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Von A wie Ägypten bis Z wie Zypern: Wissenswertes und Tipps für Reisende in die Länder dieser Erde !

 

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werbungSprachreisen mit carpe diem

Ägypten [Teil 1]

Allgemeine Landesdaten

Offizieller Name: Jumhuriyah Misr al-'Arabiyah (Arab Republic of Egypt)

Fläche: 997.739 km²

Einwohnerzahl: 65.239.000 (2001)

Größte Städte: Kairo - 6,8 Mio (Hauptstadt), Alexandria - 3,3 Mio, Giseh - 2,1 Mio Einwohner.

Offizielle Landessprache: Die Staatssprache Ägyptens ist Arabisch. Als Korrespondenzsprache im Verkehr mit dem Ausland wird Englisch gesprochen.

Bevölkerungsgruppen: ägyptische Araber 84,1 %, sudanesische Araber 5,5 %, Berber 2 %, Beduinen 2 %, Zigeuner 1,6 %, Andere 4,8 % (2000).

Religion: sunnitische Muslime 89 %, Christen 11 % (1997).

Lebenserwartung: Männer - 61,3, Frauen - 65,5 (2000).

Auskunft Ägyptisches Fremdenverkehrsamt
- Kaiserstr. 64 a, 60329 Frankfurt / Main, Tel.: 069 252153, 252319, Fax: 239876, www.touregypt.net
- Opernring 3 / 3, 1010 Wien, Tel.: 01 58766 33, Fax: 5876634
Besonderheiten

Feiertage

1. Januar, 1. Mai, 18. Juni, 23 Juli, 6. Oktober. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche, jährlich wechselnde islamische Feiertage. Fällt ein offizieller Feiertag auf einen Freitag, wird an dem nachfolgenden Werktag nicht gearbeitet. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag, für Behörden gilt als Wochenendregelung Freitag; Privatfirmen und Firmen des öffentlichen Sektors können das Wochenende selbst bestimmen (bisher Freitag/Samstag oder Freitag/Sonntag).

Handeln

Handeln gehört in Ägypten wie in vielen anderen Ländern der arabischen Welt einfach mit dazu. Wichtig ist, dass Sie auch bei jeder Dienstleistung den Preis vorher ausmachen sollten. Es dürfte Sie daher nicht erstaunen, wenn Händler Ihnen überzogene Fantasiepreise nennen, doch das ist vollkommen normal. Sie können den Händler mit etwas Geschick herunterhandeln und sich darüber freuen, dass Sie ein gutes Geschäft gemacht haben - und Ihr Gegenüber freut sich dann wirklich, weil er das gute Geschäft gemacht hat. Auf gar keinen Fall sollten Sie sich unter Druck setzen lassen.

Betteln

Geben Sie in keinem Fall etwas an bettelnde Kinder (weder Geld noch irgendetwas anderes)! Denn bald würden Sie mehr als ihr Vater verdienen und nicht mehr zur Schule gehen. Sollten Sie eine bettelnde Frau mit einem Kind auf der Straße antreffen, handelt es zumeist um eine Notsituation (geschiedene oder ausgestoßene Frau). Eine Frau würde nie freiwillig auf der Straße betteln gehen. Selbst die Ägypter stecken einer bettelnden Frau etwas zu. Geben Sie in solchen Situationen etwa 1 LE. Diese Geste wird auch ihr Ansehen bei den Ägyptern heben (auch wenn diese sich für die bettelnde Frau schämen).

Weltkulturerbe

Theben und seine Totenstadt; das islamische Kairo; Memphis und seine Totenstadt mit den Pyramiden von Giseh, Abusir, Sakkarah und Dahschur; die nubischen Denkmäler von Abu Simbel bis Philae; frühchristliche Ruinen von Abu Mena

Moscheebesuch

Alle Moscheen sind für Nichtmuslime zugänglich. In der Hussein-Moschee allerdings am Kairoer Bazar kann einem der Zutritt bisweilen verwehrt werden. Frauen müssen Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt. Zu den Gebetszeiten sind Besuche nicht angebracht.

Bilder Bilder aus Ägypten

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Diplomatische Vertretungen

Deutschland
- Botschaft der Bundesrepublik Deutschland: 8, Sh. Hassan Sabri, Kairo - Zamalek, Tel.: 02 3410015
- Deutsches Konsulat in Alexandria: 15, Rue des Pharaones, Tel.: 03 5457025.

Österreich
- Botschaft der Republik Österreich: Ecke Sh. El Nil / Sh. Wissa Wassef, Kairo, Tel.: 02 5702975
- Österreichisches Konsulat in Alexandria: Sharia Eglise Debbane, Tel.: 03 808888.

Schweiz
- Botschaft der Schweiz: 10, Sh. Abdel Khalek Sarwat, Kairo, Tel.: 02 5758133, 5758284
- Schweizerisches Konsulat in Alexandria: 8, Sh. Muhtar Abdel Hamid Khallaf, Tel.: 03 47132

Einreise und Ausreise

Ihr Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein, darüber hinaus benötigen Sie ein Visum, das beim Konsulat/bei der Botschaft oder - günstiger - direkt im Flughafen respektive Hafen erhältlich ist. Zudem müssen Sie sich bis spätestens zum siebten Tag nach Ihrer Ankunft polizeilich melden. Diese Prozedur übernimmt in der Regel das Hotel für Sie, anderenfalls müssen Sie zur Polizei, das wäre in Kairo zur Mugamma, dem zentralen Verwaltungsgebäude am Md. Tahrir. Für einen Ausflug nach Israel benötigt man ein Reentry - ein Visum zur Wiedereinreise also.

Konsularabteilung der Ägyptischen Botschaft
Waldstr. 16, 13156 Berlin, Tel.: 030 47901880, Fax: 4774000.

Generalkonsulate der Republik Ägypten
- Harvestehuder Weg 47, 20149 Hamburg, Tel.: 040 41332620, Fax: 4106115
- Eysseneckstr. 34, 60322 Frankfurt / Main, Tel.: 069 955134-0 / -411 / -415 / -470, Fax: 5972131, Service - Faxabruf 0190 771097010

Familienstruktur

Nach alter Tradition wird eine Heirat von den Familienoberhäuptern arrangiert, ohne dass das betroffene Paar großen Einfluss ausüben kann. Heutzutage haben die jungen Menschen jedoch mehr Mitspracherecht, wenn es um die Partnerwahl geht. dass eine Hochzeit nicht nur zwei Menschen, sondern zwei Familien verbindet, helfen die beiden Familien eifrig bei der Hochzeitsvorbereitung. Wohnungen sind teuer und schwer zu finden, deshalb sind Paare oft solange verlobt, bis sie genügend Geld für ein eigenes Heim gespart haben.

Es ist üblich, dass Großfamilien mit Tanten, Onkeln, Cousinen und Cousins unter einem Dach leben. In den Städten leben oft nur die Kernfamilien zusammen, aber auch hier werden gewöhnlich enge Beziehungen zu Geschwistern und Cousinen und Cousins gepflegt. In den meisten Familien werden die Mädchen von ihren Brüdern beschützt und auch manchmal in der Öffentlichkeit von ihnen begleitet. Traditionsgemäß richtet sich die Ehre eines Mannes danach, wie gut er die Frauen in seiner Obhut beschützt. Die Eltern spielen häufig eine wichtige Rolle in der Zukunftsplanung ihrer Kinder. Die Kinder sind verantwortlich für die Unterstützung und Pflege der Eltern im Alter.

Flora & Fauna Entlang des Nils gedeihen viele Feuchtpflanzen, auch der Artenreichtum der Vogelwelt ist beeindruckend. Hunderte von Vogelarten - teils Zugvögel, teils Dauerbewohner des Niltals - zehren vom Fischreichtums des Stromes. Schleichkatzen, Silberreiher und Ibisse leben im Nildelta. Die Wüsten bestehen zum größten Teil aus Sandflächen ohne Vegetation, doch in der Arabischen Wüste können vereinzelt Gräser, Tamarisken und Mimosen wachsen. In der Nähe von Gewässern oder unterirdischen Wasseradern gedeihen Dattel- und Astpalmen. Zu den in der Wüste lebenden Tieren zählen Gazellen, Hyänen und Schakale, dazu kommen zahlreiche Nager, Skorpione und Insekten.
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Fotografieren

 

Wie in arabischen Ländern allgemein üblich, ist das Fotografieren von militärische Anlagen und Brücken nicht gestattet, darüber hinaus ist der Suezkanal ebenfalls tabu.
Da Frauen sich aus religiösen Gründen nicht gerne fotografieren lassen, sollte das jeder respektieren. In Gräbern oder Ausgrabungsstätten darf weder fotografiert noch gefilmt werden.

Filme sind in Ägypten sehr teuer und man sollte aus diesem Grunde mit einem ausreichenden Vorrat auf die Reise gehen.

Tipps zum Fotografieren:
 

Licht

Licht ist für den Fotografen das primäre Gestaltungsmittel. Ideale Bedingungen hat man am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und Mitteltöne gut herausgearbeitet werden können. Die grelle Mittagssonne wirft harte Schatten und ist daher problematisch. Demgegenüber eröffnet das modulierende Abendlicht interessante Perspektiven. Dann nämlich erscheinen die Farben satt, während die Schatten lang und weich fallen.

Schnappschüsse

Spontaneität ist zwar beim Fotografieren gut, Planung ist jedoch besser – insbesondere wenn die Kamera etwas langsam ist. Damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen, sollten Sie Ihre Kamera vorher weitgehend manuell eingestellt haben. Anhand eines fiktiven Punktes lässt sich die Entfernung abschätzen und die Belichtungswerte vorab ermitteln.
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Geld

In der Regel können Sie in Banken und großen Hotels Geld umtauschen, wobei die Bankschalter in den Hotels oft rund um die Uhr geöffnet sind und Eurocheques akzeptieren. Kreditkarten nehmen die großen Hotels und z. T. einige Restaurants und Geschäfte, zunehmend auch Händler im Basar, was aber noch die Ausnahme darstellt; gelegentlich wird ein Aufschlag oder eine Gebühr erhoben. Ratsam ist, das Formular so auszufüllen, dass weder vorne noch hinten Ziffern angefügt werden können. Bewahren Sie deshalb die Umtauschquittungen bis zur Ausreise und teilweise darüber hinaus auf!

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: nein
Ausfuhr Fremdwährung: bis zur Höhe des nicht verbrauchten Betrages
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: Umtausch im Reiseland: Ist bei den autorisierten Wechselstellen möglich, allerdings sollte auf die Ausgabe von Kleingeld geachtet werden.

Internationale Kreditkarten: ja - werden von fast allen größeren Hotels akzeptiert, wie gesagt auch zunehmend von Händlern im Basar. Bei den Basaris sollten Sie beim Ausfüllen des Formulars darauf achten, dass man keine Null hinten hinzufügen, aber auch keine Ziffer voranstellen kann.
Eurocheques: ja - aber nur bei einigen Großbanken in Kairo und in wichtigen Touristenzentren. Höchstbetrag 700 ägypt. Pfund pro Scheck. Vorzuziehen sind jedoch Reiseschecks.
Geldautomaten: Überall in den größeren und großen Städten Ägyptens gibt es Geldautomaten an fast jeder Ecke, die alle gängigen Kreditkarten akzeptieren (VISA, Mastercard, oft auch AmEx), auch von Ausländern sowie häufig (nicht immer) Karten, die das Cirrus-Logo oder das Maestro-Logo aufweisen, also fast alle gängigen deutschen EC-Karten.
Reiseschecks: ja - in Euro oder US-Dollar, auch in kleinen Stückelungen mitführen. Werden von Banken und Hotels in Bargeld eingelöst, teilweise kann auch in Geschäften damit bezahlt werden.

 

 

Geografie Aus dem Weltraum betrachtet, besteht Ägypten aus einer Reihe nord-südwärts verlaufender Streifen. Östlich an Libyen anschließend bedeckt die westliche Wüste mit ihren Kalksteinformationen zwei Drittel Gesamtägyptens. Im Südwesten erheben sich härtere Gesteinsarten bis zu einer Höhe von knapp 2.000 m. Nach Osten wird die Wüste durch das Niltal begrenzt, einem durchgängig fruchtbaren Landstreifen von nur 8 bis 16 km Breite. In diesem schmalen Streifen leben 99 % der ägyptischen Bevölkerung. Der Nausser-Stausee, entstanden nach dem Bau des Assuan-Staudamms, erstreckt sich in 300 km Länge südwärts bis zur sudanesischen Grenze. Nordwärts breitet sich das Nildelta von Kairo bis zur Mündung mit den Küstenstädten Alexandria im Westen und Port Said im Osten aus. Zwischen Nil und Rotem Meer liegt die Arabische Wüste, eine Serie zerfallender Sandstein- und Kalksteinplateaus.
Geschichte

Um 2900 v. Chr. wurden Ober- und Unterägypten erstmals unter einer politischen Führung vereinigt, sodass die erste von dreißig Dynastien entstehen konnte. Pharaonen und Priester schufen im fruchtbaren Niltal eine Hochkultur, die die Hieroglyphenschrift, den ägyptischen Kalender, ein vielfältiges Götterpantheon und einen ausgeprägten Totenkult hervorbrachten. Das erste monumentale Bauwerk, die Stufenpyramide von Sakkara, entstand in der 3. Dynastie des Alten Reiches um 2600 v. Chr. Höchste Vollendung erreichte die Pyramidenbaukunst in der 4. Dynastie unter den Pharaonen Snofru, Cheops, Chephren und Mykerinos. Das Neue Reich (1551 - 1070 v. Chr.) stieg zur Weltmacht auf und brachte in der 18. Dynastie die Pharaonen Amenophis III., Echnaton und Tutanchamun hervor. Mit dem König Ramses III. (20. Dynastie) regierte der letzte große Pharao. Danach zerfiel das große Reich. Seit der 22. Dynastie regierten Fremdherrscher das Land - die sich allerdings meist der ägyptischen Kultur anpassten. Von 525 bis 404 v. Chr. wurde Ägypten Teil des persischen Reiches. Mit der Eroberung durch Alexander den Großen (332 - 323 v. Chr.) begann die Hellenisierung des Landes. Unter der makedonischen Dynastie der Ptolomäer (323 - 30 v. Chr.) erlebte Ägypten eine erneute Blütezeit und weckte die Begierde des Römischen Reiches.

Nach der Eroberung Alexandrias durch den römischen Feldherren Octavius (30 v. Chr.) nahm sich Ägyptens letzte Königin, Kleopatra VII., das Leben. Bis 395 n. Chr. war Ägypten Teil des römischen Weltreiches, danach 243 Jahre unter byzantinischer Herrschaft. Im 5. Jahrhundert entstand die nationalägyptische (koptische) Kirche. Sie wurde durch die byzantinische Verwaltung verfolgt, weshalb auch die muslimisch-arabischen Eroberer (seit 639) als Befreier begrüßt wurden. Ägypten wurde Provinz des Kalifenreiches und Kultur, Sprache und Religion der neuen Herren durchdrangen das Land. Auf die Dynastie der Mamluken, Nachfahren ehemals türkischer Sklaven, folgte 1517 - 1798 die unmittelbare Herrschaft der Osmanen, die durch Napoleons Expedition (1798 - 1801) de facto beendet wurde. Damit begann der gut 150 Jahre währende Einfluss Europas, insbesondere Großbritanniens. Der Bau des Suezkanals (1859 - 1869) diente ausschließlich europäischen Wirtschaftsinteressen und stürzte Ägypten in seine erste Finanzkrise. Die Dominanz Englands endete nach vielen Zwischenschritten erst 1956 mit der Verstaatlichung des Suezkanals. Bereits am 23. Juli 1952 hatte eine nationalistische Bewegung König Faruk zum Abdanken gezwungen. Am 18. Juni 1953 wurde Ägypten Republik, Gamal Abd el-Nasser 1954 Staatspräsident. Außenpolitisch orientierte sich Nasser in Richtung sozialistischer Staaten und zur Bewegung der Blockfreien hin. Vor allem aber vertrat er die Idee des "Pan-Arabismus", der Einheit der arabischen Staaten. Für kurze Zeit gelang es Nasser sogar, Syrien und später auch den Jemen zur "Vereinigten Arabischen Republik" zu vereinen (1958 - 1961).

Die wirtschaftlichen Probleme des Landes versuchte Nasser mit einem "arabischen Sozialismus" in den Griff zu bekommen. Die vernichtende Niederlage im Sechs-Tage-Krieg des Jahres 1967 gegen Israel offenbarte jedoch das Scheitern des "Nasserismus" und förderte langfristig eine andere Ideologie: den politischen Islam. Bereits 1928 war in Ägypten die "Muslimbruderschaft" entstanden, die zur Keimzelle aller modernen islamistischen Bewegungen werden sollte. Während Nasser die Muslimbrüder verfolgen ließ, vertrat sein Nachfolger Anwar el-Sadat (1970 - 1981) ihnen gegenüber eine gemäßigte Politik. Außenpolitisch verfolgte Sadat einen Kurs der "Öffnung" gegenüber dem Westen und drängte den Einfluss der Sowjets zurück. Der Jom-Kippur-Krieg, der mit einem Waffenstillstand ohne Sieger und Besiegte endete, aber den Mythos von der Unbesiegbarkeit Israels zerstörte, führte zu einem neuen Selbstbewusstsein in der arabischen Welt und veranlasste Sadat auch gegenüber Israel zur Kurskorrektur. Ein erstes Truppenentflechtungsabkommen mit Israel wird 1974 unterzeichnet, im November 1977 folgte Sadats Besuch in Jerusalem als Geste des Friedens und schließlich, nach Vermittlung durch US-Präsident Jimmy Carter, am 26. März 1979 in Washington der Friedensvertrag mit Israel. Nach der Ermordung Sadats 1981 setzte dessen Nachfolger Mubarak die prowestliche Politik fort. Im Golfkrieg 1991 beteiligte sich Ägypten an der antiirakischen Koalition.

Im Nahen Osten gilt Ägypten seit jeher als Stabilitätsfaktor. Seit der Ermordung Sadats herrscht im Land der Ausnahmezustand. Die Notstandsgesetze werden vor allem gegen Islamisten eingesetzt, die vermutlich auch für ein - gescheitertes - Attentat auf Mubarak im Juni 1995 verantwortlich waren. Amnesty International beklagt Folter, grob unfaire Prozesse und extensive Anwendung der Todesstrafe: 1997 wurden 55 Todesurteile verhängt und 24 davon vollstreckt. Mit fast 94 % der Stimmen wurde das ägyptische Staatsoberhaupt Hosni Mubarak (71) bei der Präsidentenwahl am 26. 9. 1999 im Amt bestätigt.

Regierungsform

Ägypten ist seit 1971 eine Einparteien-Republik. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der mit einer Zweidrittelmehrheit vom Parlament ernannt und für eine sechsjährige Amtszeit durch Volksentscheid bestätigt wird. Er ist gleichzeitig Oberbefehlshaber der Armee und ernennt darüber hinaus auch den Premierminister und das Kabinett.

Gesundheit

Man kann nur davor raten, rohes Fleisch zu essen. Essen Sie darüber hinaus nur gründlich gewaschenes Obst, dann haben Sie schon viel dafür getan, eine unangenehme Durchfallerkrankung zu vermeiden. Des Weiteren sollten Sie bei rohen Salaten vorsichtig sein. Viele Ägyptenurlauber können ein Lied von der "Rache der Pharaonen" singen: Magen- und Darmproblemen sind ein häufiges Leiden. Ratschlag: Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat an entsprechenden Medikamenten mit.

Als Trinkwasser und zum Zähneputzen sollte man nur Mineralwasser verwenden. Erkältungen können vor allem infolge der oft zu kalt eingestellten Klimaanlagen auftreten. Eine weitere Gefahr stellt das Trachom dar, eine Augenkrankheit, die im schlimmsten Fall zur Blindheit führen kann. Aus diesem Grunde sollten Sie keinem Einheimischen Ihren Fotoapparat oder Ihr Fernglas überlassen. Weit verbreitet ist die Bilharziose, eine Erkrankung, die durch kleine Hakenwürmer übertragen wird; juckender Hautausschlag an der Eintrittsstelle der Larven sowie eine akute, fieberhafte Erkrankung sind die Folge. Aus diesem Grunde sollte man nicht im Nil oder anderen Binnengewässern baden. Über etwaige gefährliche Meerestiere geben die Tauchschulen im Sinai bzw. am Roten Meer Auskunft. Das geeignetste Mittel, sich gegen Schlangen und Skorpione zu schützen, sind feste Schuhe und das Veranstalten von Lärm. Sollten Sie trotzdem gebissen werden, suchen Sie sofort einen Arzt auf!

Die Apotheken in Ägypten verkaufen bis spät in die Nacht rezeptfrei jedes Medikament. In Kairo zumindest gibt es qualifizierte Ärzte, die bisweilen ein sehr gutes Englisch sprechen, wobei die Behandlung in der Regel in Devisen bar bezahlt werden muss. Sollten Sie gezwungen werden, ein Krankenhaus aufzusuchen, erkundigen Sie sich am besten vorher bei Ihrer diplomatischen Vertretung vor Ort.

Gesundheitsprophylaxe Ägypten

Fortsetzung ¬

 


 


Alle Angaben und Informationen ohne Gewähr! Ein ganz besonderer Dank geht an die Schüler und Lehrer der Oberschule an der Marzahner Promenade in Berlin, die uns freundlicherweise Informationen aus ihrem privaten Projekt »Erdkunde-Online« insbesondere zu den Themen Umgangsformen, Familienstruktur, Flora & Faune, Geografie und Geschichte überlassen haben.

Hinweis: Während der Aktualisierungsphase, die eine gewisse Zeit dauern wird, können die gewünschten Infos ab 20. Januar 2006 per E-Mail angefordert werden.

Update 19.01.2007



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