Peru
| Auskunft | Peru unterhält weder in Deutschland noch in der Schweiz oder in Österreich Tourismusbüros. Informationen erhalten Sie in deutschen Reisebüros, über die Tourismusabteilungen der Botschaft oder im Internet unter www.peruonline.net. |
| Besonderheiten | Gesetzliche Feiertage Weltkulturerbe |
| Bilder | Bilder aus Peru. |
| Diplomatische Vertretungen | in Deutschland in Österreich in der Schweiz in Peru |
| Flora & Fauna | Die Flora Perus ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. In den trockenen und sandigen Küstenebenen wachsen nur wenige Gräser und Sträucher. In den Regenwaldregionen findet man hingegen eine große Fülle an Pflanzen. Vertreter dieser Vegetationen sind unter anderem Kautschuk- und Mahagonibäume, Zedern und Vanillepflanzen. Im Hochgebirge herrscht auf Grund der natürlichen Bedingungen nur eine spärliche Pflanzenvielfalt vor. Hier wachsen hauptsächlich Trockenpflanzen (Xerophyten), wie etwa Kakteen und Mesquiten. Ebenso wie die Flora hat auch die Tierwelt Perus eine große Vielfalt zu bieten. In der Küstenebene und auf den Küsten vorgelagerten Inseln leben Möwen und Seeschwalben, Eidechsen, Skorpione, Robben und Pinguine. In den peruanischen Küstengewässern findet man unter anderem Sardinen, Hummer und Makrelen. Tiere der fruchbareren Regionen im Osten sind beispielsweise Gürteltiere, Alligatoren, Jaguare, Pumas, Papageien und Flamingos. |
| Fotografieren | Tipps zum Fotografieren: Licht |
| Geografie | Peru besitzt drei völlig unterschiedliche Klimaregionen: Costa (Küste; ca. 11 % der Staatsfläche) Sierra (Anden; ca. 15 %) Selva (Regenwald; ca. 64 %). Costa Sierra Selva Gewässer |
| Geschichte | Urzeit Vorkoloniale Kulturen Kolonialzeit Unabhängigkeitszeit 1979 ließen die Militärs eine neue Verfassung ausarbeiten und am 18. Mai 1980 fanden die ersten freien Wahlen statt. Belaúnde Terry wurde am 28. Juli 1980 als Präsident der Republik Peru für 5 Jahre in das Amt eingeführt. Die verstaatlichten Unternehmen, Banken, Zeitungen und Fischereibetriebe wurden in Privatbesitz übergeben. Ab 1982 begann die linksgerichtete Guerilla-Gruppe Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) mit wachsender Aktivität einen blutigen Krieg gegen die Staatsgewalt. Über die Provinz Ayacucho wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Gruppe brachte ein Viertel des Landes unter ihre Kontrolle. In abgelegenen Regionen des Berglandes kam es zu zahlreichen Massakern an der Landbevölkerung. Sowohl die Guerillas als auch das Militär bestraften damit die Zusammenarbeit der Dorfbewohner mit dem jeweils anderen Gegner. Zwischen 1985 und 1990 führte die Misswirtschaft unter Präsident Alán García Pérez zu einer Hyperinflation. Betroffen über die Korruption, die zunehmende Bedrohung durch den Sendero Luminoso und die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes wählte die Bevölkerung den unbekannten Alberto Fujimori 1990 zum Präsidenten. Ihm gelang es die Inflation innerhalb von zwei Jahren von 7500% auf 140% zu senken und zahlreiche wirtschaftliche Reformen durchzusetzen. Staatsbetriebe wurden wieder privatisiert und günstige Bedingungen für ausländische Investoren geschaffen. Am 5. April 1992 löste Fujimori nach einem vom Militär gebilligten Staatsstreich das Parlament auf und setzte die Verfassung außer Kraft. Er ließ eine neue, auf ihn zugeschnittene Verfassung ausarbeiten, die am 29. Dezember 1993 in Kraft trat. 1995 wurde Fujimori neuerlich Präsident. Noch im selben Jahr am 9. April überfielen linksgerichtete Rebellen die Residenz des japanischen Botschafters in Lima und nahmen die Personen als Geiseln. Eliteeinheiten der Armee stürmten am 22. April 1997 die Residenz und befreiten 71 der 72 Geiseln. Die Wiederwahl Fujimoris zum Präsidenten im Jahr 2000 führte zu heftigen Protesten im ganzen Land. Seiner Partei wurde Wahlbetrug vorgeworfen. Nach einem zusätzlichen Bestechungsskandal ließ er Neuwahlen ausrufen, bei denen er zwar antrat, aber kurz vorher aus dem Land flüchtete und sich nach Japan absetzte. Alejandro Toledo gewann im Juli 2001 die Wahlen zur Präsidentschaft. Er ist das erste Staatsoberhaupt indianischer Herkunft. Toledo versuchte die vergangenen Gesetzesverletzungen aufzurollen und unabhängige Gerichte einzusetzen. Seine Popularität beim Volk hat während der letzten Jahre abgenommen, nicht zuletzt weil Skandale und Korruption zum Vorschein gekommen sind. Im Mai 2003 streikten Bauern und Lehrer und errichteten landesweit Straßenblockaden. Toledo rief den Ausnahmezustand aus und beauftragte die Armee die Ordnung in den 12 Departments des Landes wiederherzustellen. Seither wächst die Unzufriedenheit der Bevölkerung gegenüber dem Präsidenten. Am 1. Januar 2004 überfiel der ehemalige Major Antauro Humala mit einer Gefolgschaft von etwa 100 Mann in der Stadt Andahuaylas in der armen Provinz Apurímac eine Polizeistation und nahm 10 Polizisten als Geiseln. Dabei wurden 3 Personen getötet. Die linksgerichtete Gruppe Etnocaceristas unter der Führung von Antauro Humala sowie dessen Bruder Ollanta Humala forderte Verurteilung und Tod des Staatspräsidenten. Die Etnocaceristas beziehen sich mit ihrem Namen auf den ehemaligen Präsidenten Andres Caceres, der trotz Niederlage im Salpeterkrieg gegen Chile den chilenischen Soldaten heftigen Widerstand leistete. Die Regierung entsandte Militäreinheiten in das betroffene Gebiet. Am 4. Januar legten die Aufständischen die Waffen nieder und ergaben sich dem Militär. |
| Gesundheit | Im Notfall hilft in Peru Indececopi (eine Institution von prom peru, 24-Stunden-Service): Tel.: 01 2247888 und 2248600. |
| Internet | Internet/E-Mail: Es gibt Internetcafés in Lima, Cusco und Iquitos. |
| Kultur | Die Kultur Perus ist einerseits geprägt durch die spanischen Eroberer und dem von ihnen mitgebrachten katholischen Glauben. Andererseits sind, besonders in den ländlichen Gebieten, viele Traditionen erhalten geblieben, die auf die Inkas oder andere Kulturen zurückgehen, die bereits vor der spanischen Eroberung existierten. Etwa 89 % der Peruaner sind katholisch (eine Folge der teilweise zwangsweisen Missionierung durch die Eroberer), jedoch lebt ein gewisser Teil ihrer Ur-Traditionen auch in christlichen Ritualen weiter (neuerdings erzielen auch evangelische Kirchen einen großen Zulauf). In Lima kann man viele prachtvolle Bauten im Kolonialstil bewundern. Das kulturelle Leben konzentriert sich auf die wenigen großen Städte. Allein in Lima lebt ca. ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Diese durch Landflucht ausgelöste Tatsache hat große soziale Probleme zur Folge: Armut und Kriminalität sind in Lima nicht zu übersehen. |
| Netzspannung | In Peru benötigt man häufig einen Adapter (US-Flachstecker) für die elektrischen Geräte. Die Netzspannung kann 110 oder 220 Volt betragen. |
| Notruf | Im Notfall hilft in Peru Indececopi (eine Institution von prom peru, 24-Stunden-Service): Tel.: 01 2247888 und 2248600. |
| Öffnungszeiten | Geschäfte sind Mo-Fr von 9.30-13.00 Uhr und 15.00 oder 15.30-19.00 oder 20.00 Uhr (Souvenirmärkte auch bis 21.00 Uhr), Sa von 9.00-13.00 Uhr (Souvenirmärkte, große Supermärkte und kleine Tante-Emma-Läden auch länger) geöffnet; Postämter: Mo bis Fr von 8.00-20.00 Uhr, Sa von 8.00-19.00 Uhr; Banken: Mo-Fr von 9.00-12.30 und 15.00-18.00 Uhr. |
| Post | Luftpostkarten und -briefe bis 20 g kosten nach Europa umgerechnet etwa 1,30 Euro Porto; sie sind etwa zehn bis vierzehn Tage unterwegs. |
| Sicherheit | Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. |
| Spanisch lernen | Spanisch lernen in Cusco, Peru in der Wiracocha Spanish School |
| Telefon | Vorwahlen: nach Peru: 0051, von Peru nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041 |
| Verkehrsmittel | Die wichtigsten Verkehrswege für das Land sind die Panamericana und die Seewege nach Nordamerika, Ostasien und Europa. Peru besitzt 3.462 km Eisenbahnstrecke, 72.900 km Straßen und 254 Flughäfen. Durch die extrem großen Höhenunterschiede der Anden bestehen größere infrastrukturelle Probleme vor allem entlang der West-Ost-Achse. Dies zeigt sich am geringen Anteil der gepflasterten Autostraßen, der gerade einmal 9.331 km bzw. 13 % beträgt. Dadurch verstärkt sich der periphere Charakter der Selva-Region, die kaum besiedelt ist, was wiederum bedeutet, dass die Landbevölkerung in diesen Gebieten nicht von dem wirtschaftlichen Aufschwung der Küstenregionen profitiert. |






