Venezuela
| Auskunft | Botschaften der Bolivarischen Republik Venezuela Auskunft in Venezuela Corpoturismo |
| Besonderheiten | Nationale Feiertage |
| Diplomatische Vertretungen | Deutsche Botschaft |
| Fotografieren | Tipps zum Fotografieren: Licht |
| Geografie | An der Küste verläuft die Bergkette "Cordillera de la Costa". An der Grenze zu Kolumbien befinden sich die venezolanischen Anden. Südlich der Berge erstrecken sich die großen Ebenen der Llanos, deren südliche Grenze wiederum der Orinokofluss bildet. Das Amazonasgebiet und die Region Guayana liegen südöstlich davon. Hier, ganz im Süden von Venezuela, findet sich auch ein weltweit einzigartiges geographisches Phänomen, der Brazo Casiquiare, ein natürlicher Kanal, der die Flusssysteme des Orinoko und des Amazonas über den Río Negro miteinander verbindet, so dass die riesigen Gebiete zwischen Orinoko, Amazonas und Atlantik eine 'Insel' bilden. Wie als erster bereits Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts berichtete, fließen die Wasser des Brazo Casiquiare je nach relativem Wasserstand Richtung Norden in den Orinoko oder nach Süden in den Río Negro. Im Südosten befindet sich eine der ältesten Felsformationen der Erde, das "Macizo Guayanés". Hier befindet sich auch der höchste Wasserfall der Welt, der "Salto del Angel" mit einer Fallhöhe von 965 m. Die Tafelberge in dieser Region, auch Tepuis genannt, bieten aufgrund ihrer endemischen Tier- und Pflanzenwelt ein breites Forschungsgebiet für Wissenschaftler. |
| Geschichte | Ab 1948 wurde Venezuela von einer Militärjunta, von 1952 unter Diktator Marcos Perez Jiménez geführt. Mit seinem Sturz 1958 wurde Venezuela eine Demokratie. Seitdem waren bis in die 1990er Jahre die beiden bestimmenden Parteien die sozialdemokratische Acción Democrática und die konservative COPEI, die auch die Präsidenten stellten. In der ersten Amtszeit von Carlos Andrés Pérez (1974 - 1979) stiegen die Einkünfte des Landes aus dem Erdölexport so rapide, dass das Land eines der wohlhabendsten Länder Südamerikas war, "[...] durch den Verkauf von Erdöl hat Venezuela von 1973 bis 1983 rund 240 Milliarden Dollar eingenommen, das heißt etwa das Zehnfache dessen, was der Marshallplan vorsah" (Arturo Uslar Pietri), die damit einhergehende Verteilungspolitik führte zur, für lateinamerikanische Verhältnisse, außerordentlich hohen politischen Stabilität des Landes. Mit dem eklatanten Verfall des Ölpreises seit 1983 brachen diese Einkünfte jedoch weg und da es keine anderen Wirtschaftszweige gab, die die sinkenden Erdöleinnahmen zu kompensieren vermochten, führte dies gemeinsam mit den immer höher werdenden Auslandsschulden (1993: 45 Milliarden Dollar) zu einer anhaltenden Wirtschaftskrise. Der in der zweiten Amtszeit Carlos Andrés Pérez' (1989 - 1993) als Folge von Weisungen des Internationalen Währungsfonds begonnene neoliberale Wirtschaftskurs führte im Februar 1989 zu Hungerrevolten, der sogenannten Caracazo, deren gewaltsame Niederschlagung offiziell 246, nach inoffiziellen Schätzungen weit über 1000 Menschen das Leben kostete. |
| Internet | Die beste Internet-Adresse für Informationen über Venezuela ist die Universität Texas mit ihrem enormen Lateinamerikaarchiv: www.lanic.utexas.edu/la/venezuela. Dort öffnet sich das Hauptarchiv über Venezuela mit seinen Fächern "Academic research", "Art & Culture", "Business" usw. Die unterste Schublade ist "Travel & Tourism", die beispielsweise per Mausklick einen "Guía urbana de Caracas" anbietet. Selbstverständlich können auch die wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften Venezuelas (unter "News") eingesehen werden, und selbstredend kann man sich das Kapitel "Venezuela" aus dem World-Factbook herunterladen. |
| Netzspannung | Die Netzspannung beträgt 110 Volt/60 Hertz (Wechselstrom); amerikanische Flachstecker. Am besten besorgt man sich vor der Reise einen Multistecker. |
| Notruf | Polizei: 169; Feuerwehr: 166; genereller Notruf in Caracas: 171 |
| Öffnungszeiten | Ein Ladenschlussgesetz gibt es nicht. Sie finden immer, auch sonntags, einen Tante-Emma-Laden, der geöffnet ist. Allerdings ist die Siesta (12.00-14.00 Uhr) heilig. Die Behörden haben für gewöhnlich von 8.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Wer gezwungen ist, sie zu besuchen, sollte das frühmorgens tun, um einen der ersten Plätze in der Warteschlange zu erwischen. |
| Sicherheit | Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. |
| Telefon | Die Vorwahlen lauten für Deutschland 0049, für Österreich 0043 und für die Schweiz 0041. Die Vorwahl für Venezuela ist 0058. |
| Unterkünfte | Jugendherbergen |
| Wetter | Das aktuelle Wetter in Venezuela. |
| Zeit |
Die aktuelle Zeit in Venezuela. |
| Zoll | Bei der Einfuhr ist man großzügig; es dürfen auch mehrere Kameras mitgebracht werden. Zollfrei einführen darf man die üblichen Mengen an Tabakwaren (200 Zigaretten oder eine entsprechende Menge Tabak) und Spirituosen (ein Liter Schnaps, zwei Liter Wein). Auf keinen Fall aber ist die Einfuhr von Frischprodukten und Lebensmitteln gestattet. Kunstgegenstände sowie Souvenirs können unbedenklich ausgeführt werden, sofern sie nicht unter das Artenschutzgesetz fallen. dasszeigt sich auch der deutsche Zoll unerbittlich. Korallen, Quarze vom Roraima und abgeschlagene Edelsteinbrocken von der Quebradassde Jaspe mitzunehmen, sollte auch der gesunde Menschenverstand verbieten, ebenso wie lebende Tiere und unter Naturschutz stehende Pflanzen. Bei der Wiedereinreise gelten die gebräuchlichen, oben aufgeführten Regeln. 500 Gramm Kaffee (Tipp!) und 50 Gramm Parfüm dürfen es ebenfalls sein, sowie Edelsteine und Schmuck für den persönlichen Bedarf. Bei größeren Mengen an Gold und Juwelen sollte man die Kaufquittungen vorweisen können. |






