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Brasilien [Teil 1]

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Republica Federativa do Brazil

Fläche: 8.547.404 km²

Einwohnerzahl: 172.118.000 (2001)

Größte Städte: Sao Paulo - 9,6 Mio, Rio de Janeiro - 5,4 Mio, Belo Horizonte - 2,0 Mio, Salvador - 2,0 Mio, Fortaleza - 1,7 Mio, Brasilia (Hauptstadt) - 1,6 Mio Einwohner.

Offizielle Landessprachen: Portugiesisch.

Bevölkerungsgruppen: Weiße 54,4 %, Mulatten und Mestizen 39,9 %, Schwarze 5,2 %, Asiaten 0,4 %, Andere 0,1 %.

Religion: Katholiken 74,3 %, Protestanten 23,2 %, Andere 2,5 % (1995).

Lebenserwartung: Männer - 58,5, Frauen - 67,6 (2000).

Auskunft Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika e. V.
Domenecker Str. 19
74219 Möckmühl
Tel.: 06298 929277
Fax: 929278
E-Mail: arge.lateinamerika@t-online.de, www.lateinamerika.org
Besonderheiten

Umgangsformen

Die Brasilianer begrüßen sich normalerweise mit Handschlag, doch gute Freunde umarmen sich auch. Frauen küssen sich oft auf beide Wangen bzw. deuten diese Geste an. Die üblichen Begrüßungsformeln sind Como vai? (“Wie geht's?”) und Tudo bem? (“Alles in Ordnung?”). Freunde grüßen sich auch einfach nur mit Oi (“Hallo”). Trifft man eine kleinere Gruppe von Leuten oder verabschiedet man sich von ihr, so gebietet es die Höflichkeit, jedem Anwesenden die Hand zu schütteln. Tcháu (“Auf Wiedersehen”) und Até logo (“Bis bald”) sind die gängigen Abschiedsformeln. Brasiliens mildes tropisches Klima ermöglicht es, die meiste Zeit im Freien zu verbringen. Oft verfügen die Häuser über offene, aber sonnengeschützte Innenhöfe. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Straßencafés und Gartenrestaurants. Häufig essen die Brasilianer erst spät zu Abend und sind bis tief in die Nacht gesellig. Nach Hause eingeladene Gäste kommen generell etwas später, außer in São Paulo. Es wird allgemein als unhöflich betrachtet, persönliche Fragen z. B. nach dem Alter oder dem Einkommen zu stellen.

Gesetzliche Feiertage

1. Jan. 2002 Neujahr. 8. - 12. Febr. Karneval. 29. März Karfreitag. 21. April Tiradentes-Tag (Entdeckung Brasiliens). 1. Mai Maifeiertag. 30. Mai Fronleichnam. 7. Sept. Unabhängigkeitstag. 12. Okt. Mariä Erscheinung. 2. Nov. Allerseelen. 15. Nov. Tag der Republik. 25. Dez. Weihnachten.
1. Jan. 2003 Neujahr. 28. Febr. - 4. März Karneval. 18. April Karfreitag. 21. April Tiradentes-Tag (Entdeckung Brasiliens). 1. Mai Maifeiertag. 19. Juni Fronleichnam. 7. Sept. Unabhängigkeitstag. 12. Okt. Mariä Erscheinung. 2. Nov. Allerseelen. 15. Nov. Tag der Republik. 25. Dez. Weihnachten.

Landessprache

Die Landessprache ist Portugiesisch, aber in Brasilien wird Portugiesisch mit einem anderen Akzent und Tonfall gesprochen als in Portugal oder in anderen ehemaligen portugiesischen Kolonien. Man kann ruhig sagen, dass die Brasilianer Brasilianisch sprechen, sowie man das Englisch der Amerikaner auch als Amerikanisch bezeichnet. In größeren Hotels wird Englisch gesprochen. Spanisch wird verstanden.

Weltkulturerbe

Altstadt von Ouro Preto; Altstadt von Olindass; Nationalpark Iguacu (von der UNESCO als besonders gefährdet eingestuft); Jesuitenmissionen der Guarani - Ruinen von Sao Miguel das Missoes; Historisches Zentrum von Salvador de Bahia; Wallfahrtskirche "Guter Jesus" von Congonhas; Brasilia; Nationalpark Serre dassCapivara (mit Felszeichnungen); Historischer Stadtkern von Sao Luis do Maranho; Historisches Zentrum von Diamantina; Regenwaldgebiet der "Küste der Entdeckung"; Südöstliche Atlantische Wälder.

Bilder Bilder aus Brasilien.

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Diplomatische Vertretungen

Brasilianischen Botschaft Wallstraße 57 10179 Berlin Fax: 030 72628320 E-Mail: brasil@brasemberlim.de Internet: www.brasilianische-botschaft.de (Informationen bitte nur schriftlich anfordern).

Deutsche Botschaft
Brasília, Av. das Nações, Lote 25, Tel.: 061 / 244 72 73, Fax: 244 60 63, E-Mail: germanembassy@zaz.com.br.

Deutsches Generalkonsulat
Rio de Janeiro, Rua Presidente Carlos de Campos 417, Tel.: 021 / 553 67 77, Fax: 553 01 84.

Deutsches Generalkonsulat
São Paulo, Av. Brigadeiro Faria Lima 2092/12. Stock, Tel.: 011 / 814 66 44, Fax: 815 75 38.

Botschaft der Republik Österreich
Brasília, Av. das Nações, Lote 40, Tel.: 061 / 243 31 11, Fax: 4435233.

Österreichisches Generalkonsulat
Rio de Janeiro, Av. Atlântica 3804, Tel.: 021 / 522 22 86, Fax: 521 61 80.

Österreichisches Generalkonsulat
São Paulo, Rua Augusta 2516, Tel.: 011 / 282 62 23, Fax: 30 64 27 45.

Botschaft der Schweiz
Brasília, Av. das Nações, Lote 41, Tel.: 061 / 443 55 00, Fax: 443 57 11 Rio de Janeiro, Rua Mendes 157, Tel.: 021 / 221 18 67, Fax: 252 39 91.

Schweizerisches Generalkonsulat
São Paulo, Av. Paulista 1754, Tel.: 011 / 253 49 51, 253 57 16.

Einreise und Ausreise

 Für die Einreise nach Brasilien benötigen Sie einen Reisepass, der allerdings noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Für europäische Touristen besteht meist keine Visumspflicht. Touristen aus folgenden Ländern brauchen für die Einreise kein Visum:
Andorra, Argentinien, Bahamas, Barbados, Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Chile, Kolumbien, Dänemark, Ecuador, Spanien, Philippinen, Finnland, Großbritannien, Holland, Irland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Marokko, Monaco, Namibia, Norwegen, Österreich, Paraguay, Peru, San Marino, Schweden, Schweiz, Surinam, Trinidad-Tobago und Uruguay. Bei einem Aufenthalt von bis zu 60 Tagen ist auch für Touristen aus Venezuela kein Visum erforderlich.
Die »Cartão de Entrada / Saída », ein Formular, das Sie bei der Einreise erhalten, gestattet Ihnen einen drei monatigen Aufenthalt in Brasilien. Bei der Ausreise ist dieses Formular wieder abzugeben. Bei der Polícia Federal können Sie unter Umständen eine Verlängerung für drei weitere Monate beantragen.
Wichtig für Touristen aus lateinamerikanischen Ländern ist, den internationalen Impfpass mit sich zu führen, da sie einen Nachweis zur Impfung gegen Geldfieber vorweisen müssen.

Familienstruktur Damit eine Ehe rechtsgültig ist, muss sie vor dem Standesamt geschlossen werden. Die meisten Brasilianer heiraten jedoch auch kirchlich. Die Hochzeitsfeiern werden sorgfältig und sehr aufwändig geplant. Doch es ist nicht ungewöhnlich, dass Paare in einem eheähnlichen Verhältnis ohne Trauschein zusammenleben. In Brasilien gibt es noch die traditionelle Großfamilie, wobei Verwandte väterlicher- und mütterlicherseits den selben Stellenwert einnehmen. Pflegebedürftige Familienmitglieder leben bei ihren Kindern. Es gilt als Schande, sie ins Altersheim zu schicken. Die überlegene Stellung des Mannes über die Frau weicht in den Familien allmählich der Gleichberechtigung der Geschlechter. Immer mehr Frauen sind berufstätig. Die Familienmitglieder unterstützen sich gegenseitig, und oft tragen auch die Jüngeren dazu bei, das Auskommen der Familie zu sichern.
Flora & Fauna

Weite Teile Brasiliens werden von Wäldern bedeckt und die tropischen Regenwälder des Amazonasbeckens sind die artenreichsten Gebiete der Erde. Die großflächige Abholzung der Regenwälder am Amazonas wird international mit großer Sorge betrachtet.

Die Tierwelt des Amazonasbeckens ist ebenso bunt und artenreich wie die Pflanzenwelt. Zahlreiche Affen-, Schlangen- und Laubfroscharten sowie Hunderte verschiedener Vogelarten bevölkern die Regenwälder.

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Fotografieren

 

Farbnegativfilme sind nach wie vor sehr teuer in Brasilien, allerdings überall erhältlich, Diafilme hingegen nicht. Es ist kein Problem, Menschen zu fotografieren, und der Brasilianer hat normalerweise auch nichts dagegen einzuwenden. Allerdings sollten Sie immer mit dem nötigen Respekt Ihre Schnappschüsse machen. Ihre Fotoausrüstung sollten Sie unauffällig (Plastiktüte o. Ä..) mit sich herumtragen und nicht in einer Fototasche. Diebstahlgefahr ist groß. 

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld

Währung ist der Real. An Papiergeld gibt es Scheine von 1, 5, 10, 50 und 100 Reals und Münzen von 1 Real und 1, 5, 10, 15 und 50 mittlerweile gibt es wegen des hohen Fälschungsvorkommens auch Plastik Geldscheine. Der US-Dollar ist bei den meisten Banken nicht so gern gesehen, deshalb berechnen diese Provisionen beim Umtausch. Der Umtausch ist in Wechselstuben (Casa de Cambio) und oft in den Hotels möglich, wenn auch häufig zu einem ungünstigeren Kurs. Nehmen Sie bitte keine Reals mit zurück nach Hause, die werden Sie nur schwer wieder los. Im Übrigen sind Banken (Öffnungszeiten Mo-Fr 10-16 Uhr) nur für den internen Geldverkehr gedacht. Der Kurs wird in den Tageszeitungen veröffentlicht.

Hinweis: US$ und DM Reiseschecks, Umtausch von kleineren Beträgen in der Regel vor Ort möglich. Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels und Geschäften der Großstädte akzeptiert.

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Geografie Brasilien unterteilt sich in zwei Hauptgebiete, das breite Amazonasbecken im Norden mit dem weltweit größten Flusssystem und in das dicht besiedelte Hochlandgebiet im Süden und Osten.
Geschichte

Nachdem der spanische Navigator Vicente Yáñez Pinzón die brasilianische Küste wohl als erster Europäer entdeckte und kurz beim heutigen Recife an Land ging, nahm schließlich ein Jahr später, 1500, der portugiesische Seefahrer Pedro Alvares Cabral das Land für Portugal in Besitz. Er gilt als Entdecker Brasiliens und nannte das Gebiet beim heutigen Brazil Terra de la Vera Cruz. Nach dem Schiedsspruch von Papst Alexander VI. Aufteilung der Interessensphären zwischen Spanien und Portugal, seit Gründung der Stadt Sao Vicente 1532 systematische Besiedlung durch Portugiesen. 1549 residierte in Bahia ein Vizekönig, vorübergehend war die Kolonie Angriffen von Engländern, Franzosen und Holländern ausgesetzt. Während in der Küstenregion mithilfe Tausender aus Afrika zwangsverschleppter Sklaven Zuckerrohr angebaut wurde, drangen von Sao Paulo aus die Waldläufer ("Bandeirantes") auf der Suche nach Gold und Diamanten bis an die Ausläufer der Anden vor. 1763 verlegte der Vizekönig seinen Sitz von Salvador dassBahia nach Rio de Janeiro.

1808 floh der portugiesische Hof vor dem Einmarsch der Franzosen in Lissabon nach Brasilien. Ein Jahr nach dessen Heimkehr erklärte Brasilien am 7. September 1822 seine Unabhängigkeit. 1825 erkannte Portugal die Unabhängigkeit an. Unter der Herrschaft von Pedro II. wurde 1850 der Sklavenhandel verboten, die Einwanderung von Europäern gefördert, 1888 verfügte das Parlament die Freilassung aller Sklaven. Ein Militärputsch stürzte 1889 die Monarchie, Brasilien wurde Republik und erhielt 1891 eine republikanische und bundesstaatliche Verfassung nach dem Vorbild der USA. Soziale Unruhen in den 20er-Jahren und die Folgen der Weltwirtschaftskrise brachten den Liberalen Getulio Vargas 1930 an die Macht. 1937 schaffte er als Präsident die Verfassung ab, verbot alle Parteien und regierte, vom Militär unterstützt, bis zu seinem Sturz 1945. Vargas bewunderte zunächst Hitler und Mussolinis Weltbild. Er übernahm auch die Idee von einer "reinen überlegenen Rasse" und propagierte die "Weißwerdung" als Lösung der brasilianischen Rassenprobleme. Dennoch erklärte er 1942 auf Druck der USA den Krieg gegen Deutschland und ging scharf gegen Deutsche, Deutschstämmige und deren Verbündete vor. Eine demokratische Verfassung wurde 1946 vom Parlament verabschiedet. Vargas, 1951 zum Präsidenten gewählt, beging 3 Jahre später Selbstmord, als das Militär drohte, ihn zu stürzen. Am 1. April 1964 übernahm das Militär nach einem unblutigen Putsch die Macht.

Nach Ausnahmezustand und Auflösung des Parlaments sowie Verbot aller Parteien 1968 wechselten sich eine Junta und mehrere Generäle in der Regierung ab. Bis 1974 waren die härtesten Jahre der Diktatur, politische Gegner wurden eingesperrt, gefoltert und ermordet. Im Jahr 1985 wurde Neves Kandidat einer neu gegründeten liberalen Allianz für die zivile Präsidentschaft nach 21 Jahren. Doch das Amt musste Jose Sarney übernehmen, dassNeves tödlich erkrankte. Eine neue Verfassung ließ 1988 die Stellung der Militärs unangetastet, kehrte aber zur Direktwahl des Präsidenten zurück. Erster gewählter Präsident wurde 1990 Fernando Collor de Mello. Nach einer Reihe von Korruptionsskandalen erzwang eine starke Bürgerbewegung, gestützt auf die Opposition, 1992 Collors Amtsenthebung. Eine Währungsreform im Juli 1994 reduzierte die bis dahin galoppierende Inflation. Im Oktober wurde der Sozialdemokrat Fernando Henrique Cardaso, Initiator der Währungsreform, mit 54 % der Stimmen Präsident. Seit dem Amtsantritt 1995 startete er mit der Privatisierung von Staatsbetrieben ein neoliberales wirtschaftliches Sanierungsprogramm und brachte ein Gesetz auf den Weg, das die Entschädigung der Angehörigen politischer Opfer aus der Zeit der Militärdiktatur vorsieht.

Die Kluft von Arm und Reich ist in kaum ein anderes Land der Welt größer, beispielsweise gehören 50 % des Nutzlandes 1 % der Landwirte. Landlose Arbeiter und ihre Familien, nach Schätzungen 5 Millionen Menschen, von denen viele aktiv für Landreformen eintreten, werden noch immer von Todesschwadronen bedroht und ermordet. Gewerkschafter und Umweltschützer sind Ziel politischer Anschläge, sogar Polizisten verdingen sich als Auftragskiller. In Großstädten wie Rio, Sao Paulo oder Belo Horizonte sind Gewalt, Mord und Kidnapping an der Tagesordnung; viele Mörder gehen straflos aus.

Brasilien ist wichtiges Transitland für Kokain aus den Andenländern. Der Armut und Kriminalität will die Regierung mit dem Stabilisierungsprogramm Plano Real und einer umfassenden Justizreform begegnen. Der brasilianische Präsident Fernando Henrique Cardoso verkündete am 16.7.1999 eine umfassende Regierungsumbildung verkündet, mit der eine politische und wirtschaftliche Krise überwunden werden soll. Er löste sechs Kabinettsmitglieder ab und gab außerdem die Gründung von drei neuen Ressorts bekannt. Dem neuen Ministerium für Nationale Integration (Inneres) wird Fernando Bezerra vorstehen. Die anderen neuen Minister sind Jose Carlos Dias (Justiz), Pedro Parente (Chef des Zivilkabinetts), Pratini de Moreas (Landwirtschaft), Martus Tavares (Haushalt) und Ronaldo Sardenberg (Wissenschaft). Zum Chef des Ressorts für Entwicklung, Industrie und Handel wurde Clovis Carvalho ernannt. Die beiden neu geschaffenen Sekretariate mit Ministeriumsrang, Städtische Politik und Präsidentschaft, werden von Ovidio de Angelis und Aloysio Nunes Ferreira geleitet. Mit der Kabinettsumbildung will Cardoso vor allem das Ansehen seiner Regierung bei der Bevölkerung verbessern, nachdem ihn immer mehr Brasilianer für Rezession und wachsende Arbeitslosigkeit verantwortlich machen.

Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, Bundesrepublik, zwei gesetzgebende Organe

Gesundheit

Impfschutz:

Impfschutz: Bei einem Aufenthalt in Brasilien empfiehlt der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts dringend einen Schutz gegen Tetanus, Diphterie, Polio, Hepatitis A und bei einem Aufenthalt, der die Zeit von 3 Monaten überschreitet auch gegen Hepatitis B.
Suchen Sie ein Gespräch mit einem Tropen- bzw Impfarzt auf, da dieser mit seinen reise- und tropenmedizinischen Erfahrungen weitere Ratschläge geben kann. Beispeilsweise ist eine Impfung gegen Tollwut und Typhus sinnvoll, wenn Sie einen Landaufenthalt planen, joggen oder auf die Jagd gehen wollen.
Bei einer Reise in das Amazonasgebiet ist eine Gelbfieberimpfung sehr empfehlenswert.

Da Aids/HIV ein großes Problem im Lang darstellt, sollte man sich über die Infektionsrisiken bewusst werden. Durch Sexualkontakte, unsaubere Kanülen oder Spritzen und Bluttransfusionen könnte man sehr leicht vom dem lebensgefährlichen Virus infiziert werden.

Prophylaxe:

Viele andere Topen- und Infektionskrankheiten können ganz vermieden werden. Zum Beispel sollten Sie darauf achten Ihr Essen und Trinken abzukochen und es nicht lau warm zu sich nehmen. So kann man  z.T. auch gefährlichen Durchfällen vorbeugen.
Sichern Sie sich auch durch Mückennetze, bedeckende Kleidung usw gegen gefährliche Mückenstiche. Die Malaria und das Denguefieber sind nur zwei von vielen Tropenerkrankungen, die man durch Vorsicht und Aufmerksamkeit umgehen kann. Eine Prophylaxe gegen Malaria ist bei der Einreise in bestimme Landesregionen sehr sinnvoll.
Weiterhin sollte man sich nicht hinreißen lassen in Süßwasser zu baden, da man sich auch dort Erkrankungen einfangen kann. Nicht zu vergessen sind auch die Krokodile in den Gewässern!

In größeren Städten ist die medizinische Versorgung mit der in Europa gleichzustellen. Jedoch stellt sie sich auf dem Land und vor allem im Amazonasgebiet als problematisch dar. Oft gibt es technische oder hygienische Mängel und es fehlen ausgebildete Englisch/ Französisch sprechende Ärzte.
Deshalb wird dringend zu einem ausreichenden, weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz empfohlen, der eine zuverlässige Reiserückholversicherung beinhält.

Empfehlenswert ist außerdem eine individuelle Reiseapotheke. Auch hierbei kann Ihnen Ihr Reisemediziner bzw Tropenarzt Ratschläge geben.

Vor Reiseantritt sollten Sie eine Reisekrankenversicherung abschließen, da im Falle einer ärztlichen Behandlung oder eines Krankenhausaufenthaltes immense Kosten auf Sie zukommen könnten. Die deutschen Krankenversicherungen decken diese hohen Arztkosten in Brasilien nämlich oft nicht oder nur teilweise.

Auf Ihren Wunsch hin, stellen Ihnen die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort, Listen deutschsprachiger Ärzte zur Verfügung.

Erlass der brasilianischen Gesundheitsbehörden vom 29. Oktober 1999 (gilt immer noch): Zur Erteilung eines Einreisevisums müssen Staatsbürger nachstehender Länder den Nachweis über eine erfolgte Gelbfieberimpfung vorlegen:
Afrika: Angola, Benin, Burkina Faso, Gabun, Gambia, Ghana, Kamerun, Kongo, Guinea, Kamerun, Liberia, Nigeria, Sierra Leone, Sudan.
Südamerika: Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Venezuela.
Personen, die sich in den letzten drei Monaten vor der Einreise nach Brasilien in diesen Ländern aufgehalten haben, müssen ebenfalls eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Eine Impfung gegen Gelbfieber und Malaria-Prophylaxe werden bei Einreise in nachstehende Bundesstaaten der Föderativen Republik Brasilien empfohlen: Acre, Amazonas, Amapá, Bundesdistrikt (Distrito Federal), Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins.

Gesundheitsprophylaxe Brasilien

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 01.12.2005 9:37



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