Asien: Japan
| Allgemeine Landesdaten | Offizieller Name: Nihon. |
| Auskunft | Japanische Fremdenverkehrszentrale (Japan National Tourist Organization, JNTO) Auskunft in Japan |
| Besonderheiten | Umgangsformen Weltkulturerbe |
| Diplomatische Vertretungen | Deutsche Botschaft in Tokio |
| Einreise und Ausreise | FlugzeugDer direkte Flug von Frankfurt nach Tokio dauert elfeinhalb Stunden. In Tokio landen Sie auf dem internationalen Flughafen Narita 70 km, der nordöstlich der Stadtmitte liegt.
Für die Einreise benötigen Sie einen gültigen Reisepass. Solange der Aufenthalt in Japan touristische Gründe hat und keine berufliche oder kommerzielle Tätigkeit ausgeübt wird, brauchen Staatsangehörige der meisten Länder kein Visum. Es besteht ein bilaterales Abkommen über die Visabefreiung: Staatsbürger aus Deutschland, England, Irland, Lichtenstein, Mexico, Österreich und der Schweiz dürfen 6 Monate visafrei in Japan verweilen (außer ihr Reisepass wurde in den britischen Kolonien ausgestellt). Bürgern aus folgenden Ländern ist es gestattet sich 3 Monate visafrei in Japan aufzuhalten:Argentinien, Bahamas, Belgien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kroatien, Zypern, Dänemark, Dominikanische Republik, El Salvador, Finnland, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Honduras, Island, Israel, Italien, Lesotho, Luxemburg, Mazedonien, Malta, Mauritius, Niederlande, Norwegen, Portugal (ausgenommen sind Reisende, deren Reisepass in gegenwärtigen oder ehemaligen portugiesischen Kolonien ausgestellt wurde), San Marino, Singapur, Slovenien, Spanien, Surinam, Schweden, Tunesien, Türkei, Uruguay 90 Tage visafrei sind Staatsbürger aus: Andorra, Australien, Barbados, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Monaco, Neuseeland, Polen und den USA. Reisende aus Brunei dürfen sich 14 Tage visafrei in Japan aufhalten. Touristen aus Ländern, die kein bilaterales Abkommen über die Visabefreiung haben, müssen ein Visum beantragen, wobei normalerweise ein Provisorisches Aufenthaltsvisum ausreicht. Dieses Visum erlaubt Ihnen einen Urlaubsaufenthalt von 90 Tagen und schließt Verwandschaftsbesuche, Geschäftsreisen und wissenschaftliche Forschung ein. Es erlaubt jedoch keine kommerziellen Tätigkeiten. Ein Visum können Sie bei der Japanischen Botschaft oder einer konsularischen Vertretung beantragen. Als Antragsteller müssen Sie folgende Dokumente vorlegen: einen gültigen Reisepass, zwei Passfotos, die nicht älter als 6 Monate sein dürfen, zwei offizielle Visumanträge, die Sie bei der Botschaft oder einem Konsulat erhalten können und Dokumente, die als Nachweis für Ihren Reisezweck dienen. Die erforderlichen Dokumente sind nach Reisezweck unterschiedlich. Informieren Sie sich daher frühzeitig bei der Japanischen Botschaft oder einer konsularischen Vertretung über die vorzulegenden Unterlagen. Zwischen Narita und dem Bahnhof Tokio verkehren Züge (Fahrzeit 53 Minuten, 2. Klasse 2 940 Yen). Weiterhin können Sie Zubringerbusse zum zentralen Air Terminal (2 900 Yen) nutzen. Eine Taxifahrt in die Innenstadt kostet stattliche 25 000 Yen.
Wem seine Koffer zu schwer oder lästig sind, der kann sich an die „sky porters“ in der Empfangshalle des Flughafens wenden. Die Koffer werden noch am gleichen Tag nach Tokio zugestellt. Dieser Dienst kostet Sie pro Koffer 1600 Yen.
Bahn und SchiffEine andere Möglichkeit nach Japan zu reisen ist die Transsibirische Eisenbahn plus Fähre Wladiwostok – Niigata. Sie ist jedoch teuer und schwer zu realisieren. Allein für die Schiffpassage mit einfacher Kabine bezahlen Sie etwa 350 €, wobei die Preise nur von Juli bis September gelten. In den anderen Monaten kostet sie so viel zu ein Flug. Hinzu kommt dann noch die Bahnfahrt Berlin – Wladiwostok, die etwa 750 € kostet. Bei dieser Alternative müssen Sie mit mindestens 10 Reisetagen rechnen. Abfluggebühr im Kansai International Airport (Osaka): 2 650 Yen, 2 - 11 Jahre: 1 330 Yen.
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| Familienstruktur | Männer heiraten durchschnittlich mit 27, Frauen mit 26 Jahren. Die Hochzeitsfeierlichkeiten sind oft aufwändig und kostspielig und finden meistens in Hotels statt. Nicht selten trägt das Paar bei der religiösen Zeremonie traditionelle Kleidung. Für Hochzeitsfotos und die eigentliche Feier wird eine westliche Hochzeitsgarderobe angelegt. Die Gäste bringen Geschenke mit (meistens Bargeld) und bekommen zum Abschied selbst Geschenke vom Hochzeitspaar. Die Familie spielt in Japan eine zentrale Rolle. Der Vater übernimmt die Rolle des Familienoberhaupts, die Mutter ist für den Haushalt verantwortlich. Heutzutage arbeiten viele Frauen außer Haus. Immer noch ziehen Eltern im Alter zu den Familien der verheirateten Kinder, aber dies wird zunehmend seltener. In den Städten leben die Familien in Hochhauswohnungen oder in kleinen Eigenheimen. Größere Einfamilienhäuser gibt es in den weniger dicht besiedelten Gegenden. |
| Flora & Fauna | Etwa zwei Drittel des Landes nehmen große Waldgebiete ein, doch nur an wenigen Orten ist die ursprüngliche Vegetation erhalten geblieben. In den bewaldeten Bergen im Landesinneren ist eine artenreiche Tierwelt vertreten. Hier leben u.a. Wildschweine, Bären und Waschbären, Hase, Rotwild, Antilopen und Affen. |
| Fotografieren | Filme sind teurer als in Deutschland, ansonsten ist das Fotografieren in Japan, wie nicht anders zu erwarten, überall problemlos möglich. Tipps zum Fotografieren: |
| Geld | Die offizielle Landeswährung ist der Yen. Münzen sind im Wert von 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen erhältlich, sowie Banknoten im Wert von 1000, 2000, 5000 und 10 000 Yen. Devisen dürfen im Wert von bis zu einer Million Yen eingeführt werden. Für Devisen, Schecks, Wertpapiere etc. , die den eben genannten Betrag überschreiten, müssen Sie einen entsprechenden Antrag beim Zoll stellen. Bei Banken, die Devisengeschäfte betreiben, und in autorisierten Wechselstuben haben Sie die Möglichkeit Yen einzutauschen. Wechselstuben finden Sie auch auf den wichtigen internationalen Flughäfen. Aufgrund der Lage an den Devisenmärkten änder sich täglich der Wechselkurs. Reiseschecks & KreditkartenIn führenden Banken, Hotels, Ryokan und in Kaufhäusern der größeren Städte können Sie Reiseschecks einlösen. Internationale Kreditkarten, wie z.B. American Express, Visa, Diners Club und Master Card werden größtenteils akzeptiert. Wen Sie Reisen außerhalb der Großstädte planen, sollten Sie ausreichend Bargeld mit sich führen.
Geldautomaten (ATM) In allen Städten Japans werden Sie Geldautomaten vorfinden, jedoch akzeptieren viele keine Kredit- oder Cash-Karten, die nicht innerhalb Japans ausgestellt wurden. Die Geldautomaten stehen Ihnen jedoch nicht jederzeit zur Verfügung, da sie sich an die Geschäftszeiten der Banken halten. In den Städten könnten Sie Glück haben, wenn sie erst zwischen 18 und 20 Uhr schließen. Viele ATM stehen Ihnen am Wochenende nur samstagvormittags zur Verfügung. ATM, an denen man Kreditkarten benutzen kann, haben je nach Standort und Kreditkartengesellschaft unterschiedliche Betriebszeiten. Es gibt etwa 21 000 Geldautomaten an Postämtern in Japan, an denen Sie mit der Kreditkarteder großen Gesellschaften, wie Visa, Master Card, Diners und American ExpressGeld abheben können. (International ATM Service).
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| Geografie | Die nördlichste der vier Hauptinsel ist Kokkaido. Ihre Hauptgebirge sind das Kitamigebirge im Norden und das Hidakagebirge im Süden. Eine dritte Gebirgskette im Westen wird von den beiden anderen durch die Ishikari-Ebene getrennt. Südwestlich von Hokkaido, jenseits der Tsugarustraße, liegt Honschu, die größte und am dichtesten besiedelte Insel Japans. Von ihrem Nordende aus setzen sich die Gebirge nach Süden als Kotakamikette fort, die über der Pazifikküste von Nordhonschu aufragt. Im Herzen der Insel erheben sich die japanischen Alpen und im Südosten steigt der Vulkan Fudschijama auf, Japans höchster Berg. Östlich des Fuschijamas erstreckt sich über etwa 13.000 qkm Japanas größtes Tiefland - die Kantoebene. Die Hauptstadt Tokio befindet sich an ihrer Südseite, an der Bucht von Tokio. Die am weitesten westlich gelegene Insel Kiuschu wird von Honschu im Norden durch die enge Kanmonstraße und von Shikoku im Osten durch den Bungokanal getrennt. Kiuschus zentrale Gebirge erheben sich mit mehreren Gipfel bis über 1500 m. Japan hat viel Flüsse, die meist kurz und wasserreich sind und vergleichsweise nur kleine Gebiete entwässern. Überschwemmungen sind in den tiefer gelegenen Küstenregionen ein allgegenwärtiges Problem. Japan ist Erdbebengebiet und zugleich Vulkanausbrüchen ausgesetzt. Seitdem die Beben registriert werden, haben über 60 Erdbeben bzw. Vulkanausbrüche stattgefunden. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Südkiuschu und Nord- und Zentralhonschu. |
| Geschichte | Einheimischen Mythen zufolge wurde das Inselland durch shintoistische Gottheiten aus dem Meer erschaffen. Um 350 gelang es dem Lokalherrscher der Region Yamato (Gebiet um Kyoto), die übrigen Fürstentümer unter seiner Vorherrschaft zu einen. Seinen Anspruch auf die Kaiserwürde begründete er mit seiner Abstammung von der mythischen Sonnengöttin Amaterasu, die Japans Kaiserfamilie bis heute als Urahnin verehrt. Von China übernahm das Kaiserhaus Kultur und Schrift; der Buddhismus kam auf dem Weg über Korea ins Land und wurde vorübergehend Staatsreligion. In der Taika-Reform 646 schuf Kaiser Kotoku nach chinesischem Vorbild einen zentralistischen Beamtenstaat. Im 11. Jh. drängte der erstarkende Schwertadel (Samurai) den Einfluss des Hofadels zurück: 1192 ließ sich Kriegsherr Yoritomo vom machtlosen Hof als Militärregent (Shogun) einsetzen. Fortan, bis 1867, lebten die Kaiser an ihrem Hof in Kyoto überwiegend als Marionetten mächtiger Kriegsherren. Mit dem Sieg in der Schlacht von Sekigahara 1600 beendete Tokugawa Ieyasu (1543- 1616) die über 100 Jahre tobenden inneren Kämpfe rivalisierender Feudalherren und einigte Japan unter seiner Vorherrschaft. |
| Gesundheit | Der medizinische und hygienische Standard in Japan ist hervorragend. Es ist immer ratsam privat benötigte Medikamente von zu Hause mizunehmen.
Ein deutscher Arzt in Tokio ist Dr. Peter Seez, Mori Building 32, 3 - 4 - 30 Shiba Koen, Minato - ku, Tel. 03 / 34 36 - 30 28. Englisch sprechende Ärzte arbeiten im St. Luke's Hospital and Clinic (Seiro - ka Byoin), 9 - 1 Akashi - cho, Chuo - ku, Tel. 03 / 35 41 - 51 51. Nützlich in Tokio ist auch die American Pharmacy, Hibiya Park Bldg., 1 - 8 - 1 Yurakucho, Chiyoda - ku, Tel. 32 71 - 40 34. Krankheitsnotruf auf Englisch: 03 / 52 85 - 81 81 |
| Netzspannung | Die Stromspannung in Japan beträgt in der Regel 100 Volt. Zwei verschiedene Frequenzen sind im Gebrauch: 50 Hz in Ostjapan einschließlich Tokio und 60 Hz in Westjapan einschließlich Nagoya, Kyoto und Osaka. Mitgebrachte Elektrogeräte, wie Haartrockner, Reisebügeleisen, elektrische Rasierapparate etc., müssen umschaltbar sein oder über einen Transformator ans Stromnetz angeschlossen werden. In Japan werden zweipolige Flachstecker benutzt; da andere Stecker nicht eingesetzt werden können, empfiehlt es sich, vor der Abreise einen Adapter anzuschaffen. |
| Küche | In der japanischen Küche wird viel mit Reis, Meeresfrüchten, frischem Gemüse und seltener auch mit Fleisch gekocht, wobei der Reis und Tee zu jeder Mahlzeit dazu gehören. Sehr beliebt sind neben Curry und Reis, Nudeln (Ramen, Udon und Soba) und Miso-Suppe aus Bohnenpaste, Sashimi (rohe Fischstreifen mit Sojasoße und Wasabi, einer scharfen Meerrettichsorte), auch Schweinefleisch und Tofu. Sushi ist ein kalter und mit Essig gewürzter Reis, den man mit meist rohem Fisch in getrockneten Seetang einwickelt. Norimaki ist ein ähnliches Gericht, das nicht mit Fisch, sondern mit Gemüse zubereitet wird. Beim Essen ist es traditioneller Weise so, dass die Japaner ihre Essschale auf Brusthöhe halten, um sich nicht zum Tisch hinunter beugen zu müssen. Meist ist man die Gerichte mit Stäbchen (Hashi), allerdings isst man westliche Speisen lieber mit Messer und Gabel. Mit den Hashi darf man nicht auf Personen zeigen oder sie über Kreuz legen, da dies als unhöflich gilt. Unter jüngeren Japanern ist Fastfood sehr beliebt. Die Hauptmahlzeit des Tages nimmt man abends zu sich. Die meisten Japaner essen es zu Hause. Leute, die abends länger arbeiten müssen, ziehen es jedoch meistens vor, ins Restaurant zu gehen. Bei einer Einladung sollte man sich aus Höflichkeit nach dem Gastgeber richten. Wenn dieser beispielsweise Fleisch vorschlägt, könnten Sie ihn beleidigen, wenn Sie lieber Fisch essen wollen. Ein leeres Glas wird Ihnen üblicherweise wieder aufgefüllt. Wenn Sie nichts mehr trinken möchten, sollten Sie einen kleinen Rest im Glas lassen.Die authentische und traditionelle Küche des Reiselandes zu probieren und kennenzulernen ist wohl eines der interessantesten Erlebnisse im Urlaub. Geheimnisse der heimischen Küche sind oft auf Märkten zu finden, die Ihnen eine Auswahl an exotischen Lebensmitteln bieten. Die Märkte im Freien tragen maßgeblich zur Ernährung in Japan bei. Besonders in großen Städten wird Ihnen eine erstaunliche Vielfalt an Speisen aus der ganzen Welt angeboten. Neben asiatischen, französischen und italienischen Spezialitäten, sind auch amerikanische und ethnische Besonderheiten zu humanen Preisen erhältlich. Lassen Sie es sich also nicht entgehen, die typische japanische Küche zu kosten, wie beispielsweise das Kaiseki-ryori, eine leichte Mahlzeit vor der Teezeremonie. Japanische Gerichte bestechen durch ihre Vielfalt, sind gesund und werden mit frischen Zutaten zubereitet. In Japan ist das Essen sowohl geschmacklich als auch hygienisch einwandfrei. Die Preise können je nachdem was und wo sie essen sehr unterschiedlich sein. Es gibt Spitzenrestaurants, die dem „Japanischen Restaurantverband“ angehören, in denen Sie für ein Abendessen mit mindestens 3000 Yen rechnen müssen. Die Steuer (5%) und die Bedienung (10-15%) sind dabei noch nicht im Preis inbegriffen. Natürlich gibt es aber auch kleinere Restaurants und Gaststätten in großer Zahl. In Restaurants in den Tiefgeschossen der Bürohäuser gibt’s es beispielsweise eine gute Mahlzeit für etwa 1000 – 2000 Yen. In der regel gibt es in solchen Restaurants keine Speisekarten mit englischsprachiger Übersetzung. Am Eingang sind jedoch Plastikmodelle der Speisen ausgestellt. Man kann dann einfach auf die jeweilige Abbildung zeigen, wenn man sich für ein Menü entschieden hat. Weiterhin gibt es sogenannte Family-Restaurants, die japanische und westliche Gerichte zu günstigen Preisen anbieten. In Lebensmittelabteilungen von Supermärkten, Fachgeschäftsketten und in Konbinis hat man eine große Auswahl von Bento genannten Lunchboxen. Fastfood-Läden werden Sie in großer Zahl vorfinden. |
| Notruf | Polizei: 110; Krankenwagen und Feuerwehr: 119; Japan Helpline (Englisch) 0120 461997 |
| Öffnungszeiten | Kaufhäuser sind täglich von 10.00 - 19.00 Uhr (auch sonntags, dafür oft mittwochs, manchmal an einem anderen Wochentag geschlossen) geöffnet, bei Einzelhandelsgeschäften oft bis 20.00 Uhr. Im jeweiligen Stadtviertel hat mindestens ein kleiner Supermarkt rund um die Uhr geöffnet. |
| Post | Öffnungszeiten der Postämter: Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr, Hauptpostämter in Großstädten teils auch Sa 9.00 - 12.30 Uhr) |
| Reisezeit | Japan lockt mit jeder Jahreszeit, die ihre eigenen Reize hat, Touristen ins Land. Der Frühling (März-Mai) ist besonders schön, da neben Pfirsichblüten später auch die Kirschbüten blühen. Das ganze Land liegt dann in einem Meer aus rosa Blüten. Anfang des Sommer gibt es in Japan eine vierwöchige Regenzeit, in der die Bauern den Reis anpflanzen. Darauf folgt die Sommerhitze, in der die Badestrände und die Erholungsorte in den Bergen voll sind. Weiterhin finden im Sommer viele Veranstaltungen, wie Feste und Festivals, statt. Nehmen Sie daher im Sommer sehr leichte Bekleidung mit und für die klimatisierten Gebäude eine leichte Jacke. Im Herbst herrschen angenehme Temperaturen und frische Brisen wehen übers Land. Japan bietet in dieser Jahreszeit einen wunderschönen Anblick mit prachtvollen Farbtönen. Es finden viele Ausstellungen, Sportveranstaltungen und Konzerte statt. Denken Sie an leichte Jacken. Im Winter lädt Zentral- und Nordjapan zum Wintersport ein. Im Süden ist es währenddessen noch angenehm warm. In den Ebenen der Pazifikküste sinkt das Thermometer selten unter 0°C und es bleibt meist sonnig und trocken. Dicke Jacken und warme Pullover sollten Sie nicht vergessen.
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| Sicherheit | Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. |
| Sport | Da Japaner sehr sportbegeistert sind, werden Sie die Möglichkeit haben, fast jeden Sport zu betreiben.
Sehr populär sind auch westliche Sportarten, wie Fußball oder Baseball. Sie können auch traditionelle japanische Sportarten kennenlernen, wie beispielsweise Sumo, ein Ringkampf. Die meisten der Sumo betreibenden Sportler sind professionelle Athleten, die in der Regel zwischen 110 und 200 kg wiegen. Die Regeln des Sumo sind im Vergleich zum Ringen westlicher Art sehr einfach. Auf einem quadratischen Lehmhügel befindet sich ein Ring aus Sand mit einem Durchmesser von 4,5 m. Darin stehen sich zwei Ringkämpfer gegenüber, die nur mit einem schmalen Leinentuch bekleidet sind. Verloren hat der Ringer, der als erstes mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt oder der die Außenlinie des Ringes übertritt.Sechsmal im Jahr finden 15-tägige Turniere statt, im Januar, Mai und September in der Ryogoku Kokugikan in der Nähe des Bahnhofs Ryogoku in Tokio, im März in Osaka, im Juli in Nagoya und im November in Fukuoka. Nihon Sumo Kyokai (Japanischer Sumo-Verband) http://www.sumo.or.jp Die weltweit populärste japanische Kampfsportart ist Judo. Das grundsätzliche Prinzip der Judo-Technik besteht darin, die Stärke des Gegners zum eigenen Vorteil auszunutzen. Jeder Kämpfer trägt einen Gürtel, an dem man den Rang erkennen kann (weißer Gürtel steht für Anfänger, ein schwarzer für den höchsten Rang). Japanischer Kendo-Verband (All Japan Kendo Federation) http://www.judo.or.jp. Kendo ist eine Art des Fechtens, die von Kenjutsu abstammt, einer der wichtigsten von den Rittern (Samurai) praktizierten japanischen Kampfsportarten. Ein Kämpfer muss spezielle Schutzkleidung tragen und greift dann mit einem Bambusschwert nach einem strengen Reglement Kopf, Pumpf und Handgelenke des Gegners an. Japanischer Karate-Verband (Japan Karatedo Federation) http:// www.kendo.or.jp Karate kommt ursprünglich aus China und entwickelte sich dann in Japan zu einer eigenen japanischen Kampfsportart. Bei Karate werden keine Waffen eingesetzt, sondern Angriff und Verteidigung erfolgen mit Händen und Füßen. Diese Sportart ist viel kampfbetonter als die meisten anderen Kampfsportarten. Japanischer Karate-Verband (Japan Karatedo Federation) http://www.karatedo.co.jp Bei der Kampfsportart Aikido liegt der Sinn darin, dass man die körperliche Kraft des Angreifers nicht erwider, sondern für die Verteidigung nutzt. Aikido-Übungen dienten ursprünglich nur dem Zweck die Form (Kata) zu üben. Bei Aikido ist die körperliche Kraft, im Gegensatz zu beispielsweise Karate ider Judo, nicht so wichtig. Daher ist diese Sportart sehr beliebt bei Frauen und älteren Leuten, um geistig und körperlich fit zu bleiben.Aikido-Bund Aikikai (Aikikai Federation) http://www.aikikai.or.jp |
| Telefon | Vorwahlnummern: Deutschland: 00149, Österreich: 00143, Schweiz: 00141 |
| Trinkgeld | Es ist nicht üblich in Japan, Trinkgeld zu geben. Das gilt auch für Gepäckträger. |
| Unterkünfte | Sie haben eine große Auswahl von verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten in Japan im japanischen oder auch westlichen Stil. Es gibt große Unterschiede bei Preisen und Ausstattungen je nach Art der Unterkunft. Sie können den Ihnen bekannten Komfort in westlichen Hotels genießen oder sich für ein traditionelles japanisches Gasthaus mit persönlicher Betreuung und weiteren Annehmlichkeiten entscheiden. Mit ein wenig Zeitaufwand können Sie unter den weniger propagierten Arten von Unterkunftsmöglichkeiten eine Bleibe für sich finden, die komfortabel ist und Ihren finanziellen Vorstellungen entspricht.
Hotels westlichen Stils In Japan werden Sie in allen Städten eine große Anzahl dieser Hotels vorfinden. In allen größeren Städten werden Sie auch namenhafte Hotelketten finden. Die Bediensteten in diesen Hotels können alle Englisch sprechen. Es ist empfehlenswert, vor allem in der Hochsaison, weit im Voraus zu buchen. Die Japan Hotel Association (JHA) (http://www.j-hotel.or.jp/) umfasst 360 Mitglieder, die in Bezug auf Service und Ausstattung einen hohen Standard bieten. Gewöhnlich sind diese Hotels mit einem westlichen Restaurant ausgestattet, oft gibt es auch gute japanische Restaurants. Der Großteil dieser Hotels sind in Sachen Komfort vergleichbar mit deutschen Hotels, beispielsweise gibt es oft V, Klimaanlagen, Heizung und einen Swimmingpool. Weiterhin werden zusätzliche Service wie Einkaufsmöglichkeiten, Dolmetscher und Gesundheitsdienste angeboten. In Tokio gibt es mehrere Luxushotels, „Executive Salons“, unter anderem für internationale Geschäftsreisen. Wenn man dort zum Premium-Preis übernachtet, bekommt unentgeltliche Sekretariatsleistungen und Zugang zu Faxgeräten und Computern.
Der Übernachtungspreis für ein Einzelzimmer mit Bad in einem erstklassigen Hotel in Tokio liegt bei mindestens 15.000 bis 30.000 Yen. Für ein Zweibettzimmer mit Bad muss man mit 25000 bis 45000 Yen rechnen. Die gängige Mehrwertsteuer von 5 Prozent wird zum Übernachtungspreis addiert.In Luxushotels und First-Class-Hotels müssen Sie eine Servicegebühr von etwa 10 Prozent bezahlen. Business HotelsEine Neuheit in Japan sind die Business Hotels, die man in größeren Städten findet und meist verkehrsgünstig in der Nähe von Bahnhöfen liegen. Diese Hotels sind relativ schlicht gehalten und für japanische Geschäftsreisende gedacht. Sie sind generell sauber und komfortabel, jedoch etwas kleiner als die oben genannten Hotels. Ein Zimmerservice ist beispielsweise nicht zu erwarten. Eine Übernachtung kostet Sie hier zwischen 5500 und 10000 Yen. Im Normalfall werden Einzelzimmer angeboten. Doppel- oder Zweibettzimmer gibt es zwar auch, jedoch nicht in großer Anzahl.
RyokanDas Ryokan ist ein traditionelles japanisches Gasthaus, das an eine Unterkunft erinnert, in denen früher die noblen Daimyo genächtigt haben. Die 70000 Ryokan finden dich fast überall in Japan. 1.800 davon sind Gasthäuser mit hohen Standards und Mitglied in der Japan Ryokan Association. Die meisten der Ryokan sind kleinere Gebäude und haben oft nicht mehr als ein Dutzend Zimmer. Ein Zimmer ist meist ein einzelner großer Raum, der traditionell mit Reisstrohmatten ausgelegt ist. Die einzige Raumteilung besteht aus Schiebetüren aus Papier. Außer schlichten Dekorationen, wie einfache Tuchzeichnungen, befindet sich noch ein flacher Tisch in dem Raum. Geschlafen wird auf Futons, die die Zimmermädchen abends auf den Boden legen. Die Ryokan haben zumeist nach Geschlecht getrennte Gemeinschaftsbäder. Ryokan werden oft an Onsen errichtet, Orte, an denen es heiße Quellen gibt. Der Preis für eine Übernachtung schließt ein einfaches Frühstück und ein Festmahl am Abend mit köstlichen einheimischen Speisen ein. Jene Mahlzeiten werden von dem Zimmermädchen aufs Zimmer gebracht. Ihnen wird ein blau-weiß gemusterter Haus-Kimono zur Verfügung gestellt, ein sogenannter Yukata, da man diesen typischerweise in einem Ryokan trägt. In Japan gilt diese Lebensweise als sehr kultiviert und elegant. Allerdings müssen einige Regeln befolgt werden, wie man sie in der westlichen Kultur nicht kennt. Gäste müssen am Hoteleingang ihre Schuhe ausziehen und diese mit den bereitstehenden Hauschuhe tauschen. Bevor man aber sein Zimmer, die Tatami, betritt, müssen die Hausschuhe wieder ausgezogen werden, da man die Tatami nur barfuß oder mit Socken betreten darf. Japanische Bäder sind dafür vorgesehen sich zu entspannen und in einer angenehmen Atmosphäre Gespräche zu führen. Daher müssen Sie dich vorher in einem Waschbereich gründlich waschen und darauf achten, dass die Seife vollständig entfernt ist. Im Durchschnitt muss man mit Kosten zwischen 12000 und 20000 Yen pro Person und Übernachtung rechnen, wobei keine weiteren Gebühren anfallen. Reisende mit einem kleineren Budget haben die Möglichkeit etwa 80 Gasthäuser in Japan zu nutzen, die zur Japanese Inn Group gehören und sich auf ausländische Gäste spezialisiert haben. Ohne Mahlzeiten belaufen sich die Preise dort auf etwa 5000 Yen.
MinshukuDie Übernachtung in einer Minshuku ist eine günstige Alternative in Japan zu teuren Hotels. Gleichzeitig erhalten Sie einen interessanten Einblick in die Kultur Japans. Minshuku sind kleine Familienbetriebe, wobei oft Zimmer vermietet werden, die zum eigenen Haus der Familie gehören. Man findet Minshuku oft in den schönsten Ferienorten oder Ausflugszielen. Aufgrund der günstigen Preise, darf man allerdings nicht mit einem hohen Komfort rechnen. Vielmehr wird von den Gästen erwartet, dass man beispielsweise morgens das Bettzeug selbst im Schrank verstaut. Außerdem werden keine Handtücher zur Verfügung gestellt. Der Preis für eine Übernachtung beläuft sich auf rund 6500 Yen, der zwei Mahlzeiten in Familienmanier einschließt.
PensionenPensionen werden Sie in Japan meist in der Nähe von Ausflugszielen finden, die Sportmöglichkeiten anbieten. Diese Unterkünfte werden meist sehr locker geleitet. Den Standard könnte man zwischen einer Minshuku und einem Hotel einordnen. Der Übernachtungspreis beläuft sich auf etwa 8000 Yen ohne Mahlzeiten, auf 10000 Yen mit zwei Mahlzeiten.
JugendherbergenDie 360 Jugendherbergen in Japan locken mit günstigen Preisen und sauberen und einfachen Schlafplätzen. Viele Herbergen sind für alle geöffnet, jedoch gibt es auch privat geführte Jugendherbergen, die eine Mitgliedschaft im Japanischen Jugendherbergsverband (Japan Youth Hostels, Inc.) oder im Internationalen Jugendherbergsverband verlangen. Letzterem können Sie entweder in Ihrem Heimatland oder in dessen Zentrale in Tokio beitreten. Für Gäste gibt es keine Altersbeschränkung. Es gibt allerdings viele andere Vorschriften, an die man sich halten muss. Für eine Übernachtung zahlen Sie zwischen 2800 und 3000 Yen ohne Mahlzeiten.Buchung und Auskunft über Deutsches Jugendherbergswerk, Tel. 052 31 / 74 01 42; www.znet.or.jp/~jyh.
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| Verkehrsmittel | AutoFür Touristen ist ein Mietwagen in Japan aufgrund des Linksverkehrs und der hohen Autobahn- und Parkgebühren nicht zu empfehlen. Die Möglichkeit besteht dennoch. Österreicher müssen einen internationalen Führerschein vorlegen. Deutsche und Schweizer haben die Auflage ihren nationalen Führerschein unter der Vorlage des Reisepasses in ihrer Botschaft ins Japanische übersetzen zu lassen. Dieser Führerschein ist dann 1 Jahr gültig und kostet Sie 1300 Yen. Die Höchstgeschwindigkeiten belaufen sich innerorts auf 40 km/h und auf Autobahnen auf 80 bis 100 km/h.
BahnDer Zug ist aufgrund seiner Sauber- und Pünktlichkeit das ideale Verkehrsmittel. Die nationale, jetzt teilprivatisierte Gesellschaft Japan Rail (JR) betreibt das landesweite Zugnetz. In manchen Regionen dominieren private Eisenbahngesellschaften. Zugfahrten sind jedoch durch erhebliche, entfernungsabhängige Zuschläge sehr teuer. Daher ist der „Japan Rail Pass“ zu empfehlen. Dieser gilt für das gesamte JR-Netz. Erhältlich ist jener aber nur außerhalb von Japan, in Vertretungen des Japan Travel Bureau und auch nur in Verbindung mit einem Flugticket. Der Bahnpass ist erhältlich für eine Woche (2.Klasse:28300Yen/1.Klasse:37800Yen), für zwei Wochen (2.Klasse:45100Yen/1.Klasse:61200Yen) und für drei Wochen ( 2.Klasse:57700/1.Klasse:79600). Kinder bis 11 Jahre müssen die Hälfte bezahlen. An Automaten kann man Fahrkarten für die nähere Umgebung kaufen. Stationen sind meist neben chinesichen Zeichen auch in lateinischer Schrift angegeben. Ein Schalter sollte immer geöffnet sein. Fahrplanauskunft in englischer Sprache: (03) 34 23 - 01 11
BusIn allen Großstädten Linienbusse, die von unterschiedlichen Gesellschaften betrieben werden. Die Fahrpreise variieren je nach Busgesellschaft. Für städtische Ringbusse bezahlt man etwa 200 Yen. Großstädte sind untereinander durch mehrmals täglich verkehrende Linienfernbusse verbunden. Für Reisende mit viel Zeit und kleinerem Budget sind diese Busse eine gute Alternative zu teuren Flügen oder Shinkansen.
MietwagenAutoverleihe werden Sie an den meisten Flughäfen und Bahnhöfen vorfinden. Beachten Sie jedoch die Informationen unter „Auto“.
TaxisIn Städten werden Sie kein Problem haben ein Taxi zu finden und auch auf dem Land befinden sich an allen größeren Flughäfen und Bahnhöfen Taxistände. Wenn ein rotes Licht in der unteren linken Ecke der Windschutzscheibe leuchtet, bedeutet dies, dass das Taxi frei ist. Ein Taxi können Sie einfach mit dem Heben einer Hand anhalten. Einsteigen sollten Sie hinten in der linken Tür. Die Türen werden automatisch vom Fahrer geöffnet und auch wieder geschlossen. Falls Sie kein Japanisch können, ist das kein Problem: Zeigen Sie dem Fahrer ein Kärtchen, auf dem ihr Ziel in Japanisch geschrieben steht.
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| Wetter | Das aktuelle Wetter in Japan. |
| Zeit | Japan ist der Mitteleuropäischen Zeit um 8 bzw. 7 Stunden bei Sommerzeit voraus. |
| Zoll | Für die mitgeführten Güter müssen Sie entweder eine mündliche oder eine schriftliche Zollerklärung abgeben. Falls Sie unbegleitete Gepäckstücke einführen, müssen Sie zwei Ausfertigungen einer schriftlichen Zollerklärung vorlegen. Die Formulare für eine Zollerklärung können Sie beim Zollamt erhalten, sowie an Bord Ihres Fugzeugs oder Schiffes. Zoll- und abgabenfrei sind Gegenstände für den persönlichen Gebrauch und Gegenstände für den persönlichen Gebrauch bestimmter unbegleiteter Gepäckstücke ist innerhalb der Beschränkungen zoll- und steuerfrei. Beispielsweise gilt für Reis eine Beschränkung von 100 kg pro Jahr. Falls Sie Gegenstände für den persönlichen Bedarf und zusätzlich noch unbegleitetes Gepäck einführen, gelten die angegebenen Beschränkungen für beide Gepäckarten zusammen. Zollfrei einführen dürfen Sie: Kleidung, Hygiene- und Körperpflegemittel, andere Gegenstände für den persönlichen Bedarf und Gegenstände für geschäftliche Zwecke, sofern jene nicht für den Verkauf bestimmt sind. Weiterhin dürfen Sie einführen: Alkoholische Getränke, Tabakwaren, Parfüm etc. Genauere Informationen finden Sie unter: http://www.embjapan.de/konsular/zoll.html |






