 und 20000 Pesos, sowie Münzen im Wert von 1, 5, 10, 50, und 100 Pesos.
Ratsam ist es Ihr Bargeld in US$ mitzunehmen. Vor Ort können Sie das Geld dann in Banken, Wechselstuben und Reisebüros tauschen. Wechselstuben sind meist von 09.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Ein paar haben auch sonntags vormittags für Sie geöffnet. An Sonn- und Feiertagen ist es möglich in größeren Hotels Geld zu wechseln. Jedoch meist zu sehr ungünstigen Kursen. Es kann auch vorkommen, dass Straßenhändler Ihnen anbieten Geld zu tauschen, aber auf dieses Angebot sollten Sie lieber verzichten.
In Hotels, größeren Geschäften, Restaurants und an Tankstellen kann man problemlos mit den gängigsten Kreditkarten bezahlen. Um Geld abzuheben, steht Ihnen bei jeder Bank ein Geldautomat zur Verfügung. Sollten Sie im Besitz von Reiseschecks von American Express in US$ sein, können Sie diese bei Banken und Wechselstuben in größeren Städten eintauschen.
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Geografie |
Chile ist ein Land, das sich auf dem südamerikanischen Kontinent
über 4.200 Kilometer in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden
und des Pazifischen Ozeans erstreckt (zählt man den Antarktischen
Teil hinzu ca. 8.000 km), aber durchschnittlich nur ca. 180
Kilometer breit ist. Die engste Stelle beträgt im kontinentalen
Chile (ohne Antarktis) 90 km, die breiteste Stelle etwa 240
km. Die Längenausdehnung Chiles entspricht auf Europa übertragen
in etwa der Entfernung zwischen der Mitte Dänemarks und der
Sahara. Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehung über mehr als
39 Breitengrade, aber auch der beträchtlichen Höhenunterschiede
in West-Ost-Richtung, weist Chile eine große Vielfalt an Klima-
und Vegetationszonen auf.
Stark vereinfacht besteht Mittel- und Südchile aus zwei
parallelen Gebirgszügen mit Nord-Südverlauf: den Anden im
Osten und dem niedrigeren Küstenbergzug (Küstenkordillere)
im Westen. Dazwischen liegt das Zentraltal (Valle Central)
mit dem Hauptteil der Bevölkerung, des Ackerlands und des
Weinbaus. Die Höhe von Kordillere, Zentraltal und Anden nimmt
im Mittel von Norden nach Süden ab, so dass das Zentraltal
südlich der Stadt Puerto Montt, die etwa 1.000 km südlich
von Santiago liegt, unter den Meeresspiegel abtaucht. Gleichzeitig
wird die Küstenkordillere zu einer Inselkette, an der nur
noch die Bergspitzen aus dem Wasser ragen. In dieser Region
lässt sich deswegen eine einzigartige Fjord- und Insellandschaft
entdecken. Im Norden Chiles dagegen gibt es kein ausgeprägtes
Zentraltal, das heißt die Landschaft steigt von der Küste
kommend zunächst steil an und bildet dann ein etwa 1.000 -
1.500 m hohes Plateau bis zum Fuße der Anden. Das chilenische
Relief lässt sich geotektonisch grob in drei Bereiche einteilen:
die Anden im Osten, der Übergangsbereich (Pampa de Tamarugal
und Valle Longitudinal) und das Küstengebirge (Cordillera
de la Costa).
Die chilenischen Anden, die nur an wenigen Stellen die 2.000
m-Höhenlinie unterschreiten, unterteilen sich hinsichtlich
ihrer geologisch- tektonischen Struktur von Nord nach Süd
in vier größere Blöcke.
- Im großen Norden (spanisch norte grande) des Landes zieht
sich eine etwa 1.000 km lange Kette rezenter Stratovulkane
von der Grenze zu Peru (etwa am 17. südlichen Breitengrad)
bis zum höchsten Berg des Landes, dem erloschenen Vulkan
Ojos del Salado (6.880 m), der südlich des 27. Breitengrades
in etwa auf der Höhe der Stadt Copiapó liegt.
- Im kleinen Norden (spanisch norte chico) zwischen dem
27. und 33. Breitengrad, der etwas nördlich der Hauptstadt
Santiago de Chile verläuft, befindet sich die durchschnittlich
5.000 m hohe Hochkordillere, die frei von jungem Vulkanismus
ist.
- Von Santiago de Chile über den gesamten kleinen Süden
(span. sur chico) bis etwas südlich der Stadt Puerto Montt
(42. Breitengrad) setzt mit dem 6.800 m hohen Vulkan Tupungato
erneut eine langgestreckte Vulkankette ein, die aber nach
Süden schnell an Höhe verliert.
Im großen Süden (spanisch sur grande), der bis zur Insel
Feuerland reicht, gibt es nur noch wenige isolierte Vulkane
und die Höhe von 3.000 m wird nur noch selten überschritten.
Hier dominiert der glaziale Formenschatz mit Gletscherseen,
Karen und Fjorden das Landschaftsbild. Das Gebirge Cordillera
Darwin bildet den letzten grossen Gebirgszug vor dem Ende
Südamerikas. Der Übergangsbereich zwischen Küstenkordillere
und den Anden lässt sich in zwei Bereiche untergliedern: die
Pampa del Tamarugal im Norden und das Valle Longitudinal (auch
Valle Central) im zentral-südlichen Bereich. Beide sind ausgeprägte
Graben-Systeme. Die Pampa del Tamarugal erstreckt sich direkt
entlang der nördlichen Vulkankette, während das etwas tiefer
gelegene Valle Longitudinal der südlichen Vulkankette folgt
und bei Puerto Montt (41° 30' S) ins Meer abtaucht. Die Küstenkordillere
erstreckt sich mit einer kurzen Unterbrechung südlich der
Insel Chiloé über die gesamte Westseite des Landes. Sie steigen
im Norden des Landes zwischen Arica und Chañaral (26. Breitengrad)
als Steilküste unmittelbar auf 1.000 m ü.M. (stellenweise
sogar über 2.000 m ü.M.) an. Da die wenigen Flüsse in diesem
Raum aufgrund des extrem ariden Klimas nicht die Kraft zum
Durchbruch haben, wird sie hier nur von wenigen Tälern durchschnitten.
Die Talsysteme häufen sich erst südwärts von Chañaral. Das
Küstengebirge flacht nach Süden hin ab und erreicht im kleinen
Süden schließlich nur noch an wenigen Stellen Höhen über 1.000
m. Die Küstenkordillere setzt sich ab dem 44. Breitengrad
(Chonos Archipel) als Inselkette fort. Etwa 160 km vor der
chilenisch-peruanischen Küste im Pazifik liegt der Atacamagraben
(Chilegraben) mit max. 8.065 m Tiefe. Vor fast der gesamten
chilenischen Küste bis ungefähr zur Halbinsel Taitao liegt
die Nasca-Platte. Diese tektonische Platte ist die Ursache
vieler schwerer Erdbeben und Tsunamis in Chile. Sie faltet
die Anden auf.
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Geschichte |
Seit 1541 wurde Chile von den Spaniern erobert und dem spanischen
Vizekönigreich Peru zugeschlagen. 1778 unabhängiges Generalkapitanat.
Ab 1810 Erhebungen gegen die Spanier, 1818 unabhängig, erste
Verfassung. 1879 bis 1883 siegreicher Krieg um die Salpeterfelder
gegen Peru und Bolivien. 1891 Einführung eines parlamentarischen
Systems. Mit der Gewinnung von Stickstoff aus der Luft verlor
das chilenische Salpetermonopol nach 1918 seine Bedeutung;
wirtschaftlicher Niedergang und soziale Spannungen waren die
Folge. mithilfe des Militärs übernahmen nach dem Ersten Weltkrieg
konservative Kräfte die Macht. Aufschwung während des Zweiten
Weltkrieges, danach neue Krisen.
1970 wurde Salvatore Allende als Kandidat eines Linksbündnisses
(Unidad Populare) Präsident und versuchte, mit radikalen Reformen
(Bodenreform, Verstaatlichung der Kupferbergwerke) die wirtschaftliche
Situation zu verbessern. Nach einem erneuten Wahlsieg für
Allendes Partei putschte das Militär am 11. September 1973.
Allende verübte Selbstmord. Eine Junta unter General Augusto
Pinochet löste das Parlament auf, verbot die Parteien und
regierte mit antikommunistischem Staatsterror; Regimekritiker
wurden verhaftet und gefoltert, Tausende verschwanden. Pinochet,
seit 1974 auch Präsident, musste 1989 nach Protesten und Unruhen
die Macht abgeben, blieb aber bis 1998 Oberbefehlshaber der
Streitkräfte und Senator auf Lebenszeit.
1990 erstmals wieder freie Wahlen. Der Sozialist Ricardo
Lagos (61) gewann am 16.1.2000 in Chile die Stichwahl um das
Präsidentenamt mit über 51 % der Stimmen. Sein Kontrahent,
der Rechtspopulist Joaquin Lavin (46), erhielt rund 48 %.
Lagos ist der erste sozialistische Präsident Chiles seit Salvador
Allende, der 1973 beim Putsch General Augusto Pinochets ums
Leben kam. Beide Kandidaten lagen im ersten Wahlgang am 12.12.1999
fast gleichauf bei 47,5 %. Der nun zum Nachfolger von Christdemokrat
Eduardo Frei (57) gewählte Staatspräsident Lagos wurde am
11.3.2000 für eine Amtsperiode von sechs Jahren vereidigt.
Er wolle der Präsident aller Chilenen sei, erklärte Lagos
und rief seine Landsleute zur Einigkeit auf. Bei ähnlichen
politischen Zielen (mehr Arbeitsplätze, bessere Gesundheitsfürsorge,
weniger Kriminalität) trennt Lagos und Lavin vor allem ihre
politische Vergangenheit: Ökonom Lavin, gemeinsamer Kandidat
der rechtsgerichteten Parteien UDI und RI, unterstützte den
Militärmachthaber Pinochet, Lagos war während der Militärdiktatur
einer der Oppositionsführer.
18 Monate war Pinochet in Großbritannien arretiert, dassgegen
ihn wegen Mordes ein Auslieferungsantrag Spaniens vorliegt.
Am 02.03.2000 wurde Pinochet von der britischen Regierung
"begnadigt", seine Auslieferung an Spanien aus gesundheitlichen
Gründen verweigert. Inzwischen nach Chile zurückgekehrt, deuten
alle Zeichen darauf, dass Pinochet in England seine Krankheiten
nur simuliert hat. In einem chilenischen Militärkrankenhaus
wurde nur erhöhter Blutdruck festgestellt. Der chilenische
Ex-Diktator Pinochet ist vom Parlament mit einem zusätzlichen
Schutz gegen Strafverfolgung ausgestattet worden. Dies ist
das Ergebnis einer Verfassungsänderung, die am 26. März 2000
mit 113 Stimmen bei 27 Gegenstimmen vom Kongress angenommen
wurde. Im Parlament kam es dabei zu lauten Protesten von Angehörigen
der Diktaturopfer. In Südchile wurden bis am 27.03.2000 12
verscharrte Leichen mutmaßlicher Diktaturopfer gefunden.
Ein chilenisches Gericht hat am 05.06.2000 die Immunität
des früheren Diktators Augusto Pinochet aufgehoben. Die 22
Richter des Berufungsgerichts in Santiago de Chile bestätigten
damit seit Wochen zirkulierende Gerüchte. Das Gericht hatte
die Entscheidung mit 13 gegen neun Richterstimmen gefällt.
Die Beratung hatte bereits vor zwei Wochen stattgefunden.
Das Ergebnis sollte zunächst geheim gehalten werden. Aus Justizkreisen
war jedoch sofort durchgesickert, was die Richter beschlossen
hatten. Die Aufhebung der Immunität von Pinochet ist eine
wichtige Voraussetzung, um Anklage gegen den 84-jährigen erheben
zu können. Der Weg bis dorthin ist jedoch noch weit. Zunächst
steht dem Ex-Diktator das Recht zu, gegen die Entscheidung
des Berufungsgerichts den Obersten Gerichtshof anzurufen.
Pinochets Verteidiger haben bereits angekündigt, dass sie
das tun wollen. Die Frage eines Prozesses gegen Pinochet spaltet
Chile. In der Zeit der Diktatur von 1973 bis 1990 wurden mehr
als 3 000 politische Gegner umgebracht. Die Angehörigen der
Opfer fordern seit Jahren vergeblich Gerechtigkeit. In ersten
Reaktionen zeigten sie sich erleichtert über die Entscheidung.
Die Anhänger Pinochets streiten Verstöße gegen die Menschenrechte
nicht völlig ab, bezeichnen sie aber als "Exzesse" Untergebener.
Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, Republik, zwei gesetzgebende Organe
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Gesundheit |
Für Chile sind Impfungen sind unbedingt erforderlich. Die Malaria oder andere Tropenkrankheiten treten in Chile nicht auf. Jedoch ist es ratsam Schutzimpfungen wie Typhus, Tetanus, Hepatitis A und B zu überprüfen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie aber Ihren Impfpass mit sich führen, in dem Ihre Blutgruppe eingetragen ist. In den größeren Städten von Chile ist eine gute ärztliche Versorgung und das Erhalten von Medikamenten gewährleistet. Wir für jede Reise ist eine kleine Reiseapotheke mit Kopfschmerztabletten, Kohlecompretten und Heftpflastern empfehlenswert.
Sie sollten außerdem nicht auf die übliche Körperhygiene und Zurückhaltung beim Essen verzichten.
Gesundheitsprophylaxe
Chile
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