Die Belizer grüßen einander offen und freundlich. Wer den
Verkäufer beim Betreten eines Geschäftes nicht einmal flüchtig
grüßt, gilt als unhöflich. Wenn man jemandem auf der Straße
begegnet, genügt ein Kopfnicken oder eine grüßende Handbewegung.
Oft begrüßt man sich auch mit: Hey, how yu di do? (“Hallo,
wie geht's?”) oder Y'all right? (“Wie geht's?”). Bleibt man
stehen, um sich zu unterhalten, ist es üblich, sich die Hand
zu geben. Männer klopfen sich oft gegenseitig auf die Schulter,
während sie sich die Hand geben. Die gebräuchlichsten Begrüßungsformeln
der Mestizen sind: ¡Buenos días! (“Guten Morgen!”), ¡Buenas
tardes! (“Guten Tag!”), ¡Buenas noches! (“Guten Abend!”) oder
einfach ¡Buenas! (zu jeder Tageszeit). Kreolen begrüßen sich
untereinander oft auch mit: Wa di gwan? (“Was gibt's?”). Bei
formellen Anlässen reden sich die Belizer mit dem Titel und
dem Nachnamen an, ansonsten mit dem Vornamen. Kinder sprechen
Erwachsene mit Herr oder Frau an, und ihre Antworten lauten
dann entsprechend “Yes, ma'am” oder “No, sir.” Der Belizer
möchte stets, dass sich selbst unangekündigte Gäste wie zu
Hause fühlen. Offizielle Besuche finden meist an den Wochenenden
statt.
Sprache
Weltkulturerbe
Barrier Riff
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Diplomatische Vertretungen
Honorarkonsulat von Belize: Wolf Kahles, Lindenstr. 46-48,
74321 Bietigheim-Bissingen Tel.: 07142 3925, Fax: 07142 33225
Mit dem Flugzeug: Dieser
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Auf dem Landweg: Dieser
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Auf dem Seeweg: Dieser
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Familienstruktur
Viele junge belizische Frauen sind allein erziehende Mütter,
und nicht selten haben Männer Kinder mit verschiedenen Frauen.
Oft leben Paare in eheähnlichen Verhältnissen, ohne verheiratet
zu sein. Kirchlichen Hochzeiten folgt in der Regel ein farbenfrohes
Fest mit Musik und Tanz. Üblicherweise leben zahlreiche Familienmitglieder
unter einem Dach, manchmal die gesamte Großfamilie. Viele Belizer
wohnen und arbeiten im Ausland, und so ist es gang und gäbe,
dass die Großeltern ihre Enkel aufziehen. Demzufolge machen
Minderjährige die Mehrzahl der Bevölkerung von Belize aus. Auch
im Erwachsenenalter bleiben die Kinder meist im Elternhaus,
bis sie heiraten oder selbst Kinder haben. In vielen kreolischen
Familien ist nur ein Elternteil, zumeist die Mutter, zu Hause,
während der Vater im Ausland für den Familienunterhalt sorgt.
Die Familien leben meist nicht in Wohnungen, sondern in ihren
eigenen Häusern. In ländlichen Gebieten sind dies allerdings
eher strohgedeckte Hütten. An der Küste herrschen Pfahlbauten
vor, die bei Stürmen vor Hochwasser schützen sollen.
Flora & Fauna
Etwa die Hälfte des Landes bedecken tropische Regenwälder. Kennzeichnend
für die trockeneren Gebiete sind offene Wälder und Savannen,
in denen Pumas, Jaguare, Krokodile und Lamantine leben.
Flüge
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Fotografieren
Tipps zum Fotografieren:
Licht
Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel.
Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und
Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft
harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das
modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen
die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.
Schnappschüsse
Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung
ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit
Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher
weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt
sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
Der nördliche Teil ist eine überwiegend flache, meist sumpfige
Ebene, die die Flüsse Belize und Hondo entwässern. Der Hondo
bildet die Grenze zu Mexiko. Steil erhebt sich der Süden von
Belize von einem schmalen Küstenstreifen auf zu den Maya Mountains,
der zerklüfteten Hochebene mit zackigen Bergketten. Die Küste
liegt im Schutz einer Kette kleiner Koralleninseln und das Riff
ist nach dem Großen Barrier-Riff vor Australiens Küste das zweitlängste
der Welt.
Geschichte
Bereits etwa 2000 v. Chr. war die Region des heutigen Belize
von den Maya besiedelt, deren Nachfahren heute noch im Land
leben. Bedeutende archäologische Funde aus jener Periode wurden
in Cuello (Orange Walk District) entdeckt. Während der „Klassischen
Zeit“ der Maya-Zivilisation (ca. 250-900) entstanden kulturelle
Zentren in Altun Ha, Xunantunich, Cahal Pech, Lamanai, Lubaantun,
El Pilar und Caracol. Um das Jahr 900 kam die Blütezeit der
Maya zu einem Ende. Über die folgenden Jahrhunderte ist wenig
bekannt. Gesichert ist, dass Nachkommen der Maya weiterhin
das Land bewohnten und auch noch dort lebten, als im 16. Jahrhundert
die spanischen Eroberer in die Region kamen. Viele von ihnen
flohen in der Folge ins Landesinnere und es kam wiederholt
zu Kämpfen zwischen den ursprünglichen Einwohnern und den
europäischen (spanischen und später britischen) Kolonisatoren.
Zwar war das Land für die Europäer wegen des Holzes der Tropenwälder
von Interesse, aber aufgrund des anhaltenden Widerstandes
der Bewohner und der großteils unwegsamen Küsten und Bergregionen
im Hinterland konzentrierten sie ihre Aktivitäten mehr auf
die Gebiete der heutigen Länder Mexiko und Honduras - wo vor
allem auch Gold und Silber zu erbeuten waren.
Die Küsten Belizes boten allerdings ein ideales Rückzugsgebiet
für britische Piraten, die von dort aus ihre Raubzüge gegen
die spanischen Flotten unternahmen. Erst 1670 kam diese Piraterie
zum Erliegen, als Großbritannien und Spanien in Madrid einen
Vertrag unterzeichneten um diese Praxis zu beenden. Die Baymen,
wie die Piraten oder Freibeuter genannt wurden, weil sie sich
vornehmlich im Golf (Bay) von Honduras aufhielten, suchten
nun gezwungenermaßen andere Einnahmequellen und fanden sie
im Handel mit Tropenhölzern. 1673 erhielten sie mit dem Vertrag
von Paris von Spanien die Erlaubnis, in einem bestimmten Teil
Belizes Holz zu gewinnen. Für rund hundert Jahre blieb das
die wichtigste Einnahmequelle der britischen Siedler in der
Region. Mit der Waldarbeit einher ging bald auch Sklaverei.
Die Arbeit war anstrengend und ab dem 18. Jahrhundert begannen
die europäischen Siedler damit, afrikanische Sklaven dafür
einzusetzen. Bis 1790 betrug der Anteil von Sklavenarbeitern
an der registrierten Gesamtbevölkerung, also ohne die nicht
gezählten Maya, rund 75 %. Erst 1833 wurde die Sklaverei im
britischen Empire in Folge der industriellen Revolution, die
neue Produktionsverhältnisse schuf, abgeschafft. Während Sklavenhalter
für den Verlust ihres „Eigentums“, der befreiten Sklaven also,
entschädigt wurden, erhielten diese weder eine Entschädigung,
noch durften sie Land erwerben. Mittelamerika war zu jener
Zeit immer noch im Einflussbereich der Spanier, allerdings
gestanden sie den britischen Siedlern nach und nach immer
mehr Kontrolle zu. Am 10. September 1798 kam es in der Schlacht
von St. Georges Caye schließlich zur entscheidenden militärischen
Niederlage der Spanier und das Land stand nun de facto unter
britischer Herrschaft.
1862 wurde es zur britischen Kronkolonie Britisch Honduras.
Die Siedler, die Baymen, führten allerdings bereits unter
spanischer Herrschaft ein weitgehend unabhängiges und selbstbestimmtes
Leben und behielten das auch unter britischer Herrschaft bei.
Als gesetzliche Grundlage, eine Art Grundgesetz oder Verfassung,
diente ab 1765 „Barnaby's Code“. 1847-1901 kam es auf der
Yucatán-Halbinsel (Mexiko) zum so genannten Kastenkrieg zwischen
den ursprünglichen Bewohnern, den Maya, und der spanischstämmigen
Oberschicht. Die britischen Einwohner von Britisch Honduras
belieferten die aufständischen Maya mit Waffen und Munition
- was ihnen eine willkommene Einnahmequelle eröffnete. Das
Land wurde im Verlauf des Krieges zum Ziel von Flüchtlingen:
zuerst von Mitgliedern der mexikanischen Oberschicht, die
vor den Aufständischen flohen, und später, als sie wieder
die Kontrolle erlangte, von Maya. Letztere nahmen als Bauern
mit ihrem landwirtschaftlichen Können in der Folge großen
Einfluss auf die Entwicklung der nördlichen Provinzen des
Landes. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs der Widerstand
der vor allem nicht-europäischen Bevölkerung (Maya, Nachkommen
von Sklaven) gegen die britischen Kolonialherren. Soldaten,
die während des ersten Weltkrieges in der britischen Armee
dienten, wurden dort wegen ihrer Hautfarbe bloß in Arbeitslagern
eingesetzt, was die Unzufriedenheit weiter verstärkte. Die
Zwischenkriegszeit und der zweite Weltkrieg trugen dazu bei,
dass die wirtschaftliche Situation noch schlechter und das
Streben nach Unabhängigkeit stärker wurde. Auch die Unabhängigkeit
Indiens 1947 verstärkte diese Bestrebungen.
Bis 1962 waren politische Parteien entstanden und die Verwaltung
des Landes bereits weitgehend selbstständig. 1973 wurde der
Name von „Britisch Honduras“ in „Belize“ geändert. Am 21.
September 1981 erfolgte schließlich die Unabhängigkeit von
Großbritannien. Problematisch war allerdings weiterhin das
Verhältnis zum Nachbarland Guatemala, das Gebietsansprüche
stellte und nur durch den Verbleib britischer Truppen in Belize
von einem militärischen Vorgehen abgehalten werden konnte.
Erst 1992 unterzeichnete die guatemaltekische Regierung einen
Vertrag, der zwar Belizes Unabhängigkeit anerkannte, aber
nicht die Ansprüche auf Gebiete im Westen des Landes klärte.
Seit 2000 finden Verhandlungen zwischen den beiden Ländern
statt, in denen Guatemala zumindest ein Seezugang über Belize
ermöglicht werden soll. Belize blieb von Kriegen und Bürgerkriegen,
wie sie andere mittel- und südamerikanische Länder durchlebten,
weitgehend verschont. Doch kam es Anfang 2005 aufgrund der
Situation des Staatshaushalts und wegen geplanter Steuererhöhungen
zu Unruhen.
Staats- und Regierungsform
Mehrparteiensystem, konstitutionelle Monarchie, zwei gesetzgebende
Organe
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Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr!
Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer
der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die
uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt
»Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen
Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie
und Geschichte überlassen haben.
Hinweis: Während der Aktualisierungsphase,
die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten
Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.