Mosambik
| Auskunft | Botschaft der Republik Mosambik Sprechzeit: Mo. - Fr. von 9.30-12.30 Uhr
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| Besonderheiten | Sprache Feiertage |
| Diplomatische Vertretungen | Botschaft der Republik Mosambik Ständige Vertretung der Republik Mosambik (mit Visumerteilung) Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Konsulat der Republik Österreich Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft |
| Einreise und Ausreise | Für die Einreise ist ein Visum erforderlich, das schon vor der Einreise, z. B. von der mosambikanischen Botschaft in Berlin, ausgestellt werden muss. Die Gebühr beträgt 40 Euro (innerhalb von 24 Std. zzgl. 25 Euro). Der Reisende sollte zwingend die im Visum gestattete Aufenthaltsdauer beachten, dassbei Überschreitung drakonische Strafen drohen. Der deutsche Kinderausweis wird zwar in der Regel anerkannt, es erscheint allerdings sinnvoll, auch Kinder mit Reisepässen auszustatten. Die Anreise erfolgt bis Johannesburg mit dem Flugzeug, von dort aus mit dem Auto über Swaziland nach Mosambik. |
| Flora & Fauna | Die vorherrschenden Vegetationsformen Mosambiks sind Baumsavanne und Grasland, während an der Küste Mangroven und Palmen wachsen. Zu den typischen Baumarten zählen Harthölzer wie Ebenholz und Khaya und in der Trockensavanne vor allem Mopani und Affenbrotbaum. Zudem kommen Bambus und Spartgras häufig in Fluss- und Sumpfgebieten vor. Der Tierbestand des Landes ist noch vielfältig, auch wenn rücksichtslose Jäger den Bestand gehörig reduziert haben. Nach wie vor kann man weiße Nashörner, Zebras, Warzenschweine und verschiedene Affenarten bewundern und auch die Vogelwelt ist mit Flamingos, Kranichen, Ibissen und weiteren Arten noch recht vielfältig. |
| Fotografieren | Öffentliche Gebäude und Anlagen, uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen grundsätzlich nicht fotografiert werden. Im Zweifelsfall sollte vorher um Erlaubnis gebeten werden. Tipps zum Fotografieren: Licht Schnappschüsse |
| Geld | 1 Mosambik Metical = 100 Centavos. Währungskürzel: Mt, MZM (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100.000, 50.000, 10.000, 5000, 1000, 500, 100 und 50 Mt und Münzen zu 5000, 1000, 500, 100, 20, 10, 5, 2,5 und 1 Mt im Umlauf. Geldwechsel: Bargeld kann in Wechselstuben am Flughafen oder in Banken umgetauscht werden, wobei sich die Mitnahme von US-$s oder Südafrikanischen Rand empfiehlt. Kreditkarten: Kreditkarten werden nur äußerst selten akzeptiert. |
| Geografie | Das breite Küstentiefland mit teilweise sumpfigem Flachland und gebietsweise ausgedehnten Mangrovenwäldern bedeckt den größten Teil des Südens und wird nach Norden hin schmaler. Hinter der Küste steigt das Land bis zum Tafelland des Hochfelds stufenförmig an. Das Küstentiefland wird von zahlreichen Flüssen durchquert, zu denen Sambesi, Lugendass, Save und Limpopo gehören. Auf beiden Seiten des Sambesi trifft man auf ein 1.000-2.000 m hohes, an Inselbergen reiches Rumpfflächenland. Dabei steigt z. B. das Namuligebirge auf 2.419 m an, und südlich des Sambesi ragt an der Grenze zu Simbabwe mit dem Monte Binga (2.436 m) der höchste Berg des Landes auf. Während die Küste im Norden abwechselnd als Steil- oder Flachküste ausgebildet ist, findet man im Süden eine lagunenreiche Ausgleichsküste vor. Grenzen: im Norden an Tansania, im Westen an Malawi, Sambia und Simbabwe und im Südwesten und Süden an Südafrika und Swasiland. |
| Geschichte | Die Geschichte Mosambiks reicht weit in die Vergangenheit zurück. Um 6000 v. Chr. lebten im Süden Afrikas kleinere Gruppen von kleinwüchsigen "Buschmännern" (Pygmäen) ausschließlich als Sammler und Kleintierjäger. Um 500 n. Chr. kamen aus dem Zentrum des Kontinents einzelne Bantuvölker in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung die südlichen Teile Afrikas, wobei sich einige Königreiche bildeten. Die Entwicklung der nördlichen Küstenregionen bestimmten seit dem 7. Jahrhundert die Arabern, nachdem schon eine geraume Zeit zuvor Kontakte zwischen Indien, Persien, der indonesischen Inselwelt sowie der ostafrikanischen Küste und ihrem Hinterland bestanden hatten. Zahlreiche Handelswege führten von den Häfen ins Innere des schwarzen Kontinents. Als die Portugiesen zur Jahreswende 1497/98 unter Vasco dassGama die ostafrikanische Küste erreichten, übernahmen sie eine 5 km von der Küste entfernt liegende kleine Koralleninsel als ihren Hauptsitz, blockierten in der Folgezeit lange Küstenstriche, eroberten den wichtigsten südlichen Hafen Beira sowie andere arabisch beeinflusste Orte und errichteten Faktoreien, Forts und Stützpunkte, in erster Linie zur Sicherung der Handelswege zum Goldreich des Monomotapa. Bis ins 19. Jahrhundert hinein versuchten Araber, Osmanen, Niederländer, Franzosen und Briten erfolglos, den Küstenabschnitt Mosambiks zu erobern. Die Kolonisierung des Sambesitals begann mit der Vergabe von Landstrichen als Erblehen von Seiten des portugiesischen Königs, womit sich der später vorherrschende Charakter Mosambiks als landwirtschaftliche Rohstoffkolonie schon abzeichnete. Auf der Berliner Konferenz 1884/85 wurde das südliche Afrika unter den Kolonialmächten aufgeteilt und Mosambik fiel auch in seinen heute noch geltenden Grenzen Portugal zu. 1951 erhält das Land den Status einer portugiesischen Überseeprovinz. Mehr als ein Jahrzehnt hatte die 1962 gegründete Frelimo für das Ende des Kolonialismus gekämpft, ehe 1974 schließlich mit der Kolonialmacht Portugal in Lusaka ein Abkommen über die Unabhängigkeit des Landes abgeschlossen wurde. Erster Staatspräsident wurde Machel, doch Bürgerkrieg und eine anhaltende Dürre stürzten Mosambik in eine wirtschaftliche Krise und das Land brach weitgehend zusammen, dassdie Portugiesen, die bis dahin das Rückgrat in Wirtschaft und Verwaltung gebildet hatten, fluchtartig das Land verließen. Ihre Nachfolger konnten den Anforderungen verständlicherweise kaum genügen, sodass in der Folge die Wirtschaft verstaatlicht und die Landwirtschaft kollektiviert wurden, wobei man die kleinbäuerliche Bevölkerung zwangsweise in Gemeinschaftsdörfer umsiedelte sowie große Kollektivfarmen errichtete. In den 80er-Jahren begann eine zaghafte wirtschaftliche Liberalisierung und 1990 wurde eine neue liberale Verfassung beschlossen. Vier Jahre später gab es erstmals freie Wahlen, zu denen auch andere Parteien zugelassen wurden. Nachdem 1996 der langanhaltende Bürgerkrieg beendet wurde und UN-Blauhelmsoldaten die Lage stabilisierten, folgte im Jahr 2000 eine verheerende Überschwemmungskatastrophe infolge schwerer Regenfälle. Am 4. Oktober 2001 eröffnet im südlichen Afrika mit der Zusammenlegung von Krügerpark (Südafrika) und Gazapark (Mosambik) eines der größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiete der Welt. |
| Gesundheit | Die medizinische Versorgung im Land ist nicht immer gewährleistet und ist in vielen Fällen technisch, apparativ und/oder hygienisch äußerst problematisch. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen daher im Ausland insbesondere in Südafrika oder Europa behandelt werden. Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Neben anderen Tropenkrankheiten treten auch Tuberkulose und in einzelnen Regionen Cholera auf. Als sinnvollen Impfschutz wird der Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B empfohlen. Bei besonderer Exposition wie z. B. Landaufenthalt, Jagd, Jogging u. Ä. kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein, darüber hinaus wird eine gültige Gelbfieberimpfung bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Nach wie vor stellt HIV/Aids ein großes Problem im Lande dar und somit eine große Gefahr für jene, die Infektionsrisiken wie Sexualkontakte eingehen; unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können zudem erhebliche lebensgefährliche Risiken bergen. Durch (vorbeugendes) hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nicht lau Aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen - wie Malaria - fast ganz vermieden werden . |
| Internet | In Maputo gibt es zwei Internetcafés (eines davon befindet sich in der AvenidassJulius Nyerere). |
| Kleidung und Reisegepäck | Neben der abendlichen Schutzbekleidung aus Baumwolle und Leinen ist vor allem für tagsüber Leichtes aus den gleichen Materialien zu empfehlen. Zudem sollten Badesachen, Sonnenhut und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor im Koffer nicht fehlen. |
| Küche | Da es keine Kioske oder gar Supermärkte zur Selbstversorgung gibt, erfolgt die gesamte Verpflegung über die jeweilige Lodge. Wem Fisch und Meeresfrüchte aller Art munden, der ist hier im Paradies. Zudem ergänzen Salate, Kartoffeln (Yams), Eier, Ananas und Mangos die Speisekarten und einmal in der Woche kommen sogar Steaks auf den Tisch. Wein und Bier werden aus Südafrika importiert. |
| Kultur | Mosambik kann man getrost als Schmelztiegel arabischer, afrikanischer und europäischer Traditionen bezeichnen, wobei das Zusammenspiel der drei Kulturkreise in der Architektur der Städte rasch deutlich wird. Neben wenigen arabisch-islamischen sind vor allem koloniale und afrikanische Bauwerke zu sehen. Die Bevölkerung setzt sich zu 99 % aus etwa sechzig verschiedenen Bantustämmen zusammen, wobei 48 % der Bevölkerung animistischen Naturreligionen angehören, 31 % sind katholische, 8 % evangelische Christen, 13 % Moslems. Kaufleute, Seefahrer und Sklavenhändler aus Europa, Indien und Arabien beeinflussten über Jahrhunderte hinweg die politische und wirtschaftliche Entwicklung. Mosambik erlangte zweifelhafte Berühmtheit für seinen Handel mit Elfenbein, Gold und Sklaven. |
| Medien | Rundfunk Fernsehen Zeitungen Politische Zeitschrift: Tempo. Deutsche Zeitungen und Zeitschriften sind in Mosambik nicht zu bekommen. |
| Netzspannung | 220 V, 50 Hz |
| Öffnungszeiten | Öffnungszeiten der Banken: Mo. - Fr. von 7.30-15.30 Uhr. |
| Post | Postämter gibt es in den größeren Städten. Luftpostsendungen nach Europa sind normalerweise fünf bis sieben Tage unterwegs, manchmal auch länger. Verbindungen für Telegramme kommen ausschließlich über Südafrika zustande. Die meisten Städte des Landes sind durch verschiedene Kommunikationseinrichtungen miteinander verbunden. |
| Reisezeit | Im Landesinneren ist es in der Regel sehr heiß, an der Küste herrscht ein tropisch-feuchtes Klima. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober. Während die nördliche Küstenregion vom Monsun beeinflusst wird, bestimmt der Südostpassat das Klima der südlichen Küstenregion. Als Trockenzeit gilt die Periode von April bis September. In der Regenzeit (Oktober bis März) ist es heiß mit starken Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit. |
| Sehenswerte Orte | Maputo Maxixe Linga-Linga Vilanculo Benguerra Bazaruto Mararuque Inhambane |
| Sicherheit | Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. |
| Sport | Alle Arten von Wassersport, wie Tauchen, Schwimmen, Windsurfen |
| Telefon | Selbstwählferndienst. Landesvorwahl: 00258 |
| Trinkgeld | In der Regel wird etwa 10 % Trinkgeld erwartet. |
| Unterkünfte | Pauschalarrangements sind von Johannesburg oder Maputo zu den Inseln Benguerra, Bazaruto und Margaruque möglich. In Maputo selbst und mit Einschränkungen Beira sind Hotels jeder Preisklasse vorhanden, ansonsten ist der Tourismus nur rudimentär entwickelt. Hotels Benguela und Bazaruto Lodge sind zwei der insgesamt vier Lodges auf den beiden größten Inseln des Archipels. Während diese beiden durchaus empfohlen werden können, entsprechen die beiden anderen Gästehäuser angesichts der hygienischen und/oder strukturellen Zustände nicht den notwendigen Standard. Ferienhäuser Camping |
| Verkehrsmittel | Auto Bahn Busse Mietwagen Taxis Inlandflüge |
| Wetter | Das aktuelle Wetter in Mosambik. |
| Zeit | MEZ +1 Stunde Die aktuelle Uhrzeitt in http://www.timeticker.com/. |
| Zoll | Die folgenden Artikel können zollfrei nach Mosambik eingeführt werden: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak; 0,75 l Spirituosen; Parfüm für den persönlichen Gebrauch (geöffnet). |






